Ein
unermüdliches Wirken für das Brot der
Armen gegen den Hungertod, Soziologe und Autor JEAN Z I E G L E R
Schweiz *1934![]() ![]() A B
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Salzburg
Festspiel Neugestaltungs Versuch des
durch die Zierglerausladung verloren
gegangenen Gesichtes.
Festspiel Salzburg Präsidentin
Salzburg Helga Rabl-Stadler mit
Jedermanngesicht Entfaltung 2012 ?
Die Bacher ORF Tochter behielt den
Schreibnamen ihres Geschiedenen, nun nach
der Hautspannung mit verspanntem fremden
Gesicht und den
Spannungsrückständen unter dem
Kinn und hinter den Ohren. "Ich habe
meinen Möchteger-Mörder
überlebt". "Ich melde mich zum Thema
anfüttern nicht mehr zu Wort".......
Tätigkeitsbereich: Vertretung der
Festspiele nach außen, quasi
„Außenministerin der
Festspiele“. Atomfledermaus
Z I E G L E R JEAN PORTRÄT 2004-02-25
Ziegler,
geboren 1934 im schweizerischen Thun, ist
Soziologe und Autor. Sein Interesse
für die ökonomische und
politische Situation der
Länder der dritten Welt und
für die modernen Formen des
Klassenkampfes begann früh. Nach
seiner ersten Anstellung für die UNO
im Kongo (1962 - 1965) war für ihn
klar: "Ich habe mir geschworen, nie
wieder, auch nicht zufällig, auf der
Seite der Henker zu stehen." Zahlreiche
Bücher zeugen für sein
wissenschaftlich fundiertes und den
Menschenrechten verpflichtetes Engagement.
Ziegler war über 20 Jahre
sozialdemokratischer Abgeordneter im
Schweizer Nationalrat (1967 - 1983 und
1987 - 1999) und lehrte bis Mai 2002 als
Professor für Soziologie an der
Universität Genf. Ziegler ist derzeit
UN - Sonderberichterstatter für das
Recht auf Nahrung. Sein jüngstes Buch
"Die neuen Herrscher der Welt und ihre
globalen Widersacher" (Bertelsmann,
München 2003; 318 S., 23,60 Euro) ist
eine schonungslose Abrechnung mit den
Profiteuren der Globalisierung.
Der Aufstand des Gewissens: Die nicht-gehaltene Festspielrede. 2011; Ecowin Verlag, Salzburg 2011; 16 S., 2,50 € Der Hass auf den Westen. Wie sich die armen Völker gegen den wirtschaftlichen Weltkrieg wehren, Bertelsmann, September 2009, ISBN 3-570-01132-1 Das Imperium der Schande. Der Kampf gegen Armut und Unterdrückung, Bertelsmann, 2005, ISBN 3-570-00878-9; dazu: Polar-Rezension Die neuen Herrscher der Welt und ihre globalen Widersacher, Bertelsmann, München 2003, ISBN 3-570-00679-4 Vorwort in James H. Hatfield: Das Bush-Imperium. Wie George W. Bush zum Präsidenten gemacht wurde, Atlantik Verlag, Bremen 2002, ISBN 3-926529-42-3 Die Schweiz, das Gold und die Toten. Goldmann 2002, ISBN 3-442-12783-1 Wie kommt der Hunger in die Welt? Ein Gespräch mit meinem Sohn, Bertelsmann, München 2002, ISBN 3-570-30059-5 Wie herrlich, Schweizer zu sein. Goldmann 2002, ISBN 3-442-15003-5 Die Barbaren kommen. Kapitalismus und organisiertes Verbrechen, Goldmann 1999, ISBN 3-442-15029-9 Das Gold von Maniema. Knaus 1996, ISBN 3-8135-0032-2 (Neuauflage im Verlag neuer Weg, 2010, ISBN 978-3-88021-378-4) Der Sieg der Besiegten. Unterdrückung und kultureller Widerstand, Hammer 1992, ISBN 3-87294-382-0 Die Schweiz wäscht weißer. Die Finanzdrehscheibe des internationalen Verbrechens, Droemer Knaur 1992, ISBN 3-426-04857-4 Genossen an der Macht. Von sozialistischen Idealen zur Staatsräson, Athenäum 1988, ISBN 3-610-08505-3 Das Schweizer Imperium. rororo 1986, ISBN 3-499-17496-0 Die Lebenden und der Tod. Ullstein 1986, ISBN 3-548-35154-9 Gegen die Ordnung der Welt. Befreiungsbewegungen in Afrika und Lateinamerika, Hammer 1986, ISBN 3-87294-272-7 Afrika: Die neue Kolonisation. Luchterhand 1980, ISBN 3-472-88017-1, Titel der Originalausgabe: Main basse sur l'Afrique, Éditions du Seuil, 1978, (vergriffen)
In der „Presse“
und in der „Presse am Sonntag“ ist man
der Ansicht, dass man auch Texte von
Autoren publizieren sollte, die man
für Ideologen und/oder Moralisten
und/oder Idioten hält, wenn es
sich dabei um Menschen handelt, deren
Hervorbringungen von einer
signifikanten Zahl von nicht
entmündigten Menschen für
beachtenswert gehalten werden. Das ist
der Grund, warum wir Ihnen heute einen
Vorabdruck von Jean Ziegler
präsentieren.
An michael.fleischhacker@diepresse.com 30. Juli 2011 Gewisse Wörter werden nicht saloonfähig, wenn sie vom Herrn Fleischhacker in der Presse geschrieben werden. KULTUREKLAT
Eklat vor den Salzburger
Festspielen „Der Aufstand des Gewissens“. Der Genfer Soziologe
Jean Ziegler war Sonderberichterstatter
der UN für das Recht auf Nahrung.
Seit 2008 ist der Bestsellerautor
Vizepräsident des Beratenden
Ausschusses des UNO-Menschenrechtsrats.
