^ >>
Texte von mehr- oder weniger bekannten oder unbekannten literarischen Persönlichkeiten der Gegenwart und der Vergangenheit
IMPRESSUM> m.bruno@gmx.at  > 1120 Wien Andersengasse 23/29/1  «»>(un)- subscribe mailto«»
     
÷ ÷
LOGO
ABBBDFFFGGH
HHHKKLMMPHRSSVZ 
^     INHALT ENDE^ANFANG      LOGO   A-Z GEDICHTE  AUTOREN      
 Biographi Der schönste Sieg Publikationen Wilderer Rebellen in den Bergen Der Rechenmeister Der Mäusekrieg in Pürgg> Girtlerkorres
Erd-Charta  Steinliegebuch  Himmelsbuch   Leben.und.Tod  Walden   Neue.Sonne  Lebensabend
Steinkathedrale Wasserskulptur Labyrinth Strahlenrahmenbücher Abstieg.zur.Gaia Säulentempel
 
Undurchdringlicher.Kreis              Weißst.du.es.nicht             Leidenschaft                 Hast.du.es.verstanden
PETREI BERTL 1921-1994  
Werkverzeichnis Rezension Grüß Gott lieber Gott Biographie NACHRUF>
SCHWAB GÜNTHER 1904-2006
ZIEGLER  JEAN PORTRÄT 1934 - 250204
Weltordnung.tötet Neue.Herrscher Seele Leichenberge alle.10.Sek.verhungert.ein.Kind Überlebensgleichung homerische.Schlachten Weltgeschichte
 
BÜCHER  und TEXT-HINWEIS
 
SONNENAUFGANG  Thomas.Moran.Aquarell Die neue Sonne
A
ACH.der.zu.wissen.begann  Alverik  Arauli  Aurali(Pusterwald) AUSTRIA.LITERA.ONLINE 
B BEATRIX.und.Dante  Bergerlebnis> Brevier> BRIEF.als.Vorwort      
F
D Dachstein  DANTE.Begegnung 
G Gebirgswelt  Gelsomina  Geschichten.respektslos Glossar> Was.GOTT.erschafft Göttliche.Komödie Ghoethe Grimming> Grogger>   

GEDICHTE Der.letzte.BAUM  In.stiller.EINSAMKEIT  Krieg.oder.FRIEDEN  GedichtGeissblattgeflüster  Was.ist.das.GELD  Mein.GESANG  Hampshire  Irgendwo  Undurchdringlicher.KREIS  Menschenherz  An.die.PARZEN   Die.weisse.UHR  Verliebt  Ich.ging.im.WALDE Besieg'.die.ZEIT  Zeflema  Herr.Es.ist.ZEIT       
H Hermannbuch> HERRSCHER.dieser.Welt Hochzeitsbuch>
I
K Kapellenbuch> 
 
M Marine> Marterl> Musik>
N NS.SCHANDARCHIV>at.Dr.Gross.Heinrich 
O Oberzeiring> Ödsteinlied> Orientschriften  ORTE.der.Kraft 
P
R Regierungsprogramm> Repertorium>
S Seelenwagen
T Gib.jeden.seinen.eignen.TOD Totenbuch>
V VERGIL.gegen.Kollektivschuld  Vierbergewallfahrt
W Wallfahrt> Wanderbuch> Wandererzeitung> Wilderer   
Z  
÷
 
A U T O R E N (Die vorgesetzten  Ziffern betreffen die  >)    A  B  D  F  G  H  J  K L  M  P  R  S  V  W  Z
A 06;13.Anton>Pürgg
B 29.Bauer.Christian.Berlin 29.Baumgartner.Harry.Scheuchenstein  Bernecker.P.Georg.Wien 25.> 05/07/11/13.>Baden Buchenauer.Liselotte+ Graz
D Dalai.Lama.alias.Tenzin.Gyatso Dante.Alighieri Drechler.Robert
F 11.Faludi.FranzRechnitz 18.Fischelschweiger.Hans.Irdning 23;24.Fischer.AgnesHohentauern 01.Fistha.GjergjAlbanien 21.Förster.Heinz 21.Frankl.Viktor>Wien 27.Frauengruber.Hans>>Bad.Mitterndorf  Freud.Siegfried>Wien 04.Freythall.FriedrichPusterwald 32.Füssel.Dietmar.Mehrnbach 
G Gaber.Maria Girtler.Roland 27.Goethe.Johann.WolfgangWeimar 32.Gold.Helmut.CH.Urdorf 27.Goldmann 25.Goubran.Alfred.Wien 13.Paula>Oeblarn Gross.Johann>Wien 07.Gutmann.Michael.Großraming Gutsche.Edda.DK.Taastrup
H Harrer.Heinrich Haunschmidt.Josef>Oberzeiring Hebbel.Frierich Heine.Heinrich 03;32B.Heinrich.Hans.Walter.Heidelberg 27.Carl>Eibiswald
Hesse .Hermann 20.Hocevar.Emil.Tamsweg 08.Hölderlin.Friedrich 24.Holey.Udo>> 19/20.Holl.Peter>Wien Homer
J 12.Juva.Josefa.Wien
K Kaufmann.Alois> 08.Klausner.Margarethe.Wien 13.Klingelhuber.StefanÖblarn Kernstock.Ottokar Klöpfer.JohannEibiswald 27.Klopstock.Friedrich.Gottlieb  02/34.Knoll.Helmfried.WienGeschriebenstein> 1.Köhlmaier.Michael>> 09/11/34.August>St.Peter.i.ST.  
L 
Lehmann.Oliver> 06.Lenau.Nikolaus
M .Wien-Oberzeiring 01/03/07/08A/10/14/16/26/27/28/34.>.Wien-Oberzeiring 29.Mell.Gerhard.Kassel 12/17/19/21/22.>Bernbach 24.Merkenbach.Matthias.Berlin 24.Neyer.Klaus.Wien
P Petrei.PertlBleiburg 33.Johann>St.Peter.a.K. 17.Pölzlbauer.Ruppert.Schottwien 09.Pöschl.Franz.Voitsberg 15.Postmann.Neil.USA  Pürchner.AloisBad.Mitterndorf Purgstall.Hammer 
R Radio.Radies.Alfred  Reinsch.Hartmut.KANADA 02/03/13.Reiterer.KarlSt.Peteri.S. Rilke.Rainer.Maria 16.Rosegger.PeterKrieglach
S Sandmann.Monika> 10/23.Stefan>Schattendorf 4.Schelodetz.Ingrid.Müller.Wien 24.Schindele.Robert>>.Gansbach 17/24.Schoiswohl.Herta.Donnersbach 33.Schmidt.Erna.Ternitz Schmidt.Traudl> 03/17/27.Schubert.AntonWien Schwab.Günther 30/32.Serbanescu.Marco.St.Petersburg.Rußland 12.Steinberger.FriedrichKlagenfurt Steiner.HansWien Steininger.Rene.Wien 15/18.Streicher.Anton.Schladming Strobl.Lois.Untergrimming
17/21/23.Ilse>Bad.Gleichenberg 
U
04.Unterweger.Johann.vulgo.LeitenbauerPusterwald
V Virgil Vogt.Werner> Vogtländer.Corina.Berlin 31/32.Vozelenik.Robert.Wien
W Walcher.Gottfried.Unzmarkt 15.Wondratschek.Wolf>> Weinheber.Josef.Wien Wiesnegger.Johann
Z Zawrell.Friedrich>.Wien Zeiringer.Franz.Klachau> 32.Zettler.AntonÖblarn Ziegler.Jean.Schweiz>
 S O N N E N U N T E R G A N G   Peter.Holl
    
S O N N E N A U F G A N G 
 
a.Thomas.Moran  1837-1926 Aquarell   Galerie Quelle     
 


÷
B E R N E C K E R  GEORG 1937  Seelenwagen Was.Gott.erschafft Was.ist.das.Geld
  1030 Wien Haidingerstr. 19, JG 1937 (Wien), Schulabbrecher, Werbekaufmann, freier Schriftsteller. Entwicklung vom fragenden Ateisten zum fragenden und schließlich findenden Christen. Erwerbstätigkeiten: Kundenbetreuer, Agenturleiter, Werbeleiter, Product Manager, Verkaufsleiter, Marketingleiter, Geschäftsführer, Verlagsleiter, Verleger. Seit 1998 freier Schriftsteller in Wien. bernecker-verlagsagentur@gmx.at 
÷
20020402  SEELENWAGEN  
  Wer dieses Buch nur lesen will  dem ist es nicht zu empfehlen, wer aber im weitem Feld des Geistes wandert findet eine Fundgrube. Ein Buch für Nachdenkende, Fragende und Hinterfragende,  für Christen unterwegs, wie für offen gebliebene Atheisten. Eine spirituelle Seelenreise auf Grundlage der jesuanischen Botschaft, Gott ist Liebe. Ein Gesang - getragen vom Rhytmus und Maß im Stil klassischer deutscher Lyrik. Teil 2: Reisebegegnungen in der Vergangenheit 3. Begegnung: Rumi, Poet des Al l-Einen Djalal al-Din, 1207 - 73 Belkh/ i.h. Afghanistan
÷
WAS GOTT ERSCHAFFT
Was Gott erschafft, das schlingt er nicht zurück;
was er gebiert, dem schenkt er Eigenleben.
Er, der die Liebe ist, ist dort im Glück,
wo freie Herzen liebend Antwort geben.
5. Begegnung: Max Weber Erfurt 1864 - 1920, Soziologe und Analytiker des Wohlstands von Wirtschaft und Ethik Auszug
÷
WAS IST DAS GELD?
Was ist das Geld? - ein Mittel zum Beweise,
dass wir moralisch unverlässlich sind?
Der Strom der Alchimie zieht seine Kreise:
Papier wird Gold, wird Anteil - und gewinnt;
es steigt als Kurs, bis er vernichtend fällt, -
ein Strom von Nichts zum Nichts - wie manches Leben,
wie alles Sein in der Materiewelt.
 
Warum nur können wir nicht weitergeben
die unbezahlte Leistung, ihren Wert,
und anderseits umsonst uns maßvoll nehmen,
was der bescheidene Bedarf begehrt?
Wir lassen uns von üblen Mächten zähmen -
ein wüstes Paar entwürdigt unsern Fleiß:
die Gier und Not. Ihr offnes Kopulieren
heißt Markt. Und ihre Mißgeburt heißt Preis.
 
Doch würde es ins Wesenlose führen,
mit ihm, dem großen Ökonomengeist
auf dieser Ebene zu diskutieren;
kann sein, dass er mir barsch die Türe weist.
bernecker-verlagsagentur@gmx.at ISBN 3-9501404-0-9 162 SeiteN, Bereich spirituelles Leben 10 Euro  Georg Bernecker Ende Anfang^
 
