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Das neue-alte Glück

 

Es war jetzt eine Woche her, dass Götz und Laura wieder im Doppelpack anzutreffen waren. Sie hatten jede freie Minute zusammen verbracht. Götz hatte sogar an zwei oder drei Tagen eine Doppelschicht eingelegt, nur um in Lauras Nähe zu sein. Laura widerum saß die ganze Zeit bei ihrer Mutter.
Und heute ist es nun soweit. Fr. Timm wird der Hirntumor entfehrnt.
„Ich bin so froh, dass dein Freund die OP leitet.“ Freudestrahlend sah Fr. Timm zu ihrer Tochter, die schon seit geraumer Zeit aus dem Fenster starrte. „Hm, das bin ich auch.“ Endlich drehte sich Laura zu ihrer Mutter um. „Er hat dafür gesortgt, das er von nun an dein behandelnder Arzt ist.“ Lauras Mutter atmete auf. „Ein Glück. Dieser Dr. Zwenger ... “ Beide hörten ein Lachen. „Er ist nicht gerade beliebt. Glauben Sie mir, ich würde Ihn auch nicht vermissen.“ Laura begann zu strahlen, denn Götz hatte soeben den Raum betreten. „Ganz ruhig!“, befahl Götz Laura, als diese ihm stürmisch um den Hals fiel und ihn küsste. „Warum? ... Ich hab dich heute noch nicht gesehen und wir haben es immerhin schon um 12.“ Wieder ein Lachen, doch diesmal von Fr. Timm. Götz und Laura drehten sich, immer noch in den Armen liegend, zu ihr um. „Lasst euch von mir nicht stören. Ich hab es gern meine Tochter glücklich zu sehen.“ Götz war es etwas peinlich vor Lauras Mutter so mit ihr rumzuturteln, aber ihm blieb nichts anderes übrig, denn kaum hatte Fr. Timm den letzten Satz ausgesprochen, küsste Laura Götz leidenschaftlich. Als sie sich wieder von einander lösten, ging Götz sofort auf Lauras Mutter zu, um nicht noch mehr Zeit zu „vergeuden“. „Also, ihre OP beginnt um 14 Uhr, das ist in ca. 2 Stunden. Wir haben ja gestern schon alles besprochen, aber wenn sie möchten, dann kann ich es Ihnen auch nochmal erklären.“ „Nein, nein. Laura hat mir alles noch einmal erklärt. Das einzige, was jetzt noch ansteht ist die OP.“ „Na dann bis um 2.“, verabschiedete sich Götz. Laura bedeutete ihrer Mutter, dass sie Götz begleiten wird.

Auf dem Flur hielt Laura Götz am Arm. „Was ist? Hast du immer noch nicht genug?“ Götz kam näher an Laura heran. „Götz, hör zu. Wenn meine Mutter die OP gut überstanden hat muss ich zurück nach Berlin.“ „Was?“ Götz war entsetzt. Wollte sie ihn schon wieder alleine lassen? „Du musst wieder weg?“ „Götz, es tut mir leid. In Berlin habe ich meine Wohnung und ... “ Laura blickte zum Boden. „Du hast keine Arbet gefunden, oder?“, fragte Götz mitfühlend. „Ich rede mit meinem Onkel. Wir brauchen eh noch eine weitere Ärztin.“ Laura schüttelte mit dem Kopf. „Ihr habt doch seit 4 Tagen eine neue Ärztin. Fr. Dr. Korin.“, Laura sah Götz in die Augen und fügte mit einem Grinsen hinzu. „Und wenn du mich fragst, kommt sie beim männlichen Kollegium besser an als ich.“ Götz fing an zu lachen. „Ja, ich hab auch schon gemerkt, dass Weiser und Zwenger eine besondere Verbindung zu ihr verspüren.“ Beide lachten ein wenig und plötzlich wurde Götz wieder ernst. „Trotzdem,“, begann er, „ich werde mit Peter reden. Und außerdem werden wir uns eine gemeinsame Wohnung suchen, oder einfach in meine einziehen.“, er nahm Laura in seine Arme. „Hey, Kopf hoch! Wir schaffen das.“ Laura nickte leicht. Nach einiger zeit fing sie an zu weinen. „Laura, das ist doch kein Grund zu weinen.“ „Dein Onkel wird mich nie einstellen und auch sonst werde ich keinen Job mehr als Ärztin finden. Die Krankenhäuser haben doch alle kein Geld für weitere Besetzungen.“ „Ich schwöre dir. In spätestens einem Monat wirst du wieder hier arbeiten. ... Ich geh’ gleich zu Peter. Bis nachher.“ Er verabschiedete sich bei ihr mit einem Kuss.



