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No. 44                               Aktuelle Nachrichten aus Java                   10.04.2001

(zusammengestellt von Ch. & K.P.N. Gossweiler)

 

1.      In zwei Korruptionsskandalen war Präsident Abdurrahman Wahid (“Gus Dur”) zu nachlässig, wenn man ihm auch keine persönliche Bereicherung nachsagen kann. Deshalb demonstrieren viele seiner Gegner und drohen mit Terror, falls er nicht zurücktritt. Vor allem der Parlamentspräsident Amien Rais ist sein prominentester Kritiker. Die Anhänger von Gus Dur drohen jedoch ebenfalls mit Terror, falls dieser zurücktreten muß; einige haben sogar angedroht, Amien Rais zu ermorden. Im Gebiet der GKJTU ist die Lage jedoch noch recht ruhig. Wir beten für das indonesische Volk auf dem langen Lernprozeß zur Demokratie. Besonders gilt unsere Fürbitte den christlichen Kirchen, daß sie die Bevölkerung zu einem besseren Demokratieverständnis anleiten können.

2.      Die GKJTU trauert weiterhin um Pfr. Sahirun Yahya, auch seine Gemeinde Ngawen (vgl. Zwischennachr. aus Java Nr. 43b, 2.4.2001). Damit ist innerhalb von zwei Jahren (nach Pfrin. Mirahingsih und Pfr. Sarju) schon der dritte aus dem Kreis der ‘Erneuerer von 1984’ verstorben. Den Gebetskreis ‘Sangkakala’ in Surabaya (vgl. Akt. Nachr. Nr. 43, 1.3.2001, Abs. 2) hatte Pfr. Sahirun ebenfalls maßgeblich mit aufgebaut. Wir beten um gute Nachfolger, ebenso für die Familie. Ein Sohn und zwei Töchter stehen noch im Theologiestudium.

3.      Die GKJTU-Gemeinde Kedungadem in Ostjava benötigt dringend einen eigenen Pastor (vgl. Akt. Nachr. Nr. 18, 23.1.1999, sowie Nr. 22, 13.5.1999, Abs. 8). Vor anderhalb Jahren hat Victor Adiwijaya sein Theologiestudium abgeschlossen und mit seiner Orientierungsphase in der Gemeinde Kedungadem begonnen. Er ist der Sohn des verstorbenen Pfr. Sahirun Yahya. Aber Victor muß noch viel lernen, bis er ein brauchbarer Pastor für die Gemeinde Kedungadem wird. Dabei begleiten wir ihn in unserer Fürbitte.

4.      Im vergangenen Jahr hat Monica Suprihatin ihr Studium in Kirchenmusik an der Theol. Hochschule Abdiel abgeschlossen und am 15.2.2001 feierlich ihr Diplom verliehen bekommen. Sie ist die Ehefrau von Lehrvikar Santoso in der GKJTU-Gemeinde Semarang IV. Dort wird ihr Dienst sehr geschätzt. Santoso soll im Mai oder Juni dieses Jahres zum Pastor ordiniert werden. Wir beten, daß die beiden für die Gemeinde Semarang IV, für den ganzen Kirchenkreis Semarang und die gesamte GKJTU zu einem Segen werden.

5.      Wir beten weiter für den Englischkurs von Präses Pfr. Krisno Yuwono und dem stellv. Generalsekr. Pfr. Petrus Sugito in Malang (Ostjava) (vgl. Akt. Nachr. Nr. 43, 1.3.2001, Abs. 3).

6.      In den Dörfern am Merbabu-Berg hält der Fortschritt rasend Einzug, mit allen guten und weniger guten Begleiterscheinungen. Die Christliche Mittelschule in Getasen sowie alle christlichen Lehrer in dem Gebiet tragen deshalb umso mehr Verantwortung für die heranwachsende Generation. Daher will das Diakon. Werk ‘Zion’ als Träger der Christl. Mittelschule Getasan in den nächsten Monaten besondere Schulungen für die christlichen Lehrer abhalten.

7.      Der Dozent Agus Santoso von der Theol. Hochschule Abdiel soll nun im September 2001 mit seiner Doktorarbeit im Fach Altes Testament beginnen (vgl. zuletzt Akt. Nachr. Nr. 41, 29.12.2000, Abs. 4). Gerade für das Magisterprogramm werden dringend promovierte Dozenten gebraucht. Wir beten für alle Vorbereitungen: Stipendienanträge, Sprachkurse (Deutsch, Griechisch, Hebräisch, Altmalaiisch oder Altjavanisch), Visum usw.

8.      Vom 2.-6.7.2001 soll Christian G. an der Theol. Hochschule Abdiel im Magisterprogramm Missionsgeschichte unterrichten, vom 25.-29.7. Missiologie. Vom 15.-21.7. findet in Yogyakarta der III. Javanisch-Kongreß statt; Christian G. soll dabei einen Vortrag halten zum Thema „Die Auferstehung der Regionalsprachen im Zeitalter der Globalisierung“. Am 7.7. heiratet Pebris Bruder. Deshalb wird Familie Goßweiler vom 22.6.-30.7.2001 zu einem Zwischenaufenthalt in Indonesien sein. Wir danken Gott, daß das dafür benötigte Kulturbesuchervisum innerhalb von einer Woche bewilligt wurde. Vor der ‚reformasi’ mußte man auf so ein Kulturbesuchervisum monatelang warten oder der Antrag wurde überhaupt nicht bearbeitet. Nun beten wir für alle Vorbereitungen für den Vortrag und den Blockunterricht, ebenso um ein sinnvolles missionarische Zeugnis beim Javanisch-Kongreß.