1. Die Waldbrände auf Kalimantan (Borneo), Irian Jaya (West-Papua-Neuguinea)
und Sumatera
sind ja schon seit einige Wochen mit Einsetzen der Regenzeit verloschen.
Doch vielerorts ist das
Ökosystem völlig zusammengebrochen. Die Jäger, Sammler
und Pflanzer auf Irian Jaya haben aber keine anderen Nahrungsquellen. In
vielen unzugänglichen Dörfern sind deshalb schon hunderte verhungert.
Die Hilfe der indonesischen Regierung wird auch vielfach abgelehnt, weil
sie nicht in die örtliche Kultur paßt. Wir beten um passende
und wirkungsvolle Hilfsprogramme.
2. Obwohl die "International Monetary Foundation" (IMF) inzwischen schon
viel Geld nach Indonesien gepumpt hat, scheint die Talfahrt des indonesischen
Rupiah durch nichts aufzuhalten zu sein. Nach allen Prognosen von Experten
müßte sich der Rupiah jetzt stabilisieren, aber er fällt
trotzdem weiter. Vor einem halben Jahr bekamen wir für 1 DM
noch ca. 1.350Rp., jetzt bekommen wir für 1 DM etwa 3.000Rp. Wir beten
weiter für eine Stabilisierung der Lage.
3. Am 31.12. hat in Indonesien der Fastenmonat Ramadhan begonnen. Deshalb
und aufgrund der Finanzkrise hat die Regierung Sylvester-Parties untersagt.
Auch die Jahresschluß-Gottesdienste in den Kirchen verliefen in einer
seltsamen Stimmung. In Bojonegoro, wo Christian am Altjahrsabend zu predigen
hatte, kam z.B. der Geheimdienst vorbei und wollte die Predigt zunächst
auf Tonband aufnehmen. Dann verzichteten sie aber doch darauf und meinten:
"Ihr werdet schon nichts staatsgefährdendes predigen!" Die Weihnachtsfeiern
(die sonst in Indonesien bis tief in den Januar abgehalten werden), mußten
auch weitgehend vor Beginn des Ramadhan stattfinden. Weiter im Osten (außerhalb
des Gebietes der GKJTU) hatten fanatische Muslime schon bei einer Weihnachtsfeier
am 23.12. eine Zeitbombe gelegt, die Jahresschluß-Gottesdienste wurden
dort aus Angst ganz abgesagt oder zumindest auf den Mittag verschoben.
Wir beten, daß es während des Ramadhan nicht zu weiteren Spannungen
kommt.
4. Während des ganzen Ramadhan haben die muslimischen Jugendlichen
die Angewohnheit, mitten in der Nacht Knallfrösche und andere Feuerwerkskörper
zu zünden. Wir beten, daß Pia (und viele andere muslimische
und christliche Babies!) trotzdem irgendwie schlafen können.
5. Die GKJTU-Gemeinde Mojoranu im Kirchenbezirk Bojonegoro (vgl. Aktuelle Nachrichten vom 15.12.1997) wird wohl ihr Gotteshaus an einer anderen Stelle aufbauen müssen. Bis sie aber alle Papiere und Genehmigungen beisammen hat, wird sie viel Zeit und Geld brauchen. Wir begleiten sie dabei in unserer Fürbitte.
6. Die christliche Mittelschule der GKJTU in Getasan hat die Bewertung
durch die staatlichen
Inspektoren noch einmal verschoben, da diese Bewertung sicher schlecht
ausgefallen wäre (vgl.
Aktuelle Nachrichten vom 4.11.1997). In diesem Jahr müßte
die Schule nun bessere sanitäre
Einrichtungen, eine Schul-Bibliothek und Versuchsgeräte für
Physik und Chemie bekommen, um den Kriterien einer indonesischen Mittelschule
genügen zu können. Der Schulleiter, Herr Untung, wirkt insgesamt
recht entmutigt. Wir beten um neuen Schwung, gute Ideen und auch die nötigen
finanziellen Mittel.
7. Wir sind dankbar für die Arbeitstagung der Dozenten der Theol.
Hochschule Abdiel am 19.-20.12. Die Tagung hat zu einer neuen Gemeinschaft
und Geschlossenheit gerade unter den fest angestellten Dozenten geholfen.
Wir beten um ein ebenso gutes Einvernehmen mit dem Kuratorium / Vorstand,
der Kirchenleitung der "Kirche von Jesus dem Messias" (GIA), den Studenten
und den Gastdozenten. (vgl. Aktuelle Nachrichten vom 3.12.)
8. Immer wieder sind wir betroffen, wie gerade die Studenten der 3.
Klasse in ihrem Glauben tief
verunsichert sind. (Vgl. Aktuelle Nachrichten vom 15.12.) Gerade die
Studenten, die aus ganz
bibelfesten Gemeinden kommen, scheinen am tiefsten in die Krise zu
kommen. Am 3.1. wird
Christian sich voraussichtlich zu einem seelsorgerlichen Gespräch
mit einer solchen verunsicherten
Studentin treffen.
9. Wir sind sehr dankbar, daß nun alle Genehmigungen für
die Verlängerung von Christians Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung
beieinander sind. Aufgrund einer neuen Bestimmung hätten die Genehmigungen
eigentlich noch vier Monate gebraucht (und bis dahin wäre die Arbeits-
und
Aufenthaltsgenehmigung erloschen gewesen - vgl. Aktuelle Nachrichten
vom 15.12.). Aber der allmächtige Gott hat über den findigen
Herrn Gunarto doch noch einen Ausweg geschenkt. So Gott will, bekommen
wir die Verlängerung am 3.1. in den Paß gestempelt.
10. Wie schon erwähnt fühlen wir uns z.Zt. ziemlich ausgebrannt;
alles was wir machen, scheint
verkehrt zu sein. Von unserem bevorstehenden Urlaub (wenn auch mitten
im Ramadhan) erhoffen wir uns ein ganzheitliches Auftanken.
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