Das St. Angela hatte noch einen Neuzugang zu melden. Lilly, eine Plegeschülerin. „Also, ich steh auf die Frau.“ Alle sahen Murat an. Sie warteten auf Lilly, die gerade ein Essenstablett zu einem patienten brachte. „Du stehst auf jedes weibliche Wesen. Nicht nur auf Lilly.“ Mit diesem Komentar fing sich Rosi zustimmung von Jule und Anton ein. „Ey, als ob ich der einzige wär, der scharf auf die neue is’. Guckt euch nur Anton an. Mein Kumpel weiß, wie ich fühle.“ Murat klopfte Anton auf die Schulter. „Stimmt’s oder hab ich recht?“ „Gute Frage.“, Jule sah ihren ehemaligen Freund tief in die Augen. „Sag bloß du bist eifersüchtig?“, fragte Anton. „Warum sollte ich? Du bist mir egal. Ich liebe dich nicht mehr. Schlaf doch mit wem du willst!“ Nun war Anton gereizt. So eine Antwort hatte er wirklich nicht erwartet. „War das jetzt eine Andeutung, dass ich damit rechnen kann, dass du wieder mit Götz schläfst?“ Jule wollte gerade etwas sagen, als sich Lilly zu Wort meldete. „Du hast mit Dr. Gerlach geschlafen?“ „Das geht dich nichts an.“, entgegnete Jule patzig. Alle schraken zusammen, als sie eine Stimme hinter ihnen hörten. „Wenn wir alle ehrlich sind, geht es niemanden etwas an. Nur Jule und mich. ... Und, damit es auch die letzten verstehen, habe ich es hier nochmal zum Mitschreiben: Jule und ich sind nur gute FREUNDE. Ich LIEBE Laura und bin mit IHR zusammen. ... Ich hoffe, dass jetzt alles klar ist. Wenn ihr mich - “ Götz wurde von einer weglaufenden Jule unterbrochen, die, am Ende des Ganges, fast gegen Fr. Dr. Korin gerannt wäre. „Was hat sie?“, fragte Götz. „Liebeskummer.“, war die kurze, jedoch vielsagende Antowrt von Rosi. Götz wollte ihr hinterher, doch er wurde von Rosi aufgehalten. „Nicht!“, befahl sie mit ruhiger Stimme. „Sie will jetzt alleine sein.“ „Ich könnte Laura zu ihr schicken. Sie verstehen sich doch in letzter Zeit so gut.“ Er blickte zu Anton und Rosi, die beide nickten. Plötzlich verschwand auch Anton, jedoch in die andere Richtung. „Was ist hier denn los?“, fragte eine etwas verwirrte Susanne Korin. „Nichts, was man nicht lösen kann.“ „Man oder Mann?“, Susanne wollte einen Witz machen, den jedoch keiner so wirklich verstand. „Vergessen sie’s. Ähm ... was ich eigentlich wollte. Dr. Gerlach würden sie mir um 1 bei einer OP assistieren?“ Götz schüttelte den Kopf. „Gerne, aber ich hab’ um 2 eine eigene OP. Tut mir leid. Fragen sie doch Dr. Weiser oder Dr. Zwenger.“ Susannes Gesichtsausdruck sagte Götz alles. „Keine gute Idee?“ Susanne schüttelte den Kopf. „Ich werde mit Fr. Timm reden. Vielleicht ist sie einverstanden, dass sie die OP übernehmen, oder ... ah, Peter, kann ich kurz mit dir reden?“ Prof. Dr. Gerlach, der im Gang auftauchte, ging gut gelaunt auf seinen Neffen zu. „Heute so gute Laune?“, fragte sein Neffe. „Ich kann endlich deinem Wunsch nachkommen und noch einen Arzt einstellen. Dann musst du nicht mehr so viele überstunden schieben.“ Götz sah seinen Onkel verwundert an. „Und weil ich entlastet werde hast du gute Laune?“ „Machst du dich lustig über deinen alten Onkel?