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SEETHALER 

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FÜSSEL INHALT Bio D.F. Publikationen
Der Mutige Der
Versoffene Die
Fehlerquelle Eigentum
ist Diebstahl Monatstext_März_2010
ZITATE Gelsomina - Erster Stich
> Aphorismen Pressluft
Hammer
Schöne Umwelt
Der Würger Fahrkarte Lebenspille Lesung Leidenschaft - Lob_der_Eifersucht
Stinkende Ausländer >
Beichtbuch
>
Plakat >
Preisung
>
Totengräber
> KORRES: Leidenschaft
- Lob_der_Eifersucht Diesseits
von
Eden |
![]() |
![]() ![]() 1Füssel
2Füssel
3Läufer Bücher
Diesseits
von Eden Gelsomina
Leidensch |
| FÜSSEL DIETMAR *1958 ![]() Biographie Leitgebstr. 4/24 4910 Ried im Innkreis Österreich Tel: 0043/(0)7752/70587
Geb.
23.01.1958 in
Wels.
Von
1973
bis
1977
Schüler
am
Stifts
Bymnasium
in
Lambach,
1977
Matura.
Zwischen
1977
und
1982
diverse
Studien
in
Wien
und Linz Germanistik, Pädagogik,
Psychologie, Französisch,
Holländisch, Spanisch, Suaheli, Päd.
AK und Jus, sowie ausgedehnte Reisen
per Autostop durch Skandinavien, Frankreich und
Südeuropa.
Von 1983 bis 2001 Lehr- und
Wanderjahre in der Schule des Lebens. 2002
Im Zuge von Roman Recherchen Reise nach
Kairo und Jordanien, Syrien und Kappadokien
nach Hattuscha Hauptstadt des Hethiterreiches. Seit 2003 nicht mehr verheiratet,
sondern geschieden, eine
Tochter, lebt als
Schriftsteller, Bibliothekar, Läufer
und Aktionskünstler in Ried im Innkreis.
Der Mutige
Als der Chef eines Morgens schlecht gelaunt
das Großraumbüro betrat und eine
völlig haltlose Beschuldigung gegen
dessen Insassen aussprach - er bezichtigte
nämlich sämtliche Anwesende der
Schlamperei, weil er die Abrechnungen jener
Abteilung am Morgen nicht auf seinem
Schreibtisch gefunden hatte - wagte es der
Buchhalter Maier, den Chef darauf aufmerksam
zu machen, dass er, der Chef, jene
Abrechnungen am Vortag sogar persönlich
aus seinen, Maiers, Händen
entgegengenommen hatte, um sie in die
oberste Schublade seines Schreibtisches zu
legen.
Wutschnaubend verließ der Chef das Großraumbüro, worauf Maier von all seinen Kollegen beglückwünscht und zum Helden des Tages ernannt wurde. Als Maier am darauffolgenden Tag gut gelaunt das Großraumbüro betrat, fand er auf seinem Schreibtisch einen Besen, einen Scheuerlappen, einen Eimer und einen Brief des Chefs, in dem dieser ihn vor die Alternative stellte, entweder in Zukunft den Putzfrauen bei der Arbeit zu helfen oder aber zu kündigen, worauf er von all seinen Kollegen verhöhnt und zum Absteiger des Tages ernannt wurde. Sic transit gloria mundi. So wandelt sich der Ruhm der Welt. Homo homini lupus. Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf. Ein Zitat des Römischen Komödiendichters Titus Maccius Plautus (ca. 250 v. Chr. – ca. 184 v. Chr.).
Agricola ancillam amat. Der Bauer
liebt die Magd.
Excrementum!!! das Ausgesiebte,
der Abgang, Kommentar
des Buchhalters Maier zu seiner
Degradierung.
Non scholae sed vitae discimus.
Nicht
für das Leben, sondern für die
Schule lernen wir. ist ein Seneca-Zitat
(epistulae
morales ad Lucilium 106, 12)
Ich
bin von Beruf Maler und Anstreicher.
