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Geniale Atmosphäre
Die spannende Story
Architekturen von Dungedons, Kirchen oder anderen Gebäuden
Geniale Soundkullise
Menüs und Statistiken bis zum abwinken
Durchgestyltes Gameplay
Monster en Masse
Fantastische Zwischen Sequenzen in Ingamegrafik
Waffen und Rüstungsbau
Faire und durchdachte Rätselkost
Charismatische Charaktere
Endlos Secrets
Massenhaft Effeckte durch Zauber und Lichtspielereien!
Motiviert über einmaliges Durchspielen hinaus!
Cinematisches Intro!
Auch in den Ausländischen Versionen haben Charaktere Namen wie Rosencrantz oder Gildenstern!
Perfektes Mittelalterflair!
Anfangs sehr frustrierend
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Bereits mit Final Fantasy Tactics bewies das für Vagrant Story zuständige Square Studio das sie zu den besten Entwicklern gehören die Squaresoft überhaupt hat. Ihr zweites Projekt schlug in Japan ein wie eine Bombe, sogar die Famitsu zuckte mit einer 40/40 Punkte Wertung, ein Traum! Und eben dieses Spiel ist Vagrant Story...
Beschreibung:
Aber kann ein solch gehyptes Game überhaupt den Erwartungen der RPG Gemeinde gerecht werden? Tatsächlich schaffte SCEE das Wunder, und brachte Vagrant Story im Jahr 2000 nach Europa. Ein seltener Schritt wenn man bedenkt wieviele Hits uns in der PSone Ära durch die Lappen gegangen waren(Chrono Cross, FF Tactics, Xenogears, Bushido Blade, Dragon Warrior 7, Legend of Mana). Kommen wir aber mal lieber zum Kern des Spiels, der (Vagrant) Story.
Als VRF Agent Ashley Lionet habt ihr den Auftrag euch zum Anwesen des Fürsten Barbadossa zu begeben, dessen Residentz von Anhängern der Mellenkamp Sekte überfallen wurde, und ihrem Sektenguru Sydney Losstarot(ihr merkt schon an den Namen, hier wurde Kunst gemacht). Aber auch der heilige Ritterorden des Kirchensenats hat sich bereits auf dem Anwesen eingefunden, und scheinbar dreht sich alles um den "Schlüssel zur Grand Grimorie". Schnell kommt es zur Konfrontation zwischen Lionet und Sydney... jedoch wird die Konversation durch einen Drachen beendet den Sydney scheinbar heraufbeschworen hat. Sydney entkommt, und macht sich auf nach "Le Monde", der verfluchten Stadt! Logisch das ihr als Lionet hinterher müsst, aber auch der Ritterorden hat es auf Sydney abgesehen. Hier beginnt das eigentliche Spiel.
Das Geschehen betrachtet ihr in MGS-Manier, und auch beim Grafikstil hat sich Square einiges beim Spionagethriller abgeschaut, jedoch nur zur Freude des Spielers. Grafisch haben sich die Square-Mannen mächtig ins Zeug gelegt, und präsentieren zum Ende des PSone Ära eine fast unübertreffbare Grafik, inklusive Lichteffeckte, realistischer Animationen und einem Detailreichtum der manches 128BIT Spiel alt aussehen läßt. Aber was wäre ein RPG das nur von der Optik lebt schon? Richtig, nichts! Das Gameplay ist im Normalmodus wie im Kampfmodus absolut gleich. Sobald ihr den Angriffsbutton drückt zieht Ashley seine Waffe, und ein Angriffsradius erscheint um Ashley herum. Habt ihr den Angreifer anvisiert wählt ihr nur noch ein Körperteil (je nach Gegner und Waffentyp sind Angriffsstärke und Trefferquote absolut unterschiedlich!), und greift an. Damit werdet ihr aber nicht weit kommen. So seid ihr gezwungen "Chains" auszuführen. Das sind mehr oder weniger Combos die ihr auslöst indem ihr im richtigen Moment eine der drei Aktionstasten drückt. Der richtige Moment ist immer dann wenn ein Ausrufezeichen über Ashleys Kopf aufleuchtet. Seid ihr zu langsam oder zu schnell wars das, und ihr müsst es erneut versuchen. Ausserdem darf man nicht zweimal hintereinander den selben Chain(Chains sind z.B 40% des ersten Schadens zusätzlich, oder 20% Magiezunahme vom ersten Treffer oder Zustandsveränderungen wie Schweigen oder Vergiftung) ausführen, da die Combo sonst auch zu Ende ist. Klingt schwer, ist es aber nicht, jedenfalls nicht wenn man es fleißig übt. Die Chains haben aber noch einen kleinen Nebeneffeckt, und zwar den Risk Wert. Weil Ashley ein sogenannter Riskbreaker ist, verfügt er über die möglichkeit seinen Riskwert durch Angriffe zu erhöhen, und damit die Stärke der Angriffe mit der Zeit zu steigern. Wer jetzt denkt das daß eigentlich ein Vorteil sein müßte irrt sich allerdings, den je höher der Riskwert ist, desto geringer ist auch die Trefferquote. Ihr merkt, Vagrant Story ist kein Game für Anfänger, sondern knallharte Profikost.