Der Schweizer Soziologe und
Globalisierungskritiker Jean Ziegler
sollte die Eröffnungsrede bei am
Mittwoch beginnenden Salzburger
Festspielen halten. Kurz nach seiner Einladung durch das Land Salzburg wurde er jedoch wieder ausgeladen wegen seiner angeblich engen Beziehung zu Muammar al-Gaddafi. Elfriede Jelinek , Peter Turrini und Michael Scharang solidarisierten sich mit dem Schweizer Intellektuellen. Ziegler bezeichnete Vorwürfe, er sei Gaddafi verbunden und habe einen Menschenrechtspreis von diesem erhalten, als Lüge und Diffamierung. Lesen Sie dazu auch: Dürrekatastrophe: Der Skandal des Jahrhunderts Hungersnot in Afrika: UN-Treffen in Rom dringt auf «schnelles» Handeln Er vermutet, Schweizer Großsponsoren der Festspiele wie etwa Nestlé und Crédit Suisse hinter der Absage. Wir veröffentlichen die nicht-gehaltene Rede. Die gehaltene Rede wird morgen, (als 2.Wahl) aus dem Mund von Joachim Gauck kommen, (er glaubt bezüglich Ziegler bedingungslos Burgstaller). Quelle Bei der Schreibnamen Ähnlichkeit erinnert man sich unwillkürlich an Reinhart Gaugg der FPÖ und seine Nazi Deffination. In der Zeit von 1989 bis 1991 war Reinhart Gaugg> Abgeordneter zum Kärntner Landtag, in der Zeit von 1985 bis 1989 Gemeinderat in Klagenfurt. 1991 wurde er Vizebürgermeister der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt, eine Position, die er bis 1997 innehatte. 1992 bis 1994 war er geschäftsführender Landesparteiobmann der FPÖ Kärnten, 1999 bis 2002 stellvertretender Klubobmann der FPÖ im Nationalrat. Nach dem 1. Alkoholexzess am Steuer nahm er von der Spitzenposition in der PVA Abstand, nach dem 2. wurde sein Parteiaustritt mit 352.000 Euro belohnt. (Ein typisches, bedauernswertes, tragisches, österreichisches Politschicksal und wie man hier zulande mit einer Nazi Deffination Geld machen kann. Es ist erstaunlich und im höchsten Maße faszinierend, wie die vermoderte, alljährliche ORF Standard Silvester Fledermaus mit künstlerisch erhebenden Aspekten gestaltet wurde und mit welcher Hingabe und Begeisterung alle Mitwirkenden spielten, sangen und musizierten. Leider wurde diese Aufführung vom ORF und der österreichischen Presse als Katastrophe serviert und deshalb ignoriert und nicht übertragen. Der Grund, in Salzburg wird die Festspielpräsidentin politisch besetzt; unglücklicherweise zur Zeit durch die Tochter des ehemaligen ORF General Intendanten Gerd Bacher die auch die Ex Frau des Herausgebers des Kuriers ist. Die Frau Rabl Stadler, die selbst einmal Reporterin war und später dann als Salzburger - Handelskammer Präsidentin untragbar wurde, ist für jeden Kunstfreund ein Gallenreiz. Wenn es nun in Österreich, ähnlich wie damals bei Thomas Bernhards und Peymanns Heldenplatz, zu Unkenrufen von der Festspielpräsidentin auch gegen die schreibende Zunft - im ORF ZIB gekommen ist, hat sich diese Protektion Dame enttarnt. Auch der Kunstkritiker des Kuriers Hr. Endler artikulierte in diesen Zusammenhang unvornehm seine Befriedigung über den Abgang von Hr. Mortier aus Salzburg. ARTE übertrug die Fledermaus im TV und ich habe selten so gelacht wie bei dieser Übertragung, auch die Betroffenheit des österreichischen Banausentums sorgte für Humor. Die Aufführung hat so manches Freudsche, der von Ringl beschriebenen österreichischen Seelen, humorvoll mit Kunstgefühl veranschaulicht. POST
office@festspielfreunde.at>
Betreff: AW: Re: Die Fledermaus in
der Felsenreitschule Sg. Frau
Brigitte Ritter, ich danke für
Ihre Reaktion, Ihr Eindruck in Ehren
- Sie verwechseln mich mit einer
Dampf Lokomotive und es ist kein
Wunder, dass Sie dabei nicht schlau
werden können. Wenn sich die
Frau Präsidentin im Spiegelbild
der Fledermaus als eine von der
Salzburger verlogenen Gesellschaft
Betroffenen im TV gebärdete -
ist dies auch eine Visitenkarte
Ihrer Festspielstadt und es ist Ihr
Problem Frau Ritter. Es gibt eben
Personen die unter dem Deckmantel
der Kunst ihr Schnorrertum Dasein
fristen und außer dem ab
schmusen von Tenören mit der
Muse nichts gemeinsam haben, auch
das ist Ihre Festspielaura Frau
Ritter. Wenn die schreibende Zunft
jedoch öffentlich im TV von der
Salzburger Festspielpräsidentin
beleidigt wird, erlaube ich mir zu
reagieren.
Der letzte Streich des ORF General Bachers war seine Tochter, die als Salzburger Handelskammerpräsidenten keinen Anklang mehr fand, als Präsidentin der Salzburger Festspiele >
zu küren. Ihr Körper
besiegte den Geist und sie
küsste vor lauter kulturellen
Ergüssen gar manchen
stattlichen Tenorstar vor der
laufenden Kamera.Ihr ehemaliger Gatte der Herr Rabl ließ im Kurier die Rubrik Kultur mit der Rubrik Medien zusammenlegen. Wenn man vorher zu mindesten gewusst hatte, wo die Kultur hätte sein sollten, so wurde jetzt auch diese letzte Kulturspur entfernt. Ein Kolumnist dieses Blattes griff nach der Asche Dantes, er krönte Dante zum Vater der italienischen Sprache, seine Asche, von Raumpflegerinnen gefunden, wurde zu Knochenstaub. Was aber geschah mit den anderen fünf Staubsäcken? Ein Teil davon soll 1987 von Forschern im Dachboden des Senates von Rom in einem Medaillon gefunden worden sein. Wenn nun der Herr Brodi dieses Amulett trägt, brauchen wir uns um die Fortsetzung der >
Komödie keine Sorgen machen.Da lobe ich unsren jetzigen Präsidenten Fischer >
im Nachhinein, er bezahlte zu
mindesten seine illegale Pflegekraft
für seinen Vater, Bacher musste
aus finanzieller Not, in seiner ORF
Dienstzeit sogar in einer gratis
Luxuswohnung im unteren Belvedere
vorlieb nehmen. Der Aufstand des
Gewissens
1 2Die nicht-gehaltene Festspielrede 2011; Ecowin Verlag, Salzburg 2011; 16 S., 2,50 €.
„Sehr verehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde der
Zivilgesellschaft. Vom Land Salzburg
wurde ich als Eröffnungsredner
zu den diesjährigen Festspiel
eingeladen und dann wieder
ausgeladen. Allem Anschein nach
geschah das auf Druck einiger,
besonders schweizerischen
Großkonzerne und
Großbanken, die zu den
wichtigsten Sponsoren des Festivals
der Festspiele gehören. Die
Plattform der Zivilgesellschaft
hat mich gebeten, die Rede die ich
bei der Eröffnung nicht halten
kann, niederzuschreiben. Ich bin der
unerhört lebendigen,
dynamischen Zivilgesellschaft sehr,
sehr dankbar für diese
Solidarität. Ich danke
insbesondere der Partei
der Grünen, der
Robert
Jung Stiftung, dem Verlag
Ecowin der die Rede in
Buchform veröffentlicht hat und
jetzt die nicht gehaltene
Rede“(Videoeinleitung):
"Sehr verehrte Damen und Herren, alle
fünf Sekunden verhungert ein Kind
unter zehn Jahren. 37.000 Menschen
verhungern jeden Tag und fast eine
Milliarde sind permanent schwerstens
unterernährt. Und derselbe
World-Food-Report der FAO, der
alljährlich diese Opferzahlen
gibt, sagt, dass die
Weltlandwirtschaft in der heutigen
Phase ihrer Entwicklung problemlos das
Doppelte der Weltbevölkerung
normal ernähren könnte.