“ „Nein, nie. Ich hab da nur eine Frage. Könntest du Fr. Dr. Korin vielleicht bei ihrer OP assistieren?“ „Warum nicht. Aber, kann das nicht Dr. Weiser oder Dr. Zwenger übernehmen?“ Der Prof. sah mit fragendem Blick zu Dr. Korin rüber. „Die haben beide Schicht auf Station und zurzeit ist keine Vertretung vorhanden.“, retete Götz die Situation. „Na, dann. Wann fängt die OP an?“ Götz sah seinen Onkel immernoch verwirrt an. So fröhlich hatte er den Chefarzt schon lange nicht mehr gesehen. „Die OP beginnt um 1.“, antwortete Dr. Korin, die sich abwendete und in ihr Büro verschwand. Der Prof. wollte auch gerade in sein Büro, als er von Götz aufgehalten wurde. „Peter ... ich hoffe, dass sich deine Laune jetzt nicht ändert, aber ... ich hätte da eine Person, die hier wieder arbeiten könnte und das auch will.“ „Ach ja, und wen?“, fragte sein Onkel skeptisch. „Laura.“ Götz wartete auf eine Reaktion, doch es kam keine. Nicht einmal ein vernichtender Blick ging in seine Richtung. „Peter?“ „Sie soll nach der OP in mein Büro kommen. Richte ihr das bitte aus.“ „Nein, das geht nicht.“ Götz stellte sich vor seinen Onkel. „Ich dachte du hast mit ihr gesprochen?“ „Ja, hab ich auch, aber ... ihrer Mutter wird ein Hirntumor entfehrnt. Die OP beginnt um 2, ich operiere. Ich glaube es wäre besser, wenn wir warten bis wir wissen, dass es ihrer Mutter gut geht.“ Sein Onkel sah ihn verständnisvoll an. „Einverstanden. Richte Familie Timm viel Glück für die OP aus. Dir wünsch ich natürlich auch viel Glück. Nicht das noch was passiert.“ „Das ist nicht witzig.“ Götz war nun etwas geschockt. „Schon ok. Das wird dir eh nie wieder passieren, dass ich so gut gelaunt bin.“ Der Prof. machte sich auf den Weg in sein Büro. Sein Neffe flüsterte vor sich hin. „Ein Glück!“


Es war kurz vor 2. Laura stand vor dem OP, in den Armen von Götz. „Ich muss rein Engelchen. Glaub mir, es wird alles gut. Bitte, hab keine Angst. Ich werd mein bestes geben.“ „Das will ich auch hoffen.“, gab Laura zurück, küsste Götz ein letztes Mal vor der OP und löste sich aus seiner Umarmung. Götz betrat den Waschraum des Ops und drehte sich noch einmal zu ihr um. „Ich hab nachher noch eine Überraschung.“ Laura strahlte ihn an und sah ihm hinterher, als er sich für die OP fertig machte.



Es war ca. halb drei. Laura wartete nun schon 30 Minuten vor dem OP, in dem ihre Mutter operiert wurde.
Laura musste jetzt etwas sinnvolles machen, nur was? Nach weiteren 10 Minuten des nachdenkens stand Laura auf. Sie wollte zu Jule gehen und mit ihr reden. Götz hatte ihr ein paar Minuten vor der OP die Geschichte erzählt.
Am Empfang wurde sie von der Oberschwester begrüßt, die sie heute noch nicht gesehen hatte. „Sagen sie bitte Götz ... ähm, Dr. Gerlach bescheid´, dass ich mit Jule rede.“ „Haben sie sich aus den Augen verloren?“, fragte Osi mit einem Lächeln im Gesicht. Laura begann ebenfals leicht zu grinsen. „Nein, er ist grad im OP. Meiner Mutter wird der Hirntumor entfehrnt. Er weiß nicht, dass ich mit Jule reden will.“, erklärte Laura. Die Oberschwester nickte nur und mache sich eine Notiz auf einem Zettel.
