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Austria Wissenschaftler (Informatik)
Autor Graz *1941 |
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DOCTRINA WEBRITIS, Scientia potentia est - Wissen ist Macht 2009-10-12Hermann Maurer ist ein internationaler Wissenschaftler und Autor von Expert^ Zukunftsromanen, schlicht gesagt ein Weltbürger aber trotzdem ein bodenständiger Österreicher, der auch mit dem „Monz Styriae Altissimo Grimming“ verwurzelt ist. Hat er doch in Bad Mitterndorf ein bescheidenes Refugium. Wer ihn persönlich kennt wird, wird feststellen er hat auch eine Begabung im Umgang mit seinen Mitmenschen und ist fern einer wissenschaftlichen und künstlerischen Abgehobenheit. Im Gegensatz zur Ministerin Firnberg die den AEIOU Förderhahn abdrehte, wirbt er um Rechte für Texte und Bildrechte von heimischen Künstlern und sichert sich Fotografien. Es spricht für die Kleine Zeitung, dass sie die offizielle Geburt des Austria Forums, neben sonstiger diesbezüglicher medialer Funkstille, (aussgenommen Ö1 – da kam Hr. Maurer zu Wort), in einem Online Artikel und in einem Printartikel publizierte.
Grazer Forscher ist Europa-Spitze: Zum neuen Vorsitzenden der Sektion Informatik der Academia Europaea (Europäische Akademie der Wissenschaften) wurde der Mathematiker Hermann Maurer, Vorstand-Stellvertreter des Instituts für Informationssysteme und Computer-Medien (IICM) der Technischen Universität Graz, gewählt. Steile Karriere. Hermann Maurer, geboren 1941 in Wien, studierte Mathematik in Wien und Calgary und war dann u.a. als Systemanalytiker bei der kanadischen Regierung und anschließend im Labor von IBM in Wien tätig, bevor er 1978 seine Karriere an der TU Graz begann, wo er Dekan der Fakultät für Informatik war. Kl.Z.
Ein Datennetz trägt Rot-Weiß-Rot 2009-10-12Der Grazer "Internet Guru" Hermann Maurer stellt eine art "Edel-Wikipedia" über Österreich ins Netz. 3000.000 Einträge wird die multinationale Datenbank umfassen. Hermann Maurer will Österreich nochmals in seiner ganzen Fülle ins Netz bringen. (3000.000 Einträge bis 20012). Es ist ein ehrgeiziges Projekt, das sich Maurer als Krönung seines wissenschaftlichen Lebens vorgenommen hat: "Austria Forum – das digitale Wissensnetz" heißt ein neuer Anlauf, Österreich in ganzer Fülle zu präsentieren. Es ist eine Art "Edel-Wikipedia über Österreich, aber ohne die Nachteile dieser all zu offenen Plattform.
Das Austria-Forum ist eine Multidatenbank, archivarisch angelegt ist: Tausende Einträge werden, Multimediabeiträge und verlinkte Sammlungen werden editiert und einem Begutachtungsprozess unterzogen. Ob es um Lebensläufe prominenter Künstler oder Wissenschaftler geht, um heimische Flora und Fauna oder um Geschichte: Die Beiträge haben Hand und Fuß. Vier hauptamtliche und zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter prüfen die Güte der Einträge. Das Projekt selbst ist an der Technischen Universität Graz angesiedelt. Derzeit sind etwa 1000.000 Objekte erfasst (Texte, Bilder, Videos,...); bis 2012 sollen es 3000.000 werden.
Hermann Maurer wurde 1941 in Wien geboren und in Calgary Mathematik. 1978 wurde er an die TU Graz berufen und war ein Motor des Ausbau der Fächer Telematik bzw. Informatik. Früh erkannte er die Bedeutung des Internets.
Als Maurer vor gut 30 Jahren – lange vor dem Internet – als einer der Ersten die Möglichkeiten vernetzter dezentraler Computer erkannte, blieb er nicht im Technisch-Wissenschaftlichen stecken. Blieben auch BTX (Bildschirmtext) und Mupid (Vorläufer des PC) hinter den Erwartungen zurück, ließ Maurer nicht locker. Internationale führten zu beeindruckenden Projekten etwa mit Großverlagen.
Interaktiv: Schon diese ersten Projekte zeigen alle Ingredienzien, die jetzt beim "Austria Forum" wider zum Tragen kommen: Abgesicherte Informationen, freier Zugang, Interaktivität und Gedankenaustausch über das Netz.
Ein wichtiger Vorreiter des Austria-Forums war die Österreich Datenbank AEIOU, 1996 zur 1000-Jahr-Feier unseres Landes vom Wissenschaftsministerium initiiert. Bis heute ist es eine der besten Netz-Quellen zu Österreich. Zehn Jahre später kam das Aus – selbst eine österreichweite Protestwelle konnte nicht verhindern, dass die damalige Ministerin Elisabeth Gehrer die Förderung von AEIOU einstellte.
Herman Maurer – jetzt emerierter Professor der TU Graz – hat nicht aufgegeben . Im Gegenteil. Er warb um Rechte für Texte von heimischen Schriftstellern, erhielt Bildrechte von Künstlern, sicherte sich Fotographien. Seit 10.10.2009 steht Österreich also wieder online. Nobert Swoboda Kl.Z.
Bisher umfasst die Enzyklopädie über 97.000 Beiträge in Form von Text und Anhängen wie Bilder, Filme und Audio-Samples. "Austria-Forum" wurde von Team der Technischen Universität Graz entwickelt.
Eine neue kostenlose Internet-Enzyklopädie über Österreich steht seit Freitag im Netz: Das von einem Team der Technischen Universität (TU) Graz entwickelte "Austria-Forum" geht laut den Herausgebern über das Wikipedia-Angebot hinaus. Es soll dem Grazer Projektleiter Hermann Maurer zufolge eine bis dato noch nie dagewesene "Breite und Tiefe" an Informationen bieten, wie es am Freitag bei der Präsentation in Wien hieß.
Im Internet stehen unter austria lexikon ab sofort das schon länger existierende Österreich-Lexikon "aeiou", eine Wissenssammlung sowie ein "von jedermann gestaltbarer" Community-Bereich zur Verfügung. Das Besondere an "Austria-Forum" liegt für den Mitherausgeber im Österreich-Bezug der Beiträge, zudem schließe man "Tagesaktualität aus, das überlassen wir anderen Medien". Es handle sich vielmehr um eine Sammlung von Lexika und ein Portal mit "archivarischem Charakter". Bisher umfasst die Enzyklopädie über 97.000 Beiträge in Form von Text (rund 36.000 Beiträge) und Anhängen wie Bilder, Filme und Audio-Samples.
Dabei handelt es sich sowohl bei Inhalt als auch bei Funktion um "work in progress", so Maurer. Bis 2011, dem 200-Jahr-Jubiläum der TU Graz, soll die Website weiter wachsen. Das vorwiegend mit Mitteln der Universität umgesetzte Projekt - Bundesmittel flossen in den vergangenen Jahren laut dem Experten etwa 20.000 Euro pro Jahr und damit nur "minimales Steuergeld" - basiere auch auf der Arbeitskraft des Instituts für Informationssysteme und Computer Medien (IICM) und der ehernamtlichen Mitarbeit des vierköpfigen Herausgeberteams und des derzeit rund 60 Personen umfassenden Editorials. Es wird auf weitere öffentliche Zuwendungen gehofft, das Land Steiermark hat bereits die finanzielle Unterstützung signalisiert. Der Betrieb von Austria-Forum sei jedenfalls bis 2017 gesichert.
Ausgangspunkt für das Projekt war das 1996 ins Leben gerufene Universal-Lexikon "Annotierbare Elektronische Interaktive Österreichische Universallexikon" (aeiou), das ebenfalls von den Grazern entwickelt wurde. Es wurde in ergänzter und aktualisierter Form eingebaut. Der zweite Bereich, die Wissenssammlung, umfasst eine Reihe "Spezial-Lexika", darunter zu Biografien über berühmte Politiker, Dichter und Maler, zur Architektur und österreichischen Erfindern, zu Fauna und Flora, etc. Zu finden ist hier etwa auch das gesamte Werk des Wiener Malers Kurt Regschek, das von der Witwe zur Verfügung gestellt wurde, so Maurer. In einem dritten Bereich kann sich die "Community" und damit jeder Österreicher einbringen.
Mitherausgeber Peter Diem unterstricht den multimedialen Charakter des Angebots, die Mitherausgeberinnen Trautl Brandstaller und Helga Maria Wolf distanzierten sich von einer allzu nationalen Sichtweise auf das Projekt: Man könne vielmehr aus europäischer Sicht "die eigenen Kulturen und Konturen entdecken", so Wolf, die es in einer solchen Bandbreite bisher nicht gegeben hätte. "Je globaler die Welt wird, desto mehr sollten wir über unsere Kultur wissen", so Brandstaller. Austria-Forum solle auch einen "Beitrag sein zur Versachlichung des öffentlichen Diskurses in diesem Land". Kleine.Zeitung
Curriculum Vitae *1941 Wien Hermann MaurerHermann's.Space.&.Time
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Studium der Mathematik an den Universitäten Wien und Calgary (Kanada) ab 1959. Systemanalytiker bei der Regierung von Sasketchewan, Kanada (1963); Mathematiker/Programmierer am IBM Labor Wien 1964 - 1966. Dr. phil. (Mathematik) an der Universität Wien 1965.
Assistant- und später Associate-Professor für Informatik an der Universität Calgary 1966 - 1971. C4-Professor für Informationsverarbeitung an der Universität Karlsruhe (BRD) 1971 - 1977; Gastprofessor am SMU in Dallas (USA), an der Universität Brasilia (Brasilien) und während derselben Periode auch an der Universität Waterloo (Kanada), für jeweils 3 Monate.
Seit 1978 ordentlicher Professor an der Technischen Universität Graz; 2000 - 2004 Studiendekan für Telematik, 2004 - 2007 Dekan der neugegründeten Fakultät für Informatik.
Von 1983 bis 1998 Leiter des Forschungsinstituts für Angewandte Informationsverarbeitung der Österreichischen Computergesellschaft, seit 1988 Vorstand oder Vorstands-Stellvertreter des Instituts für Informationssysteme und Computer Medien, 1987 bis 2006 Leiter des Instituts für Hypermedia Systeme des JOANNEUM RESEARCH, von 1997 bis 2000 Leiter des AWAC (Austrian Web Application Center) der ARCS (Austrian Research Centers), von 1979 bis 2003 Vorstandsmitglied der OCG (Österreichischen Computer Gesellschaft), Mitgründer und Aufsichtsratvorsitzender der Hyperwave AG München 1997 - 2005, stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender der Hyperwave AG seit Ende 2005, Gründer des KNOW Centers (K+ Zentrum), des ersten Forschungszentrums für Wissensmanagement in Österreich und dort im wissenschaftlichen Beirat.
Adjunkt Professor an der Universität Denver (USA) 1984 - 1988; Professor für Informatik an der Universität Auckland (Neuseeland) im Jahr 1993 (in Graz beurlaubt) und Honorary Research Fellow. Mitglied des Beratungsausschusses an der Universität Kuching in Malysien seit 1998.
Von 2002 - 2006 'Campus Graz 02'-Captain (Fachhochschule der Steirischen Wirtschaft), Ehrentitel 'Visiting Professor' an der Danube University (Krems, Austria) und 2003 Gastprofessor an der Universität Edith Cowan (Perth, Australien).
Erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den ADV Preis für Verdienste um die Informationsverarbeitung in Österreich, den ENTER-Preis (ein nettes Wortspiel mit "Enterprise")der Steirischen Wirtschaftskammer 1999, den Integrata-Preis (für humane Nutzung der Informationstechnologie) 2000 und den 'AACE Fellowship Award' der AACE (Association for the Advancement of Computing in Education) im November 2003; wurde 1996 ausländisches Mitglied der Finnischen Akademie der Wissenschaften und im Februar 2000 Mitglied der Academia Europaea, wo er im April 2009 zum Vorsitzenden der Sektion Informatik gewählt wurde.
Im Jänner 2001 wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Kunst und Wissenschaft Erster Klasse verliehen, im Juli 2001 wurde er mit dem Großen Ehrenzeichen des Landes Steiermark ausgezeichnet. Ehrendoktorate wurden ihm 1991 von der Politechnischen Universität St. Petersburg, 2002 von der Universität Karlsruhe und 2007 von der University of Calgary verliehen, im Mai 2007 wurde er Mitglied im Advisory Board der "Web History"-Gesellschaft.
Verfasser von 20 Büchern und über 650 Artikeln in verschiedensten Publikationsorganen; Herausgeber der Zeitschrift 'Journal of Universal Computer Science', Mitherausgeber der Zeitschrift 'Journal of Research in Innovative Teaching' und Mitglied des Redaktionsrates von mehr als einem Dutzend Zeitschriften; Mitarbeiter in mehreren wissenschaftlichen Beiräten und in Programmkomitees zahlreicher internationaler Tagungen; Gründer der Tagungsreihen ED-MEDIA und WebNet/eLearn und der Tagung I-KNOW; europäischer Repräsentant bei der ICCE bis 2000.
Leiter von mehreren großen Industrieprojekten, darunter die Entwicklung eines patentierten optischen Bildspeichers, eines Bildschirmtextcomputers MUPID, eines elektronischen Unterrichtsexperiments COSTOC, von Multimediaprojekten wie z.B. "Images of Austria" (Expo'92 und '93), von elektronischen Publikationsprojekten wie z.B. "PC Bibliothek", "Geothek", "J.UCS" und "Brockhaus Multimedial"; verantwortlich für die Entwicklung des ersten Web Based Information Management Systems der 2. Generation Hyperwave und der eLearning Suite, einer modernen netzbasierenden Unterrichtsplattform.
Beteiligt am Multimedia-Part zahlreicher Museumsprojekte wie z.B. der Ars electronica Center (Linz), dem Papa Tongarewa (Wellington, Neuseeland) und dem Odysseum (Köln, Deutschland; Eröffnung am 2. April 2009).