Schlussfolgerung: Es gibt keinen objektiven Mangel, also keine verhängnisvolle Unwillkürlichkeit für das tägliche Massaker des Hungers, das in eisiger Normalität vor sich geht. Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet. Gestorben wird überall gleich. Ob in den somalischen Flüchtlingslagern, den Elendsvierteln von Karachi oder in den Slums von Dhaka, der Todeskamp erfolgt immer in denselben Etappen. Bei unterernährten Kindern setzt der Zerfall nach wenigen Tagen ein. Greisen
gleiche
Kindergesichter
Der Körper braucht erst die
Zucker-, dann die Fettreserven auf.
Die Kinder werden lethargisch, dann
immer dünner. Das Immunsystem
bricht zusammen. Durchfälle
beschleunigen die Auszehrung.
Mundparasiten und Infektionen der
Atemwege verursachen schreckliche
Schmerzen. Dann beginnt der Raubbau an
den Muskeln. Die Kinder können
sich nicht mehr auf den Beinen halten.
Ihre Arme baumeln kraftlos am
Körper. Ihre Gesichter gleichen
Greisen. Dann folgt der Tod.Die Umstände jedoch, die zu dieser tausendfachen Agonie führen, sind vielfältig und oft kompliziert. Ein Beispiel: die Tragödie, die sich gegenwärtig (Juli 2011) in Ostafrika abspielt. In den Savannen, Wüsten, Bergen von Äthiopien, Djibouti, Somalia und Tarkana (Nordkenia) sind 12 Millionen Menschen auf der Flucht. Seit fünf Jahren gibt es keine ausreichende Ernte mehr. Der Boden ist hart wie Beton. Neben den trockenen Wasserlöchern liegen die verdursteten Zebu-Rinder, Ziegen, Esel und Kamele. Wer von den Frauen, Kindern, Männern noch Kraft hat, macht sich auf den Weg in eines der vom UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge und vertriebene Personen eingerichteten Lager. Das
Geld fehlt
Stattdessen gibt es Geld für
Bank-Halunken. Zum Beispiel nach
Dadaad, auf kenianischem Boden. Dort
drängen sich seit drei Monaten
über 400.000
Hungerflüchtlinge. Die meisten
stammen aus dem benachbarten
Südsomalia, wo die mit Al-Quaida
verbundenen fürchterlichen
Chebab-Milizen wüten. Seit Juni
treten täglich rund 1500
Neuankömmlinge aus dem
Morgennebel. Platz im Lager gibt es
schon lange nicht mehr. Das Tor im Stacheldrahtzaun ist geschlossen. Vor dem Tor führen die UNO-Beamten die Selektion durch: Nur noch ganz wenige – die, die eine Lebenschance haben – kommen hinein. Das Geld für die intravenöse therapeutische Sondernahrung, die ein Kleinkind, wenn es nicht zu sehr geschädigt ist, in 12 Tagen ins Leben zurück bringt, fehlt. Das Geld fehlt. Das Welternährungsprogramm, das die humanitäre Soforthilfe leisten sollte, verlangte am 1. Juli für diesen Monat einen Sonderbeitrag seiner Mitgliedstaaten von 180 Millionen Euro. Nur 62 Millionen kamen herein. Das normale WPF (World-Food-Programm) Budget betrug 2008 sechs Milliarden Dollar. 2011 liegt das reguläre Jahresbudget noch bei 2,8 Milliarden. Warum?
Weil die reichen Geberländer –
insbesondere die EU-Staaten, die
USA, Kanada und Australien – viele
tausend Milliarden Euro und Dollars
ihren einheimischen Bank-Halunken
bezahlen mussten: zur Wiederbelebung
des Banken-Kredits zur Rettung der
Spekulations-Banditen. Für die
humanitäre Soforthilfe (und die
reguläre Entwicklungshilfe)
blieb und bleibt praktisch kein
Geld. Wegen des Zusammenbruchs der
Finanzmärkte sind die
Hedgefonds und andere
Groß-Spekulanten auf die
Agrarrohstoffbörsen (Chicago
Commodity Stock Exchange, u. a.)
umgestiegen.
Mit Termingeschäften, Futures,
etc. treiben sie die
Grundnahrungsmittelpreise in
astronomische Höhen. Die Tonne
Getreide kostet heute auf dem
Weltmarkt 270 Euro. Ihr Preis lag im
Jahr zuvor genau bei der Hälfte.
Reis ist um 110Prozent gestiegen. Mais
um 63 Prozent.
Drückende Schuldenlast erstickt die ärmsten Länder. Was
ist die Folge?
Weder Äthiopien, noch Somalia,
Djibouti oder Kenia konnten
Nahrungsmittelvorräte anlegen –
obschon die Katastrophe seit fünf
Jahren voraussehbar war.Dazu kommt: Die Länder des Horns von Afrika werden von ihren Auslandsschulden erdrückt. Für Infrastrukturinvestitionen Viele
der Schönen und der Reichen,
der
Großbankiers und der Konzern -
Mogule dieser Welt kommen in Salzburg
zusammen. Sie sind die Verursacher und
die Herren dieser kannibalischen
Weltordnung.Was ist mein Traum? Die Musik, das Theater, die Poesie – kurz: die Kunst – transportieren die Menschen jenseits ihrer selbst. Die Kunst hat Waffen, welche der analytische Verstand nicht besitzt: Sie wühlt den Zuhörer, Zuschauer in seinem Innersten auf, durchdringt auch die dickste Betondecke des Egoismus, der Entfremdung und der Entfernung. Sie trifft den Menschen in seinem Innersten, bewegt in ihm ungeahnte Emotionen. Und plötzlich bricht die Defensiv-Mauer seiner Selbstgerechtigkeit zusammen. Der neoliberale Profit Wahn zerfällt in Staub und Asche. In Salzburg könnten Wunder geschehen Ins Bewusstsein dringt die Realität, dringen die sterbenden Kinder. Wunder könnten in Salzburg geschehen: Das Erwachen der Herren der Welt. Der Aufstand des Gewissens! Aber keine Angst, dieses Wunder wird in Salzburg nicht geschehen! Ich erwache. Mein Traum könnte wirklichkeitsfremder nicht sein! Kapital ist immer und überall und zu allen Zeiten stärker als Kunst. 'Unsterbliche gigantische Personen' nennt Noam Chomsky die Konzerne. Vergangenes Jahr – laut Weltbankstatistik – haben die 500 größten Privatkonzerne, alle Sektoren zusammen genommen, 52,8% des Welt-Bruttosozialproduktes Es ist gleichgültig, welcher Mensch an der Spitze des Konzerns steht. Es geht nicht um seine Emotionen, sein Wissen, seine Gefühle. Es geht um die strukturelle Gewalt des Kapitals. Produziert er dieses nicht, wird er aus der Vorstands-Etage verjagt. Gegen das eherne Gesetz der Kapitalakkumulation sind selbst Beethoven und Hofmannsthal machtlos 'L’art pour l’art' hat Théophile Gautier Mitte des 19. Jahrhunderts geschrieben. Es gibt ein Leben vor dem Tod Die These von der autonomen, von jeder sozialen Realität losgelösten Kunst, schützt die Mächtigen vor ihren eigenen Emotionen und dem eventuell drohenden Sinneswandel. Die Hoffnung liegt im Kampf der Völker der südlichen Hemisphäre, von Ägypten und Syrien bis Bolivien, und im geduldigen, mühsamen Aufbau der Radikal-Opposition in den westlichen Herrschaftsländern. Kurz: in der aktiven, unermüdlichen, solidarischen, demokratischen Organisation der revolutionären Gegengewalt. Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der Tag wird kommen, wo Menschen in Frieden, Gerechtigkeit, Vernunft und Freiheit, befreit von der Angst vor materieller Not, zusammenleben werden. Mutter Courage, aus dem gleichnamigen Drama von Bertolt Brecht, erklärt diese Hoffnung ihren Kindern: 'Es
