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No. 68                                 Aktuelle Nachrichten aus Java                            10.12.2003

(zusammengestellt von Ch. & K.P.N. Gossweiler, in Absprache mit der Kirchenleitung der GKJTU)

1.        Im indonesischen Parlament wird z.Zt. ein “Gesetz für das harmonische Zusammenleben der Religionen” diskutiert. Nach diesem Gesetzentwurf soll christliche Mission noch mehr als bisher eingeschränkt und die ausländische Hilfe für die christlichen Kirchen noch stärker kontrolliert werden. Auch die Teilnahme von Nichtchristen an Weihnachtsfeiern und Glückwünsche von Christen zum islamischen Ramadhan sollen noch stärker reglementiert werden. Wir beten, dass dieses Gesetz vor seiner Verabschiedung nochmals entscheidend revidiert wird.

2.        Die christlichen Schulen sind jetzt eigentlich verpflichtet, islamischen u.a. Religionsunterricht anzubieten (vgl. zuletzt Akt. Nachr. Nr. 64, 19.06.2003, Abs. 1). Ausführungsbestimmungen, die die Nichtbeachtung unter hohe Strafen gestellt hätten, konnten Gott sei Dank zumindest auf nationaler Ebene abgewendet werden.. Die meisten christlichen Schulen nehmen daher weiterhin nicht-christliche Schüler nur unter der Bedingung auf, dass sie nicht gezwungen werden, für diese nichtchristlichen Religionsunterricht abzuhalten. In einzelnen Provinzen (Yogyakarta, Bali, Banten u.a.) sieht die Lage allerdings schwieriger aus. Wir beten, dass die christlichen Schulen weiterhin ein brauchbares Werkzeug für die Mission Christi sind.

3.        Frau Dhani, die bisherige Geschäftsführerin der Ausbildungsabteilung, ist jetzt Geschäftsführerin der Evangelisationsabteilung der GKJTU. Vom 12.-13.12. führt die Evangelisationsabteilung zusammen mit der christl. Rechtshilfeorganisation ATMA eine Mitarbeiterschulung durch unter dem Thema: “Die Parlamentswahlen 2004 als Herausforderung für die Kirchen.” Die Parlamentswahlen 2004 werden für Indonesien nochmals eine entscheidende Wegscheide sein zwischen Demokratie, Totalitarismus und islamischer Republik. Wir beten, dass die Christen in dieser großen Herausforderung als Licht und Salz wirken können.

4.        Von Anfang Dezember bis Ende Januar feiern die verschiedensten christlichen Gemeinden und Gruppen in ganz Indonesien zahlreiche, sorgfältig vorbereitete Weihnachtsfeiern. Christian G., Kees van Ekris und viele andere Pastoren werden zu vielen Diensten unterwegs sein. Pebri G. und die Frauen der Kirchengemeinde Salatiga gestalten am 22.12. eine Weihnachtsfeier in einem Gefängnis. Wir beten, dass diese vielfältigen Weihnachtsfeiern nicht zur Routine werden, sondern geistliche Früchte tragen. Vor allem beten wir, dass auch Nichtchristen trotz bestehender Verbote bei den Weihnachtsfeiern das Evangelium hören.

5.        Wir beten für die Gemeinden des Kirchenkreises Bojonegoro: Dankbar sind wir, dass die Gemeinde Jatirogo inzwischen ungestört ihre Gottesdienste abhalten kann; wir beten, dass der Vikar Roni Tri Yuliawan trotz angeschlagener Gesundheit und schmalem Gehalt treu seinen Dienst dort tun kann; die äußeren Angriffe gegen die Gemeinde Mojoranu gehen leider weiter und erschüttern auch die innere Gemeinschaft. (vgl. zuletzt Akt. Nachr. Nr. 64, 19.06.2003, Abs. 2) Die Gemeinde Kedungadem sucht wieder einen Vikar oder Praktikanten für die vielfältigen Dienste (vgl. zuletzt Akt. Nachr. Nr. 66, 04.09.2003, Abs. 3). Auch für Pfr. Permadi in der Stadtgemeinde Bojonegoro wird mittelfristig ein Nachfolger gesucht.