Leiter bzw. Mitarbeiter von etlichen nationalen Projekten und EU-Projekten. Erfolgreiche Betreuung von über 400 Diplomarbeiten, über 30 Dissertationen und 20 Habilitationen.
Maurer war an zahlreichen Universitäten und Forschungseinrichtungen zu Gast und hielt mehr als 900 Vorträge - entweder bei diesen Gelegenheiten oder als eingeladener Vortagender oder Keynote-Speaker auf internationalen Konferenzen.
Er ist ein ausgesprochener Kritiker von "data-mining"-Aktivitäten (automatisches Datensammeln) im WWW.
Seine ursprünglichen Forschungsgebiete waren Compiler Design, Formale Sprachen und Automaten, Algorithmen und Datenstrukturen. Gegenwärtige Forschungs- und Projektgebiete sind vernetzte Multimedia / Hypermedia Systeme (Hyperwave); Elektronisches Publizieren und dessen Anwendungen im Bereich von Universitäten, Ausstellungen und Museen; Web-basierende Lernumgebungen; Sprachen und ihre Anwendungen, Datenstrukturen und ihr effizienter Einsatz, Telematikdienste, Computernetzwerke, Computergestützte neue Medien, dynamisch symbolische Sprachen, gesellschaftliche Auswirkungen der Computer, Probleme der Plagiatsbekämpfung und Computer in der Science fiction.
Seine Hobbies sind u.a. das Schreiben von Science Fiction, Bergwanderern und SCUBA-Tauchen.
Er ist Mitglied der ACM, der GI, der OCG, der OMG und der WG 3.6. der IFIP; lebenlanges Ehrenmitglied des MCCA (Wien) und der Computer Engineering Society (Graz). Seit 1980 ist Hermann Maurer Kiwanis-Mitglied und -Funktionär. Graz, März 2009 Quelle
Wichtigste Publikationen
- Der Anfang: [Kurzgeschichten] / H. Maurer. - 2. Aufl. - [Linz] : Freya-Verl., 2004. - 277 S. : Ill. ; 20 cm. - (Xperten ; [0]) Erschienen in folgenden Ausgaben: Ausgabe2007 18 Kategorie 830 Ausgabe2007 18 Kategorie 1000
- The Paradoppelgänger: / Hermann Maurer. [Transl. from German by Wolfgang Wendlinger...]. - [Linz] : Freya-Verl., 2004. - 232 S. ; 20 cm. - (Xperts) Einheitssacht.: Der Para-Doppelgänger <engl.> . - ISBN 3-902134-84-4 kart. : EUR 13,50 Erschienen in folgenden Ausgaben: Ausgabe2007 16 Kategorie830 Ausgabe2007 16 Kategorie1000
- The Paranet: / Hermann Maurer. [Transl. from German by Wolfgang Wendlinger...]. - [Linz] : Freya-Verl., 2004. - 216 S. ; 20 cm. - (Xperts) Erschienen in folgenden Ausgaben: Ausgabe2007 16 Kategorie 830 Ausgabe.2007 16 Kategorie1000
- Die Parakämpfer: [Roman] / H. Maurer. - [Linz] : Freya-Verl., 2004. - 232 S. ; 20 cm. - (Xperten ; 3) ISBN 3-902134-61-5 kart. : EUR 10,- Erschienen in folgenden Ausgaben: Ausgabe2004 05 Kategorie 130 Ausgabe 2004 05 Kategorie 830 Ausgabe2004 05 Kategorie 1000 Quelle
nach Fachgebieten
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Vorlesungen u. Seminare Quelle Lehrveranstaltungen Studienjahr 2008/09
Forschung am IICM
Am IICM stehen Computeranwendungen und deren Einbindung ins gesellschaftliche Umfeld im Mittelpunkt des Interesses, wobei oft weit in die Zukunft gedacht wird. Forschungsschwerpunkte am IICM sind u. a. Digitale Bibliotheken, Electronic Publishing, vor allem im Bereich Zeitschriften (J.UCS) und online-Lexika (Austria-Forum), verteilte Multimedia- und Wissensmanagement-Systeme, die Visualisierung großer Informationsmengen, innovative eLearning-Plattformen und virtuelle Welten.Styria Professur für zukunftsweisende Medien
Mit Beginn 2005 hat die Styria Medien AG der TU Graz eine auf vier Jahre begrenzte, großzügig dotierte Summe zur Verfügung gestellt, die es erlaubte, eine neue Professur für zukunftsweisende Medien am IICM einzurichten. Die Mittel waren so ausgelegt, dass nicht nur eine hoch qualifizierte Persönlichkeit (Dr. Frank Kappe, s.u.) angeworben werden konnte, sondern dass auch mehrere Mitarbeiter eingestellt werden können.Universitätsprofessor Dr. Frank Kappe
Seit 1.1.2006, nach 9 Jahren überaus erfolgreicher Tätigkeit bei Hyperwave, ist Dr. Kappe der "Styria-Professor für zukunftsweisende Medientechnologien" an der TU Graz. Als Forschungsschwerpunkte konzentriert er sich auf neue Medien wie "Social Software" (also Weblogs, Wikis, offene Enzyklopädien etc.), "Mobile Content" (wie können "traditionelle" Medien-Inhalte den mobilen Menschen erreichen?) und vor allem virtuelle Welten ("Second Life"). Frank Kappe sieht sich aufgrund seiner Industrieerfahrung als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, und wird daher auch die damit verbundenen wirtschaftlichen Aspekte (d.h. wie sehen die dazugehörigen Geschäftsmodelle aus?) betrachten. Quelle
Hermann Maurer Google Kategorie: angriff 03.12.2007|Erstellt um 12:21 UhrDer österreichische Informatik-Doyen Hermann Maurer hat für das Infrastrukturministerium eine Studie verfasst, in der er die Gefahren heraufbeschwört, die durch Googles Übermacht auf dem Suchmaschinenmarkt drohen.
Die weltgrößte Internet-Suchmaschine Google sollte zerschlagen werden. Zu diesem Schluss ist eine Studie der TU Graz mit Unterstützung des Infrastrukturministeriums gekommen, die jetzt im Internet veröffentlicht worden ist.
Google als Aktienmarkt-Manipulator?Studienautor und Informatik-Professor Hermann Maurer zufolge gefährdet Google nicht nur unsere Wahrnehmung von Realität, sondern auch die bestehenden Wirtschafts- und da vor allem die Kapitalmarktmechanismen.
Jedes Monat werden laut dem Marktforschungsunternehmen Com Score mittlerweile weltweit 61 Milliarden Suchabfragen im Internet abgesetzt, 37 Milliarden davon über Google. Dieser Marktanteil ist zu hoch, meint Hermann Maurer.
"Jeder, der die Situation betrachtet, muss sich dessen bewusst sein, dass Google in noch nie da gewesener Art Macht angehäuft hat und damit unsere Gesellschaft in Gefahr bringt", sagt Maurer. Download der Maurer-Studie [PDF]
Die Studie erwähnt unter anderem, dass heute bereits je nach Umfragen ein Drittel bis 70 Prozent aller Studenten angeben, schon einmal Teile ihrer Arbeiten kopiert zu haben. Nach einer US-Untersuchung hat sich dieser Anteil in fünf Jahren verdoppelt. Google hätte zwar die Möglichkeit, Plagiate zu verfolgen und geistiges Eigentum zu schützen, habe sich aber dazu entschieden, das nicht zu tun - aus starken wirtschaftlichen Gründen, wie Maurer mutmaßt.
Der Googlepedia-KomplexAuf der anderen Seite warnt der Informatiker aber vor allem auch vor der Verzerrung der Realität. In der Studie glauben die Autoren nachgewiesen zu haben, dass Google eng mit Wikipedia zusammenarbeite. Während bei Google für willkürlich gewählte deutschsprachige Suchbegriffe in 70 Prozent der Fälle Wikipedia das erste Suchergebnis darstellte, seien es bei Yahoo nur 50 Prozent gewesen, bei Altavista nur 45 Prozent und bei Microsoft Live nur 21 Prozent.
Entspreche die "Google-Wikipedia-Version der Realität" nicht der Wirklichkeit, bestehe die große Gefahr, dass durch das "Googeln" nach Information zu einer verzerrten Wahrnehmung führe, die sich durch das "Google-Copy-Paste-Syndrom", wie es einer der Autoren nennt, rasch vervielfältige.
Vorwurf des Insider-HandelsGleichzeitig kommt die Untersuchung zu dem Schluss, dass Google beinahe universelles Wissen darüber erreicht habe, was auf der Welt gerade geschieht. Mit diesem Wissen könne das Unternehmen an den Börsen ohne Risiko Aktien kaufen und verkaufen.
In manchen Bereichen könne Google mittlerweile gesichert die Entwicklung voraussagen. Spieltheoretisch basiere Handel jedoch auf dem Faktum, dass niemand über komplette Information verfüge und daher manchmal verliere und manchmal gewinne. "Jeder Spieler, der nie verliert, gefährdet daher die Grundfeste des Kapitalmarktes", so die Studie.
Der Staat soll eingreifenKein Land könne bestimmte Grundversorgungsbereiche wie Grundschule, Verkehrsinfrastruktur, Medikamentenzulassung oder Ähnliches dem freien Markt überlassen. Man müsse "erkennen, dass auch das Internet eine solche Regulierung benötigt", forderten die Studienautoren. Wenn dies international nicht möglich sei, müssten Kartellverfahren eingeleitet werden, durch die Google in immer noch große und überlebensfähige Firmen aufgeteilt werde - mit klaren Trennwänden dazwischen.
Deutlich spricht sich Maurer deshalb auch gegen den jüngsten Google-Zukauf Double Click aus. Die EU-Kommission hatte erst vor zwei Wochen moniert, die 3,1 Mrd. Dollar [2,1 Mrd. Euro] schwere Übernahme der Online-Anzeigenfirma durch Google könne den Wettbewerb am Markt für Werbevermittlung im Internet behindern. Insbesondere will sie im Genehmigungsverfahren die Frage beleuchten, ob Double Click, eigenständig geblieben, zu einem ernsthaften Konkurrenten für Google geworden wäre. Nach einer vertieften Prüfung will die EU-Kommission bis zum 2. April 2008 über die Großübernahme entscheiden. Quelle
Die Informatik an der TU Graz feiert am Dienstag ihr 30-jähriges Bestehen. Zum Geburtstag sprach ORF mit Gründungsprofessor Hermann Maurer über die Entstehung der Fakultät, die wichtigsten Projekte und über seine Wünsche an die österreichische Wissenschaftspolitik.
ORF.at: Herr Maurer, wann hatten Sie zum ersten Mal Kontakt mit einem Computer?
Hermann Maurer: Den ersten echten Kontakt mit einem Computer hatte ich 1962 in Kanada.Ich hatte das Glück gehabt, dass ich dorthin von einem der führenden Leute in der Informatik eingeladen worden bin.
Ich habe 1963 in Regina bei der Regierung von Saskatchewan als Systemanalytiker gearbeitet und bin zufälligerweise bei der ersten sozialdemokratischen Regierung in Kanada gelandet. Die hatte sich zum Ziel gesetzt, eine allgemeine Krankenversicherung einzuführen.
Unsere Gruppe sollte das Programm dafür entwickeln. Das war auf den damaligen Computern eigentlich noch fast unmöglich. Man hat für eine Million Menschen die Gesundheitsdaten mitführen müssen. Das hat damals fast die Möglichkeiten der EDV gesprengt. Die Regierung hat eines der besten Programmiererteams Nordamerikas zusammengezogen und ich war dort eine Art Lehrbub. Das hat mich aber so begeistert, dass ich so lange geblieben bin, bis das Projekt fertig war.
Sie sind dann aber nach Europa zurückgekehrt.Die deutsche Regierung hat Anfang der 70er Jahre zwölf Zentren für Informatik gegründet. 1971 habe ich einen Ruf nach Karlsruhe bekommen. Nach einigen Jahren war es so, dass ich aus persönlichen Gründen nach Österreich zurück wollte. Da gab es meine alten Eltern und meine Geschwister.
Und von dort ging es dann nach Graz.Ja, das war 1977. Der erste volle Lehrstuhl für Informatik an der TU Graz. Das ist auch der Grund weswegen wir das 30-jährige Jubiläum feiern. Es ist ein bisschen unfair den Leuten gegenüber, die schon vorher hier Informatik betrieben haben. Die werden aber in der Jubiläumsfeier erwähnt. Wir haben einen Vortrag über die Zeit vor 1977, weil es da schon das Rechenzentrum und das Forschungszentrum gegeben hat.
Als ich nach Karlsruhe gekommen bin, war ich der zweite Professor der Informatik. Als ich gegangen bin, waren wir schon 125 Mitarbeiter. Die Kollegen haben dann alle gesagt, dass ich verrückt wäre, dass ich nach Graz gehe, in die Nähe des Balkans. Da gab es ja noch den Eisernen Vorhang.
Der in Wien geborene Hermann Maurer [66] promovierte 1965 an der Universität seiner Heimatstadt in Mathematik. Nach beruflichen Zwischenstationen in Kanada und Deutschland wurde er 1978 zum ersten ordentlichen Professor für Informatik an der Technischen Universität Graz berufen.
Die in der Öffentlichkeit bekanntesten Projekte mit Maurers Beteiligung sind der österreichische Bildschirmtext-Computer Mupid und das
Wissensmanagement-System Hyperwave.
In seiner Freizeit schreibt Hermann Maurer gern Science-Fiction und hat seine Gedanken über die Auswirkungen der Computertechnik auf die Gesellschaft in mehreren Romanen dargelegt. Website von Hermann Maurer TU Graz: Fakultät für Informatik Konferenz: 30 Jahre Informatik in Graz
Warum haben Sie Ihr Institut in Deutschland aufgegeben?Der Grund war die Landesforschungsstelle in Graz. Die hat mir alles das geboten, was mir das Ministerium nicht gegeben hätte, auch in Deutschland nicht. Also Reisemittel in einem vernünftigen Ausmaß, oder die Möglichkeit, Programmierer zu einem vernünftigen Gehalt anzustellen.
