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m.bruno@gmx.at  1120 Wien Anderseng. 23/29/1
12. Juli 1892 in Öblarn - 1. Jänner 1984 in Öblarn
Der Flug mit dem Pegasus aus den Joch zum
PARNASS GRIMMINGTOR^
A B F G H K M  P S Z

 

 
  ÷ ÷    
INHALT 2009 Paula Grogger 25.Todestag
Karfreitag >
Lebenslauf Räuberlegende Ein Stück aus meinem Garten Geschichte der Kindheit [Grimmingtor Buchauszüge Wilder Jäger Bettlmandl Totenkopf Wunder Gottes Huld] [Hochzeits Festspiel BergknappenGrogger Haustropfen  Späte Matura  Pegasus im Joch Der Paradeis Garten Schöpfungsakt An den Grimming Sonnenuhr
SEKUNDÄRTEXT Karfreitags Grimming Geschichte Berufen Steinerne Büsten Kaiserhymne Kaiserbild  Die Stampferin Das heitere Dorfgericht Pisa Stute oder Schildbürgerschimmel Biddlmanns Nazi Gedankengut Erbsünde Deutschnationales Gedankengut Zur Person Drechlers Schicksalsweg Die Wehrmachtsausstellung Groggerstreit Klasnic 8 Groggerjahre? Ehrenzeichen Mailath Pokrny: Denn sie wissen nicht Wellerismus Tagesspruch Hochzeitsbesuch Adolf Adam Lukultur Klestil Exodus aktuell Klestil Themen meines Lebens KORRES Nekropole †  Grabinschrift
     

WERKVERZEICHNIS Bücher Festspiel
1917
Das Christkind im Steirerland    
1926
1927
Das Gleichnis von der Weberin, die Sternsinger
1929-1977
1932
Das Röcklein des Jesuskind
1933
Das Spiel von Sonne, Mond und Sternen
1935
Der Lobenstock
1937-1967
Die Hochzeit vom Prinzen Johann^  Öblarn Festspiel über Erzherzog Johann
1938
Gedichte vom Berge
1947-1962
Bauernjahr
1949
Der Antichrist und usere liebe Frau
1954
Gedichte   
1958
Die Mutter, Die Reise nach Salzburg
1962
Aus meinem Paradeisgarten
1975
Späte Matura oder Pegasus im Joch Autobiographie^
1977
Sieben Legenden, der himmlische Geburtstag
1980
1983
Geschichte der Kindheit^
?
Die Reise nach Brixen ,  Gestickte Zirkungswelt,  Die selige Jugendzeit,  Vom Leben das Beste, Kinderszenen , Die Legende von der Mutter ,  Die Legende vom Rabenknäblein,  Ein Stück aus meinem Garten^
Liedtext
Da Tag is' vorbei, Lied Weise und Satz: Lorenz Maierhofer

LEBENSLAUF
1892
12. Juli: Als Tochter des Kaufmanns Franz Grogger und dessen Gattin Maria, in Öblarn geboren
1898-1906
a). Erste Versuche als Dichterin b). Ende der Volksschulzeit, Arbeit im elterlichen Geschäft
1907
Eintritt in die Lehrerinnenbildungsanstalt der Ursulinen in Salzburg
1912
Matura mit Auszeichnung, erste Anstellung als Aushilfslehrerin in Wörschach
1914
Lehrerin in Öblarn, nach Ende des Krieges als Handarbeitslehrerin in Öblarn und Niederöblarn
1917-1926
Erste Veröffentlichung in einer Zeitschrift ("Das Christkindl im Steirerland")  Veröffentlichung von "Das Grimmingtor"
1929-1933
a). Übertritt in den krankheitsbedingten Ruhestand, Ehrenpension b). Einzug in das neugebaute Haus (Groggerhaus)
1936
Uraufführung des Erzherzog-Johann-Spiels "Die Hochzeit" in Öblarn; Österreichisches Verdienstkreuz für Kunst und Wissenschaft I. Klasse, Medaille der Stadt Wien
1952-1966
Peter Rosegger - Preis des Landes Steiermark, Enrica Handel-Mazzetti Sonderpreis, Silberne Erzherzog-Johann-Plakette, Ehrenring des Landes Steiermark Verleihung des Titels Professor
1984
1. Jänner: In ihrem Haus in Öblarn gestorben. Ob der Tod vor oder nach Mitternacht eintrat bleibt ungewiß, beim 1. hatten die Beamten weniger Schreibarbeit.

Die Räuberlegende

BEITRÄGE ZUR KULTUR- UND HEIMATGESCHICHTE HOHENTAUERNS HERAUSGEBER: DR. ALOIS LEITNER,
 8785 HOHENTAUERN 23. Nr. 68 / Juni 2012
Paula Groggers Legenden u. der Tauern Josef Hasitschka u. Alois Leitner.

  Beinahe fünfzig Jahre lang beschäftigte sich Paula Grogger mit Legenden: 1929 schrieb sie „Die Räuberlegende“, 1949 die Legende „Der Antichrist und unsere liebe Frau“ sowie „Die Legende vom Rabenknäblein“.

Wer die Legenden Paula Groggers, einer der bedeutendsten Schriftstellerin des vergangenen Jahrhunderts unserer Region, liest, der trifft dabei auch auf den Raum in und um Hohentauern. Man fragt sich beim Lesen, war Hohentauern tatsächlich ein solch mystisch- unwirtlicher Platz, der zum Schreiben derartiger Geschichten animierte?

  Paula Grogger, die das Leben der Menschen mit großräumigeren Ereignissen zu vergleichen und auch zu verknüpfen versuchte, wählte dazu oft einen ihr gefälligen Ort, an dem sie ihre Erzählung festmachen konnte.

Religion und religiöse Weltanschauungen, allen voran Reformation und Gegenreformation, sind unübersehbar. Es scheint, als würde Grogger vieles wie durch eine “religiöse Brille“ sehen. Und in nicht wenigen Fällen verbrämt sie Realität mit Phantasie.

  Dass sie Hohentauern für ihre Räuberlegende wählte, dürfte wohl daran gelegen sein, dass sie die Fahrt über den Tauern zusammen mit ihrem Vater als nicht gerade “wirtlich“ empfunden haben muss. Das darf nicht verwundern, denn in den 30er Jahren gab es weder befestigte Straßen noch eine dichte Besiedelung und schon gar nicht Verhältnisse, wie sie sie aus ihrer Mittelschulzeit in Salzburg im Kopf gehabt haben dürfte. Viel eher waren die Verhältnisse mit ihrem Geburtsort Öblarn, dem sie möglicherweise auch an so manchen Tagen “entfliehen“ hatte mögen, ähnlich. Paula Grogger dürfte sich während der Fahrt über den Tauern vorgestellt haben, dass hier durchaus auch weniger ehrbares „fahrendes Volk“ unterwegs sein könnte. Damit hatte sie sicher nicht unrecht. Denn wie aus den Erzählungen älterer Bewohner hervorgeht, wurde.... Die Räuberlegende und der Tauern.pdf Der Tauern aus der Sicht des Dichters Arthur Achleitner.pdf

Anmerkung: Als Hauptsitz und Überwinterungsquartier wurde die Maximilianhube in der Pölsen beschrieben.

 
EIN STÜCK AUS MEINEM GARTEN
  Ein Bildband zu ausgewählten Texten. Paula Grogger beschreibt: Viele ihrer heiteren, erbaulichen und tiefsinnigen Gedanken zu Gott, Mitmensch, Heimat und Natur, die sie in ihrem 91jährigen Dichterinnenleben zu Papier gebracht hat, in diesem vorliegenden Meditationband. "Die Texte aus dem Werk der Dichterin sind diesen Bildern förmlich zugeflogen", liest man zu recht im Nachwort. Darum bilden auch in diesem Werk Bild und Text eine großartige Einheit. Das schon erwähnte Übereinstimmen von Bild und Text, die gelungene Auswahl der Beiträge, die immer gültigen Gedanken zum Jahres- und Lebenslauf, zu Gott und der Natur, zu Tier und Pflanze, zu Stein und Berg, zu Haus und Kirche gestalten das Werk zu einem guten Buch für besinnliche Stunden.

GESCHICHTE DER KINDHEIT
  In 59 Kapiteln lässt die bekannte Autorin die Welt ihrer Kindheit auferstehen. Sie erzählt keine weltbewegenden Ereignisse, sondern ganz alltägliche Begebenheiten aus ihrer eigenen kindlichen Sicht: das Familienleben, stark geprägt vom Krämerladen der Mutter; Freundschaften und Zwistigkeiten in Schule und Nachbarschaft; Dorfereignisse und Festlichkeiten. Und doch spiegelt sich durch die starke Erzähler Kraft Paula Groggers in diesen Puzzlestücken regionaler Begebenheiten die ganze bäuerliche Gesellschaftsstruktur ihrer kleinen Heimatgemeinde Öblarn zur Zeit der Jahrhundertwende bzw. am Anfang des 20. Jahrhunderts. - Die Lektüre dieses Buches ist ein Stück Heimat - bzw. Volkskunde und kann die Autorin Paula Grogger näher bringen.

GRIMMINGTOR
  Dem nordischen Epos ähnlich - aber trotzdem das literarische Sittenbild einer Alpenepoche als zeitlose Romanparabel. Eine wie ein Tor erscheinende Felsenwand als symbolische Trennlinie zwischen Diesseits und Jenseits, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Fantasie und Wirklichkeit.
Blanke Vipern sonnten sich im Kalk. Stumm ruhten die Geier inmitten der Lichtschwade. In schillernder Bläue lastete der hohe Stein und obbei der Himmel. Du schrie Regina und drückte sich inniger zum Buben. Sie schmiegte sich und wispelte zag. Mählich kam Matthäus zu such und umfing sie gröbisch. Blutstöck in blonden Flaum. In den bläulichten Augen weitete sich der Stern. Muss ich sterben frug er. Endlich bat sie dumpfig: gehn wir hoam. Geh, schaffte er. Ich bleib heroben. Können mich die Geier zerreißen. Brauchst nit tränzen. Juhui, juchzte der Bub. Juhui, heuleten die Unsichtbaren, Hiaza kömmens'. Die Wunde runn. Das Werk wird dem Berg in dem sich dieses Tor befindet gerecht. In Wirklichkeit gibt es zwei Tore; das Steinerne Ennstaler Grimmingtor und das Eiserne Mitterndorfer Grimmingtor. Im Roman von  Paula Grogger „Das Grimmingtor’’ wird auch von der Schrabach > geschrieben.
  Steiner Hans Karfreitags Grimming Geschichte^ 2010-11-20 "Tatsach, dass sie bis zur Schwelle des verschwundenen Gewölbes (des Grimmingtores) gekrochen ist! Und glaubhaft beinahe, dass sie ein Heiratsgut gefunden hätte wie eine Gräfin oder eine Königin. Gold, Silber  und Diamantstein, wer weiß wie viel. Aber es lustete sie nicht hienach. Ja sie schaute nicht einmal, ob die Pfortn offen sei. Item, da lag ihr lieber Bub, schwer und klotzt hingeschlagen; unaufhaltsam sprang ein dünnes Brünndel aus der Schläfe. Regina betrachtete ihn mit leerem Geschau und blieb starr und stumm wie eine Puppe bei ihm hocken.  Sie war so müde und konnte den Schmerz nicht fassen, welcher ihr bevorstund. Später jedoch, wie ihre Sinne erfrischten, berührte sie langsam seine wachsgelbe Stirn. Und wieder nach einer Zeitkürze wollte sie seinen Kopf aus dem nassen Grüblein heben. Quoll gleich ein lebenswarmer Sprudel auf. Vergeblich schoppte sie ihren Schurz und die vielen kleinen Fetzen des Liebfrauenschleiers vor die Wunde. Vergeblich legte sie harte Schneekrusten darüber. Der Schnee zerbröckelte und sobald die Finger locker wurden, schwamm die Webe purpurn angesoffen in den Sand .... Und dieweilen sie ungebärdig seine kalten schlaffen Hände schüttelte, gurrte sie oft und oft: ""Ist auch nit wahr, Mathäus."" Ihr graute unsäglich vor der toten Einschicht. Wie eine steile Schlittbahn lag der weiße Schotter vor der Mulde. Der Blick erreichte kein grünes Laub mehr, durchsichtige Vipern sonnten sich regungslos im Kalk. Stumm ruhten die Geier inmitten der Lichtschwade." Steiner Hans >

