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Zunächst die Beobachter - Ausbildung in Darmstadt (Hessen, Deutschland) bei der Fea 9 (Flieger - Ersatz - Abteilung), seine ersten Erfahrungen mit dieser neuen Waffe (vorher war er seit dem 18 August 1914 Leutnant im 4.Magdeburger Inf.Regt.Nr.67). Es sieht so aus, als ob er sich nach drei schweren Verwundungen freiwillig zur kaiserlichen Fliegertruppe gemeldet hat. Bei den Fea's wurden den Kampfbeobachtern die Grundlagen der Navigation, der Fotografie sowie der Selbstverteidigung in der Luft vermittelt..
Vom 19 Juli 1916 - 2 September 1916 war er bei dieser Fea.
| Mein Großvater, der Dritte v. links ('ego' ist das alte lateinische Wort für 'ich'.) |
| 85 Jahre später bin ich nochmal dort vorbei gekommen(Karlsruhe - Schloß) und habe dieses Foto gemacht,schade das es nicht genau dieselbe Ansicht wie 1916 wurde .... (Februar 2001) |
Die Klassifikation der deutschen Flugzeuge des ersten Weltkrieges kannte unterschiedliche Typen. Die hier gezeigten Fotos zeigen hauptsächlich B und C - Typen Die darauf folgenden 'D' - Typen waren einsitzige Jagdflugzeuge wie z.B. der Albatros D oder die Fokker D Serie.
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Nochmal Grossenhain, Fea 6 - eine eher romantische Aufnahme..... |
| Nochmal die C1980 /1? |
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Adolf Genth vorne - vermutlich in Grossenhain |
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Ein deutscher Flieger etwas unterhalb. |
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Ein Verehrer der Schwester meines Großvaters (Erich Priese), er schreibt auf der Rückseite ob er Frl.Genth nochmal sehen dürfte.... |
An der Front
Die folgenden Aufnahmen zeigen seine ersten Fronterlebnisse als Kampfbeobachter, er kam zum Halbgeschwader 1 am 10 Oktober 1916. Das Halbgeschwader I (besser die Staffel 1 des HGI) wurde später zur Kampfstaffel 13 des berühmten 'Englandgeschwaders'des Kagohl III.(Kampfgeschwader der obersten Heerersleitung) - mit dieser Einheit führte er die Angriffe auf England durch.
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Absturz Leutnant Winsloe
Rumpler C I 2 November 1916 |
Fokker des Leutnant von Keudell (15 Abschüsse) - sollte eine Fokker D - IV sein, dieser Typhatte keine Querruder,sondern benutzte zur Steuerung der Querlage das alte Prinzip der Flächenverwindung. Kein besonders erfolgreiches Muster, das schon nach kurzer Zeit an die Ostfront verlegt wurde.
Diese drei Fotos zeigen den Feldflugplatz bei Villers-Outreaux (Frankreich)wenige Kilometer südlich von Cambrai,im Jahre 1916.Dieser Flugplatz war 1916 Einsatzbasis des Halbgeschwaders I. Der verunglückte Albatros(C2213/16)ist eine späte C - Variante (vermutlich C-VII).
Mein Großvater schrieb : Bruch eines 260 PS Albatros.
Beim Betrachten der Luftaufnahme ist zu erkennen, daß der Albatros in der Nähe des Landekreuzes gelegen haben muß (die Zelte sind im Hintergrund gut zu sehen).
Bergung eines Albatros ,könnte ebenfalls eine C-VII sein (C2202/16) in Frankreich (C.Kirsch).
Erbeutetes BE12 - Jagdflugzeug Gefangene englische Fliegeroffiziere... POW 's (Kriegsgefangene)
Diese britische Handley Page 0/100 wurde in Deutschland getestet. Lille nach einem britischen Bombenangriff
Sanke Postkarte
Die folgenden Aufnahmen zeigen eine erbeutete HP 0/100 Serien nr. 1463. Das Flugzeug mußte am 1 Januar 1917 im deutsch besetzten Frankreichbei Laon notlanden.(Bilder via C.Kirsch)
Die Besatzung hatte in schlechtem Wetter(Nebel) die Orientierung verloren und mußte auf dem Flugfeld der Flieger-Abteilung 208 herunter
Vorher waren bereits wegen Motorproblemen zwei Versuche gescheitert von England nach Frankreich zu gelangen. Für Deutschland ein echtes Geschenk, man bekam ein intaktes ,fabrikneues Flugzeug nebst Besatzung und ausführlicher Dokumentation (Handbücher) frei Haus geliefert. Hier die Namen der unglücklichen Besatzung : FLt H.C. Vereker, Lt S.R. Hibbard, AM D. Kennedy, AM Wright und AM Higby.
