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No. 61                            Aktuelle Nachrichten aus Java                      22.01.2003

(zusammengestellt von Ch. & K.P.N. Gossweiler, in Absprache mit der Kirchenleitung der GKJTU)

 

1.      Zum 1.1.2003 wurden in Indonesien gleichzeitig die Preise für Treibstoff, Elektrizität, Wasser und Telephon drastisch erhöht, was weitere Preiserhöhung in allen Bereichen nach sich zieht. Überall im Land kommt es zu Demonstrationen, es kann zu weiteren sozialen Spannungen und Unruhen kommen. Seit dem Beginn der Wirtschaftskrise 1997 ist die Kriminalität drastisch gestiegen. Vor allem Ausländer wie Fam. Goßweiler und Fam. van Ekris sind natürlich eine besondere Zielscheibe für Diebe und andere Kriminelle. Wir beten um Bewahrung und einen guten Ausweg aus der Krise für das ganze indonesische Volk.

2.      Wir sind dankbar, daß es bei den diesjährigen Weihnachtsgottesdiensten (im Unterschied zu den vergangenen Jahren) zu keinen nennenswerten Vorfällen kam. Ebenfalls im Unterschied zu den vergangenen Jahren wünschten verschiedene islamische Parteien und Organisationen den Christen frohe Weihnachten; Es nahmen auch mehr Muslime als in den vergangenen Jahren an den christlichen Weihnachtsfeiern teil.. Wir beten besonders für diese Muslime, die (trotz offiziell weiterhin bestehendem Verbot) an den christlichen Weihnachtsgottesdiensten teilgenommen haben.

3.      Der fünfjährige Fortbildungskurs für die Evangelisten / Laienprediger (indon.: “Guru Injil”) ist inzwischen beendet. Zum Abschluß unternehmen die Teilnehmer vom 21.-24.1. eine Studienfahrt nach Bali und werden u.a. die Christl. Kirche von Bali besuchen. Die allermeisten der einfachen Dorfprediger haben damit zum ersten Mal die Gelegenheit zu so einer weiten Reise. Wir beten, daß sie fruchtbare Eindrücke für ihren Dienst mitnehmen.

4.      Die Frauenabteilung der GKJTU führt vom 22.-24.1. eine Schulung durch zum Thema “Gewaltfreie Überwindung von Konflikten in der Familie und in der Gesellschaft”. Obwohl die javanische Kultur sehr auf Harmonie bedacht ist, werden Konflikte oft nicht wirklich gelöst, sondern eher überdeckt. Bei dieser Schulung arbeitet die Frauenabteilung zusammen mit der Christl. Duta-Wacana-Universität in Yogyakarta und der Missionsgemeinschaft „Vereinigte Evangelische Mission“ (VEM/UEM). Wir beten, daß die christlichen Familien durch die Tagung befähigt werden, Konflikte in der Liebe Christi zu überwinden und damit Licht und Salz zu sein in der Gesellschaft.

5.      Wir beten für alle Vorbereitungen der Java-Begegnungsfreizeit vom 13.-24. April Bisher haben sich außer dem Leiterehepaar sieben Teilnehmer angemeldet.

6.      Vom 25.-30. August wird die 26. Generalsynode der GKJTU tagen (“Sidang MPL” & “Sidang Sinode”). Am 14. Januar haben sich daher die verschiedenen Abteilungen der GKJTU getroffen, um die Vorbereitungen der Synode zu besprechen. Ein kleinerer Arbeitskreis soll für die Synode ein 25-Jahres-Programm erarbeiten. Zu dem AK gehören Synodalsekr. Pfr. Petrus Sugito, Vize-Präses Pfr. Daniel H. Iswanto, Heru Purwanta, Pfr. Juwarisman sowie Vikarin Paini. Wir beten um Weisheit und Einmütigkeit bei allen Vorbereitungen der Generalsynode.