GRIMMINGTOR > Auszüge 2010-03-09  
DER  WILDE  JÄGER
  Es war eine wunderschöne Nacht, in der Talniederung flaumte der Dunst. Kalt strich der Wind vom Schartenspitzgewänd, der Mond zog seinen Schein wie eine fahle Fackel. Je schöner der Morgen des heiligen Fronleichnams aufging, je mächtiger der Grimming aus dem Saum des Waldes ragte, um so besser fand sich ein armes, ruheloses Herz zurecht.   Es läutete die heilige Glocke der Irdninger Kapuziner zur Frühmesse, wie Stoßseufzer zog ihr Klang entlang der Felsenaltäre. Eine schwarze Blutkruste bedeckte Reginas Lippen. Flüchtig hörte sie von fern, kaum vernehmbare tiefe Töne.
  Da erblickte sie die weiße Gamsgeiß mit den goldroten Augen, über die Wand stürzte ein Wasserfall und besprengte Regina. Nun hörte sie auch die Öblinger Glocken. Heute hätte unsere Hochzeit sein sollen. Sonderbar, viele Blumen öffneten ihren Kelch. Sie schienen wie hingestreut den Totenstein zu schmücken. Gleich darauf klingelhell die St.Martiner Glocken. Sie lief und lief, schaute sich aber nicht um. Ein roter Schaum dörrte um ihren Mund. Ihre Augen starrten ohne Ausdruck zum steinigen Tor.   Martin hatte schon die Todesfähle im Gesicht. Wie ein Heiligenschein zeigte sich die Sonne. Regina kniete und hielt ihrem Buben den blutenden Kopf. Arme Seelen müssen viel Leiden, weit mehr als sie im Leben gelitten haben. Da lallte er das letzte mal mit schwerer Zunge Gib dem wilden Jäger auch ein Tröpfchen Weihbrunn.  Indes ein blasses Wölkchen hoch und immer höher aufstieg, bis es dann über dem Grimming flockenzart erlosch.
DAS BETTLMANDL
  Hochsattlerin, gell, die Geschichte vom unsinnigen Jäger ist eine Lüge und es ist kein Schatz drinnen im Grimming? Du mußt sie nicht glauben, sprach sie, ich weiß von mehreren die es probiert haben, die goldenen Zapfen hinter dem Tor zu holen, aber keiner ist zurückgekommen. Grau und hager stand sie vor dem runden Monde, zerlutschte ein Wermutskraut zwischen Zunge und Gaumen und schwabbelte mit dem Speichel.
  Aber Türe ist sicher keine im Grimming sagte der Bub. Zwei sind`s, sprach die Weibin und setzte sich, herüben auf der Sonnseite eine steinerne, drüben auf der Schattenseiten eine eiserne. Zeitenweise gehen beide auf, dann kugeln lockere Gesteinsbrocken daher.   Alle Jahre um die Sonnenwende kam ein alter Bettelmann nach Mitterndorf.
  Derselbige hat weiter nichts getan, als auf dem Grimming Steine gesucht und wenn er mit dem vollen Rucksack an den Brentlerinnen Sennerinnen vorbeikeuchte, musste er viel Gespött erleiden.   Da war aber einmal eine die noch jung, witzig und voll Neubegier war. Die wollte ihm die Zunge lösen, sie tischte ihm Milch und Krapfen auf und zuletzt einen scharfen Schnaps mit Honig versüßt. Das Mandel wurde stante pede rauschig und sagte, so ein Stein von der Größe wie du ihn aus Mutwillen deiner Glockenkuh nachwirfst, ist mehr wert als die ganze Kuh.  Die Dirn erzählte es allerorts, die Leute lachten sie aus, niemand glaubte ihr, da befiel sie der Trübsinn. Sie ging zu Zeiten, wo das Vieh längst abgetrieben war, auf den Grimming Steine suchen, bis sie einmal im Neuschnee erfror. Das alte Bettelmandel aber hat sich nie mehr blicken lassen.
 DER TOTENKOPF
  Es war als schwimme die Hütte langsam in den Mondschein hinaus. Dich schüttelt`s, sagte die Hochsattlerin. Das war der Teufel, sprach der Bub und es rann ihm kalt über den Rücken, er schaute sie an und seine schieferbläulichen Augen waren wie unergründliches Wasser. Erzähl` mir noch etwas vom Grimming, bettelte der Bub. Die Hochsattlerin konnte sich nicht helfen: Sie hatte den armen verluderten Kerl gern und entsprach seinen Willen. Es waren einmal zwei Hirten gewesen, diese hat es um den Schatz gelüstet, fuhr sie fort. Am Peter- und Paultag, ließen sie sich von einem Hüterbuben zur Jausengrube führen.  Das steinerne Tor stand offen, da sagten die zwei Halter zu dem Kinde, es solle hineingehen und spähen wo der Schatz wäre. Das Kind folgte und trat alsbald wieder hervor, ganz eingewunden mit Spinnweben, es machte kurze Schritte, denn es trug eine große Last. Seine Hosensäcke waren bauchig von goldenen Zäpfen.
   Das Pfaidlein bis hinab zum Hosenriemen war angeschoppt mit Silbertalern. Das paßte den gierigen Burschen und sie schickten das Kind nochmals hinein und wieder kam es vollgepropft mit Schätzen hervor. Als sie ihm den dritten Gang befahlen fing das Kind zu weinen an und widerstand, im nämlichen Augenblick krachte das Tor zu.  Da wurde es den Hirten bang, jeder schenkte dem Bub einen Taler, hernach stiegen sie eingeschüchtert bergab, das Bübel mußte hinter ihnen her laufen. In Waldesnähe, wo sie wieder lebendes Getier und grünes Wachstum sahen, schämten sie sich ob ihrer Angst und es reute sie, dass sie von ihrem Reichtum etwas verschwendet hatten.Sie packten das Kind, beraubten es und schnitten ihm dem Kopf ab. Dieser Totenkopf, im Wetter, im Wind und im Licht vieler Jahrhunderte so weiß wie Kalkstein geworden, liegt noch auf dem Grimming, bald hier, bald dort. Er hat schon manches Heil und Unheil gestiftet, wer ihn findet und aufhebt, der kann das steinerne Tor zu allen Stunden öffnen.
DAS WUNDER
 So, sagte er, mit dem Körper jäh in die Höhe fahrend und jetzt die Geschichte vom wilden Jäger. Die Keuschlerin spürte mit klugem Sinn, dass sie schon zuviel geredet hat, ihr fiel das Gemunkel der Leute ein, sie verstand es plötzlich, es gab ihr einen Stich in der Brust - der wilde Jäger war der Vater des Buben, trotzdem sagte sie unschuldig: Der Jäger ist abgestürzt und alles andere ist eine Mär, überhaupt sind`s lauter Mären die ich dir erzählt habe.
  Es nutzte ihr nichts, je mehr sie leugnete, um so fester glaubte er. Es packte sie das Mitleid und die Sorge, indes war die Mondsichel ein gutes Stück über die Tauern weiter gerrückt. Gelbe und schwarz gefleckte Schäferwölkchen wanderten ihm entgegen. Die Taleinschnitte verschwammen. die blanken Gipfel wurden smaragdgrün wie pures Gold. Sie hatte den Buben so gerne wie schon lange keinen Menschen und sagte:
  Einmal, weiß ich, ist auf dem Grimming ein Wunder geschehen. Sie erzählte, dass ein bettelarmes Weib am hohen Fronleichnamstag drei Kittel angezogen hat, in jeden waren zwei aus Hanfgarn gewobene reißfeste Säcke eingenäht. Dermaßen rund und radlich stieg sie auf den Berg, um einen Schatz zu holen. Sie ging noch keine Viertelstunde, da zeppelte ihr kleiner Sohn nach, ein wohlgewachsenes Kind nur leider stumm und taub geboren.  Weil er sich nicht verscheuchen ließ, führte sie ihn bei der Hand bergauf, doch bald zerrte, trug und schleppte den Knaben, damit sie keine Zeit versäume. Sie kamen früh und mußten sich vor dem Tor gedulden bis zu Irdning und Öbling die Böller krachten, da wehte sie ein kalter Luftzug an.
  Der Sand stäubte; und indes sie ihre Augen auswischten, drehte sich das steinerne Tor. Das Mutterl trat mit dem Stummerl durch die finstere Öffnung. Was sie erlebten, vertraute das Weib keinem Menschen an, vielleicht war es unbeschreiblich schön und wunderbar und sie verweilten eine Stunde voller Andacht und vergaßen dabei, von den Schätzen etwas mitzunehmen. Gleich arm wie sie gekommen waren traten sie wieder hinaus in die freie Gotteswelt. Die Frau blickte nicht mehr zurück, wohl aber das Kind. Es sah im Tor einen goldenen Zapfen liegen, da riß er sein Händlein los und hüpfte darauf zu.
  Seine Mutter schrie vergeblich, es hörte nicht, derweilen es sich gebückt hat, stäubte der Sand. Als das arme Weib mit brennenden Augen die Tür erreichte, war sie verschlossen. Die Mutter ging nun Tag für Tag auf die Jausengrube, manchmal kollerte der gebleichte Totenschädel an ihren Füßen vorüber, wenn sie ihn halten wollte, war er verschwunden.  Im Herbst ging sie nicht mehr, denn sie dachte, ihr Knäblein werde längst vor Heimweh und Hunger gestorben sein. Allein, wie der Frühling nahte, quälte sich ihr Herz dermaßen, dass sie weder zum Beten noch zum Arbeiten kam. Einzig das Fasten fiel ihr leicht, sie hatte ohnehin nichts zu essen.  Über dem Hemd trug sie nur einen verschlissenen Kittel, die anderen tauschte sie beim Juden für schwarze Kerzen ein. So angelegt ohne Futter und Rock wanderte sie barfüßig zum Hohen Fronleichnam auf den Berg um das Kind zu suchen.
  Oh, wie staunte die glückliche Weibin, als sich das Tor noch vor dem ersten Glockenschlag eröffnete und der Knabe ihr lebfrisch und rosig entgegenrief. Das Kind bewegte den Mund und sagte vernehmlich Mutter.  Da wiegte sie ihren kostbarsten Schatz glückselig auf den Armen und trug ihn eilends bergab und blickte nicht mehr zum Tor zurück. Beizeiten wollte der Bube selber laufen, dabei hielt er sich an ihren Gewandfalten fest und sprach: Gestern habt ihr drei Kittel angelegt, heute habt ihr nur einen. Da wunderte sich die Weibin und fragte: Mein Herzchen, bist du nicht hungrig und durstig geworden das ganze Jahr?
  Eine schneeweiße Gemsengeiß mit roten Augen, hat sich zu mir gelegt, der hab ich das Euter ausgesogen, dann hat mich eine liebe Frau die ganze Nacht auf den Schoß gewiegt, schwatzte das Kind.  Die Hochsattlerin bemerkte, wie ihrem Kind die Augen zufielen und es ruhig und gelöst atmete. Auch sie atmete erleichtert auf. Später einmal wird sie dem Buben von der unglücklichen Liebesgeschichte seiner Mutter mit seinem Vater, dem wilden Jägersmann erzählen, aber bis dahin soll noch viel Wasser durch den Ennsboden fließen. Grimmingtor Auszüge
Paula
Grogger
GOTTES Huld und der Menschen Gnad
Stets wohl wenn man`s beisammen hat,
Sollte aber eins verloren sein
So bleibet Goldes Huld allein.
Ein Kreuz am Grimmingsaum mit vergilbter Schrift in Paula Groggers Grimmingtor
1985-01-01 In der Neujahrsnacht verschied die Öblarner Dichterin Paula Grogger im Alter von 91 Jahren. Mit der Familiensage  Das Grimmingtor und mit dem Theaterstück Die Hochzeit  Erzherzog Johann lernt als Hochzeitsgast, seine spätere Frau, die Postmeisters Tochter Anna Plochl kennen, wurde sie bekannt.
 
DIE HOCHZEIT
  Das Öblarner Festspiel „Die Hochzeit“ ist das größte Freilichttheater im Alpenraum und kommt nur alle 5 Jahre zur Aufführung. Als Naturkulisse des an Volks kulturellen Werten einzigartigen Spieles dient der malerische Marktplatz von Öblarn, wo Kirche, Herrschaftsamt, Pfarrhof und Kirchenwirt eine Schauspielarena bilden, die keinerlei technischer Hilfsmittel mehr bedarf.
Im Mittelpunkt der Handlung steht die historische Begebenheit, als Erzherzog Johann am 29. Juli 1821 nach Öblarn kam, um an der „Hochzeit zu Gstatt“ als Brautführer teilzunehmen. Der steirische Prinz traf dabei die 17 jährige Ausseer Postmeistertochter Anna Plochl. Es bot sich für die Liebenden eine Gelegenheit zur Aussprache.
  Wenn um Glockenschlag 18 Uhr der Biddelmann (Hochzeitlader) den Dorfplatz betritt, dann liegt bereits der Duft von Lebkuchen Bächerei in der Luft, die Kaiserfahnen wehen, die Bradlmusi marschiert über den Platz und der gesamte Kirchplatz füllt sich mit 300 Laienschauspielern.
Das Besondere an diesem Spiel liegt auch in der Tatsache, dass in unverfälschter Dialekt Sprache (etliche österreichische Dialekte) im Versmaß gesprochen wird.
  Alle Mitwirkenden sind in originalen Trachten aus dem vorigen Jahrhundert gekleidet. Die Palette reicht hier von der Wiener Biedermeierkleidung über die steirischen, salzburgerischen, kärntnerischen Trachten, ja bis hin zur Südtiroler Festtagstracht. Kein Wunder, waren zu dieser Hochzeit auch Gäste aus halb Österreich angereist.
  Lebhaftes Treiben am Dorfplatz, viele Zwiegespräche und fast schon in Vergessenheit geratenes Brauchtum schmiegen sich wie ein Mantel um die Handlung, die ihren Höhepunkt in der „Huldigung“ Erzherzog Johanns, dem guten Geist der Älpler, erreicht. Der Dorftratsch, die vielen großen Formationen wie Schützenkompanie, Veteranen, Knappen, Musikkapelle, Tanzgruppe, Bradlmusi ... alles hat im Festspiel seinen Platz.
Gott grüaß enk, Mannerleut und Fraun aus der Umgebung und von weiter Fern ...“
so lautet der erste Satz des Öblarner Festspieles.
  Wir schreiben das Jahr 1821, ein neues technisch maschinelles Zeitalter war im Entstehen, als ein Habsburger Spross, der nach dem Grundsatz „der natürliche Mensch ist auch ein besserer Mensch“ lebte, ausgedehnte Reisen durch die Alpen machte. Sein Name? Erzherzog Johann von Österreich.
  Es lag ihm viel daran, mit der einfachen Bevölkerung vom Land in Kontakt zu treten, ihre Sitten und Gebräuche verstehen zu lernen – eine ganz und gar unübliche, bahnbrechende Vorgangsweise für einen Prinzen. In seinen Arbeiten schuf er ein unschätzbares Fundament für Volkskunde und Brauchtum Bewahrung.
   Was hat dies mit dem „Öblarner Festspiel“ zu tun ?