kommt der Tag, da wird sich wenden
Das Blatt für uns, er ist nicht fern. Da werden wir, das Volk, beenden Den großen Krieg der großen Herrn. Die Händler, mit all ihren Bütteln Und ihrem Kriegs- und Totentanz Sie wird auf ewig von sich schütteln Die neue Welt des g„meinen Manns. Es wird der Tag, doch wann er wird, Hängt ab von mein und deinem Tun. Drum wer mit uns noch nicht marschiert, Der mach’ sich auf die Socken nun.'" Gewissensaufstand Quelle Afrika-Hymne Afrika,
du Wunderschöne,
Offener Brief von
Jean Ziegler an die Freunde
der Plattform der
Zivilgesellschaft in Salzburg
Nachdem Jean Ziegler als
Festredner der Salzburger
Festspiele ausgeladen wurde,
begründet er jetzt seine
Entscheidung, am
Eröffnungstag der
Festspiele keine Gegenrede in
Salzburg zu halten.
An Herrn Dr. Walter Spielmann Leiter der Robert-Jungk-Stiftung Bibliothek für Zukunftsfragen Robert Jungk Platz 1 A 5020 Salzburg Lieber Herr Dr. Spielmann, liebe Freundinnen und Freunde der Plattform der Zivilgesellschaft, Ihre Plattform, bestehend aus Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie Sozial- und Friedensbewegungen, lädt mich ein, am 27. Juli 2011, dem Tag der Eröffnung der Salzburger Festspiele, in Salzburg eine Rede zu halten. Landeshauptfrau Frau Gabi Burgstaller hatte mich zuvor mit Brief vom 21. Februar 2011 als offiziellen Festredner zur Eröffnung der Salzburger Festspiele eingeladen. Das Thema: „Kunst und der Aufstand des Gewissens“. Mit Brief vom 24. März lud mich die Landeshauptfrau wieder aus. Inzwischen hatten – höchster Wahrscheinlichkeit nach – zwei Schweizer Großbanken und ein Nahrungsmittelkonzern, Sponsoren der Festspiele, bei der Landeshauptfrau interveniert. Dass internationale Privatkonzerne bestimmen können, wer in Salzburg reden darf und wer nicht, ist natürlich störend und sicher auch gefährlich für die Demokratie. Die Plattform der Zivilgesellschaft versucht mit ihrer ehrenvollen Einladung das Veto der Konzerne zu korrigieren. Ihre Einladung bedeutet für mich eine grosse Ehre und ich danke Ihnen dafür. Ich komme gerade von einer mehrwöchigen UNO-Mission in Nordafrika zurück, die mich tief bewegt hat. Im Maghreb und im Majrekh stehen ganze Völker auf. Mit oft leeren Händen kämpfen sie todesmutig gegen Tyrannei, Korruption und über Generationen erlittene Erniedrigung. In Ras el-Jdir und Zaouïa (Westlibyen), in den Berber-Gebirgen von Djebel Gharbi, sterben Männer und Frauen für unsere und ihre ureigensten Träume: für Demokratie und Freiheit. Die zerrissenen, blutüberströmten Körper junger Menschen, die auf Tragbahren bei Dhiba über die Süd tunesische Grenze in die Hilfslazarette von Gabès kommen, wollen mir nicht aus dem Sinn. Von Syrien bis Bahrein und Jemen hoffen die aufständischen, todesmutigen Menschen bisher umsonst auf die konkrete Hilfe der internationalen Gemeinschaft, denn die UNO ist gespalten. Ich werde in den nächsten Wochen häufig in New York sein und weiß nicht, wo ich am kommenden 27. Juli sein werde. Deshalb kann ich Ihre freundschaftliche Einladung leider nicht wahrnehmen. Jean-Paul Sartre schreibt: „Wer die Menschen lieben will, muss sehr stark hassen, was sie unterdrückt“. Vergangenes Jahr haben die 500 weltgrößten Privatkonzerne 52,8 % des Welt-Brutto-Sozialproduktes kontrolliert. Derweil steigen in der südlichen Hemisphäre, wo 4,8 der 6,7 Milliarden Menschen der Erde leben, die Leichenberge. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren - auf einem Planeten, der problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren könnte. Ich bewundere Ihren geduldigen, mutigen Kampf gegen die kannibalische Weltordnung. Die Aufklärung ist ein langer, mühsamer Prozess. Unsere Gegner erscheinen zur Zeit übermächtig. Aber Che Guevara sagt: „Auch die stärksten Mauern fallen durch Risse“. Sobald es mir meine Zeit erlaubt, werde ich gerne nach Salzburg kommen. Mit Dank, Solidarität und herzlicher, respektvoller Freundschaft, verbleibe ich Ihr Jean Ziegler Die Zürcher Geldsäcke wollen mir nicht zuhören Zu dieser Rede aus Anlass der Eröffnung der Salzburger Festspiele am 26. Juli 2011 wird es bekanntlich nicht kommen – die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller hat den Redner wegen seiner vermeintlichen Nähe zu Ghadhafi ausgeladen. Eine Begründung, die Ziegler von sich weist und «zutiefst verwundert»: «Das hätte Frau Burgstaller leicht überprüfen können.» Der streitbare Soziologe vermutet denn auch eher, dass die Landeshauptfrau von den Großsponsoren der Salzburger Festspiele - Nestlé, Credit Suisse und UBS - unter Druck gesetzt wurde. «Ich habe diese Schweizer Konzerne in der Vergangenheit sehr angegriffen wegen ihrer Rolle in der Dritten Welt», steht weiter im Communiqué des C. Bertelsmann-Verlags. Jean Ziegler frohlockt: «Sie haben mich oft verklagt, aber nicht unterkriegen können.» Und er schließt daraus: «Diese Zürcher Geldsäcke wollten nicht gezwungen werden, mir bei den Festspielen zuzuhören.» An Veranstaltungen wie den Salzburger Festspielen nehmen primär Leute teil, denen Jean Ziegler regelmäßig und mutig an den Karren fährt. Herrn Brabecks Nähe zu den Organisatoren dürfte maßgeblich zur Ausladung (welche Peinlichkeit, nicht nur für JZ!) geführt haben. Aber die Österreicher scheuen nichts mehr als Disharmonie und sind deshalb Meister im sich den Mächtigen "anzuschließen." Markus Berner 04.04.2011 Jelinek
stärkt Ziegler den
Rücken
Die
Literatur-Nobelpreisträgerin
Elfriede
Jelinek und die
Autoren Peter
Turrini und Michael
Scharang haben sich
nach dem Festspiel-Rauswurf mit
Jean Ziegler solidarisiert.