Manche meiner Kunden werfen mir vor, dass ich während der Arbeit zu viel trinke, aber diese Leute verstehen eben nichts von der Materie. Wie jeder weiß, hat Farbe, solange sie noch nicht trocken ist, einen unangenehmen, beißenden Geruch, der den Hals austrocknet, wenn man ihm für längere Zeit ausgesetzt ist. Ein trockener Hals ist aber sehr anfällig für Erkältungskrankheiten. Dadurch, dass ich ihn ständig befeuchte, erspare ich mir also so manchen Krankenstand. Zu Beginn meiner Laufbahn ist es noch manchmal vorgekommen, dass ich so betrunken war, dass ich von der Leiter gefallen bin. Dieses Risiko gehe ich heute natürlich nicht mehr ein. Wenn ich merke, dass ich das Quantum, das ich ohne weiteres vertrage, schon überschritten habe, sodass mein Gleichgewichtssinn etwas gestört ist, steige ich herunter und trinke eben unten weiter. Besonders darüber schimpfen viele meiner Kunden, es stört sie, dass ich dann, statt weiterzuarbeiten, nur noch dasitze und eine Flasche Bier nach der anderen trinke. Ihnen wäre es am liebsten, wenn ich ihretwegen Kopf und Kragen riskieren würde, krepieren könnte ich, wenn es nach ihnen ginge, solche Arschlöcher sind das, aber nicht mit mir! Freilich stimmt es mich doch manchmal etwas nachdenklich, dass mir noch kein einziger Kunde, für den ich bisher gearbeitet habe, ein zweites Mal einen Auftrag gegeben hat, aber das liegt vermutlich daran, dass ich die Farbe so perfekt auftrage, dass sie ein Leben lang hält... Chef: Herr Kindler, ich habe Sie rufen lassen, weil ich Ihnen endlich einmal sagen wollte, was ich von Ihnen halte. Kindler: Sie machen mich neugierig, Herr Generaldirektor: Was halten Sie denn von mir? Chef: Nichts. Kindler: Das ist aber nicht besonders viel. Und wegen dieses einen Wortes haben Sie mich rufen lassen und halten mich von meiner Arbeit ab? Chef: Nein, nicht nur deswegen. Wissen Sie, warum ich Sie trotzdem noch nicht entlassen habe? Kindler: Keine Ahnung. Chef: Dann hören Sie mir jetzt genau zu: In jedem großen Betrieb - und unsere Firma ist glücklicherweise ein großer Betrieb - schleichen sich manchmal bei den Abrechnungen Fehler ein. Das ist natürlich unangenehm, besonders deshalb, weil es oft einer stundenlangen Suche bedarf, bis der Fehler gefunden ist. Nicht so bei uns. Wenn bei uns irgendeine Unstimmigkeit auftritt, so wissen wir sofort, wo die Fehlerquelle liegt. Die Fehlerquelle sind nämlich Sie, Herr Kindler, wir brauchen nur nachzusehen, welchen Teil der Arbeit Sie erledigt haben, und schon ist der Fehler gefunden. Dadurch ersparen wir uns viel kostbare Zeit, und Zeit ist, wie Sie wissen, Geld. Wenn Sie auch, offen gestanden, eine Niete sind, so kann man sich wenigstens darauf verlassen. Kindler: Wenn das so ist, dann verlange ich eine Gehaltserhöhung... Als der Bankier Gregor von Hampe eines Morgens frisch gewaschen, rasiert und gekämmt, mit einem Liedchen auf den fleischigen Lippen das Wohnzimmer seiner Luxusvilla betrat, war‘s um seine gute Laune geschehen. Er musste nämlich feststellen, dass in der Nacht Einbrecher seinem Haus einen Besuch abgestattet und einen Picasso, einen Monet und ein mit Schrauben gefülltes Präservativ von unschätzbarem Wert hatten mitgehen lassen. Sofort