  Besagter Erzherzog Johann stattete im Jahre 1821 der Bevölkerung von Öblarn einen Besuch ab, indem er an der Hochzeit des Pflegers von Gstatt (Admontische Herrschaft) als Brautführer teilnahm. Im Rahmen der Feierlichkeiten bot sich für den Prinzen die Gelegenheit zu einer Aussprache mit seiner Angebeteten und späteren Frau Anna Plochl.
  Eine steirische Liebesromanze nahm ihren Lauf. Es lässt sich natürlich erahnen, was es für die damalige Bevölkerung eines kleinen Ortes bedeutete, wenn ihr „großherziger Förderer“ plötzlich leibhaftig auftauchte. Alles war auf den Beinen, um wenigsten ein paar Eindrücke zu erhaschen.
  Rund um diese wahre Begebenheit hat die Dichterin Paula Grogger das Öblarner Festspiel „Die Hochzeit“ verfasst. Eine Freilichtaufführung, an der über 300 Laienschauspieler mitwirken.
  Beim Böllerschuss tritt der Biddelmann (Hochzeitlader) in historischer Tracht aus dem Friedhofstor. Er lädt die am Platz herumstehenden Leute zur Hochzeit von Gstatt ein. Die heutigen Öblarner erinnern sich, dass von ihren Ahnen erzählt wurde, dass sie anno 1821 beim großen Ereignis dabei waren. Da sogar noch Kleider der Altvorderen aufbewahrt seien, beschließen sie alle mitzutun.
  Der Schulmeister marschiert mit den Kindern auf, um den Empfang des Prinzen und eingelernte Fragen an Ort und Stelle zu proben. Dorfleute mischen sich in das Gespräch. Sie bewundern die Kinder, obwohl sie von dieser Art der Erziehung wenig halten. Noch mehr interessiert vor allem die Chormädchen und Frauen das Gerücht, unter den Kranzljungfern wäre eine Bürgerliche, die der Erzherzog heimlich zu treffen begehre, da sie ihm gefalle.
  Der Thorbäck als Amtmann und Dorfwirt versucht die noblen Gäste aus der Umgebung zu empfangen und Ordnung auf dem Platz herzustellen. Die Veteranen der Franzosenkriege marschieren ein, Schützen und Knappen der ehemaligen Öblarner Kupfergruben folgen mit Trommlern und Fahnen. Als die Kinder schreiend auf dem Platz verkünden, der Hochzeitszug komme schon, wird die kleine Einöd-Waberl in ihrem weißen Kleid in die Lache gestoßen, sodass sie mit der Großmutter weglaufen muss, um ein neues Kleid anzulegen. Der brave Gaberl Wundersamer wird durch einen Böllerschuss bei seinem langen Begrüßungsgedicht verwirrt, doch der Erzherzog hat lächelnd Einsehen. Alle ziehen zur Hochzeitsfeierlichkeit in die Kirche.
  Der aus Frankreich eingewanderte Zuckerbäcker von Gröbming und der Irdninger Lebzelter unterhalten sich über die schwierigen Zeiten. Frauen stehlen sich aus der Kirche, um übereinander, vor allem aber auch über die Jugend loszuziehen. Die bettelarmen Hochwasser Geschädigten stoßen mit ihren vielen Kindern dazu. Der verwitwete Schulmeister, seine Töchter und das Missgeschick beim Empfang des Prinzen werden besonders beredet. Die Holzknechte richten schon das Seil für die Hochzeitsmaut, als plötzlich eine Gaukler Truppe auf dem Dorfplatz einzieht. Sie singen eine rührselige Geschichte von unglücklicher Liebe zwischen arm und reich.
  Der Amtmann, der Dorfbader und der angesehenste Bürger „Stralz“ diskutieren über Politik und Zeitgeschehen, über die Bemühungen Johanns, dem Land wieder aufzuhelfen. Sie wissen einiges über den Polizeistaat Metternichs, der Johann das Betreten Tirols verwehrte und jede liberale politische Meinung unterdrückte. Gemächlich berichten die Patrizier, aus der Kirche kommend, über die schöne Trauung. Die Chorsängerinnen schwätzen aufgeregt über die Zigeuner und über Anna, die sie natürlich genau beobachtet haben.
  Der Hochzeitszug kommt aus der Kirche. Nach altem Brauch wird der Weg abgesperrt. Die Herrschaftsangestellten Jäger, Holzknechte, Moarknecht und Moardirn verlangen eine Hochzeitsmaut, die großzügig zugesagt wird. Nun fahren die Herrschaften zur Tafel nach Schloss Gstatt.
  Die Dorfhonoratioren besprechen den Besuch des Prinzen, den auch die Großmutter und Waberl mit dem Brautpaar treffen wollen. Glücklich und erleichtert kommen die Bittsteller von der Audienz zurück. Umschwärmt von den Gauklern erscheint der Erzherzog. Er freut sich Anna zu treffen, die verwirrt bemerkt, dass sich der Platz respektvoll leert. Die zwei gehen ihre gemeinsamen Begegnungen durch. Anna kann trotz aller Angst ihre Zuneigung nicht verbergen, sodass der Erzherzog, hingerissen von seinen Plänen, mit dem Mädchen einen sehr entscheidenden Entschluss fasst, wie er in seiner Biografie schreibt. Die Großmutter verwechselt das Paar mit den Brautleuten, sodass ihnen Waberl ihr Gedicht sagt.
  Die Kranzljungfern holen Johann auf ein Podium, damit er einen Fackelzug, die Huldigung des Dorfes entgegennehmen kann. Der Amtmann begrüßt den hohen Gast in seiner bäuerlichen, erdverbundenen Art, der aufgeklärte Bader steigert sich in eine Rede für eine bahnbrechende Zukunft hinein. Johann vereint die Gegensätze durch seine Herzensgüte. Um einer Liebestat und der Pflicht willen wird er weiter vorbildlich Gott und dem Vaterlande dienen.
  Nach der Volkshymne von 1821 marschieren alle Mitspieler über die Bühne. Der Nachtwächter singt sein Lied und holt die Vorfahren wieder heim in die Ewigkeit.
  Am Ende wurde die Kaiserhymne gespielt und gesungen, und siehe da, alle Zuschauer sind voller Ehrfurcht aufgestanden: irgendwie war da kurz eine Brise Sentimentalität in der Luft... Quelle
 
Bergknappen beim Öblarner Festspiel
  In den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts war es um den Bergsegen im Walchental nicht mehr gut bestellt. Die große Zeit war schon vorbei. Mit aller Kraft versuchten aber die Gewerken aus Fridau in der Untersteiermark seit 1819 wieder neuen Schwung zu bringen. Und das ersehnten auch die vom Ertrag abhängigen Knappen. So lässt Paula Grogger sie im Festspiel über die Suche nach neuen Erzadern und über den „neuen Herrn" sprechen:
Alter Knappe
Mir arme Knappen

Segn eh vom liaben Tag koan Schein,
Do dass ma völlig in der Finstern tappen,
Kann denner Gottes Willn nit sein.

Junger Knappe

A schlechter Lidlohn mag oans Mäul nit stopfen.


Hutmann

Die Walchenteufe hätt an goldern Kern,

Schön langsam liaß er sich schon außerklopfen.

Junger Knappe
Man brauchet halt a neue Gruabnlatern.


Hutmann
Beim neuen Herrn nutzt dir koa Aufbegehrn.


Junger Knappe
Wia Zwergerl sand ma durch den Glücksbau gschloffen,

Die Wünschelruaten hat koa Adern troffen.

Alter Knappe
Mein Ähnelvater tuats beschwörn:

Im Goldsee obn is a versunkner Stern.
Dö seiner wöllten habhaft werdn,
Sand all dersoffen …
Der Herr von Friedau woaß seg schon.

Junger Knappe
Er ist ein aufgeklärter Mann.


Hutmann
Mich soll er fragen, i sag eahm’s offen;

Zerscht stifts amal a gweichte Barbarafahn,
Aft mag man auf an Bergsegn hoffen.
  Erzherzog Johann berichtete im Jahr 1810 in seinem Wandertagebuch über die katastrophalen Belastungen der Umwelt durch den Bergbau und die Verarbeitung:
Die Berge der Walchen und das ganze Thal zuerst am Fuß der Gumpen, in seiner Tiefe kahl von dem Rauche der Schmelzhütten. Von dem Orte, wo wir das Thal erreichten, ist noch eine Viertelstunde zur Schmelzhütte. Das ganze Thal ist kahl, zerrissen, der Bach verwüstet die Tiefe; der arsenikalische Schwefelrauch verbrennt und vertilgt den Rasen, und so entblößt er nach und nach diese ohnehin brüchigen Gebirge."
Der wilde GRIMMING steht noch immer: Manchmal rosenfarben von Morgenröte übergossen. Manchmal fast unirdisch
schön im herbstlichen Abendblau. Wie ein Glasberg im Mondschein. Wie ein großer Guglhupf, mit Zucker bestreut . .  
Gratweinenses Tropfen für Paula Grogger
  Es mag für viele eine Überraschung sein, dass Montana Haustropfen auch von Dichtern, Schriftstellern und sogar Kabarettisten erwähnt und in deren Werken angeführt wurden. Eine der treuesten Anhängerinnen von Montana Haustropfen über Jahrzehnte hinweg war die bekannte steirische Dichterin des Grimmingtores, die Öblarnerin Paula Grogger (1892–1984) (45) (Abb. 12) (46). Mehrmals hat sie diese Vorliebe zu »Montana« schriftlich zum Ausdruck gebracht. Dr. Gernot Fischer ist im Besitz des Groggerschen Buches Der Lobenstock, in welches diese am 1. September 1965 für ihn nachfolgende Widmung hineingeschrieben hat:
"Aus der Quelle der natura

Schöpft die Tochter Pharmazie
Allerhand arcana pura
Unsereiner weiß nicht, wie.

Enzian, Baldrian und Hopfen,
Wermuth, Tausendguldenkraut
Sind nur als Montana Tropfen
Gratweinenses längst vertraut.

Herz und Hirn ist lebensfrischer,
Wenn die Ingeweid nicht krank.
Dem Magister Dr. Fischer
Und dem Senior schönsten Dank!

Mea culpa est obscura
Also zahl ich heute bar
In Ermangelung der factura
Ein a conto Honorar."

  Wie aus dieser Widmung und auch aus nachfolgenden Belegen hervorgeht, dürfte Paula Grogger nie für die Montana Haustropfen bezahlt haben, sondern man sah es als Ehre an, dass diese bei der Dichterin in Verwendung standen. Paula Grogger revanchierte sich das eine Mal mit einem Buch, ein andermal, wie man dem nachfolgenden Dankesgedicht entnehmen konnte, mit hochgeistig Gebranntem. So schrieb sie zehn Jahre später, am 10. August 1975, an Dr. Fischer:

"Hochgeschätzter Herr Doctor-Magister,

Meine Prognosen sind manchesmal düster.
Denn das Alter bringt nicht nur Wehwehchen
Sondern auch allerhand ernste Gebrechen.
Ich leide zum Beispiel an Stoffwechselschwächen,
An Gährungsprozessen und Herzeklopfen,
Milch, Schokolade tut mich verstopfen.
Drum schätze ich Ihre Montana-Tropfen
Und sämtliche bitteren Elexiere,
Auf deren heilsame Wirkung ich schwüre,
Weil ich sie schon seit Jahrzehnten spüre.
Was. ich, dafür dankbar, zu bieten habe,
Ist volksmedizinisch erprobte Labe,
Gebrannt in der Kuchel der Urwissenschaft.
Geniessen Sies stamperlweis sinnbildhaft
Zum Wohl der Famili(e) und Ihrer Geschwister.
Es lebe im Apotheker-Register
Ihr seliger Vater, der Meistermagister!"

