
Hersteller unterscheiden grundsätzlich zwischen Freestyle-, Freeride-, Carving- und Raceboards. Die Kategorien sind dabei nicht fest voneinander getrennt, sondern gehen ineinander über. Eine Sonderstellung bei den Snowboards nimmt das Splitboard (teilbares Tourensnowboard) ein.
Im Allgemeinen ist ein Snowboard ca. 99cm bis 1,8m lang und hat einen Kern aus Holz, Schaumstoff oder einer wabenartigen Aluminiumkonstruktion. Neue Technologien verbauen auch Kohlefaser, Fiberglas und ähnliche Materialien, die mehr Stabilität bieten sollen. Mittlerweile gibt es auch Snowboards für Kinder, die entsprechend kleinere Abmessungen haben. Auf der Unterseite befindet sich ein Belag, der aus verschiedenen Materialien bestehen kann und die Wachsaufnahme und damit die Gleiteigenschaften verbessert. Die taillierten Bretter sind an den Seiten mit Stahlkanten versehen, um den Halt auf harter Piste und damit Kurvenfahren zu ermöglichen. Mittlerweile gibt es so genannte Parkboards ohne Kanten, die ausschließlich für den Fun-Park konstruiert sind. Auf der Oberseite sind zwei Snowboard-Bindung montiert, um die Snowboard-Schuhe auf dem Brett zu fixieren. Man unterscheidet dabei zwischen Platten- und Softbindungen und zwischen Step-In und Semi-Step-In Bindungen.
Der Belag (oder auch Base) ist ein wichtiger Bestandteil des Snowboards, zumal man darauf fährt. Inzwischen gibt es verschiedene Arten. Beläge (egal welcher) sollen eine gute Gleiteigenschaft haben, robust (gegen Kratzer) und auch pflegeleicht (möglichst einfaches Wachsen) sein. Jedoch lassen sich nicht alle Eigenschaften perfekt vereinen. Ein robuster und gleitfähiger Belag muss öfter gewachst werden als ein weicherer Belag.
Beim extrudierten Belag wird Polyethylengranulat verflüssigt und durch eine breite Düse auf die gewünschte Breite und Dicke gebracht und anschließend auf dem Board verklebt.
Polyethylenpulver wird verflüssigt und zu einem zylindrischen Block zusammengepresst, von dem dann der Belag abgeschält wird. Dieser Belag ist dann sehr abreißfest, hat eine hohe Gleitfähigkeit und nimmt Heißwachs auch sehr gut auf.
Graphitbelag ist ein Polyethylenbelag mit einem Rußanteil von 15%, der diesen leitfähig macht und dadurch eine statische Aufladung verhindert. Dadurch kann kein Schmutz angezogen werden, der die Gleitfähigkeit vermindert.
Grundsätzlich existieren zwei unterschiedliche Standpositionen auf dem Snowboard, abhängig davon ob der linke ("regular") oder der rechte Fuß in Fahrtrichtung vorne steht ("goofy"). Ob ein Snowboarder nun "regular" oder "goofy" fährt, ist allein von subjektiven Präferenzen abhängig. Unklar ist, wodurch die Präferenz für eine der Standpositionen entsteht und wie sie eindeutig zu bestimmen ist. Die Erfahrung zeigt, dass weder das stärkere Bein noch die Händigkeit der Person ausschlaggebend ist. Rutscht man auf Eis oder Glattem Marmor-boden, ist es möglich rauszufinden ob man goofy oder regular ist. Ist der rechte Fuß beim rutschen vorne, ist man goofy. Ist der linke vorne, ist man regular.
Annahmen, die Regular-Position wäre die "normale" und die Goofy-Position die exotischere der beiden, halten sich bis heute hartnäckig, entbehren aber einer schlüssigen Begründung. Die Realität sieht etwas anders aus, denn Snowboardfahrer verteilen sich (schon seit jeher) zu etwa gleichen Anteilen auf die Regular- bzw. Goofy-Position.
Boards
Ein Race-Board ist ein recht steifes Snowboard, das für den Einsatz in
Rennen ausgelegt ist. Es hat e
ine flache, kurze Spitze (nose). Race-Boards sind
meist länger als Freestyle- oder Freerideboards.
Slalom: 7 m - 9 m Riesenslalom: 11 m - 15,5 m
Race-Boards werden ausschließlich mit Hardboots und Plattenbindungen gefahren, um genaue Kontrolle auch bei hohen Geschwindigkeiten zu gewährleisten. Für jegliche Sprünge oder Manöver in der Luft ist ein Race-Board vor allem aufgrund seiner Taillierung und Bindungsplatzierung absolut ungeeignet.
