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No. 43                               Aktuelle Nachrichten aus Java                   01.03.2001

(zusammengestellt von Ch. & K.P.N. Gossweiler und der Kirchenleitung der GKJTU)

1.        In den vergangenen Jahrzehnten hatte das Suharto-Regime Indonesier von den dichtbesiedelten Inseln Madura und Java auf der wenig bevölkerten Insel Borneo (indon.: Kalimantan) angesiedelt. Die Maduresen sind allgemein als recht ruppig bekannt und tun sich mit der Integration unter den einheimischen Dayak schwer. Daher setzen sich die einheimischen Dayak und Malaien in den letzten Jahren immer wieder gewaltsam gegen die Maduresen zur Wehr. Die Dayak sind Christen oder Animisten (oder beides ...), die Malaien und Maduresen sind Muslime; doch spielt die Religion in diesem Konflikt (bisher) kaum eine Rolle. In den letzten Tagen sind wieder neue Gewalttätigkeiten in den Städten Sampit und Palangkaraya (Provinz Zentral-Kalimantan) aufgeflammt, bei der vermutlich etwa eintausend Maduresen umgebracht wurden und tausende fliehen mußten. Besonders traurig ist, daß ausgerechnet Palangkaraya, wo vor knapp einem Jahr die 13. Vollversammlung des Indonesischen Kirchenrates (PGI) stattfand (vgl. zuletzt Akt. Nachr. Nr. 34, 20.4.2000, Abs. 2), nun zu einem Schauplatz des Blutvergießens geworden ist. Wir beten um eine friedliche Lösung des Konfliktes.

2.        Am 3.2. feierte der Gebetskreis “Sangkakala” (indon.: “Posaune”) in der Großstadt Surabaya (Ostjava) seinen sechsten Geburtstag. Dieser Gebetskreis besteht aus Gliedern der GKJTU, die nach Surabaya zugezogen sind und dort eine eigene GKJTU-Gemeinde gründen wollen. In der Großstadt Yogyakarta (Süd-Zentraljava) besteht seit 1999 ein ähnlicher Gebetskreis (vgl. zuletzt Akt. Nachr. Nr. 29, 18.11.1999, Abs. 4). Durch diese Entwicklungen soll zugleich das Bild korrigiert werden, als sei die GKJTU ‘eine Stammeskirche für Javanen in den Dörfen Nord-Zentraljavas’. Diese Gemeindegründungs-Projekte begleiten wir in unserer Fürbitte.

3.        Präses Pfr. Krisno Yuwono und der stellv. Generalsekr. Pfr. Petrus Sugito besuchen in Malang (Ostjava) einen Intensivkurs Englisch und können nur am Wochenende nach Salatiga bzw. Blora zurückkehren. Der Intensivkurs wird von der Missionsgemeinschaft VEM/UEM durchgeführt, um die Verständigung innerhalb dieser internationalen Missionsgemeinschaft zu verbessern. Wir beten um guten Erfolg des Kurses und daß die Aufgaben der Kirchenleitung in dieser Zeit gut weitergeführt werden können.

4.        Der stellv. Präses Pfr. Daniel Herry Iswanto wird für zwei Jahre vollzeitlich in der Indonesischen Bibelgesellschaft (LAI) mitarbeiten, um bei der Revision der javanischen Bibelübersetzung zu helfen. Er wird aber weiter in Salatiga wohnen und in der Gemeinde Salatiga (vgl. zuletzt Akt. Nachr. Nr. 42, 1.2.2001, Abs. 6) sowie in der Kirchenleitung mitarbeiten. Nur sein Amt als Geschäftsführer der Jugendabteilung soll Vikarin Setyorini kommissarisch übernehmen. Wir beten, daß Pfr. Daniel seinen verschiedenen Aufgaben gut gerecht werden kann und Frau Setyorini sich gut in ihre neue Aufgabe einarbeitet.

5.        Am 5.3. wird die synodale Jugendabteilung den Kirchenkreis Kopeng besuchen und Anregungen für die dortige Jugendarbeit geben. Bei diesem Anlaß wird auch eine Schulung abgehalten zu Fragen der Liturgie und Kirchenmusik. Gerade im Kirchenkreis Kopeng werden die Jugendlichen stark von charismatischen Gemeinden und deren Gottesdienstformen angezogen.

