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Die Geschichte des Snowboarden

Noch vor nicht all zu langer Zeit war Snowboarden eine
Funsportart und wurde von allen anderen Wintersportler nicht
wirklich erst genommen. Was mit Liftverbot und Materialmangel
begonnen hat ist heute eine der am schnellsten wachsende Sportart
der Welt.

Der Beginn

Alles hat angefangen, wie könnte es auch anders sein, in Amerika. Um die 70er Jahren war es ein paar Surfer an den kalten Wintertagen zu trist geworden. So basteln sich die Surfer aus einem Holzbrett und einem Stück Schnurr (die zum Steuer gebraucht wurde) das erste Snowboard der Welt. Die zwei bekanntesten dieser Surfer waren Jake Burton und Tom Sims.

1963
Die allerersten Versuche ein Snowboard herzustellen, wurde von Tom Sims und Sherman Poppen unternommen. Diese experimentierten mit grossen Holzbrettern und alten Türen und ein mögliches Surffeeling auf den Schnee zu bringen

1965
Sherman Poppen kam die Idee des Snurfer (Snow und Surf). Diese Idee hatte er als er seiner Tochter zusah, wie sie versuchte beim Schlittenfahren aufzustehen um so den Berg hinunter zu fahren. Er bastelte aus zwei alten Skier, die er mit Dübel befestigte eine Snowboardähnliches Gebilde. Für den Halt montierte er Fusslaschen.

1966
Als sich der Snurfer bewährte und man damit fahren konnte, produzierte Shermann Poppen mit
einem Bowling-Kugel-Hersteller zusammen den Snurfer. Das ca. 1.20mgrossebananenförmige Brett, wurde für 15 US-Dollar im Handel verkauft. Noch im gleichen Jahr wurde das erste Snurfer Rennen in Michigan USA organisiert. Der Erfolg des Snurfers war so groß, dass in nur 10 Jahren ca. 1 Million Boards verkauft wurden.

1970
Dimitrije Milovich, ein begeisterter Snurfer begann als erster Boards mit Stahlkanten zu entwickeln

1972
Jake Burton, auch ein bekannter Snurfer, entwickelte die Bindung entscheidend weiter. Er montierte verstellbare Gummiriemen als Fußschlaufen und Antirutschflächen auf das Board um so die Standsicherheit zu  erhöhen.

1975
Milovich nahm in Utah die Produktion seiner Wintersticks auf, ein von ihm entwickeltes Snurfboard. Er entwickelte Boards mit Swallowtail, da er dadurch eine bessere Drehfreudigkeit erreichen wollte. Die Stahlkanten von seinen früheren Boards verschwanden leider wieder.

1978
Burton produziert als erster eine Kleinserie seiner eigenen Board-Kreation. Da der Verkaufspreis von 88$ zu dieser Zeit sehr hoch war, wurde sein Board kein Erfolg.

1978
Im selben Jahr entwickelte Tom Sims ein Board mit verleimten Holzschichten. Dieses Brett verkaufte sich viel besser, da es mit weniger Arbeitsaufwand gebaut werden konnte. Dadurch sank der Verkaufspreis etwa um die Hälfte, also etwa auf 40$. Zu dieser Zeit waren die Snowboarderin den Skigebieten noch nicht so gern gesehene Gäste. Somit waren sie gezwungen die Hänge hinauf zu steigen oder Nachts auf den präparierten Pisten zu fahren.

1980
Burton, Sims und Winterstick benutzten P-Tex Beläge für ihre Boards und Übernahmen so erstmals Ski Technologie. Auch in Europa wurden erstmals Boards produziert. Jedoch waren die Boards aus den USA um Längen besser. So wurden US-Boardsfür viel Geld nach Europa importiert.

1981
In Deutschland entwickeln zwei Studenten den Swingbo. Er bestand aus zwei Skiern, die mit einer Standplatte verbunden waren. Das ganze funktionierte wie ein Skateboard. Durch seine Stahlkanten ließer sich besser steuern als ein Snowboard. Nicht viel später waren aber dann die meisten Snowboards auch mit Stahlkanten ausgerüstet. Der Swingbo verschwand so schnell aus den Bergen wie er gekommen war.

