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Alle Musik wird geboren im Herzen der Menschen, Musik ist die
höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie
Beethoven
 
m.bruno@gmx.at   1120 Wien Anderseng. 23/29/1 
 

 
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Musik Inhalt
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S Santalucia Schönstes Bleamal StBrauch St.Hymne Steirerbua T Still ruht der See W  Wan i durchgeh durchs Tal Wandern Müllerlust Wandergesell Wasserleitungsm. Frau Wirtin  01
ABSCHIED 01 S Heimatland Ade  Letzte Rose 


1.Heitere Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande
2.Beethovens Nacht im Gemeindekotter^
LUDWIG van BEETHOVEN ZEHNTE SYMPHONIE, Zweites Kapitel, (Text zum --> Beethovenweg -->).   Flashmob - Musik Anhäufung (Ode an die Freude)
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Datei | Noten | --> > --> | Gedenkstätte Floridsdorf | Datei | | Missa Solemnis | Missa Solemnis

  Zwei Tage später stand ein hoch bepackter Wagen Wagen vor den Penzinger Gartenhäuschen: Kästen und Stühle waren auf ihn geschichtet, ein hohes Schreibpult und ein Notenschrank; auch das Gehäuse seiner Violine wurde zwischen den festgebundenen Ballen mit Federbetten und Wäsche sichtbar, ein Notenpult dazwischen, neben dem sich ein Waschbecken samt Krug befand; auch mehrere Stöße Hand rastrierten Notenpapiers, worauf ein Paket mit stark zerlesenen Büchern geschichtet war, ein Sack mit Schuhen, ein Metronom, das unverpackt daneben stand, und obenauf als Krönung eine Standuhr oder vielmehr die obere Spitze ihres Gehäuses, das aus der Anhäufung herausragte.
  Schindler, der neben dem Fuhrmann das Aufladen überwachte, wobei der Hausmeister als Möbelpacker Hilfsdienste leistete, besah die gewaltige Antürmung und meinte: „Nun ist es soweit. Man kann die Schnüre anlegen.“
  Der Fuhrmann hob eine Hand voll Seile herauf, die bisher unbeobachtet auf dem Erdboden gelegen waren, nun aber die Last zusammenhalten und auf dem Wagen befestigen sollten. Der Hausmeister begann eines von ihnen in festen Knoten an einen eisernen Ring zu verknüpfen, der in die Bodenplatte des Wagens eingelassen war, als aus dem Hausflur Rufe laut wurden.
  „Schindler!“ Tönte es von dort. „Unglücklicher – Schindler! Habt Ihr wieder die Hälfte vergessen und meinem Homer im Zimmer zurückgelassen!“ Und gleich darauf erschien atemlos und keuchend ein mittelgroßer Mann im Haustor, den Anzug derangiert und befleckt von der Mithilfe beim Möbeltransport, das Eisen graue Haar in die Stirne fallend, mit breitem Jochbogen und flachem Nasenrücken, die buschigen schwarzen Augenbrauen, in der Mitte fast aneinander reichend, die Lippen hart zusammengekniffen und die Augen dunkel und kraftvoll, wie von einem inneren Leuchten erhellt, dabei das Gesicht fleischig und in kräftigen Zügen modelliert, wobei alle Kraft sich in den fest geformten Kinn zu versammeln schien. Dieser Mann war Beethoven.
  Er hielt eine hohe marmorne Büste des Homer in den Armen, deren Ausdehnung fast seinen ganzen Oberkörper entsprach. Sichtlich hatte er er sich abgemüht, das schwere Stück, das in irgend einen Winkel der Wohnung vergessen worden war, herab zu schleppen. Nun reichte er es dem Hausmeister, sorgsam und vorsichtig, bedacht, dass es nicht zu Schaden komme, und auch nach der Überreichung immer noch mit den Augen die Hände des Mannes verfolgend, der die Büste auf dem Möbelwagen zu verstauen bemüht war.

  „Vorsichtig gefasst!“ Rief er dazwischen, „Und nicht auf dem Geigenkasten gestellt! Dass der Marmor nicht den Boden eindrückt! Hier, der Wäscheballen ist das Rechte. Homer mag so ruhig und weich gebettet bleiben!“
Endlich war auch die Büste untergebracht und das Seil um sie und die Ansammlung von Möbeln und Hausrat geschlungen, die bei jedem Umzug mittransportiert sein wollte. Der Hausmeister wurde entlohnt, dann reichte Schindler zum Abschied die Hand, beschrieb nochmals den Weg zum Gutenbrunnschen Schloss und versprach, bei erster Gelegenheit nach Baden zu folgen. Beethovens Miene, vorhin anlässlich des vergessenen Homers bereits bedenklich umwölkt, hatte sich nun, da es ans -- Anfahren ging, beim Gedanken an die Fahrt in den hellen Mai Morgen aufgehellt.
Wollen Euer Gnaden“, sprach ihn der Kutscher an, „gleich auf den Bock aufsitzen?“
  „Fahr zu!“ Rief Beethoven. „Ich komme schon hinterdrein. Der rechte Tag heute, um zu Fuß den Wanderweg entlang zu schreiten.“ Als der Wagen anzog und sich mühsam in Fahrt setzte, gab Schindler seinen Meister verabschiedend die Hand und entfernte sich mit guten Wünschen für die Fahrt.
  Das Möbel beladene Fahrzeug war indessen etwa hundert Meter voraus gerollt, und hutlos ging Beethoven ihm , die Hände auf den Rücken verschränkt und die köstliche Morgenluft mit vollen Lungen einziehend , nach, Lockend öffnet sich das Band des Weges vor ihm; auch hatte sich der Mai nach langem Hinzögern nun doch zum Frühlingswetter entschieden, so dass nur ganz hoch am Himmel ein paar Schäferwolken heraufgezogen waren, sonst aber eine spiegelblanke azurne Fläche sich über das Land wölbte. Über dem Park des Schönbrunner Schlosses sah man, wenn man sich zur Linken wandte, die Gloriette hoch oben auf ihrem Hügel im Sonnenlicht blinken, nach der anderen Seite aber lagen grünende Felder in voller Blüte, zwischendurch vereinzelte Flecken , Bauernhäuser, die sich hie und dort zu einem Dorf kumulierten, dann wieder ein Schloss oder eines jener gepflegten Sommerhäuser, wie sich die Wiener Aristokratie in der Umgebung der kaiserlichen Sommer Residenz Schönbrunn im Lauf der Jahrzehnte hatte aufführen lassen. Ein blinkender Tag wie dieser lud zum Wandern ein, und weder die Aussicht, auf dem niedrigem Kutscher Bock des langsam hin humpelnden Wagens über Land zu fahren , noch diejenige, hinter dem schwerfälligem Gefährt drein zu schreiten vermochte Beethoven sonderlich zu verlocken. Eher schon hätte es ihn gereizt, die Kieferwälder aufzusuchen, die sich dort auf einem kleinen Hügel ausbreiteten, erste Vorboten jener weiteren und tieferen, die von Mauer an den ganzen Abhang des Wienerwaldes bedeckten. Reizvolle Ausblicke mussten sich von dort über das wellige und dem Sommer entgegen blühende Land ergeben. Auch ließe sich auf Wiesen Pfaden sicherlich bequemer und anmutiger einher stapfen als auf der von Ochsen Karren zerschundenen staubigen Landstraße.
  So schritt er zuerst einmal auf den Fuhrmann zu, der bei seinem Anblick bereits zu Seite rücken und seinem Auftraggeber einem Platz auf dem Kutscher Bock freigeben wollte. „Bleib wo du bist!“ rief er hinauf. „Ich habe nicht Lust, auf dem Bock zu sitzen. Fahr nur immer zu nach Baden! Indessen gehe ich meine eigenen Wege. Bis Baden hol' ich euch längst ein!“

  Der Fahrer nickte und fuhr seinen langsamen Trott fort, Beethoven aber fühlte sich von dem schleppenden Gefährt wie von den bedrückenden Wochen in Penzing, wo er zuletzt wie ein Gefangener auf seinem Zimmer gehaust und sich aus Menschenscheu kaum vors Tor bewegt hatte, gleicherweise befreit. Rüstig und behend schritt er dem Kieferhügel zu, erfrischt durch den Anblick dieses vom Frühlingsregen blank gewaschenen Landes, das ihm in reinen Farben und klaren Konturen in diesem Jahr noch nie so recht vor Augen gekommen war, da er bei dem lange währenden Regenwetter sich nur wenig vors Haus gewagt, sondern sich lieber in seine Einsiedelei verkrochen hatte.
Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande“, sagte er im stillen vor sich hin. So wie er es damals in der Pastoral Symphonie dargestellt, so empfand er jedes Jahr aufs neue, sobald sich die Bäume belaubten und die Säfte regten: einen Tag in F – Dur hätte man es nennen mögen, federleicht, blank und froh. Ein solcher Tag hatte einen inneren Klang, so beruhigt und hell bewegt dabei, etwa wie das Streichen der Geigen damals in der Pastorale.
Von dem Kiefern Hügel blickte man weit über das wellige Land, übersah die Landstraße, auf der eben sein Zweigespann dahin kroch mit dem ganzem Hausrat, dem großem Wäscheballen und dem marmornen Homer , dessen gleißende Helle bis hier herauf leuchtete. Die Straße wand sich nach Rodaun hin, man sah die Schroffen des Wienerwald Hanges aus der Ebene aufsteigen , das dunkle Nadelholz dahinter, dann, in blauen und violetten Konturen sich verlierend, Hügel um Hügel mit dem Anninger Umriss ganz hinten.
  In die Kühle der Wälder eintauchen! Der Wagen schlich unbeirrt seinen behäbigen Trott, man konnte ebenso inzwischen auf dem von Nadeln weichen Waldboden hingehen, das blaugrüne Dach der Baumkronen über den Haupt, die kupferroten Stämme um sich, zwischen denen sich, stieg man nur ein wenig empor, tiefe Blicke ins Land tun ließen. „Ta – tara – tam – tam“, das Motiv der Pastorale, wollte ihm an diesem Morgen nicht verlassen. Weit hinter ihm lagen die mächtigen Entladungen, die geballten Tonmassen, die während der letzten Wochen, aus der neunten Symphonie nachklingend, seine Gedanken nie verlassen hatten. Idylle, heiter bewegte, leichte Idylle! Als wogten die grünen Kornfelder im pastoralem Takt – wenn man die Melodie nur ein bisschen streckte streckte, dehnte –, diese Sudelgeiger vermochten ohnehin nie ihren Takt zu halten und nahmen den ersten Satz zerdehnt und völlig aus den Maßen! Aber nun, mit schneller streichendem Wind renkte es das Kornfeld wieder ein, schwankte mit gutem Taktteil nieder, so wie er es haben wollte, Jubilierend schwebten die Lerchen darüber. Wie sie sich im Flug fallen ließen, sich dann oberhalb der Ähren geschickt wieder auffangend und zum Azur hochsteigend! Man müsste ihr Lied hören können, wie damals in der Szene am Bach: Nachtigall, Wachtel, Kuckuck! Hörte er es? Oder war es nur innere Eingebung , Illusion, Spiegeltrick, den er sich vorstellte? Damals – die Szene mit dem Ries –, das war vor seiner Ertaubung gewesen. Mit einem Male stand sie vor ihm; wie er mit seinem Schüler die Fluren durchstrichen und mit offener Seele das sommerliche Bild bunter Wiesen in sich aufgenommen, den Schüler bald auf diesen oder jenen Blick aufmerksam gemacht hatte oder durch ihn hingewiesen worden war , bis Ries aus dem Buschwerk heraus den Ton einer Hirtenflöte wahrnahm und den Lehrer auf die reizvoll einfache Melodie hinwies, und wie er sich bemüht hatte, etwas von dem Geschilderten zu vernehmen, und es nicht imstande war, er, dessen Gehör bis dahin unfehlbar gewesen war! Wie dann Ries den Fehler bemerkte und eingelenkt hatte, aus Höflichkeit behauptend, nun hätte wohl der Hirte zu flöten aufgehört und sei auch für ihn nicht mehr zu vernehmen, während doch auf der Stirn des Schülers die verlegene Lüge geschrieben stand, so dass der Meister sich noch immer voll Anstrengung mühte, etwas von der Flötenmelodie zu erhaschen – vergebens, trotz einer schon eine halbe Stunde währenden angstvollen Spannung, Ein düsterer trüber Tag an dem sie wortkarg und in sich gekehrt heimgegangen waren, nachdem zum ersten mal die grausige Drohung des kommenden Unheils ihren Schaffen voraus geworfen. Wie lange dies zurücklag! An hellen Tagen wie diesem vermochte er selbst auf ahnungsschwere Stunden wie jenen heiter, aus beruhigter Entfernung zurückblicken.