  Nachdem Dr. Fischer sich für diese Gabe der Dichterin bedankt hatte, schrieb diese ihm am 22. August zurück:
"Lieber Herr Dr. Magister, ich bin soooo froh, dass ich Ihnen eine Freud hab machen können. Denn Sie bringen mich nicht los, so lang ich lebensfähig bin. Zur Zeit bin ich leider ziemlich unterbelichtet und von Untergrundbewegungen verstört. Mit Ihren Tropfen bewältige ich manche Minderwertigkeitskomplexe …". Das weitere stand nicht unmittelbar mit den Haustropfen im Zusammenhang.
Ein letzter Beleg fand sich im Buch Späte Matura, wo Paula Grogger, die Gratulanten und deren Geschenke anlässlich ihres 80sten Geburtstages beschrieb. Unter diesen befand sich auch der Doktormagister mit einer Batterie Montanatropfen. Quelle

SPÄTE MATURA ODER PEGASUS IM JOCH Autobiographie (1975 Auszug)

Ich will von niemand GNADEN
Als Gottes Gnaden sein.
Ich bin zum Dienst geladen
Auch ohne Glorienschein.
Hie wechseln die Gesichter.
Vergänglich ist die Gunst.
Der ewig gleiche Richter
Gesegne mir die Kunst. Schlussgedicht
  Als ich wegen Blutspuckens ins Sanatorium musste, bekam ich mein Erstlingswerk wunschgemäß in einem Umschlag mit blauem Wiesenenzian.  Es war für mich das Überleben. Ich dachte kaum noch an meinen Befund. Die Sonne war mir verboten, aber ich schlief unter der Dichterglorie......
  Meine Heimkunft in Öblarn war triumphal. Die Gemeinde erwartete mich vollzählig am Bahnhof. Die Blaskapelle spielte... Ich bin noch oft mit Ehrungen bedacht worden, aber ausgeheilt hat mich die erste.  Ich bin gern bereit der Vorschrift zu genügen und in öffentlichen Angelegenheiten mit Heil Hitler zu grüssen, will aber in meinem Privatleben beim Grüß Gott bleiben. Ich bin eben eine alte Österreicherin.  
  Paula Grogger fiel zuerst auf die Nazi hinein, dann aber in deren Ungnade. Sie hatte 1938 nicht mit ja für den Anschluss an Deutschland gestimmt und lehnte es ab, der NADAP beizutreten.
 
Der Paradeisgarten
(Auszug)
  Ritter Blaubart. Ich forschte, ob dem Ritter wirklich ein blauer Bart gewachsen sei. Das nicht. Aber sieben Frauen hat er umgebracht, sagte Vater. Mutter erzählte mir vom Schlüsselbund, welchen eine jede Frau bei der Hochzeit bekam. Nur den goldenen Schlüssel sollte sie nicht gebrauchen. Leider jedoch war eine voller Neugier. Auch die siebende und lieblichste.
  Sie schloss am Morgen, während ihr Gemahl zur Jagd ausritt, die Prunk Gemächer auf und eines war herrlicher als das andere. Sie stand vor der letzten , sie konnte die Versuchung nicht überwinden und sperrte auf. O Gott! Allhier war ein Blutgerüst, und an der Mauer hingen schön und bleich die Köpfe der sechs Blaubartfrauen.

Schöpfungsakt 
2007-04
  Ganz zu werden ist ein Akt der Schöpfung: Die Welterschaffung dauert, nach Paula Grogger, ewig. Schöpferisch wirken ist eigenständig denken, fühlen, offen zu den Mitmenschen und zur Natur zu sein. Dann wird die Schönheit als Glanz des Ganzen uns mit Sinn erfüllen.
AN DEN GRIMMING 2012-03-09

Der dich unter Regenbogenbrücken
Formte aus der Elemente Guß,
Nur Gottvater muß sich dir bücken,
Grauer Riese, Mons Altissimus!

Hochwild klettert über deinen Rücken,
Hinterdrein der Zwerg Homunculus.
Tausend kühne Menschenzwerge drücken
In des Schöpfers Spuren Hand und Fuß.

Und du läßt sie deine Blumen pflücken,
Und du spottest ihrem Flintenschuß,
Und wie Schwärme aufgescheuchter Mücken
Duldest du der Wilden Jagd Gehuß.

Wenn die Sonne strahlt durch Nebellücken,
Blasen Salige auf der Fladus,
Und dein Heru voll Huld und Zaubertücken
Glüht rubinrot aus der finstern Drus.

Immerschon in kindlichem Entzücken
Sah ich deines Lichtes Überfluß.
Und dein Tor begann mich einzuschlücken,
Und ich gab dir meinen Jungfernkuß.

Und du gabst mir, um mich zu beglücken,
Insgeheime allen Erbgenuß.
Und ich durfte mich mit Schätzen schmücken:
Das ich leide aller Gnaden Buß.

Also trag ich sie auf grauen Rücken,
Wie du trägst des Kreuzes Eisenguß...
Über sieben Regenbogenbrücken
Herrscht zu dritt Creator Spiritus.
Möge der Geist sich zu den Geistern bücken,
Die nach mir umwandern deinen Fuß
Und zuhöchst in Schnee und Urweltstücken
Ausschau halten nach der Quellen Fluß
Und die schöpfen und die Blumen pflücken
Dir zu Ehren, Nimm den Gruß,
Du mein steingebannter Genius! Paula Grogger
   
DIE SONNENUHR
       
Gold`ne Berge, dunkle Tannen,
Wundervoll ist die Natur.
Fühlst auch du mit großem Bangen,
Wie so spät zeigt schon die Uhr.
 
Wandersmann die Sonnenuhr,
Leuchtet deinen Pfaden,
Deine Mutter die Natur,
Hat dich eingeladen.
 
Sei ein guter Gast,
Schon Getier und Pflanzen,
Stopf` sie nicht als tote Last,
Grausam in den Ranzen.
Wanderer der geschenkt bekam,
Wald, Luft und Lieder,
Wirf nicht deinen ganzen Kram,
Auf die Erde nieder.
 
Auch verschreib' dein Menschenherz,
Keiner Baumesrinde,
Zündle nicht im Spiel und Scherz,
Feuer brennt im Winde.
 
Die Natur ist voll Gefahr,
Die Natur ist wunderbar,
Schlag sie nicht in Scherben,
Denk, du lebest Hundert Jahr
Und danach die Enkelschar,
Will den Reichtum erben. Paula Grogger
Gindelhörndl > >
SEKUNDÄRTEXT
> Karfreitags Grimming Geschichte Steiner Hans Grimmingtor^ 2010-11-20
  Dann will ich Dir noch eine Karfreitags - Grimming - Geschichte erzählen. Du hast von diesem tragischen Bergunfall am Einstieg des Süd-Ost Grates geschrieben, wo ein 22`jähriger Bursche am Beginn seiner ersten Grimmingtour am 2.November 2008 von einem Stein erschlagen wurde. Gernot Grogger war wie ich ein Öblarner, ich bin aber schon zu lange in Wien, und so haben wir uns nie persönlich kennen gelernt. Das Bild ist von seinem Kreuz am Grab und ist die letzte Aufnahme vor dem Unglück. Er kommt aus jener Familie, aus der auch die Dichterin Paula Grogger stammt. Ich weiß nicht, ob Du von ihr "Das Grimmingtor" gelesen hast. Es ist eine sehr lange Geschichte die von einem armen Burschen erzählt, der sich in ein Mädchen aus reicher Familie verliebt hat. Damit er sie heiraten kann, versucht er durch das Grimmingtor, dass sich einmal in 100 Jahren am Fronleichnamstag öffnet, an die Schätze des Berges zu gelangen. Und somit vereinen sich nach einer Zeitbrücke von 70 Jahren zwei Wege am Grimming, jener aus der Dichtung mit jenem der Realität. Lesen und lauschen wir den Worten einer großen Dichterin, die den Grimming zwar nie bestiegen, aber wie kaum jemand  gefürchtet, bewundert und geliebt hat. Beste Grüße vom Waldläufer Steiner Hans >
 
ZUM SCHREIBEN BERUFEN
  Ihrem Geburts- und Lebens- und Sterbeort Öblarn wurde Sie, außer einem Aufenthalt am Grundlsee, nie untreu. Nachdem die als Dorfschullehrerin im steiermärkischen Ennstal arbeitende Tochter eines Kaufmanns 1929 aus gesundheitlichen Gründen pensioniert wurde, widmete sie sich ganz ihrer schriftstellerischen Tätigkeit und erzielte bereits mit dem Das Grimmingtor 1926 einen bleibenden Erfolg und wurde als Vertreterin eines bodenständig - bäuerlichen Schrifttums erst vom österreichischen Ständestaat, dann vom Nationalsozialismus umworben; sie trat der Reichsschrifttumskammer bei. In ihren Gedichten, Legenden, Spielen, Aufsätzen und vor allem in ihrer Prosa fand sie allen verwendeten Klischees zum Trotz zu eigenständiger Form. Vielem aus dem Buch der alten Stampferin^ wurde literarisch belebt.Außer in ihrer Schrift "Die Reise nach Brixen" ist kaum dokumentiert, wie sehr sie sich, trotz der tauben politischen Ohren, für das verlorene Südtirol eingesetzt hat. Ist es Wahrheit, Legende oder ein Geheimnis; eine Liebe zu einem könig kaiserlichen Offizier, der im Krieg fiel, sollte die Ursache ihrer Ledigkeit gewesen sein. Oder war sie von ihrer außergewöhnlichen Berufung zur Schreibkunst gänzlich erfüllt?   Im allgemeinen werden Frauen weniger als Männer gewürdigt. Wie rar sind beispielsweise steinerne Büsten von Frauen? Außer einer Anna Plochl Büste bzw. jener von Paula Grogger im Grazer Burggarten sind sie kaum vorhanden.
  Ich bin gerne bereit der Vorschrift zu genügen und in allen öffentlichen Angelegenheiten mit Heil Hitler zu grüßen, will aber in meinem Privatleben beim Grüß Gott bleiben, ich bin eben eine alte Österreicherin. Paula Grogger.
 
  Steinerne Büsten Grazer Kostbarkeiten  2005-07-01
  Steirische Dichter im Burghof. Der kleine, versteckt gelegene Burghof Richtung Schauspielhaus war einst als "Hofratsparkplatz" bekannt. Hier steht man Aug in Aug mit den steinernen Büsten steirischer Größen, wie den Schriftstellern und Dichtern Paula Grogger (Büste 1994 von Margarethe Wilburg) und Peter Rosegger. Quelle 01.07.2006 23:56 Kontakt Betrifft: Steinerne Büsten Grazer Kostbarkeiten. Danke für die Bilder und den Bericht. Ich habe sie unter Steinerne Büsten unkommerziellen Grogger HP verwendet. MfG
Kaiserhymne
  
Gott erhalte, Gott beschütze
unsern Kaiser, unser Land!
Mächtig durch des Glaubens Stütze
führ' Er uns mit weiser Hand!
Lasst uns Seiner Väter Krone
schirmen wider jeden Feind:
Innig bleibt mit Habsburgs Throne
Österreichs Geschick vereint!

Fromm und bieder, wahr und offen
laßt für Recht und Pflicht uns steh'n;
laßt, wenn's gilt, mit frohem Hoffen
mutvoll in den Kampf uns geh'n!
Eingedenk der Lorbeerreiser,
die das Heer so oft sich wand:
Gut und Blut für unsern Kaiser,
Gut und Blut fürs: Vaterland!

Was des Bürgers Fleiß geschaffen,
schütze treu des Kriegers Kraft;
mit des Geistes heiter'n Waffen
siege Kunst und Wissenschaft!
Segen sei dem Land beschieden
und sein Ruhm dem Segen gleich:
Gottes Sonne strahl' in Frieden
auf ein glücklich Österreich!

Lasst uns fest zusammenhalten:
in der Eintracht liegt die Macht;
mit vereinter Kräfte Walten
wird das Schwerste leicht vollbracht.
Lasst uns, eins durch Brüderbande,
gleichem Ziel entgegengeh'n;
Heil dem Kaiser, Heil dem Lande:
Österreich wird ewig stehn!
Text: Johann Gabriel SEIDL Musik: Joseph HAYDN
  Damit auch der, Erzherzog Johann, den Hochgolling besteigen konnte wurde der Historische Weg angelegt. Somit war er der Erstbesteiger des neuen Weges. > Auch in den Wölzer Tauern wurden für den Prinzen, oberhalb der Baumgrenze (z.B. Gastrumer Höhe) heute noch sichtbare Reiterwege angelegt und auch hier war er der Erstbereiter der Wege gewesen.