stürzte er aus dem Haus, bestieg seinen Mercedes und befahl dem Chauffeur, ihn zur Polizei zu bringen, wo er wenig später verschwitzt, doch gut gekleidet ankam. Der diensthabende Beamte kaute gerade an einer Schinkensemmel, als der Bankier die gute Stube betrat. „Morn“ nuschelte der Beamte mit prallgefüllten Backen. „Mit vollem Munde spricht man nicht“ belehrte ihn von Hampe, worauf der Beamte sich entschuldigte und respektvoll den Inhalt seines Mundes auf die Tischplatte spuckte. „Was kann ich für Sie tun?“ fragte er den Bankier zuvorkommend. „Mein Name ist Gregor von Hampe. Heute Nacht ist bei mir eingebrochen worden. “ „Und? Fehlt was?“ „Ja. Es ist furchtbar. Diese Verbrecher haben einen Picasso, einen Monet und ein ... ein wertvolles künstlerisches Objekt gestohlen.“ ‘ „Waren die gestohlenen Gegenstände Ihr Eigentum?“ „Ja, natürlich waren sie das. Hören Sie ‚ Sie müssen die Täter finden, egal, ob tot oder lebendig, Hauptsache, ich bekomme meine Bilder und ... mein künstlerisches Objekt zurück.“ „Was ich muss und was nicht, das haben nicht Sie zu bestimmen, sondern meine Vorgesetzten“ erklärte der Beamte streng: „Waren diese Kunstwerke alles, was Sie besaßen?“ „Nein, natürlich nicht, aber das spielt doch keine Rolle, oder?“ „Das zu beurteilen, überlassen Sie bitte mir. Wie groß ist Ihr Vermögen jetzt noch, ohne die Kunstgegenstände, Herr von Hampe?“ „Ich verstehe nicht, was meine Besitzverhältnisse mit dem Fall zu tun haben...“ „Mehr als Sie denken. Sie dürfen mir glauben, dass ich Ihnen diese Frage nicht aus privater Neugierde oder nur so zum Spaß stelle, sondern deshalb, weil Ihre offene Antwort uns die Ermittlungen in diesem Fall beträchtlich erleichtern würde. Also?“ „Na schön, mir ist zwar nach wie vor nicht klar, warum Sie das unbedingt wissen wollen, aber wenn es Ihnen weiterhilft, bitte: Unter Einbeziehung aller Sachwerte beläuft sich mein Vermögen - ohne die gestohlenen Kunstwerke - auf knapp drei Millionen Euro. Können wir jetzt endlich wieder zum Verbrechen zurückkehren? Deswegen bin ich schließlich hier.“ „Was heißt hier zum Verbrechen zurückkehren? Darüber sprechen wir doch gerade, Herr von Hampe. Einen Moment, ich notiere. Also drei Millionen, sagten Sie.“ „Ja, aber hier geht es doch nicht um meinen Besitz, sondern um die gestohlenen Kunstwerke!“ „Irrtum. Es geht um Ihr Eigentum.“ „Nun, das meine ich ja, es geht um die gestohlenen Kunstwerke, die mein Eigentum sind.“ „Sie verstehen mich scheinbar immer noch nicht. Die gestohlenen Kunstwerke sind für uns völlig nebensächlich, wichtig ist nur das, was Sie jetzt noch besitzen. Haben Sie denn heute noch keine Zeitung gelesen, Herr von Hampe?“ „Nein, ich bin noch nicht dazu gekommen, als ich merkte, dass die Bilder und das künstlerische Objekt fehlten, bin ich sofort hierher geeilt." „Ihr Pech.“ „Wie darf ich das verstehen?“ „Na, wenn Sie die Zeitung gelesen hätten, dann wüssten Sie, dass sich in der Nacht von gestern auf heute die Machtverhältnisse in unserem Land geändert haben. Eine Gruppe von Leuten, die sich Anarkomos nennen, hat durch einen Putsch die Regierung gestürzt, und diese Leute sind nun mal der Ansicht, dass Eigentum Diebstahl ist. Ich muss Sie wegen schweren Diebstahls verhaften, Herr von Hampe. Und wissen Sie was? Sie sollten den Einbrechern sogar noch dankbar sein, dass sie Sie heute Nacht etwas ärmer gemacht haben, denn sonst würde Ihre Strafe noch härter ausfallen...