  So eilig schritt er nun aus, dass er überschlug, ob der Umweg über die „breite Föhre“ wohl noch zu schaffen wäre und er dennoch rechtzeitig das Fahrzeug auf der Badener Straße einholen und ins neue Domizil dirigieren könnte. Bisher hat er er den Wagen nicht aus den Augen verloren, sah auch jetzt wieder die beiden Pferde dort drüben fünfhundert Meter weit durch die Weinberge keuchen . Nein, unbesorgt konnte man an einem geschenkten Tag wie diesem die Wälder durchstreifen, bergan und bergab nach Belieben laufen , holte man doch Wagen und Hausstand und feste Ordnung der Dinge gegen Abend immer noch zur rechten Zeit ein, zumal ja dem Kutscher keine Möglichkeit blieb , vom geraden Weg abzuirren.
  Dann also hinter Rodaun über die Steinbrüche und mitten hinein in den grünen Dämmer des Waldungen, den die chromgelben kupferroten und azurnen Reflexe erhellten! Tam – Tat – tam die langsamen Schritte des Bergaufsteigens wurden zu Takten, die sich von selbst mit Musik füllten, langsamen Dreivierteltakten , dem Gesangsthema , das er im Adagio der Neunten angestimmt hatte, mit seinen seufzenden Synkopen, seinem pulsierendem Höherdrängen, seinem verhalten – innigen und dabei so unruhigen Gesang. Nein! Aufstampfend blieb er stehen. Nicht diese Töne! Hatte er sie nicht schon ebendort verworfen, die ungenügenden, das Empfinden nicht wirklich Ausschöpfenden? Nicht diese Töne! Er hielt die Hand an einem Föhrenstamm und blickte unwirsch in deas weite, freundliche Gebirgstal da unten, ohne jedoch seine heitere, freundliche Helle, die ihn eben noch entzückt hatte , mit dem innerem Sinn empfinden zu können.
  Würde das Ungeheure, das Lastende, das er mit dieser letzten Symphonie aufgewühlt, ihn nie mehr verlassen? Hatte er vergeblich gehofft? Würden die über gewaltigen Tonmassen, diese bedrohlichen, gefährlichen, mit denen er nun durch Jahre gerungen, immerzu mit ihrer zyklopischen Schwere auf sein Gemüt drücken? Hatte er vergeblich gehofft, die übermenschlichen Lasten sich von der Seele zu wälzen, indem er sie in Noten umgoss, sie aus sich herausstellte, aus seinem bedrohten und gefährdeten Inneren heraus sang? Trügerische Hoffnung, davon befreit zu sein, hatte ihn an jenen Tag überkommen, da er den letzten Taktstrich hinter den Schluss der Symphonie gesetzt hatte; befreiendes Gefühl, sich etwas Schwerlastendes von der Seele gesungen zu haben. Hatte es ihn nicht schwere Mühe gekostet, zu dem Freudengesang Schillers sich hindurch zu ringen, und war nicht diese Freude selbst etwas schwer Erkämpftes, aus Zerklüftung Geborenes, aus ungefügen, riesigen Felsblöcken zurecht Gehauenes? Die Wochen, da er das Werk mit dem Orchester, später dann mit dem Chor einstudiert hatte – wie eine Last hatte er sie getragen, voran gepeitscht von der Hoffnung, mit dem Tage der Aufführung die dämonischen Gewalten für immer gebannt und aus dem Bereich der eigenen Seele ausgeschlossen zu haben. Nun aber ließen sie nicht ab von ihm, und wenn er sich schon an einem schwerelosen Mai Morgen wie diesen ihnen nach langer winterlicher Gefangenschaft entronnen glaubte, holten sie ihn wieder unversehens wieder ein.

  Die nunmehr so unerwünschte Melodie aus dem Geiste bannend, schritt er weiter, suchte die leicht beschwingte andere, die ihn vorher beschäftigt hatte, die Anfangstakte der pastoralen Symphonie, wieder vor sein inneres Ohr zu rücken. Nun sangen sie wieder, die seidenweichen Geigen – heitere Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande, ungetrübtes Glück des Augenblicks ohne bedrohliche Dämonen, die hinter jeder Wegbiegung hervorlugten.
  Sangen sie? Oder schien nicht jetzt ihr unbeschwertes Lächeln wie eine Grimasse, einstudiert und zu gewolltem Zweck hervorgezaubert? Alle frohe Harmlosigkeit war aus der Melodie gewichen, der Duft blühender Wiesen, das Rieseln freundlicher Bäche – jetzt waren es nur mehr unbeholfene Geigen, die mit Ungelenkigkeit einer schülerhaften Produktion ihr Thema herunter strichen, ein Thema, aus dem das Belebende gewichen war, der Götterfunke.
  Schon wieder dieses Wort! Der Götterfunke brachte ihn zurück zu dem Gesang, den er eben in Gedanken fliehen wollte: Freude schöner Götterfunken – Schiller hatte sie gekannt, die Tochter aus Elysium, hatte sie mit lächelnder Helle in Worte und Rhythmus eingefangen, wo er sich ringend mit ihr hatte auseinandersetzen, sie zum Gesang zwingen müssen. Nein, auch hinter seinem Freuden Hymnus hätte er jetzt am liebsten die Worte gesetzt: O Freude, nicht diese Töne! Das große Freudenlied , dem er zugestrebt hatte, nicht erst diese letzten paar Jahre, nein, im Grunde ein ganzes Leben lang, dieses Freudenlied hatte er nicht singen können, das stand ihm jetzt deutlicher vor Augen, als er es während der mühevollen Arbeit an Skizze und Partitur hatte erkennen können. Da war ihm ein Zugang versperrt, ihm, der seinen Gesang nur aus Nacht und Qual hatte gebären können, der hätte zurückweisen müssen, wo er sich unter die Mitmenschen hätte mischen mögen, den sein Leiden aus der Gemeinschaft der Fröhlichen ausschloss, so dass er früh sich abzusondern gezwungen war, verhalten, sein Leben einsam zu verbringen. Wie sollte einer, den sein schlechtes Gehör gezwungen hatte, wie ein Verbannter zu leben, den rechten Ton finden zum Gesang an die Freude, deren Heiligtum die Menschen wonnetrunken betraten?

  Der Hügel war erklommen, keuchend hielt er im Gehen inne und blickte in das Tal, das heiter lächelnd unter ihm in der Maisonne lag. Der Mittag war heraufgestiegen und ließ alle Farben kräftiger, alle Schatten kürzer und härter hervortreten. Beselingender Blick ins Weite, wi8e er ihn oft ausgekostet und sich nie daran satt gesehen hatte! Nun er ihn wieder vor sich sah und mit glücklichem Lächeln in sich hinein trank, überkam ihm mit einem mal ein so unverhofftes Kraftgefühl, dass ein Abglanz davon sich auf seinen Zügen spiegelte, sie aufhellend und verklärend. In diesem Augenblick schien es ihm, als würde er ihn am Ende doch noch einmal in seinem Leben frei und ungetrübt singen können: den Gesang an die Freude.
  Wie er nun in seligen Aufatmen das Land unter sich in mittäglicher Sonne glänzen sah, kamen ihm die Faust – Verse in den Sinn: „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche...“ Überhaupt war dies so recht ein Tag, sich den Osterspaziergang des Doktor Faust vor Augen zu halten, ja es schien ihm, als sei nun gar keine Schwierigkeit mehr, ihn in Musik zu setzen. Waren es jetzt zwei oder drei Jahre her, dass man ihm von Leipzig her den Vorschlag gemacht hatte, den „Faust“ zu komponieren? Ein Einfall, der ihn aufs erste entzückt und dem er nur mit großer Mühe widerstanden hatte. Damals hatte er die Neunte unter der Feder gehabt und in seinem Inneren die Hoffnung, nun werde es ihm möglich sein, den Freuden Hymnus zu singen. So hatte er den lockenden Plan zurückgestellt. Ob er nun wieder nach dem Goethe griff, der ihn zu so vielen Zeiten seines Lebens und unter so vielerlei Gestalten dermaßen verzaubert hatte? „Zum Augenblicke dürft' ich sagen: Verweile doch, du bist so schön! Es kann die Spur von meinen Erdetagen nicht in Äonen untergeh'n“ – war das nicht eine gewaltige Siegessymphonie, derjenigen des siegreichen Egmont nicht unähnlich? Und hatte da nicht Goethe, als er im tätigen Leben einen glücklichen Ausgang gefunden, auf seine Art und mit besserem Gelingen den Freuden Hymnus an das Leben gesungen? War dies der Ausweg: mit Doktor Faust durch Höhen und Tiefen zu fliegen, Verzweiflung und Seligkeit in musikalische Substanz zu verwandeln, um mit seinem Ende alle Himmel in einem gewaltigen Chorus einstimmen zu lassen, mit der in Spährenhöhen erhobenen Mater glorosia, die ihn erlöste, dem ewig – Weiblichen, das ihn hananzog und den orphisch aufbrausenden Engelsgesängen, einem ungeheuren Dom vielzünglicher Stimmen, das gewaltige Aufrauschen der Neunten weit hinter sich lassend? Er vermochte es sich nun genau vorzustellen, und dieselbe Begeisterung überkam ihn wie damals, als ein gewisser Rochlitz ihm den Leipziger Vorschlag überbrachte, den er dann nur unter Hinweis auf laufende Arbeiten zurückgewiesen hatte.