Zitat des Kaisers Franz Joseph I.
"Die Kaiserhymne erkenne ich daran, da sich alles von den Sitzen erhebt, es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut".
Der Suizid des Architekten Van der Nüll, Miterbauer der Wiener Oper, als Reaktion auf eine Kritik des Kaisers, veranlasste Franz Joseph, zu kulturellen Angelegenheiten nur noch sehr zurückhaltend Stellung zu nehmen. Es heißt, der Kaiser habe sich bei allen möglichen kulturellen Anlässen nur noch mit der stereotypen Phrase: „Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!“ geäußert. Joseph Haydns Sinfonie Nr. 94 in G-Dur "mit dem Paukenschlag war darauf abgezielt schlafende Zuhörer, aber vor allem Dingen aber den in der Kaiserloge vor sich hin dösenden Kaiser, aufzuwecken."

DIE STAMPFERIN
  Stampfer Maria Elisabeth, 1638 bis 1700, überlieferte ihr Leben in ihrem Hausbüchl, einer Mischung aus Chronik und Tagebuch. Sie lebte mit ihrem Mann Hans Adam Stampfer, der Radmeister im Silber- und Kupferbergbau von Vordernberg und in Öblarn Steiermark war. 1692 ließ sich die Familie auch in der Fragant bei Obervellach Kärnten nieder, wo Hans Adam den Kupferbergbau eröffnete. Der Radmeister wurde bei seiner Arbeit so reich, dass er dem Kaiser 10.000 Taler borgen konnte und 1685 wurde er in den Adelsstand erhoben. Für die Stampferin war das allerdings nicht so wichtig. Zu Beginn ihrer Ehe gab es Unglücksfälle, über die sie berichtet, Feuer, Lawinen, Hochwasser, ein betrügerischer Verwalter. Sie machte jedoch einen Handel mit Gott und versprach, ein altes Kruzifix und Bildnis in der Kirche segnen zu lassen. Sie notierte sorgfältig die Experimente ihres Mannes mit neuen Herstellungsverfahren und, dass die "hohen Herren den Herrn Vater gar lieb" hätten. Sie geht auf ihre häuslichen Geschäfte nicht weiter ein, hatte aber einen großen Haushalt mit schließlich vier Häusern zu verwalten.
  Sie war stolz, noch mit über 60 von ihrem eigenen Geld einen Garten mit Heustadel zur Pferdehaltung erworben zu haben. Vor allem aber pflegte sie ihre Arzneikenntnisse, mit denen sie Dienstboten und Bergleute zu heilen vermochte und Mann und Kindern half, wenn Epidemien ausbrachen. Sie beschreibt auch, wie sie sich selbst bei argem Halsweh zu kurieren wusste. Nachdem sie schon 14 Kinder geboren hatte, wurde ihr das Kinderkriegen langsam zu viel. Das 15. Kind starb bei der Geburt, und sie selbst überlebte nur knapp. Zwei Jahre später liegt sie 39 Stunden in den Wehen, und meint, sie hätte auch gerne mal Ruhe in ihrem Leben, mit 47 Jahren. 1682 sterben kurz hintereinander zwei ihrer Söhne, die sie mit allen möglichen Mitteln zu retten versuchte. Sie freute sich über Enkelkinder, sorgte sich aber um die Familien ihrer Kinder, wegen Krankheiten und Feuersbrünsten. Während sie über ihre Kinder in Gefühle ausbricht, fehlt dies hinsichtlich der Beziehung zum Ehemann, doch spricht aus ihren Zeilen eine gleichbleibende Zuneigung. 1887 wurden ihre Aufzeichnungen in Wien als Der Frau Maria Elisabeth Stampfer aus Vordernberg Hausbuch herausgegeben.

  (Info: "Mit Tugend ist sie wohl geziert", über Frauenleben im Barock, von Helga Möbius und Harald Olbrich, Kabel Verlag). Quelle Eine interessante Feststellung  in Bezug auf die offizielle Motivation, die Frauen als Rechtfertigung für ihr Schreiben damals angeben mussten: Für Frauen, die keine Berufskarriere wie ihre Ehemänner und Väter aufzuweisen hatten, bestand die einzige Rechtfertigung für ihr Schreiben im Interesse des ,Geschlechts' oder im Interesse des Seelenheils.  Quelle Das Hausbuch der Stampferin war auch für Paula Grogger die bedeutenste Quelle.

Das heitere Dorfgericht
  Sau Schädel - Verhandlung in Öblarn. Sie sind schon selten geworden, die früher öfters durchgeführten Sauschädl - Verhandlungen. Am vergangenen Wochenende war es in Öblarn in der Walchen wieder einmal soweit. Das Bussgeld in der Höhe von 240 Euro wurde an zwei Öblarner Jugendgruppen gespendet.
  Zugetragen hat sich das dreiste Verbrechen im Walchental am diesjährigen Nationalfeiertag. Eine dreiköpfige Frauenbande stahl am helllichten Tag gleich zwei Sau Schädel aus den Schlachträumen des Walchenhofes, während der Jagdpächter Franz Schober, im Bademantel gekleidet vom Fenster herunter schaute, erotisch mit einer Ausrede abgelenkt wurde. Auf Grund dieser skrupellosen Vorgangsweise wurde daraufhin am vergangenen Samstag am 6.November 04, im Gasthaus Reichart vulgo Bergkreuz Gletscherwirt eine Gerichtsverhandlung einberufen, um die wahren Täter zu überführen. Das Hohe Gericht, bestehend aus ihro Gnaden Richter Ing. Wolfgang Zettler, dem Beklagten - Verteidiger Mag. Ernst Trummer und dem Verteidiger der Klägerschaft, Ernst Lechner, verhörte sehr viele Zeugen, besser gesagt das halbe Gasthaus.
  Gleich zu Beginn der Verhandlung schien die Strategie der beiden Verteidiger festzustehen. Die Klägergemeinschaft beharrte darauf, dass die drei bis dato völlig unbescholtenen Frauen Sylvia Rabenhaupt, Monika Pattermann und Annermarie Danklmaier auf die Anklagebank müssen. Die Verhandlung nahm aber sehr bald eine kuriose Wende, als plötzlich die Zweitkläger, die Gebrüder Meier als Besitzer der Säue, auf der Anklagebank saßen – sie wurden des illegalen Tiertransportes schuldig gesprochen und zu einer entsprechenden Pönale verdonnert. Die Verhandlung schien zwischendurch fast aus den Fugen zu geraten, als plötzlich Sepp Reichart Senior ein Plädoyer auf Russisch, der Jagdpächter im Bademantel erschien und fast jeder Anwesende im Saal irgendwie in Zusammenhang mit der Tat gebracht wurde. Ihro Gnaden Rat Zettler musste hiernach energisch einschreiten, sodass sogar der Schnitzel Hammer als Ordnungsinstrument zu Bruch ging. Ein Kiebitz, der schon sehr übermüdet zur Verhandlung erschienen war, erhielt sogar ein Strafmandat.
  Zum Abschluss sprach das Hohe Gericht das Urteil: Sowohl der Jagdpächter, der besser Obacht hätte geben müssen, als auch die Gebrüder Meier, sowie die drei Beklagten wurden zu Geldstrafen verurteilt. Da während der Verhandlung viele Ordnungsrufe erteilt werden mussten, ging eine entsprechende Summe in die Gerichts Kassa ein, sodass für über 60 Leute je zwei Getränke gezahlt wurden und der Überschuss von 240 Euro zur an die Katholische Jugendgruppe unter Judith Albrecht und zur anderen Hälfte an den Initiator des neuen Jugendzentrums in Öblarn, Herrn Hermann Rabenhaupt ging. Der Bericht stand am 12.11.2004 im Ennstaler Wolfgang Zettler.
  Lieber Bruno! Danke für die Aufnahme  der schon selten gewordenen Sau Schädelverhandlungen in Dein wertvolles und umfangreiches Internetwerk. Das Stehlen des Sauschädel ist ja alte Tradition. Ebenso die anschließende Gerichtsverhandlung. Der Sinn des Ganzen ist eigentlich der gesellige Teil. Die Leute sollen halt wieder einmal zusammenkommen und gemeinsam einige heitere Stunden erleben.
  Das Stehlen des Sau Schädels wird aber immer schwieriger. Hausschlachtungen durchzuführen wird ja auch immer seltener. Aber die Gründe dafür brauch ich  Dir wohl nicht nennen. Herzliche Grüße ebenfalls und Frohe Festtage sowie Berg Heil für 2005 Wolfgang Zettler.
 Bei dieser Gelegenheit fällt mir der selige aber noch immer berühmte Sau Schädelrichter Hans Unterweger vulgo Leitenbauer aus Pusterwald > ein. Zu seinen Ehren war auf der Sauofenspitze das Leitenbauer >.

Pisa Stute oder Schildbürgerschimmel?  Gehrer
  S.g. Frau Gehrer, seit 27.01.04 war es Ihren Ministerium unmöglich das wahre Geburtsjahr von Paula Grogger zu eruieren. Die Ursache der Eingabe war; sich im Umlauf befindliche Gedenkmünzen mit dem unrichtigen geprägten Geburtsjahr, gewesen. Hier wurde von Ihrem Amt der Schildbürgerschimmel strapaziert. Sie bedankten sich für eine Berichtigung deren Unrichtigkeit  erst später, nach mühevollen Erhebungen, von mir festgestellt werden konnte. Ihr Ministerium hat zwar sehr viel Geld zur Verfügung und keiner weiß was damit geschieht. Als Bildungsministerium, bei einer Todesjahr Differenz von 8 Jahren, bei einer bekannten Dichterin, aus welchen Gründen auch immer, unkompetent zu sein, ist dies die Handschrift Ihrer Führungsqualität Fr. Minister Gehrer Sie reiten ja auch in anderen Angelegenheiten>, gelinde gesagt, auf sehr des Hinterfragens würdigen Tieren herum.
Betreff: AW: Paula Grogger Totesjahr Korrektur  Datum: Tue, 27 Jan 2004 08:46:38 +0100 Von: Rieger, Else <else.rieger@oebv.co.at> CC: 'aeiou@bmbwk.gv.at' aeiou@bmbwk.gv.at Sehr geehrte Herr Mayer, vielen Dank für Ihre Mail an AEIOU (http://www.aeiou.at), das Kultur Information System des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur, mit dem Hinweis auf eine zu überprüfende Textpassage im Stichwort "Paula Grogger". Ihr Hinweis wird selbstverständlich in Evidenz gehalten. Natürlich sind auch wir interessiert, dass unsere Texte möglichst keine Fehler enthalten, und daher sind wir für Berichtigungen immer sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen Else Rieger Redaktion
AEIOU. 
  von Betreff: umgehende Text - Stellungnahme oder Unbedenklichkeit  Datum: Thu, 29 Jul 2004 18:43:42 +0200 Von: Bruno Mayer <mayerbruno40@netscape.net> An: festspiel@aon.at
  Vielleicht verbietet der Biddelmann (Hochzeitslader) Peter Salzinger als geschäftsführender Obmann der Festspielgemeinde Öblarn auch noch mir, den Namen Öblarn in meiner HP anzuführen!  Es ist wie bei Thomas > Heldenplatz die, die Nichtleser  regen sich am meisten auf.
  Die Herren Anton Knerzl, Reinhold Reith und Peter Salzinger, sind aber herzlichst eingeladen öffentlich mitzuteilen wo ihr Bedenken gegen ein deutschnationales Gedankengut, das ihr Verbot der Nennung des Namens Öblarn rechtfertigt, in dem Paula Grogger Gedenkbuch zu finden ist.
   Hr. Drechler war im Gegensatz zu der Öblarner Gemeindeverwaltung und den steirischen Medien, allein auf weiter Flur in der Wahrnehmung und Würdigung des 20.Todestages von Paula Grogger. Die Festspielgemeinde Öblarn hat weder in ihren Gemeindezeitungen im Winter 2003 und im Frühjahr 2004 noch in ihrer Festspiel HP dieses Jubiläum erwähnt. Für die Feststellung des marginalen Todesjahres wäre allerdings noch der Zeitpunkt des Todes maßgeblich. Bei Durchsicht meines Tagebuches fand ich auf Seite 3 am, 02.01.84 datiert folgende Eintragung:
In der Neujahrsnacht  starb die steirische Dichterin Paula Grogger im Alter von 91 Jahren in ihrem Haus in Öblarn
  Die Bezeichnung Altjahrsnacht ist ja nicht gebräuchlich und in diesem Fall des natürlichem Entschlafens wird der Arzt, sofern keine Sterbebegleitung stattgefunden hat, die Todeszeit im neuen Jahr festgesetzt haben.
  Das Paula Grogger Gedenkbuch erschien aus Anlass des 20. Todestages am 1.1.2004 im Eigenverlag der Paula Grogger Ges. Adresse d. Verl.: A-1041 Wien, Postfach 2000. Der Autor und Herausgeber ist Herr Robert H. Drechsler 302 Seiten mit zahlreichen Illustrationen, Schrift in Fraktur, Bibliographie - und Literaturverzeichnis von P. Grogger, Karton 30cm, Seite 193 - 199 mit Historischen Erinnerungen: 8.9.1964.
  • Erbsünde Vergangenheitsbewältigung und Kollektivschuld Vergil >
Deutschnationales Gedankengut
  Wenn man nun alle Wörter und Begriffe die Hitler gesprochen und geschrieben hat, abgesehen vom Holocaust und allen anderen Verbrechen an der Menschheit, als deutschnationales Gedankengut verteufelt, müsste man auch die NS Einführung der Kirchensteuer so sehen. Wenn in Österreich jedoch ein NS Massenmörder und Kinderpeiniger > noch immer unbehelligt lebt stört dies allerdings niemand. Es ist auch kaum anzunehmen, dass der Agnostiker Hr. Fischer >, der nicht einmal das Konfession neutrale Wort Gott bei seiner Angelobung aussprechen konnte, diesen  rotbraunen Sumpf trockenlegt.
  Von der Gemeinde Öblarn wurde in Unkenntnis der Sachlage und aus puren Widerwillen das Vorhaben dieser Buchherausgabe in den Misskredit^ gezogen und eine in Öblarn geplante P. Grogger Gedenkfeier unterlag einer Verhinderung. Was wäre die Öffentlichkeit ohne Privatleute? Wenn Private außerhalb des politischen Deckmantels Förderns - und lobenswerte Ziele verfolgen, werden sie trotzdem, oder gerade deshalb, von der Verwaltung mit Vorliebe  behindert. Der Geist der Leute von Aurali G. Schwab > lebt in anderen Gestalten weiter. Es gibt auch Heimatgemeinden von Künstlern die solchen Aktivitäten mit mehr Toleranz gegenüber stehen. Dies wäre aber ein Thema für den Stammtisch der Rosegger Gesellschaft >, bei original Ennstaler Grogger Kasnocken und echten Mozartkugeln in Schubert Locken gehüllt, im Rosegger Stüberl bzw. im Klöpfer Keller >.
  In der Walchen baute der Alpenverein , als Ersatz für die Englitztalhütte, eine moderne Talherberge mit einer Kletterwand die niemand benötigt, denn unmittelbar daneben ist das Gasthof  Zum Bergkreuz Tel: +43/3684/2129 und in Sichtweite sind Felsenwände . Der Kupferweg > ist eine gelungene Attraktion und in seiner Gesamtheit sehenswert; allerdings die EU Gelder für den, Beton / Autoreifen - Versatz im Thaddäusstollen sind eine unnötige Verschwendung. In dem Stollen ist außer dem Versatzbeton und der Barbarakapelle > nichts besonderes zu sehen. Dort wo es interessanter wird endet die Führung. Ob nun diese Art der Autoreifenentsorgung angebracht ist bleibt dahingestellt, aber bei dem was uns die Herren in Brüssel 
> schon beschert haben ist auch dies nicht mehr verwunderlich.

