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2012 Fischer
und der Fall Lucona Zerlumpte
Gestalten - Seemanns Abend 05 2011
Glittertinden
Die
stolzen Flammen der Griechen 04 Marine
Erinnerungen Die
Muschel (Rückert) Norwegen 03 Klabautermann
Schandbrett
Richtschnur 01 20092008 17neue Bilder 05 2007 Wappen 06 2006 Atlantische
Affäre 03
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Marine Erinnerungen Knallstein >
2011-03-24
Unwillkürlich kommt mir
Sibirien und Archangelsk
in
Erinnerung, vor jeden Schiff
stand dort ein Soldat mit einer
Maschinenpistole und
kontrollierte alle an Bord und
von Bord kommenden
Personen. Böse
Matrosen machten ihn
betrunken und nahmen ihn sein
Waffe weg. Der gute Mann war
aber dann für immer
verschwunden. In Konstanza
in Rumänien ist mir bei den
Landgängen die
ständige Leibesvisitation
am Hafentor lästig
geworden. – "Geh
einfach stramm und aufrecht
mit stolzen Blick durch",
hat mir der alte Schmierer
gesagt, dieser Rat wirkte – ich konnte
danach ungehindert passieren. In
Indonesien war ein
Militärputsch, trotzdem
machte ich einen ausgedehnten
Landausflug, mit einer Ritschka.
Als Unkundiger
überließ ich dem
Fahrer die Route und landetet im
einer Freudenstätte im
Urwald. Es gab wohl
schöne Frauen doch sie
spukten alle paar Minuten einen
gelben Saft aus. Ich
vergnügte mich unter der
Mitwirkung bei einer Art
rhythmischen Konservendosen und
Blechtonnen Musik. Bei der
Rückfahrt, saß mein
Fahrer hinten im bequemem Sessel
und fich trat die Pedale, in
einem Wald wurden wir
plötzlich von Soldaten
umringt.Es gab eine wilde bedrohliche Debatte – von der ich kein Wort verstand, ich zeigte aber keine Angst und bot mit freundlicher Körpersprache mein letztes Geld an und zeigte dann bedauernd meine leeren Hosensäcke. In Südamerika war ich einst mitten im Urwald, unter vielen Schwarzen, der einziger Weiße gewesen, aber keiner davon hat mir damals auch nur ein Haar gekrümmt. Ganz im Gegenteil; aus der furtartigen Bachvergrößerung, in der wir zuvor gebadet hatten, holten sie mit Stangen eine Riesenschlange heraus und sie luden mich und "Ramira Ramirez" dann die einzige Hütte ein. "Zerlumpte Gestalten vor dem Eingang der Bar Mogasor in Bonaventura (Columbien) starrten mich mit stechenden Augen an, als ich mit der Mestizin Marina Ramirez an ihnen vorbeiging und das Lokal dann zum Abendessen betrat." Marina hatte mich an diesem Tag zu einer Wanderung in das Landesinnere eingeladen. Wir hatten einen herrlichen Tag bei einem von einer Quelle gespeisten kleinen See im Urwald zusammen mit Einheimischen, die sich wie wir beim Bade erfrischten, verbracht. Trotz unseres Hungers konnten wir das reichliche Essen nicht gänzlich verzehren. Nach einigen Minuten kam große Bewegung in die sechs Bettler vor der Tür, der Tellerwäscher hatte ihnen unsere Speisereste vorgesetzt und verbissen kämpften sie um die größten Happen. Seemanns Abend >Einst, bei einem geselligen Seemanns Abend, auf dem Motorschiff, Luciana> während einer Ostseefahrt, überkam mich ganz plötzlich ein unerklärlicher Anfall von Kummer und Leid. In Helsinki erreichte mich Vaters Brief, den er mir kurz vor seiner lebensbedrohlichen Magenoperation, geschrieben hatte. Datum und Uhrzeit dieses Schreibens ergaben eine Übereinstimmung mit dem Zeitraum meiner Traurigkeit.
Jetzt
ist mein Karl tot, schrie die Mutter
entsetzt, sie hatte die letzten
Gedanken, des im Rußlandkrieg
sterbenden Sohnes, gefühlt.
Vielleicht aber war ich durch das
Verlieren einiger mir nahestehenden
Menschen für das Jenseitige
sensibilisiert?
Gedankenübertragungen begreife
ich, doch Stimmen aus dem
Schattenreich melden sich nur mehr in
Träumen.
GEDANKEN und
Träume überwinden
Zeiten
und Räume.