Das hat das Forschungszentrum Graz alles versprochen und auch gehalten. Wenn man damals etwas entwickeln wollte, hat man die Leute nicht bekommen, weil man sie nur nach einem festen Schema entlohnen konnte, so wie eine Sekretärin. Und in der Industrie waren sie gut bezahlt.
Mit der Hilfe des Forschungszentrums habe ich in Graz eine Programmierergruppe aufbauen können, die in Deutschland nur illegal aufzubauen war. In Deutschland haben die Informatiker damals einen Verein gegründet und aus diesem Verein heraus und aus Mitteln der Industrie haben wir auch Leute etwas besser bezahlt. Dieser Verein ist zwei Jahre nach meinem Weggang aus Karlsruhe dann vom Rechnungshof zerpflückt worden und es war nahe dran, dass die beteiligten Leute angeklagt worden wären. Das ist dann nicht passiert.
Welche Projekte sind Sie dann in Graz angegangen?Ich bin eigentlich Theoretiker. Ich habe mich intensiv mit formalen Sprachen und Automatentheorie befasst. Als Mathematiker habe ich Zahlentheorie studiert. Zahlentheorie war damals ein absolut brotloses Geschäft. Das war schon lustig, zu überlegen, wie die Primzahlverteilung ist, aber es hat kein Mensch geglaubt, dass das je wichtig werden könnte. Durch die kryptographischen Verfahren ist die Zahlentheorie ins Zentrum des Interesses gerückt. Das ist komisch. Manchmal sind die Sachen, die so nutzlos ausschauen, eben dann doch wichtig.
Wir haben in Graz angefangen, Algorithmen zu entwickeln. Wir hatten eine sehr gute Algorithmengruppe. Einige der Leute, die damals promoviert haben, sind sehr gut geworden. Mein bester Student, Herbert Edelsbrunner, ist heute der beste Informatiker aus Österreich und lehrt heute an der Duke University in den USA.
Wir haben so ein Ranking für Informatikprofessoren, aufgrund einer Rangliste der Zitate und Publikationen und dergleichen. In dieser Liste liegt der Herbert weltweit an Stelle 200, weit vor dem nächsten Österreicher. Wir sind in Graz ganz gut. Wir haben immerhin vier Leute, die in den ersten 6.000 dieser Liste liegen. Keine andere österreichische Uni hat das.
Bekannt wurden Sie aber vor allem mit dem in Graz entwickelten Heimcomputer Mupid.Ich hatte das Glück, dass mich die Post beauftragt hat, eine Studie zu machen, ob und wie man Bildschirmtext in Österreich einführen kann. Ich habe diese Studie dann gemacht und habe darin die Empfehlung ausgesprochen, ein Netz von Microcomputern aufzubauen.
Gemeinsam mit Reinhard Posch haben wir dann das Konzept des Mupid entwickelt, eines mit Basic und Pascal programmierbaren Kleincomputers, der mit Vektorgrafik umgehen und Software über das Netz herunterladen konnte. Das war um 1980. Im Juni 1982 haben wir ihn im Arsenal in Wien vorgestellt. Unterstützt wurden wir von der Post und von der VOEST.
Ein Exportschlager wurde das Gerät aber nicht.Nach der Rechnung, die wir aufgestellt haben, war klar, dass wir im Jahr mindestens 50.000 Stück verkaufen hätten müssen, damit wir genug Geld einspielen, um die nächste Generation entwickeln zu können. Wir sind im Juni auf den Markt gegangen und haben bis zum Ende des Jahres 23.000 Stück verkauft.
Aber schon im zweiten Jahr ist es bergab gegangen. Die deutsche Post hatte damals Loewe-Opta protegiert und wollte den Mupid um jeden Preis draußen halten. Das ist eine Geschichte, die ich mich erst heute zu erzählen traue.
Da sind wir sechsmal nach Darmstadt gepilgert, zur FTZ, zum Fernmeldetechnischen Zentralamt, die haben dann immer wieder was gefunden. Beim letzten Mal waren wir so sicher, dass wir keinen Fehler mehr hatten. Das war aber schon vier Monate, nachdem der Loewe-Opta-Decoder zugelassen war.
Bei dieser Abnahme standen der Loewe-Opta-Decoder und der Mupid. Und da gab es einen Test, bei dem 5.000 Bilder aus einer Datenbank abgerufen werden mussten. Man hat immer gesehen, ob die beiden dasselbe zeigen. Am zweiten Tag hat der Loewe-Opta-Decoder irgendwann etwas anderes angezeigt als der Mupid. Ein Jubel beim FTZ: Jetzt haben wir doch wieder einen Fehler beim Mupid gefunden!
Posch hat aber die Nerven bewahrt und protokollieren lassen, was über die Leitung reingekommen ist. Dann hat sich aber herausgestellt, dass der Loewe-Opta den Fehler gemacht hat, nicht der Mupid. Sie hätten dann sofort die Zulassung des Loewe-Opta streichen müssen. Stattdessen hat der zuständige Mann gesagt, dass sie nachträglich die Spezifikation ändern müssen. Das ist bei einer Ausschreibung natürlich illegal.
Was haben Sie dann gemacht?Wir sind gezwungen worden, den Fehler des Loewe-Opta-Decoders im Mupid nachzuprogrammieren.
Aus dem Grund war ich dann beim damaligen Bundeskanzler Bruno Kreisky und habe ihn gefragt, ob er intervenieren will.
Der Kreisky war sehr lieb, der hat gesagt: "Herr Professor, ich mach das schon für Sie, der Loewe-Opta-Decoder wird verschwinden und Sie haben dann das führende Gerät. Aber eins sag ich Ihnen: Die Version zwei des Geräts kriegen Sie in Deutschland nie mehr durch. Sie haben dann eine derartige Clique von Feinden gegen sich, die dann alles tun werden, um zu verhindern, dass Sie nochmals zum Zug kommen. Wenn Sie das wollen, fahre ich nach Deutschland." Er hat mir abgeraten.
Es war der Anfang vom Ende. Aber wir hatten nur 50 Mitarbeiter. Die haben 17 Firmen gegründet, mit und ohne unsere Hilfe. Diese Firmen gibt es alle noch, einige sind sehr groß geworden.
Was hatte die Uni von diesem Unternehmen?Wir haben sechs Prozent des Umsatzes bekommen. Das war eine ganz schöne Summe. Ich war ja bis 1986 der einzige Professor. Aber durch die Mupid-Entwicklung haben die Firmen so viel Druck gemacht, dass die damalige Ministerin für Wissenschaft und Forschung, Hertha Firnberg, ein Sonderprogramm für die Einrichtung der Telematik in Graz genehmigt hat.
Damals sind sechs Professuren genehmigt worden und eben auch das Studienprogramm Telematik. Das war unsere Idee, dass wir nicht die konservative Informatik, die in Wien und Linz gelehrt wurde, kopieren. Damals hat eine Studienordnung noch durchs Parlament gehen müssen. Wenn man da was ändern wollte, hat man zwei Jahre warten müssen, weil das immer der letzte Punkt auf der Agenda war. Das ist immer wieder vertagt worden. Dadurch waren die Studienpläne der Informatik verstaubt.
Das wollten wir nicht. Dann gab es einen Trick, nämlich den des Studienversuchs. Da hat man einen neuen Titel erfinden müssen für den Studiengang. Da haben wir Telematik als Studiengang eingeführt als eine Kombination von Informatik und Kommunikationstechnologie und Elektronik. Bei einem Studienversuch hatte das Parlament nichts mitzureden gehabt. Wenn der Studienversuch fünf Jahre lang erfolgreich war, dann wurde er automatisch zum Studienprogramm. So ist es mir unter Umgehung des Parlaments gelungen, ein Studienprogramm einzuführen, und zwar ein relativ modernes.
Sie haben sich dann weiter mit vernetzten Informationssystemen befasst.Am Institut haben wir uns gefragt, was nun eigentlich am Bildschirmtext falsch gewesen ist. Diese Überlegungen haben uns dann zur Entwicklung von Hyperwave geführt. Hyperwave sollte ursprünglich nur ein Testsystem für unsere Universität werden.
Die Firma Hyperwave ist 1996 gegründet worden, sechs Jahre, nachdem wir das System entwickelt haben. Eines der Grundprinzipien von Hyperwave war, dass wir keine Links haben wollten, die ins Leere führen. Wir wollten das verhindern, indem wir die Links bidirektional machten. Das heißt, jedes Objekt "weiß", dass ein Link auf es zeigt. Auch wenn ein Objekt verändert wird, ändert sich der Link. Wenn die Seite gelöscht wird, wird der Server verständigt und löscht den Link.
Das setzt voraus, dass man die Links von den anderen Daten trennt. Man kann ja nicht einem fremden Server erlauben, dass der in meinen Daten etwas verändert, aber wenn man den Link von den Inhalten trennt, kann man das schon so machen, dass der fremde Server dem eigenen System mitteilt, wenn ein Link ungültig ist.
Eine andere große Schwäche des Bildschirmtexts war auch, dass man Informationen abgelegt hat, aber keine Beschreibung dazu. In Hyperwave sollte man zu jedem Objekt Attribute anlegen können, also Metadaten. Wir wollten auch, dass man an jeder Stelle eine Diskussion starten kann.
Ein großer Erfolg wurde Hyperwave trotzdem nicht.Am Anfang ist das sehr gut gelaufen. Wir wollten an die Börse gehen und hatten alles vorbereitet. Dann sind wir aber mitten im Crash der späten 90er Jahre gelandet. Die Bank sagte, dass unsere Aktien im Crash sofort an Wert verlieren würden und sie wollte das den Großanlegern nicht zumuten.
Das war eine heikle Situation. Ein halbes Jahr zuvor hat Hyperwave in den USA einen Expansionskurs gefahren. Wir haben gedacht, das durch den Börsengang finanzieren zu können. Ein paar Venture-Capital-Firmen haben uns trotzdem Geld gegeben. Dadurch hat Hyperwave zwar überlebt, aber es ist damals sehr gebremst worden.
Heute verstehe ich nicht, warum Hyperwave nicht mehr Erfolg hat. Es ist eine Firma mit 100 Leuten und hält sich soweit am Leben, aber es ist keine riesige Erfolgsstory, obwohl es bei weitem das beste Wissensmanagementsystem der Welt ist. Die Firmen, die es verwenden, die schwören drauf.
Ist Österreich ein guter Standort für Informatik-Projekte?Österreich ist sicherlich nicht der ideale Standort, um neue Entwicklungen in der Informatik durchzusetzen. Aber es ist sicher nicht unmöglich, hier sehr groß zu werden und wichtige Sachen zu erfinden.
Dass es nicht so einfach ist, liegt auch daran, dass es hier immer noch Leute gibt, die Informatik nicht für wichtig halten. Wir haben in Graz jetzt einen Rektor und vier Vizerektoren. Der Rektor unterstützt die Informatik einigermaßen, aber einer der Vizerektoren hat einmal gesagt, er glaube nicht, dass Informatik eine Wissenschaft sei.
Wenn ich mir andererseits Fälle wie Facebook ansehe, dass also ein junger Mann eine Idee hat, diese umsetzt und sein Unternehmen dann zwei Jahre später mit 15 Milliarden Dollar bewertet wird – das kommt im Maschinenbau eher selten vor. Aber in der Informatik gibt es das.
Ich betrachte die Tatsache, dass die Informatik an keiner Universität wirklich stark gefördert wird, als Betrug an den jungen Leuten. Wir sind in Graz relativ groß, aber wir sind auch aus eigener Kraft so stark geworden. Die Universität hat uns nur mäßig unterstützt. Wir haben jetzt, je nachdem, wie man zählt, 45 Leute, die normal bezahlt werden. Aber über 160 Leute, die wir aus Tantiemen, Projekten und Drittmitteln bezahlen. Das ist natürlich ein ganz ungewöhnliches Verhältnis.
Wie viele Leute waren Sie am Anfang?Am Anfang waren wir vier Wissenschaftler. Reinhard Posch, der dann die zweite Professur für Informatik bekommen hat, der Günter Haring, der heute Dekan der Fakultät für Informatik an der Uni Wien ist und Walter Bucher. Bei all den Projektbeschreibungen habe ich unterschlagen, dass ich nicht auf unsere Firmen am meisten stolz bin, sondern auf unsere Studierenden.
Dieter Fellner beispielsweise ist Nachfolger von Jose Encarnacao geworden, am Fraunhofer-Institut für grafische Datenverarbeitung in Darmstadt. Wir werden eine Fraunhofer-Gruppe in Graz aufbauen, die zu 60 Prozent von Deutschland finanziert wird und zu 40 Prozent von österreichischen Ministerien. Das kostet die TU Graz keinen Groschen und bringt uns 30 Mitarbeiter.
Ich habe 60 bis 80 Leute promoviert und habilitiert. Viele unserer ehemaligen Studierenden sind heute in Positionen, die besser sind als meine. Ich glaube, dass ich am meisten als Lehrer beigetragen habe, nicht mit dem, was ich selber gemacht habe.
Wo sehen Sie die Stärken der Informatik an der TU Graz?Ich habe mir immer vorgenommen: Wenn wir Leute einstellen, dann stellen wir die unabhängig vom Gebiet ein. Wir nehmen einfach die besten Leute. Das hat sich bewährt. Bei der Computergrafik sind wir heute unter den zehn besten Instituten in der Welt. In der Kryptographie sind wir unter den drei besten. Beim Wissensmanagement sind wir im deutschsprachigen Bereich unter den zwei besten.
Und dazwischen haben wir aber riesige Löcher. Wir sind zu klein, um alles mit Topleuten besetzen zu können.
