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Schwerer Kreuzer "Blücher"

 

Stapellauf: 08.061937 Schwerer Kreuzer Blücher
Bauwerft: Deutsche Werke,Kiel
Besatzung: 1382 bis 1600 Mann
Gewicht voll ausgerüstet: 18200 ts
Länge: 208,0 m Breite: 22,0m Tiefgang: 7,20m
Höchstgeschwindigkeit: 32 Kn
Hauptbewaffnung: 8 - 20,3 cm Geschütze [4x2]
Nebenbewaffnung:
12 - 10,5 cm Flak, 12 - 3,7 cm Flak
diverse 2 cm Flak, 12 Torpedos 53,3 cm

Für die Blücher wurde am 15.08.1935 bei den Deutschen Werken der Kiel gestreckt. Der Stapellauf erfolgte am 08.06.1937.  Die Indienststellung am 20.9.1039 fiel bereits in die Kriegszeit. Kaum waren Probefahrten und Ausbildung durchgeführt, kam der Kreuzer bei dem Unternehmen "Weserübung" (Besetzung Norwegens) zum Einsatz. Als Führerschiff der Gruppe 5 waren ihm der Schwere Kreuzer "Lützow", der Leichte Kreuzer "Emden", die T-Boote "Möwe", "Albatros" und "Kondor" sowie die 1.Räumbootsflottille (R17-R24) und die Walfangboote Rau 7 und Rau 8 unterstellt.

Anfang April 41 nahmen die Kriegsschiffe in Swinemünde Herreseinheiten auf die für die Einnahme von Oslo bestimmt waren .

Am 09.04.1940 erreichte der Verband den Oslofjord. Im Sinne der Planung sollte das Gros der Flotte unverzüglich nach Oslo durchbrechen. Es wurde kein besonderer Widerstand  an der bekannten Döbrakenge erwartet, daher wurde auf vorherige Aufklärung durch die T- oder R-Boote verzichtet. Das am Eingang patrouillierende Wachboot "Pol III" wurde trotz tapferer Gegenwehr versenkt. Als nun das Spitztenschiff der Gruppe, die "Blücher", sich auf 500 m der Enge näherte eröffnete die Festung auf der Insel das Feuer auf die "Blücher" die im engen Fahrwasser sehr langsam fuhr. Das Schiff wurde sofort mehrmals getroffen und es brachen mehrere Brände aus. An Deck gestapelte Heeresmunition, die Flugzeughalle, Benzintanks der an Deck stehenden Krafträder standen in Flammen, die Feuerleitanlage der "Blücher" viel aus. Auf  400m Entfernung erhielt der Kreuzer 2 Torpedotreffer von einer Torpedobatterie auf Kaholm, worauf beide Maschinen der "Blücher" ausfielen.

Das Schiff warf östlich von Askholmen Anker. Dort, sicher vor den Granaten der Festung, war es denoch nicht möglich die Brände zu löschen. Um 7.23 Uhr kentert die "Blücher" nach einer Explosion.

Die beiden nachfolgenden Schiffe "Lützow" und "Emden" konnten sich dem Feuer der Batterien entziehen und landeteten  ihre Truppen bei Sons-Bukten um die Batterien von Land her einzunehmen. Die Norwegischen Einheiten leisteten noch erbitterten Widerstand, erst am Abend konnten die deutschen Schiffe in Oslo fest machen.

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Untergang des Schweren Kreuzers "Blücher" bei Dröbak.

Das gekenterte Wrack liegt auf 90m Tiefe. 1953 wurden zunächst die Schrauben geborgen, weitere Bergungen geplant.

Die gekenterte Blücher

Hier einige Buchtips zum Thema:

Titel Autor Verlag
Schwerer Kreuzer Blücher Frank Binder, Hans H.Schlünz Ullstein Verlag
Panzerschiff Deutschland/   Schwerer Kreuzer Lützow Hans Georg Prager Heyne Verlag
Die deutschen Kriegsschiffe Band 1 Hans H. Hildebrand, Albert Röhr Hans Otto Steinmetz Mundus Verlag GmbH

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