Elfriede Jelinek kann nicht
verstehen, dass Jean Ziegler von
den Salzburger Festspielen
ausgeschlossen wurde. Die
Salzburger Festspiele hätten
sich durch die Ausladung des
Festredners mit «Schmach und
Schande»
überhäuft. Der
Globalisierungskritiker Ziegler
war zunächst vom Land
Salzburg als Festredner zur
Eröffnung der Festspiele
vorgeschlagen, dann aber wegen
seiner angeblich engen Beziehung
zum libyschen Staatschef Muammar
al-Gaddafi wieder ausgeladen
worden.«Wir empfehlen den Festspielen, sich diesmal selbst auszuladen», heißt es in der Erklärung der Schriftsteller. Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller hatte argumentiert, sie wolle vermeiden, dass im Lichte des blutigen Konflikts in Libyen ausschließlich über Zieglers mögliche Nähe zu Ghadhafi und nicht über den Inhalt seiner Rede debattiert würde. Ihr Sprecher Wolfgang Schmidbauer sagte dazu der Nachrichtenagentur dpa: «Wir wollten ihn schützen, und wir wollten die Festspiele schützen». Der 76-jährige Genfer Soziologe, der auch als UN-Berater fungiert, hätte bei der Festspieleröffnung am 27. Juli zum Thema «Aufstand des Gewissens» sprechen sollen. Verschwörungstheorie
Zieglers Rauswurf
wurde am Freitag von
österreichischen Medien
ausgiebig kritisiert. Viele
stützten dabei die Vermutung,
die Ziegler selber am Donnerstag
gegenüber dem ORF
geäußert hatte,
nämlich dass seine Ausladung
ein «Kniefall» vor den
großen Sponsoren
Nestlé und Crédit
Suisse sei.So kritisiert Wolfgang Zinggl, Kultursprecher der Grünen, in der «Presse»: «Sponsoren und Lobbys diktieren das Festspielprogramm und verhindern demokratischen Diskurs.» In einem Kommentar der «Wiener Zeitung» wird vermutet, dass es den Festspielen «an Courage fehlt», einen Kritiker des Neoliberalismus einzuladen, der sich immer wieder mit jenen Konzernen angelegt hat, die auch die Festspiele sponsern. Dementi:
Dass Interventionen zu dem
Schritt geführt haben
könnten, wiesen sowohl
Landeshauptfrau Burgstaller als
auch Festspieldirektorin Helga
Rabl-Stadler entschieden
zurück: «Unsere
Sponsoren wussten nicht einmal
von der Bestellung
Zieglers» so Rabl-Stadler
im «Kurier».
Burgstaller sagte in den
«Salzburger Nachrichten:
«Die Ausladung hat nicht
im Geringsten mit Interessen
oder gar Interventionen von
Sponsoren der Festspiele zu tun.
Es gab keine derartigen
Interventionen.» Ziegler
selbst sagte am 5. März in
einem Interview mit der
«Süddeutschen
Zeitung»: «Ich
habe den Literaturpreis dieses
Psychopathen (Ghadhafi)
abgelehnt».
(dj/sda)
Die
Irrungen des Jean Ziegler
Die Bekanntschaft mit
Muammar al-Ghadhafi wird zur
Belastung für den Genfer
Professor. Dass es so weit kommen
konnte, liegt an krassen
Fehleinschätzungen in
früheren Jahren.
«Muammar al-Ghadhafi ist
kein nach Willkür schaltender
Charakter. Er ist rational,
zweckgerichtet, Vernunft
geleitet»: Was Jean Ziegler
noch im Sommer 2008 von sich gab,
tönt heute wie ein Hohn. Was
hat dieser Mann nicht gepoltert
gegen das «Böse»
in dieser Welt. Gegen die
israelischen
«Besatzer», gegen den
Kapitalismus und überhaupt
gegen den «Westen»,
der eine Mitschuld am Elend in der
Dritten Welt trage. Jean Ziegler
hat sich auch nie gescheut, die
angeblichen und tatsächlichen
Missetäter beim Namen zu
nennen. Hans W. Kopp nannte er
einen «Geier», Augusto
Pinochet einen Faschisten. Und das
sind nur zwei Beispiele, für
die er später von Gerichten
zu Schadenersatzzahlungen
verurteilt wurde. Sein loses
Mundwerk kam ihn teuer zu stehen.
«Ich habe mehr als sechs
Millionen Franken Schulden»,
sagte er jüngst in einem
Interview mit der
«Zeit».Was ihn jetzt noch teurer zu stehen kommen könnte, ist seine Nähe zum wild gewordenen libyschen Machthaber Muammar al-Ghadhafi. Nicht Geld kostet ihn das, aber seinen Ruf. Bis dahin hatte der frühere Nationalrat und Genfer Professor sowohl Anhänger als auch Gegner. Erstere drohen ihm nun abhandenzukommen. Der Grund liegt auf der Hand: Ziegler war im Palast des Revolutionsführers ein gern gesehener Gast. Das waren zwar auch andere. Was bei Ziegler aber immer noch mitspielte: Man hatte das Gefühl, die beiden unterhielten eine speziell nahe Beziehung. Immer
wieder von Ghadhafi eingeladen
Sieben Mal sei er bei
Ghadhafi gewesen, sagte Ziegler
noch im August 2009. Die
40-Jahr-Feier im September
gleichen Jahres kam noch dazu.
Inzwischen sind Ziegler die Reisen
zum Diktator offenbar nicht mehr
in so guter Erinnerung.
«Fünf, sechsmal»,
erklärte der Genfer nun am
Samstag im Interview mit dem
«Tages-Anzeiger».
Nicht nur, dass sich der
bekennende Sozialist bis vor
wenigen Jahren noch einladen
liess. Zur Gesinnung des
Gewaltherrschers gab Ziegler noch
lange Zwiespältiges von sich.