Als Laura das Schwesternzimmer betrat, sah sie Rosi, die schweigend neben der weinenden Jule saß. Jule saß zusammengeknautscht auf dem Sofa. Als Rosi Laura erblickte, stand sie auf und schloss hinter sich und Laura wieder die Tür. „Sie hat noch keinen Ton gestagt.“ „Wie denn auch.“, bemerkte Laura mitfühlend. „Ich hab sie zum Mittagessenausteilen aus dem Zimmer geholt. Als wir fertig waren fing sie wieder an zu weinen. Vor ca. einer Stunde haben wir die Tabletts dann wieder eingesammelt. Und jetzt sitz sie wieder hier.“ Beide blickten sich ratlos an bis Laura auf die Tür zuging. „Ich werde mit ihr reden. Vielleicht kann ich ihr ja helfen.“ „Glauben sie?“, hielt Rosi sie auf. „Warum? Ja, ... ich weiß wie es ist wegen Götz zu weinen.“ Laura wollte gerade die Tür öffnen, als Rosi sie ein weiteres mal aufhielt, in dem sie sie am Arm festhielt, „Genau das ist es ja. ... Sie wissen wie es ist in Götz verliebt zu sein. Mit dem einen kleinen Unterschied, dass er ihre Liebe erwiedert.“ Laura sah Rosi verständnisvoll an. „Ich meine ja nur, dass es vielleicht nicht das Beste ist, wenn jetzt ausgerechnet SIE mit ihr reden.“ Beide standen noch ein paar Sekunden vor der Tür, ohne einen Ton zu sagen. „Ich geh rein.“ Laura öffnete die Tür. „Keine Widerrede!“, befahl sie Rosi leise, als sie drauf und dran war wieder einen Einwand einzuschieben.
Laura näherte sich Jule mit kleinen Schitten. „Jule ... “ Sie berührte ihre rechte Schulter mit der rechten Hand. „Jule, wenn du reden willst ... “, nun setzte sich Laura neben Jule, die ihr auch prompt in die Arme viel. „Hey, ganz ruhig!“, sagte Laura mit leiser Stimme. „Warum?“,schluchzte sie. „Warum verlieb ich mich immer in Idioten oder allgemein in die falschen Männer.“ Jule löste sich von Laura und ging zum Fenster. „Du kannst doch nicht kontollieren in wen du dich verliebst.“ Laura überlegte kurz. Sie wollte Jule zum lachen bringen, „Und außerdem hast du, meiner Meinung nach, einen gar nicht so schlechten Ännergeschmack. ... Ich meine, dieser Dr. Götz Gerlach ... “ Lauras Vorhaben klappte wunderbar. Jule drehte sich um und grinste sie an. „Toll, dass eine Außenstehende meine Meinung teilt.“ Nun grinste auch Laura. Jule atmete noch einmal tief durch, um nicht wieder zu weinen. „Laura, ich will dir Götz nicht wegnehmen und ich gönn euch euer Glück, wirklich. Es ist nur ... In ein paar Wochen hab ich alles überstanden, ich versprechs dir.“ Laura nahm Jules linke Hand. „Du musst mir nicht versprechen.“ Sie hielt kurz inne, „Außerdem denke ich, dass es für dich nicht gerade einfach wird.“ „Warum?“, fragte Jule neugirig. „Weil ich ... weil ich wieder hier ... oh gott.“ „Nun sag schon, so schlimm kann es doch gar nicht sein.“ Laura entwich Jules blicken. „Ich werde mich hier für einen Job bewerben. Götz will mit seinem Onkel reden. ... Jule ich gleube, dass ich hier wieder arbeiten werde.“ Jule nahm all ihre Kraft zusammen und lächelte, „Und was ist daran so schlimm?“ „Du bist nicht sauer?“ Diesmal nahm Jule Lauras linke Hand, „Ich hab doch gesagt: Ich gönn euch eure Liebe. Das meinte ich ernst.“ Die Tür öffnete sich. „Frau Timm? Die OP ... “ Laura nickte der Oberschwester zu. „Ich komme. ... Jule, ich muss gehen. Die OP ist beendet.“ Jule ging drehte sich wieder zum Fenster. „Hoffentlich ist alles gut verlaufen. .. Betsell diener Mutter schöne Grüße.“ Wieder nickte Laura. „O.K.“, Laura ging zur Tür, als sie sich plötzlich umdrehte. „Jule!? ... Du versprichst mir jetzt, dass du hier nicht mehr trübsal bläst und ich verspreche dir, ... dass ich mich mit Götz in deiner Nähe zurückhalten werde.“ „Einverstanden.“ „Dann komm ... na, guck mich nicht so an. Nicht mehr trübsal blasen heißt auch, dass du dich nicht mehr im Schwesternzimmer vergräbst.“ Laura streckte Jule die Hand aus. Jule sah sie ohne jede Regung an und folgte Laura dann doch.