Zur Person des Autors Drechler Robert H. 
  Robert H. Drechler ist auch der Autor von dem Buch Der Schicksalsweg des Südtiroler Schützenmajors 1919 - 1976, Wien Auszug
Georg Klotz schleppte sich nach dem am 7.9. um 2.30 Uhr oberhalb Saltaus (dort beginnt Passeier) begangenen Attentat, bei dem Luis Amplatz getötet wurde, schwer verwundet bis zur Staatsgrenze und von dort in einer halben Stunde zur Siegerlandhütte. 42 Stunden hatte seine Flucht gedauert. Am 9. 9. gegen 11 Uhr marschierte er in vier Stunden nach Sölden. Eine Stunde später wurde er festgenommen und am 10. 9. im Krankenhaus Wörgl von dem Beretta - Geschoß unter seiner rechten Achselhöhle befreit. Nach seiner Genesung musste Klotz nach Wien. (Quelle: Robert H. Drechsler: Georg Klotz, Wien 1976, Seite 131f.)
 
Drechsler, Robert H.: Kreuzweg der Sudetendeutschen 1945/47. Den Deutschen der Tod! / Das andere Holocaust Verein z. Förderung Volks treuen Schrifttums, Wien, 1979. 229 S. mit Abb., kart. 1979. - Deutsche Dokumente, Folge 7/8 August 1979) - unbekannter Einband Bezug
  Die Eingeweihten wissen noch auch wie sich Fr. Grogger für Südtirol einsetzte,  dies  fand in dem  Buch Die Reise nach Brixen seinen Niederschlag. Sie verteidigte immer wieder und mit ganzem Herzen die Südtiroler - die damals noch nicht die Rechte einer Minderheit besaßen. Von dieser Thematik her ist Hr. Robert H. Drechler
sicher für ein Grogger Gedenkbuch berufen.
 
Die Wehrmachtsausstellung
  Dass die neue Konzeption Ewiggestrige und RevisionistInnen nicht von Protesten abhalten würde, war jedoch klar. So tönte es aus dem Munde von Robert H. Drechsler (Bundesparteiobmann der Grauen und Sprecher der Gemeinschaft der ehemaligen Frontsoldaten) bei einer Pressekonferenz: "Wir wehren uns, dass wir als Wehrmachtsangehörige gesehen werden, die mordend durch Europa zogen. Wir haben das Recht und die Verpflichtung, uns zu wehren, auch für die, die das nicht mehr können."  Quelle
Proteste gegen die Wehrmachtsausstellung in Wien
  Pressekonferenz der Gem. ehem. Frontsoldaten am 8.4.2002 in Wien anlässlich der Eröffnung der Anti Wehrmachtsausstellung des linksradikalen Agitators Reemtsma in Wien hielt die Gemeinschaft der ehemaligen Frontsoldaten am 8. 4. 2002 in Wien eine Pressekonferenz ab.
  Scharfe Kritik an der Eröffnung der Wehrmachtsausstellung übte der Bundesparteiobmann der Grauen und Sprecher der Gemeinschaft der ehemaligen Frontsoldaten, Robert H. Drechsler. Kein Staat der Welt, der kriegführend war, habe es bisher gewagt, die Bevölkerung mit tatsächlichen oder vorgetäuschten Gräuel der Kriegszeit zu konfrontieren. Nur in Österreich und der BRD mache man das, sagte Drechsler.
  Die deutschen Soldaten hätten im guten Glauben gekämpft. "Wir wehren uns, dass wir als Wehrmachtsangehörige gesehen werden, die mordend und brandschatzend durch Europa zogen", stellte Drechsler fest. Und weiter: "Wir haben das Recht und die Verpflichtung uns zu wehren, auch für die, die das nicht mehr können." Nicht einmal im Nürnberger Prozeß wurde die Wehrmacht als verbrecherische Organisation bezeichnet, und Reemtsma soll nicht glauben, das nachholen zu können, erklärte ein anderer Redner der Gemeinschaft.
  Drechsler kritisierte auch die Unterstützung der Ausstellung durch die rote Wiener Stadtverwaltung. Die Unterstützung der Wehrmachtsausstellung sei im Wiener Gemeinderat mit den Stimmen der SPÖ, ÖVP und Grünen in der Höhe von 50.871 Euro beschlossen worden. Nur die FPÖ sei dagegen gewesen, stellte Drechsler fest. Die Bevölkerung, die die Ablehnung der Wehrmachtsausstellung verstehe, solle bei den nächsten Wahlen diese Situation vor Augen haben, forderte der Obmann der Grauen.
  Ebenfalls Kritik übten die Veteranen am Initiator der Ausstellung, Jan Philipp Reemtsma. Er würde jetzt das Vermögen, das sein Vater mit dem Zigarettenverkauf an die Deutsche Wehrmacht verdient habe, gegen sie verwenden, so die Frontsoldaten. Reemtsma ist der Gründer und Geldgeber des Hamburger Instituts für Sozialforschung, welches die Ausstellung gestaltet hat.
  Am 13. April 2002 wollen KPÖ, Grüne und andere Linksradikale eine Demonstration gegen einen angeblich geplanten Aufmarsch von Neonazis in Wien veranstalten. Da es in Wien keine Neonazis gibt, muss man annehmen, daß die Linken einen Vorwand suchen, wieder eine größere Demonstration zu veranstalten, da ihre "Donnerstagsdemonstrationen" immer weniger Zuspruch finden. (Bekanntlich wollten die Linken solange jeden Donnerstag in Wien demonstrieren, bis die schwarz-blaue Regierung zurücktritt).
  Inzwischen kam es zu Streitigkeiten bei den Veranstaltern der linken Großdemonstration. Die Israelitische Kultusgemeinde will sich nicht daran beteiligen, da auch Gegner des Zionismus mitdemonstrieren wollten. Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) kann ihren Mitgliedern nicht empfehlen, gemeinsam mit Organisationen demonstrieren zu müssen, die ansonsten die Intifada in Palästina protegieren.  "Wir sehen es als unsere Pflicht, jeglichen Anfängen neonazistischen und rechtsextremen Tendenzen entgegen zu treten", heißt es in einer Stellungnahme des Forums gegen Antisemitismus der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG). "Allerdings haben wir mit großem Bedauern festgestellt, dass es uns unmöglich gemacht wird, den Aufruf zu der Gegendemonstration am 13. April zu unterschreiben. Einige der teilnehmenden Organisationen haben sich selbst anti-zionistischer oder anti-israelischer Inhalte bedient und dadurch - bewusst oder nicht - den Antisemitismus in Österreich schüren geholfen."
  Zur Beruhigung der IKG findet in Wien gerade ein Symposium zu Ehren des Gründers des Zionismus Theodor Herzl statt, an dem u. a. auch der Vorsitzende des Jüdischen Weltkongresses teilnimmt. Bei der Begrüßungsansprache an die Symposiums Teilnehmer erklärte der Wiener Bürgermeister Häupl
> (SPÖ) u. a., das letzte Wahlergebnis in Wien habe gezeigt, dass die Wiener den Rassismus ablehnten. Diesbezüglich wird es in Wien vom 12. bis zum 21. 4. auch eine Aktion "Fußball gegen Rassismus" geben.  Quelle

GROGGER STREIT
2006-02-04
  Wie ein Wiener halb Öblarn auf die Palme bringt. Wer hat ein Recht auf Paula Grogger? Ein Gedenkbuch ohne die Nennung des Heimatortes der Dichterin  ist der vorläufige Höhepunkt einer kuriosen Auseinandersetzung zwischen Grogger - Fans in Öblarn und Wien.
  Am Neujahrstag waren es 20 Jahre, dass die steirische Schriftstellerin Paula Grogger in Öblarn gestorben ist. Eine in Wien bestehende Paula - Grogger - Gesellschaft wollte aus diesem Anlass  in Öblarn  eine Gedenkfeuer abhalten und verlangte von den Öblarner Vereinen und der Gemeinde Untestützung. die Gemeinde sollte sich auch finanziell an einem Gedenkbuch beteiligen. Die Öblarner allesamt Paula - Grogger - Fans, verweigerten der aus ihrer Sicht obskuren Gesellschaft die Unterstützung. Die Gedenkfeier hat nicht stattgefunden.
  Robert Drechsler ist Vorsitzender der P.G. Gesellschaft in Wien. Im Telefoninterview teilte er mit, er sei 80 Jahre sitze im Rollstuhl, habe zwei Schlaganfälle hinter sich und er wolle mit der Gesellschaft das Gedenken an Paula Grogger erhalten. In Kürze werde ein Gedenkbuch, mit elf bereits vorhanden Vorworten, vom Bundespräsidenten über LH Klasnic bis zum Bezirkshauptmann, erscheinen.
  Deutschnational: Der Vorstand der Festspielgemeinde Öblarn sieht in den Aktivitäten Drechlers einen Missbrauch des Namens Grogger. Drechler verknüpfe mit dem Namen immer auch deutschnationales Gedankengut, heißt es in Öblarn. Wir haben uns als Festspielgemeinde eindeutig von diesem Herrn distanziert, so Reinhold Reith.
  Wir haben damit nichts zu tun! Im Öblarner Vereinsorgan Der Biddelmann (Hochzeitslader) wurde Peter Salzinger als geschäftsführender Obmann deutlich: Wir wollen mit dieser Gesellschaft nichts zu tun haben und untersagen Herrn Drechler, die Festspielgemeinde im Gedenkbuch zu nennen!
  In Öblarn macht mittlerweile das Gerücht die Runde, dass diese Gesellschaft am Reinerlös des Festspieles mit naschen wolle. Bei den Festspielen arbeiten alle vier Jahre rund 300 Aktive ehrenamtlich. Die 12 - 14 Aufführungen sind mit 800 Sitzplätzen imme ausverkauft. Der Reinerlös wird zur Erhaltung des Paula - Grogger - Hauses  als Museum und für den Kostümfundus des Festspiels verwendet.
  Die Aktivitäten Drechlers haben jedenfalls bewirkt, dass die Bevölkerung von Öblarn, Niederöblarn und Umgebung sowie die 600 Mitglieder der Festspielgemeinde stärker denn je zusammen stehen  und schon intensiv an der Planung des Festspiels 2007 denken. Quelle Ennstaler Woche 29.01.2004 von Winfried Halaz. Artikelzusendung Grimming Franz
>
 
