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No. 60                                 Aktuelle Nachrichten aus Java                           20.12.2002

(zusammengestellt von Ch. & K.P.N. Gossweiler, in Absprache mit der Kirchenleitung der GKJTU)

 

1.       Die allgemeine Sicherheitslage in Indonesien entspannt sich zusehends, nachdem die Drahtzieher der Bombenanschläge von Bali einer nach dem anderen gefaßt werden. Die deutsche Botschaft schreibt daher in ihrem Sicherheitsbulletin vom 27.11.: „Derzeit ist nicht erkennbar, daß sich ... eine Gefahr für in Indonesien lebende deutsche Staatsbürger ergibt.“ Weiter stellt sich heraus, daß die inhaftierten auch für die meisten Bombenanschläge auf christliche Kirchen (vor allem an Weihnachten 2000) verantwortlich waren. Über diese Anschläge gegen christliche Kirchen wird deshalb in den indonesischen Medien mit einer nie da gewesenen Offenheit berichtet. Andererseits fragen sich viele Indonesier, weshalb die Sicherheitskräfte erst entschlossen gegen die Terroristen vorgehen, nachdem Ausländer von den Anschlägen betroffen sind. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Anschläge auf Bali sind natürlich verheerend; man rechnet mit Devisenausfällen in Höhe von 5 Milliarden Euro. Wir beten, daß sich die indonesische Nation bald von diesem heilsamen Schock erholt und dem Terrorismus entschlossen einen Riegel vorschiebt.

2.       In diesen Wochen finden in Indonesien zahlreiche Weihnachtsfeiern statt, in der Bevölkerung z.T. auch gemeinsame Feiern zum Idul Fitri (Ende des Fastenmonats Ramadan, dieses Jahr 6.12.) und zu Weihnachten. Die Mitternachtsmessen können allerdings nur unter strengen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Als Weihnachtsthema hat der Indonesische Kirchenrat (PGI) gewählt: “Gott mit uns” (Matth. 1:23), die Synode der GKJTU ergänzt das Weihnachtsthema mit dem Dienst der Versöhnung nach 2. Kor. 5:19. Wir beten, daß die Versöhnungsbotschaft von Weihnachten noch viele Herzen erreicht.

3.       Am 10.11. hat das Diakonisch Werk „Zionsstiftung“ der GKJTU sein 25. Jubiläum gefeiert (vgl. Akt. Nachr. Nr. 58, 26.09.2002, Abs. 7). Wir danken für den bisherigen gesegneten Dienst des diakonischen Werkes und beten um eine gute Zusammenarbeit mit der Synode der GKJTU.

4.       Vom 15.-17.11. wurden die Kindergottesdiensthelfer der GKJTU geschult, um die Kinderbilderbibel mit den bekannten, ansprechenden Bildern von Kees de Kort besser im Kindergottesdienst einsetzen zu können (vgl. Akt. Nachr. Nr. 59, 23.10.2002, Abs. 6). Zum Januar 2003 soll das neue Kindergottesdienstmaterial der GKJTU erscheinen. Wir beten, daß das Material rechtzeitig fertiggestellt und von den Gemeinden gut angenommen wird.

5.       Vom 18.-19.11. haben sich die Pastoren der GKJTU zum synodalen Pfarrkonvent getroffen, diesmal unter dem Thema „Calvinismus“. Kees van Ekris hielt ein Referat über die Reformation Johannes Calvins, Christian Goßweiler sprach über die geistlich-theologische Prägung der GKJTU. Die Pastoren verstanden die GKJTU neu als eine reformatorische Kirche, nach der Reformation Johannes Calvins, Martin Luthers und des Pietismus, im javanischen Kontext. Wir beten, daß die GKJTU auf diesem Weg weitergeht. Ein Ergebnisdokument wird in den nächsten Wochen erscheinen.

6.       Vom 21.-23.11. hat das Ausbildungsinstitut „Sabda Mulya“ die Presbyter / Kirchenältesten geschult. Diesmal ging es besonders um die Verantwortung der Gemeinden und Presbyterien, Schulungen für die Gemeindeglieder anzubieten. Wir beten, daß das Gehörte auch in die Tat umgesetzt wird.

7.       Vom 28.-30.11. hat die Synode der GKJTU Lehrer aus den allgemeinbildenden Schulen zu einem Treffen eingeladen. Die Lehrer haben in Indonesien eine angesehene Stellung in der Gesellschaft und in den Gemeinden. Umso wichtiger ist, daß sie diese Verantwortung nutzen, um als Licht und Salz zu wirken. Wir beten, daß ihnen das Gehörte dazu helfen kann.

8.       Fam. Goßweiler ist dankbar, nach zwei arbeitsreichen Semestern in den Weihnachtsferien etwas „Luft schnappen“ zu können, manche liegengebliebene Arbeiten zu erledigen und sich etwas zu erholen. Dazwischen sind Pebri, Pia und Christian aber auch bei verschiedenen Weihnachtsfeiern eingespannt. Dankbar sind wir auch, daß die Aufenthaltsgenehmigung für Christian, Pia u. Pieter diesmal ausnahmsweise (!) rechtzeitig verlängert wurde. Wir beten um eine fruchtbare vorlesungsfreie Zeit, bevor am 24.1. wieder das neue Semester beginnt.

9.       Missionarsehepaar Arianne & Kees van Ekris vom (Alt‑)Reformierten Missionsbund (GZB) haben ebenfalls ein arbeitsreiches Semester hinter sich. Kees braucht noch viel Zeit, ganz neues Unterrichtsmaterial (oder Vorträge) in einer ihm noch fremden Sprache vorzubereiten. Arianne ist mit vielerlei Aufgaben beschäftigt (Englischkurs, Niederländischkurs, Übersetzungen usw.), aber ihre genaue Aufgabe muß noch geklärt werden. Wir beten, daß die beiden sich im neuen Jahr immer weiter in die Arbeit in Zentraljava einarbeiten.

10.   Seit Februar 2000 arbeiten Doris und Michael Brandt mit dem kleinen Aaron (2½ J.) in der 'Christlichen Kirche in Ostjava' (GKJW) mit, ausgesandt von der Missions­gemeinschaft „Vereinigte Evangelische Mission“ (VEM/UEM); gelegentlich waren sie auch zu Diensten in Salatiga (vgl. zuletzt Akt. Nachr. Nr. 52, 14.11.2001, Abs. 6). Aus gesundheitlichen Gründen müssen sie im Januar 2003 nach Deutschland zurückkehren. Wir beten, daß die an­ge­fange­nen Arbeiten gut weitergeführt werden und um Gottes Führung für die weiteren Aufgaben in Deutschland.

 

Wir wünschen allen Beziehern der „Aktuellen Nachrichten aus Java“ ein gesegnetes Weihnachtsfest, danken für alle Gebete sowie sonstige Unterstützung im vergangenen Jahr und wünschen ein gutes neues Jahr (in dem die „Aktuellen Nachrichten“ hoffentlich wieder öfter erscheinen werden)

                                                                                                             

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