÷
B U C H E N A U E R  LISELOTTE 1922 - 2003 Graz  SCHREINERSTBESTEIGUNG>>
LOB aus berufenen MUNDE LITERATEN und BERGSTEIGER über die NIEDEREN TAUERN "Verliebt in die Niederen Tauern S: 38-41
 Sowenig bekannt die Niederen Tauern sind, sowenig Interesse fanden sie bisher in der Literatur. doch es gibt immerhin einige große Dichter, die Sie erwähnen oder für ihre Landschaft gute Worte finden. So "Paula Grogger", die berühmteste Dichterin der Steiermark, in Öblarn lebend, das am Ausgang des Walchengrabens in den Wölzer Tauern liegt. Sie hat sich zwar dem Kalkfels des Grimmings verschworen, aber in ihrer "Räuberlegende" die Gegend um Hohentauern (Pass nach Trieben) eindringlich zu schildern gewußt.
  Den Dichtungen von "Franz Nabel" merkt man an, dass dieser große Dichter, den die Steiermark den ihren nennen darf, obwohl er kein gebürtiger Steirer war, auch Bergsteiger gewesen ist. Das letzte Kapitel seiner "Steirischen Lebenswanderung" – er hat es "Die Landkarte" genannt – bringt auf 30 Seiten eine subtile Schilderung der Niederen Tauern und gleichzeitig eine Schau über die Gipfel der Steiermark. es ist schade, dass Nabl dabei keine Berge namentlich nennt und dieses Kapitel zu persönlich ist , als dass man daraus zitieren könnte.
  Viel Schönes über unsere Tauern hat "Emmerich Schaffran" geschrieben; ihm verdanken wir auch die eigenartigen Steinzeichnungen zu Wödls Schladminger Tauernführer. Aus seinem Buch "Im salzburgischen Ennstal", das vergriffen ist:
  "...denn das ist der Tauern schönste Eigenheit: Sie sind ruhig und vornehm, ohne übereilte und unnötige Geste; diese ist stets groß und ausdrucksvoll und bei aller Zurückhaltung doch von größtem Reiz in der Bewegung, in wohlgegliedertem Umriß. So gleichen sie den Menschen von höchster Kultur. Wie diese Menschen aber nur von denen voll geschätzt werden, die sich bemühen, in ihr innerstes Wesen Vertrauen werbend einzudringen, so erschließen sich die Tauernberge erst demjenigen, der sich rastlos bemüht, ihre Wesensart zu erkennen..."
  Auch der Westfale "Hans Leithelm" war ein Wahlsteirer. In steirischer Landschaft und durch sie gelang ihm der Durchbruch als Lyriker. Obwohl in seinem Buch "Die grüne Steiermark" vielleicht zuwenig von den Niederen Tauern die Rede ist, hat er doch "des Urgebirg's riesige Linie" recht erfaßt. Über Lungau und Krakau hat er freundliche Worte gefunden:
  "Dort, wo Salzburg und Steiermark aneinandergrenzen, wo die brausende Taurach und der grünklare Zederhausbach in die Tiefe stürzen, wo die weißschäumenden Wasserfälle von den Felsen des Hafners rieseln und schleiern, wo der goldführende Wildbach sich in den Oberen Rotgüldensee sammelt, ist einsames Land, in welchen Märchen und Sagen ohne Zahl gedeihen. Dort steht "aus vier goldenen Säulen" der Preber "dessen Wände innen aus Karfunkel gebildet sind". Zu seinen Füßen dehnt sich aber die Krakau, ein in etwa 1200 m Höhe sich drei Stunden weit hinziehendes, von Wäldern umsäumtes Hochland... Die höchste geschlossene Siedlung des steirischen Landes liegt hier, "der Fiegler" genannt, ein Weiler in einer Höhe von 1450 m. In jahrhundertlanger Abgeschiedenheit erhielt sich hier eine besondere Gemeinschaft unter den Dörflern, eine starke Eigenart. Die Sage weiß zu berichten, das einst der Heiland mit seinen Jüngern durch die Krakau wanderte und, dass ihnen allen das schöne Tal mit seinen knorrigen Fichten und hochgewachsenen Lärchen wohl gefiel – doch gar sehr hätten sie bedauert, dass es von niemanden bewohnt war. Da habe der Herr den Jüngern befohlen, von den Bäumen die Äste abzuhacken, denn er wolle aus ihnen Menschen erschaffen. Die Jünger gehorchten mit großen Eifer, und so sind  also die Krakauer – im Volksmund Graggober genannt – entstanden. Ist es ein Wunder, daß die Bewohner jener Gegend bis zum heutigen Tag, "die gestutzten Graggober" heißen? Wirklich sind die Menschen dort oben von besonders stattlicher Art, so daß man ihnen die Verwandtschaft mit den Waldbäumen gerne glauben will..."
  Ganz anders "Eugen Guido Lammer", der Elitebergsteiger aus dem vorigen Jahrhundert:
"...überhaupt glichen die Lungauer Riesen im Nordring um Maria Pfarr in ihren edlen Wintermänteln lauter Schweizer Riesen: Die feine Schneepyramide des Gurpitschecks mit dem vornehm geschwungenen Grat zur Karnerhöhe gibt das Weißhorn mit dem Schalligrat gelungen wieder, das Kasereck täuscht das Schreckhorn vor; und das Granitzl erinnert mit seiner dreifach gestaffelten Spitze stark an das Fluchthorn.."
  Der einzige vom dem ich weiß, dass er ein Taschenbuch herausbringen wollte, war der Lehrer und ausgezeichnete Tauernkenner "Alfred Murauer", aus Ranten. Er wollte an Hand von Bergbildern ein Bergbuch gestalten, in der Art der "Julischen Alpen im Bilde" von Kugy. die Liebe zu seinen Tauern war in Murauer so stark, dass er trotz eines Herzleidens das Bergsteigen nicht lassen konnte. Fast könnte man sagen, er ist an den Niederen Tauern gestorben. Sein Buch wurde leider nie vollendet.
  Einen Bildband, der zwar nur zum geringeren Teil den Niederen Tauern, zum anderen dem Dachsteingebirge gewidmet ist, hat der Schladminger Schulmann "Hans Broer" herausgebracht. Seine prächtigen Farbbilder sprechen für sich.
  Die bekannte steirische Dichterin "Irmgard Wurmbrand", zurückgezogen in ihrer Landwirtschaft lebend, gab in ihrem Roman "Tauerngold" aus Schladmings großen Bergbautagen als Hintergrund die Gipfel der Schladminger Tauern. L.Buchenauer Ende Anfang   Ein Heimatdichter der Niederen Tauern war "Fridolin von Freythall", in Pusterwald geboren. Er schrieb volkstümliche Erzählungen, in die er viele Sagen und Redensarten aufnahm. Große Verbreitung fanden seine Novellen wie "Das Hochgericht im Pirkachwald" (bei Oberzeiring) oder "Katharina vom Erlenbrunnen", die verschollen sind.
  Der Grazer Schriftsteller Dr. "Walter Zitzenbacher", selbst ein begeisterter Tauernbergsteiger, erwähnte in seiner Serie "Dichter auf steirischen Burgen" den Reimchronisten "Ottokar aus der Gaal", der auf Schloß Maßweg in der Ingering lebte. Seine 100.000 Verse umfassende Reimchronik gilt als "das erste umfassende Geschichtswerk in deutscher Sprache, das ausgesprochen geschichtskundliche Absichten verfolgt". Aus seiner Sicht, von der Gaal ausgehend, schildert Ottokar große geschichtliche Ereignisse der Jahre 1246 bis 1310 in aller Welt, aber auch das kleinere Geschehen in der Heimat, wie eine Heuschreckenplage. Auch die letzen Tage des Minnesängers "Ulrich von Lichtenstein" sind der Reimchronik zu entnehmen. Lichtenstein den Zitzenbacher in seinem Buch "Narr im hohem Dienst" verewigt hat, lebte übrigens auch zeitweise im Banne der Niederen Tauern – die Frauenburg liegt an ihrem Rand. Die Chronik des Ottokar aus der Gaal hat einen weiten Weg gemacht, und befindet sich heute unter den Schätzen der Universitätsbibliothek in Upsala.
  Ein Buch der letzten Jahre, das sich in anderer Art auch mit den Niederen Tauern beschäftigt, sind die "Salzburger Wanderungen von Dr. "Harald Schueller" (Tyrolia-Verlag). In der bewährten Art der Tyrolia-Wanderbücher wird hier nicht nur genau Weg und Steg erwähnt, sondern auch viel Wissenswertes aus den Salzburger Teil der Niederen Tauern an den Leser gebracht. L.Buchenauer Ende Anfang
 
÷
WELTTHEATER D A N T E  ALIGHIERI 1265 - 1321  DIE GÖTTLICHE KOMÖDIE Inferno, Purgatorio/Läuterungsberg, Paradies
 
Büste.Dante  Dante 1265-1321  Antenoria>  Vergil.70-19v.Chr.  Dante/Vergil in Phlegyas Boot 
Dante.Titelseite Dante und Vergil treffendie Sodomiten in der Hölle und reden mit Latini in der Hölle Maksim
 
BDAVP TS
 
                             ÷
BESCHREIBUNG
  Eine berührende Reise in phantasievolle Jenseitsreiche. Eine Höllenfahrt voll dramatischer Vielfalt und Schicksale. Die Begegnung mit den eigenen Abgründen, der Trauer und der Sehnsucht. Ein Weg der Erkenntnis und Sinnlichkeit. Das Erfahren von Hoffnung, Erfüllung und Glück. Die Suche nach der wahren Liebe. Ein paradiesischer Höhenflug. Dantes episches Gedicht „Die Göttliches Komödie“ (La Divina Commedia) entstand von 1307 bis 1321. Es ist das erste umfangreiche dichterische Werk in italienischer Sprache und bis heute ein Hauptwerk der italienischen Literatur.
  In der Göttlichen Komödie schildert Dante seine eigene Wanderung durch das Jenseits. Diese Reise wird notwendig, "Weil ich den rechten Weg verloren hatte": Sie dient also der Läuterung und ist, weil Dante als Lebender in die Welt der Toten gelassen wird, eine große Gnade. Mit dem römischen Dichter Vergil als Führer durchschreitet Dante zunächst die Hölle (Inferno); angefangen vom Limbus, wo sich die unschuldig schuldig Gewordenen, die ungetauften Kinder sowie die antiken Dichter und Denker aufhalten, bis zur innersten Hölle, wo Luzifer die drei Erzverräter Judas, Brutus und Cassius zwischen den Zähnen zermalmt.
  Dann gelangen Dante und Vergil in das zweite Reich des Jenseits, auf den Läuterungsberg (Purgatorio). Dieser wurde fälschlich oft als Fegefeuer bezeichnet. Hoffnung und Gewissheit, erlöst zu werden, sowie aktives Handeln prägen die Ebenen der Läuterung. Auf dem Gipfel des Berges übernimmt Beatrice, eine engelsgleiche, idealisierte Frauengestalt die Führung Dantes. Mit ihr durchschwebt Dante das Paradies (Paradiso), wo er ganz zuletzt das Wesen Gottes selbst erahnen darf.
  Formal ist die Göttliche Komödie durch eine große harmonische Geschlossenheit charakterisiert: nach einem einleitenden Gesang werden Hölle, Läuterungsberg und Paradies in je 33 Gesängen durchwandert. Jedes der Reiche des Jenseits ist in neun Stufen gegliedert. Durchgängig bedient sich Dante der Strophenform der Terzine, wobei er die Elfsilbler über Vers- und Strophengrenzen hinweg mit einem Reim verkettet.
  Dantes Göttliche Komödie hat über Jahrhunderte hinweg bildende Künstler wie Sandro.Botticelli (1480), William Blake (1827) und Gustave.Doré (1861) zu Illustrationen inspiriert. Im deutschsprachigen Raum setze eine breitere Rezeption der Göttlichen Komödie in der Romantik ein, als sich das Interesse von der Antike auf das Mittelalter und die christliche Tradition verlagerte. Göttliche.Komödie Anfang
÷
Ausführliche Inhaltsangabe
  Die Göttliche Komödie ist als große Vision gedacht, als ein persönliches Erlebnis des Dichters, der sich in der Lebensmitte, in der Osterwoche des Jubeljahres 1300, in der Nacht vor dem Karfreitag durch einen wilden, grauenvollen Wald irren sieht. Wilde Tiere - Pardel, Löwe, Wölfin als Symbole der Wollust, Hoffart, Habgier, die daneben auch politisch gedeutet werden können - sperren ihm den Ausweg, und schon fühlt er sich in dem Walde, dem wüsten Leben, rettungslos verloren, als ihm Vergil erscheint und sein Begleiter wird.
  Der großen Rolle, die Vergil als Dichter, als Verkünder einer messianischen Weissagung, als Zauberer im Mittelalter spielt, war ja an früherer Stelle schon gedacht. Hier findet er sich ein als Personifikation der irdischen Weisheit, abgesandt von Beatrice, die den Geliebten durch die Offenbarungen, denen er entgegengeht, erleuchten und aus Weltlust und Parteizwist retten will. So kommt Dante mit seinem Führer vor das Höllentor. Dunkelfarbig steht überm Sims der Pforte die berühmt gewordene Inschrift:
"Ich führe dich zur Stadt der Qualerkornen,
Ich führe dich zum wandellosen Leid,
Ich führe dich zum Volke der Verlorenen.

Ihn, der mich schuf, bewog Gerechtigkeit,

Mich gründete die Macht des Unsichtbaren,
Die erste Liebe und Allwissenheit.

Geschöpfe gibt es nicht, die vor mir waren,

Als ewige - und ewig daur' auch ich.
                              Lasst, die ihr eingeht, alle Hoffnung fahren." Göttliche.Komödie Anfang
÷
Die Hölle
  So durchmessen nun die beiden den Vorraum und die neun Kreise der Hölle. Diese Hölle ist im Erdinnern gedacht, als ungeheurer, sich nach unten verengender Trichter; je tiefer es hinabgeht, um so kleiner werden die Kreise, aber um so größeres Weh umschließen sie. In der Vorhölle, am obersten Rand des Schlundes, drängen sich die lauen Seelen, das Jammervolk, das nie recht lebend war, die Gleichgültigen und Wertlosen, die weder der Himmel noch die Hölle haben will. Ohne Ruhm und ohne Schande lebten sie, nichts blieb von ihnen. „Genug davon!“ sagt Vergil – „schau hin und komm vorüber!“ Eine Idee von echt Dantescher Kühnheit: nichts erscheint dem leidenschaftlichen Dichter so verächtlich und so wenig des Anschauens wert als Stumpfheit und Lauheit.
  Im ganzen Gedicht verquicken sich vielfach heidnische und christliche Vorstellungen: Jenseits des Acheron, den Fluss der Unterwelt, über den Charon die heulenden Seelen führt, beginnen die eigentlichen Höllenkreise.

  Im ersten weilen in stiller Sehnsucht die Weisen, Dichter und Helden des Altertums, die unerlöst vor Christus dahingegangen sind. Im zweiten, der Liebeshölle, werden die Sünder aus Liebesleidenschaft von furchtbaren Orkanen durch die Ewigkeit gepeitscht.
  Im dritten Höllenkreis, von ewigem, kaltem, gottverfluchtem Regen überschauert, schleppen sich die Schlemmer, deren Gott der eigene Leib war, durch ekelhaften Kot. Im vierten wälzen Geizige und Verschwender heulend Steinlasten auf sich zu, fühlen sich durch den gegenseitigen verhassten Anblick doppelt gestraft und verhalten sich gegen die beiden Wanderer völlig indifferent: Habgier kennt eben nur noch die Sucht nach Geld.
  Der fünfte Kreis wird durch den Stygischen Sumpf gebildet, in dessen stinkenden Wassern die Zornigen einander zerfleischen. Dieser Sumpf liegt vor der brennenden Stadt Dis - sechster Kreis. Hier beginnt die untere Hölle. Büßen in den oberen Stufen die Sünder aus Schwachheit, die mehr passiven, so leiden in den tieferen die Sünder aus Bosheit, die aktiv Bösen. Der siebente Höllenkreis zeigt die in einer schauerlichen, von blutigen Wassern durchrauschten Schlucht eingeschlossenen Tyrannen, Mörder und Straßenräuber, den düsteren Wald der Selbstmörder, die glühende, von feurigem Regen überströmte Wüste, in der die Gotteslästerer, Wucherer und die der unnatürlichen Laster Schuldigen gequält werden.

  Im achten Höllenkreis ist ein ganzes Gewimmel wahnwitziger Strafen gehäuft. Sie treffen Kuppler und Verführer, Schmeichler und Buhlerinnen, bestechliche Beamte und Priester, die ihr Amt erschacherten, Heuchler und Diebe, böse Ratgeber, Zwietracht- und Sektenstifter, Fälscher und ähnliche Sünder, und für jede einzelne Kategorie ist mit raffinierter Grausamkeit eine neue Marter erdacht. Der neunte Kreis endlich wird von der Eishölle gebildet: blaugefrorene Köpfe und Leiber.
Dantes Phantasie schwelgt hier im Monströsen und Furchtbaren.
  Im Erdmittelpunkt dann, von den Himmeln am weitesten entfernt, steht als Abschluss der Hölle Luzifer; riesenhaft ragen seine drei Häupter, deren Mäuler fortwährend, von Ewigkeit zu Ewigkeit, die schrecklichsten Sünder, die Verräter, zermalmen. An den Zotteln Satans sich festhaltend, klimmen die beiden Wanderer weiter, bis sie nach Überwindung des Erdmittelpunktes zur anderen Hemisphäre, der des unendlichen Wassers, gelangen - zum Fuße des auf Inselmitten sich erhebenden Läuterungsberges (Purgatorio). 
Göttliche.Komödie Anfang
÷
Der Läuterungsberg
  Von den Schrecken des Inferno, der Hölle, macht uns der zweite Teil der gewaltigen Dichtung, das Purgatorio, frei. Nicht ganz glücklich hat man dieses Purgatorio als Fegefeuer bezeichnet. Es ist von Dante als umgekehrter Trichter gedacht, als ansteigender Berg mit Vorgelände, sieben Terrassen, die durch Felsenstufen verbunden sind, und Gipfel. Im Vorgelände umwandeln die säumigen Sünder, die erst im letzten Augenblick des Lebens Buße getan haben, den Läuterungsberg. In den sieben Kreisen büßen dann die Stolzen, die Neidischen, die Zornigen, die Trägen, die Geizigen, die Schlemmer, die Wollüstigen; aber sie büßen froh in Hoffnung, der göttlichen Gnade und Erlösung harrend, und Dante reiht sich als Mitbüßer in ihre Schar. Stufe nach Stufe überwindet er; mit jeder erlischt eines der sieben P (peccata, Todsünden), die ihm der Cherub an der Eingangspforte mit Schwertesspitze auf die Stirn geschrieben; mit jeder wird der Emporstieg leichter. Auch hier stehen ihm die büßenden Seelen Rede.
  Zu den berühmteren Episoden zählen der Weheruf über Italien, das "Schiff ohne Steuer", (6. Gesang), das Vaterunser der Karyatiden, die schönen Worte über die Vergänglichkeit des Ruhmes (11. Gesang).