Was stört Sie am Universitätsbetrieb in Österreich?Im Wesentlichen hakt es daran, dass die Universitäten schlecht organisiert sind. Das Gesetz, das wir seit 2002 haben, ist zwar ein deutlicher Fortschritt, aber es ist auch halbherzig, weil es so eine Art Gegenregierung gibt. Es gibt ein Rektorat und einen Senat und die können sich gegenseitig halt schon auf die Nerven gehen.
Dann kommt dazu, dass der Rektor halt nicht wirklich ein CEO ist, sondern der Vorsitzende des Rektorats. Da kann es passieren, dass der Rektor von den Vizerektoren überstimmt wird.
Ein Rektor muss halt den Mut zur Lücke haben. Man kann nicht an jeder technischen Universität in Österreich jedes Fach unterrichten. Ich glaube, dass nach wie vor die Gießkanne regiert. Man muss sich auf gewisse Gebiete konzentrieren. Mittlerweile wird an acht Universitäten in Österreich Informatik unterrichtet. Auch das ist für mich zweifelhaft. Die Informatik sollte man vielleicht an drei Universitäten unterrichten.
Es sollte halt von Regierungsseite her besser koordiniert werden. In Österreich haben wir 23 Universitäten. Es gibt diese furchtbare Zerstückelung in kleine Einheiten, anstatt dass man sagen würde, wir konzentrieren uns auf Nanotechnologie oder Quantenphysik. Und schauen, dass wir die Informatik mit guten Leuten in Graz, Wien und Linz weiterbringen.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Fakultät?Dass wir unsere Situation stabilisieren. Im Moment sind wir 200 Forscher, von denen etwa 160 aus Projekten bezahlt werden, wobei wir ständig neuen Projekten nachlaufen müssen. Wir haben sechs Professorenstellen über eine Stiftung finanziert, von der wir nicht wissen, wie lange sie das noch machen wird. Wir müssen in einigen starken Punkten ausbauen.
Da besteht die Gefahr, dass darunter auch Projekte sind, die man nicht macht, weil sie innovativ sind, sondern weil sie Geld bringen. Bisher ist das nicht passiert, aber die Gefahr besteht. Wir brauchen in einigen Bereichen mehr Leute.
Es geht nicht, dass wir in den Einführungsvorlesungen für Programmierer oder in Informatik I 600 Studenten sitzen haben. Es ist schon eine Frechheit, dass die Fachhochschulen eine Gruppengröße von 40 Leuten haben und wir teilweise eben 600 Leute in den Veranstaltungen haben. Da ist die Politik gefordert.
Ein Studentenjahr an einer TU kostet den Staat 19.000 Euro. An der FH kostet ein Studentenjahr 40.000, auch in den nichttechnischen Fächern. Die Fachhochschüler werden mit mehr als doppelt soviel Geld unterstützt wie die Studenten an den Universitäten. Ist das in Ordnung, wenn man Forschung fördern will?
Wenn ich eine große Vorlesung halte, dann habe ich einen gewissen Maßstab, aber es fallen bei der Prüfung 40 Prozent durch. Man müsste ein besseres Auswahlverfahren haben, bei dem man schneller feststellen kann, welche Studenten motiviert sind und welche nicht für den Beruf taugen. Es gibt auch Leute, die gut sind, aber in einem bestimmten Teil des Fachs Probleme haben, die man aber gut mit Zusatzkursen beheben könnte. Dazu haben wir bei uns überhaupt keine Chance. Wenn da einer durchfällt, dann ist das halt so. Dann fallen halt hundert durch.
Wie hat die Informatik in den letzten 30 Jahren die Menschen verändert?Ich glaube, dass die Computer für die Allgemeinheit erst in den letzten fünf bis acht Jahren wirklich an Bedeutung gewonnen haben. Das heißt, die Auswirkungen der Computer auf die Gesellschaft sind noch nicht voll sichtbar.
Eine Auswirkung, die ich sehr stark befürchte, ist die Verflachung des Wissens. Ich habe schon Schulaufsätze gesehen und Aufsätze von Studierenden, bei denen Fragmente aus Google und Wikipedia zusammengeklebt worden sind und zum Schluss haben die nicht verstanden, was sie geschrieben haben.
Ich glaube auch, dass die Fähigkeit zum zusammenhängenden Lesen leidet, unter den Minihäppchen an Informationen, die wir im Netz serviert bekommen.
Wie könnte die Wissenschaft dem vorbeugen?Wenn ich die Chance hätte, ein neues Zentrum für Informatik zu beantragen, würde ich mich mit E-Learning beschäftigen. Ich würde aber nicht die Frage stellen, wie man mit Computern Wissen vermittelt, sondern welches Wissen man mit ihnen vermitteln sollte.
Ich glaube, dass es blödsinnig ist, den Kindern in der Volksschule noch Handschrift beizubringen. Wenn die Kinder aus der Schule kommen, werden sie keine Handschrift mehr brauchen. Warum sollten sie? Sie werden mit Tastaturen und anderen Eingabegeräten arbeiten, aber nicht mehr mit Kugelschreiber auf Papier.
Ich glaube, dass die Zeit der Handschrift vorbei ist. Es gibt nur ein Argument für die Handschrift: Dass sie dabei hilft, die Feinkoordination zwischen Augen und Fingern zu üben.
Sie sind ein Scherzbold.Einmal haben wir den Erhard Busek hochgenommen. Wir haben ihm einen Computer mit Kamera zur Gestenerkennung vorgestellt.
In Wirklichkeit ist einer unserer Mitarbeiter im Nebenzimmer gesessen, hat live die Bilder von der Kamera angesehen und dem Computer die entsprechenden Kommandos gegeben. Es hat funktioniert. Busek hat uns dann ordentlich Forschungsgelder gegeben. [ORF.futurezone | Günter Hack]
BÜCHER
Theoretische Grundlagen der Programmiersprachen, BI, Mannheim (1969) Bestellung
Datenstrukturen und Programmierverfahren, Teubner, Stuttgart (1974) BestellungIn dieser Arbeit wird anhand von zwei konkreten Beispielen erläutert, was Wissensmanagement (WM) ist und warum WM eine so wichtige Rolle in der Zukunft spielen wird. Dies gilt freilich nur, wenn es sich bei WM um mehr handelt als die Verwendung von Informationssystemen oder verteilten Datenbanken für anspruchsvolle Aufgaben.
Beiträge: Six, H. W., 1944- joint author. Beiträge: von H. Maurer, unter Mitwirkung von H. W. Six. Reihen: Leitfäden der angewandten Mathematik und Mechanik,, Bd. 25, Teubner Studienbücher. Informatik Sprachen: German Seiten: 222 p. ISBN-10: 3519023288 LCCN: 74344772 DeweyDezimalklassifikation: 001.6/42 LC-Klassifikationen: QA76.6 .M383 OCLC: 1637370 Themen: Computer programming. Data structures (Computer science)
Zeitschrift Informatik-Spektrum Verlag Springer Berlin / Heidelberg Hermann A. Maurer:
Wissensmanagement Ein Schritt nach vorne oder nur ein neues Schlagwort? 26-33![]()
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Computer Science, Computer Science, general, Computer Hardware, Computer Systems Organization and Communication Networks, Software Engineering/Programming and Operating Systems and Data Structures, Cryptology and Information Theory
Zeitschrift Informatik-Spektrum Verlag Springer Berlin / HeidelbergLearning Support Systems for Organizational Learning, (with J. Hasebrook),
World Scienctific Publishing Co. Pte. Ltd. Singapore (2004), ISBN 981-238-831-1 Bestellung
Buchübersicht: The major trends in e-learning are determined by the global demand of academic, elderly and non-traditional target groups for training and education. The advent of the learning organization reflects these major shifts of the educational markets within companies. Automation of learning processes does not enhance a company's productivity; augmentation of individual and collaborative learning processes is needed. This book reflects seven years of applied research (1997-2003) in the fields of adaptive multimedia systems, knowledge-based and collaborative learning environments, and intelligent software agents.
Produktinformation: Gebundene Ausgabe: 300 Seiten Verlag: World Scientific Pub Co ( (Juni 2004) Sprache: Englisch ISBN-10: 9812388311 ISBN-13: 978-9812388315 Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 15,8 x 2,2 cm
Xpertenreihe
Anfang Telekinet Parakommunikator Paradoppelgänger Paraschirm e-Smog Mindwave Parakämpfer Paranetz Kampf dem großen Bruder Im Banne des Wissens Mindcaller
Info H.Maurer: Bei den Science Fiction Büchern Xperten sind die wichtigsten wohl -Der Telekinet, Das Paranetz-Der Zusammnenbruch des Internets, Der große Bruder und Im Banne des Wissens. Die einzigartige österreichische Reihe von Zukunftsromanen Zur Person Maurer Leser-Reaktionen, Fragen DieXPERTEN-Philosophie XPERTEN-Reihe: Neues, Presse
Bestellmöglichkeiten - bestellbar auch z.B. über ein Bestellformular direkt beim Verlag HINWEIS: Englische Versionen aller Bücher (außer 'Der Anfang') können auch über www.booklocker.com bestellt werden ("Suche" z.B. nach XPERTS oder Maurer, um alle z.Z. verfügbaren Titel zu erhalten)
Mehr Informationen zu "Balance und Zerstörung" und "Der globale Marshall Plan" und Bestellfomular Gegenargumente gegen Trusted ComputingHermann Maurer studierte Mathematik und Physik in Österreich, Informatik in Kanada. Er war einige Jahre in der Industrie tätig, aber ist nun seit mehr als 30 Jahren Universitätsprofessor für Informatik an Universitäten in Kanada, USA, Deutschland, Brasilien, Australien, Neuseeland und vor allem an der Technischen Universität Graz in Österreich. Er ist mit zahlreichen wissenschaftlichen Büchern und über 500 wissenschaftlichen Publikationen in seinem Bereich der Informatik aktiv tätig, ist aber auch seit vielen Jahren schriftstellerisch aktiv, oft unter einem Pseudonym
Anfang Kurzgeschichten
Descrizione: Das vorliegende Buch ist eine Sammlung von über hundert Beiträgen, die teils futuristisch, teils einfach amüsant sind. Neben den Geschichten an sich (die vom zweiten Autor stammen und vom ersten redigiert wurden) sind fast alle Erzählungen kurz kommentiert. Viele der Ideen werden in anderen Büchern der Xperten-Reihe aufgegriffen.Ein unvergleichliches Fitnessprogramm für den Geist und ein geistreicher Initial-Zünder für streitbare Geister. Diese Dokumentation einer elektronischen Diskussion zu einem Kaleidoskop von Themen und Fragen fordert den Leser zum Debattieren geradezu heraus. Wen es da nicht juckt, darüber weiter zu diskutieren, der ist wohl schon die dritte Art des Todes gestorben: being offline. Für die anderen: xperten0@iicm.edu.
VorwortDas vorliegende Buch ist eine Sammlung von 91 Beiträgen, die teils futuristisch, teils einfach provokant oder amüsant sind. Einige der Ideen werden in anderen Büchern der XPERTEN-Reihe aufgegriffen. Dieser Band ist aber das einzige Buch der XPERTEN-Reihe, das aus Einzelgeschichten besteht, alle anderen Bände sind Romane, die über die agierenden Personen zusammenhängen.
Das Buch ist eine veränderte Neuauflage der im Jahre 2003 erschienenen Version, in der mein Freund Magister Peter Lechner aus einem Vorrat von ca. 200 Beiträgen, die ich irgendwann verfasst habe, ca. 100 auswählte, editierte und kommentierte. Da die einzelnen Beiträge über einen längeren Zeitraum entstanden waren und einige in die erste Auflage mehr als Kuriositäten aufgenommen wurden, haben wir beschlossen, das Buch nicht mehr in der ursprünglichen Form aufzulegen.
So habe ich also die Beiträge im Einvernahmen mit meinem früheren Ko-Autor teils aktualisiert, teils zusammengelegt, sieben neue hinzugefügt, knapp 20 gestrichen, teils auf Grund der fehlenden Aktualität, teils wegen ihrer starken Ausrichtung auf Österreich: die vorliegende Auflage ist nun für einen größeren Leserkreis weit über Österreich hinaus geeignet.
Auf Grund der neuen Struktur wurden die Kommentare meines Freudnes Peter Lechner gestrichen, allerdings gefielen mir einige der prägnanten oder witzigen Aussagen so gut, dass ich einen kleinen Teil davon, oft gekürzt, behalten habe. (Peter, ich hoffe Du verzeihst mir das!): diese sind als 'Anmerkung von Peter Lechner' an einigen Stellen zu finden.
Ich hoffe dass das Buch, wie seine erste Auflage, zu einer lebhaften Diskussion führen wird: über Kritik, Lob und Anmerkung freue ich mich sehr, bitte per E-Mail an mich, hmaurer@iicm.edu. Ich werde alle E-Mails beantworten. Viel Vergnügen und ein bisschen Nachdenklichkeit beim Lesen!
Leseprobe 11.5 Hilfe, ich bin unsichtbarAchtung: Diese deutlich veränderte Neuauflage erscheint in broschürter Form: es fehlen ca. 20 Beiträge, dafür gibt es 7 neue - und die spritzigen Kommentare von Mag. P. Lechner sind nur an ganz wenigen Stellen gekürzt erhalten geblieben. Das Original ist ausverkauft - für Liebhaber gibt es noch einige Restexemplare - bitte wenden Sie sich bei Interesse direkt an Prof. H. Maurer.
Von König Laurins Mantel, über H.G.Wells "The invisible man", über Filme wie "Hilfe, ich bin unsichtbar" aus den fünfziger Jahren, bis hin zu Harry Potter, der mit seinem Mantel unsichtbar durch die Hallen von Hogwarts wandert ist die Unsichtbarkeit ein uralter Traum, der nur in Science Fiction Büchern und Filmen Realität wurde. Bis jetzt!