7.      Die Gemeinde Kedungadem (Kirchenkreis Bojonegoro) hatte ihren Vikar Victor Adijaya leider entlassen müssen und war damit wieder ohne pastorale Versorgung (vgl. Akt. Nachr. Nr. 56, 30.05.2002, Abs. 4). Inzwischen konnte der Vikar Widhi Hidayat nach Kedungadem versetzt werden, nachdem er sein Gemeindegründungsprojekt in Wonosalam leider nicht weiterführen konnte (vgl. zuletzt Akt. Nachr. Nr. 29, 18.11.1999, Abs. 5). Wir beten, daß sich Widhi Hidayat gut in diese nicht einfache Situation hineinfindet.

8.      Der Theologiestudent Chlaudhius Budhianto hat eine sehr gute Diplomarbeit zum Thema “Javanische Mystik” geschrieben; er ist einer der intelligentesten Theologiestudenten aus der GKJTU. Von 20.1.-20.7.2003 absolviert er sein Praktikum in der GKJTU-Gemeinde Salatiga. Wir beten, daß sein geistliches Wachstum mit seinen intellektuellen Fähigkeiten Schritt hält.

9.      Am 20.1. hat der neue Jahrgang im Magisterprogramm der Theol. Hochschule Abdiel (Fachrichtung Missionswissenschaft) mit dem Unterricht begonnen. Aus der GKJTU nehmen die jungen Pastoren Waluyo aus Tayeman (bei Kopeng) sowie Setiawan Adianto aus der Gemeinde Semarang I diese Möglichkeit zur Fortbildung wahr. Im Jahr 2002 hatten sich bereits fünf Teilnehmer aus der freien Wirtschaft in Abendkursen auf das Magisterprogramm vorbereitet (vgl. zuletzt Akt. Nachr. Nr. 54, 15.01.2002, Abs. 9). Es wird nun nicht einfach sein, einen Stundenplan zusammenzustellen, der sowohl für die Pastoren wie auch für die Geschäftsleute paßt. Christian G. unterrichtet von 17.-22.2. und von 17.-22.3. Missionsgeschichte und Missionstheologie. Bei der Graduierungsfeier am 28.1. wird der Dozent Hendarto als erster Absolvent dieses Programmes den Magistergrad (Magister Theologiae – M.Th.) verliehen bekommen, zwei weitere Studenten im Magisterprogramm schreiben noch ihre Magisterarbeit. Wir danken für diese ersten Früchte des Jahrganges 2000 und beten, daß der neue Kurs gut anläuft.

10.  Wir sind dankbar, daß der Dozent Agus Santoso von der Theol. Hochschule Abdiel Mitte Dezember 2002 die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) in Bochum bestanden hat; er konnte sogar in den letzten Monaten am Oberstufenkurs teilnehmen. Nun kann er sich ganz auf seine Doktorarbeit an der Universität Heidelberg konzentrieren. Schon im Juli 2002 wurde Agus als studentischer Vertreter in den Vorstand des Ökumenischen Studienwerkes (ÖSW, Bochum) gewählt, von dem er auch sein Stipendium erhält. Außerdem hat er in den letzten Wochen die Stadtmission Wanne-Eickel und eine Gemeinschaft des ‘Luth. Gebetsvereins’ in Essen besucht. Seit 7.1.2003 wohnt er wieder im Albrecht-Bengel-Haus Tübingen und freut sich an der geistlichen Gemeinschaft dort. Im Januar nimmt er an einer Doktorandentagung des ‘Arbeitskreises für Evangelikale Theologie’ teil. Nun muß sich klären, wo er und seine Familie ab Mitte 2003 im Raum Heidelberg oder Tübingen wohnen werden. Wir beten, daß Agus in diesen verschiedenen Aktivitäten von Gott geleitet, im Glauben gestärkt und für viele Menschen ein Segen wird.

11.  Die nächste Nummer des Missionsboten der Neukirchener Mission wird sich mit dem Thema “Partnerschaft in der Mission” beschäftigen. Pebri u. Christian G. haben dazu den Artikel „Gemeinschaft am Evangelium in Indonesien“ verfaßt (s. Anlage). Wir beten für die weitere Partnerschaft der Neukirchener Mission und ihrer Partnerkirchen in aller Welt.

 

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