Die Fr. Klasnic
  Frau Klasnic die Trägerin des Nebenerwerbskreuzes Klasnic  Gästebuch Klasnic = geschlossen Was hatten sie davon, die Fr. Klasnic, der Hr.Paierl – der Ex-Finanzlandesrat Hr. Ressel, von dem um 5,6 Milliarden Schilling (400 Millionen €) verkaufte ESTAG Viertel an die EdF (Electricité de France)? Was hatten sie, dass sie dieses Geld nicht dem Eigentümer, d.h. dem Budget, sondern der ESTAG zugeführt haben? Sollte es für sie bestechende Gründe gegeben haben? Was sie davon jetzt haben ist eine Rufverschlechterung.  Seither wurden Sozial-, Bildungs- und Kulturausgaben brutal unter Einsparungsdruck gesetzt währen die ESTAG den reichen Onkel gespielt hat. Fr. Klasnics ESTAG - Krisenmanagement hat dem Land Steiermark großen Schaden zugefügt
  Als dann der Judaslohn der EDF für die Füllung der Vorstandstaschen und für goldene Objekte aufgebraucht war prosperierten die Kalamitäten
>.
Aus diesem Grunde wurde der Frau Klassnic
>, die von Ihrem Vorgänger übernommene Schirmherrschaft über den Grundbesitz des Landes Steiermark  Ödstein > aberkannt.
  2004 DAS 20. TODESJAHR VON PAULA GROGGER 13.12.04 Sg. Fr. Klasnic, zu diesem Anlass vermisse ich von Ihnen, in Ihrer Eigenschaft als Kulturreferentin, eine Reaktion, obwohl Sie jeden Tag an der Grogger - Büste vorbei zur Arbeit gehen. Der einzige der reagierte war Robert H. Drechler mit einem Gedenkbuch, dieses Buch wurde aber als nationalsozialistisches Gedankengut denunziert.

8 Groggerjahre?  2004-07-28 Die Aufklärung
  S.g. BM Anton Knerzl, sg. Grogger Hausleiter Hr. Johann Madl, s.g. Vorstand der Festspielgemeinde Öblarn Hr. Reinhold Reith, s.g. Hr. geschäftsführender Obmann Peter Salzinger, es ist  bei Fr. Klassnic als steirische Kulturreferentin nicht verwunderlich, dass sie trotz meinem Hinweis in ihrem Gästebuch - der seligen Frau Grogger noch immer 8 Lebensjahre abstreitet. Anm.:  Nach  der Aufklärung durch Falschprägung ist die Fr. Kassnic unschuldig. Umso peinlich kulminierender ist jedoch diese Jahreskleptonomie, an dem Leben der Dichterin, durch die Heimatgemeinde Öblarn. Diese  kulturelle Schildabanausie über ein unrichtiges Todesjahr wird vergeblich seinesgleichen suchen.
Ursprüngliche Nachricht  Betreff: Re: AW: ZUR UMGEHENDEN STELLUNNAHME Datum: Thu, 29 Jul 2004 13:39:34 +0200 Von: Bruno Mayer <mayerbruno40@netscape.net> An: gottfried.galler@oeblarn.steiermark.at
  Sehr geehrter Herr Galler, ich danke für Ihr Mail. Wenn Ihr Sterbebuch stimmt ist das Grogger Sterbejahr, auf der mir von der Gemeinde Öblarn überreichte Paula Grogger Münzprägung unrichtig - siehe Ehrenzeichen^ hier ist die Jahreszahl auch für Sie als Gemeindebediensteten, lesbar abgebildet. Diese Medaille liegt vor mir; vielleicht bekommt man in Öblarn ein großes Bier dafür - ansonsten ist sie ein Aufsteckschmuck für den Oblarner Bürgermeisterhut. Sei es wie es sei der Irrtum verbleibt und liegt in Ihrer Gemeinde und ist nicht mehr der Gegenstand meiner Betrachtung. MfG Bruno Mayer
PS Ungebührliche Geschenke und Reaktion sind bedeutungslos, allerdings bleibt offen ob man in der Gemeindestube den Fehler wahrgenommen hat.
Ö B L A R N E R  Schilda BOCK falsches Todesjahr auf der Münze 1992 BERICHTIGUNG -1984
Man muss nur lang genug warten können: "Ob verdient oder unverdient?
AUSZEICHNUNGEN
und Hämorriden bekommt, früher oder später, ohnehin jedes Gesäßloch".
gottfried.galler@oeblarn.steiermark.at schrieb: Sehr geehrter Herr Mayer! Sie dürften in Ihren Aufzeichnungen irgendwo einem Irrtum unterlegen sein. Frau Prof. Paula Grogger ist am 1.1.1984 verstorben, und nicht, wie von Ihnen angegeben, am 1.1.1992. Ich habe extra im Sterbebuch des Standesamtes nachgesehen, wo ja alle Sterbefälle eingetragen werden. Mit freundlichen Grüßen Gottfried Galler Marktgemeinde Öblarn  8960 Öblarn 47.
  Anmerkung: Eine Gemeindebetrieb der Groggertaler mit falschen Sterbedatum verleiht und hinterher behauptet der Empfänger wäre einem Irrtum unterlegen überbietet Schilda.

Wandersbursch schrieb am: Samstag, dem 26. April 2003 um 09:58 Uhr waltergreimeister@hotmail.com  Gott griaß enk, es Öblinger, da 1. Mai steht vor der Tür und drum geh i jetzt ins Bierzelt und trink a halbe Bier.  Spruch zum Tag: Festspiel Gästebuch
Frisst ein Hai einen Surfer dann wars wahrscheinlich a Brettljause!

Auch im Festspiel Gästebuch haben die Grogger - Erhobenen auf meine Eintragung nicht reagiert.
   Bruno Mayer schrieb am: Sonntag, dem 25. Jänner 2004 um 22:52 Uhr MayerBruno40@netscape.net
Ganz zu werden ist ein Akt der Schöpfung: Die Welterschaffung dauert, nach Paula Grogger, ewig.
Ich habe bei der Aktualisierung der Grogger HP^ festgestellt; die Kultur Beflissenen des Landes Steiermark haben die Frau Grogger schon im Jahre 1984 sterben lassen und dieser Irrtum hat sich sehr weit verbreitet
. Mit einem falschen Sterbejahr auf einer Gemeinde Gedenkmünze war nicht zu rechnen.
EHRENZEICHEN 2004-07
  In einer würdigen Feierstunde überreichte Frau Landeshauptmann Waltraud Klasnic am 24. Juni 2004 an den Obmann des Bergbauvereines Öblarn das Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark. Die Überreichung fand im Weißen Saal der Grazer Burg im Kreise einer großen Gästeschar statt, darunter die Familie des geehrten, der Bürgermeister der Marktgemeinde Öblarn, Anton Knerzl und Frau Altbürgermeisterin Elisabeth Köberl.

  Landeshauptmann Klasnic nannte ganz klar den Grund für die Überreichung: Günther Dembski > ist es zu verdanken, dass die schon verfallenen und vergessenen montan historischen Kostbarkeiten des Walchentales bei Öblarn heute wieder zu sehen sind. "Mit viel Liebe zum Detail" hat Günther Dembski sich für die Restaurierung dieser Objekte eingesetzt und auch selbst in großem Maße mit Hand angelegt - und das in einem Alter von 83 Jahren! Er hat so einen wichtigen Teil der Geschichte unserer steirischen Heimat gerettet und gleichzeitig auch viel für den Tourismus in Öblarn getan.

  Wir freuen uns mit Obmann Günther Dembski. Herzlichen Glückwunsch! Für ihn ist es nach dem Ehrenring der Marktgemeinde Öblarn, verliehen im August 2001, nun die zweite große Anerkennung für sein unermüdliches Schaffen im Walchental.

Denn sie wissen wirklich nicht was sie tun sollen - 
Und werden dafür, jenseits des Gotteslohnes, bezahlt!
1.Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun! Lucas 23.33
2.Buchtitel von James Dean 3. Wellerismus^

Mailath Pokorny Wiens Banausenkultur  Kommentar: Wissen die nicht, was sie tun? 2004-02-17

   Eigentlich ist es nicht mein Stil, öffentlich über die Gehirn Akrobaten und Tribunen herzuziehen. Aus gegebenem Anlass machte ich heute ein Ausnahme. Anmerkungen zur mangelnden Sensibilität in der heimischen Kulturpolitik - von Claus Philipp.
 Wenn man dieser Tage den Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath Pokorny fragt, ob denn die Bestellung - und Bezahlung Gebarungen heimischer Musical Manager nicht fragwürdig, geschweige denn abzulehnen wären - dann erhält man von ihm maximal ein ganz dezidiertes "Nein!". Am liebsten aber flüchtet der Sozialdemokrat in Aussagen wie: Das gehe ihn nichts an, in konkrete Verträge habe er ebenso wenig Einsicht wie in Rudi Klausnitzers Gewinnbeteiligungen, und Kathrin Zechner möge man doch bitte eine Chance geben.   Nun, dass die neue Intendantin der Vereinigten Bühnen diese 18 Millionen Euro Chance zu nützen gedenkt, auch wenn sie vom Wie noch höchst diffuse Vorstellungen zu haben scheint - darüber kann kein Zweifel herrschen. Wesentlich irritierender ist die fast schon kecke Selbstsicherheit, mit der im Wiener Kulturamt derzeit behauptet wird: Immerhin gäbe man immer noch Geld für Kultur aus! Das sei doch nicht so schlecht! Wunderbar - selbst wenn man dabei vergisst, dass für die freien Theater anstatt 5,69 Millionen Euro aufgrund eines Auslassung Fehlers nur 5,269 Millionen Euro zur Verfügung stehen.
  Selbstkritik? Ach was! In dieser Haltung ist Mailath Pokorny mit dem von ihm so oft kritisierten Kunststaatssekretär Franz Morak durchaus verwandt. Letzterer kann ja auch sehr gut damit leben, dass für eine völlig überflüssige, nie stattfindende Diagonale mindestens 385.000 Euro geflossen sind, während die alte Diagonale, zu der er sich jetzt doch wieder bekennt, heuer vom Bund keinen Cent erhält.
  Wen kümmert's! Wir sind nicht dazu da, die Vergangenheit aufzuarbeiten, heißt es so oft: jetzt Blick nach vorn, mit oder ohne Konzept. Wir werden die Brücke erst überqueren, wenn der Fluss erreicht ist. Nicht auszudenken, wenn den so munter durch den Kulturdschungel streifenden Abenteurern dann Überschwemmungen drohen oder die erhoffte Brücke gar schon weggerissen wurde.
  Und bis dahin: Gute Unterhaltung! Bis an den Rand zur Absurdität. Wenn es so ist, dass Millionen Musical Fans aus der so genannten Provinz nach Wien pilgern, um das Ronacher und das Raimund Theater zu stürmen, dann müsste ja eigentlich Franz Morak mit seinem Faible für "regionale" Bedürfnisse sofort tief in die Bundestöpfe greifen, vielleicht sogar immens profitable Tournee Programme für Kathrin Zechner subventionieren. Tut er nicht. Und Mailath Pokorny freut sich, dass die Stadt Wien zumindest "ein Geld für Kultur in die Hand nimmt". Wie viel davon dann in die Kassen hoch besoldeter Konsulaten wie Rudi Klausnitzer fließt, ist wiederum kein Thema.
  Wie erklärt man so viel Mangel an Unrechtsbewusstsein, das mittlerweile nicht nur viele Filmemacher und auch Kreative der freien Wiener Theaterszene an die leidige Grasser - Homepage - Affäre oder an Pension Rückzahlung - PR - Aktionen erinnert? Woher kommt diese Kaltschnäuzigkeit, die lieber fragwürdige Allianzen mit gewieften Medien- und Meinungsmachern eingeht, als sich auf ihre eigentliche Klientel mit vernünftigen Argumentationen, Konzepten und Maßnahmen einzulassen?
Die eine, durchaus mitleidvolle Erklärung wäre: Diese Politiker wissen schlicht nicht mehr, wofür sie gewählt worden sind und was sie eigentlich anrichten. Die Inkompetenz und die Ignoranz verbünden sich auf groteske Weise mit mangelnder Intuition. Im Zweifelsfall war man wieder einmal nicht zuständig.
  Die andere, wesentlich bedrückendere Erklärung: Dahinter steckt Kalkül. Ein System, demzufolge man sich damit abzufinden hat, dass einerseits eh schon alles gleich ist und gleichzeitig manche gleicher sind. Kurz: Dass einige, die da sagen, dass man diverse Gürtel enger schnallen muss, die eigene Gürtelweite eher vergrößern. Und die politische Kaste, die mit diesem Kalkül gemeinsame Sache macht - sie liefert, womit man seit Menschengedenken Kritik klein gehalten hat: Brot und Spiele. Der Rest steht im Musical Programm
Quelle


Wellerismus
  
2004-07
'Aller Anfang ist schwer' (Teil I), sagte der Dieb (Teil II), da stahl er einen Amboss (Teil III).
'Mal so, mal so', sagte der Bauer, da war ihm seine gescheckte Sau verreckt".
'Komm, wir geh'n angeln' sagte der Fischer zum Wurm.
Lügen haben kurze Beine, sagte der Kannibale und nahm den Lügner aus dem Kessel.
 