 

1982
Paul Graves organisierte die erste Nationale Snowsurfing Meisterschaft in Vermont. Die erste Veranstaltung dieser Art bestand aus Slalom und Abfahrt. Zum ersten mal traten Snowboarder aus ganz Amerika gegeneinander an. So auch die Rivalen Jake Burton und Tom Sims. Dieses Ereignis weckte das Interesse der Medien und somit war Snowboarden das erste mal in den Landesweiten Medien ein Thema.

1984
Die erste Europäische Snowboardfirma Hooger-Booger, entwickelte Race Boards mit asymmetrischer Tailierung, ein richtungweisender Schritt für die Zukunft. In Stratton Mountain USA entstanden etwa zur selben Zeit die ersten speziell für diesen Sport gemachten Snowboard-Schuhe. Davor ist man mit Moon-Boots oder Wanderschuhen Snowboard gefahren.

1985
Die Boards von Burton und Sims werden jetzt serienmässig mit P-Tex Belag und Stahlkanten hergestellt. Dies bedeutete das Ende der Zeit als das Snowboard vom Surfboard beeinflusst wurde. Sims stellte das erste Promodell vor, das denn Namen von Terry Kidwelltrug. Dieses Board setzte im Freestylebereich erstaunliche Akzente. Das Brett war auf beiden Seiten gleich abgerundet und hatte ebenfalls auf beiden Seiten ein gleich stark aufgebogenes Ende. In Soda Spingsfand der erste Halfpipe Wettbewerb statt. Freestyle wurde zum grossen Thema des Snowboardens, insbesondere für Skateboarder. Die ersten, die in diesem Sport Geld verdienten waren José Fernandez, Peter Bauer, Petra Müssig, Jean Nerva, Craig Kelly und Burt Lamar.

1987
In diesem Winter fanden zwei Weltmeisterschaften statt, eine in St. Moritz, die andere in Beckenridge USA. Da das Snowboarden immer mehr Leute faszinierte und die Anzahl der Boarder sich laufend steigerte, wurden die Liftbetreiber gezwungen ihre Pisten auch für Snowboarder zu öffnen. 1989 Urs Meier aus der Schweiz und Earl Miller aus den USA entwickelten Sicherheitsbindungen.

1990
Die Wintersportgebiete passten sich langsam den Snowboardern an und akzeptierten sie. So wurden auch vermehrt Pistenfahrzeuge mit speziellen Vorrichtungen für den Halfpipebau versehen. In den Sportgeschäften wurden erstmals extra Service-Maschinen für Snowboards geschaffen.

1994
Die Zulassung von Snowboarden an die Olympischen Spiele wurde zum Gesprächsthema.

1995
Das Internationale Olympische Komitee beschloss Snowboarden erstmals in Japan in den Wettkampf aufzunehmen.

1996
Es entstand neben den Disziplinen Freestyle, Slalom und Giant-Slalom, eine neue Wettkampfform und zwar Boarder-cross. Hierbei starten mehrere Boarder gleichzeitig in einen Parcours mit Sprüngen, Buckeln und Steilwandkurven. 1997 Ein Streit entbrannte zwischen der ISF (International Snowboard Federation) und der FIS (Internationaler Ski Verband). Es geht darum, dass die Fahrer die an Olympia teilnehmen wollen sich an FIS Rennen qualifizieren müssen. So entschied das IOK. Die meisten Fahrer der ISF, bestritten nur die Mindestzahl an FIS Rennen um die nötigen Punkte für Olympia zu sammeln.

1998
Olympia. In Nagano starten alle berühmten und guten Fahrer. Nur einer hatte die Courage nicht zu starten, weil er sich nicht mit den Regeln des IOK einverstanden erklären konnte. Es war diesTerje Haakonsen, der wie kein zweiter die Snowboardszene geprägt hat. Dieser spezielle Style mit dem er fährt, ist wahrscheinlich jedem Boarder ein Vorbild. Der Halfpipe Contest der auf einem tiefen Niveau stattfand, wurde aus Schweizer Sicht erfreulich, von Gian Simmen aus Arosa gewonnen.