Carving-Boards sind im Gegensatz zu Raceboards einzig und allein zum Carven, also zum fahren auf der Kante konzipiert. Sie sind aggressiver als Raceboards zu fahren und in der Regel schmaler. Während Race-Boards ein Andriften von Toren ermöglichen sollen, sollen Carving-Boards - wenn einmal auf die Kante gelegt - sehr dynamisches Carven ermöglichen. Dies wird durch hohe Torsionssteifigkeit und Vorspannung der Bretter erreicht. Sie sind oft am Heck nicht mehr abgerundet und an der Nose nicht allzu weit aufgebogen, um eine möglichst lange effektive Kantenlänge zu erreichen. Als Bindung kommt eine steife Plattenbindung zur Anwendung.

Ein Freeride-Board ist breiter und weicher als ein Race- oder
Carving-Board. Es ist in erster
Linie für das Tiefschneefahren gedacht. Mit dem
Freerideboard lässt sich aber auch auf der Piste carven oder kleinere Tricks
machen. Das Heck (engl. Tail) ist etwas aufgebogen, Rückwärtsfahren (fakie)
zu ermöglichen. Freeride-Boards werden fast immer mit Softbindungen gefahren.
Das Freestyle-Board ist eher weich, nicht besonders lang (130-165cm) und das Heck ist der Spitze (engl. Nose) identisch. Freestyleboards sind zum Springen, Landen und zum Rail-Fahren konstruiert. Daher ist es möglich, die Bindungen zentral auf das Brett zu montieren, um auch rückwärts (fakie, switch) fahren zu können. Es wird ausschließlich mit Softbindungen gefahren. Die neueren Generationen sind hart, um den immensen Belastungen, die bei weiten Sprüngen entstehen, gerecht zu werden und somit die Handhabung bei hohem Tempo zu erleichtern.
Bindungen
Die Softbindung (oft auch als Schalenbindung bezeichnet) wird zusammen mit
so genannten Softboots
verwendet und vor allem in Verbindung mit Freeride- und
Freestylesnowboards benutzt. Hierbei wird der Fuß im hinteren Teil durch einen
bis zur Wade reichenden, stabilen Schaft (den s.g. Spoiler oder High-Back
)gehalten. Fest in der Bindung fixiert wird der Fuß dann durch zwei oder drei
Schnallen. Einen Vorteil bietet hier vor allem der verwendete Softboot. Er ist
deutlich bequemer a
ls die Hardboots. Das zahlt sich vor allem beim Laufen, aber
auch z.B. beim Fahren mit Schleppliften aus. Zusammen mit einer Softbindung wird
eine recht hohe Bewegungsfreiheit im Knöchelbereich ermöglicht ohne dabei jedoch
ein erhöhtes Verletzungsrisiko zur Folge zu haben. Dies ist vor allem bei
Tricksprüngen und beim so genannten Powdern (also Tiefschneefahren) hilfreich.
Die erste kommerzielle Bindung war die Plattenbindung. Als Grundlage für
diesen Bindungstyp gelten verschiedene Ski- und Tourenskibindungen. Hierzu
benutzt man Hardboots wie man sie vom Skifahren her kennt. Man hakt den Schuh
zuerst im hinteren Teil der Bindung unter einem Stahlbügel ein
und verankert ihn
schließlich mithilfe eines Klappbügels. Diesen Bindungstyp wählt man zusammen
mit den Hardboots normalerweise für Raceboards da er eine nahezu verlustfreie
Kraftübertragung auf das Brett bietet. Sie eignet sich daher vor allem für hohe
Geschwindigkeiten und präparierte Pisten. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch
diese Bindung ein schnelleres Ein- und Aussteigen am Lift ermöglicht wird.
Als dritten Bindungstypen kann man die Step-In Bindung aufführen. Im Gegensatz zu den oben genanten Bindungen ist hierbei die Bindung hauptsächlich im Schuh integriert. Der Schuh ist an der Rückseite durch einen Spoiler (so.) verstärkt und unter ihm verläuft horizontal eine Metallstange mit einem Durchmesser von ca. 0,6 – 1 cm. Dieser Metallstift wird mit einer auf dem Board befestigten Platte verbunden. Als Variation gibt es diese Bindung auch mit einem an der Platte (anstatt am Schuh) befestigten Spoiler. Beim Fahrverhalten macht dies allerdings keinen Unterschied. Diese Bindung wird sowohl auf Freestyleboards als auch auf Raceboards verwendet und kann als Mittelweg zwischen den beiden o.g. genannten Bindungen gesehen werden. Zum einen ist der Schuh bequemer als ein Hardboot, jedoch nicht so sehr bequem wie ein Softboot und auch die Kraftübertragen liegt zwischen den beiden anderen Bindungstypen.