«Ghadhafi ist politisch ein
Genie», sagte er zum
Beispiel noch vor einem Jahr. Die
Frage war, wie sich der
Revolutionsführer im Kampf
der Stämme an der Macht
halten könne.Auch in der Affäre um die Verhaftung von Hannibal Ghadhafi in Genf schien Ziegler nicht die richtigen Worte zu finden: «Sicher ist, dass die Genfer Polizei viel zu heftig reagiert hat», erklärte er dazu. «Ghadhafi ist kein nach Willkür schaltender Charakter» Die aber vielleicht krasseste Fehleinschätzung lieferte der Genfer in einem Interview mit dem «Sonntags Blick» vom Juli 2008 ab. «Das von den meisten westlichen Medien verbreitete Bild eines unbeherrschten Potentaten ist nach meinem Eindruck total falsch. Muammar al-Ghadhafi ist kein nach Willkür schaltender Charakter. Er ist rational, zweckgerichtet, Vernunft geleitet.» Die letzten Tage haben auf bittere Weise das Gegenteil bewiesen. «Saif al-Islam ist die Chance für Libyen und den Rest der Welt» Es lassen sich beliebig weitere Beispiele nennen, die Ziegler bezüglich Libyen im Zwielicht zeigen. Etwa den 2002 zugesprochenen – aber vom Genfer angeblich abgelehnten – Ghadhafi - Menschenrechtspreis. Oder die im aktuellen Kontext fatale Fehleinschätzung zu Saif al-Ghadhafi: «Saif ist fasziniert vom Westen und überzeugt davon, dass er das Land modernisieren muss», so Ziegler noch vor einem Jahr. Und: «Saif al-Islam ist die Chance für Libyen und den Rest der Welt.» In den letzten Tagen hat Saif sein hässliches Gesicht gezeigt. Es gibt genug Gründe, Ziegler als Freund Ghadhafis zu verdächtigen. Die französische Zeitung «Le Monde» beschrieb ihn gar als «Pantoffel Lecker» des libyschen Machthabers. Medienunternehmer Roger Schawinski schrieb es am Wochenende in seinem offenen Brief so: «Du warst während Jahrzehnten ein Sympathisant und ein Werbeträger dieses brutalen Diktators.» Ziegler
kämpft um Imagekorrektur
Ziegler ist unter
Druck. In mehreren Interviews in
den letzten Tagen kämpft er
gegen das ihm unliebsame Image.
«Ich muss jetzt einmal etwas
klarstellen (…) das ist
Blödsinn»,
erklärte er im
«Tages-Anzeiger».
Oder: «Ich bitte Sie –
Ghadhafi ist nie mein Freund
gewesen. Er hat meine Bücher
auf Arabisch gelesen», im
«Sonntags Blick».
Allein, die Kurskorrektur will
nicht recht gelingen. Matthias
ChapmanJean Ziegler war wohl nicht zur 40-Jahre-Revolutionsfeier nach Tripolis gefahren, das war nämlich auf dem Höhepunkt der Geisel Affäre. Es zeugt von der erklärten Absicht des Artikels, möglichst viel Negatives zusammenzutragen und von der eigentlichen Wahrheit abzulenken, dass nämlich auch die offizielle Schweiz ihre besondere, profitable Beziehung zum bizarren Wüstensohn pflegte. Christian Vontobel 01.03.2011
Jean Ziegler „Der Aufstand des
Gewissens“ Salzburgs ist nun
weltweit bekannt! Denn sie
wissen aber nicht wen sie
einladen und sie wissen noch
weniger wen sie wieder ausladen.
Salzburgs Schilda Festspiel
Politik Vorsteherin Gabriele
Burgstaller und ihre
Festpräsidentin
Rabl-Stadler (Bacher Tochter),
als Lakai Frauen der
Geldsäcke. Die Fr. Rabl
fürchtet sich schon vor der
Dorfspiel Konkurrenz und
verlangt "ganz Österreich
soll hinter ihr stehen". Selbst
der 1. Alpenrepublik Vorsteher
Präsident Heinz Fischer hat
diese Blamage nicht verhindert,
er hat sich aber in Bregenz mit
der Bundeshymne befasst und die
Diskussion darüber
verboten, denn er reimt lieber
ungestört im Stillen auf
dem Kaiserthron. Der Salzburger
Bürgermeister Heinz
Schaden (SPÖ) und
Mitglieder des Alpenvereins (Alpenverre
Fischer
Wählerbrief Ziegler
Ansprache
heinz.fischer@hofburg.at
25. Juli 2011 23:19 nachfolgend
übermittle ich Ihnen die
verhinderte Salzburger
Festspielansprache, sie soll Ihnen
nicht vorenthalten werden wenn Sie
nach Bregenz auch Salzburg
eröffnen. Die folgenden Links
sollen Sie über meine
Publikationen über Sie
informieren. Bilder>
Bilder1>
Text> Eine
Rückmeldung
wird
nur
bezüglich
der
verlinkten
Bilder
und
des
Textes
bei
Bedarf benötigt. Bedenken Sie
auch Ihre Partei wird wieder
einmal auf Wählerstimmen
angewiesen sein. MfG (Heute hat er sogar die Kärntner Ortstafeln unterschrieben. Nachdem der Otto tot ist "Gott schütze unsern Fischer den agnostischen Kirchensteuerflüchtling.) P.S. Finanzskandal Salzburger Festspiele zu Lasten von Steuergeldern. Kommentare "Wir lassen uns Demokratie und Menschenrechte weder wegbomben noch wegschießen." "Wir müssen ein österreichisches und europäisches Herz haben." So Fischer
Auf Demokratie und Rechte zu
bomben und schießen ist
eine Schildbürger Manier,
jedoch dies umgesetzt auf
Menschen und Objekte ist ein
Teufelswerk. Jedes Lebewesen
hat nur ein Herz auch er, er
verlangt aber zwei pro
Einwohner, wie wäre es
mit einem Wende Herz mit
Wechselcharakter Steuerung der
Marke Hofburg?