  Osterspaziergang – klang da nicht ein Echo der Pastoral Symphonie hinein? Ließ sich nicht ein Thema finden, das frisch auf grünte wie die belebte Natur, eines, das ihm nicht mehr die Fratze von etwas längst Abgetanem wies, wie es ihm vor einer halben Stunde erst mit dem Thema jener Symphonie ergangen war? „Vom Eise befreit...“ das musste aus Basstiefen aufsteigen, die rauhe Umarmung des Winters hinter sich lassen, ehe es sich unter dem holdem, belebenden Blick eröffnete, auftaute, zu blühen anhob in einer seligen Melodie. Klang sie nicht schon in ihm auf? F – Dur, sanftes, wiegendes F – Dur, wie damals in der Pastoral Symphonie! Und diesmal in gelöstem, hold hin schaukelndem, selig sich wiegenden Sechsachteltakt – da war es, nicht zu rasch, Allegro ma non troppo, damit nicht wieder diese Dummköpfe von Kapellmeistern ein Höllentempo einschlugen, als gäbe es, einen Eselsgalopp anzustimmen, nein, besser man schrieb: Non troppo allegro: Da war das Thema, ein wenig vielgestaltiger noch, zu reich und verwirrt, man würde es vereinfachen müssen, Gesang müsste es werden, auch wenn es die Violinen als erste anstimmen. Weniger Zierrat, mehr Singen! Nun mochte es gehen. Er war stehen geblieben, mit der Hand vor sich hin taktierend und die Melodie brummend, die in seinem Inneren klang, unwirsch den Kopf schüttelnd zu seinem eigenen Einfall, den er noch einfacher, noch einprägsamer zu formen wünschte, immer wieder verwarf, um ihn anders zu fassen, bis dann auf einmal ein befreites Lächeln auf seine Züge trat. Ob es so ginge? Hastig riss er ein Heft aus seiner Brusttasche. Waren die Blätter rastriert? Nein, er musste selbst in Eile fünf Linien ziehen, um seinen Einfall festzuhalten. So ging es – so war es prägnant und mit sicherer Hand geformt, vermochte jeden Zierrat zu entbehren, hatte Atem und seligen Schwung. „Durch des Frühlings holden belebenden Blick“, notierte er darunter. Dann klappte er das Heft zu und streckte es weg.

  Flinker und behender als vorhin schritt er nun aus und kam auf dem eben hin laufenden Höhenweg rasch voran. Ein altes Weib, das Holz sammelnd im Gehölz umtrieb, wich scheu aus, als es den brummenden und mit den Händen gestikulierenden Grau Kopf durch den Wald hetzen sah. Er selbst gewahrte es eben sowenig, wie er nun für die reizvollen Wald Durchblicke dieser Gegend ein Auge hatte. Das notierte Thema arbeite in ihm weiter, verschränkte sich nit seinen eigenen Umbildungen und Verkürzungen, durchlief die Geigen, Bratschen und Bässe modulierte im Horn Quartett weiter und verwandelte sich in einen Flöten Abgesang, den er, abermals in seinem Lauf innehaltend, in das zerknitterte Heft einschrieb.
  Und dann war mit einem mal eine andere Weise da: „Mit Euch, Herr Doktor, zu spazieren, ist ehrenvoll und ein Gewinn.“ Schindler fiel ihm ein, der ihn nach Wagners Art oft auf dem Spaziergang zu begleiten pflegte. Der Unglücks Schindler, er war derselbe Philister wie jener Famulus des Doktor Faust! Und mit einer ähnlichen, ein wenig gepressten Tenor Stimme müsste wohl ein Sänger diese Musik wiedergeben. Ob man derlei aus diesen Kehlkopf Akrobaten, Bel-Canto-Kastraten und Schönsingern hervorlocken könnte? Schwerlich! Was hatte der Fidelio allein für Mühe gemacht, und mit welchen Unbehagen dachte er daran, unter wie vielen Schwierigkeiten sich das Konzept, das ihn vorschwebt, in eine stupide Wirklichkeit theatralischer Routiniers hatte umsetzen lassen! Nein er dachte jetzt besser nicht daran, dass einmal ein wirklicher Sänger den Wagner oder den Faust auf dem Theater würde vorstellen müssen. Er hörte sie lieber in seinem eigenen Ohr, mit dem er von außen her so wenig, von innen her aber alles mit einer leuchtenden und vollendeten Schönheit zu hören vermochte, und da hatte der Wagner die Stimme Schindlers, und die Worte verwandelten sich, wenn man sie nur recht im Versmaß Goethes skandierte, von selbst in Musik.

  War nicht das Wort der Zauberstab, unter dessen Berührung alle Tore der Musik aufsprangen? Immer hatte er es so gehalten, und nun, Goethes Text mit lebhaften Gebärden und scharfen Niederschlagen der Arme vor sich hin sprechend, das Versmaß bis zur Überschärfe ausprägend, erschloss sich gleichsam von selbst die Weise, die das Wort verlangte, die eine einzige Melodie, die im Text enthalten war, in seinen Sätzen verborgen, die man gar nicht hinzu komponieren, sondern bloß aus ihnen herauslesen, heraushören brauchte, und schon stand sie da: klar und selbstverständlich, als könnten sich keine anderen Töne zu diesen Text zusammenfügen, weil sie ja in ihm enthalten waren für jeden, der sich tief genug ins Wort zu senken vermochte, um die ihm eingeschriebene Melodie zu vernehmen. Mit solchen Zauberstab schritt man sicher im musikalischen Bereich, und oft genug er in Sonaten oder Quartetten oder auch in seinen Symphonien Themen niedergeschrieben, deren innerer Sinn sich nur dem erschloss, der wusste, dass ein Wort, ein Satz, ein Ausruf dem Thema zugrunde lag. Sprach man diese Worte mit der rechten Versenkung vor sich hin , so bestimmten sie mit unübertrefflicher Genauigkeit Charakter und Zeitmaß der Musik. Freilich: Wem von den Taktstock Scharlatanen hätte man derlei anvertrauen können? Man wäre missverständlich, vielleicht gar lächerlich geworden und hätte am Ende nur jedem Missbrauch das Tor geöffnet. Deshalb verschloss man besser ein solches Geheimnis in sich und behielt nur für sich selbst das geheim gehaltene Zauberwort als Schlüssel zu Musik.

  Im Weiterschreiten entfaltete sich Fausts Gespräch mit Wagner, entfalteten sich die Themen, die er notiert und in mannigfachen Abwandlungen durchgeführt hatte. Nur einen Extrakt jenes Ganzen, das ihm vorschwebte, vorklang, brachte er zu Papier, den er wusste zu gut: oft und oft würde er die Osterszene vor sich hin singen, anders abwandeln, anders durchführen müssen, ehe sie Kern und Gehalt hatte und jenes innere Maß an Fertigsein, dass er benötigte, bevor er an ausführliche Niederschrift denken durfte. Genug, dass der Gedanke Fuß gefasst hatte, Abzweigungen aus sich entließ, sich formte und modelte und in seinen Geist festsaß.
  Dort unten lag Mödling. Alte Sommer tauchten vor seiner Erinnerung auf – die Tage, in denen er das Credo geschrieben zu der großem Messe, wo er die Sonate für das Hammerklavier heranreifen gesehen hatte, zwischen den Felsen der göttlichen Brühl herum gestreift war. Da lagen sie, diese Felsen, und wenn man die Hänge herab kroch, auf denen man bisher gewandert war, fand man sich plötzlich inmitten einer bizarren Steinlandschaft, musste auf Kalkgraten vorsichtig den Fuß auf schmale Vorsprünge setzen, indes man sich mit der Hand an kleinen Föhren Stämmen festhielt, die in dem schmalen Erdenreich mitten im Gestein wie durch ein Wunder Platz und halt gefunden hatten. Eng traten hier die Abhänge der das Tal umschließenden Berge aneinander, einen schmalen Durchgang nur freilassend, in dem sich der Weg nach Mödling hindurchwand. Das verwitterte Gemäuer der Ruine grüßte von ferne her, und Beethoven wäre gerne den oft beschrittenen Aufstieg zur Burg gefolgt, doch zog es ihn nun nach der anderen Seite, talwärts der Stadt zu, denn mit einen mal war ihm zu seinem Schrecken das völlig vergessene Fuhrwerk eingefallen. Ob nun der Transport bereits Mödling erreicht hatte oder schon darüber hinaus gelangt war? Die Straße, die einzuhalten das Fahrzeug gezwungen war, hatte während Beethovens Höhenwanderung in der Ebene unten die Hügel begleitet, die er erstiegen, doch war er längst vom Wege abgeirrt und hatte auch im Fluge der Gedanken dem Möbelwagen keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt. Es blieb ihm also nichts, als in der Stadt auf gut Glück zu fragen, ob man ein vierspänniges Gefährt mit Möbeln hier durchfahren gesehen habe. Doch wollte sich niemand daran erinnern; manche behaupteten, sie hätten ein solches Fahr zeug gesehen, ohne weiters darauf geachtet zu haben. Andere wieder sagten, nichts dergleichen wäre ihnen aufgefallen, so dass der Fragende am Ende so wenig wusste wie vorher. Unter solchen Umständen hatte er keine andere Wahl, als sich auf die Klugheit des Kutschers zu verlassen, der den Weg nach Baden auch ohne ihn finden und den er sicherlich dort erreichen würde, zumal er rüstiger auszuschreiten vermochte, als die das schwere Fahrzeug ziehenden Pferde.

  So kam er an der spitzbogigen alten Pfarrkirche vorbei, brachte bald die ebenerdigen Bauernhäuser hinter sich, die an der Peripherie Mödlings lagen, und fand sich wieder auf dem Weg, der den Anninger entlang führte. Es war nun recht heiß geworden, und wenn man nach Osten über die Ebene hinsah, tanzte die Luft über den Feldern. Schmetterlinge, Biene und allerlei Käfer schwirrten über dem Klee, und in weiter, vom Nebel umsäumter Ferne konnte man die Berge Ungarns unterscheiden. Auf die Dauer aber wurde es Beethoven zu mühsam, dem Weg zu folgen, so dass er sich abermals zur Rechten wandte, um auf irgendwelchen, zufällig sich bietenden Fußsteigen den Abfall des Wienerwaldes zu erreichen und inmitten grünender Wälder seinem Ziele zuzustreben.

  Jetzt erst, da er Mödling und die Ortschaften unten in der Ebene hinter sich gelassen hatte , fiel ihm ein, dass er seit dem frühen Morgen nichts zu sich genommen hatte. Nun meldete sich mit einenmal der Hunger, und er musste ein gutes Stück die weglosen Hänge entlanglaufen, immer querfeldein und abseits der bezeichneten Wege, wie es seine Gewohnheit war, bis er endlich einen im Wald gelegenen Bauernhof erspähte, in dem er sich für ein paar Kreuzer Speck und Eierspeise kommen ließ. Auch sprach er mit großem Vergnügen dem Wein zu, der wohl nicht weit von hier an den sonnigen Abhängen gewachsen war, denn man befand sich in der durch Weinbau gesegneten Gegend von Gumpoldskirchen. Die Bäuerin hatte ihm das Essen auf seinem Wunsch vor das Haus gebracht. Wo er, an einem Tisch sitzend, das improvisierte Mahl einnahm, eine kurze Waldlichtung vor sich, hinter der sich wieder die Buchen- und Birkenkronen erhoben, in denen es hell aufleuchtete und die Sonnenstrahlen wie Blitze durch's Blattwerk brachen.
  Von dem Mahle erfrischt und vom Weine animiert, setzte er seinen Weg fort, gelangte in Gegenden, die er nie zuvor aufgesucht hatte und in denen er sich nur nach dem ungefähren Sonnenstand und dem Ausblick auf die Tiefebene zu seiner Linken orientieren konnte. Wieder tauchten, je mehr er menschliche Siedlungen hinter sich ließ, musikalische Gedanken in ihm auf. Die Themen von vorhin, einmal in ihm angeschlagen, hörten nicht zu arbeiten auf, verbanden sich aufs neue zu Kombinationen verkürzten ihre Gestalt und erschienen in einem gedachten Orchester in den seltsamsten Abwandlungen. Wie schade, dass ihm der Text des Osterspazierganges nur unvollkommen geläufig war! Er hatte nun eine ganze Szene nach und nach hinzuschreiben mögen, hielt auch tatsächlich immer wieder, um neu aufblitzende Entwicklungen im Skizzenbuch festzuhalten. Gleich Morgen, sobald er sich in Baden eingerichtet haben würde, nein, besser heute Nacht noch, würde er an Schindler schreiben, damit in dieser ein Exemplar des „Faust“ schicke. Manches Stück daraus ließe sich am besten gleich ausführen, ehe man noch mit einem Theaterbearbeiter und Opernlibrettisten Rücksprache pflegen würde. Die Sonne sank schon hinter den Bergen hinab, und in den Wäldern begann es kühl zu werden, als Beethoven immer noch nach seinem Gutdünken das Gehölz durchstrich, nur einer ungefähren Ahnung folgend, welche Richtung er einhalten müsste, um Baden zu erreichen. Wenn er nun auf eine Lichtung trat, so lag zur Linken das ganze weite Tiefland blutigrot übergossen, während die Berge, auf denen er sich bewegte, lange Schatten über das Land warfen. Weit hinten, gegen das Ungarische zu, stiegen violette Streifen und graue Dünste auf. Ganz vorne aber lief das weiße Band der Landstraße zwischen Weindörfern hin, und irgendwo auf dieser Route musste wohl auch das Fahrzeug mit seinen Möbeln dahin rollen. Weiß Gott, es war Zeit, nun doch irgendwie die Landstraße zu gewinnen und zu sehen, wie man nach Baden kam!