Zuerst trifft es den Ortsfremden, dann trifft es alle Ausländer reicht das auch noch nicht, dann müssen noch die Juden, Neger und die Zigeuner herhalten. Ein bleibendes Feindbild, bei dem sich manche Domestiken aber auch Amtspersonen ganz groß aufspielen, sind auch immer wieder die Krüppel, die Schwächeren und die Wehrlosen.
Das Meer
strich der einsamen Insel die Haare aus
der Stirn und machte ihr eine
stürmische Liebeserklärung in
seiner überschäumenden Art. "Bei
mir siehst du kein Land!" zischte die
Insel, schroff wie sie war, lag einfach
nur da, war unverschämt hübsch
und übrigens wesentlich jünger.
Das Meer legte sich ihr zu
Füßen, und zweimal am Tag
versuchte es eine Umarmung, bis eines
Nachts die Insel in einer Welle von Lust
und Laune versank.
GLITTERTINDEN 2464 m >Sie lockten mich her Berge, FJORDE
und das MeerSEEFAHRTSLIED 19980403 Schlummer säumst nicht länger, Sterne entsinken der Nacht, Gefiederte Waldessänger, Sind zur Kantilene erwacht. Längs des Wandfuß Wiesen, Silbern blinkende Quellen, Blumen, Gräser sprießen, Entrieseln vielen Stellen. ERWACHEN 003-5
Es
fielen blaue Schatten,Erwacht’ auf aus tiefen Schlaf Als mich des Morgens Hauch traf Und Tau lag auf den Matten. Meine Wimpern waren betaut, Ich fühlte mein Herz erbeben Und eine Drossel sang vertraut, Da musst ich mich erheben. Säen, keimen, gedeihen, Unbekümmert schweifen, Jugend Liebeleien, Wachsen, blühen reifen. WASSERTÖNE 006-14
Es
flüstert, es summt,Es tröpfelt, es gluckert, Es säuselt, es pluppert, Es murmelt und es brummt. Es plätschert, es rauscht, Es hüpft, es schnellt, Es stolpert, es plauscht, Es rinnt und es schwellt. Es lauft, es springt, Es hallt, es gellt, Es spielt, es singt, Es zischt und es schellt. Es schießt, es hallt, Es stürzt, es stöhnt, Es strähnt, es fallt, Es donnert und es dröhnt. Es gähnt, es gießt, Es töst, es schäumt, Es schlummert, es fließt, Es ruht und es träumt. Von den hohen Bergen her, Wer weiß wie er entsteht? Fließt der Strom zum Meer, Wer weiß wie er vergeht? Quellen - Wasser quillt, Voll Freude und Glück, Zum Bach geschwillt, Niemals aber zurück. Wildbach - Gesaus, Unbändige Leidenschaft? Wasserfall - Gebraus, Überschäumende Kraft. Ständig stilles Schwellen Breiter mächtiger Fluss, Strom und Meeres Wellen Rauschender Scheidegruss. LIEBESABSCHIED 015-24
Höhere
Bäume,Gedanken verweilen, Stigmas verheilen, Betörende Träume. Junges Liebesleid Zarte, süße Triebe Erste Männlichkeit Die erste Liebe! Zündender Flug, Brennende Sonne Verzerrende Glut, Himmlische Wonne. Immer im Lenze, Gelockerte Zügel Berauschende Tänze Gewachsene Flügel. Rastlose Zeit, Quelle und Strom, Gehzeiten Kleid, Ewiger Fron. Der Liebe Macht Trotzt den Gewalten, Bei Tag und Nacht Bei Jungen und Alten. Wonne und Schmerz Freude und Leid Gebrochenes Herz, Zum Scheiden bereit. Liebe und Träume Im Geiste verbinden Zeiten und Räume Trennen und finden. Als ich nun von dannen zog, Da fing es an zu schneien, Hoch über mir die Krähe flog, Mit Krächzen und mit Schreien. >Vom Geist der Nacht, In banger Zuversicht, Ein neuer Tag erwacht Im fahlem Dämmerlicht. Nun nach langer Wanderschaft, Es glänzt das Meer im Widerschein In seiner ganzen Fassungskraft. Wallend auf sanften Wogen Ein Schiff im hurt'gen Lauf, Tief aus des Himmels Bogen, Steigt nun die Sonne auf. Munter aber verschlafen Im hellem Sonnenlicht, Am Wege zum Hafen Bangen und Zuversicht. Fahr