  Im strahlenden Morgenlicht öffnet sich dann vor dem von Vergil mündig gesprochenen Dichter das irdische Paradies auf dem Gipfel des Läuterungsberges, das Paradies, dessen die Menschheit durch den Sündenfall verlustig ging. Weiter reichen Blick und Kenntnis Vergils, des Nichterlösten, nicht. Er verschwindet. Aber schon schwebt Beatrice heran. Nachdem Dante vor ihr ein demütiges Bekenntnis seiner Verirrungen abgelegt hat, wird er in den Fluten des Flusses Lethe entsündigt und ist, in das heilige Lächeln der himmlischen Geliebten verloren, nach einem Trunk aus der Quelle Eunoe rein und bereit zum Aufschwung nach den Sternen. Göttliche.Komödie Anfang
÷
Das Paradies
  Der dritte Teil, das Paradies, bringt nun den Flug durch die Himmel. Wieder sind es neun Sphären, durch die der Dichter mit Beatrice schwebt. Diese neun Kreise gehen fließend ineinander über; darüber schwebt der Feuerhimmel, das Empyreum, "der höchste Himmel Gottes selbst, das unbewegende Unbewegliche, in und nach dem sich die anderen Himmel, von Sehnsucht hingerissen, drehen, und wo Dante in der Himmelsrose alle Seligkeit beisammen sieht.
  Also ein Himmel, ins Unendliche mit mächtiger Wölbung und immer weiteren Kreisen verschwebend, und dieses Ganze durchwogt von Millionen lichter Seelenflammen, die jede in ihrem Maß und alle völlig im All selig sind: dies ist das majestätisch - prachtvolle Gesamtbild des Danteschen Paradieses" (R. Pfeiderer.) Je höher sie schweben, umso mehr verklärt sich Beatrice, wie "Perlen im Wasser" steigen sie durch lauter Licht: von der Sphäre des Mondes zu der des Merkur, weiter zur Venus, zum Mars, zum Jupiter und Saturn, zum Fixsternhimmel und Kristallhimmel.

  Die großen Kirchenlehrer und -Väter reden zu Dante, sein im zweiten Kreuzzuge gefallener Urahn spricht ihn an und preist ihm das alte, einfache Florenz; die Apostel prüfen ihn in Glaube, Hoffnung und Liebe, und immer höher gerissen von Beatrice und der eigenen Sehnsucht, von Lobsingen der seligen Scharen umjauchzt, von Lichtströmen umbraust, schaut er das 
Empyreum, den Feuerhimmel und seine Herrlichkeit. In einem inniggroßen Gebet erbittet der heilige Bernhard von der Jungfrau für den, der alle drei Reiche durchwandert hat, die Kraft, dass er nun auch die höchste Wonne anschaue, ohne dass seine Sinne sich darüber verwirrten. Beatrice und alle Heiligen falten in gleichem Flehen die Hände. Und Dante hebt den Blick zur ewigen Klarheit, zu den drei verschiedenfarbig leuchtenden Kreisen des Urlichts, zu Gott. Da erlöschen ihm im Anschauen des höchsten Geheimnisses Sehnsucht und Wille, und gotteinig schwingt sein Geist im heiligen Kreise mit, im ewigen Gleichschwung der Liebe, die Sonnen rollt und Sterne. Nach: "Geschichte der Weltliteratur" von Carl.BusseGöttliche.Komödie Anfang

÷
B E G E G N U N G  M I T  D A N T E GÖTTLICHE.KOMÖDIE^> Dante.Gesellschaft
 
Dante.and.Beatrice Henry Holliday (1839 - 1927), 1883, oil on canvas, 140 x 199 cm Quelle  Dante.Galerie
Dante's Home Casa.di.Dante  Dante Alighieri italienischer Schriftsteller trifft seine Geliebte Beatrice.Portinari auf den Lung'Arno Florenz
Dante.Poem Domenico.di.Michelino La Divina Commedia di Dante Fresko Dante und die drei Reiche im Dom.Santa.Maria del Fiore Galerie
Beata.Beatrix-Gemälde von Dante Gabriel.Rossetti, 1864 Medium: oil Dimensions:34 x 26 Galerie Galerie.Meisterwerke
 
D+BPB
  Zwischen zwei Fenstern, auf einer rötlichen Säule, stand eine Mamorbüste von Dante. Die Abendröte hinterlies einen matten Glanz auf seinen hageren Wangen und dem rechten Auge des Unsterblichen, während sein linkes im geheimnisvollem Dunkel blieb. Ich legte meine Hand auf die kalte Stirn des Dichters. - Es war mir als ströme eine Kraft in mich, eine Eingebung die mir das wunderbare Walten, dieses einst so gesegneten Geistes, erahnen ließ.
  Was hatte dieser große Einsame, dieser aus seiner Heimat Vertriebene, dem Todesurteil entronnenen, von Hof zu Hof umherirrende Bettler hinter dieser Stirn alles erlebt und erdacht? Welche Gewalten waren wohl von seinem gebrechlichen Körper ausgegangen? Gewalten die ganze Welten erschaffen hatten um sie dann wieder zu zertrümmern und in Flammen zu ersticken!
 Göttliche.Komödie Anfang 
÷
GÖTTLICHE ASCHENKOMÖDIE von Dante Alighieri 17.06.1265 Florenz - 14.09.1321 Ravenna Göttliche.Komödie Anfang
  Die Komödie, La Komödia, so hat der bescheidene Dante sein Werk genannt, erst später fügte man devina, göttliche dazu. Virgil führt darin Dante durch die Hölle zum Himmel, ein Epos der Erlösung, die Wanderung des sündigen Menschen zum Heil, ein Leben reicht nicht für dieses Buch. Seine Asche wurde angeblich in 6 Gebinden aufbewahrt. Ein Gebinde davon wurde zufällig in der Nationalbibliothek in Florenz gefunden. Die Frage, nach dem Verbleib der restlichen Asche, stellte sich nun von selbst? Einen Bruchteil davon vermeinten 1987 Forscher in einem Medaillon, im Dachboden des Senates von Rom, ausgemacht zu haben. Bei Besonderheiten verwenden offizielle Stellen merkwürdige Ausdrücke: Anstatt von den Überresten der Sterblichen spricht man immer irrtümlich von den -sterblichen.Überresten>, weiterhin werden auch die Ausdrücke Knochenstaub und Asche für die Hülle der Verblichenen verwendet. Dies war bei der Überführung der seligen Kaiserin Zita von Rußland in die Kaisergruft nach Wien so, dies war bei dem Seilbahnunglück Kaprun, - wo unsere Regierung ein schlechtes Gewissen wegen Fahrlässigkeiten hatte so, es war auch 2002 bei den Spiegelgrundkindern so. In einer ORF TV Disskusion starb Dante zuerst als Ketzer verbrannt dann an den Folgen einer Krankheit und letzten Endes aber an einem natürlichen Tod.
Wobei man der ORF Weisheit, "Auch der natürliche Tod sei eine Krankheit", nicht näher getreten werden kann.
  Auch in der Kunst gibt es wie in der Religion Reliquien, Franz Schubert, war allerdings aus Not dazu gezwungen, sich auch mit dem Verkauf seiner Schubertlocken, über Wasser zu halten. Der Florenzer, Dante widersetzte sich Papst Bonifaz dem VIII, das Todesurteil konnte an Dante nicht vollstreckt werden.   Als Pilger und Bettler habe ich ganz Italien durchwandert, klagte Dante. Göttliche.Komödie Anfang

F A L U D I  FRANZ 1704 in Güssing-1779 in Rechnitz war ein ungarischer Dichter und Gelehrter MARTERL>GESCHRIEBENSTEIN>

÷
F I S C H E R  AGNES Hohentauern Maria Schnee Kindergebet>>Maria.Schnee.Picasa>

÷
F I S T H A  GJERGJ 1871 - 1940 TRINGA^  ADLERMÄDCHEN.ANNA> >>HYMNE>
  Gjergj Fishta wurde in dem Dorf Fishta in der Landschaft Zadrima, südöstlich von Shkodra geboren. In seiner Kindheit hatte er den Italoalbaner Leonardo de Martini, einen Franziskaner, zum Lehrer, der die Aufgewecktheit des Knaben erkannte, ihn in den Franziskanerkonvent Troshani aufnahm und ihn anregte, Franziskaner zu werden. Gjergj  absolvierte die Mittelschulstudien in Shkodra und Troshani und begab sich 1886 nach Bosnien, wo er im Konvent Sutiske die philosophischen, in Livno die theologischen Studien betrieb.
  Zum Priester geweiht und in den Franziskanerorden aufgenommen, kehrte er 1893 in die Heimat zurück, wirkte als Lehrer am Franziskanerkolleg in Troshani, dann als Pfarrer in Gomsiqe in der Mirdita. 1899 gründete er zusammen mit dem Mirditenabt Prenge Doci, mit Dom Ndoc Nikaj und Pashko Barshi die literarische Gesellschaft Bashkimi. 1902 wurde er Direktor der 4klassigen Elementarschule in Shkodra und führte sofort statt des Italienischen, das bisher dort die Unterrichtssprache gewesen war, die albanische Sprache als Unterrichtsprache ein. Später wurde diese Schule von Fishta zum Lyzeum Illyricum erweitert. Während des ersten großen Krieges gründet er mit Luigj.Gurakuqi zusammen auf Anregung des österr.-ung. Generalkonsuls August.Ritter.von.Kral die "Albanische literarische Kommission" und arbeitete mit an den Regeln für eine einheitliche albanische Orthographi.
  Schon früher, im Jahre 1908, hatte er in Monastir an der Lösung der Alphabetfrage mitgewirkt und war Präsident des Zwölferausschusses, dessen Mitglieder aus allen Gauen Albaniens dorthin entsandt worden waren. Nach dem Kriege wurde Fishta im August 1919 als Generalsekretär der albanischen Delegation zur Friedenskonferenz in Paris entsendet und war dann Mitglied der nach Washington entsandten Spezialkommission, die bei der Regierung der Vereinigten Staaten die Belange des albanischen Staates zu vertreten hatte. Heimgekehrt, wurde er Deputierter im Parlament in Tirana, 1921 Vizepräsident der Kammer, 1930 Mitglied der Albanischen Mission auf der Balkankonferenz in Athen. Früh wurde er Mitarbeiter verschiedener Zeitungen, so der "Albania", der "Diturija", des "Dielli" und gründete 1913 die Zeitschrift Hylli i Drites, deren Direktor er bis zu seinem Tod blieb. Neben seiner literarischen und politischen Tätigkeit versah er seine priesterliche Funktionen als Franziskaner im Kloster Gjuhadoll in Shkodra und war in seinen letzten Jahren Provinzial des Franziskaner-Ordens in Albanien. An einem Herzleidenverstarb er am 30.Dezember 1940, von ganz Albanien ohne Unterschiede der Konfession gleichermaßen betrauert.
  Sein Hauptwerk ist unsere Lahuta e Malcis. Das Epos erschien in der endgültigen Redaktion 1937 in der Franziskaner-Druckerei in Shkodra. Fishta hat mehr  als dreißig Jahre daran gearbeitet. Nächst dem Epos lag ihn die Lyrik. Im Jahre 1909 veröffentlichte er die Pika voeset, d. h. Tautropfen, einen Band lyrischer Gedichte, 1913 den Lyrikband Mriza i Zanavet, d. h. die Mittagsrast der Zanen. Er dichtete die Tragödie Juda Makabe, die den biblischen Stoff behandelt und 1918 erschien. Religiöse Lyrik ist im Gedichtband Vallja e Parrizit, d. h. Reigentanz des Paradieses, vereinigt. Auch als Meister der Satire bewährte sich Fishta in seinen Anzat e Parnasit, d. h. Wespen des Parnaß, ferner in seinen Gomari i Babatasit, d. h. der Esel des Babatasi. Fishtas poestische Neigung
waren von Kindheit auf die Volkslieder und Volksepen der albanischen Berge. Mit der Technik seiner Kurzepen schuf er sein Großepos, als albanischer Homeride, und hat dadurch nicht nur der albanischen Literatur, sondern auch der Weltliteratur ein in poetischer, folkloristischer und historischer  Hinsicht unvergängliches Werk geschenkt. Zeitliche Distanz, die klärend wirken wird, wird über allen politischen Zwist hinweg dem Großem zu dem ihm gebührenden Ruhme verhelfen, den er bei Lebzeiten genoß und den seine Werke ihm sichern.
THE HIGHLAND LUTE DIE LAUTE DES HOCHLANDES LAHUTA E MALCIS
I.Die Räuber II.Oso Kuka III.Die Beute IV.Vranina V.Der Tod VI.Dervish Pasha VII.Der Berliner Kongreß VIII.Ali Pasha von Guci IX.Die Liga von Prizren X.Mehmet Ali Pasha XI.Das Gespenst XII.Marash Uci XIII.Bei der St.Johanneskirche XIV.Bei der Brücke von Rrzhanica XV.Der Bote XVI.Die Kulfhedra XVII.Auf dem Rebenjoche XVIII.Auf der Brücke von Sutjeska XIX.Pater Gjoni XX.Der Lekas XXI.Der Vertrag XXII.Tringa XXIII.Bei Curr Ulas Gehöft XXIV.Die Zana von Visitor XXV.Vollstreckte Blutrache XXVI.Die neue Zeit XXVII. Das Komitee XXVIII.Ded Gjo Luli XXIX.Der Balkankrieg XXX.Die Londoner Konferenz. Die Laute des Hochlandes behandelt in dreißig Gesängen mit 17 000 Versen den Freiheitskampf des albanischen Volkes. Übersetzt, eingeleitet und mit Anmerkungen versehen von Max.Lambertz Verlag R.Oldenbourg München 1958.
Im 22. Gesang (Tringa) gehen die Kämpfe in Nokshiq, das von den Seben geplümdert wird, weiter. Der Gesang ist das Hohelied der Schwesterliebe, das Hohelied auf die albanische Frau und ihr Heldentum. Tringa fällt. Seite 163 - 180  Auszug von  Seite 178 - 180
Gjergj Fishta Anfang
÷
XXII.Tringa ADLERMÄDCHEN.ANNA> 
"Bei des mächt'gen Gott im Himmel!
Warum soll ich mich verstecken
Zwecklos, sinnlos? Was soll mir denn
Von heut' an das Leben? Mutter,
Vater liegen längst begraben.
Curr, mein Bruder, harrt verstorben
Annoch der Bestattung. Wozu
Soll mir
frag' ich denn das Leben?
Bloß damit ich in die Schwarzen
Berge ziehe und mein Anlitz
Selbst mir mach' zur Unglücksfratze?
Dass ich Stamm und Sprach' und Glauben
Ändre und damit die lieben
Eltern noch im Grabe schände?
Dass ich meinen toten Bruder
Kränke, kaum dass er die Augen
Schloß und aus dem Leben schied?
Nein, bei Gott, so soll's nicht werden!
Sei gelobt der Herr im Himmel!
Tringas letzter Tag sei heute!
Heut' beschließt ihr Leben Tringa!
Doch dieweil ich eine Christin
Und mein heil'ger Glaub' verbietet,
Dass ich mir das Leben nehme
Selbst mit eig'ner Hand, so will ich
Denn hinausgehn auf den Kampfplatz.
Wahrlich! mög' der Blitz sie treffen!
Auf das Schlachtfeld will ich gehen,
Mich zu messen mit dem Slawen,
Aug' im Aug' mit ihm zu kämpfen.
Ob er will, ob nicht, er soll mich
Töten! Wenn nur hier ich sterbe,
Hier auf meiner trauten Schwelle ,
Aber nie in Karadak!
Denn ich bin der Berge Tochter.
Nie solang' ich leb', begeh' ich
Eine Tat, die Schande bringt.
Gott im Himmel, du verzeih' mir
Alless was ich hab' gefehlet
Hier im Leben, Sei's mit Absicht,
Sei es ohne eig'nes Wollen!
Sündigt siebenmal im Tag doch
Hier im Leben selbst der Gute.
Du verleih' mir Kraft und Stärke,
Dass ich mir nicht Schande zuzieh'!
Denn heut' opfre ich meine Jugend,
Nicht damit bei uns im Hochland
Einst der Sänger von mir singe,
Opfre sie für meine Ehre,
Für den Glauben, für den Bruder,
Den ich unbestattet lasse,
So dass ihm vielleicht der Slawe
Noch im Tod den Kopf abschneidet
Und damit beleidigt meiner
Lieben Berge Heimat und den
Stamm, dem ich entsprossen. Wehe!
Halt', Allmächt'ger, du die Hand heut'
Über mir an meines Lebens
Letztem Tag und nicht gestatte,
Dass der Slawe mich lebendig
Kriegt in seine Hand!" Und sogleich
Tringa stürmt ins Männerzimmer,
Wo ihr Bruder ausgestreckt lag
Tot im Bett. Und nach der Huta
Unter dem Regal am Haken
Streckt die Hand sie, auf der Stelle
Ladend sie mit 'ner Patrone.
Außerdem noch vier Patronen
Steckt sie unter ihren Gürtel
Birgt die Haare unterm Kopftuch,
Und, bevor sie fortgeht, in der
Hand die Huta, beugt das Knie sie,
Neigt ihr Haupt, küßt ihren Bruder

