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Aktuelle
Nachrichten aus Java No. 31, Stand 2.2.2000
(zusammengestellt von Ch. & K.P.N.
Gossweiler)
1.
Die Lage auf den Molukken hat sich einigermaßen beruhigt, nachdem die
Krisengebiete in “islamische” und “christliche” Zonen aufgeteilt worden sind,
vergleichbar dem Libanon früher. Auf Bitten der Nachrichtenargentur idea haben
wir einen Kommentar “Was ist los auf den Molukken?” verfaßt, dessen
unredigierte Fassung im Internet unter http://www.angelfire.com/id/javainfo/maluku.html
eingesehen werden kann (am 13.1. in idea Nr. 6 veröffentlicht,
leider mit dem von idea hinzugefügten reißerischen Untertitel “... zu
den derzeitigen Christenverfolgungen durch militante Moslems”).
Im Rahmen von Solidaritätskundgebungen fundamentalistischer Muslime ist es
inzwischen in anderen Landesteilen zu Ausschreitungen gegen die Christen
gekommen, so auf Lombok und in Yogyakarta. In Jakarta hatte der islamische
Führer Al Chaidar eine ähnliche Solidaritätskundgebung veranstaltet, zum
Heiligen Kampf (“Jihad”) gegen die Christen aufgerufen und einen islamischen
Staat gefordert; diese Kundgebung hat auch international viel Ausehen erregt.
Die indonesiche Regierung hat Al Chaidar inzwischen verhaften lassen und polizeiliche
Ermittlungen eingeleitet (vorübergehend wurde Al Chaidar jedoch wieder auf
freien Fuß gesetzt). Auch der Sultan von Yogyakarta, Hamengku Buwana X.,
hat energische Schritte gegen die Fundamentalisten angekündigt. Wir beten für
eine weiterhin entschlossene Haltung aller gesellschaftlichen Kräfte, um die
Fundamentalisten in ihre Schranken zu verweisen.
2.
Wir danken Gott, daß die erste Ausgabe der Zeitschrift (Bulletin) für
Evangelische Erwachsenenbildung / Gemeindeschulung in Indonesien „Priskila
& Akwila“ (Apg. 18:26) pünktlich zum 1.1.2000 fertiggestellt werden
konnte. Wir beten, daß „Priskila & Akwila“ wirklich zum Organ
der Evang. Akademien / Ausbildungszentren in Indonesien wird.
3.
Vom 4.-6.1.2000 haben sich die Verantwortlichen und Mitarbeiter des Ausbildungsinstitutes
LPPPK GKJTU 'Sabda Mulya' zu einer Einkehr- und Arbeitsfreizeit in
Kaliurang getroffen (vgl. Akt. Nachr. Nr. 30,
22.12.1999, Abs. 9). Ein Grundsatzpapier konnte weitgehend fertiggestellt
werden und wird der nächsten “Kleinen Synode” (Sidang MPL) zur Beschlußfassung
vorliegen. Dieses Grundsatzpapier soll die Arbeit des Ausbildungsinstitutes
LPPPK GKJTU 'Sabda Mulya' für die nächsten fünfzig Jahre bestimmen. Wir danken
Gott für die ertragreiche Tagung.
4.
Vom 25.-28.1. haben sich die Pastoren, Vikare und Vertreter der Gemeinden
der GKJTU zu einem synodalen Pfarrkonvent getroffen. Schon der
Pfarrkonvent im Mai 1999 hatte “Das Qualifikations-Profil eines Pastoren der
GKJTU” formuliert. (vgl. Akt. Nachr. Nr. 22,
13.5.1999, Abs. 3; außerdem den Bericht im Internet unter http://www.angelfire.com/id/javainfo/tempdt99.html).
Auf vielfachen Wunsch wurde diese “Qualifikations-Profil” beim diesjährigen
Pfarrkonvent weiter diskutiert und vertieft. Aus den Referaten und dem
Abschlußdokument ist eine kleine “Pastoralethik” der GKJTU entstanden, die ggf.
als Buch erscheinen soll. Wir beten, daß die Pastoren der GKJTU diesem Profil
immer besser gerecht werden können.