wohl an BORD 028-30
Ahoi
alo
ahe! Es ruht das Meer Was willst du mehr Auf hoher See. Den Anker gelichtet, Entbundener Zaum Die Ferne gesichtet Erfüllender Traum. Ohne Kummer und Sorgen Jeden Morgen jede Nacht, Jede Nacht jeden Morgen, Gescherzt und gelacht. Am MEER dahin 031-36
Kapitän:
Am
Meer dahinIn stürmender Flut, Das ist mein Sinn Und das ist mir gut. Seeleut' und Matrosen! Ich bin der Kapitän, Wenn die Orkane tosen Heißt es widersteh`n. Ob Wonne oder Seelenpein, Bei Stille oder Sturmgebraus, Ob Wolken oder Sonnenschein, Auf See, auf See ist mein Zuhaus'. Aus Wellen und aus Wogen, Ferne ein Schiff entsteigt Und dann nach weiten Bogen Sich es von dannen neigt. Wo die Sonn’ erscheint, Wo die Sonne vergeht, Himmel und Meer vereint, Solang’ die Erde sich dreht. Wie Ebbe und Flut, Am Meer dahin, Das gibt mir Mut, Das gibt mir Sinn. Meine BRAUT! 037-39
1. Offizier:
Von
der Wiege bis zur BahreGinge nur alles so gut aus, So gut aus wie meine Haare, Lebte ich in Saus und Braus. Dem Seemann lockt die Ferne! Sanfte Brisen und Sturmgesang, Sonne, Wolken, Mond und Sterne, Es ruft das Meer ein Leben lang. Jahrelang bin ich an Bord Das Meer wurd' mir vertraut, Wilde Fahrt von Ort zu Ort Das Schiff ist meine Braut. BLÜTEN im Tal
040-42
Traum:
Silberne
Wellen,Gischtender Flaum, Wandern und schwellen, Im endlosen Raum. Blätter im Wind Wehender Duft, Tanzendes Kind, Würzige Luft. Lachende Maid Leuchtende Sterne, Zur Liebe bereit Wäre ich gerne. TRAUM oder Wirklichkeit? 043-48 Die Augen
weiden,
An
der Gestirne Glanz,Verklingendes Leiden, Im nächtlichem Tanz. Antlitz Gedicht, Fühlen uns schauen Im Wunderlicht Der Seele vertrauen. Sternschnuppe fällt, Götter Lichterreigen Den Wunsch gestellt: "Gesund zu bleiben". Funken verglühen Träume der Nacht, Knospen sie blühen Mit lyrischer Kraft. Wolken ziehen dahin Endymion und Selene, Seele und Sinn Bogen und Sehne. Flüchtiger
Traum, Auf dem Meere weit und breit Das Dämmern hat begonnen. Himmelsaugen, Mondgesicht Rosenwolken Purpurkranz, Scheiden hin im Morgenlicht, Wandeln sich zu hellen Glanz. Spielerisch in Herrlichkeit Die See dampft und weht Leuchtende Verborgenheit, Eh` noch die Nacht vergeht. Erster Flammenstrahl In silbernen Aquarellen, Reges Treiben überall Über und unter Wellen. Eos voller Eleganz, Aus dem Rosen Tor Wiegend sich im Tanz, Im Safrankleid empor. Vorbei ist die Nacht Blau wird das Meer, Der Tag ist erwacht, Banget nicht mehr. Schleier sind gesunken, Auf, auf! Nun ist es Zeit, Augen schlummertrunken Benetzt von Schläfrigkeit. Der Sonne gleich, empor! Um die sich alles dreht, Aus dem Bett hervor, Bis sie zur Ruhe geht. Albatrosse, munter streiten Tummeln sich im Morgentanz, Fische in der Strömung gleiten Freuen sich im Lichterglanz. Fische auch Fliegende dabei Unter frisch erblauten Zelt Delphinenspiel, Möwengeschrei, In der neu erwachten Welt. Vom Morgentreiben angeglüht Geht es hurtig durch die Flut, Gischt in das Gesicht gesprüht Frischer Wind, die Fahrt ist gut. SONNENGOLD und
Wogengrün 060-66
Auf See! Auf See!
Aber wohin?