Auf die Stirn und spricht in Liebe:
"Langweil' dich nicht, lieber Bruder!
Denn, bevor die Sonne sinket,
Kommt, dich schauen, deine Tringa!
Sitzen dann zusammen wieder,
Bruder, Schwester, wie im Leben.
Brauchen nie mehr von einander
Abschied dann zu nehmen, Bruder!"
÷                
Und empor springt nun das Mädchen.
"Hilf mir, Gott! Hilf, heil'ger Anton!"
Sagt sie noch 'mal zu sich selber
Und stürmt gradaus durch die Tür fort.
Wie voll Leidenschaft die Türe
Sie doch öffnet! Nichts mehr hält jetzt
Sie zurück, die tapr're Tringa!
Ihre Augen sind voll Feuer,
Ihre Brauen eng verflochten,
Knapp gebunden über'm Auge
Trägt ihr Kopftuch sie, wie eine
Schlanke Walszypresse ihren
Körper hochgerecket. Mitten
In des Hauses Hof sie eilet,
Hinter ihren Hüften trägt sie,
gut verborgen ihr Gewehr.
÷                    
Sieh! Herabstürmt Gjur Kokoti,
Dieser wilde Slaw', vom Berghang,
Stürmt herab wie eine Windsbraut.
Gott, der Herr, wollt' ihn vernichten!
Darum ist in seiner Wut er
Wie mit Blindheit ganz geschlagen,
In der Hand schwingt er ein brennend
Holzscheit, rauchend, Funken sprühend,
nimmt den Weg mit großen Schritten,
Hinter sich zwei Vasovitschen.
Etwas weiter hinten keucht ein
Slawenweib, dem auf dem Rücken
Sie aufladen woll'n die Beute.
Gjur stürmt auf Curr Ulas Haus los,
Will es sengen. Gjur, der Dummkopf,
Hat sein Quäntchen an Verstand ganz
Oben in der Mütze sitzen.
Ist ein wenig vorgelaufen
Den Gefährten. Die Kapica,
Die bekannte Slawenmütze,
Trägt verwegen er gedrückt aufs
Aug' wie einen Eierkuchen,
Und den Saum dess langen Mantels
Hat gerafft er bis zum Gürtel.
Die Novica, das Gewehr, hängt
Unter seiner Schulter dräuend.
Tief im Gürtel steckt der Dolch ihm.
Wie ein Wolf, der aus dem Felsland,
Rennt, ermattet von den Schneesturm,
Also hat dem Hause Curris
Sich genaht der wilde Slawe
Bis auf eines Steinwurfs Nähe.
Da auf einmal schaut er Tringa,
Wie vor'm Haus im Hof sie kauert,
Schön wie Zana auf den Almen,
Auf der Berge hohen Matten,
Wie das Banner stolz, das flattert
An des Heeres Spitze. Seinen
Schritt hat Gjuri angehalten,
Und, erstaunt, spricht er ganz langsam:
"Ist das gar die schöne Ora
Aus des Dormitor Gebirge?
Ist's vom Visitor die Zana?
Ist die Fee herabgestiegen,
Um zu plücken hier im Buschland
Sich ein Zweiglein Salbei oder
In der Talschlucht kräft'ge Nießwurz?


Denn ein schöner Mädchem kannst du
  Bei Sankt Petrus von Cetinje!
Nirgends finden, magst durchwandern
Du die Welt von Ost nach West!
Die hol ich mir, und ich schick' sie
Nach der Schwarzen Berge Heimat,

Dass als Schwiegertochter meiner
Mutter sie im Haus mag helfen!"
÷                
Und der Hund, der Sohn des Hundes,
Lenkt den Schritt nach jenem Platze.
Grad auf Tringa zielt sein Lauf hin.
Aber als er sich ihr nähert,
Wie schnell Tringa da zurückspringt!
Wie schnell sie's das Gewehr emtsichert!
Wie sie nach des Slawen Brust zielt'
Zieht am Züngel mit dem Finger,

Tringa, bist ein Heldenmädchen!
Feuer gibt sie auf den Slawen,

Tringa, bist ein Adlerweibchen!
Trifft ihn mitten in die Brust.
Mög's Cetinjes Fürst nur wissen,
Dass, selbst wenn mit Stumpf und Stiel er
Rottet aus die Shqipetaren,
– So wahr Gott lebt! – nach Albanien
Kommen dennoch nicht die Slawen,
Solang
' auch nur eine einz'ge
Shqipetatentochter lebt.
Denn für Ehre, Glaub' und Heimat
Sterben die Albanermädchen
Freudig, nicht als ob sie stürben,
Sondern als stünd' erst des Lebens
Anfang ihnen jetzt bevor!
÷            
Tringas Huta knallt. Gjuri
Rücklings stürzt tot auf den Felsen
Und sein Bauch bläht auf den Stein sich.
Wollte fetten Kuchen essen,
Konnt' ihn nur in Wasser backen,
Und auch das ging ihm noch schief aus!
Tringa rührt sich nicht vom Platze;
Starr das Aug nach vorn gerichtet,
Its's, als wär das Aug' 'ne Zündpfann',
Daran man Feuer angelegt hat.
Wie sie sieht, dass Gjurs Gefährten
Bei dem Knalle ihrer Pushka
Schnell sich decken hinter einem
Felsblock grad ihr gegenüber,
Wie hat sie sich da gesputet,
Schnell zu ziehn aus dem Gewehrlauf
Der Patrone leere Hülse!
Aber als sie sich bemühte,
Das Gewehr von neu'm zu laden
Mit der zweiten der Patronen,
Da legt an der Slawe Vasil,
Vasil Ndreka, der dem Bergwolf
Ähnlich, er legt an auf Tringa
Die Novica, das Gewehr, und
Trifft just in der Stirne Mitte
Uns're Tringa, unser Mädchen.
Tot zu Boden sinkt jung Tringa,
Tringa, unser armes Mädchen,
Und ihr Körper liegt im Hofe,
An der Haustür Schwell' ihr Haupt.
Ihre sonst so schönen Wangen
Sind jetzt ganz in Blut gebadet.
Eben ging die Sonn' zur Rüste.
Tot war Tringa! Doch du kannst dich,
Grauser Crnagorz, nicht rühmen,
Dass in deine Räuberhände
Lebend sie gefallen wäre,
Sie, der Berge edles Kind!
Abschrift: 09.02.2009>
Gesamttext Canto 1 The bandits englisch Gjergj Fishta  Ende Anfang

÷
F R E Y T H A L L  FRIDOLIN (* 12. Juli 1832 in Pusterwald; † 12. Februar 1903 in Schöder) ein Heimatdichter der Niederen Tauern > 
  Er schrieb volkstümliche Erzählungen, in die er viele Sagen und Redensarten aufnahm. Große Verbreitung fanden seine Novellen wie "Das Hochgericht im Pirkachwald" (bei Oberzeiring) oder "Katharina vom Erlenbrunnen", die verschollen sind. Buchenauer^ Das Hochgericht vom Birkachwald von Fridolin von Freythall alias Jakob Siebenbürger, Kaplan und geistlicher Rat in Pusterwald, Dechant und Pfarrer in Schöder. Es wird die Legende des Pusterwalder „Bruckenbauer Lex“ aus Mitterspiel geschildert. Ein Wilderer, Deserteur, Mörder und Büßer. Vor seiner Festnahme versteckte er sich in der Nähe des Galgens, im Dachboden der Armensünderkapelle. Kurz vor der bevorstehenden Hinrichtung wurde er im letzten Augenblick durch einen Kurier der Kaiserin begnadigt. Die Bauwerke Armensünderkapelle und Galgen befinden sich beim Rastplatz der Straße zwischen Katzling und Unterzeiring. Das Hochgericht im Birkachwald bei Unterzeiring (Oberkurzheim), der Galgen, urkundlich erwähnt 1574, mit der Armensünderkapelle, sind Belege dafür, dass die Liechtensteiner den Sitz des Landrichters in Unterzeiring hatten. 