Die ersten Ansätze in Richtung ‚Unsichtbarkeit' werden sichtbar (was für ein Wortspiel) und wenn man weiß, dass die US Army über "active camouflaging" spricht und Forschungslabors dafür betreibt, und wenn man den Mantel des Japaners Susumu Tachi von der Universität Tokio gesehen hat, dann wird es klar, dass früher oder später die Zeit der Unsichtbarkeit kommen wird.
Tiere wie Tintenfische passen sich in Farbe und Muster so dem Hintergrund an, dass man sie nicht mehr sehen kann. Ist es so unmöglich etwas Ähnliches mit einem Material zu machen, das man in einen Mantel verarbeitet? Da stünde man also vor einer Wand, die zur Wand gerichteten Sensoren des Mantels geben die aufgenommene Farbinformation an die entsprechenden vorderen Punkte des Mantels ab. Leider ist uns da die Tierwelt, die Biologie weit voraus. Aber wie wäre es mit IT? Wie schaut es aus wenn wir einen Mantel haben, der vorne tausende Öffnungen von winzigen Glasfasern hat, die um den Körper geleitet um den Körper herumschauen lassen? Natürlich gibt es da noch einige ‚kleine' Probleme: es funktioniert sicher nur einwandfrei wenn man genau von vorne darauf sieht, nur wenn man der Körper nach hinten keinen Schatten wirft, und wenn man Lichtverstärker in den Glasfasern hat, weil sonst das Bild vorne (immerhin beansprucht ja auch die Wand der Glasfasern ihren Platz) zu gedämpft erscheint.
Der zurzeit realistischte Ansatz, jener von Susumu Tachi ist ein anderer: man verwendet einen Mantel auf den man das Bild projiziert, das eine Kamera am Rücken der Person aufnimmt! Wie beeindruckend dieser Effekt ist kann man mit etwas Mühe ausprobieren: man hängt sich vorne einen geöffneten Laptop um der also seinen Bildschirm zeigt, und hat am Rücken eine Videokamera, die vom Körper wegzeigt: tatsächlich hat jemand, der vor einer so ausgerüsteten Person steht den Eindruck, man könnte wie bei einem Fester durch die Person hindurch sehen!
Natürlich gibt es auch hier unzählige Probleme: da ist wieder das Problem der Lichtstärke von Computerschirmen, die an die Helligkeit des Tages nicht herankommen. Da ist das Problem, dass das Bild nur stimmt wenn man von der richtigen Entfernung von vorne auf den Bildschirm blickt. So beeindruckend das beschriebene Experiment unter den richtigen Umständen ist, so sehr ist man damit von wirklicher Unsichtbarkeit entfernt. Um die Schwächen zu überbrücken bräuchte man mehrere Kameras, die nach hinten aufnehmen; einen Supercomputer der in Echtzeit daraus ein vollständiges Modell des Hintergrunds berechnet und vorne bei jedem Punkt eine Projektionseinrichtung, die in alle möglichen Richtungen den richtigen Strahl aussendet. Das alles in einem gewaltigen Helligkeitsintervall! Überschlagsrechnungen ergeben: man würde die Auflösung von mehreren 100.000 VGA Schirmen, die Rechenkapazität von hunderten superschnellen PCs brauchen, und damit auch so ungefähr 10 Kilowatt Energie. Selbst wenn das Mooresche Gesetz ungebrochen weitergeht, wird es einige Jahre (ca. 40) benötigen um diese Größenordnungen in den Griff zu kriegen. Aber: nur 40 Jahre!!!
Übrigens, hier ist ein netter Party Scherz: hängen Sie sich einen eingeschalteten aufgeklappten Laptop Computer so um, dass der Bildschirm vor Ihnen sichtbar hängt. Befestigen Sie am Rücken eine Videokamera, die nach hinten gerichtet ist, und das Bild auf dem Bildschirm des Laptops anzeigt: jeder der (richtig positioniert) vor Ihnen steht, sieht durch Sie hindurch, weil er ja das Kamerabild sieht! (Ein bisschen experimentieren ist notwendig: die Beleuchtung muss stimmen, auch muss der Betrachter direkt vor dem Schirm an der richtigen Stelle stehen, und muss die Optik der Kamera entsprechend eingestellt sein.)
Obwohl es (siehe oben) immer bessere High-tech Tarnanzüge geben wird brauchen wir uns also vor Unsichtbaren noch nicht zu fürchten. Und wenn es sie dann gibt, dann rüsten wir uns mit einer Spritzpistole mit roter Farbe aus, spritzen auf den verdächtigen Ort und, siehe da, die Projektionslinsen werden rot verklebt und das Unsichtbare wird sichtbar.
Würde man meinen. Aber da gibt es eben auch noch andere Tricks, die in Richtung "Unsichtbarkeit" gehen, und die gegen Farbspritzpistolen immun sind! Der "realistischste" ist mit Hilfe von futuristischen Drohnen!
Drohnen, also unbemannte Aufklärungsflugzeuge, werde seit vielen Jahren militärisch verwendet: sie sind fernsteuerbar, verfügen über eine hoch auflösende Kamera, häufig über eine Laserrichtmikrophon (mit dem man selbst über große Distanzen sogar durch Fenster in Räume hineinlauschen kann), und sind im militärischen Bereich manchmal sogar bewaffnet, d.h. können (wie schon mehrmals geschehen) selbst sich bewegende Objekte beschießen. Für unsere Zwecke ist die Bewaffnung uninteressant. Was sie futuristisch bedeutsam macht ist die Tatsache, dass sie nicht nur als Beobachtungsgeräte verwendet werden (wie etwas in "XPERTEN 3: Die Parakämpfer") sondern dass sie vielleicht einmal mit einem Holographieprojektor ausgerüstet werden können (wie etwa in "Xperten 2: Der Paradoppelgänger" erläutert) mit dem Dinge oder Menschen von den Drohnen in eine beliebige Umgebung projiziert werden können.
Heutige Drohnen sind noch recht globig. In der XPERTEN- Reihe schrumpfen sie schon zur Größe von Kolibris, in der Fantasie des schon mehrmals erwähnten Ray Kurzweils aber sogar schon zur Insektengröße. Damit ist das folgende Szenario denkbar:
Überall auf der Welt sind solche mit Holographieprojektoren ausgerüstete Minidrohnen stationiert, so wie heute Mietautos.
Ein Freund von mir veranstaltet eine Gartenparty in Wien. Leider habe ich keine Zeit, persönlich von Graz nach Wien zu kommen. Ich miete mir daher eine Minidrohne in Wien. Ich lenke sie zum Garten meines Freundes, setze sie auf den Zweig eines Astes und der Holographieprojektor projiziert mich, wie ich bin, dreidimensional unter die Gästeschar. Ich kann mit dieser reden (über ein Richtmikrophon in der Drohne), höre sie, sehe sie in Graz, sie sehen mich. Es ist fast so als wäre ich anwesend. (Stört es einige Leser, dass ich nicht auch den Gästen die Hand schütteln oder jemand auf die Schulter klopfen kann? Diese Leser müssen noch ein par Jahre zulegen: dann werden nach Kurzweil (siehe Beitrag 11: "60 Prognosen und Thesen", These 23) Nanobot- Schwärme, die man auch angreifen kann, und die auch angreifen können, anstelle von nicht-materiellen Holographieprojektionen verwendet werden.). So also bin ich bei dem Fest meines Freundes virtuell anwesend. Und was hat das mit Unsichtbarkeit zu tun und mit den Romanen der XPERTEN- Reihe? Nun, der Aspekt der Unsichtbarkeit sollte klar sein: ich brauche ja nur den Holographieprojektor ausschalten… dann sehe und höre ich noch alles, kann auch noch reden, bin aber 100% unsichtbar. Und mit der XPERTEN- Reihe? Wenn Sie diese Frage stellen, dann haben sie offenbar noch nicht "Xperten 2: Der Paradoppelgänger" gelesen!
Dettagli del libro Categoria: Science Fiction / Fantasy Report: Führen wir nicht bzw. nicht mehr Autore: Lechner Peter, Maurer Hermann Editore: Freya Edizione: 2003. 336 S. 20 cmLanguage: German Collana: Xperten Bd.0 ISBN: 390213450X ISBN-13: 9783902134509 Weight: 417 g Prezzo: € 21.78 Quelle
Vorwort Maurer Inhaltsverzeichnis, Leseprobe Inhaltsverzeichnis, Leseprobe Der Anfang - 277 Seiten ISBN 3-902134-66-6, Freya Verlag (2004) 2. Auflage Freya Verlag - www.freya.at Buch bestellenTelekinet Roman
Descrizione: Markus, Student der Physik, entdeckt bei einem Bergzwischenfall seine X-Begabung. Mit unsichtbaren Händen kann er Felsen bewegen, Roulettekugeln manipulieren oder durch Wände greifen. Eine geheimnisvolle Organisation will die Macht über den Telekineten an sich reißen ... Ein spannender SF-Roman über parapsychologische Phänomene, bilderreich wie ein orientalischer Teppich, der quer durch die Welt erotische Fäden verknüpft."Da soll einer sagen, Gedanken bewegten nicht die Welt! Mit der Akribie eines Naturwissenschaftlers und der Erzählkraft eines Romanciers zieht Maurer den Leser in seine Geschichte über Telekinese. Nach Beenden des Buches wünscht man sich mehr von diesen Gedankenversuchen, auch wenn sie unter dem Genre Science-Fiction laufen. Psst: Alles nur Tarnung. Meine Empfehlung: Dringend lesen.12"Da soll einer sagen, Gedanken bewegten nicht die Welt! Mit der Akribie eines Naturwissenschaftlers und der Erzählkraft eines Romanciers zieht Maurer den Leser in seine Geschichte über Telekinese. Nach Beenden des Buches wünscht man sich mehr von diesen Gedankenversuchen, auch wenn sie unter dem Genre Science-Fiction laufen. Psst: Alles nur Tarnung. Meine Empfehlung: Dringend lesen!" (Dr. Heinz Greuling, WDR-Fernsehen Köln Physiker und Wissenschaftsjournalist)"Wenn ein Vor-Denker über Frei-Denker schreibt und dabei nachdenklich stimmt - bleibt dann das Lesevergnügen auf der Strecke? Keineswegs, wenn dieser Vor-Denker Prof. Dr. Maurer heißt, die Frei-Denker prall im Leben stehen, das Nachdenken durch in jeder Hinsicht 'über-sinnliche' Phänomene aufgelockert wird und sich die 'Strecke' als atemlose Abfolge phänomenal sinnlicher Schauplätze herausstellt ..." (Mag. Hansjörg Ransmayr, Bischofshofen) "Mit seinem ersten Roman hat der bekannte österreichische Computerexperte Prof. Dr12 Hermann Maurer die Tür in eine mögliche Zukunft einen winzigen Spalt weit aufgemacht. Es ist ein ungemein spannendes Vergnügen, im Kegel des Lichtes, das aus diesem Türspalt fällt, zusammen mit den sehr lebendigen Helden des Romans unsere bekannte Wirklichkeit an alltäglichen und exotischen Schauplätzen zu erleben. Eines der so raren Bücher, wo der Leser mit der Hand aufs Pult haut und sich wundert." (Mag. Peter Lechner, Wien)
VorwortIn diesem Buch sind Handlung, Ereignisse und Personen frei erfunden. Auch faktische oder geographische Aussagen entsprechen oft in der gebrachten Form nicht genau der Wirklichkeit oder der Wahrheit, bis hin zu allen Literaturangaben mit Erscheinungsdatum nach 2003. Dennoch lehnen sich vor allem geographische Details sowie Namen von Bergen, von Städten, von Einrichtungen fallsweise an die Wirklichkeit an. Der Titel des Roman, "Xperten", und der Untertitel, "Der Telekinet", sollen andeuten, dass dieses Buch von Para-Begabungen ("X-Akte", "X-Men", "X-Begabungen") handelt. Konkreter geht es vorrangig um einen jungen Österreicher, Marcus, der durch Zufall entdeckt, dass er ein mächtiger Telekinet ist.
Bis heute ist es unklar, ob es eine solche "parapsychische Fähigkeit" gibt: Sie wird zwar in tausenden von Science-Fiction-Werken als Faktum verwendet, jedoch wurde sie nie wissenschaftlich nachgewiesen noch wurden ihre möglichen Eigenschaften analysiert. Dieses Buch ist als spannender Abenteuerroman geschrieben, in dem die Entdeckungen und Anwendungen verschiedenster Aspekte der Telekinese hineinverwoben sind, wobei durch Para-Begabungen ausgelöste erotische Erlebnisse nicht zu kurz kommen. Der Roman spielt in mehreren authentischen Umgebungen, die der Autor durch eigene Reisen gut kennt, und schildert Erlebnisse mit verschiedenen Para-Begabungen. Deutlich wird dabei, dass Para-Fähigkeiten nicht nur angenehm für die betroffenen Personen sind: Sie unterscheiden sich dadurch so weit von normalen Menschen, dass sie und auch normale Menschen gefährdet sind oder sich jedenfalls gefährdet fühlen. Im Laufe des Buches finden sich einige längere Fußnoten. Um den Fluss des Romans nicht zu zerstören, sind sie in einem eigenen Abschnitt am Ende des Buches gesammelt. Sie sind so ausführlich, dass sie auch für sich allein nachträglich gelesen werden können; sie haben außerdem jeweils einen Verweis auf die Seite, der sie zugeordnet sind. Bitte schreiben Sie mir, wenn Sie Kritik, Korrekturen oder auch Lob anbringen wollen: per E-Mail an hmaurer@iicm.edu oder per Normalpost an Professor Hermann Maurer, TU Graz, Inffeldgasse 16c, A-8010 Graz/Österreich. Etwaige Telekinetiker werden in der Korrespondenz mit besonders hoher Priorität behandelt werden. H. Maurer Graz, Frühjahr 2002
PS und Danksagungen: Eine erste Version diese Buches wurde an eine Reihe von Freunden gesandt mit der Bitte um allgemeine Anmerkungen, aber auch um Aufdeckung inhaltlicher und stilistischer Schwächen oder Inkonsistenzen. Für ermutigende Reaktionen bedanke ich mich bei Heinz Greuling und Lisa Maurer. Für interessante kritische Anmerkungen bei Renate und Henriette Zirl. Für viele detaillierte Anmerkungen zum Stil und zur Grammatik bin ich vor allem Günter Schreier und Jörg Mühlbacher sehr verbunden. Hermann Engesser, Eckehart Hundt und vor allem Johann Günther danke ich für Kontakte zu mehreren Verlagen. Besonders aber bin ich meinem langjährigen Freund Peter Lechner und Vera Münch zu Dank verpflichtet, beide haben viel Zeit investiert und mir sehr wertvolle Anregungen gegeben. Viele davon wurden berücksichtigt (ob es mir gut gelungen ist, kann ich nicht beurteilen), manche konnte oder wollte ich nicht aufgreifen, dafür bitte ich um Verständnis. "Schließlich bedanke ich mich beim Verlag Freya für die gute Zusammenarbeit". Nun wünsche ich den Lesern wenigsten halb so viel Spaß, wie ich beim Schreiben des Buches hatte. Los geht's!