  So sprang er also durch das Gestrüpp des Hanges hinab, blieb zuweilen mit dem Gehrock an Brombeerhecken hängen oder verfing sich mit den Beinen im Gestrüpp. Es zeigte sich, dass es eine gute Weile brauchte, bis man das Tal erreichte. Aber auch dort wurde ihm auf sein Fragen bedeutet, dass er bis Baden noch ein beträchtliches Stück zu marschieren hätte. Nun hielt er sich freilich an die Landstraße und vermied Abweichungen, auch wenn sie noch so sehr locken mochten nach den langen Wochen und Monaten der Abgeschlossenheit in seinen engen Arbeitszimmer in Wien oder Penzig. Auch begann sich jetzt die Erschöpfung in seinen des Gehens noch ungewohnten Muskeln fühlbar zu machen, Er wäre nun doch recht froh gewesen, seinen Wagen zu erspähen und an der Seite eines Schnaps duftenden Kutschers auf hohem Bock in Baden einzufahren. Doch war nirgends auch nur das geringste davon zu bemerken, und so schritt er also unverdrossen die Landstraße entlang.

  Der Faust! Ob er ihn je zu Papier bringen würde? Nach den glücklichen Schaffensrausch, der ihn vorhin überkommen, begann er mit einmal an der eigenen Schöpfungskraft zu zweifeln. Die Neunte und die Missa waren gewaltige Kraftproben gewesen, und immer noch zitterte die Erregung dieses Ringens in ihm nach. Durfte er sich schon für fähig halten, neuerlich solche immense Aufgaben auf sich zu laden? Würde er die Probe bestehen um ein so ungeheures Vorhaben zu gedeihlichem Ende führen können? Tiefe Mutlosigkeit überkam ihm mit einen mal. Er hatte an diesem Morgen den Hymnus an die Freude verworfen und sich zugetraut, mit einer „Faust“ - Oper den wahren, den wirklichen Freuden Hymnus singen zu können. Nun aber ahnte er plötzlich mit erschreckender Klarheit: er würde dieses Werk nie vollenden. Seit diesen beiden überdimensionalen Kompositionen, die seine letzten Jahre ausgefüllt hatten, wusste er, welche gewaltige Anstrengung ein solcher Plan auf ihn laden würde. Und er fühlte in sich nicht den Mut, damit zu beginnen. Würde er einmal vor der neuen Aufgabe stehen, sie niederzuschreiben, dann ginge es wohl an, dann war das Schlimmste überwunden und er würde die Begegnung mit dem Dämon nicht scheuen. Aber der erste Augenblick zählte: der Entschluss, sich ihm zu stellen und den ungeheuren Auftrag anzunehmen . Wenn irgendwo, fühlte er es hier, dass er nicht mehr jung war, sich nicht mehr leicht solchen Belastungen unterzog. Auch bedurfte es nunmehr langen Sinnens, ehe der erste Gedanke auf's Papier wollte. Der Anfang war es , vor dem ihm graute. Ihm fühlte er sich nicht gewachsen, und ihm begann er auszuweichen. Mag sein, dass der morgige Tag anders darüber denken lassen würde. Heute war er kleinmütig und vermochte nicht mehr zu glauben, dass das Feuer, das ihn an diesen Tag während seiner Wanderung durch den frühlingshaften Wald erfüllt hatte, anhalten und dass es ihm gelingen würde, in seiner Glut das Eisen zu schmieden. Müde fühlte er sich und ausgebrannt.

  Nun war die Nacht über das Land gesunken, und immer noch hatte er, wie man ihm unterwegs versicherte, eine gute Stunde Fußmarsch bis Baden zurückzulegen. Weiß Gott, wo der Wagen blieb! Sicherlich saß der Kutscher in irgendeiner Schenke unterwegs und ließ sich Zeit, während er sich hier die Augen nach ihm ausblickte. Missmutig und erschöpft langte Beethoven in der Stadt an, als bereits allerorten die Lichter brannten, Ölfunzeln an den Straßenecken, in deren Schein die niedrigen, zumeist gelb gestrichenen Häuser mit den großen Torbogen ungemein friedlich und still aussahen. Auf Befragen erklärte man Beethoven, dass er so ziemlich die ganze Stadt zu durchqueren habe, ehe er Schloss Gutenbrunn erreichen würde. So schickte er sich an, auch noch dieses letzte Wegstück zurückzulegen.
  Auf dem Rathausplatz fand er eine Menschenansammlung vor. Ein Zirkel von Neugierigen hatte sich gebildet, dessen Kern vom Gehsteig aus schwer zu erkennen war. Trotz seiner Ermattung wollte Beethoven wissen, was der Grund des Auflaufes war und trat auf die Gruppe zu. Es waren meist Jungen, die sich hier zusammendrängten, einander kichernd anstießen oder von den wenigen Erwachsenen zur Ordnung gewiesen wurden. Und sobald Beethoven durch das Menschenknäuel hindurch nach vorne gelangt war, erkannte er den Gegenstand der Neugierde: eine marmorne Homer Büste, die ihn über die Köpfe der Umstehenden ansah!
  Schon hatte er sich, die Ellbogen kräftig gebrauchend, durch den Korridor der Gaffer hindurch einen Weg gebahnt und erkannte nun erst genau den Grund dieser öffentlichen Belustigung: da stand inmitten des Badener Rathausplatzes ein wildes Durcheinander seiner Möbel und seines Besitzes; der Wäscheballen, der Geigenkasten, die Notenschränke, der Wasserkrug und all das andere, die Büste noch immer obenauf.

  „Will mir vielleicht jemand sagen“, fragte er, „was diese Veranstaltung bedeuten soll?“
  Diejenigen unter den Buben, die über eine feine Witterung verfügten, erkannten sofort, dass nun der Spaß vorbei sei und das ernste Ende nachkäme, so dass sie sich auf der Stelle aus dem Spalier lösten und verschwanden. Einer der Handwerker aber, der aus seinem Laden hierher geeilt war, um sich diese Kalamität zu besehen, wandte sich an Beethoven: „Wenn Ihr vielleicht der Eigentümer von dem allem seid, bester Herr, so muss ich Euch sagen, dass Ihr einen sehr liederlichen Fuhrknecht gewählt habt. Vor zwei Stunden etwa ist er vierspännig hier angefahren und hat erklärt, er würde seinen Herrn, einen Musiker aus Wien, erwarten. Dann stellte sich heraus, dass er gar nicht wusste, in welches Haus er das Möbelar führen sollte, ja dass der Name Baden ihm als einziges bekannt war. So hat er eine Zeitlang hier gewartet, ist dann immer ungeduldiger geworden und hat erklärt, nun sei es aber für ihn höchste Zeit zurückzufahren, wenn er heute Nacht noch in seinen eigenen Bett schlafen wolle. Da Ihr nun zumal vermutlich unvorsichtig genug waret, den leichtsinnigen Burschen im Vorhinein zu bezahlen, begann er also, den ganzen Inhalt seines Wagens hier auf dem Rathausplatz abzuladen, wobei er sagte, dass ja sein Herr sicherlich hier im Mittelpunkt der Stadt vorbeikommen oder ihn vielmehr zu allererst hier suchen würde. Nachdem der dies getan, bestieg er seinen Bock und fuhr in der Richtung, aus der er gekommen, wieder davon.“

  Beethovens Gesicht war während der Rede des Mannes zuerst wütend gewesen, und die umher stehenden Jungen hatten einen Zornes Ausbruch des beängstigenden fremden Mannes in jeden Augenblick erwartet. Später hatte er aber mit Kopf schüttelten Staunen den Bericht verfolgt, und als dieser beendet war, brach der Besitzer des auf dem Rathausplatzes deponierten Möbelars in ein gewaltiges Gelächter aus. Angstvoll und scheu trat man zur Seite, denn man dachte nichts weniger, als dass man es mit einen wahnsinnigen zu tun habe,
-- „Das wäre also“, begann der Lachende, „am Ende doch alles nach Baden gelangt, wenn auch anders, als ich es heute Morgen gedacht hatte, als ich den Schurken seinen Fuhrlohn auf die Hand zahlte. Und nun, da wir es im Sonnenschein versäumt haben, werden wir wohl die Möbel bei Mondschein nach dem Schloss Gutenbrunn schaffen müssen.“
-- „Nach dem Schloss Gutenbrunn gar? Ihr domiziliert dort?“ fragte einer der Umstehenden.
-- „Gewiss, und ich wäre dankbar, wenn mir jemand eine Art Handwagen oder karren verschaffen könnte, damit wir wenigsten nach und nach meine Habseligkeiten dorthin schaffen.“
-- Einen Handwagen besitzt er wohl, erklärte der Handwerker, der voher vorhin Beethoven das Vorgefallene berichtet hatte. Aber da müssten die Jungen allesamt wie sie da stünden ordentlich anpacken, damit die Übersiedlung von der Stelle ginge. Beethoven sagte ihm, er möge nur seinen karren herbeischaffen für da Übrige werde er schon selbst sorgen. Damit begann er, einige Geldstücke hervorzuziehen, und fragte die Burschen, wer von ihnen eines verdienen wollte. Auf diese Weise hatte er bald eine Schar von Hilfswilligen beisammen, und als der karren gebracht wurde, hatte er keine Schwierigkeit mehr, erst einmal die schwersten Stücke aufzuladen und nach dem Schlosse zu transportieren. Beethoven selbst blieb auf dem größeren, noch auf der Straße liegenden Rest seines Besitzes stehen und wartete die Rückkunft des leeren Fahrzeuges ab.

  Mit diesem erschien nunmehr auch Herr Tobias Klöpfl, der den Meister überschwänglich begrüßte und in äußerst abfälligen Worten das benehmen des Fuhrmannes verurteilte, der sich auf so nachlässige Weise seiner Aufgabe entledigt hatte. Doch gereichte es ihm immerhin zu einiger Beruhigung, dass Beethoven sein Missgeschick von der heiteren Seite nahm und lachend den Notenpult und die Sanduhr auf den Handkarren lud, die Homer Büste aber der besonderen Sorgfalt Herrn Klöpfls anvertraute. Mit dem zweiten Transport ging nun auch Beethoven in sein neues Heim zu und ließ nur mehr den Besitzer des Karrens als Wache beim Rest seiner Möbel zurück. Bis Mitternacht war die ganze Einrichtung in Schloss Gutenbrunn eingelangt und im Lichte des Mondes ausgeladen. Nachdem er noch Klöpfls Versicherung empfangen, in Hinkunft werde sich niemand mehr einen solchen Bubenstreich mit dem großem Compositeur leisten dürfen, sank er müde auf's Lager.......
„Zehnte Symphonie“ Otto F. Beer Auszug: Seite 41 - 62 278 Textseiten Büchergilde Gutenberg Wien 1962

2.Beethovens Nacht im Gemeindekotter 1. Heitere Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande^
LUDWIG van BEETHOVEN ZEHNTE SYMPHONIE, Fünftes Kapitel, (Text zum --> Beethovenweg -->).