6.        Der sehr begabte Chlaodhius Budhianto hat inzwischen sein Theologiestudium abgeschlossen (vgl. zuletzt Akt. Nachr. Nr. 61, 22.01.2003, Abs. 8), ebenfalls Agus Prasetya, Suwandi, Stanly und Maryam Magdalena (vgl. zuletzt Akt. Nachr. Nr. 62, 24.02.2003, Abs. 4). Wir beten, dass für alle fünf ein geeigneter Vikariatsplatz gefunden wird. Überhaupt soll die Vikariatsausbildung in der GKJTU und der Status der Vikare in den Gemeinden besser geklärt werden. Am 15.12. wird der Vorstand der Ausbildungsabteilung LPPPK ‘Sabda Mulya’ u.a. über diese Fragen beraten. Diese Planungen begleiten wir in unserer Fürbitte.

7.        Am 8.-9.11. haben sich die Theologiestudenten der GKJTU zu einer Schulung getroffen und die Gemeinde Tayeman bei Kopeng besucht. Da der (Alt‑)Reformierte Missionsbund (GZB) diese Treffen nicht mehr finanzieren kann (vgl. Akt. Nachr. Nr. 66, 04.09.2003, Abs. 4) und die GKJTU in Zukunft selbständiger werden will, müssen die Theologiestudenten ihre Treffen künftig selbst finanzieren und organisieren. Wir beten, dass die Studenten diese Aufgabe verantwortungsvoll und selbständig wahrnehmen, damit die die Treffen weiterhin regelmäßig stattfinden.

8.        Vom 26.11.-1.12. hat Ari Brouwer im Auftrag verschiedener niederländischer Hilfsorganisationen die GKJTU besucht; dabei wurde u.a. über das geplante Wirtschaftsgymnasium in Getasan gesprochen (vgl. zuletzt Akt. Nachr. Nr. 67, 23.10.2003, Abs. 4). Am 2./3.12. waren Vertreter der evangelikalen Hilfsorganisation TEAR Fund zu einer ersten Kontaktaufnahme in Salatiga. Wir beten, dass sich diese Kontakte gut weiterentwickeln.

9.        Debora Hippenstiel hat am 14.11. ihren Intensivkurs Indonesisch beendet, lernt aber weiter Indonesisch bei Pebri Goßweiler. Nun kann sie noch intensiver in ihre verschiedenen Aufgaben einsteigen: Deutsch­unterricht für Pia Desideria G., Englischunterricht in einem Schülerwohnheim und einer Mittelschule der GKJTU, Mitarbeit im Kindergottesdienst, in einem Kindergarten und in einem Heim für behinderte Kinder so­wie Besuche bei verschiedenen Gemeinden. Wir sind dankbar, dass sich Debora weiterhin sehr wohl fühlt und begleiten sie bei ihren Aufgaben in unserer Fürbitte.

10.     Das Visum für Debora H. muß jeden Monat verlängert werden; dabei treten immer wieder unvorhergesehene Schwierigkeiten auf. Auch die jährliche Verlängerung der Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung von Christian G. steht zum Ende des Jahres wieder an. Wir beten für Julidi Lahagu, den Mitarbeiter der Theol. Hochschule Abdiel, der besonders mit den Visa­angelegenheiten beauftragt ist.  

11.     Der Dozent Minggus Minarto von der Theol. Hochschule Abdiel studiert seit Juli 2003 für zwei Jahre am Asian Theological Seminary in Manila (Philippinen) in einem Magisterprogramm, Agus Santoso arbeitet weiterhin in Heidelberg/Schriesheim an seiner Doktorarbeit (vgl. zuletzt Akt. Nachr. Nr. 65, 12.8.2003, Abs. 7). Der Direktor Gunawan Susanto sowie die Kirchenmusik-Dozenten Yusuf Tjahjo B.U. und Yunatan Krisno Utomo möchten ebenfalls demnächst mit einem Weiterstudium beginnen. Wir beten um eine gute Koordinierung, damit die verbleibenden Dozenten das Unterrichtspensum gut bewältigen können. Außerdem beten wir, dass die Fortbildungsmaßnahmen finanziell, akademisch und geistlich gut bewältigt werden können.

 

Anmerkung: Der lange angekündigte persönliche Rundbrief wird in diesen Tagen verschickt.

 

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