Leseprobe (Anfang Kapitel 1)Nur noch eine Seillänge trennt Marcus Waller vom Gipfel des Hochtors. Direkt unter ihm ist der überhängende Felsen, den er umklettert hat. Schräg rechts unter ihm, neben dieser schwierigen Stelle, ist seine Bergkameradin Andrea.
Marcus, gut gesichert, ist im Begriff, Andrea anzudeuten nachzuklettern. Da hört er plötzlich von oben ein Geräusch. Direkt am Gipfel löst sich ein Felsbrocken und stürzt herunter, wohl hundert oder mehr Kilo schwer (war er von jemand am Gipfel losgetreten worden, der von der Hesshütte aufgestiegen war?). Es ist klar, dass er Marcus rechts verfehlen wird; aber ebenso klar ist es einen Augenblick später, dass er direkt auf Andrea aufprallen und sie zermalmen wird. Andrea und Marcus sehen die Gefahr beinahe gleichzeitig. Doch Andrea hat keine Optionen: Wegen des Felsvorsprungs kann sie sich nicht ins Seil fallen und links wegschwingen lassen. Jeder Versuch, in den verbleibenden wenigen Sekunden auszuweichen - nach rechts zu klettern - ist offenbar unmöglich. So bleibt nur die Bergsteigerregel: Sich mit dem Gesicht an den Felsen pressen und hoffen, dass der Helm das Schlimmste verhindert. Der Stein saust keine 3 m an Marcus vorbei direkt auf Andrea zu. Diese blickt nicht mehr nach oben, ihr Gesicht hat sie an die Wand gepresst. Marcus weiß, dass Andrea in wenigen Sekunden tot sein wird. Andrea weiß dies auch, mit einer Hand winkt sie Marcus zum Abschied zu, eine Bewegung, die Marcus nie vergessen wird.
"Dieser verdammte Stein", ist das Einzige, was Marcus denkt. Da ist es plötzlich, als würde ein Teil von ihm mit einer oder mit mehreren unsichtbaren "Pseudohänden" den Stein berühren. Marcus ist wie in Trance, was ist das? Er fühlt, wie seine "Pseudohände" den Stein spüren, ihn verlangsamen, immer mehr abbremsen. Der Stein, mit wachsender Geschwindigkeit unterwegs, im Begriff Andrea zu zerschmettern, beginnt sich nur 20 Meter über ihr zu verlangsamen, driftet zunächst wie eine Schneeflocke hinunter, kommt dann fast zum Stillstand. Mit dem Stein steht auch die ganze Welt aus der Sicht von Marcus still: die Lärchen, die sich vorher im Wind wild bewegt hatten, die Felsschwalben hängen bewegungslos in der Luft, als wären sie festgenagelt, das Piepsen der Murmeltiere ist verschwunden und durch ein eigentümlich leises, tiefes Dröhnen ersetzt ... und Marcus hat den Stein, 30 m unter sich, 20 m oberhalb von Andrea in seiner Gewalt!
Er kann es nicht fassen, nur durch seinen Willen mit eigentümlichen, unsichtbaren, aber für ihn fühlbaren "Pseudohänden" den Stein festhalten bzw. massiv abbremsen zu können. Es wird ihm auch bewusst, dass er mehr verlangsamt als nur den Stein, nämlich auch die Zeit. Hat er seine subjektive Zeit beschleunigt oder verlangsamt er die objektive Zeit? Bewegen sich zurzeit alle Uhren, Tiere, Menschen nur im Zeitlupentempo oder vergeht für alle die Zeit wie normal, nur er denkt und empfindet plötzlich so viel schneller, dass ihm die Umwelt langsamer vorkommt?
Wie in einem Traum erlebt Marcus das, erfüllt nur von einem Wunsch und einer Hoffnung, Andrea zu retten. Er merkt, dass er den Stein nach rechts ablenken könnte, sodass er an Andrea vorbeifallen würde, aber es ist ihm bewusst, dass dies völlig unerklärbar wäre. Ohne in diesem Moment zu wissen warum, hat er das Bedürfnis, seine Fähigkeit zu verbergen, auch vor Andrea. Marcus lockert den Griff seiner Pseudohände auf den Stein, dieser beginnt wieder schneller Richtung Andrea zu fallen. Marcus drückt ihn millimeterweise gegen die Felswand. Kurz oberhalb von Andrea berührt der Felsbrocken die Wand, einige Splitter fliegen (der Helm von Andrea hält das leicht aus), der Stein selbst springt von der Felswand weg wie eine Billardkugel, die die Bande schräg berührt, und verschwindet hinter dem Rücken von Andrea nach unten ohne Schaden anzurichten.
Zeit und Leben laufen wieder normal weiter."Das war knapp", ruft Andrea ..., "ich habe nicht geglaubt, dass ich das überleben werde." "Andrea, ich bin auch total erschrocken. Ich bin so froh, dass das gut vorüber ist", antwortet Marcus erleichtert. Nebenbei registriert er fast unbewusst: Die Zeit hat sich offenbar nur subjektiv verändert, Andrea hätte sonst ganz anders reagiert.
Categoria: Science Fiction / Fantasy Report: Führen wir nicht bzw. nicht mehr Autore: Maurer Hermann Editore: Freya Edizione: 2002. 254 S. 19,5 cm Language: German Collana: Xperten Bd.1 ISBN: 3902134305 ISBN-13: 9783902134301 Weight: 230 g Prezzo: € 11.00 Quelle
Vorwort des Buches Leseprobe Info, Buchrückseite Der Telekinet - 227 Seiten ISBN 3-902134-30-5, Freya Verlag (2003) 2. Auflage Freya Verlag - www.freya.at Buch bestellenGeheimnisvolles Artefakt aus der Vergangenheit Jennifer LennonDas neuseeländische Mädchen Aroha findet in einem verborgenen Tal - das landschaftlich an Szenen aus den Filmen "Der Herr der Ringe" erinnert, eine schöne Steinschnitzerei, die weniger harmlos ist, als sie aussieht. Es stellt sich heraus, dass der 'Mindcaller' aus uralten Zeiten stammen muss und die Kommunikation mit Mythen, Menschen, Tieren, Pflenzen, Zukunft und Vergangenheit ermöglicht. Aroha entschlüsselt das Geheimnis und kommt dadurch in unerwartete und gefährliche Situationen. Achtung: Die ersten 12 Kapitel wurden bereits 2003 unter dem Titel "Der Mindcaller" mit sehr hübschen, zum Teil ganzseitigen Farbtafeln veröffentlicht: das Buch ist für Liebhaber noch immer lieferbar!
VorwortDieses Buch ist ein weiterer Roman in der ständig wachsenden XPERTEN-Saga. Er ist unabhängig von den anderen Büchern in dieser Reihe lesbar, doch treten die Hauptpersonen Aroha, Herbert und Cynthia auch an anderen Stellen der Reihe auf und auch Marcus spielt im vorliegenden Werk wieder eine nicht unwesentliche Rolle.
Dieser Roman wurde in zwei Schritten in Englisch geschrieben: Die ersten 12 Kapitel wurden bereits 2003 unter dem Titel "Der Mindcaller" mit sehr hübschen zum Teil ganzseitigen Farbtafeln veröffentlicht; das Buch ist für Liebhaber immer noch lieferbar. Die zweiten 12 Kapitel setzen die Geschichte des Maorimädchens Aroha und ihres Freundes Herbert fort und entführen aus dem liebevoll beschriebenen Neuseeland nach Namibia.
Wenn oben steht, dass das Buch in Englisch geschrieben wurde, dann stimmt das nicht ganz. Eines der Kapitel stammt von mir. Die ersten drei Leser, die erraten, welches Kapitel ich geschrieben habe, bekommen eine Flasche Schilcher von mir zugeschickt: Also bitte auf die Suche! Von den anderen Kapiteln habe ich elf und meine Kollegin - und Freundin der Autorin - Cornelia (Blüfeld) zwölf übersetzt.
Mehr zur gesamten Xperten-Sage am Ende des Buches.
Jetzt verbleibt mir nur noch, Jennifer und Conny für die freundschaftliche Zusammenarbeit zu danken und wie immer - und wie immer mit Recht - Siegrid Hirsch und Wolf Ruzicka für ihre Geduld und Umsicht.
Den Lesern wünsche ich nun viel Spaß! Ich freue mich über jede Rückmeldung per hmaurer@iicm.edu und leite diese auf Wunsch auch gerne an Jennifer Lennon weiter.
Leseprobe 2. Hapakapa - Der AnhängerWenn man am wilden Karekare Strand steht, mit dem Rücken zu den hoch heranrollenden Wellen und mit den Augen den Bach den steilen Hang hinauf verfolgt, wo er wie im Himmel zu verschwinden scheint, und wenn man ganz genau weiß, wo man suchen muss, dann ist es möglich, dass man gerade noch einige hohe Bäume ausmachen kann: sie stehen am Beginn eines verborgenen Tals.5Obsidian wir auch Feuerkiesel genannt.
Dieses Tal ist auf keiner Karte eingezeichnet und ist schwer zu finden. Es ist in dichtem und undurchdringlichem Wald versteckt. Die Stimmung, die das Tal ausstrahlt, wechselt so rasch wie das Wetter in diesem Teil Neuseelands: von tiefblauem subtropischen Himmel, zu wild sich türmenden Wolkenbergen, zu Sturzbächen von Regenmassen oder anhaltendem Sprühregen, der Nebelfetzen oft stundenlang durch die engen Tälern treibt.
An einem Tag zu Beginn des Frühlings steht Aroha, eine junge Frau, alleine auf einem kaum mehr erkennbaren alten Pfad auf einer Lichtung in der Nähe des oberen Endes dieses Tales. Nach Westen hin kann sie den steilen, mit Manukabüschen bewachsenen Hang sehen, der zum Meer hinunterstürzt. Nach Osten hin verbergen Hügel und Wald den Blick nach Auckland, wo sie jetzt lebt, und das von hier unendlich weit weg scheint, obwohl es in Wahrheit nur eine Autostunde entfernt liegt. Nach Süden, wo der Weg abrupt nach unten abbricht, führt das verborgene Tal, das auf Aroha eine fast magische Anziehungskraft ausübt und in das sie hinunterzusteigen beginnt.
In ihrer Wanderhose, einem dünnen Anorak und mit einem kleinen Rucksack kämpft sie sich durch die dichten Manukabüsche hindurch, zwischen denen oft unangenehm scharfes Grass wächst. Bei einer Steilstufe des Weges rutscht Aroha plötzlich auf dem feuchten Boden aus und versucht vergeblich, sich an kleinen Zweigen und Wurzeln festzuhalten. Erst nach einigen Metern, nicht weit von jener Stelle entfernt, wo der Bach entspringt, der dann durch das Tal fließt, kommt sie wieder auf die Beine. Abgesehen von einigen Kratzern und lehmigem Schmutz auf ihrer Kleidung ist Aroha unversehrt. Sie wäscht sich im klaren Wasser und beginnt dann die große Ruhe zu genießen, die sie hier spürt.
Es ist ganz still. Aroha hört weder das Zwitschern von Vögeln, die die sonnigen höher liegenden Teile vorziehen; sie hört auch nicht die Geräusche des Meeres, die durch die Hänge des Tales und den Wald abgeschirmt werden. Sie schließt tief atmend ihre Augen. Es fällt ihr leicht sich vorzustellen, dass die uralten Puriribäume mit ihren flechtenüberzogenen Ästen und den roten Beeren schon seit Beginn der Zeit hier stehen und schon zusahen, wie sich tätowierte Maorikrieger unter den mächtigen Zweigen wilde Kämpfe lieferten.
Langsam und vorsichtig folgt Aroha dem Bach abwärts, an kleinen Wasserfällen vorbei, manchmal im Bach oder am Bachrand, dann wieder etwas höher auf der moosbewachsenen Böschung, die der Bach wie eine perfekte Skulptur unterhöhlt hat und wo Aroha fast zögert, die weichen Polster durch ihre Schritte zu gefährden. Aber nicht immer ist das Fortkommen einfach. Sie muss sich häufig den Weg über umgestürzte Bäume und durch Schlingpflanzen hindurchkämpfen. Mehr als einmal wünscht sie, sie könnte sich wie Tarzan mit Schlingpflanzen von Baum zu Baum schwingen.