÷
F Ü S S E L  DIETMAR  
÷GELSOMINA 
 Vor wenigen Tagen erschien im Liliom Verlag mein neues Buch ‚Gelsomina - eine Mückengeschichte in sieben Stichen’. Es erzählt - in bewusster Anlehnung an Wilhelm Buschs berühmte Bildgeschichte ‚Max und Moritz’ - die Abenteuer einer besonders boshaften, heimtückischen Stechmücke.
  Zu Gelsominas Opfern zählen unter anderem ein Bischof, ein Pilot, ein Dressurpferd und ein Vampir. Erhältlich ist ‚Gelsomina’ zum Preis von 14 Euro plus Versandkosten entweder gleich bei mir (kontakt@dietmarfuessel.com oder über mein Bestellformular www.dietmarfuessel.com\5006.htm )
oder aber im guten Buchhandel (ISBN 978-3-934785-42-7).
  Warum identifizieren Kinder sich mit Pippi Langstrumpf und nicht mit Thomas und Annika? Warum mit Michel aus Lönneberga und nicht mit Klein Ida? Warum mit Bart Simpson und nicht mit Lisa? Weil Kinder nun mal Anarchisten sind und daher auch eine große Schwäche für anarchistische, unangepasste Helden haben. Nichts gegen pädagogisch wertvolle Bücher, die Kindern Ängste nehmen oder sie zu erwünschten Verhaltensweisen animieren, aber ich wollte eine Geschichte schreiben, die ohne jede Botschaft auskommt, sondern den Kindern - und natürlich auch den vorlesenden Eltern - schlicht und einfach Spaß machen soll. Die Illustrationen stammen von Hilde Wallner aus Teisendorf. Liebe Grüße aus Ried im Innkreis  dietmar.fuessel   Erster.Stich>
÷
  Biographie  Leitgebstr. 4/24 4910 Ried im Innkreis Österreich Tel 07752/70587 HP @dietmarfuessel.com
  Geb. 23.01.58 in Wels. Von 1973 bis 1977 Schüler am Stiftsgymnasium in Lambach, 1977 Matura. Zwischen 1977 und 1982 diverse Studien in Wien und Linz Germanistik, Pädagogik, Psychologie, Französisch, Holländisch, Spanisch, Suaheli, Päd.AK  und Jus, sowie ausgedehnte Reisen per Autostop durch Skandinavien, Frankreich und Südeuropa.
Von 1983 bis 2001 Lehr- und Wanderjahre in der Schule des Lebens. 2002 Im Zuge der Romanrecherschen Reise nach Kairo und Jordanien, Syrien und Kappadokien nach Hattuscha Hauptstadt des Hethiterreiches. Lebt als Schriftsteller, Biblothekar, Läufer und Biertrinker in Ried im Innkreis.
÷
Wichtigste Publikationen
Wirf den Schaffner aus dem Zug Respektslose Geschichten Eichhorn Verlag  Unterwegs, Lyrik, 1998, Bibliothek der Provinz
Rindfleisch, Roman, 2000 Resistenz Verlag                                       Arbeit ehrt Mensch und Pferd Kurzgeschichten Resistenz Verlag
Die Ermordung Cäsars, Komödie, Wolkenklang Verlag                                                 Enten des Tages Publikation im Wanderer Nr.32
Mitglied der Grazer.Autorenversammlung  Füssel Dietmar Anfang
÷
1998 APHORISMEN 
  Nach der Beichte müssen Katholiken als Buße ein Gebet sprechen, als wäre es eine Strafe, mit Gott sprechen zu müssen. Es macht glücklich, glücklich zu machen. Der Beglückende gewinnt mehr als der Beglückte.
>>Manchmal, in rabenschwarzen Stunden, denke ich sogar, dass es gnädiger für mich wäre zu sterben als das Ende des Weges, auf dem ich mich befinde, miterleben zu müssen.<< 
>>Keiner beklagt sein Unglück lauter als ein Glückspilz, der ein einziges mal Pech hatte.<<
>>Wer ständig von Moral spricht, verfolgt unmoralische Ziele.<<
>>Es ist wichtiger, sich selbst zu besitzen als sich gut zu verkaufen.<<
>>Dein Schicksal liegt in Gottes Hand. Laß es dort nicht liegen. Nimm es dir.<<
>>Ich erwache aus meinen Phantastereien, die alles waren, was ich noch hatte.<<
>>Der größte Hemmschuh meiner Karriere bin ich selbst.<< Füssel Dietmar Inhalt^
÷
2007 Der Presslufthammermann und die Mondscheinsonate
  Der Mann, den ich meine, arbeitet am Presslufthammer. Er macht das schon recht lange. Er ist es gewohnt. Man kann den Lärm spüren. Der Mann hält so viel Kraft in den Händen, dass seine Arme zittern. Er hat einen Schutz auf den Ohren. Der Lärm stört ihn schon lange nicht mehr. Aber er ist natürlich froh, wenn er das Ding abstellen und heimgehen kann. Heim. Er besitzt eine kleine Eigentumswohnung und er ist mächtig stolz darauf. Er hat lange dafür sparen müssen. An der Tür küsst er kurz seine Frau zur Begrüßung, dann schließt er sich, wie jeden Tag, für eine Stunde in einem Zimmer ein. Sie lächelt. Er hört jetzt klassische Musik, da will er ganz ungestört sein, sie respektiert das. Und wenn er nach dieser Stunde herauskommt, ist er so sanft, so ausgeglichen, den ganzen Lärm des Alltags hat er hinter sich gelassen. Er hört jetzt die Mondscheinsonate von Beethoven und gibt sich ganz den zarten Tönen hin, die in so großem Gegensatz zum Gedröhne des Presslufthammers stehen. Er wird ruhig. Immer ruhiger. Es ist, als ob er seine Arbeitskluft zum zweiten Mal auszöge.
  Das ist seine Stunde. Nein, so ist es nicht. Das Geräusch des Presslufthammers dringt durch, durchdringt den unzureichenden Ohrenschutz, der Lärm quält ihn, so lange, bis er ihn nicht mehr wahr nimmt. Aber dafür hämmert es im Unterbewusstsein weiter. Er ist schwerhörig geworden. Er kommt nach Hause und hört Beethoven. Er liebt Beethoven. Doch in die Musik mischt sich ein Stampfen und Dröhnen, das nun doch wieder aus dem Verborgenen hervorquillt, das gibt nicht Ruh und schlägt einen abscheulichen Takt zur Mondscheinsonate.
  Er dreht lauter, lauter, immer lauter, doch das Dröhnen bleibt und er weiß nicht, dass nun auch Schläge von Nachbarsfäusten an die dünnen Wände sind. Bis es an der Tür läutet und einer sich beschwert. Er entschuldigt sich, schaltet den Plattenspieler aus. Vorbei. Nichts von der Mondscheinsonate bleibt zurück, nur das Geräusch des Presslufthammers...Sag, Didi F., was soll das eigentlich? So ein Blödsinn! Leute, die am Presslufthammer arbeiten, hören keine klassische Musik!’ Nun ja, zugegeben, im allgemeinen nicht, aber warum sollte nicht dieser eine...Na schön. Ich gebe es zu. Ich habe diesen Mann erfunden. Es ist ja wahr. Das Ohr dieses Menschen ist kein feines Instrument mehr. Selbst wenn er dafür Interesse hätte, könnte er klassische Musik nicht mehr so wahrnehmen, wie wir das können. Er hat keinen ‚Sinn’ mehr dafür. Er hört Lärm, Lärm, alles ist so laut! Er aber hört es nur leise. Er hasst. Und weiß nicht, was. Er brüllt mit seiner Frau. Und merkt es nicht mal. Er liebt seine Frau noch. Er glaubt, normal zu sprechen. Sie hat bisher noch nie deswegen etwas zu ihm gesagt, sie möchte ihm nicht weh tun. Aber sie beginnt, ihn wegen seines Gebrülls zu hassen und sie weiß, dass sie eines Tages nicht mehr schweigen wird. Dann wird er wirklich schreien wie ein verwundetes Tier, er wird dann nicht zugeben wollen, dass sie recht hat, dass er gehörgeschädigt ist. Er wird nie mehr ein ‚Ich liebe dich’ flüstern. Er hat noch nie Musik von Beethoven gehört. Ab und zu im Radio die ersten Töne, dann dreht er ab oder sucht einen anderen Sender.
  Nach der Arbeit geht er mit den anderen Kollegen fort und sie sitzen in einem Gasthaus an grün gekachelten Tischen und trinken. Trinken viel. Sie alle haben dasselbe Leiden und auch die Hände zittern nach. Das kommt von der Gewalt, die sie damit festhielten. Das ist eine Gewalt, die aggressiv und stumpf zugleich macht. Und taub. Je mehr sie trinken, desto lauter sprechen sie, es schwillt an zu einem einzigen Schrei, sie hören nicht und werden nicht gehört und machen sich allesamt was vor. Und die Leute an den anderen Tischen drehen sich verärgert nach ihnen um und denken: ‚Proleten’.
Währenddessen erfreuen meine Freundin und ich uns an der Schönheit der Mondscheinsonate. Füssel Dietmar Anfang
÷
2007 Schöne Umwelt
  Mutter Natur, ich preise dich und deine Schönheit. An deinem Busen fühle ich mich fast so wohl wie an einem echten, dir habe ich es zu verdanken, dass es mich überhaupt gibt. Ein großes Loblied singe ich dir und bedanke mich bei dir für deine Gaben mit kleinen Gegengeschenken: Mit leeren Blechbüchsen, zerbrochenen Bierflaschen, Plastiksäcken, giftigen Abwässern und meinem alten Kühlschrank. Du hast die Rohstoffe für die Herstellung all dieser Dinge geliefert, da ist es doch nur recht und billig, dass du auch einen Anteil an den fertigen Produkten erhältst, nicht wahr? Oh Wald, sag, warum bist du denn so sauer? Freust du dich denn gar nicht darüber, dass mit deinem Schwinden auch die Häufigkeit von Waldbränden abnimmt? Das ist doch immerhin ein begrüßenswerter Fortschritt! Und, sei getröstet, Wald: Auch wenn du, ermordet von giftigem regen, sterben musst, so gibt es doch nur wenige, die abstreiten, dass dir ein Unrecht geschehen ist, du stirbst also als Märtyrer und ich werde dir daher nach deinem Tod ein Denkmal setzen - eines aus Plastik natürlich. Ruhiger Bach, ich liebe dich! Doch wie klein ist meine Liebe zu dir, verglichen mit der Liebe jener, denen die Fabriken gehören, die dein Ufer säumen. Oh ja, sie lieben dich wirklich, denn gäbe es dich nicht, so wüssten sie nicht, wie sie sich der giftigen Abwässer, die in so einer Fabrik nun mal anfallen, kostensparend entledigen könnten. Oh ihr Pflanzen, ihr schönen, schönen Pflanzen!
  Ihr braucht Stickstoff zum Atmen, so wie ich Sauerstoff dazu brauche. Seid doch nicht so undankbar dafür, dass ich der Luft ein wenig Blei, Teer, Cadmium und ähnliche Nettigkeiten zufüge. Glaubt mir: Stickstoff ohne Cadmium, Blei, Teer und ähnliche Nettigkeiten schmeckt wie eine Suppe ohne Salz. Freilich werden euch diese Genüsse vielleicht nicht auf Anhieb munden, aber, glaubt mir: Ihr werdet euch schon daran gewöhnen, und wenn nicht - tja, euer Pech. Oh Meer, du Ursprung des Lebens!
Es gibt Wissenschaftler, die behaupten, dass du eines Tages der mit Abstand größte Nahrungsmittellieferant der Menschheit sein wirst. Vielleicht stimmt das sogar, doch bis dahin werde ich dich als Mülldeponie verwenden. Du sollst schließlich nicht das Gefühl haben, nutzlos zu sein. Oh Mutter Natur, es heißt, dass ich mich selbst zerstöre, wenn ich dich zerstöre. Aber, was soll's: Sterben muss jeder irgendwann einmal. Also geh gefälligst du mit gutem Beispiel voran. Füssel Dietmar Anfang
÷
2007 Der Würger
  Chefinspektor Rohl galt als umgänglicher Mann, doch wenn er etwas hasste, so waren das unfähige Beamte, unzuverlässige Zeugen, milde Richter, Verteidiger, Briefträger, Zahnärzte, Tiere, Frauen, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, verstümmelte Leichen und Verbrecher. Er war der Boss der Polizeidienststelle des 10. Bezirks, in dem Ruhe und Ordnung herrschten. Chefinspektor Rohl war zu Recht stolz darauf, dass sein Bezirk als der sicherste weit und breit galt, und wenn eine nackte Jungfrau versucht hätte, den Bezirk mit einem Goldklumpen auf dem Kopf zu durchqueren, so wäre sie selbstverständlich binnen kürzester Zeit geschändet und beraubt worden, so wie überall auf der Welt, aber im Anschluss daran wäre sie wenigstens wegen eines groben Verstoßes gegen Sitte und Moral hinter Schloss und Riegel gelandet. Kurz und gut: Hier, im 10. Bezirk, war die Welt noch heil und das Leben noch lebenswert. Nur einer störte den Frieden, und das sogar empfindlich, nämlich ein Würger, der am hellichten Tag auf offener Strasse Frauen zu vergewaltigen und anschließend zu erdrosseln pflegte, was dem tüchtigen Chefinspektor natürlich absolut nicht in den Kram passte. Deshalb ließ er eines Tages seine beiden Unterbullen Kraus und Obermüller zu sich rufen und sprach zu ihnen wie folgt: „Ihr werdet euch sicher schon denken können, worum es geht, sofern ihr zwei Holzköpfe überhaupt denken könnt. Es geht natürlich um den Würger. Die Medien haben uns seinetwegen scharf kritisiert, und auch der Polizeipräsident ist derzeit alles andere als zufrieden mit uns, erst gestern habe ich ein ziemlich grobes E-Mail von ihm bekommen.“
  „Was ist denn ein E-Mail?“ fragte Kraus: „Kann man das essen?“ „Wieviel kostet denn das Kilo?“ erkundigte sich Obermüller. Chefinspektor Rohl seufzte tief. Mit solchen Untergebenen war es alles andere als einfach, die immer mehr um sich greifende organisierte Kriminalität wirkungsvoll zu bekämpfen. Aber andere hatte er eben nicht. Also fuhr er, ohne eine der drei Fragen zu beantworten, fort: „Jedenfalls kann es so nicht weitergehen. Daher erwarte ich von euch, dass ihr diesen verdammten Würger unverzüglich verhaftet und hierher bringt.“ „Nichts leichter als das, Boss“ sagte Kraus: „Sollen wir einen Türken verhaften oder lieber einen Neger?“ „Weder - noch“ antwortete Rohl: „Diesmal muss es leider unbedingt der echte Täter sein. Sonst noch Fragen?“ „Ich hätte da schon noch eine Frage“ sagte Obermüller: „Aber ich weiß nicht, ob das jetzt der richtige Zeitpunkt dafür ist.“ „Fragen Sie.“ „Wo kommen denn eigentlich die kleinen Kinder her?“ „Hinaus!“ brüllte Rohl: „Aus meinen Augen! Hinaus!“ Etwa fünfzehn Sekunden später verließen Kraus und Obermüller die Polizeidienststelle, um ihre Pflicht zu tun. Sie hatten Glück, denn schon nach kurzer Zeit entdeckten sie den Würger, der sich gerade anschickte, eine Frau zu vergewaltigen, die sich nicht einmal wehren konnte, da sie in jeder Hand eine schwere Einkaufstasche trug. „Stehenbleiben! Polizei!“ befahl Kraus.
  Der Würger aber ergriff, statt zu gehorchen, die Flucht, lief dabei allerdings direkt in die Arme der beiden Beamten Huber und Kredlicek vom Nachbarsbezirk. Dies gefiel weder Kraus noch Obermüller, und so forderten sie ihre Kollegen auf, den Mann herauszugeben. „Kommt nicht in Frage“ war die Antwort: „Wir haben ihn festgenommen, also behalten wir ihn auch.“ „Aber wir haben ihn aufgespürt. Also gehört er uns. Gebt ihn sofort her.“ „In unserem Bezirk hat er genauso viele Lustmorde begangen wie in eurem. Und ausserdem: Wem gehört ein Fisch: Dem, der ihn aufscheucht oder dem, der ihn an Land zieht? Na also.“„Blödes Gerede! Dieser Mann ist doch kein Fisch! Und weil er gerade in unserem Bezirk an der Arbeit war, sind natürlich auch wir für seine Verhaftung zuständig.“ „Oh nein. Die Belobigung steht uns zu!“ „Nein, uns!“„Nein, uns!“
Inzwischen hatten sich einige Schaulustige um sie herum angesammelt, die interessiert die Kontroverse verfolgten. Mancher von ihnen steuerte auch einen Ratschlag bei, wie man die Angelegenheit gerecht lösen könnte. „Gebt ihn uns. Wir lynchen ihn, und ihr seid das Problem los“ schlug einer vor. Ein anderer: „Werft doch eine Münze.“ Ein weiterer: „Die Frau soll entscheiden.“ Und ein vierter: „Ach was. Es geht um den Würger, also soll der Würger entscheiden.“ Der letzte Vorschlag wurde von beiden streitenden Parteien gutgeheissen. „Es fällt mir keineswegs leicht, mich zu entscheiden“ stellte der Würger fest: „Was mich erwartet, ist nur zu klar: Ich werden den Rest meines Lebens hinter Kerkermauern verbringen müssen, an einem finsteren Ort, an dem es nur Männer gibt. Deshalb würde ich gern, bevor ich eingesperrt werde, noch eine allerletzte Frau vergewaltigen und erdrosseln. Also werde ich mich für jene Partei entscheiden, die mir das ermöglicht.“ Kraus reagierte blitzschnell, packte die ihm am nächsten stehende Frau und rief: „Da, Würger! Nimm diese!“ „Du, Charly, ich glaube, so geht das nicht“ ermahnte ihn sein Kollege Obermüller. „Und warum nicht?“ „Wir können doch nicht zulassen, dass hier vor unseren Augen erst eine Vergewaltigung und dann sogar noch ein Mord passiert. Es gibt zu viele Zeugen, und wenn nur ein einziger von ihnen nicht dichthält, sind wir die längste Zeit Polizisten gewesen.“ „Das ist wahr“ murmelte Kraus verlegen und liess die Frau los.
   „Na schön“ sagte der Würger: „Da offenbar keiner von euch auf meinen salomonischen Vorschlag eingehen will, sehe ich eigentlich nur noch eine Lösung:
  Ihr lasst mich noch einmal ganz kurz frei und gebt mir einen Vorsprung von - sagen wir, von zehn Sekunden, und wer mich dann als erster einholt, der darf mich verhaften. Einverstanden?“ „Kommt gar nicht in Frage!“ rief Obermüller: „Wir haben ja gesehen, dass du ein ausgezeichneter Läufer bist, also würdest du uns möglicherweise entkommen. Nein, so nicht!“ „Na gut, dann habe ich noch eine andere Idee“ erklärte der Würger: „Dieses Haus dort drüben hat doch sicher einen Keller. Ich werde mich also in diesem Keller verstecken, während ihr oben auf der Treppe wartet, bis ihr bis 100 gezählt habt, und wer mich dann findet, der darf mich verhaften. O.K.?“ Die vier Bullen überlegten kurz, dann stimmten sie zu. Wenig später stieg der Würger also die Kellertreppe hinab, während die Polizeibeamten zu zählen begannen: „Eins...zwei...drei...vier...“ Als sie allerdings endlich bei 100 angelangt waren und in den Keller stürmten, fehlte vom Würger jede Spur. Ganz offensichtlich war er durch ein Kellerfenster entkommen - eine Möglichkeit, an die die Beamten leider nicht gedacht hatten. „Schade“ sagte Kredlicek. „Na, dann eben ein andermal“ sagte Huber. „Jetzt sitzen wir aber ganz schön in der Scheisse“ bemerkte Kraus. „Was wohl unser Boss dazu sagen wird?“ fragte Obermüller. Etwa eine halbe Stunde später kannte er die Antwort auf diese Frage.
Aber eigentlich wäre es ihm bedeutend lieber gewesen, wenn Chefinspektor Rohl ihm statt dessen verraten hätte, wo die kleinen Kinder herkommen. Füssel Dietmar Anfang
÷
2007 Die Fahrkarte
  Ich saß auf einer Reise nach Wien allein im Zugabteil, als der Schaffner eintrat und meine Fahrkarte zu sehen wünschte. Ich erfüllte ihm diesen Wunsch und überreichte ihm mein Ticket. Er aber nahm es und warf es zum Fenster hinaus. „Fahrkarten, bitte“ sagte er wiederum. „Ich habe Ihnen meine Fahrkarte bereits gegeben, und Sie haben sie zum Fenster rausgeworfen!“ rief ich empört. Er aber erwiderte: „Unsinn. Ich habe Ihre Karte noch nicht gesehen und ihre Behauptung ist absurd. Oder haben Sie schon jemals davon gehört, dass ein Schaffner Fahrkarten aus dem Zug wirft? Niemals! warum sollte ich es also tun?“ „Das weiß ich nicht, aber Sie haben es getan!“ „Dafür gibt es keine Zeugen und ich denke doch, dass man Ihnen Ihre Geschichte kaum abnehmen wird. Lösen Sie also sofort eine Karte nach, andernfalls sehe ich mich gezwungen, Sie anzuzeigen.“ „Ich bin ein armer Mensch“ stöhnte ich: „Ich habe kein Geld für eine zweite Karte! Ich flehe Sie an: Lassen Sie mich bitte laufen. Ich werde den Zug auch in der nächsten Station verlassen!“ Er schüttelte nur den Kopf. „Pflicht ist Pflicht“ murmelte er: „Und ich werde keinen Zentimeter davon abweichen.“ „Aber ich hatte doch eine Karte! Ich bin kein blinder Passagier! Sie haben doch eigenhändig meine Fahrkarte aus dem Zug geworfen!“ Er lächelte: „Daran kann ich mich nicht erinnern. Außerdem würde ich so etwas nie tun, so was tut ein Schaffner nicht, dafür wird er nicht bezahlt.“ „Aber Sie! Sie haben es getan!“ „Lassen Sie das blöde Herumgerede, es fühlt zu nichts“ brummte er ungeduldig: „Was ist: Können Sie bezahlen oder nicht?“ „Nein. Unmöglich. Ich habe alles Geld, das ich besaß, für den Erwerb der ersten Fahrkarte ausgegeben.“ „Tja, Freundchen, das ist bitter für dich. Die Polizei wird sich freuen.“ All meinen weiteren Einwänden schenkte er kein Gehör. In Wien angekommen wurde ich verhaftet und in eine kleine, enge Zelle gebracht. Eine Woche später fand die Gerichtsverhandlung statt. Da ich wusste, dass mir niemand die Wahrheit glauben würde, behauptete ich, die Karte wäre mir durch einen jähen Windstoss aus der Hand gerissen worden, doch auch diese Version stieß auf sehr große Skepsis. So wurde ich zum Tode durch den Strang verurteilt. Am Morgen meiner Hinrichtung besuchte mich noch ein Geistlicher in der Zelle. Er meine, meine Chancen, doch noch Gnade vor Gott zu finden, würden sich erheblich verbessern, wenn ich nun doch noch ein volles Geständnis meiner Schuld ablegen würde. Ich aber blieb stur bei meiner Behauptung, dass ich unschuldig wäre und erzählte dem Priester den wahren Sachverhalt, den ich während der Verhandlung verschwiegen hatte.
   Er glaubte mir nicht und versprach mir, dass ich für diese freche Lüge im Angesicht des Todes sicher zu ewigen Höllenqualen verurteilt werden würde. Die Wachen kamen und schleppten mich zum Hinrichtungsplatz - ins Ernst-Happel-Stadion, das bis zum letzten Sitz ausverkauft war. Ich sollte in der Halbzeit eines wichtigen Europacuptreffens hingerichtet werden. Kurz nach dem Halbzeitpfiff des Unparteiischen - Austria führte übrigens 1:0 - wurde ich unter dem wohlwollenden Beifall des Publikums zu dem eiligst in der Mitte des Spielfeldes errichteten Galgen geführt. Schon hatte mir der Henker die Schlinge um den Hals gelegt und mich gebeten, gut von ihm im Jenseits zu sprechen, als etwas völlig Unerwartetes geschah: Eine weiße Taube schwebte vom Himmel herab, flog in schönen Kreisen tiefer und immer tiefer und ließ sich endlich auf meiner Schulter nieder. Im Schnabel aber trug sie - eine Fahrkarte! „Die Fahrkarte! Meine Fahrkarte! Der Beweis meiner Unschuld!“ schrie ich: „Nehmt sie der Taube ab, schnell!“ Mit einem blitzartig ausgeführten Griff entriss der Henker dem Vogel die Karte, blickte kurz darauf und überreichte sie dann dem Richter zur Begutachtung. „Du hast Pech“ sagte der Henker. Damit hatte er recht, denn es handelte sich um eine Fahrkarte nach Bregenz, während ich ja auf der Fahrt nach Wien verhaftet worden war. „Bringen wir es hinter uns“ sagte der Henker und ich nickte betrübt. Er legte mir eine Augenbinde um, löste die Falltür unter mir und ich hauchte rasch mein bisschen Leben aus.
Aus diesem Grunde ist es mir, wie jeder einsehen wird, bedauerlicherweise nicht möglich, das Endresultat des Spieles hier anzugeben Füssel Dietmar Anfang
÷
2007 Die Lebenspille
  Es war spät in der Nacht, als der Chemiker Dr. Carl Calder sein Labor verließ. Er war müde, doch unendlich glücklich, denn nun hatten seine jahrelangen Forschungen endlich Früchte getragen: Er hatte eine Pille entwickelt, die die Zellen desjenigen, der sie einnahm, über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren nicht altern ließ. Wenn also jemand alle zehn Jahre diese Pille einnahm, so war er unsterblich, sofern er nicht durch einen Unfall ums Leben kam. Zuerst hatte der Chemiker versucht, eine Pille mit unbegrenzter Wirkung herzustellen, doch hatte er bald festgestellt, dass eine so hohe Dosis für den Menschen unverträglich war. Immerhin: Seine Erfindung war auf alle Fälle eine der bedeutendsten in der Geschichte der Menschheit. Am nächsten Morgen, als jenes Glücksgefühl wieder verflogen war, gewann er seine nüchterne Logik wieder zurück und begann sich Gedanken über die Anwendung seiner Pille zu machen. Sollte die Lebenspille allen Menschen zur Verfügung gestellt werden? Nein. Das war kaum möglich. Das Problem der Überbevölkerung war bereits groß genug. Alle Menschen unsterblich zu machen würden den vollkommenen Zusammenbruch der Versorgung mit sich bringen, die Menschen müssten dann entweder verhungern oder zum Kannibalismus zurückkehren. Damit hätte also die gute Erfindung Schlechtes bewirkt. Eine Möglichkeit bestünde darin, die Menschen vor die Wahl zu stellen: Sterilisation und ewiges Leben - oder Kinder und früher Tod. Dieser Plan schien ihm barbarisch zu sein. Was, wenn einer, der sich früher für die Pille entschlossen hatte, plötzlich gern auf ewiges Leben verzichten würde, wenn er dafür Kinder haben könnte? Dieser Mensch wäre dann todunglücklich, und schuld daran wäre die Pille. So schloss er auch diese Möglichkeit aus. Sollte er also die Erfindung umsonst gemacht haben? Sollte sich nun keine Anwendungsmöglichkeit für sie finden? Dann endlich kam ihm die Idee: Jedes Jahr wollte er 100 Lebenspillen an Menschen verteilen, die seiner Ansicht nach die positivsten Leistungen für die Menschheit erbracht hatten. Dadurch, dass jene wertvollen Menschen länger lebten, würde die Welt besser werden.In seine erste Liste nahm er besonders viele Wissenschaftler auf, was aber nicht allzu verwunderlich war, da er selbst nicht Wissenschaftler geworden wäre, hätte er nicht gerade von diesem Berufsstand besonders viel gehalten.Auch die Namen der Künstler, deren Werke ihm am meisten zusagten, trug er in die Liste ein und dann noch einige, die sich im Kampf für den Frieden oder gegen die Armut verdient gemacht hatten. Sein eigener Name stand natürlich auch auf der Liste, denn er musste ja weiterleben, um die korrekte Verwendung der Erfindung überwachen zu können. Einem anderen wollte er die Formel nicht anvertrauen, um die Möglichkeit eines Missbrauchs auszuschließen. Allerdings gab er keinem seiner Familienmitglieder die Pille, was sicherlich deutlich zeigte, wie konsequent er seinen Entschluss, nur den hundert wertvollsten Menschen jährlich die Pille zu geben, einhielt. Seine Anverwandten waren darob aber sehr erbost und Frau und Kinder verließen den Wissenschaftler. Das stimmte ihn traurig, doch er wusste, dass die sinnvolle Anwendung seiner Erfindung Vorrang gegenüber persönlichen Gefühlen hatte. Dann machte er öffentlich bekannt, dass er die Lebenspille entdeckt hatte und veröffentlichte gleichzeitig die Liste derer, denen er die Pille im ersten Jahr geben wollte.
   Nur zwei der Auserwählten lehnten ab. Für sie kamen Ersatzleute zum Zug. Und schon hagelte es Proteste auf den armen Chemiker ein. Zuerst meldete sich die Frauenliga und nannte Dr. Calder einen Patriarchen, weil er nur fünfzehn Frauen in die Liste aufgenommen hatte und darunter nicht einmal die Vorsitzende der Weltfrauenkonferenz. Der Wissenschaftler antwortete höflich und bat die Frauenliga, ihm für das nächste Jahr eine Vorschlagsliste zu übersenden, selbstverständlich versehen mit genauen Angaben über die Verdienste der Kandidatinnen. Besonders viele Beschwerdebriefe erhielt er auch von prominenten Politikern, die sich darüber beklagten, dass auf der Liste nur ein einziger von ihnen aufschien. Dr. Calder antwortete, dass er eben nicht mehr Politiker kenne, die sich wirklich um die Menschheit und den Frieden verdient gemacht hätten und bat um eine Vorschlagsliste. Daraufhin erhielt er von Tausenden von Politikern Briefe, in denen sie sich rühmten, mehr für die Menschheit getan zu haben als Gott selbst. Auch der Vatikan beschwerte sich darüber, dass Dr. Calder den Papst nicht auf die Liste gesetzt hatte. Sollte er dieses Versäumnis nicht auf der nächsten Liste nachholen, so sähe sich die Heilige Katholische Kirche gezwungen, ihn zu exkommunizieren.Die Antwort des Chemikers war kurz: „Solange die Kirche ihre Macht dazu benutzt, um Drohungen auszustoßen, wird auch ihr Oberhaupt nicht auf meiner Liste aufscheinen. Erst dann, wenn die Kirche all ihre Kraft dafür einsetzt, für die Nächstenliebe zu wirken, werde ich mit Freuden die Lebenspille an ihre höchsten Würdenträger vergeben.“ Er wurde exkommuniziert. Wenig später starb der alte Papst und der neue nahm ihn wieder auf, in der Hoffnung, dafür die Pille zu erhalten. Als er sich aber in der Hoffnung getäuscht sah, schloss er Dr. Calder gleich wieder aus. Dr. Calder wurde mit Post regelrecht überflutet. Täglich kamen weit über 1.000 Briefe und Dr. Calder musste eine Sekretärin einstellen, da er die Post nicht mehr allein bewältigen konnte.
   Dann wurde ihm der Vorschlag unterbreitet, dass nicht mehr er selbst, sondern eine Kommission über die Vergabe der Pille entscheiden sollte.
Er lehnte den Vorschlag ab, bat aber, dass diese Kommission ihm jährlich eine Vorschlagsliste vorlegen sollte. Es kamen auch Briefe von Familienangehörigen unheilbar Kranker, die den Wissenschaftler anflehten, ihrem Verwandten doch die Pille zu geben, um sein Kleben wenigstens noch um zehn Jahre zu verlängern. Das rührte den Wissenschaftler so sehr, dass er beschloss, fünf der 100 Plätze für solche Fälle zu verwenden. Nach Veröffentlichung der zweiten Liste erreichten ihn viele bittere Briefe, etwa dieses Inhalts: „Unser Vater muss sterben, weil Sie ihm nicht geholfen haben! Denken Sie, dass wir weniger leiden als jene fünf, die Sie ausgewählt haben? Sie sind der Teufel in Menschengestalt!“ So etwas stimmte ihn traurig. Auch die Frauenliga schrieb erbost, er wolle sie wohl verhöhnen, denn auch diesmal hatten nur 20 Frauen die Lebenspille erhalten, während die Liga eine Frauenquote von 50 Prozent forderte. Der Wissenschaftler antwortete: „Sie können mich nicht dafür verantwortlich machen, dass es Frauen immer noch schwerer gemacht wird, wahrhaft Großes zu erreichen, doch ich beurteile nun einmal nicht Fähigkeiten, sondern nur tatsächlich Geleistetes.“ Nach zehn Jahren freute er sich, dass er nur 62 von denen, die auf der ersten Liste gewesen waren, wieder die Pille zu geben brauchte, denn das bedeutete, dass in dieser Zeit viele neue Leute mit ihren Leistungen mehr für die Menschen bewirkt hatten als ein guter Teil der Leute der ersten Liste. Allzu lange währte seine Freude allerdings nicht, denn einer der Zurückgesetzten war darüber dermaßen erbost, dass er den Wissenschaftler erschoss. Damit gab es keine Lebenspille mehr, und da so bald kein Chemiker mit ähnlichen Fähigkeiten geboren werden wird, wie sie Dr. Calder besaß, wird es wohl Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte bis zu ihrer Wiedererfindung dauern.
Vielleicht ist das auch ganz gut so. Füssel Dietmar Anfang
÷
 2002 DIE LESUNG
  Ich sitze auf einem Podium und lese aus meinem neuesten Gedichtband. Plötzlich trifft eine überreife Tomate mich an der linken Schulter."Darf ich fragen, was das soll?" frage ich ärgerlich. Fast im selben Moment zerplatzt eine Tomate mitten auf meiner Stirn. Ich schließe die Augen, um keinen Tomatensaft hineinzubekommen und während ich ein Taschentuch aus dem Hosensack hole, um mir damit das Gesicht zu säubern, werde ich von zwölf weiteren Wurfgeschossen getroffen, von denen mindestens drei rohe, verfaulte Eier sind. Und dann ist der Spuk zu Ende. Offenbar ist ihnen die Munition ausgegangen. Ich wische mir notdürftig mit dem Taschentuch das Gesicht ab und öffne wieder meine Augen. Erwartungsvoll blickt das Publikum mich an. "Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit" sage ich: "Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, daß Sie meinen neuen Gedichtband drüben am Büchertisch auch käuflich erwerben könnenr Er kostet 16 Euro. "Und ich bin selbstverständlich gerne bereit, ihn auch zu signieren." Aber natürlich kauft an diesem Abend kein einziger ein Buch, und kein einziger bittet mich um eine Signatur. Statt dessen hält der Veranstalter mir Schaufel und Bartwisch hin. "Was soll ich denn damit?" frage ich ihn. "Blöde Frage" antwortet er: "Sie haben mit Ihren Texten diese Sauerei verschuldet, also putzen Sie sie gefälligst auch wieder weg." "Also gut" seufze ich und mache mich an die Arbeit. Manchmal hat man es wirklich nicht leicht als Künstler. Und doch würde ich mit keinem Menschen tauschen wollen, und soll ich Ihnen verraten, warum? Weil ich offenbar ein Masochist bin. Dietmar Füssel 180204 
Füssel Dietmar Ende Anfang

