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No. 66                                 Aktuelle Nachrichten aus Java                          04.09.2003

(zusammengestellt von Ch. & K.P.N. Gossweiler, in Absprache mit der Kirchenleitung der GKJTU)

1.      Wir danken für den gesegneten Verlauf der 26. Generalsynode der GKJTU vom 25.-28.8.; auch finanziell konnten alle Kosten so weit abgedeckt werden (s. Anlagen).

2.      Am 23. März 1937 wurde der „Parepatan Agung“ („Große Beratung“) als Vorläufer-Synode der GKJTU in Purwodadi gegründet und damit die GKJTU „geboren“. Inzwischen sind jedoch die geschichtsträchtigen Gebäude, in denen jene erste Synode stattfand, in der Hand der “Javanischen Christliche Kirchen” (Gereja-gereja Kristen Jawa - GKJ). Trotz einer grundsätzlichen Übereinkunft zwischen der Kirchenleitung der GKJTU und der GKJ ist es der GKJTU bisher nicht gelungen, wenigstens einen Teil der Gebäude von der GKJ-Gemeinde Purwodadi zurückzuerhalten. Wir beten um eine gute Lösung dieser Frage.

3.      Seit Anfang des Jahres war Vikar Widhi Hidayat nach Kedungadem versetzt worden, nachdem sein Vorgänger Vikar Victor Adijaya entlassen worden war (vgl. Akt. Nachr. Nr. 61, 22.01.2003, Abs. 7). Nun hat er im Juli die Gemeinde Kedungadem Hals über Kopf verlassen. Wir beten, dass Gott alle Wunden heilt und für die Gemeinde Kedungadem endlich ein geeigneter Hirte gefunden wird.

4.      Der (Alt‑)Reformierte Missionsbund (GZB) hat die Beihilfen für die Theologiestudenten der GKJTU gekürzt, die Studiengebühren sind jedoch gestiegen, die Liste der Bewerber für ein Stipendium wird immer länger. Die gemeinsamen Treffen und Gemeindebesuche der Theologiestudenten konnten deshalb schon seit längerem nicht mehr stattfinden. Wir beten, dass die neugewählte Kirchenleitung und das Ausbildungsinstitut “Sabda Mulya” einen guten Ausweg finden.

5.      Wir sind dankbar, dass Debora Hippenstiel am 23.8. wohlbehalten in Salatiga angekommen ist. In der ersten Woche hatte sie genügend Ruhe, sich gut einzugewöhnen. Im September und Oktober wird sie sich vor allem dem Sprachstudium und der weiteren Orientierung widmen, aber auch schon Pia Desideria G. unterrichten. Wir beten für Debora, dass sie die indonesische Sprache in der kurzen Zeit gut erlernen kann, und für Pebri, dass sie ihren ersten Indonesischkurs täglich gut unterrichten kann. Außerdem unterrichtet Pebri weiterhin Deutsch für eine Studentin in Salatiga. Schließlich beten wir für Pia, dass sie die zusätzlichen Anforderungen des Deutschunterrichtes gut verkraftet neben dem Schulunterricht in Indonesisch, Javanisch, Englisch und anderen Fächern. Nach ihrer ersten Deutschstunde hat Pia gesagt, sie möchte von morgens bis abends mit Debora lernen ... 

6.      Seit den ersten malayisch-indonesischen Bibelübersetzungen im 17. Jh bis heute ist es üblich, dass das Wort “Gott” im Indonesischen mit “Allah” übersetzt wird. Als Alternative stünde das Sanskrit-Wort “dewa” zur Auswahl, was jedoch wegen dessen hinduistisch-polytheistischem Hintergrundes nicht in Frage kommt. Außerdem wird das Wort “Tuhan” = “der Herr” für Gott gebraucht. Nun fordern sowohl islamische Fundamentalisten wie auch christliche Fundamentalisten, dass die indonesischen Christen nicht mehr das Wort “Allah” gebrauchen sollen; das Wort “Allah” solle ausschießlich für Gott im islamischen Verständnis gebraucht werden. Die christlichen Fundamentalisten behaupten außerdem, die Bezeichnung “Allah” stamme aus dem arabischen Heidentum; sie fordern deshalb, ausschließlich den hebräischen Gottesnamen “Jahwe” für Gott zu gebrauchen. Der neue Präses der "Kirche von Jesus dem Messias" (Gereja Isa Almasih – GIA), Pfr. Indrawan, hat ein kleines Buch zu dieser Frage verfasst; er schlägt darin vor, den Gottesnamen “Jahwe”, “Jehova” sowie das Wort “Allah” gleichberechtigt nebeneinander zu gebrauchen und sich vor allem über dieser Frage nicht zu spalten; auch im Alten Testament werde neben dem Gottesnamen Jahwe ganz unbefangen das allgemein-semitische Wort “El” für Gott verwendet, das mit “Allah” verwandt ist. Christian G. wurde von der GIA und der Theol. Hochschule Abdiel beauftragt, Korrekturen und Ergänzungen zu dem Buch anzubringen. Christian weist vor allem daraufhin, dass im ganzen Neuen Testament der Gottesname Jahwe nie verwendet wird. Wir beten um gesegnete Verbreitung des Büchleins.

7.      Vor rund 15 Jahren hat Christian G. Herrn Wayan aus Bali während des Studiums in Heidelberg kennen gelernt. Wie die meisten Balinesen war er von Haus aus Hindu, ist dann aber zum Islam übergetreten. Trotzdem war er weiter auf der Suche nach einem lebendigen Glauben und stellte damals viele Fragen. Als Herr Wayan einige Jahre später nach Indonesien zurückkehrte, brach der Kontakt leider ab. (vgl. Akt. Nachr. Nr. 53, 6.12.2001, Abs. 6). Am 7.9. möchte Christian Herrn Wayan an dessen jetzigem Wohnort in Westjava besuchen. Wir beten um eine gesegnete Begegnung.

 

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