Schließlich hält sie bei einem Felsen an, der in der Mitte des Baches diesen teilt. Sie watet durch das Wasser, setzt sich auf den großen Stein und beginnt etwas geistesabwesend ihr Mittagessen aus dem Rucksack zu verzehren, während sie die Wellen und Wirbel beobachtet, die die Strömung um den Felsen erzeugt. Die beiden Teile des Bachs scheinen ihr wie die zwei widersprüchlichen Einflüsse in ihrem eigenen Leben: Maori und Pakeha 1
Sie erinnertt sich an den Marae, an das kleine Maoridorf ganz im Norden von Neuseeland, wo sie die ersten fünf Jahre ihres Lebens verbrachte. Da waren die langen Stunden, in denen sie glücklich den Geschichten der Großmutter zuhörte, der weisen Kepa, wie man sie nannte, als Aroha jedes Mal hoffte, die Geschichten würden nie aufhören. Die weise Kepa war die Matriarchin der Familie, sie führte und leitete diese sanft, aber auch fest, bestand darauf, die alten Traditionen nicht aufzugeben, und versuchte, dies auch bei den Mitgliedern der Großfamilie durchzusetzen. Aroha weiß, dass sie selbst, Maoritradition entsprechend, im Alter von wenigen Monaten von ihrer Großmutter adoptiert wurde. Arohas Maorimutter und ihr englischer Vater hatten große Schwierigkeiten Arbeit zu finden, die ihnen Zeit für die Betreuung von Aroha gelassen hätte.
Ihre Großmutter wollte andererseits unbedingt, dass Aroha in einer Maoriumgebung aufwuchs. Aroha war noch so klein, als sie in das Maoridorf kam, dass sie sich bald nicht mehr an ihre Eltern erinnern konnte. Ihre Großmutter wurde Mutter und Vater in einer Person für sie.
Die weise Kepa verlangte, dass alle Maori sprachen, wenn die Zeit des Geschichtenerzählens kam, aber dass sie Englisch reden konnten, wenn sich die Familienmitglieder zu anderen Zeitpunkten unterhielten, etwa wenn die Frauen Flachs zu Körben, Taschen und Wandteppichen woben. Beim Spielen mit anderen Kindern aber war die Trennung der Sprache nie so genau gewesen: Worte wurden gemischt verwendet, so wie sich manche eben gerade besser eigneten. Sie unterhielten sich mit alten und neuen Spielen oft ohne Ende, fröhlich und ausgelassen, wobei sie dann manchmal so respektlos waren, die weise Kepa hinter ihrem Rücken "die Alte" zu nennen!
Unvermittelt brechen Arohas Erinnerungen ab und sie ist zurück in der Gegenwart und Wirklichkeit. Mit einem gewissen Gefühl der Unruhe denkt sie an das neue Leben, das für sie mit dem Beginn des ersten Universitätsjahres in nur wenigen Wochen beginnen und für sie eine sehr große Umstellung bedeuten wird.
Sie packt alles wieder in ihren Rucksack und setzt die Erforschung des Tals fort. Dabei ist sie manchmal nur halb bei der Sache, immer wieder geht ihr durch den Kopf, ob das Biologiestudium sie so faszinieren wird, wie sie das hofft. Und wird sie Freunde finden?
Sie folgt dem Bach eine weitere Stunde. Das Fortkommen wird immer schwieriger. Schließlich scheint es kein Weiterkommen mehr zu geben. Das Bach links ist tief und reißend geworden, rechts ein steiler Felsen, am rechten Bachrand undurchdringliche Büsche und große Baumstämme, die den Weg versperren. Auf Händen und Füßen kriechend gelingt es ihr, sich unter einer großen Baumwurzel durchzuzwängen, während sie Spinnwebenfäden, kleine Wurzeln und andere Hindernisse Zentimeter um Zentimeter aus dem Weg räumen muss. Irgendetwas treibt sie weiter.
Plötzlich wird es wieder leichter, sie kann aufstehen, schüttelt sich Staub und Blätter aus Haaren und Kleidung, dann hält sie verblüfft inne. Sie steht in einer anderen Welt, so scheint es ihr, wie in einem Raum aus einer andern Zeit: Farnbäume 2 und Neuseelandpalmen 3 bilden ein natürliches Dach, durch das die zylindrischen Stämme von riesigen Kauribäumen 4 himmelwärts wachsen. Am Boden sind die Wurzeln mit Flechten und Moos wie mit einem weichen Teppich überwachsen, aus denen da und dort die Buschorchideen Neuseelands ihre Blüten strecken.
Eine Welle von Bewunderung und Erstaunen durchflutet Aroha. Sie steht hier an einem Ort, den die Zeit vergessen hat. Hier, in diesem verborgenen Tal, hat sie einem Ort gefunden, der ehrwürdig alt ist und offenbar seit Jahrzehnten nicht mehr von einem Menschen besucht wurde. Die "Kathedrale", tauft Aroha diesen Ort, ohne darüber wirklich nachzudenken.
An einem Ende dieses von der Natur geschaffenen Raumes ist ein alter Kauribaum umgestürzt, hat mit seinem Wurzelwerk Teile der Bachböschung mitgerissen und liegt nun quer über das Wasser. Aroha geht näher an den umgestürzten Baum heran: "Ob wohl die großen Regenfälle der letzten Wochen den Boden so aufgeweicht haben, dass dieser schöne Waldriese umstürzte?", überlegt Aroha, während sie die mächtigen Wurzeln betrachtet, an denen noch große Brocken glänzenden Lehms zu sehen sind. Der Lehm ist glatt, mit blauen Streifen, ohne Verunreinigungen, so wie sie ihn im Marae für das Brennen von Gefäßen verwendeten.
Doch was ist das? Im Lehm scheint etwas zu glitzern, das wie eine Glasscherbe aussieht. Aroha ist entsetzt: "Abfall, hier an dieser Stelle? Undenkbar!" Sie kniet nieder, beachtet nicht, wie Hose und Hände anfangen, sich immer weniger von der Farbe des Lehms zu unterscheiden. Um zu dem glitzernden Stück zu kommen, muss Aroha unter einigen der abgerissenen Wurzeln durch, bekommt Erde in die Haare und ins Gesicht, rutscht mehrmals gefährlich tief zum Bach hinunter, kämpft sich zwischen den Wurzeln wieder hoch, bis sie endlich das, was wie eine Scherbe aussieht, in der Hand hält. Sie entfernt soviel Lehm von dem Ding wie möglich und hält es dann in die Höhe, wo ein Lichtstrahl durch die Baumdecke durchbricht. Was sie in der Hand hält, hat die Gestalt eines Fischhakens.
"Es ist eine Art Schnitzerei. Die Form ist typisch für Kunstwerke aus der ganz frühen Zeit… Dieses scheint eines zu sein, die Form ist schön. Und vielleicht habe ich etwas Altes, ganz Altes, gefunden", durchzuckt es Aroha mit überraschender Stärke.
Aroha eilt zum Bach hinunter und wäscht die Schnitzerei sorgfältig. Dann sucht sie sich einen bequemen Baumstamm, wo sie sich hinsetzen kann und betrachtet das schöne gefundene Stück sorgfältig. Von ihrem Vater, einem Naturwissenschaftler weiß sie, dass es aus Obsidian 5 besteht, einem schwarzen, fast glasähnlichen Stein vulkanischen Ursprungs. Sie verfolgt die Ränder vorsichtig mit einem Finger: Die eine Seite hat eine eigenwillige geometrische Form, auf der Rückseite ist ein Muster von grauen Punkten sichtbar. Aroha merkt, dass sie grundlos von einer großen Aufregung ergriffen wird. "Was ist los mit mir? Werde jetzt nicht verrückt", sagt sie sich selbst‚ "du hast einfach eine zu lebhafte Einbildung".
Aroha kann nicht wissen, dass sie einen Mindcaller gefunden hat, genauer gesagt, die Hälfte eines Mindcallers. Aber selbst wenn sie es wüsste, könnte sie zu diesem Zeitpunkt mit dem Begriff noch nichts anfangen. Aber dennoch, Aroha weiß, ohne zu wissen, warum sie es weiß, von Legenden über Lebewesen in grauer Vorzeit, die manchen Zauber in Schnitzereien aus Obsidian eingewoben haben.
Lange und sorgfältig studiert Aroha die Schnitzerei und bewundert die glatten und schönen Formen, die nur an einer Stelle kantig sind, weil hier offenbar ein Stück fehlt. Sie fragt sich immer wieder, wer ihr vielleicht mehr über ihren Fund erzählen könnte. Sie schließt einen Augenblick die Augen und zuckt zusammen. Sie "sieht" plötzlich die Spur eines Lächelns, ohne aber ein Gesicht ausmachen zu können. Verwirrt öffnet sie die Augen. Das gerade Erlebte war so eigentümlich, dass sie es nicht fassen kann. Wie kann sie mit geschlossen Augen etwas 'sehen'? Zögernd schließt sie nochmals die Augen. Da ist es wieder, diesmal noch intensiver!
Augen, die sie zu rufen scheinen! Noch nie hat Aroha etwas in ihrer Vorstellung mit solcher Klarheit und Schärfe gesehen. Aber was sie noch mehr verblüfft ist, dass sie ohne ein Gesicht 'gesehen' zu haben, doch sofort weiß, wem das Lächeln und die Augen gehören: ihrer Großmutter, der weisen Kepa! Wie ist das möglich, nachdem sie das Dorf und ihre Großmutter schon seit vielen Jahren nicht mehr besucht hat?
1Eine etwas abfällige Bezeichnung der Maoris für die europäischen Zuwanderer.
2Farnbäume und Varianten wie die "Cabbage Trees" und die Nikaupalme bestimmen das Bild der niedrigen Waldes in den Waitakeres, jenem zerklüfteten Mittelgebirgsgebiet nahe Auckland, in dem der größte Teil dieses Roman handelt.
3Nikaupalme
4Neben den verschiedenen Varianten von Farnbäumen ist der Kauribaum wohl der typischste aller neuseeländischen Bäume. Er wird so alt und groß wie die roten Zedern in Kalifornien und zeichnet sich durch sein knotenloses Holz (die Äste sitzen sehr hoch) und durch seinen zylindrischen Stamm (der sich also nach oben hin kaum verjüngt!) aus, was diese Bäume durch Aushöhlung zum Bau von Einstämmen und Booten prädestiniert.
Paradoppelgänger Roman
Eine österreichische Familie von Para-Begabungen hat sich auf eine Insel vor Auckland geflüchtet, nachdem sie in Europa tödlich bedroht war. Durch Zufall finden sie hier in Neuseeland einen Mann mit unglaublichen Fähigkeiten: den Para-Doppelgänger. Mit seiner Hilfe und mit Duldung der Regierung gelingen spektakuläre Erfolge… doch die Vergangenheit beginnt sie einzuholen.
Ein spannender Roman der dramatische Ereignisse in Neuseeland, Brasilien und Österreich schildert, vermischt mit geheimnisvollen Kräften, Computertechnologie und einem Schuss Erotik. ACHTUNG: In diesem Buch ist ein Fehler eingebaut - finden Sie ihn?!
VorwortDieses Buch "Xperten 2: Der Paradoppelgänger" ist ein in sich abgeschlossener Roman. Gleichzeitig ist er auch ein Roman in der "Xperten-Reihe", die zur Zeit des Erscheinens dieses Buches aus vier Bänden besteht, nämlich: "Xperten 1: Der Telekinet", dem vorliegenden Band "Xperten 2: Der Paradoppelgänger" und den ersten 'Sonderbänden' "Xperten 0: So fing alles an" und "Xperten 1.2: Der Mindcaller". Der Band "Xperten 3: Die Para-Kämpfer" ist in Arbeit. Insgesamt ist die "Xperten-Reihe" als eine Sammlung von vielen in sich verzahnten Romanen konzipiert, bei der die einzelnen Bände von verschiedenen Autorenkombinationen verfasst sind, sich aber stets mit Themen wie Parapsychologie und Informatik bzw. denselben Personen wie z.B. Marcus und Maria als Zentralfiguren beschäftigen.
Das "Rückgrat" der Reihe sind die Bände 1, 2, 3 usw., die von mir allein geschrieben sind, und die auch im Stil einheitlich sind: eine Mischung von Parapsychologie, zukünftiger Informations-Technologie, Science Fiction, verwoben mit Abenteuer-, Reiseschilderungen und ein bisschen Sex. Die anderen Bände können davon abweichen: so vermeidet Band 0 etwa Sex und zu kontroversielle Themen und besteht aus Kurzgeschichten, Band 1.2 lebt viel von Emotionen und Bildern, während etwa der geplante Band 2.5 Rätsel der Vergangenheit auflöst, und "Xperten 1.5: Die Parajünger" einen Vorfall als zentrales Thema hat, der in "Xperten 2 : Der Para-Doppelgänger" angedeutet wird.
Alle Handlungen, Ereignisse und Personen in diesen Büchern sind frei erfunden. Auch faktische oder geografische Aussagen entsprechen nicht immer in der gebrachten Form genau der Wirklichkeit oder Wahrheit. Dennoch lehnen sich viele vor allem geografische Details und Schilderungen an die Wirklichkeit an.
Der Obertitel der Romanserie "Xperten" - siehe www.iicm.edu/Xperten soll andeuten, dass sich die Bücher mit Para-Begabungen (PSI-Begabungen, X-Begabungen) beschäftigen, aber auch mit deren Beziehung zur modernsten Informationstechnologie.
Bis heute ist es nicht nachgewiesen, ob es "echte" Para-Fähigkeiten wie Telepathie, Telekinese, Teleportation usw. gibt. Es ist jedoch absehbar, dass solche Fähigkeiten mehr oder minder gut durch technisch-wissenschaftliche Methoden simulierbar werden: dieses Faktum ist eine entscheidende Facette in der Xperten-Reihe.