Weiter wurden die Pastoren der GKJTU darauf vorbereitet, daß die GKJTU im
Oktober 2000 in die Missionsgemeinschaft “Vereinigte Evangelische Mission” (VEM/UEM)
aufgenommen werden soll. Vor allem wurde diskutiert, wie sich die GKJTU in die
Gemeinschaft der VEM-Mitgliedskirchen aktiv einbringen kann. In diesem
Zusammenhang wurde auch gefragt, wie sich das Partnerschaftsprogramm der
Neukirchener Mission “Gemeinschaft am Evangelium” (Phil. 1:5)
weiterentwickelt. Schon im Sept. 1993 hatten Vertreter der NM, der GKJTU und
der Reformierten Kirche der Slowakei dieses Programm andiskutiert. Wir begleiten
sowohl die Missionsgemeinschaft VEM wie auch das Programm “Gemeinschaft am
Evangelium” der NM in unserer Fürbitte.
Schließlich wurde auch über die weitere Partnerschaft der GKJTU mit der
Indonesischen Christlichen Kirche in Mitteljava (GKI Jateng) diskutiert. Die
finanzielle Unterstützung der GKI Jateng für die GKJTU wird im Febr. 2000
auslaufen, aber die Partnerschaft soll auf Gemeindeebene weitergeführt werden
durch Kanzeltausch, Begegnungen und gemeinsame Programme.
5.
Wir danken Gott, daß die christliche Mittelschule (SMP/SLTP) der GKJTU
in Getasan endlich ihre volle staatliche Anerkennung erhalten hat und mit
den staatlichen Schulen gleichgestellt wurde (vgl. Akt. Nachr. Nr. 21,
15.4.1999, Abs. 6; Akt. Nachr. Nr. 11,
20.8.1998, Abs. 3). Dies ist eine große Aufwertung in den Augen der
Öffentlichkeit.
6.
Am 31.1 hat das neue Semester an der Theol. Hochschule
Abdiel begonnen. Christian G. unterrichtet in diesem
Semester Griechisch sowie Theologie des Neuen Testamentes und wird dabei wieder
von studentischen Tutoren unterstützt. Wir beten um Weisheit bei der Auswahl
der studentischen Tutoren, die neben ihren Fachkenntnissen auch Vorbilder für
die neuen Studenten sein sollen. Pebri G. hat ebenfalls viel zu tun, indonesisches
Unterrichtsmaterial zu korrigieren und z.T. abzutippen etc.
7.
In der neuesten Nummer des Missionsboten aus Neukirchen (Nr. 1/2000,
S. 18-19) ist der erste Teil eines Interviews mit Pebri und Christian G. unter
der Überschrift „Zeugen Christi inmitten islamischer Mehrheit“ erschienen. Der
vollständige Text des Interviews kann im Internet eingesehen werden unter http://www.angelfire.com/id/javainfo/zeugen.html.
8.
Schon im November 1999 hat der „Theologische Konvent Bekennender
Gemeinschaften” in Krelingen zum Thema „Beurteilung der Religionen im Licht
des Evangeliums” getagt. Bei dieser Gelegenheit wurde die Festschrift zum
70. Geburtstag von Prof. Beyerhaus übergeben mit dem Titel Kein anderer
Name . Die Einzigartigkeit Jesu Christi und das Gespräch mit
nichtchristlichen Religionen. Der Festschrift-Beitrag von Christian G. „Synkretismus,
Kontextualisierung und Zusammenleben der Religionen auf Java” kann im Internet
eingesehen werden unter http://www.angelfire.com/id/javainfo/synjava.html.
Weiter hat der Theologische Konvent ein Abschlußdokument unter dem Titel „Kein
anderer Name! ...“ (Apg. 4:12) verabschiedet. Pebri und Christian G.
wurden gebeten, das Dokument ins Indonesische zu übersetzen. Wir beten für eine
segensreiche Wirkung der Tagung.
9.
Wir sind dankbar, daß Christian und Pia Desideria endlich ihre verlängerte Aufenthaltsgenehmigung
(bis 7.10. bzw. 7.12.2000) in Händen halten.
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