Euer Weg durch Le Monde ist gepflastert durch ein ganzes Dutzend an Feinden. Ob Skelette, Orgs, Kobolde, Drachen, Gespenster, Vampirfledermäuse, Phantome, Ritter oder Zombies, alles ist vorhanden was man sich in einem verfluchten Gemäuer nur wünschen kann. Alle sind natürlich gegen unterschiedliche Waffen, Elemente und Zauber anfällig, so das man erstmal lange am ausprobieren und herumprobieren ist bis man die richtige Taktik erarbeitet hat. Besonders die Waffen und Rüstungen werden euch keine Ruhe lassen, den ihr könnt in Werkstätten eure Waffen kombinieren, und so ganz neue erschaffen, bzw. diese mit Edelsteinen bestücken um die Affinitäten gegen bestimmte Klassen (Feuer, Wasser, Böse, Licht) zu verbessern. Zaubersprüche erlernt ihr indem ihr Schriftrollen findet und benutzt, den diese sind dann ab sofort immer benutzbar, soweit es euer MP zuläßt. Auch diese sind durchaus wichtig, besonders heilende oder schützende Zauber sind unverzichtbar. HP und MP füllen sich im Normalmodus übrigens langsam wieder von alleine auf, ebenso das Riskmeter! Wer viele Chains macht sammelt dazu noch Erfahrungspunkte, welche zwar nicht eure HP oder MP verbessern, aber euch neue Chains bescheren, auch zur Verteidigung. Verteidigungschains mildern z.B den Schaden durch Zauber oder reflektieren einen Teil davon auf den Feind zurück. Auch hier müsst ihr in dem Moment wo das Ausrufezeichen aufleuchtet drücken! Ein RPG typisches Aufleveln entfällt hier komplett. Eure Werte für HP/MP/STR/INT/DEF steigert ihr indem ihr Endgegner platt macht.
Bei den Rätseln verlangt das Spiel auch einiges an Hirnschmalz von eurem (rauchenden) Kopf. Anfangs sind die Kisten Schieberätsel ja noch relativ leicht, später wird es aber richtig fieß. Dann wird euch schon wesentlich mehr abverlangt! Rummprobieren und logisches Denken, alles andere führt euch nicht zum Ziel! Manchmal müsst ihr sogar ganze Abschnitte auf Zeit durchwandern, und das bei hohem Gegneraufkommen. An anderen Stellen muss man über Plattformen balancieren, oder Schlüssel finden. Vagrant Story besitzt übrigens eine gigantischen Anteil an versteckten Secrets und Räumen. Um die 100% zu knacken muss man das ganze Spiel sogar zweimal in Anlauf nehmen, jedoch behält man in Runde 2 seine erworbenen Zauber und Waffen! Wer erstmal richtig im Spiel gefangen ist wird nicht mehr herausfinden bis auch der letzte Raum entdeckt, und die letzte Truhe geöffnet ist. Und hat man wirklich alles gesehen kann man immer noch die Endgegner nochmals auf Zeit besiegen, oder einfach noch bessere Waffen und Rüstungen bauen. Genial!
Und auch der Sound wurde nicht vernachläsigt. Wo in anderen RPG's die Musik aufdringlich vor sich hinduddelt wird sie hier immer gezielt zur Verdichtung der Atmosphäre eingesetzt. Wenn die Klingen aufeinanderprallen, das Wasser plätschert und die Zombies stöhnen, dann vergisst man schnell mal das Abendessen oder die nächtliche Ruhe. Die Musikstücke sind Orchestral, insbesondere in den Boss Fights, und versetzen euch in richtige Emotionen. Hat man mal ein paar Momente der Ruhe, kann man sich an der genialen (durch französische Kloster inspirierten)Bauweise von Le Monde ergötzen könnt. Nicht zuletzt das Charakterdesign schlägt alles bisher dagewesene, daß schreit gradezu nach einer Verfilmung, auch wenn die coolen Dialoge jegliche Sprachausgabe als absolut überflüssig erscheinen lassen!!!
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| Grafik | 94%/100% |
| Sound | 97%/100% |
| Gameplay | 94%/100% |
| Hersteller: |
Squaresoft |
| Preis: |
ka.30€ |
| Geeignet ab: |
12Jahren |
| Sprache: |
deutsch |
| Spielzeit: |
seeeehr hoch |
| Spieler | Termin |
| 1 | erhältlich |
Alpha's Fazit:
Ich ziehe meinen Hut(wenn ich einen hätte) vor dem aus dessen Hand dieses "Kunstwerk" ersprungen ist! So ein geniales RPG findet man nirgends sonst, auch wenn es zugegeben ziemlich viele Action Adventure und Strategie anleihen hat. Vagrant Story ist das wohl komplexeste Rollenspiel aller Zeiten, und ist für jeden Profi(!!!) ein Pflichtkauf! Auch wenn Square hier und da leicht bei der Übersetzung gepfuscht hat(aber fällt nicht arg ins Auge), dagegen hält man mit der wohl besten 3D Grafik der 32Bit Generation, einer Masse an Optionen, Menüs und Statistiken, mit einer Soundkullise die ihres gleichen sucht, mit einem duzend an oberfießen Endgegnern dies in sich haben und einer Story bei der man bis zum Schluss rätselt. Kritik an diesem Spiel ist in jeglicher Form unerwünscht, wobei man sagen muss das die ersten Spielstunden auch mit viel Frust verbunden sind, aber habt ihr diesen Weg(durchs Vegefeuer) überstanden werdet ihr nicht eher ruhen bevor auch das letzte Secret entdeckt habt.
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