Dieser Roman, wie alle anderen in der "Xperten-Reihe", ist als spannender Abenteuerroman geschrieben, wobei vom Autor erlebte authentische Orte als Hintergrund dienen, und wobei weder durch die Para-Fähigkeiten ausgelöste erotische Situationen zu kurz kommen, noch die Grundidee, dass Para-Fähigkeiten auch große Probleme mit sich bringen: Minoritäten, gleichgültig wie wertvoll, sind schwer in die normale Gesellschaft zu integrieren. Ein großer Teil der Handlung dieses Bandes spielt in Neuseeland, einem Land, das dem Autor durch die Freundschaftlichkeit und die unorthodoxen Verhaltensweisen seiner Menschen sehr ans Herz gewachsen ist. Bitte schreiben Sie mir, was Ihnen gefallen hat und was nicht, an hmaurer@iicm.edu oder an Prof.Dr. H. Maurer, IICM, TU Graz, Inffeldgasse 16 c, A-8010 Graz/Österreich. Para-Begabte werden immer bevorzugt behandelt! Viel Spaß beim Lesen Herzlichst Ihr H. Maurer Graz, Frühjahr 2003Leseprobe (aus Kapitel 3)
In seiner Firma redet Marcus mit dem Geschäftsführer unter vier Augen: "Robert, ich brauche einen Mitarbeiter, auf den ich mich 100% verlassen kann. Er muss jemand für mich beobachten, darf aber, egal wie unglaublich das ist, was er vielleicht sieht, niemand außer mir davon erzählen." Robert ist begreiflich neugierig, aber er merkt, dass Marcus nicht weiter darüber reden will. "Ich würde sagen, nimm doch Paul Warren, auf den ist wirklich Verlass…und abgesehen davon, dass er auch beim 'großen Unfall' durch Euch gerettet wurde, hast Du mir -erinnerst Du Dich- vor einem Jahr nicht erlaubt, ihn zu kündigen."
Marcus bittet also Paul, Barry und sein Geschäft ab sofort möglichst umfassend zu beobachten, aber sich über nichts zu wundern und niemand von der Überwachung oder etwaigen Vorfällen zu erzählen. Bei irgendwelchen Besonderheiten soll Paul sofort Marcus per Handy anrufen.
Marcus hat noch einige Erledigungen in der Stadt. Er besorgt Karten für Maria und sich für ein Musical im Aotea Center, holt ein paar Bücher aus der Universitätsbibliothek für Maria ab, trifft sich auf einen Kaffee mit Aroha, jener rätselhaften jungen Frau, die er vor Jahren einmal kennengelernt hatte, und die nach dem Tod ihres Freundes in tiefe Verzweiflung stürzte, wo er durch Zufall ein bisschen hatte helfen können. Als es gegen 20 Uhr Zeit wird, allmählich auf die Insel zurück zu fliegen, klingelt plötzlich sein Handy. Zu seiner Überraschung ist es Paul, der etwas verlegen sagt: "Ich weiß nicht was ich mit dem anfangen soll, was ich erlebt habe, aber es ist doch so ungewöhnlich, dass ich es gleich berichten wollte." Die Stimme klingt verunsichert, dass Marcus fragt: "Paul, bist Du in der Nähe von Barrys Büro?" "Kann man wohl so sagen", antwortet Paul und kichert eigentümlich. "OK, treffen wir uns in 15 Minuten auf ein Essen in der Bronce Goat in der Ponsonby Road, einverstanden?" "Klingt gut", meldet sich Paul ab.
Marcus ruft Maria an, dass er erst spät kommen wird. Zu Aroha sagt er: "Du, entschuldige wenn ich jetzt abrupt gehe. Du musst uns aber einmal in unserem Haus auf der Insel besuchen, versprichst Du das? Das nächste Mal, wenn Du eine Einladung ablehnst, bin ich ganz sauer." Aroha lächelt: "Ich werde kommen, wenn es irgendwie geht". Sie umarmen sich kurz, Aroha blickt Marcus lange nach während sie ihre uralte Schnitzerei, den "Mindcaller" wie sie ihn nennt und den sie fast immer trägt, berührt. Marcus ist ein guter Freund, ein netter Kerl, aber da ist noch etwas an ihm, und irgendwie hängt das mit ihrem Mindcaller zusammen. Aber wie?
Die Bronce Goat ist voll wie immer. Mit Mühe finden Paul und Marcus einen einigermaßen ruhigen Platz. Der Fischeintopf und ein leichter Weißwein sind hervorragend. "Schieß los", sagt Marcus. Paul überlegt kurz: "Also, ich war um ca. 15 Uhr in der Bar auf der anderen Straßenseite, von wo man das kleine Reisebüro gut beobachten kann. Ich habe ein Skriptum mit, wie ein Student, um einen guten Grund zu haben, hier länger zu sitzen. Nach einem größeren Trinkgeld werde ich gut bedient bzw. in Ruhe gelassen. Zuerst ist gar nichts los. Dann geht eine wirklich bildhübsche Chinesin in das Reisebüro. Als sie nach 30 Minuten noch immer nicht herausgekommen ist, muss ich nachsehen. Die Eingangstür ist offen, kein Wunder bei der Hitze, aber der kleine Verkaufsraum ist leer. Dahinter ist ja eine Tür zu einem anderen Zimmer… ich schaue vorsichtig hinein. Es ist nur ein kleines, fensterloses Zimmer mit einer Badenische und einem großen Bett. Und da liegen Barry und die Chinesin, splitternackt - ach nein, sie hatte noch die Stöckelschuhe an- und na ja, sie treiben es, und zwar ziemlich toll. Sehr gelenkig, beide." Marcus unterbricht: "Paul, klingt ja ganz interessant, aber ich glaube diese Details sind doch nicht so wichtig, dass Du mich angerufen hast?" Paul lacht: "Nein, kommt schon noch. Aber lass mich doch. Was bleibt mir doch anderes übrig, als ein bisschen zuzuschauen. Die beiden waren unersättlich. Schließlich bin ich dann halt doch wieder zurück in die Bar. Die Chinesin kommt erst einiges später heraus. Die Kellnerin findet mich jetzt auf einmal sehr viel interessanter: hält mich wohl für einen Detektiv, erzählt mir, dass da drüben oft die verschiedensten Frauen auf eine Stunde verschwinden und manchmal recht zerzaust herauskommen. Du wirst es nicht glauben: sie wird recht heiß beim Erzählen, und ich bin's noch vom Zuschauen, so gibt ein Wort das andere: ich treffe mich mit der Kellnerin, wenn sie um 22 Uhr fertig ist", schmunzelt Paul und hebt die Hand, um Marcus zu hindern, dass er wieder unterbricht. "Also, kurz gesagt, das erste was ich über Barry herausfinde: er ist offensichtlich ein ziemlicher Weiberheld. Aber jetzt kommt das Unglaubliche. Barry schließt um 18:00 von innen, verstehst Du, von INNEN, das Geschäft. Er kommt nicht mehr heraus, es wird dämmrig, es wird drinnen kein Licht angedreht, außerdem muss doch auch Barry irgendwann essen. Also gehe ich so gegen 19:30 hinüber, läute an, klopfe, keine Reaktion. Komisch, denke ich. Die Tür war ganz leicht aufzukriegen, es ist ja außer den Dingen die vielleicht im Safe eingesperrt sind wirklich nichts, was man stehlen will… außer man fährt total auf Reiseprospekte ab." "Du bist eingebrochen?", staunt Marcus. "Na, sagen wir ich bin durch die Tür hineingegangen weil ich mir Sorgen um Barry machte … vielleicht hat er sich zu sehr verausgabt, vorher, du weißt ja. Aber, er hat sich nicht zu sehr verausgabt: er war einfach nicht mehr da. Und das ist warum ich dich angerufen habe: da bin ich in Barrys leerem Büro gestanden, und du fragst mich, ob ich noch in der Nähe des Büros bin. War schon zum Kichern. Aber überleg einmal: das gibt es doch einfach nicht: er hat von Innen zugesperrt, es gibt nur einen Weg aus dieser Bude, durch die Tür, und dort ist er garantiert nicht mehr herausgekommen. Er hat sich in Luft aufgelöst. Hast Du eine vernünftige Erklärung dafür?"
Marcus schaut auf die Uhr. "Ich habe keine vernünftige Erklärung. Ich werde nachdenken. Danke dir. Ich werde dich wieder brauchen. Aber jetzt geh, damit du deine Kellnerin nicht versäumst… und viel Spaß… und rede nicht über das, was du erlebt hast". "Geht alles klar. Und du glaubst mir wohl die Geschichte nicht ganz", verabschiedet sich Paul enttäuscht. Marcus zuckt die Schultern: "Würdest Du sie mir glauben?" "Ich würde wohl auch lange nachdenken."
Zu Hause berichtet er Maria. Sie sind sich rasch einig: es gibt drei mögliche Erklärungen: erstens, die wahrscheinlichste, dass Paul übersehen hat, wie Barry das Geschäft verließ… immerhin war er ja durch die Kellnerin einigermaßen abgelenkt; zweitens, es könnte doch einen anderen oder Geheimausgang aus dem Büro geben; und drittens, Barry ist para-begabt, wenn sie sich bei Lena nicht irren: kann er am Ende durch Wände gehen, wie Marcus durch Wände greifen kann? Kann er sich unsichtbar machen? Kann er Menschen durch eine Art von Hypnose etwas vortäuschen? Kann er sich massiv verkleinern und durch eine kleine Öffnung entschwinden? Da gibt es viele Möglichkeiten, eine fantastischere als die andere....
Vorwort, Leseprobe Die Siedlung der Para-Begabten Kommunikationsbrille und Computer Info, Buchrückseite Der Paradoppelgänger - 263 Seiten ISBN 3-902134-39-9, Freya Verlag (2003) www.freya.at Buch bestellen
Paraschirm Xperten Samuel Osborne eigenständiger RomanDurch Zufall stößt das parapsychologisch begabte Team aus Neuseeland, das in allen Romanen der XPERTEN-Saga eine entscheidende Rolle spielt, auf drei ganz besondere Parabegabungen in Südwestaustralien: auf Ryan, der in der Lage ist ein schützendes Energiefeld um sich und andere Menschen aufzubauen und auf seine Freundin Hannah, eine Parasensorin, die ihre Fähigkeiten zur temporären »Lähmung« von anderen Menschen einsetzen kann. Nur durch die Kombination ihrer Begabungen gelingt es, die gewissenlosen Pläne Dr. Campbells zu durchkreuzen, der versucht mit seiner Parabegabung andere Menschen zu beherrschen. Obwohl es dem Team aus Neuseeland gelingt, in einer kritischen Situation helfend einzugreifen, bleibt die Macht des Dr. Campbell ungebrochen. Die Handlung spielt vor dem authentisch geschilderten Hintergrund Südwestaustraliens und lässt den Leser durch das immer raschere Tempo nicht mehr los.Vorwort des Herausgebers
Dieses Buch ist ein weiterer Roman in der ständig wachsenden XPERTEN-Saga. Er ist unabhängig von den anderen Büchern in dieser Reihe lesbar, auch wenn Fans der XPERTEN-Sage gegen Ende des Romans die eine oder andere lieb gewonnene Person wieder treffen werden. Mehr zur XPERTEN-Sage am Ende des Buches. Jetzt verbleibt mir nur, dem Autor Sam Osborne für seine Kooperation bei der Verfassung des Romans zu danken: Ich hatte das Vergnügen, viele Details mit diesem begabten jungen Mann zu diskutieren. Ich danke Robert Stubenrauch für die gelungene Übersetzung und dem Freya Verlag für die nun schon mehrfach bewährte gute Kooperation. Den Lesern wünsche ich so viel Spaß, wie mir der Roman gemacht hat. Ich freue mich über jede Rückmeldung per hmaurer@iicm.edu.
Leseprobe (aus Teilen des Kapitel 1) Perth, West-Australien Mai 1991Im Mutterleib wird die Aura des Kindes aktiviert und sie dehnt sich behutsam als ein energetischer Schirm um seinen Körper aus. Die Nabelschnur hat sich um den Hals des Ungeborenen gelegt, aber durch den unsichtbaren Schutzschild im Inneren des Körpers der Mutter scheint die Gefahr des Sauerstoffmangels vorerst gebannt.
Schnell, aber ohne Hast, reicht die Krankenschwester dem Arzt die Klammern. Hochkonzentriert beginnen sie mit präzisen Notfallsmaßnahmen, um diese schwierige Entbindung zu unterstützen.
"Wird das Baby gesund sein?", fragt die Mutter zaghaft, aber doch voll Hoffnung. Der Arzt wirft einen kurzen, mitleidsvollen Blick auf die Frau und wendet sich wieder dem Monitor zu. Die Herztöne des Kindes werden langsam schwächer.
Die Eltern tauschen einen langen, intensiven Blick "Wird es überleben?" Die Frage des Vaters zerschneidet das Schweigen. Als Antwort ist statt des pulsierenden Herzens nur noch ein durchdringender, konstanter Ton zu hören; die Linie am Bildschirm bleibt flach. Die Eltern fassen sich stärker an den Armen und beginnen ein verhaltenes Schluchzen. Der Doktor gibt sich geschlagen und lässt den Kopf sinken. Langen, quälendes Schweigen erfüllt den Raum.
Der Assistenzarzt, ein Mann Ende Zwanzig, steht im Hintergrund und fixiert mit durchdringendem Blick den Herzmonitor. "Na kommt schon, Kleines!", flüstert er zu sich selbst. "Es ist noch nicht zu Ende, ich kann dich immer noch fühlen!"
Biep ... biep. Der Herzmonitor! Biep ... biep. Noch einmal! Der ältere Arzt hebt seinen Kopf, blickt überrascht die Eltern an, dann den Monitor.
"Unmöglich", murmelt er ungläubig. Noch einmal blickt er die Eltern an, diesmal lächelnd.
"Das Herz des Kindes schlägt wieder!", ruft die Schwester. Mit einem Schlag ist das Team wieder voll einsatzbereit, nur der Assistenzarzt steht weiter ruhig da. Auch er lächelt.
"Sieht ganz danach aus, dass das Kind jetzt rauskommen will. Ein Wunder", sagt der Arzt zu den Eltern, die jetzt neue Hoffnung in den Augen haben."...
Das Baby Ryan als fünfjähriger: Cottesloe Beach, Perth Jänner 1996. ...
"Papa, kann ich da rübergehen?", fragt Ryan seinen Vater und deutet zum Ende des Dammes. Jack sieht nicht einmal auf, sondern starrt weiter nach seiner Angelschnur.