÷
G I R T L E R  ROLAND 1941 Wien  MÄUSEKRIEG>
  31.5.1941 geboren zu Wien (Ottakring) als Sohn eines Landarztes und einer Landärztin im Gebirge (Spital am Pyhrn - Oberösterreich). Bewegte Kindheit und Jugend in Wien, in der Lüneburger Heide und in Spital am Pyhrn u.a. mit Bergbauern und mit Flüchtlingen aus dem Osten. Die ersten Freunde waren die Kinder der Wächter des ungarischen Goldschatzes, der auf abenteuerliche Weise nach Spital am Pyhrn gebracht worden war.Volksschule in Spital am Pyhrn.
  1951-1959 Schüler des humanistischen Gymnasiums des Klosters zu Kremsmünster. Matura dortselbst.Studium an der Universität Wien : Jurisprudenz, Ethnologie, Urgeschichte, Philosophie und Soziologie. Während des Studiums Verehelichung und Gelderwerb als Bierausführer, Arbeiter am Wiener Naschmarkt, Ausführer von Fischen und Gemüse, Filmkomparse (z.B. in einem Film mit Omar Sharif) usw.
  1971 Dr.phil. 1971/72 Feldforschung in Indien Ab 1972 am Institut für Soziologie an der Universität Wien. Dazwischen 1973-1975 an der Universität München. 1979 Habilitation an der Universität Wien. Forschungen in Kroatien, in Bauerndörfern Gujarats (Indien), in den Slums von Bombay, in städtischen Randkulturen (Dirnen, Sandler, Ganoven, usw.), bei Polizisten, Bergbauern, Wilderern, bei "feinen Leuten" (Aristokraten, Politikern, Jägern usw.), Schmugglern, den Landlern in Siebenbürgen, über Landärzte, Klosterschüler. Seit Mai 2000 wissenschaftlicher Leiter des Museums "Wilderer im Alpenraum-Rebellen der Berge" in St.Pankraz bei Hinterstoder (Oberösterreich). Girtler.Roland Anfang
÷
DER SCHÖNSTE SIEG
  Herr Roland  Girtler ist am Sonntag, als vagabundierender Kulturwissenschaftler der Kronenzeitung unterwegs. Diesmal besuchte er Die mutigen Kämpfer gegen sich selbst, die Gemeinschaft der Anonymen.Alkoholiker (engl. Alcoholics Anonymous). In diesem Zusammenhang zitierte er einen lateinischen Spruch:
Se vincere optima omnium victoria est. Der schönste SIEG ist, sich selbst zu besiegen.
Mir ist dieser Spruch, aus irgendeinen Gipfelbuch, in einer erweiterten Form in Erinnerung. 
Sich selbst zu bekämpfen ist der größte Krieg, sich selbst zu besiegen ist der schönste SIEG.
Lieber ein stadtbekannter SÄUFER als ein anonymer Alkoholiker.
Solange man sich am BODEN nicht anhalten muss ist man nicht betrunken.
  (Herr), G(g)ib uns die Gelassenheit, Dinge die wir nicht ändern können hinzunehmen, den Mut Dinge die wir ändern können zu ändern und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. Ich kenne diese Redewendung mit den vorgesetzten Herr.
Das Wort Alkohol kommt aus dem arabischen und war ursprünglich ein Mittel für das Färben der Augengrauen. So erfährt man von dem Fahrradfahrer aus Leidenschaft und seinen lebendigen Streifzügen durch alle Gesellschaftschichten immer wieder Neuigkeiten. Ich wünsche ihm und seinen Freunden das Beste.
Girtler.Roland Anfang
÷
Wilderer Rebellen in den Bergen
  2003. 4. unveränd. Aufl. 341 Seiten, 18 schw.-w. Abb. 21 x 13,5 cm Geb. EUR 24,90 ISBN 3-205-99337-3 lieferbar. Der bekannte Soziologe und Kulturanthropologe Roland Girtler widmet sich in der 4. Auflage seines Buches den in zahlreichen Liedern und Geschichten romantisierten Wildschützen. Er zeichnet dabei eine Kultur bäuerlichen Rebellentums nach, die auf eine Zeit zurückgeht, als der Adel seine Jagden noch auf Kosten der Bauern durchführte, die unter dem Wild- und Jagdschaden zu leiden hatten. Vor diesem Hintergrund sind jene Bauernburschen zu verstehen, die zu Wilderern wurden und sich so gegen die Erniedrigung durch die Jagdherren wehrten. Sie genossen nicht nur bei Bauern, Sennerinnen und Dorfschönheiten, sondern auch beim "braven Bürger" hohes Ansehen - als Helden der "kleinen Leute".Girtler.Roland Anfang
÷
RECHENMEISTER>
  Mit dem Rucksack und Langlaufskiern auf den Schultern wandern wir vom Bahnhof Stainach in Richtung Pürgg, dem schönen Dorf über dem Felsen gegenüber dem majestätischen Grimming, dessen Gipfel ich schon erklettert habe. In Pürgg rasten wir. Ich schaue jedes Jahr zu der berühmten JOHANNES>. In dieser sind romanische Fresken aus der Zeit um 1160 zu sehen, die von der byzantinischen Kultur beeinflusst worden sind. Hier in diesem Ort lebten im 18. Jahrhundert widerspenstige, protestantische Bauern, von denen einige unter Maria Theresia aus Glaubensgründen  nach Siebenbürgen  verbannt worden sind. Zu den Nachkommen dieser rebellischen Bauern, sie leben in der Nähe von Hermannstadt, fahre ich regelmässig.
  In Pürgg wurde auch der mir höchst sympathische Professor Dr. Adolf Adam geboren. Er war Professor für Mathematik an der Universität Linz und Mitbegründer dieser. Er ist  übrigens der einzige Rechenmeister Österreichs mit Gewergeschein gewesen. Rechenmeister waren in früheren Zeiten Leute, die für ihre besonderen mathematischen Fähigkeiten so einen Gewerbeschein erhielten, wie zum Beispiel der »Churfürstlich-Sächsische Hofarithmeticus« Adam Ries, der 1539 ein Rechenbuch herausgebracht hat. Mit Adolf Adams Sohn Erik Universitätsprofessor in Klagenfurt, bin ich berfreundet. Aller Adams gedenken wir und ziehen hinunter zur Strasse nach Klachau, der alten Salzstrasse. Quelle Rolands Girtlers Streifzüge Krone 060305  Auszug Girtler.Roland Anfang 
÷
Korres
  180507 MÄUSEKRIEG> Lieber, hoch verehrter Herr Mayer ! Vielen Dank für Ihre lieben Zeilen. Bin stolz, dass Sie meine Geschichte von der Kronenzeitung in Ihr wertes Kapellenbuch übernommen haben.  Es ist wunderbar, was Sie alles festhalten. Man kann viel in Ihren „Schriften“ lernen.  Anbei meine sehr verspäteten Neujahrsgrüße. Ihr Roland Girtler
060305 Der.Rechenmeister^ Lieber Herr Mayer! Sie haben mir mit Ihrem Brief und den Erwähnungen meines Aufsatzes aus der Kronenzeitung in Ihrer wunderbaren Internet-Wanderzeitung eine große Freude gemacht. Vielen Dank.  Ich muss sagen, Ihnen ist mit dieser Zeitung etwas Großartiges gelungen.  Ich werde jetzt zu Ostern dieser Wanderung über Pürgg nach Aussee wieder marschieren. Ich wünsche Ihnen weiterhin Erfolg Ihr Roland Girtler
Wanderer der du ziehst vorbei im Kapellenbuch>Wilderer vom Grimming im Grimmingbuch>   Girtler.Roland Ende Anfang