Die Maschine gehörte zur 'Squadron Manston', die auch 'Amazonen - Staffel' genannt wurde. Vielleicht der Grund für die altgriechische Göttin auf der Nase der Maschine.
Nach ausgiebigen Test's in Deutschland (Berlin - Johannisthal),wurden versehentlich bei einer Überholung die Steuerseile der Querruder falsch angeschlossen und das Flugzeug ging am 22 August 1917 durch Unfall verloren.
Diese Rumpler C-I des Oberleutnant v. Koenigsmarck landete sicher nach einem schweren Flaktreffer hinter den deutschen Linien.
Während seiner Frontzeit hatte mein Großvater offenbar mehrfach 'prominente' Zeitgenossen getroffen.Im Album befinden sich mehrere Aufnahmen davon.Als Beispiel hier Fotos vom lebenden und toten Hauptmann Oswald Boelke (das erste Foto stammt allerdings von M.Pleyer).
Hauptmann Oswald Boelcke in seinem berühmten Fokker - Eindecker (Foto via M.Pleyer)
| (Pfeil)Hauptmann Oswald Boelke | Sein Sarg in Cambrai (Frankreich),kurz bevor er nach Deutschland überführt wurde (Dessau). |
Boelcke starb durch eine Kollision seines Flugzeuges mit dem eines Freundes(Erwin Boehme), als sie englische Flugzeuge verfolgten. Boehme schaffte die Landung und auch für Boelke sah es zunächst nicht hoffnungslos aus, dann aber geriet er in Turbulenzen und sein beschädigtes Flugzeug stürzte ab.
Noch ein Bild, daß mich an Boelke erinnert, nachdem ich seine Bücher gelesen habe. Eine Fokker E.III zwingt eine enfglische FE2b zu einer Notlandung auf deutschem Gebiet. Dieses Mal war es Vizefeldwebel Wäss (Feld Flieger Abteilung 3) der diesen Abschuß am 22 Februar 1916 erzielte (foto via C.Kirsch).
Die Bergung des Flugzeuges von A.Genth nach einer nächtlichen Notlandung bei Gistel (Belgien).
Nach neuen Dokumenten, die vor kurzem auftauchten,scheint es sich hier um eine 'Nachtluftjagd' gehandelt zu haben, wie sie zwischen Juni und August 1918 mehrfach von der Besatzung Radke/Genth durchgeführt wurde. Es wurde versucht, die englischen nächtlichen Bombenangriffe der Engländer zu stoppen, die immer häufiger angriffen. Benutzt wurden dazu C - Flugzeuge, vermutlich eine beliebte Abwechslung in den 'Schlecht Wetter' - Perioden, nach den aufgefundenen Unterlagen war er dabei am 25 July 1918 erfolgreich und bekam die Bestätigung über einen Handley Page 0/100 Abschuß.
Dieser Abschuß (und noch ein weiterer, der wohl nicht annerkannt wurde), wird auch in dem Buch 'Londonflüge 1917' v. W.Aschoff erwähnt(ein Kamerad meines Großvaters - Seite 129).
Ein Blick auf die glücklichen Gesichter der Bergungscrew sagt mehr als 1000 Worte ........
Die Seeflugstation Borkum,wo er seine Ausbildung durch Flüge über See ergänzte (Dezember 1916 - Januar 1917).
In dem Buch 'Londonfluege 1917' macht Aschoff Angaben über eine ähnliche Ausbildung (allerdings bei der Seeflugstation Helgoland) die als Training für die Angriffe gegen London durchgeführt wurden.
Friedrichshafen FF33 Motor - Testlauf(Hansa Brandenburg ??)
Noch einige Bilder der C.Kirsch Sammlung .......
Friederichshafen GIII - Bomber Bruchlandung Friederichshafen GIII 293/17 Schütte-Lanz DIII Jagdflugzeug
Sieht so aus, als ob es nicht nur die Hölle war - damals ......
Zum Schluß noch zwei Aufnahmen von M.Pleyer.Diese >Bilder zeugen von der enormen Entwicklung, die die Flugzeugindustrie in dieser kurzen Zeit gemacht hat.Man vergleiche die ' Flugapparate' des Jahres 1914 mit diesem ' Jumbo ' des Jahres 1917.
Es handelt sich um eine DFW (Deutsche Flugzeug Werke ) R II, ein Versuch, die Flugeigenschaften durch Verlagerung der Motoren in den Rumpf der Maschine zu verbessern. Die vier Motoren wirkten auf je zwei Druck - bzw, Zugpropeller. Der Vorteil, Schwerpunkt ideal angelegt und die Motoren waren während des Fluges zu warten.
Obwohl die Flugeigenschaften gut waren, wurden nur Wenige gebaut.