 Auch wurden nun seine Wanderungen in der Umgebung wieder aufgenommen und abends in Freund Trinkolus Gesellschaft der rote Vöslauer, wenn auch in vorsichtig dosiertem Maß, weiterhin ausprobiert. Auch streifte er dann, gegen sich selbst wütend, durch die Fluren, ging ohne festen Plan querfeldein, Hügel und Täler durch wegloses Gehölz hindurch überquerend und sich nicht selten unversehens in Gegenden vorfindend, die er nie zuvor gesehen und von denen er nur unter Schwierigkeiten den Rückweg nach Baden antreten konnte. Dabei versäumte er nicht selten seine Mahlzeiten, aß in irgend welchen Landgasthöfen die Speisen, die gerade erreichbar und die für seinen Gesundheitszustand nicht eben die bekömmlichsten waren, oder sprach auch ebendort dem Landwein zu, der ihm Aufheiterung seiner düsteren Laune brachte, so dass er ihn nunmehr mit einiger Regelmäßigkeit zu trinken pflegte. An derlei Eskapaden hatte man sich im Klöpflischen Hausse nach und nach gewöhnt, zumal Holz den anfänglich besorgten Verwalter darüber unterrichtete, dass auch früher Beethoven nur schwer sich an eine feste Einteilung zu halten vermocht hatte und in Wien ein solches Verschwinden, selbst die Nacht über, nichts Ungewöhnliches war.
  Mit einem abgetragenen, wetterfesten Rock bekleidet und ohne einen Hut mitzunehmen, streifte er an einem dieser einsamen Wandertage südwärts, nach seiner Gewohnheit durch dorniges Gestrüpp und über felsige Anhöhen kletternd. Er hatte sich gerade daran gewöhnt, dass er auf solchen Sparziergängen nur selten das Skizzenbuch hervorzuziehen brauchte, dann alle Pläne, die er verwirklichen wollte, begannen ihm mehr und mehr fremd zu werden, höchstens dass er, wenn er irgendwo ländliche Musikanten zum Tanz aufspielen hörte, ihnen interessiert zu horchte, das Ohr ganz nahe der Blechkapelle zuwendend. Und hinterher Ländler Melodien notierte, wie er sie sich ausdachte, in breiten Rhythmus hinstampfend und in der Manier der schlechten Wirtshaus Musikanten karikierend. Er gelangte auf solchen Wegen aus den Bergen des Wienerwaldes nach und nach in die Tiefebene, die sich von Baden dem Ungarischen hin zuwandte. Den Neustädter Kanal, auf den er bisher noch nie gestoßen war, erreichend, nahm der von der Hitze des Sommertages Erschöpfte etwas von dem kühlen Landwein zu sich und folgte dann aufs Geratewohl dem Gewässer, die Richtung auf das Badener Heim völlig verfehlend und zwischen Äckern und Wiesen weiterhin südlichen Kurs nehmend. Auch als der Abend ins Land brach, dachte er noch nicht daran, den Rückweg zu erfragen, fühlte sich vielmehr leicht und animiert, fand auch seine Freude daran, in die bisher noch nie betretenen Dörfer seine Entdeckungsfahrt fortzusetzen.
  Sobald sich einige Erschöpfung bei ihm einstellte, ließ er in einem Dorfwirtshaus etwas geselchten Speck und Schwarzbrot kommen, wozu er neuerdings dem Wein zusprach, der hier recht sauer und fühlbar ohne Pflege aufgewachsen war. Dann strich er mit anbrechender Nacht, ohne sich um ein Ziel zu kümmern, weiter. Mit verschwitzter Stirn und den Rock vom durchstreifen der Wälder abgerissen, beobachtete man ihn gegen zehn Uhr abends in einen ihm unbekannten Ort, wo der staubbedeckte und erschöpfte Beethoven dadurch die Aufmerksamkeit auf sich zog, dass er, von den erleuchteten Fenstern angezogen, da und dort forschende Blicke ins Innere der Häuser tat. Er machte in seinem defekten Aufzug durchaus den Eindruck eines Landstreichers, was einigen Dorfbewohnern auffiel, die ihn argwöhnisch betrachteten, später aber den Landgendarmen auf das verdächtige Gehaben des alten Mannes aufmerksam machten.
  Dieser nun vermutete in ihm einen Vagabunden, hielt ihn unwirsch an und fragte was er hier treibe. Da eine Verständigung mit dem schwerhörigen Wanderer mit großen Schwierigkeiten verbunden war und der Gendarm seiner Sache sicher zu sein glaubte, endete die Unterhaltung damit, dass der vergeblich sich Sträubende festgenommen und zur Ortsgendarmerie gebracht wurde. Seine empört vorgebrachte Behauptung, dass er der Komponist Ludwig van Beethoven aus Wien sei, fand bei den Gendarmen nur höhnisches Gelächter, und das Verhör endete damit, dass man ihn für die kommende Nacht in den Arrest steckte, wogegen er sich vergeblich zu wehren versuchte.
  Indessen hatte es sich unter den Bewohnern der angrenzenden Häusern, die sensationshungrig die Festnahme verfolgt und den diensthabenden Gendarmen nach dem seltsamen Vagabunden ausgefragt hatten, verbreitet, was auch hier nur Spott und laute Heiterkeit auslöste. Man befand sich in einer am Rande von Wiener Neustadt gelegenen Ansiedlung, wo sich derlei Vorfälle nur selten ereigneten, so dass sie die Aufmerksamkeit aller Ortsansässigen erregen mussten. Die Kunde von dem angeblichen Wiener Musikus, den sie im Gemeindearrest festgesetzt hatten, verbreitete sich denn auch durch die von dem Vorgefallenen Erregten und Amüsierten bis in das Dorfwirtshaus. Hier saß eben ein gewisser Herzog, der in Wiener Neustadt als Musikdirektor angestellt war, beim Wein, und nichts lag näher als den ehrenhaften Kapellmeister spaßhaft vorzuhalten, ein Kollege von ihm säße eben im Gemeindekotter und da sehe man doch, von welchem Schrott das Musikantenvolk sei. Herzog fragte des näheren nach dem Vorfall, und überzeugt dass es sich um einen betrunkenen Dorfmusikanten handelte, zog er auf den Gendarmerieposten Erkundigungen ein. Als man den Namen van Beethoven nannte, horchte er auf und verlangte, den Festgenommenen zu sehen.
  Diese Bitte wurde einem angesehenen Manne wie dem Musikdirektor nicht verweigert. Als er nun des Häftlings ansichtig wurde, erkannte er in dem abgerissenen und durch die lange Wanderung ebenso wie durch die Auseinandersetzung mit den Gendarmen erschöpften Manne im Augenblick Beethoven. Er versuchte den Gendarmen umzustimmen, ihn zur Freilassung des Arrestanten zu bewegen, wurde aber von diesem mit dem Bescheid abgefunden, dass man vor dem kommenden Morgen keinesfalls etwas unternehmen könnte, zumal niemand die Verantwortung für die Haftentlassung übernehmen würde.
  Herzog beeilte sich daraufhin, den Bürgermeister aufzusuchen, fand ihn aber nicht zu Hause vor. Erst zu später Stunde vermochte er ihn endlich aufzustöbern. Eine kurze Unterredung genügte, um ihm dem Missgriff klarzumachen, so dass er augenblicklich den Weg nach dem entlegenen Vorart einschlug. Zum großen Erstaunen des wachhabenden Gendarmen entschuldigte sich der Bürgermeister bei dem vermeintlichen Vagabunden für den Übergriff eine untergeordneten Organs und ordnete Beethovens sofortige Freilassung an. Die Verhaftung hatte nicht nur einen üblen Verweis für den Gendarmen zur Folge, sondern der Bürgermeister verfügte auch noch , dass gleich am Morgen der vornehme Magistrats – Staatswagen anspannen und Beethoven nach Baden zurückgeleiten solle........
  Die Zahl der Bücher, die das Schaffen Beethovens schildern, ist groß. Wenn der Wiener Schriftsteller angesichts dieser Tatsache einen neuen Roman um die Gestalt des einsamen Meisters schrieb, so konnte er das nur damit rechtfertigen, das er mit dichterischer Intuition an diesem Leben neue Züge entdeckte, die er dem Leser in einer überzeugender Art vermittelt.
  Nach der titanischen Entladung seiner neunten Symphonie liegt Beethovens große Seelenkrise. Verbitterung, weil er meint, es sei ihm nicht alles gelungen, ein wahres „Lied an die Freude“ zu singen, zieht sich der Meister in die Badener Einsamkeit zurück und will in einer zehnten Symphonie ein wirkliches Lied der Lebenslist gestalten. Aber das Vorhaben zerbricht ihm unter den Fingern, in einer Nacht der Selbstzerwürfnisse, in der alle Stationen seines Daseins an ihm vorüberziehen, alle missglückten Versuche, am Leben und an der Liebe teilzuhaben, erkennt er die grausame Tragik seines Schicksals, Und er weiß, dass er diese Symphonie der Lebenslust nie mehr singen wird, dass es für ihn nur einen Weg gibt: die Absage an die überdimensionalen Formen und die Beschränkung auf die intimste Aussage seiner letzten Quartette.
„Zehnte Symphonie“ Otto F. Beer Auszug: Seite 126 - 130, 278 Textseiten Büchergilde Gutenberg Wien 1962. (Text zum --> Beethovenweg -->)

Beethoven und Schubert von Robert Schuhmann Seite 122 ... So wird, der einigermaßen Gefühl und Bildung hat. Beethoven und Schubert auf den ersten Seiten erkennen und unterscheiden. Schubert ist ein Mädchencharakter, an jenen gehalten, bei weitem geschwätziger, weiter und breiter; gegen jenen ein Kind, das sorglos unter den Riesen spielt. So verhalten sich diese Symphoniesätze zu denen Beethovens und können in ihrer Innigkeit gar nicht anders als von Schubert gedacht werden. Zwar bringt auch er seine Kraftstellen, bietet auch er Massen auf; doch verhält es sich immer wie Weib zum Mann, der befiehlt, wo jenes bittet und überredet. Dies alles aber nur im Vergleich zu Beethoven; gegen andere ist er noch Mann genug, ja der kühnste und freigeistigste der neueren Musiker. ...

  "Musik ist höhere Offenbarung der Seele als alle Weisheit und Philosophie." Beethoven Quelle: Musik 4.Band Verlag von P. J. Tonger, Köln, um 1910.