÷
  G O E T H E  JOHANN WOLFGANG (von) 1782 - 1832  Quelle   Tischbein--Galerie-Quellentext-Zitate LESEPARK NEUMARKT^
NACHTLIED>GRANIT>


Ich ging im Walde

so für mich hin
und nichts zu suchen
das war mein Sinn

Im Schatten sah ich
ein Blümlein stehn
wie Sterne leuchtend
wie Äuglein schön.

Ich wollt´ es brechen,
da sagt es fein
soll ich zum Welken
gebrochen sein?

Ich grub's mit allen
Würzlein aus.
Zum Garten trug ich's
am hübschen Haus

Und pflanzt es wieder
am stillen Ort
Nun zweigt es immer
und blüh't so fort.

÷
1963 G U T S C H E  EDDA 
Klintehaven 12 DK-2630 Taastrup Dänemark geb. 1963 lebt in Dänemark schreibt Lyrik und Prosa letzter Einzeltitel: Geißblattgeflüster, 1999, Scheffler Verlag Herdecke 091002
÷
                      GEISSBLATTGEFLÜSTER   Sonnenaufgang^
÷
Die weisse Uhr
Ich habe eine Uhr,
der die Zeit immer vorauseilt.
Sie hängt an der Wand –
schneeweiss – als wüsste sie es nicht.
Und manches Mal, wenn sich
die Uhr erinnert, erklingt
aus ihrem dunklen, zugeschlossenen
Zimmer ein warmes Gong
Als hätte sie gesagt Das war’s –
und es war schön. Als läute sie 
die Stunden aus statt ein und
ginge weiter, still, als müsse das so sein.
Sie sieht die Zeit von hinten –
flatternde Mähne, Pferdeschweif,
ein langer Rücken und ein rascher Gang –
und tickt ihr hinterher in all die Räume,
welche die Zeit schon urbar machte,
als meine Uhr noch in Gedanken war.
÷
          Hampshire   
Lächelnde Tage,
blütenbesät.
Unglaubliches Grün
der Wiesen
und Bäume.
Dramatisch klingt
die Sinfonie
der Zeit, und
Tagträume malen
ihre Kreise.
Im Meer ist Liebe,

Nichts als Liebe…
÷
 Sonnen AUFGANG 
Ein roter Schrei –
das Meer gebärt:
Blau, blau, und
aus dem Spiegel
lodert Feuer
wie am ersten Tag.
Die Sonne steigt.
Sie eilt, als wäre
ihre Zeit bemessen,
als fürchte sie,
zurückzusinken
in die tiefe See.
Flammend, blendend
blüht sie auf,
verliert das Rosa
ihrer Jugend,
verschenkt sich
an den Tag. 
Gutsche Edda Ende Anfang 

÷
H E B B E L  FRIEDRICH  1813 - 63 >>-Zitate Ges.Wien          
Auf einer Lilie zittern zwei Tropfen ROSSALM>
                                                       
                2003 Der letzte Baum
                                                   So wie die Sonne untergeht,                                    

                                                     Gibt,s einen letzten Baum,                                        
           Der wie in Morgenflammen steht              
Am fernsten Himmelssaum.
 