Dazu passt auch, dass die Partei Gaddhafis bis vor kurzem zur sozialistischen Internationalen gehörte, zu der sich auch unsere SP mit dem Präsidenten Fischer gesellt. "Feminine" Bundeshymne: Fischer verlor bei den Bregenzer Festspielen 2011 die Geduld. "Also jetzt ist lang genug diskutiert worden", Der Nationalrat habe die Kraft und die Entschlossenheit, eine klare Entscheidung zu treffen. Diese werde er "selbstverständlich respektieren". Die Entscheidung des Nationalrats werde Rücksicht nehmen "auf den Wunsch vieler - wenn auch nicht aller - Frauen", so der Bundespräsident. Fischer vergaß aber danach auch die Männer nicht, indem er den zuvor gesagten Satz ergänzte mit "auf Wunsch auch vieler Männer". Burgstaller
Wählerbrief Ziegler
Ansprache
burgstaller@salzburg.gv.at
26. Juli 2011 23:34 Sie wissen
nicht wen sie einladen und sie
wissen noch weniger wen Sie wieder
ausgeladen haben, nachdem Ihnen
nach Ihrem Finanzskandal der
Rechnungshof ohnehin am
Rücken sitzt, schaden Sie
noch dazu dem Ruf Österreich
in der Weltpresse.Bedenken Sie aber — Sie und Ihre Partei werden wieder einmal auf Wählerstimmen angewiesen sein. Im nachfolgenden Link wird auch Ihnen die Gelegenheit geboten die Rede, die Sie nicht hören wollten, zu lesen. Der Aufstand des Gewissens Burgstalls verhinderte Festrede> MfG «Wir empfehlen den Festspielen, sich diesmal selbst auszuladen», heisst es in der Erklärung der Schriftsteller. Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller hatte argumentiert, sie wolle vermeiden, dass im Lichte des blutigen Konflikts in Libyen ausschließlich über Zieglers mögliche Nähe zu Ghadhafi und nicht über den Inhalt seiner Rede debattiert würde. Ihr Sprecher Wolfgang Schmidbauer sagte dazu der Nachrichtenagentur dpa: «Wir wollten ihn schützen, und wir wollten die Festspiele schützen». Burgstaller verlieh Ziegler 2008 den Zukunftspreis des Landes Salzburg. Nun bestreitet sie das von ihr auch medial gesprochene Wort "Einladung" und sie war, mit Googles Hilfe, zu sehr um die Sicherheit Zieglers besorgt. Wer glaubt hier noch wem? "Eines muss man aber auch wissen! Nestle, Audi, Siemens, Uniqa und Credit Suisse Bank sind die Hauptsponsoren der Salzburger Festspiele. Und Frau Burgstaller will alle Bücher von Ziegler gelesen haben? Dann aber von seinen Kontakten zum Wüstensohn nichts gewusst haben. Da wird doch jemand eigen rückwirkend für elitär geistesgroß abgestempelt!" "Wieso hat Salzburg Ziegler eingeladen??? Um ihn dann wieder auszuladen??? Burgstaller, Jewish Committee dagegen. Und was war mit Kreisky und Haider ??? Niemand will mehr was hören. Typisch Österreich" !!! Gruß aus der Schweiz Toni Stadelmann. Verehrter
Herr Ziegler,
Jahrzehnte lang
verfolge ich Ihren Kampf für
das Brot der Armen, der nach
vielen Rückschlägen auch
viele Erfolge aufzuweisen hatte.
Die scheinbaren Gewissenslosen,
soll "Der Aufstand des Gewissens",
schlimmer als Dantes Inferno,
gnadenlos noch zu Lebzeiten
treffen.„Welche
Strafe ist größer
als die Wunde des GEWISSENS?“
- De officiis ministrorum
(Über die Pflichten der
Priester) Ambrosius
von
Mailand
Besonders aber schmerzt
mich die Verleumdung, in
unüberbietbarer Peinlichkeit,
die bei uns in Österreich
gegen Sie ausgesprochen wurde. Ein
Werk der Lakaien des Mammons>
aber von der Kunst weit entfernten
Administration Gestalten der
Politik und einer sogenannten
Hochkultur. Es war wie ein Messer
in Genick für alle Kunst
Begeisterten und Kunstschaffenden.So banal es klingt, aber gerade dadurch war das Echo der Weltpresse in Ihrer Sache größer, als wenn Sie die Rede gehalten hätten. Im Sinne der Mutter Courage ein gutes Gelingen aller Ihrer Vorhaben, vor allem aber Gesundheit und ein langes Leben. Herzliche Grüße Salzburger
Festspiele Protest und
"Gegenrede" 27.07.2011
Aktivisten der
"Plattform Zivilgesellschaft" und
der Salzburger Grünen
verteilten jene Rede, die
Globalisierungskritiker Jean
Ziegler hätte halten
sollen.Noch vor der Eröffnung
der 91. Salzburger Festspiele
hatten Aktivisten der "Plattform
Zivilgesellschaft" und der
Salzburger Grünen ihren
Auftritt. Sie verteilten am
Mittwoch Vormittag an Festspiel-
und Zaungäste vor den
Festspielhäusern in der
Hofstallgasse eine 16-seitige
Broschüre mit dem Titel
"Aufstand des Gewissens". Der
Inhalt: Die nicht gehaltene Rede
von Jean Ziegler. Der Schweizer
Globalisierungskritiker hätte
ursprünglich die
diesjährige Festrede in der
Felsenreitschule halten sollten,
wurde aber wieder ausgeladen.Ziegler
Auswirkungen at
Vorerst danke für
den Videohinweis, Burgstaller
verlieh ihm 2008 den Zukunftspreis
des Landes Salzburg. Nun
bestreitet sie das von ihr auch
medial gesprochene Wort
"Einladung" und sie war, mit
Googles Hilfe, zu sehr um die
Sicherheit Zieglers besorgt. Wer
glaubt hier noch wem?Eines muss man aber auch wissen! Nestle, Audi, Siemens, Uniqa und Credit Suisse Bank sind die Hauptsponsoren der Salzburger Festspiele. Und Frau Burgstaller will alle Bücher von Ziegler gelesen haben? Dann aber von seinen Kontakten zum Wüstensohn nichts gewusst haben. Da wird doch jemand eigen rückwirkend für elitär geistesgroß abgestempelt! Dazu passt auch, dass die Partei Gaddhafis bis vor kurzem zur sozialistischen Internationalen gehörte, zu der sich auch unsere SP mit dem Präsidenten gesellt. In Bregenz Hymnen Diskussion Verbot, in Salzburg die Forderung nach zwei Herzen pro Einwohner in Österreich von unsern Herrn Fischer. An Veranstaltungen wie den Salzburger Festspielen nehmen primär Leute teil, denen Jean Ziegler regelmäßig und mutig an den Karren fährt. Herrn Brabecks (Nestle) Nähe zu den Organisatoren dürfte maßgeblich zur Ausladung (welche Peinlichkeit, nicht nur für JZ!) geführt haben. Aber die Österreicher scheuen nichts mehr als Disharmonie und sind deshalb Meister im sich den Mächtigen "anzuschließen." Gruß aus der Schweiz. Den Beweis liefert Beatrix Karl Gerangel (Wortschöpfung von ihr im ORF) um den Kriegsverbrecher Golowatow. Wenn einige Beamte nicht so gründlich gewesen wären hätte Österreichs Regierung kein Problem gehabt. Die Presse Und doch war es heuer ein wenig anders als gewohnt – Die Salzburger Grünen inszenierten eine aktionistische Intervention: Sie verteilten in der Hofstallgasse ein Heft mit einer Rede des Schweizer Soziologen Jean Ziegler. Der Globalisierungskritiker war ursprünglich als Festredner zu Eröffnung der 91. Salzburger Festspiele vorgesehen gewesen, kurzerhand aber wieder ausgeladen worden. Und tatsächlich, so mancher im Publikum vertrieb sich die Zeit der obligaten unnötigen Politiker Ansprachen mit dem Lesen der Ziegler - Rede, in der unter anderem der Welthunger thematisiert wurde. Immerhin, nach der Eröffnung gab es auch noch die gehaltene Rede von Gauck in gedruckter Form. Aktionistisch setzte sich auch Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden in Szene. Er seilte sich gemeinsam mit einigen Mitgliedern des Alpenvereins über die fast senkrechte Wand des Mönchsbergs ab, um ein Transparent zu enthüllen: „Keine Stromautobahn zwischen Nockstein und Gaisberg“ steht auf dem Plakat, das nun unübersehbar neben dem Festspielhaus prangt. Prominente Staatsgäste oder gekrönte Häupter waren bei der Eröffnung nicht zu Gast. Die Presse Interview:
"Diese Weltordnung tötet"
Ziegler, prominenter
Globalisierungskritiker und
UN-Sonderberichterstatter für das
Recht auf Nahrung, hat vergangene Woche
in Wien sein neues Buch vorgestellt. Mit
ihm sprach "SPÖ-Aktuell"-Redakteur
Dominik Pezenka über die neuen
Herrscher der Welt, die planetare
Zivilgesellschaft und über die
Zukunft der Sozialdemokratie. SPÖ
Aktuell: Der Titel ihres aktuellen
Buches heißt "Die neuen Herrscher
der Welt und ihre Widersacher". Wer sind
diese Herren der Macht? Ziegler:
Das sind die Herren der multinationalen
Konzerne und generell gesagt: jene
Oligarchen, die weltweit das globalisierte
Finanzkapital kontrollieren. Im Jahr 2002
haben die 200 größten
transkontinentalen Konzerne über 23,8
Prozent des Welt-Bruttosozialproduktes
kontrolliert - also die haben eine Macht
auf diesem Planeten wie es nie ein Papst,
nie ein Kaiser, nie ein König zuvor
gehabt hat. Das heißt, wer heute das
internationale Finanzkapital, das
fluktuierende Spekulationskapital
kontrolliert, kontrolliert die Welt
inklusive der Nationalstaaten dieser Welt. Sie sind
UN-Sonderberichterstatter für das
Recht auf Nahrung. Haben Sie einen
Masterplan für
Verteilungsgerechtigkeit?