  "Der wahre Künstler hat keinen Stolz; leider sieht er, daß die Kunst keine Grenzen hat, er fühlt dunkel, wie weit er vom Ziele entfernt ist und indeß er vielleicht von Andern bewundert wird, trauert er, noch nicht dahin gekommen zu sein, wohin ihm der bessere Genius nur wie eine ferne Sonne vorleuchtet." - Brief an Emilie M. zu H., 17. Juli 1812. Beethovens Briefe books.google; beethoven-haus-bonn  

   "Wahre Kunst bleibt unvergänglich und der wahre Künstler hat inniges Vergnügen an großen Geistes-Produkten." - an Luigi Cherubini in Paris (Konzept), Wien, um den 12. März 1823 (BGA 1611). beethoven-haus-bonn Beethoven Zitate

Trari, trara, die Hochkultur (Es war immer so)
Jammerdam-Forzzatio - fortissimo 2009 Aktualisierung 2011
Hoch droben in Alpbach retten sie;
Europa vor der Anarchie,
Da schwoarzi Seppl dudelt dazua,
De Leut hoam eh scho gnua!
I:Es woar  immer  so.I:

Wer wartet auf den Lyrikband,
8 Bekannte und des Dichters Tant,
Fürs Altpapier a Fuhr,
Ein Hoch der
Staatskultur!
:Es woar  immer  so.I:
 
Spindl Michl und Pröllbazi,
Faymann, Glavischnigg, Strache Nazi?
Rabl Stadler, sie gibt ka Rua, >
Schnorrt wie da Vota in aner Tour, 
I:Es woar  immer  so.I:

So gehts immer weiter furt,
In da Kuchl au'm Aburt.
Schuldn, mochn trari, trara
Küniglberg Jammerdam-Forzzatio
I:Es woar  immer  so.I
  Anmerkung: Gerd Bacher konnte sich als Orf General keine eigen Wohnung leisten und wohnte karitativ auf Staatskosten im Belvedereareal. Seine Tochter, die abgetakelte Kammerpräsidentin und eingeschobene Festspielpräsidentin , übt sich bei ihren Auftritten in unüberbietbarer Peinlichkeit. 2. Akt > Alexander Wrabetz
 

HELIOPOLIS I 20090313 Schubert

Im kalten, rauen Norden
Ist Kunde mir geworden
Von einer Stadt, der Sonnenstadt.
Wo weilt das Schiff, wo ist der Pfad,
Die mich zu jenen Hallen tragen?
Von Menschen konnt' ich nichts erfragen,
Im Zwiespalt waren sie verworren.
Zur Blume, die sich Helios erkoren,
Die ewig in sein Antlitz blickt,
Wandt' ich mich nun, und ward entzückt.

Wende, so wie ich, zur Sonne
Deine Augen! Dort ist Wonne,
Dort ist Leben; treu ergeben
Pilgre zu und zweifle nicht;
Ruhe findest du im Licht.
Licht erzeuget alle Gluten,
Hoffnungspflanzen, Tatenfluten!
Quelle und Ton

HELIOPOLIS II

Fester Grund und treuer Halt;
Wasserfälle, Windesschauer,
Unbegriffene Gewalt.

Einsam auf Gebirges Zinne,
Kloster wie auch Burgruine,
Grab' sie der Erinn'rung ein!
Denn der Dichter lebt vom Sein.

Atme du den heil'gen Äther
Schling' die Arme um die Welt,
Nur dem Würdigen, dem Großen
Bleibe mutig zugesellt.

Lass die Leidenschaften sausen
Im metallenen Akkord,
Wenn die starken Stürme brausen,
Findest du das rechte Wort. Quelle und Ton

Komponist: Franz Schubert (1797-1828)
Textdichter: Johann Baptist Mayrhofer (1787-1836)
Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Boris Cepeda - Piano
Aufnahme: Dienstag, 16. Dezember 2008 - Berlin

JJ1 BÄR BRUNO'S JENNERWEIN-LIED 2006-06-26
2008-05-01Violinschlüssel Angelika Mayer >

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JJ1 Bär Bruno's JENNERWEIN-Lied 1

Es war ein Bär in seinen besten Jahren
Er wurde hinweggeputzt von dieser Erd,
Wer ihn erschoß das hat man nicht erfahren
Am Spitzingsee am Miesbachberg.
Refrain:
Auf den Bergen ist die Freiheit,
Auf den Bergen ist es schön,
Doch auf so eine schlechte Weise
Musste Bruno zugrunde geh'n!

Auf der Kümpflalm hat er sein Blut vergossen,
Der stolze Bär er sank dahin,
Drei Meucheljäger haben ihn erschossen,
Durchlöchert wurd' die Lunge ihm.

Drei feige Jäger es ist eine Schande,
Schnappauf, schoss drauf im Schandejahr
Geächtet werdet ihr nun im Lande
Als der letzte Bär noch in Bayern war.

2 Schüsse sollen schmerzfrei gewesen sein?
Die Meuchler schleppen Bruno fort,
Miesbachjäger gehen in die Geschichte ein
Nach Schliersee, dem Sezierungsort.

Präpariert und ausgestopft beizeiten,
Und die Moral von der Geschicht:
Soll er nun die Schliersee Attraktion bestreiten
Asylanten benötigt man in Bayern nicht.
2006-06-26 > 
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JJ1 Bär Bruno's JENNERWEIN-Lied 2

Ein stolzer Bär in seinen schönsten Jahren,
Er wurde weggeputzt von dieser Erd,
Sie kriegten ihn nach vierzig Tagen
Bei Bayrisch Zell am Rothwand Berg.
Refrain:
Auf den Bergen ist die Freiheit,
Auf den Bergen ist es schön,
Doch auf so eine schlechte Weise
Musste Bruno Bär zugrunde geh'n!

Auf hartem Stein hat er sein Blut vergossen,
Am Bauche liegend fand man ihn,
Von hinten war er angeschossen,
Das freie Bärenleben schwand dahin.

Du feiger Jäger, s' ist eine Schande,
Du erwirbst dir wohl kein Ehrenkreuz;
Er fiel mit dir nicht im off'nen Kampfe,
Wie es der Schuss von hint' beweist.

Und im Museum sieht ihn dann ein jeder,
Bis an den großen jüngsten Tag,
Dann zeigt uns Bruno Bär den Jäger,
Der ihn von hint' erschossen hat.

Am jüngsten Tag da putzt ein jeder
Ja sein Gewissen und sein Gewehr.
Und dann marschier'n viel Förster und auch Jäger
Aufs hohe Gamsgebirg, zum Luzifer!
Michael Miersch 20060626 Quelle

DAS JENNERWEIN LIED

1. Es war ein Schütz' in seinen schönsten Jahren
Er wurde weggeputzt von dieser Erd'
Man fand ihn erst am neunten Tage
Bei Tegernsee am Peißenberg

2. Auf den Bergen ist die Freiheit
Auf den Bergen ist es schön
Doch auf solche schlechte Weise
Musste Jennerwein zugrunde geh'n

3. Auf hartem Stein hat er sein Blut vergossen
Auf dem Bauche liegend fand man ihn
Von hinten war er feig erschossen
Zersplittert war sein Unterkinn

4. Du feiger Jäger, das ist eine Schande
So erwirbt man sich kein Ehrenkreuz
Er fiel nicht mit dir im off'nen Kampfe
Weil’s der Schuss von hinten her beweist

5. Man bettet ihn auf einen Wagen
Bei der Nacht noch ging es heimlich fort
Begleitet von den Kameraden
Nach Schliersee, seinem Lieblingsort

6. Dort ruht er sanft so wie ein jeder
Bis an den großen Jüngsten Tag
Dann zeigt uns Jennerwein den Jäger
Der von hinten ihn erschossen hat

7. Und an jenem allerjüngsten Tage
Putzt ein jeder sein Gewissen und's Gewehr
Dann marschier'n die Jäger samt den Förstern
Auf ins Gamsgebirg zum Luzifer

8. Ihr Jäger, lasst euch nur ermahnen
Dass keiner mehr von hinten zielt
Denn auf den Bergen gilt die Freiheit
Auf den Bergen schießen wir das Wild.

Der Wilderer Georg Jennerwein war am 6. Nov. 1877
 von dem Jäger Pfederl am Schliersee hinterrücks
erschossen worden. Quelle
  

Jennerweinlied


 
Braunbär (Ursus arctos)

M U S I K
 
Musik ist höhere Offenbarung  als alle Weisheit und  Philosophie Ludwig van Beethoven^
 