So hab' ich es mir vorgestellt Über die salzige Fluten dahin Gerade so, wie es mir gefällt. Wohin das Schiff mich trägt Im endlosen weiten Meer? Bis die letzte Stunde schlägt Ohne Gunst der Wiederkehr. Heilige Meeresflut, Seemanns Leben, Seemanns Blut, Weiter schweben. Im Meeresstrom zu treiben, Auf blauer See zu gleiten Ohne Kummer und Leiden Zu unbekannten Weiten. Von Winden getragen, Steuern durch Wogen, Geflügelt mit Behagen Meeresstrom gezogen. Zu unbekannten Zielen Unermessliches Meer, Wo Sonnenlichter spielen In den Triften hin und her. Leise rauschen Wellen Wiegender Sonnenglanz, Sinken und Schwellen, Stampfen und Tanz. Hinab in's WELLENGRAB 067-75
Freundlich weh‘n
die Abendwinde,
Über’s
Meer ganz ohne Plagen,Das Schiff zieht leicht und linde, Zum Tor rollt Helios den Wagen. ![]() Der Abend naht dem Sänger, Der Sonnenschein wird blässer, Die Schatten werden länger, Die Nacht ruht im Gewässer. Meeres Abendrot, Goldener Schrein, Letztes Aufgebot, Helioses Daheim. Der Tag war sehr gewogen Noch glüht der Feuerbrand, Der Abend kommt geflogen Mit schattigem Gewand. Möwen hoch am Himmel droben Krächzen in der Abschiedsstund', Purpurrot sind Wolk’ und Wogen, Fliegend durch der Sonne Rund. Abschied birget Schmerz Die Sonne sinkt hinunter, Rührt manch' treues Herz, Die Sonne sie geht unter. Letzte Gnadenstrahlen Einmal noch Karfunkel, Schatten nieder fallen Nächtliches Gemunkel. Der Sonne nachgeflogen Ein loses Rosenpfand, Es winket auf den Wogen Wo einst die Sonne stand. Meeres Traumes Wellen Sie schaukeln, wanken, Für Schläfer Bettgesellen Verwehen sie Gedanken. Prüd'
schleicht der Morgen rauf
Wenn
er ohne Sonne anbricht,Freudlos wird des Tages Lauf Drückend wie ein Hohngedicht. Ein Windzug angeschwellt Auf grauer Wasserbahn, Schäumend hinzugesellt Der aufgewühlte Ozean. Dann eine Stille Als stünde die Welt, Dann Satans Wille Dazu noch gestellt. Dunkle Wolken starke Winde, Wogen stampfen ohnegleichen Und ein Sturm als Angebinde Luzifernos Höllenzeichen. Schwarze Wolken bauen Hohe Wettertürme auf, Wellen peitschen brauen, Stampfen mit Geschnauf. Sturmgeheul, Winde brausen Es ächzt und stöhnt die Flut, Todes Inferno ohne Pausen, Samuel fordert den Tribut. Dunkler Höhen wilde Macht Lässt Wolkenbrüche traufen, Blitze zucken, Donner kracht, Um alle hier nur zu ersaufen. Wutgeschrei, ohmächtiger Zorn, Tief gähnender Meeresschlund, Sturzsee achtern und von vorn, Aufbäumender Wogengrund. Durch die finstr'e Wolkenwand Feurig, zischender Wetterstrahl, Stampfen, stöhnen, Geisterhand, Weithin dröhnt der Donnerhall. Der Sturm zieht nun Hosen an, Der Kahn ringt mit den Wellen, Er wütet was er wüten kann Mit seinen düsteren Gesellen. Wogendes Gefild’
auf hoher See,
Wallende
Fluten der GehzeitenZischende Gischt wie Schnee In blauen unbegrenzten Weiten. Stimmt alle mit mir an Das Lied vom alten Kahn, Als ich stand am Steuerrad Kam ich gleich vom Kurse ab. Nichts war mir zu teuer Verprasst ist die Heuer, Hab’ spendiert und geliebt Wie es sich gerade ergibt. Der Abschied fällt nicht schwer Von ferne rauscht das Meer. Aurora die Berge umglänzt Strände mit Palmen begrenzt. An Bord und auch an Land Mit Kraft und mit Verstand. Fischer grüßen in Fjorden, Dann das Kap des Norden. Nagt der Rost am Schiff Umschiffen wir ein Riff. Delphine in des Bug’s Welle Auf Klippen steh'n Kastelle. Backbord, Steuerbord Luv und Lee Dreißig Tage schon auf hoher See. Auch Gevatter Klaubautermann ![]() Singt das Lied vom alten Kahn. Barbaren die den Tod verhehlen, Verkäufer sind es von den Seelen. Hoch versichert nur zum Sinken, Angeheuert werden zum Ertrinken. Von den Wellen ein gewiegt Ihr am Meeresgrunde liegt, Fahre wohl mein Kamerad, Mordopfer dieser Freveltat. Wogendes Gefild’ auf hoher See, Wallende Fluten der Gehzeiten Zischende Gischt wie Schnee In blauen unbegrenzten Weiten. MEERESSTILLE 096-106