6.        Pfr. Waluyo aus der Gemeinde Tayeman (KK Kopeng) und Lehrer an der Christl. Mittelschule Getasan nimmt an einer einmonatigen Intensiv-Schulung über den Islam teil. Die Schulung wird von der Christlichen Kirche in Ostjava (GKJW) in Malang durchgeführt. Wir beten für eine gewinnbringende Schulung

7.        Keine der sechs Gemeinden des Kirchenkreises Getasan hatte je einen eigenen Pastor (vgl. zuletzt Akt. Nachr. Nr. 39, 5.9.2000, Abs. 6). Deshalb sind wir sehr dankbar, daß der junge Amin Uripno (aus Senden, Getasan) seit Anfang 2001 sein Lehrvikariat in der Gemeinde Pandanan im Kirchenkreis Getasan begonnen hat und beten für ihn. Er soll auch einige Nachbargemeinden mit versorgen. Die Gemeinde Krangkeng (ebenfalls KK Getasan) will ebenfalls einen Pfarrer oder Vikar berufen. Vier Lehrvikare und –vikarinnen haben sich bereits vorgestellt. Wir beten, daß der/die rechte Kandidat(in) für Krangkeng ausgewählt wird und die jungen Vikare bald immer mehr Verantwortung übernehmen können.

8.        Maryam Magdalena (aus der Zweiggemeinde Getas) beendet mit einem Gemeindepraktikum in der Gemeinde Wonorejo ihr Studium an der Theol. Hochschule Abdiel. Evtl. soll sie nach ihrem Abschluß ihr Lehrvikariat ebenfalls in der Gemeinde Wonorejo mit den Zweiggemeinden Getas, Kadirejo und Gentan absolvieren und dort später Pastorin werden. Sie hat sich aber auch in der Gemeinde Krangkeng vorgestellt. Maryam gilt als sehr treu und zuverlässig. Wir beten für sie um ein fruchtbares Gemeindepraktikum und die rechte Wahl der Vikariatsgemeinde.

9.        Wir danken für den guten Verlauf der Schulung der Kirchenältesten / Presbyter aus den Kirchenkreisen Bojonegoro, Blora und Purwodadi, die am 22.-24.2. in Salatiga abgehalten wurde (vgl. zuletzt Akt. Nachr. Nr. 41, 29.12.2000, Abs. 2). Ebenfalls in Salatiga fand von 24.-28.2. ein synodaler Pfarrkonvent statt. Die Pastoren besuchten dabei auch ein islamisches ‘Kloster’ / ‘Pesantren’ und das evangelikale Missionswerk PESAT, um die Pluralität der indonesischen Gesellschaft unmittelbar kennenzulernen.

10.     Am 16.2. fand die Kreissynode von Bojonegoro statt. Pfr. Permadi wurde als Dekan / Superintendent wiedergewählt, der junge Pfr. Mustar Parlan zu seinem Stellvertreter, der Zahnarzt Pudjo Guntoro zum Kreissynodal-Sekretär. Wir beten um ein fruchtbares Arbeiten des neugewählten Kreissynodalvorstandes.

11.     Viele Gemeinden der GKJTU haben nach dem II. Weltkrieg große Grundstücke von den Missionaren “geerbt”. Sie haben jedoch mitunter Schwierigkeiten, ihre Besitzrechte geltend zu machen. Gewissenlose Menschen nutzen diese unsichere Rechtslage, um sich die Grundstücke unter den Nagel zu reißen. Deshalb sind wir dankbar, daß die Gemeinde Bojonegoro endlich den Grundbucheintrag und das Besitzrechtszertifikat für drei ihrer sechs Grundstücke erhalten hat. Dafür preisen wir Gott und beten um einen fruchtbaren Gebrauch der Grundstücke sowie für die Regelung der Besitzrechte für die übrigen Grundstücke.

12.     Am 22.1. haben die GKJTU und die Theol. Hochschule Abdiel beschlossen, Fam. Goßweiler für einen weiteren Dienstabschnitt 2002-2006 einzuladen. Wir beten für den Visaantrag und alle sonstigen Vorbereitungen.