L I E D E R
  • EINLADUNG F. Schubert > 1985 > Wohin zur Grimming Gipfelbuch Lesung
  • GRIMMINGTOR >Tanz > G-D-G-Fis-G-A
  • Der alte KAHN CHOR >
  • KNALLSTEINLIED > > >>
  • KRIPPELBERGLIED > Lenau > >>
  • >
  • TROJANI Hymne > Fistha >Adlermädchen> > Kassette^
  • Der WEG ist das Ziel > Kassette ^ 1 >2 > G - D - G - Fis - G - A
  • ZINKWANDLIED > > Zinkwand > >
KASETTEN
Toni > 1915 - 89 GEDENKWANDERUNG zum GRIMMINTOR
1982
 Tonaufzeichnung  > Grimmingtorjodler Uraufführung Stefan Klingelhuber >
  • A01 Hoch vom Dachstein ÖBRD Übung Untergrimming MV Stainach 02 Erinnerungen an meinen Mann Toni Dorli Adam  03 Selenzium ÖBM 04 Das Sankt Martiner Grimminglied ÖBM 05 Das Pürgger Grimminglied 06 Grimmingtor Jodler^ Stefan Klingelhuber > ÖBM 06.1 Gitarre Saxophon Thomas Solt 07 TONI ADAM BIWAKEINWEIHUNG AM GRIMMINGGIPFEL 1992 07 BIWAKMESSE 07.1 Andachtsjodler Lois Strobl > mit Artur 08 Begrüßung durch den Obmann vom ÖAV Stainach Hr. Kronsteiner 09Rückblicke an Toni Adam Sigurd Fahringer 
  • B - 10 EINGANG KYRIE GLORIA 11 VOR DEM EVANGELIUM OPFERGABENBEREITUNG SANKTUS 13 ZUR KOMMUNION 14 AUF DER MÖLLTOLLEIT´N 15 Schlussjodler 10-15 Lois Strobl > mit Artur 16 40 JAHRE GRIMMING GIPFELKREUZ GIPFELMESSE 1994 16.1Begrüßung durch den Obmann vom ÖAV Stainach Hr. Kronsteiner 17 Ermahnung zur Andacht Lois Strobl > 18 zwei Auszüge aus der Franz Schubert Messe  19 Arien von Bruno Sulzbacher Selzthal 18 - 19 Lois Strobl mit Artur 20 LYRIK Grimming Hymne von H. Fischelschweiger > vorgetragen von Lois Strobl > 21 Schlussstück 22 Lois Strobl > Schlussjodler  mit Artur.
Öblarner BERGMUSIK ÖBM 1984-98 VOM TROJANI ZUM GUMPENECK  Tonaufzeichnung >
  • A - Wann i durchgeh durchs Tal Ich bin ein freier Wildbretschütz von 1984 - 98 01 Der  Wunderdoktor  Hans Leitenbauer 02 Hochweber Hymne TROJANI 03 In di Berg bin i gern 04 Bajazzo  05 Grüß Gott Frau Wirtin Gasthof Murer D.W. 06 I hör nix mehr wischpün 07 Wenn ich hoch droben steh’ 08 Ein Schiff wird kommen 2-8 Öblarner Bergmusik 09 Höher Kameraden Berglied von Cesar Bresgen 10 In die Berg bin i gern Kinderchor Radenthein 11 St. Martiner Grimminglied> 12 Wohl in der Niederschwing 13 Wos schlogt den do draust 11-13 Öblarner Bergmusik 15 Steirerbua Der Notnagel in Donnersbach und SCHIRMHERR Johann > 1902-89 16 Alpenbrunnen ÖBM 17Ödsteinlied ÖDSTEINGIPFEL > 18 Die Steirische Kölblwirt Johann Galler ÖBM 19Das Katschatallied Fam. Rauch St. Peter a. KB
  • B - 20 Ein Hund kam in die Küche Koini MV Oberzeiring 21 Der Pfiffikus MV Oberzeiring 22 Kleiner Akkordeonspieler ZINKWAND 23 Volksweise Kölblwirt ÖBM 24 Höhlenforscherlied ZINKWAND Toni Streicher > 25 Das Bozner Bergsteigerlied ZINKWAND 26 Bürgenländerin Kainprechthütte 25-26 Öblarener Bergmusik 27 Das Bozner Bergsteigerlied MV Steyreregg 28 Teure Heimat Hochgolling Nordwand 1.Terrasse 29 Mölltolleit`n GOLLING - NORDWAND (1.Terrasse) 30 Selenzium Gollingwinkel 31 Bajazzo Gollinghütte 32 La Paloma Rantlerhof 33 Vor der Kaserne Rantlerhof 34 Der späte Abend Rantlerhof 28-34 Öblarener Bergmusik IM RAMSAUER DOM DES DACHSTEINLOCHES 35 Wenn die Alpen blüh'n Gesang Lois Strobl 36 Der Grimmingtorjodler Grimmingtor   Stefan Klingelhuber > WAIDHOFSEE 10 JAHRE WANDERER 37 Wie ist der Abend so traulich Gesang Lois Strobl GRIMMING - HÜTTE 38 Der Summa is ausi Lois Strobl > mit Kamerad.
DÜRRENSCHÖBERL 1998 > Tonaufzeichnung >
  • A - 01 AM GIPFEL 01.1Der Gipfelkreuz Errichter Fritz Vollmann Die Gipfelkreuzlegende des Schirmherrn 1998 02 Formation Gipfel Buch > Unsere Gehirnakrobaten 02.1 Augustinerkapelle (Sölk) 03Wien ist anders (Anekdoten) Franz Graner  EVG Europäische Volkssport Gemeinschaft 04 Der Ehrenwanderer mit dem Europapokal Willi Mathes Ski- und Wanderclub Hüttengrund Bad Sodem 05 Gesang Leis ertönt die Abendglocke >
  • B - 06 IM MUSIKPAVILLON DES RANTLERHOFES Die Gebrüder Toni > und Wolfgang Zettler Öblarner Bergmusik^ 07 Ein Kärntner Jodler - (Was kümmert mich) 08 Drunten im Unterland 09 Muttersprache 10 WILDE LIEDER von und mit Richard Weihs gesungen beim POETENFEST 1998 KIMNARAS Schloss Raabs a.d. Thaya N.Ö.
> > Tonaufzeichnung 1985 >
Carl >  Tonaufzeichnung > > 
  • A - 01 > > 02 Carl > 1918-86 Der Bildhauer, der Weitwandervater, der Südweganleger und der Errichter der Paulus Kapelle auf der Weinebene der Choralpe in der Steiermark. Seine letzte Bergmesse auf der Weinebene 02.1 Fürbitten von Carl Hermann 
  • B - 03 Eine Bergmesse danach:  Die Urne von Carl Hermann ist im Boden der Pauluskapelle beigesetzt 04 Nord - Südweg, du goldenes Band  Singgruppe Kaiblinger 05Impressionen am Nord - Südweg J. Zauner 06 Am Nord - Südweg  L. Bachell 07 Lebe wohl du schönes Gamsgebirg die Steirische 08 Der große Zapfenstreich Zum Gebet
August > 1913 - 91 Schirmherr Tonaufzeichnung >
  • A - 01 DIE ENTHÜLLUNG DES GRUBENHUNTES VOM KARLSSCHACHT 1990 01.1 Musikalischer Aufmarsch Der Bozner Bergsteigermarsch 01.2 Auftakt am Festplatz 01.3 Es lebe hoch der Bergmannsstand Musik Steireregg 04 Wir Knappen Reviersteiger Franz Pöschel 05 Begrüßung August Krainer (ein Cousin von Carl Hermann) 06 Heilige Barbara sei auf der Wacht Singkreis St. Peter im Sulmtal 07 Die Grube von St. Peter im Sulmtal Chronikauszug August Krainer 08 Der Bürgermeister von St. Peter im Sulmtal. Karl Pommer 09 Der Mensch ist keine Milbe August Krainer 10 Die drei Bergmannstugenden Dipl. Ing. Claus Lukasczyk.
  • B - 11 Bergmannslieder - Potpourri Musik Steireregg 12 Verabschiedung August Krainer 13 Schlußmarsch Musik Steireregg 14 AM GESCHRIEBENSTEIN August Krainer 15 Das Bozner Bergsteigerlied Öblarner Bergmusik^ 16 Schirmherrn Biographie > 17 Ave Maria Flügelhorn 18 Ich hatte einen Kameraden Musikverein St. Peter im Sulmtal.
>  Kassette> Tonaufzeichnung 
ÖDSTEINS Morgenlied > Vorstellung 1986 >
Johann > 1902 - 89 Schirmherr Tonaufzeichnung >
  SCHIESSECK Tonaufzeichnung  > >
  • A - 01 Fridolin von Freythal > > 02 Gipfelkreuzlegende 03 Der Wunderdokter Hans Leitenbauer † 04 Hochweber Hymne > 05 Das Sankt Martiner Grimminglied 4-5 Öblarner Bergmusik^ 06 Das Ödsteinlied von > 07 Steiermark Ode Joseph Freiherr von Hammer Purgstall > 08.1 Gipfelgrußpolka 08.2 Murwellenwalzer 08.3 Aufi auf die Höh’ 1-3 Urauführung Musik Pusterwald 09 Der Freundschaftsmarsch Heinrich Reich 10 Triglavmarsch Futschik 11 Der Freischütz C.M. v. Weber Musik Möderbrugg
  • B - 11 Der Freischütz 12 Nachruf für einen Hund > 13 Ein Hund kam in die Küche Akkordeon Koini 14 Der Pfiffikus 15 Blasmusik 16 Das Bozner Bergsteigerlied 13-16 Musik Oberzeiring 17 Deandl mirk dir den Bam 18 Bleibst du bei mir? 17-18 Singkreis Oberzeiring 19 Dos Gams im Gebirg 20 Hammerschmiedgsellen 21 Echo Jodler 19-21 Kinderkirchenchor Oberzeiring 22 Trinklied 23 Steirische Tänze 22-23 Franz Schubert^
Franz Peter SCHUBERT 1997 Jubiläum 200 Jahre ^
1797 - 1828
 
Ilse > Tonaufzeichnung > 
  • A -  01 Mutter dich rufen wir, hilf in der Not 02 Steirerbua Notnagl Donnersbach und Johann Ploder 1902 - 89 03 Steirische Reise 04 Singgruppe Gaibinger 1973  05 Das Wandern ist des Müllers Lust (Die schöne Müllerin) Tenor: Franzisco Araiza, Flügel: Irwin Gage 06 Der Lindenbaum (Winterreise) 07Die Forelle 08 Ständchen Leise flehen meine Lieder 09 Trinklied 10 Die Nacht verscheucht die Sorgen 11 ADE 05-11 Franz Schubert
  • B - 11 ADE 12 Die schöne Müllerin 13 Wohin 14 DER WANDERER Richard Tauber 15 Steirische Tänze  16 Wiener Damenländler 17 Deutsche Tänze 18 Der Grimmingtor Jodler Stefan Klingelhuber Öblarner Bergmusik^ 06.1 Gitarre Saxophon Thomas Solt, Uraufführung 1992 am Grimmingtor bei der Toni Adam Gedenkwanderung.
GEHEIMNIS  AN SCHUBERT

Sag an, wer lehrt dich Lieder,
So schmeichelnd und so zart?
Sie rufen einen Himmel
Aus trüber Gegenwart.

Erst lag das Land verschleiert
Im Nebel vor uns da -
Du singst, und Sonnen leuchten,
Und Frühling ist uns nah.

Den Schilf bekränzten Alten,
Der seine Urne gießt,
Erblickst du nicht,
Nur Wasser, wie's durch die Wiesen fließt.

So geht es auch dem Sänger,
Er singt, er staunt in sich;
Was still ein Gott bereitet,
Befremdet ihn wie dich.
Johann Baptist Mayrhofer1787 - 1836
> > Tonaufzeichnung >
  • A - 01 Der Wanderdoktor Hans Leitenbauer † 02 In die Berg bin i gern 03 Bajazzo 04 Grüß Gott Frau Wirtin 05 Der Alpenbrunnen 06 Hochweber Hymne > 07 I hör nix mehr wischpün 08 Wenn ich hoch droben steh’ 09 Ein Schiff wird kommen 2- 9 Öblarner Bergmusik^ 10 Ich hab dich nicht vergessen mein liebes Österreich 11 Die Berge hoch an Erzen reich 12 Still ruht der See 13 Gar freundlich lacht die Sonn’ in’s Tal Gesang Johann > 1902 - 89  14 LYRIK Spätherbst in den Bergen 15Könnte ich wandern in Ewigkeit 16 Irgendwo dort in verblauter Ferne 17 Kaum war der Frühling dir bewusst 18 Gipfelbuchvorwort 15-18 Gottfried Walcher 19 Wohl ist die Welt so groß und schön Blasmusik 20 PROSA Sonnenaufgänge 20.1 Admonter Reichenstein 20.2 Hexenturm 20.3 Großer Ödstein 20.4 Gretchensteig 20.5 Gamseckwand 20.6Waldhorn  1 - 6 Anton Schubert 21 Pulverschnee und Gipfelwind Berglied Cesar Bresgen 22 GIPFELBUCH 22.1 Rosenkogel 22.2 Hochschwab, 22.3 Grimming
  • B - 24 LYRIK 24.1Nur wer den Gipfel des Berges 24.2 Mein letzter Wunsch ÖBRD Tamsweg 24.3 Wenn du auf hohen Bergen stehst 24.4 Der Herbst des Jägers 1 - 4 Otto Waibl 25 In die Berg bin i gern Kinderchor Radenthein 26 BERGGEDENKEN Es ist schon spät Grimming 27 Ihr Blümlein alle Wilhelm Müller Franz Schubert 28 Abgesang Grimmingtor > 29 Ich hört ein Bächlein rauschen 30 War es also gemeint  31 Ich frage keine Blume 29- 31 Wilhelm Müller Franz Schubert 32 Es wollt ein Mann Räuberlied   Helmut Fritsch u. > 33 EPOS Adler Maid >
WAIDHOFSEE 10 Jahre Poesie Periodika Euphorion> Der Wanderer 1993 Tonaufzeichnung >
  • 23 Der Schirmherr  Lois Strobl > 24 Wie ist denn der Abend so traulich 25 Sonntag ist`s 24 - 25 Lois Strobl > Gesang 26 IM DACHSTEINLOCH 1994 26.1 Wenn die Alpen glüh'n Lois Strobl > (Wasserfallgeräusch)  Gesang 27 In der Dachstein Südwand Lois Strobl > 28 Die Dachstein Südwandhöhle Toni Streicher > 29 In di Berg Öblarner Bergmusik^ 30 Licht sein Toni Streicher > 31 Polka mit Fozhobel und Stötzl T.A. Stadler u. Franz Fischer 32 Grimming Walzer Steirische Hans Pichler 33 Wurzhorn Bläser Tonaufnahme Stadler 1970 34 GRIMMINGHÜTTE Der Lois Strobl > Summa is ausi  mit Artur 35 Abschiedsgesang der Gipfelgemeinschaft Kein schöner Land. 
ZINKWANDLIED 1990  Liedtext^ > Tonaufzeichnung >
  • A - Zinkwandhistorik Schirmherr Toni Streicher > 03 Wenn i durch geh durch’s Tal^ 04 Knappenschmiede Kleiner Akkordionspieler 3-4 Öblarner Bergmusik^ 05 Lesung aus der Bibel Siegi Royer 06 Bergbau und Lagerstätten Forschung Peter Kolenprat 07 Die Feen Grotte in Thürigen Bernd Locher 08 Zinkwand Grubenfahrt v. Blechner im Jahre 1860 Toni Streicher > 09 Gereimte Bosheiten > 10 Die Liab is a Vogerl ÖBM 11 Lesung aus der Bibel Siegi Royer.
  • B - 11 Lesung aus der Bibel Siegi Royer 12 Das Höhlenforscherlied ÖAV Höhlenforscher Schladming mit Toni Streicher > 13 Der Geschriebenstein Johann Glavanovits 14 Das Bozner Bergsteigerlied 15 Kainprechthütte Der Alpenbrunnen 14-15 Öblarner Bergmusik^ 16 Alpenjodler der Almleute 17 Mein Voter sein Häus´ 18 Kleiner Akkordionspieler 19 Drunt im Burgenland 17-19 Öblarner Bergmusik^ 20 Bozner Bergsteigermarsch 21 Es lebe hoch der Bergmannsstand 20-21 Musik Steireregg 22 LYRIK Wir Knappen  Reviersteiger Franz Pöschel > 23 Die Huntenthüllung FGB Schirmherr August  > 1913 - 91  24 Heilige Barbara sei auf der Wacht Singkreis St. Peter i.S.T. 25 Das Zinkwandlied von und mit >