Erzähler So Unermesslich
ausgeweitet
Ruhig
glänzend, ahnungsschwer,Liegt es vor mir mir ausgebreitet Unser aller ewig heiliges Meer. Wenn ich vom Mastkopf schau: Zieht von fern ein Schiff daher, Sonne, Wasser, Himmelsblau In Demut schweigt das Meer. Unser Kahn gleich dem Nachen, Gleicht dem flinken Kormoran. Sieht so aus als würde lachen Meer und Himmel froh sich an. Oh! Freude, Freude ohne Reue Die Sonne am Himmel glänzt, Fest und schlicht wie ew'ge Treue Stets wandellos und unbegrenzt. Im Frieden schlummert Ruhig das blaue Meer, Wie die Liebe flimmert Das Wasser ringsumher. Frei und leicht dahingeflogen Wallt in glatter See der Kahn, Wie weiße Segel aufgezogen Möwen auf der Freiheitsbahn. Die weite See ist spiegelblank Die würzigen Schwaden wallen, Geschmeide tanzender Schwank Im steten Werden und zerfallen. Harmlos kost die blaue Weite Nun ein lauer zarter Wind, Möwen segeln im Geleite Wellen regen sich gelind. Durch die satte Meeresweide Grüne Furchen zieht das Boot, In dem ruhenden Geschmeide Funkelnd, schimmerd Abendrot. Nichts zählt was war zuvor Die Zeit ist reif geworden, Nun steht ihr vor des Südens Tor Mit eurem Schmutz des Norden. Für Neptuns gute Stimmung Geschenke nun und Opfergaben, Sorgt für des Neptuns Huldigung Denn nur das Beste soll er haben. Geizet nicht mit euren Spenden Götter lieben Speise und Trank, Ihre Gunst nur kann bewenden Eure Schmerzen euren Zank. Geometer
Die
Peilung die ist der BeweisNun kann die Taufe beginnen, Wir sind schon im Wendekreis Heiliges Wasser es soll rinnen. Kahlheit das erste Attribut Kopfschmuck abgeschoren, Das stillet euren Übermut Nur haarlos südgeboren. Erzähler
Ein
Pranger
nur für alle KöpfeDer die Sitzenden verbindet Für kleine und große Geschöpfe Damit keiner mehr entschwindet. Erst die Schnur mit großer Härte Durch die Münder fest gespannt, Zwecks Rasur der langen Bärte Hin und hergezogen mit der Hand. Rechts die Wangen eingeseift Schaum mit einem Bürstenstreich, Links die Wangen eingeseift Schaum mir einem Bürstenstreich. Der Barbier mit krummen Säbel Gnadenlos und ohne zaudern, Zielt nun auf die bärtigen Schädel Die Delinquenten sie erschaudern. Sie springen alle auf mit Wucht Schlimm geht es den Kleinen, Suchen ihr Heil nun in der Flucht Die nur zappeln mit den Beinen. Erde und Meer Erschütterer Im Wogenschlag der Wellen, Leben kommt vom Meere her Wohin die Ströme schwellen. Die Flut sie stampft und braust Schnell schießt der Wetterstrahl, Schlägt das Schiff mit harter Faust Laut dröhnt der Donner Hall. Am Horizont ein Feuerzeichen Das Schiff im Schwanken, Tag und Nacht entweichen Versunken wie Gedanken. So Unermesslich
ausgeweitet
Ruhig
glänzend, ahnungsschwer,Liegt es wieder ausgebreitet Unser ewiges heiliges Meer. Der Himmel hat eine Träne geweint, Die hat sich ins Meer zu verlieren gemeint. Die Muschel kam und schloss sie ein; Du sollst nun meine Perle sein. Du sollst nicht vor den Wogen zagen, Ich will hindurch dich ruhig tragen. O du mein Schmerz, du meine Lust, Du Himmelsträn' in meiner Brust Gib, Himmel, dass ich in reinem Gemüte Den reinsten deiner Tropfen hüte. (Friedrich Rückert, 1788 - 1866) LUCONA
Die Lucona war ein Schwester Schiff
der Luciana
, sie
wurde von dem Seelen Verkäufer Udo
Proksch versenkt. Der
Versicherungs Betrug kam auf, einige
Besatzungs Mitglieder überlebten
die Zeitzünder Sprengung des