Er ist ein Baum und  weiter nichts;
Doch denkt man in der Nacht
Des letzten wunderbaren Lichts,
So wird auch sein gedacht.
 
Auf gleiche Weise denk' ich dein,
Nun mich die Jugend läßt:
Du hältst mir ihren letzten -Schein
Für alle Zeiten fest. Friedrich Hebbel

÷
H E I N E HEINRICH  1797 -1856 HEINE-NET 
Loreley
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten
Daß ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein.

Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar,
Ihr goldnes Geschmeide blitzet
Sie kämmt ihr goldenes Haar.

Sie kämmt es mit goldenem Kamme
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame
Gewaltige Melodei.

Den Schiffer im kleinen Schiffe
ergreift es mit wildem Weh,
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh.

Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Lorelei getan.

Liste der Vertonungen:
1.) Zdenko Fibich (1850-1900) , "Loreley" , op. 7 (4 Ballade) no. 3 (1872).
2.) Ulf A. Grahn , "Die Lorelei" , (1985) [Alt, Violine, Violoncello, Klavier], aus Drei Deutsche Volkslieder, Nr. 2
3.) Wilhelm Killmayer (1927-) , "Die Loreley" , (1994-5,)[Tenor und Klavier], aus Ein Liederbuch nach Gedichten von Heinrich Heine, Abteilung IV
4.) Johanna Kinkel (1810-1858 ) , "Die Lorelei" , op. 7,4
5.) Franz (Ferencz) Liszt (1811-1886) , "Lorelei" , S. 273.
6.) (Joseph) Joachim Raff (1822-1882) , "Loreley" , op. 98 ,26 (1855-63), Sanges-Frühling, Nr. 26.
7.)Clara Schumann, (1819-1896) , "Lorelei"
8.)(Philipp) Friedrich Silcher (1789-1860) , "Lore-Ley"
9.)Anton Urspruch (1850-1907) , "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten" , op.  (Liebeslieder nach Texten von Heinrich Heine), Heft 4 Nr. 3, (1876)
Heine Heinrich Ende 
Anfang

÷
  H E S S E  HERMANN 1877 - 1962
WELTLITERATUR>WANDERLUST> Lesepark Neumarkt: Himmelsbuch^Hessemontagnola.ch      -Galerie-Zitate
              
÷
H Ö L D E R L I N  FRIEDRICH 1770-1843 > -Galerie-Quellentext  TEXTONLINE HYPERION-ONLINE
In den Tiefen der GEBIRGSWELT wird das Geheimnis> ÷ GÖTTLICH tönt uns erst im tiefsten Leid> ÷ Alles prüfe der Mensch, sagen die HIMMLISCHEN> ÷ O Land des HOMER! Der>in der Weltliteratur  ÷ Göttliche.NATUR> ÷ Die KUNST ist der Übergang Knallstein-Antenoria> ÷ LEBENSZEITEN> ÷ Das LOS der unsterblichen Götter> ÷ So SCHÖN ist‘ doch hienieden> ÷ TOD fürs Vaterland÷ TRÄUMT nicht euer Leben>

"Was kümmert mich der Schiffbruch der Welt, ich weiß von nichts als meiner seligen Insel", heißt es bei Friedrich Hölderlin.

÷
An die Parzen
Nur Einen Sommer gönnt, ihr Gewaltigen!             Und einen Herbst zu reifem Gesange mir,
Daß williger mein Herz, vom süssen                            Spiele gesättiget, dann mir sterbe.

Die Seele, der im Leben ihr göttlich Recht Nicht ward, sie ruht auch drunten im Orkus nicht;
Doch ist mir einst das Heil'ge, das am                   Herzen mir liegt, das Gedicht gelungen; 

Willkommen dann, o Stille der Schattenwelt! Zufrieden bin ich, wenn auch mein Saitenspiel
Mich nicht hinabgeleitet; Einmal                  Lebt' ich, wie Götter, und mehr bedarfs nicht.

÷

H O M E R  Lebte im 8. Jahrhunderts v. Chr. >
  • "Aber der Mensch entwirft, und Zeus vollendet es anders." - Ilias, 18. Gesang, 328
  • "Besser, wer fliehend entrann der Gefahr, als wen sie ereilet!" - Ilias, 14. Gesang, 81 / Agamemnon
  • "Denn gerne gedenkt ja ein Mann der Trübsal." - Odyssee, 15. Gesang, 400 / Eumäus
  • "Denn ich begleitete dich als Knab' im Garten; wir gingen unter den Bäumen umher, und du nanntest und zeigtest mir jeden. Dreizehn Bäume mit Birnen und zehn voll rötlicher Äpfel schenktest du mir und vierzig Feigenbäume." - Odyssee, 24. Gesang, 337-341 / Odysseus
  • "Denn im Unglück altern die armen Sterblichen frühe." - Odyssee, 19. Gesang, 360 / Penelope
  • "Doch wir horchen allein dem Gerücht und wissen durchaus nichts." - Ilias, 2. Gesang, 486
  • "Dulde, mein Herz! Du hast noch härtere Kränkung erduldet." - Odyssee, 20. Gesang, 18 / Odysseus
  • "Ehre den älteren Menschen verleihn die unsterblichen Götter." - Ilias, 23. Gesang, 788 / Antilochos
  • "Ein jeder, dem gut und bieder das Herz ist, liebt sein Weib und pflegt es mit Zärtlichkeit." - Ilias, 9. Gesang, 341f / Achilles
  • "Ein Wahrzeichen nur gilt: das Vaterland zu erretten!" - Ilias, 12. Gesang, 243 / Hektor
  • "Erduldenden Mut verlieh den Menschen das Schicksal." - Ilias, 24. Gesang, 49
  • "Es mehrt unendliche Trauer das Elend." - Odyssee, 18. Gesang, 174 / Eurynome und 19. Gesang, 120 / Odysseus
  • "Immer der Erste zu sein und voranzustreben vor andern." - Ilias, 6. Gesang, 208
  • "Nur einer sei Herrscher." - Ilias, 2. Gesang, 204
  • "Siehe, kein Wesen ist so eitel und unbeständig wie der Mensch." - Odyssee, 18. Gesang, 130 / Odysseus
÷
J U V A  JOSEFA 1930 Dankeschön Religion>20Jahre.Schwarzatal >Schwarzatal                            Quelle  Verlag
 Josefa Juva "Aus der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft", biographische Notizen circa 120 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen 20,3 x 14 cm (Höhe x Breite), Broschure circa Euro 15,00/sfr 27,30 ISBN 3-85481-035-0 ISBN 13 978-3-85481-035-3 In Vorbereitung für Herbst 2006.
Über das Buch
  „Ein Tag ist wie jeder andere, aber es ist doch jeder Tag anders." Aus dieser Erkenntnis heraus hat sich Josefa Juva die Zeit genommen, ihre Beobachtungen und Gedanken, die sie oft nächtelang wachgehalten haben, endlich aufzuzeichnen und mit anderen Menschen zu teilen. Sie denkt über die kleinen und großen Dinge im Menschenleben nach, über die ganze Natur und einzelne kleine Spatzen.
Eine Stimme aus dem Volk
Österreich wird ausverkauft, weil die Finanzen nicht mehr stimmen.
Es nimmt abwärts seinen Lauf, weil kluge Köpfe das bestimmen.

Österreich, Du wirst verscherbelt ohne Rücksicht auf Verluste,
sehr traurig schaut es aus für Heimatland - Bewußte.

Ist das g'scheit, so frage ich die zuständigen Leute,
wird das Volk auch noch verkauft, vielleicht morgen, vielleicht heute?

 
Von höchster Stell' wird das entschieden,
die Staatskasse hängt zu tief.
Das gibt Ärger, keinen Frieden,
hoffentlich geht da nix schief.

Was geschieht hinter den Kulissen,
am Ende kommen alle drauf,
das Volk wird es dann büßen,
wenn nix mehr da ist, dann hört's auf.
Ganze Woche Nr. 41/2004 Autorin Frau Josefa Juva  Quelle

÷
K E R N S T O C K  OTTOKAR 1848-1928 Gottes Tempel> >  

÷
K L Ö P F E R   JOHANN 1867 - 1944                                            Da Russ> 
 Feierobend>Feierobend>Grimming Andacht
              
                ÷
K L O P S T O C K  FRIEDRICH GOTTLIEB 1724 - 1803  Vater.Unser>Lethes.Strom>
               
                   
÷
L E N A U  NIKOLAUS 1802 - 50 P.>  -Source-Galerie  Gedichte 
 
> ÷ Gedicht "An den Tod">+>+>+>
Vergib, vergib Geliebter> ÷ Waldkapelle>Menschen welche eine Höh´ erklommen>
Wer zum Abgrund schwindellos gesehen> ÷ See und Wasserfall> 
O Menschenherz was ist Dein Glück?1.) Grimming.Weißrinnspitz>2.)>
Buch-Gedichte   Lenaugrab   Grabnachbar und Freund war und ist Hammer Purgstall^ 
 
BLG
ZUFÄLLE Quelle Lenaukreuz.Krippelberg>
I. Der 186. Geburtstag von Nikolaus Lenau 13.08.1802 - 22.08.18950, dem Schirmherrn des Kreuzes, hat den gleichen Tag und das gleiche Monat des Datum der Kreuzeinweihung.
II. Der Grimming mit 2351m und der Krippelberg mit 351m haben eine Höhendifferenz von 2.000m.
III. Am 13.08.1937 um 11:00 machte Nikolaus Lenau folgende Eintragung in sein Tagebuch:
4.3 DIE MUTTER NIKOLAUS LENAUS Es war der Tag meiner Geburt. Meiner Mutter war dieser Tag vor 35 Jahren ein banger und froher wie kein anderer, denn meine Geburt war äußerst schmerzlich und gefährlich, und ich war ihr vom ersten Augenblick meines Lebens das Liebste. Sie ist längst begraben. Sie hat mich zurückgelassen als dein vorbestimmtes Erbe. Du darfst es nicht antreten und dennoch habe ich auf dein Leben einen gewaltigen Eingriff getan; vielleicht ist es in Trauer gewandelt. Meine Mutter ist schuldlos daran. Sie wird sich aber freuen an unserem Unglück, an unserer Liebe. Es ist mir doch sehr wohl dabei, so heimlich für dich zu bluten. O du liebes gewaltiges Weib meiner unglücklichen Liebe!

FRIEDHOF DER ENTSCHLAF’NEN TAGE
,

Schweigende Vergangenheit.
Du begräbst des Herzens – Klage,
      Ach und seine Seligkeit.
 
÷
L E S E P A R K  NEUMARKT 
÷
Erd-Charta Textbeispiele (aus rund 60 Texttafeln)
  Wir stehen an einem kritischen Punkt der Erdgeschichte, an dem die Menschheit ihre Zukunft wählen muss. Da die Welt zunehmend miteinander verflochten ist und zerbrechlich wird, birgt die Zukunft gleichzeitig große Gefahren wie große Chancen. Wir müssen uns zusammenfinden, um eine zukunftsfähige Weltgesellschaft zu schaffen, die sich auf Ehrfurcht vor der Natur, die allgemeinen Menschenrechte, wirtschaftliche Gerechtigkeit und eine Kultur des Friedens gründet. Auf dem Weg dorthin ist es unabdingbar, dass die Völker der Erde, Verantwortung füreinander übernehmen, für die größere Gemeinschaft allen Lebens und für künftige Generationen... (aus „Erd-Charta“, veröffentlicht von der Erd-Charta-Kommission nach ihrem Treffen am 12. bis 14. März 2000 in der UNESCO-Zentrale in Paris)
                             Reiß keine Blume ab!                                
  Siehst Du ein Pflänzchen, auch das gewöhnlichste, vor dir auf deinem Pfade, tritt so, dass du es nicht zertrittst, wenn Du es vermeiden kannst! Gehst Du mit Kindern in die Natur, las sie nicht gedankenlos Blumen brechen, sondern wage, sie von den ersten Jahren an zur Ehrfurcht vor dem Leben zu erziehen! Mache dich meinetwegen vor gedankenlosen Menschen lächerlich, die über solche Marotten spotten. Aber die Kinder werden von dem Schauer des Geheimnisses ergriffen werden und dir einmal danken, dass Du die große Melodie der Ehrfurcht vor dem Leben in ihnen geweckt hast
Die Spottenden selbst aber werden von der elementaren Wahrheit in dem, was sie ungewohnt berührt, mehr bewegt, als sie zu gestehen werden. (aus Albert.Schweitzer in Peter Raab, Naturlust, Herder Spektrum, Freiburg 1996)
Die Natur der große Lehrer
  Die Anweisungen des Schöpfers sind niedergeschrieben in unseren Herzen und Gedanken, in den heiligen Schriften der Natur, die jeder für sich selbst lesen kann – tagtäglich in kleinen Geschöpfen, in den Gräsern und Bäumen, in den wachsenden Dingen, in Wind und Donner und Regen, in den Meeren, Seen und Flüssen, in Gebirgen, Felsen und Sand, in der gewaltigen Kraft der Sonne, dem Zauber von Großmutter Mond, in den Geheimnissen der Sterne. Alle diese spirituellen Wesen sind unsere Lehrer. (aus Saupaquant Akwesasne in Worte wie Spuren, Herder, Freiburg 1985)
Vorerst habe ich das gelungene Natur Kultur Projekt virtuell bestaunt. In der Schöpfung gibt es ja auch ohne Bücher viel zu lesen und zu bewundern. Sobald ich mich wieder in der steirischen Heimat aufhalte werde ich den Lese Park, als Gegenpol zu der grösstenteils naturfremden Gästewirtschaft, wahrnehmen. Weiterhin ein gutes Gelingen Bruno Mayer.
Der Park ist ganzjährig geöffnet, der Eintritt ist frei. Bezirk Murau Steiermark   Das Buch vom Lese Park: Spirit Parks wollen eine innovative Synthese von Natur, Kunst und Spiritualität bilden. Sie schaffen Verbindungsräume von Mensch, Natur und Kosmos. Autor: Karner, Matthiessen ISBN: 3-85365-218-2 Stocker.Verlag  Lesepark Anfang
 
    Entwurf Boote zur Ausfahrt bereit Energiegeheimnis Harrer Heinrich Gedenken^
 
EBEH
 
Entwurf Gaiaeingang   Holzbuch  Holzkugel    ^
 
EGHH
 
 Säulentempel^ Goethe^ Naess Arne  Lattenluftbuch Stammauflösung  Latten- Luftbuch Im Zwischenraum lebt das Wesentliche
 
SGNLS
 
Entwurf