Auf dem Weg zum Aufwachraum wurden sie von der Obershcwester begleitet. Jule war stark am überlegen und fasste einen Entschluss. „Oberschwester? Darf ich mich um Frau Timm kümmern.“ Die Oberschwester verstand das Anliegen von Jule falsch. „Warum nicht. Frau Timm hat sicher nichts dagegen, wenn sie sie zu ihrer Mutter bringen.“ „Nein!“, wurde sie von Jule unterbrochen, „Das meinte ich nicht.“ „So?“ Laura und OSI sahen Jule verwundert an. „Kann ich mich um Lauras Mutter kümmern, ... Frau Timm?“ „Ach so, warum nicht ... ich werde sie gleich einteilen.“, sie wendete sich Laura zu, „Ihre Mutter liegt im Aufwachraum 3. Sie finden alleien hin?“ Laura antwortete nicht sondern drehte sich zu Jule, „Denkst du, dass das eine gute Idee ist?“ „Ich muss damit klar kommen, dass ihr beide zusammen seid. ... Das will ich auch. Und es wird mir leichter fallen, wenn ich merke, dass Götz und ich gute Kollegen sind und meine Freundin glücklich ist.“ „Wenn du meinst.“ „Hey, glaub mir. Es wär viel schwerer, wenn ich gar nicht mehr sehen würde. Ich muss ihn sehen ... euch sehen, um zu wissen, dass er mich nicht evrabscheut oder hasst.“ Jule entfehrnte sich in Richtung Aufwachraum 3. „Das tut er nicht - “, doch sie konnte ihren Satz nicht beenden, denn sie wurde von ihrem Freund unterbrochen, der sie von hinten umarmte und ihren nacken küsste. „Na!“ „Götz, hey ... hör auf, bitte!“, Laura lachte, da Götz sie zusätzlich am Bauch abkitzelte. „Nein, macht ruhig weiter!“, befahl Jule. Doch jetzt beendete Götz Lauras Qualen. „Jule ... “, Götz sah etwas geschockt aus. „Ich hab mit Laura geredet, sie wird dir alles erzählen. Ich lass euch kurz mit Frau Timm alleine.“, mit diesen Worten verschwand Jule.
Mit einer Kopfbewegung befahl sie Götz ihr in den Aufwachraum zu folgen. „Es ist alles super verlaufen.“ Er nahm Götz, nachdem sie die Tür hinter sich verschlossen hatten, wieder in die Arme. „Und nachher ... “, begann Götz. „Nachher? ... Götz, jetzt erzähl schon! Geht es um die Überraschung?“ Götz nickte seine Laura mit einem Stahlen an. „Nachher ... gehst du zu meinem Onkel und er wird mit dir über deine Zukunft an „seiner“ Klinik reden.“ Nun strahlte auch Laura. Sie konnte nicht anders, sie musste ihn küssen, lange und leidenschaftlich. Götz erwiederte diesen Kuss – selbstverständlich – voller Freude.
Nach einem unendlich langen Kuss wendete sie sich ihrer Mutter zu, die immer noch schlief. Götz umfasste seine Laura, die eine Hand ihrer Mutter hielt, bei den Hüften und küsste erneut ihren Nacken. „Es geht ihr gut. Sie hat alles ohne Komplikationen überstanden.“ Götz küsste, nachdem er geendet hatte, weiedr Lauras Nacken. „Und uns geht es auch gut.“, Laura ließ die Hand ihrer Mutter los und drehte sich so, dass sie Götz direkt in die Augen sah. „Wir werden wieder zusammen arbeiten. Wir werden zusammenziehen.“ Sie sahen sich verliebt an. „Und wir werden mit unserer ganzen Familie, d.h. Eltern und ... du weißt was ich meine. Jedenfals werden wir alle in einer Stadt wohnen.“ Laura grinste Götz frech an, dann küssten sie sich wieder. Und wieder war es ein langer und leidenschaftlicher Kuss. Ein Kuss der Freude darüber, dass sie nun doch eine gemeinsame Zukunft hatten.