Ziegler: 100.000 Menschen sterben jeden Tag an Hunger - an Hunger oder an den unmittelbaren Folgen. Alle sieben Sekunden verhungert ein Kind unter 10 Jahren. 846 Millionen Menschen waren letztes Jahr, nach World - Food - Report, schwerstens permanent unterernährt. Es passiert also ein stilles, tägliches Massaker, und das auf einem Planeten, der vor Reichtum überquillt. Schließlich sagt dieselbe UNO Quelle, also der World - Food - Report, dass die weltweite Landwirtschaft in der heutigen Situation, ohne Problem 12 Milliarden Menschen, also das Doppelte der Weltbevölkerung ernähren könnte. Also wer heute am Hunger stirbt, wird ermordet. Was zu schaffen ist, ist ein Menschenrecht auf Nahrung, mit nationalen Gesetzen und internationalen Konventionen - aber da stehen wir ganz am Anfang. Eine Ihrer Hauptforderungen wiederholen Sie immer wieder: die Auflösung der WTO. Was sind Ihre Alternativen? Ziegler: Die WTO muss aufgelöst oder total reformiert werden. Die Annahme, die ihr heute zugrunde liegt, ist, dass, wenn alle Waren, Kapital, Patente und Dienstleistungen total liberalisiert sind, wenn alle öffentlichen Dienste total privatisiert sind auf dieser Welt, also wenn der Staat überhaupt nichts mehr zu sagen hat und sich der Markt selbst reguliert, dann würde, sagen sie, Reichtum für alle geschaffen, und das ist ihre Strategie. Das ist eine Grundlüge. Wenn der Freihandel funktionieren sollte, müssten alle Partner gleich stark sein - sind sie aber nicht. Wenn Benin oder Mali gegen Deutschland oder Japan auf dem Weltmarkt zum Wettbewerb antreten, haben sie nicht die geringste Chance. Das ist genauso, als würde der Schwergewichtsweltmeister Mike Tyson gegen einen halbverhungerten Arbeitslosen aus Nordostbrasilien in den Boxring steigen. Da sagt die WTO, der Ring ist für euch alle derselbe, der Gong schlägt für alle, die Regeln sind für euch beide dieselben und jetzt liefert euch diesen Kampf des Wettbewerbes. Was herauskommt, ist die Zugrundrichtung des Armen. Die Diskussionen wie am Austrian - Social - Forum, bleiben die nicht gewissen Eliten vorbehalten? Wie kann die Masse der Wähler bewegt und für diese "mörderische Weltordnung", wie Sie das bezeichnen, sensibilisiert werden ? Ziegler: Ich glaube eine der Hauptaufgaben jetzt ist es, zu zeigen, dass wir dieselben Gegner haben, dass die Leute an Hunger sterben in Bangladesch, im Tschad, in Somalia und so weiter. Dass diese Weltordnung tötet. Was noch nicht ins Bewusstsein eingedrungen ist: dass das die selben Feinde sind, die wir auch haben, nur sind wir noch auf einem höheren Niveau. Aber wenn die Weltkonzerne zum Beispiel die Flexibilisierung der Arbeit einführen - keine Kollektivverträge mehr, keinen Beamtenstatus mehr, sondern Menschen werden angestellt, weggeworfen. Wenn es 18 Millionen permanent Arbeitslose in den 15 EU-Ländern gibt, und die Zahl ist steigend, dann sind das Vorzeichen einer analogen Katastrophe, die sich aber anders ausdrückt. Die sinnlose Privatisierung öffentlicher Güter, die unglaublichen Profit für einige wenige abwirft, ist gefährlich. Zum Beispiel der Strommarkt: Die Liberalisierung des Strommarktes ist katastrophal von der Preisseite her, für die Konsumenten; die Attacke auf den Sozialstaat, die Attacke auf die Renten und so weiter - das summiert sich. Das ist jetzt eine der zentralen Aufgaben der Sozialdemokratie, nämlich die Identität der Situation darzulegen und zu sagen: diese Weltordnung produziert hier das, und dort das. Aber nicht einfach zu sagen, das ist ja der ferne Süden. Zum Schluss: was muss passieren um von einem Erfolg dieser Bewegung sprechen zu können und wie lange wird es noch dauern, bis sich dieser Erfolg einstellt? Wenn Konzerne öffentlichen Kontrollen unterworfen werden. Bis die Leute, die aufstehen und auf die Straße gehen, die Regierungen zwingen, den Weltwährungsfonds abzuschaffen und die Welthandelsorganisation abzuschaffen zum Beispiel. Wie lange das dauert, kann man nicht sagen. Das ist das Mysterium der befreiten Freiheit im Menschen - das ist keine Formel, sondern das ist historisch so. Warum ist die Ostdeutsche Zwangsdiktatur im November `89 zusammengebrochen? Ich war vorher verschiedene Male in der DDR: keine Anzeichen und nichts. - Plötzlich in Leipzig, in Jena, überall sind die auf die Straße gegangen. Sie skandierten: Wir sind das Volk, bom, bom, bom. Wir wollen das nicht mehr. Wir wollen Grundrechte haben. Und dann brach es innerhalb von Monaten zusammen - das wird auch hier passieren! Quelle
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