Schiffes.3600 Tankschiffe mit nur einer Haut und älter als zwanzig Jahre sind als tickende Zeitbomben noch immer auf unseren Meeren unterwegs. Nun nach der Versenkung PRESTIGE - will die EU ab dem Jahre erst 2015 diesen Schiffen das Einlaufen in Häfen verwehren. Es wäre unproblematisch gewesen, den Katstrophen Tanker Prestige in einen
Hafen zu schleppen und das Öl
abzupumpen. 77.000 Tonnen
Schweröl waren geladen und in
den Tanks befinden sich noch rund
65.000 Tonnen - die nun als Zeitbombe
auf dem Meeresgrund lagern. Als ich einst zur
See fuhr, wurde auch
ich von einem Seelenverkäufer
für den alten Tanker Richard
Kasalowsky angeheuert,
deshalb ist mir die Materie
bestens vertraut. Der
Versicherungsbetrug mit der
programmierten Sprengung der Lucona scheiterte -
weil ein Teil der Besatzung
ungeplant überlebte, die Prestige
wurde in der Hoffnung auf eine
kostenlose Entsorgung
außerhalb der
Hoheitsgewässer so wie
die Lucona an einer
besonders tiefen Stelle des Meeres
versenkt wurde.Es waren insgesamt 3 Schwesterschiffe: die Adriana, Lucona und Luciana. Später dann in Wien klagte mir ein Staatsanwalt sein Leid im Fall Proksch, es war ihm nicht beizukommen, da er von allen Seiten geschützt wurde. Wenn Wellenbrecher die Lukendeckel des Laderaum durchschlagen sinkt ein Frachtschiff sofort, diese waren damals aus Holz aber mit einem Eisenrahmen und zusätzlich mit einer Persenning verschlossen. In der Südsee, dem Versenkungsort der Lucona gab es damals nur ruhige See. Obwohl ich ihm auf sein Verlangen dies schriftlich gab, war es nutzlos. Erst viel später wurde durch ein Spezial Tiefseetauch - Verfahren, die Sprengung aus dem Innerem des Schiffskörpers, durch die an der Sprenstelle nach außen gebogene Schiffswand, nachgewiesen. ........"Vermögen sie hier auch noch zu sprechen, lass mich, bis das die geteilte Flamme sich zu uns hierher bewegt, ein wenig weilen. Sieh hin, zu ihr zieht die Begierde mich." Sag ich drauf zum Meister. "Der Bitte", spricht er, "muss ich Lob erteilen, weil sie es verdient; sie sei darum gewährt, denn Griechen sind sie stolz auf ihre Art." Der alten Flamme größtes Horn beginnt zu flackern erst und murmelnd sich zu regen, als wäre sie vom Wind gefasst, um dann hin und her die Spitze zu bewegen, gleich einer Zunge, und deutlich tönt und klar, dann aus der Flamme uns dieses Wort entgegen. "Wenn die Seele noch den Leib zusammen hält, in dem flüchtigen Erdenleben bedenke – wozu das Dasein dir geschenkt! Nicht um zerstören sondern um zu bewahren, nicht um List und Tücke auszubrüten, sondern um Kunst, Tugend und Wissenschaft zu erstreben. Den Meinen schien dies Wort ein Sporn zu sein. Hätte ich gewollt, nicht konnte ich sie mehr bezwingen, und rastlos ging es ins weite Meer. Schon fünfmal ward erschienen und verblasst der bleiche Mond, seit wir, dem Glück vertraut, durch den verhängnisvollen Pass gesegelt, als uns ein Berg erschien, von Dunst verhüllt in weiter Ferne, und schien so hoch zu ragen, wie ich noch keinen auf der Erde erschaut. Erst jubeln ließ er uns, dann bang verzagen, denn einen Orkan fühlt' ich entsteh'n, vom neuen Land zu uns her fegend; er ließ uns dreimal in den Fluten wenden, dann als das Schiff mit dem Heck empor geragt, nach höh'rem Los, mit dem Buge untergehen, bis über uns die Wogen sich geschlossen." Schon aufrecht stand und still der Flamme Haupt, und sie entfernte sich im tiefem Schweigen, nachdem der Dichter ihr die Flammenzunge kurz gelöst. Mit, verwirrten, mit knisternden Gestöhn, so seh' ich die stolzen Flammen der Griechen nun von dannen weh’n. |
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