Spruch zum Tag
Essen was gar ist,
Trinken was klar ist,
Sagen was wahr ist,
Suchen was rar ist
Und finden was da ist!
Schrieb Thomas Jordan Zurmann jrdn@sms.at am: Dienstag, dem 01. Juli 2003 um 08:08 Uhr im Öblarner Festspiel Gästebuch 
HOCHZEITSBESUCH
  Wir marschierten alle voller Erwartung zum Heimathaus von Paula Grogger, das in absolut unveränderter Weise den Besuchern einen tiefen Blick in das Leben und Wirken von dieser bemerkenswerten steirischen Dichterin gewährt. Ihre Haushälterin, die von 1952 bis zu ihrem Tod im Jahre 1984 die Höhen und Tiefen der Künstlerin hautnah miterlebt hat und noch immer im Haus wohnt, hat alle Teilnehmenden mit köstlichen Anekdoten und Geschichten begeistert. Nach einer Stärkung, gut gelaunt durch die Öblarner Gastlichkeit, konnte das Spiel um Punkt 18.00 Uhr beginnen.
I  m Mittelpunkt der Handlung dieser nur alle 5 Jahre stattfindenden Freilichtaufführung steht die historische Begebenheit, als Erzherzog Johann am 29. Juli 1821 nach Öblarn kam, um an der „Hochzeit zu Gstatt“ als Brautführer teilzunehmen. Der steirische Prinz traf dabei die 17 jährige Ausseer Postmeistertochter Anna Plochl. Es bot sich für die Liebenden eine Gelegenheit zu Aussprache.
  Das Besondere an diesem Spiel ist, neben der malerischen Kulisse des Öblarner Dorfplatzes, die unverfälschte Dialekt Sprache, die im Versmaß gesprochen wurde, sowie die originalen Trachten, von wertvollen Festtagstrachten bis hin zur einfachen Alltagskleidung aus der früheren Zeit. 300 Laiendarsteller aus Öblarn und Umgebung stellten ihre glänzende schauspielerische Leistung unter Beweis, vom Kleinkind bis zum rüstigen Veteranen. Im lebhaftes Treiben am Dorfplatz, vom Hochzeitszug, über die „Tratschweiber“, den Zigeunern, den Dorfhonoratioren, den Knappen, den Bittstellern, der Schützenkompanie, der Bradlmusi und der Tanzgruppe, begeisterten vor allem aber die Schulkinder, die sich regelrecht in das Spiel hinein lebten.
  In lustigen, beeindruckenden, zum Nachdenken anregenden und berührenden Szenen hat uns die Dichterin ein Bild einer vergangenen Zeit gemalt, das aber an Authentizität und Realismus im Vergleich mit der heutigen Zeit nichts zu wünschen übrig lässt. Das äußere Erscheinungsbild unserer modernen Welt, verglichen mit den Bildern von damals, hat sich sehr geändert, nur die Menschen, ihre Sorgen und Probleme, ihre Wünsche und Träume sind gleich geblieben.
Wenn man diese Aufführung besucht, verschwimmt alles zu einem Bild, man verspürt die Sehnsucht nach seinen eigenen Wurzeln, man erkennt wieder sehr klar, was wirklich wichtig ist im Leben.  Quelle: FPÖ Öblarn

 LITERARISCHES DENKMAL
  Adolf Adam Toni > ist am 9 Feb.1918 in Pürgg im Ennstal geboren, im Innersten von Österreich, aus einer Familie Adam, welcher Paula Grogger im Grimmingtor ein literarisches Denkmal gesetzt hat. Ich habe als Realschüler den Grimming in fünf Sommern von den Schladminger Tauern aus gesehen, es ist ein Berg, dessen Anblick erahnen lässt, was für Leute dort wachsen.

Lukultur für dreizehn Stimmen und Nebengeräusche. Auszug
  Rabatz: Erich Fried hat den Georg - Büchner - Preis erhalten. Moderer (er): Siegfried Lenz hat den Manès - Sperber - Preis bekommen. Lauter: Ernst Jandl hat den Georg -Trakl - Preis erhalten. Schweigl (er): Thomas Bernhard hat den Paula - Grogger - Preis bekommen Schipp: Peter Huemer hat die Friedrich - Torberg - Medaille erhalten. Penunze:
  Haben sie schon gehört, zu welch fantastischem Preis die Originalpartituren von Mozart Symphonien oder die Schwertlilien von van Gogh bei Sossebies ersteigert wurden?...Sagenhaft... Moderer (sie): Wer trägt eigentlich zur Zeit den Iffland - Ring ? Penunze: Irgendein Schauspieler. Moderer (sie): Wir fuhren früher gerne nach Salzburg, den Jedesjahr anschauen...aber neuerdings hat selbst Salzburg einiges an Niveau eingebüßt... Rabatz: Die Sprechkultur verfällt in Salzburg dort...so weit hats müssen kommen. Kirzenschlick: Wie man bloß auf die Idee verfallen konnte, ein Oratorium wie Das Buch mit sieben Siegeln ausgerechnet in einer Kirche aufzuführen – so drastisch mein ich... Wärz: Das kann ich ihnen schon erklären...

 Klestil Exodus 2004-04-21
  Zwei Tage vor der Amtsübergabe  kam  der Exodus. Es war ein unangenehmes Medien Spektakel, Gott sei Dank gab es im ORF nur  einen Versprecher mit den sterblichen Überresten >. Standesgemäß erschien auch der Oligarch Hr. Putin mit eingeflogenen Panzerauto zu der Illuminatoren Totenmesse.
  Sein größter Verdienst war: Dass er die Verurteilung des in Österreich lebenden NS Massenmörder Heinrich > gefordert hat. Dass in seiner Amtszeit diesem sadistischen, im braunroten Sumpf aufgestiegenen Mörder, das Ehrenkreuz der Republik Österreich 1. Klasse für Wissenschaft und Kunst abgesprochen wurde. Er ruhe in Frieden.
  Der Nachruf von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel: "Mit Bundespräsident Dr. Thomas Klestil hat Österreich eine große Persönlichkeit, einen überzeugten Österreicher und Europäer verloren, der sein Leben in den Dienst seines Landes und seiner Menschen gestellt hat. Unsere und meine persönliche Anteilnahme gilt seiner Familie. Ganz Österreich trauert um ihn. Die Bundesregierung hat daher Staatstrauer angeordnet".

Klestil Themen meines Lebens 2004-04-21 Auszug
  <thomas.klestil@hofburg.at> Sg. Hr. Klestil, das Ehrenkreuz für den NS Massenmörder Groß wurde nun doch noch in Ihrer Amtszeit zurückgezogen. Mit dieser Rückmeldung des diesbezüglichen Schriftwechsels war Ihr  Hr. Hafner sichtlich überfordert. Allerdings erfreut sich der Hr. Dr. Groß noch immer, obwohl Sie die Bestrafung der Schuldigen in Ihrer Einweihungsrede für die Gedenkstätte Steinhof ausdrücklich  verlangt haben, trotzdem seiner Straffreiheit. Für Ihre Ehrenzeichenkanzlei und für die Ehrenzeichen durften Frau und Herr Österreicher aufkommen wer allerdings ausgezeichnet wurde war, entgegen des Auskunftsgesetzes  Ihr Präsidentenkanzlei Geheimnis.
  Von Ihrer Ehrenzeichenkanzlei Vorsteherin  wurde heute der Ehrenkreuzeinzug Groß bestätigt. Wie  schon in vorhergegangenen Anfragen wurde jedoch wieder konkret ausgesprochen: «Eine Einsichtnahme bezüglich Ihrer Ehrenkreuzverleihungen ist für die Staatsbürger von Österreich untersagt.»
  Sie hatten den größten Ehrenzeichenverschleiß aller Präsidenten, ob Sie sich am Beispiel Madertaners mit seinem Kommerzialrattitel Geschäft orientiert haben sei unbestritten! Wenn es keine unwürdigen Ausgezeichneten  gibt -  warum aber dann diese unzeitgemäße profane Geheimniskrämerei?
  Vielleicht ist es Ihnen nun als Privatmann ein Besuch der Öblarner Festspiele möglich. Für Ihren Rückzug ins Privatleben wünsche ich Ihnen mfG alles Gute.
03.03.2003  Es muss einen tieferen psychologischen Grund haben, warum so viele unserer Märchen und Sagen, so viele Mythen und Wundergeschichten im Wald spielen; warum unsere Literatur voll ist von Bezügen zum Baum und zu den Wäldern. Adalbert Stifter, Peter Rosegger und Paula Grogger sind nur drei der vielen großen Geister, die den Wald tief in unsere Seelen eingepflanzt haben.
  Anmerkung: Sie schreiben in Ihren Herz erwärmenden Themen Ihres Lebens vom Kulturland Österreichs - heute geht es in Österreich darum; unkultiviertes Naturland als Reservat zu erhalten - dies sollten Sie im Amtsjubiläum Hinblick berücksichtigen >. Was für die Kaiserlichen gut war, ist für den Diplomaten sub auspiciis präsidentis der Akademie der Wissenschaften Hr. Klestil zu gering, auch er wurde genauso wie der Erzherzog Johann zur Hochzeit nach Öblarn eingeladen. Mit Salzburg, Bregenz, Graz 2003 und mit den zahlreichen Angelobigungen und deren Bestallungen ist seine präsidentielle Hoheit ja bereits ausgebucht. Den gesprochenen Liebesbeweis der österreichischen Bevölkerung mit  I love Klestil  - so wie er in Graz von Schauspielern auf der Bühne dargebracht wurde - wäre in Öblarn allerdings sicher nicht  mit inszeniert worden.
  Im Namen der Republik! Nachdem dem Herrn Heinrich >, dem sadistischen Kinder Sezierer vom Spiegelgrund - für seine Experimente; aus lebenden Kindern seine Gehirnsammlung exekutiert zu haben, das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse verliehen wurde, ist Ihr frommer Wunsch Hr. Klestil nach Aberkennung - Chauvinismus. Es sei Ihnen aber ein Mitgefühl zugesichert, dass auch Sie dies in Ihrer Amtszeit nicht ändern konnten und, dass man sich später nur unter dieser Prämisse an Sie erinnern wird. Hochehrenwürdiges Staatsoberhaupt! Auch schon Ihr Amtsvorgänger und Kollege aus der Diplomatie Hr. Waldheim hat den Fall Gross vernachlässigt, als Watch Persona non grata war er jedoch anderweitig zu beschäftigt.
  Wenn NS Greueltaten in Österreich, in deren Verlauf Morde, Brutalitäten, Grausamkeiten, Folterungen begangen wurden ein Ehrenkreuz der Präsidentschaftskanzlei tragen und dazu noch von der Gerichtsbarkeit Österreichs abgedeckt werden, finde ich darin als Österreicher nicht die entfernteste Gemeinsamkeit mit dieser Staatsgebarung. Hofburg Link Gedenkstätte Steinhof
Wenn die GERECHTIGKEIT untergeht, so hat es keinen Zweck mehr, dass Menschen auf Erden leben. Kant
KORRES
  2005-07 Sehr geehrte Damen und Herren, vielleicht können Sie helfen - ich suche das Gedicht von Paula Grogger, in dem die Zeile vorkommt: "Wauns Hoamatl am schönsten is". Falls Sie es wissen, bitte auch das Buch nennen, in dem das Gedicht zu finden ist Herzlichen Dank im Voraus!! Herzlichen Gruß Martina Rudat  Danke für Ihr Mail und Ihr Interesse an P. Grogger, das Gedicht "Wauns Hoamatl am schönsten is" ist mir nicht bekannt, ich habe die Frage auch an das Grogger Museum Bahnhofstraße 95 8960 Öblarn Tel: +43 (0)3684/2384 weitergeleitet. P. Grogger hat fast in jeder ihrer Schrift Zitate und Gedichte eingefügt, einen Gedichtband hat sie 1954 heraus gegeben. MfG Werkverzeichnis
NEKROPOLE
Grabinschrift von Paula Grogger
Ich glaube an dem der auferstand
Aus irdischen
GERICHTEN,
Er sitzed zur rechten Hand,
Von tannen er wird richten.
Herr Jesus Christ im Geiste gleich
Zu komme und dein Reich.

Was der MENSCH erfahren in vielen Jahren macht sein Leben nicht aus,
Was er mit den Händen konnte vollenden füllt oft kein Haus.
Doch war er im Stillen  um der Liebe willen tut oder leid't,
reicht von der Erdenzeit in die Ewigkeit.
Signiert Paula Grogger Ostern 1962



 

PRÄAMBEL  m.bruno@gmx.at Adresse
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