LIEDERTEXTE

Wie ist den der ABEND so traulich >

Wie ist der Abend so traulich,
Wie lächelt die Sonne so mild.
Wie singen so herrlich erbaulich,|: |:
Die Vöglein ihr Abendlied.

Die Blumen sie müssen wohl schweigen
Kein Ton ist den Blumen beschert,
Doch wiegen und neigen sie alle|: |:
Gleich betend das Haupt zur Erd`.

Wohin ich gehe und schaue
Ist Andacht rings in der Natur,
Die Blümlein, die Vöglein sie alle|: |:
Sie jauchzen dem Heiland zu.|: |:
Drum Menschenskind tu es auch du
Auch du ja auch du.
Gesang von Louis Strobl >

Text 1 Quelle
Wie ist der Abend so traulich,
Wie lächelnd dder Tag verschied;
Wie singen so herrlich erbaulich,
Die Vöglein ihr Abendlied !

Die Blumen sie müssen wohl schweigen
Kein Ton ist den Blumen beschert,
Doch, stille Beter, neigen
sie alle das Haupt zur Erd.

Wohin ich gehe und schaue,
Ist Abendandacht. Im Strom
Spiegelt sich auch der blaue
Prächtige Himmelsdom.

Und alles betet lebendig
Um eine selige Ruh`
Und mahnt mich inständig:
O Menschenskind bete auch du
Auch du ja auch du.
Komponist Anacker Noten (Text ohne Angabe)
  • Wenn die ALPEN glüh`n > > Gesang von Louis Strobl >
  • Wo die ALPENROSEN blühn >
In die BERG bin i' gern Bergmusik^ > 

1. In die Berg bin i' gern
Und da gfreut si mei Gmüat
|: Wo die Almröserln wachs'n
   Und der Enzian blüaht. :|

2. Und der Schnee geht bald weg
Und es wird wieder scheen
|: Und hiazt wer i bald wieda
   Auf die Alm aufi gehn. :|

 3. Mei Freid san die Küah
Und die Berg und die Bam
|: Ja dort auf der Alma
Ist der Frieden daham. :|

Wenn der HALTER bläßt. >

Es ist das Heimweh, was mich so traurig macht,
Es ist das Heimweh bei Tag und Nacht
Nur du mein Steiermark liegst mir im Sinn,
Weil  ich  mit  Leib  und  Seel ein Steirer bin.
Wenn der Halter bläßt und die Senn`rin singt
Und die Gemse keck in der Felswand springt
Ist es das Heimweh, was mich so quält
Und  mich  so  traurig  macht  in dieser Welt.
.....................................
Volkslied

  • Liebe HEIMAT, teure Heimat SCHIRMHERR JOHANN > >
HÖHLENFORSCHERLIED > Lesung Knappenschmiede 1989-11-23

Wir sind Kameraden der Tiefe
Bezwinger ewiger Nacht,
Uns locken die Höhlen und Schlüfe
Als ob eine Stimme uns riefe
Mit unwiderstehlicher Macht,
Mit unwiderstehlicher Macht.

Wir schreiten durch dunkle Portale
Hinein in der Berge Welt,
Wo sich wölbet Halle um Halle
Und die Tropfen im rastlosen Falle,
Er baut ein kristall`nes Schloss,
Er baut ein kristall`nes Schloss.

Wenn er mit würgendem Griffe
Der Tod uns die Lampe bricht,
Dann Ade ihr Höhlen und Schlüfe,
Denn wir waren Kameraden der Tiefe
Und fahren zum ewigen Licht
Und fahren zum ewigen Licht.
Gesungen von Toni Streicher
> mit Gefährten  in der 9.WGB Station, der Zinkwand Knappen Schmiede

Muttersprache Gespielt Gebrüder Zettler >

Muttersprache, Mutterlaut!
Wie so wonnesam, so traut!
Erstes Wort das mir erschallet,
Süßes erstes Liebeswort,
Erster Ton den ich gelallet,
Klinget ewig in mir fort.

Ach, wie trüb ist meinem Sinn,
Wenn ich in der Fremde bin,
Kann ich fremde Zungen üben,
Fremde Wörter brauchen muss,
Die ich nimmer mehr kann lieben,
Die nicht klingen als ein Gruß!

Sprache, schön und wunderbar,
Ach, wie klingest du so klar!
Will noch tiefer mich vertiefen
In den Reichtum, in die Pracht,
Its´s mir doch, als ob mich riefen
Väter aus des Grabes Nacht.

Überall weht Gottes Hauch,
Heilig ist wohl mancher Brauch.
Aber soll ich beten, danken,
Geb´ ich meine Liebe kund,
Meine seligsten Gedanken
Sprech´ ich wie der Mutter Mund.
Max von Schenkendorf (1475-1564) Quelle Wiener Sprachblätter
Das STEIRERLAND Sopran mäßig bewegt Dachstein

Hoch vom Dachstein an, wo der Aar noch haust,
Bis zum Wendenland am Bett der Saav,
Wo die Sennerin frohe Jodler singt
Und der Jäger kühn sein Jagdrohr schwingt.
Refrain: |:Dieses schöne Land ist das Steirerland,
Ist mein liebes theures Heimathland.

Wo im dunklen Rohr froh das Rehlein springt,
 Droben auf gar steiler Bergeshöh`,
Wo das Bächlein klar aus dem Gletscher rinnt
und die Gemse glimmt am Felsenrand.
Refrain:

Wenn im Tal der Alp die Schalmei ertönt
Unter Glockenklang und heitrem Lied,
Kommt der Hirtenbub mit den Küh`n da heim,
Abends zu der allerliebsten Maid.
Refrain:
Jar. Dirnbock C. Seidler Quelle Edition Peters 7599 Seite 23 Dachsteinlied Landeshymne

  Dieses schöne Lied vom steirischen Lande wurde zur steirischen Landeshymne umgeformt und hat dadurch nach meiner Meinung, textmäßig als auch musikalisch viel von seinem ursprünglichen einfach schönen Ausdruck eingebüßt.  Die steirische Hymne ein Plagiat, wer hätte das gedacht, ein Beweis, dass auch schon im 18. Jahrhundert politische Entscheidungsträger auf höchster Ebene wenig Einfühlungsvermögen und Kunstverständnis besaßen. 150 JAHRE DACHSTEINLIED Die Steirische Landeshymne offizielle Version  Ludwig Karl Seidler bekam im Jahre 1844 den Auftrag für das 25 jährige Jubiläum der von Erzherzog Johann in der Steiermark gegründeten k. k. Landwirtschaftsgesellschaft, ein Lied zu komponieren, den Text dazu verfaßte Jakob Dirnböck. Matthias Constantin Capello Reichsgraf von Wickenburg Goveneur der höchsten Landesstelle, Erzherzog Johann und Ignaz Maria Graf von Attems Landeshauptmann der Steiermark, wählten im Steiermärkischen Landtag 1929 die ersten drei und die letzte der ursprünglich zehn Strophen dafür aus. Quelle ÖAV Haus Festschrift, Dr. Josef Riegler.
  • Still ruht der SEE Text nach dem Gesang v. Johann > >
DAS SÜDWEGLIED >

Bei nördlich rauer Landesgrenze,
Beginnen wir am Nebelstein
Und ziehen froh nicht nur im Lenze
Ins wunderschöne Land hinein.
|:Im Höhenwind die Sehnsucht gleitet,
Der Wanderer auf dem Südweg schreitet.|:

Der Jauerling wird steil erklommen,
Bei Spitz die Donau übersetzt
Und Aggstein friedlich eingenommen,
Die Stirne glänzt vom Schweiß benetzt.|:|:

In Plankenstein hebt an zu steigen
Der Bergpfad bis aufs Hochberneck,
Dann fällt er ab zum Wellenreigen
Der Erlauf, tief im Waldversteck.|:|:

Wir nächtigen im Terzerhause,
Durchwandern stramm Mariazell,
Und auf der Sohlenalm zur Jause
Erquickt uns klarer Bergesquell.|:|:

Die Hohe Veitsch, gern in Gewittern,
Erweist sich oft als harte Nuss.
Doch wo Verzagte schwächlich zittern,
Freut uns die Fernsicht wie ein Kuss.|:|:

Seewiesen duckt sich unterm "Schwaben",
Den es zu überwinden gilt.
Wenn wir den Reichenstein erst haben,
Sind wir aufs neue Marsch gewillt.|:|:

Trofaiach lockt im weiten Kessel,
Leoben ködert an der Mur;
Doch hält uns keiner Rose Fessel
Entlang der rot - weiß - roten Spur.|:|:

Nun gehen wir auf den hohen Almen;
Ein satter, sanfter Himmel blaut.
Die Rinder saft`ges Gras zermalmen,
Der Lämmer Frieden stört kein Laut.|:|:
 

Vom Nebelstein am Grenzlandstreifen
Durch Österreich bis Eibiswald,
Ein freies und beglücktes Schweifen!
Wir sind am Ziel. Ein Jauchzer schallt.
|:|:Und ihr ? Juckt es euch in den Zehen?
Da müßt ihr Hermanns Südweg gehen!|:
Text A.G. Gutmann, Melodie F. Dallinger
Wann i durchgeh durch's TAL Bergmusik^ > 

Wann i durchgeh durch's tal
dirndl juchitz nu amal
dass i di nu amal hear
vielleicht nachand nia mehr
holla reiduli reduli reidulio
holla reiduli reidulio aho.

Wann i wischper und schrei
und du heast mi nit glei
ja dann muaß i verstehn
dass i weiter soll gehn
holla reiduli reduli reidulio
holla reiduli reidulio aho.

Und i hear di nit wischpern
und is hear di nit schrein
ja du wirst halt schon längst
über d'granitzn sein
holla reiduli reduli reidulio
holla reiduli reidulio aho.

Ich bin ein freier WILDBRETSCHÜTZ > Bergmusik^ >

PRÄAMBEL m.bruno@gmx.at Adresse
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