“ Monatstext März 2010 MEINE HEIMAT ist aus Papier. Eine andere habe ich nicht. Ich hätte gern eine und habe keine. Ich bleibe ein Fremder bin niemals ‘von hier’. Meine Heimat ist aus Papier. Eine andere habe ich nicht. Ich hätte gern eine und habe keine. Meine Heimat ist aus Papier. Weitere Texte unter Textarchiv
Zu Gelsominas Opfern zählen unter anderem ein Bischof, ein Pilot, ein Dressurpferd und ein Vampir. Erhältlich ist ‚Gelsomina’ zum Preis von 14 Euro plus Versandkosten entweder gleich bei mir kontakt@dietmarfuessel.com oder über mein Bestellformular oder aber im guten Buchhandel (ISBN 978-3-934785-42-7). Warum identifizieren Kinder sich mit Pippi Langstrumpf und nicht mit Thomas und Annika? Warum mit Michel aus Lönneberga und nicht mit Klein Ida? Warum mit Bart Simpson und nicht mit Lisa? Weil Kinder nun mal Anarchisten sind und daher auch eine große Schwäche für anarchistische, unangepasste Helden haben. Nichts gegen pädagogisch wertvolle Bücher, die Kindern Ängste nehmen oder sie zu erwünschten Verhaltensweisen animieren, aber ich wollte eine Geschichte schreiben, die ohne jede Botschaft auskommt, sondern den Kindern - und natürlich auch den vorlesenden Eltern - schlicht und einfach Spaß machen soll. Die Illustrationen stammen von Hilde Wallner aus Teisendorf. Liebe Grüße aus Ried im Innkreis dietmar fuessel Erster Stich >
Der
Presslufthammermann und die
Mondscheinsonate 2007
Der Mann, den
ich meine, arbeitet am
Presslufthammer. Er macht das
schon recht lange. Er ist es
gewohnt. Man kann den Lärm
spüren. Der Mann hält
so viel Kraft in den
Händen, dass seine Arme
zittern. Er hat einen Schutz auf
den Ohren. Der Lärm
stört ihn schon lange nicht
mehr. Aber er ist natürlich
froh, wenn er das Ding abstellen
und heimgehen kann. Heim. Er
besitzt eine kleine
Eigentumswohnung und er ist
mächtig stolz darauf. Er
hat lange dafür sparen
müssen. An der Tür
küsst er kurz seine Frau
zur Begrüßung, dann
schließt er sich, wie
jeden Tag, für eine Stunde
in einem Zimmer ein. Sie
lächelt. Er hört jetzt
klassische Musik, da will er
ganz ungestört sein, sie
respektiert das. Und wenn er
nach dieser Stunde herauskommt,
ist er so sanft, so
ausgeglichen, den ganzen
Lärm des Alltags hat er
hinter sich gelassen. Er
hört jetzt die
Mondscheinsonate von Beethoven
und gibt sich ganz den zarten
Tönen hin, die in so
großem Gegensatz zum
Gedröhne des
Presslufthammers stehen. Er wird
ruhig. Immer ruhiger. Es ist,
als ob er seine Arbeitskluft zum
zweiten Mal auszöge.
Das ist seine Stunde. Nein, so ist es nicht. Das Geräusch des Presslufthammers dringt durch, durchdringt den unzureichenden Ohrenschutz, der Lärm quält ihn, so lange, bis er ihn nicht mehr wahr nimmt. Aber dafür hämmert es im Unterbewusstsein weiter. Er ist schwerhörig geworden. Er kommt nach Hause und hört Beethoven. Er liebt Beethoven. Doch in die Musik mischt sich ein Stampfen und Dröhnen, das nun doch wieder aus dem Verborgenen hervor quillt, das gibt nicht Ruh und schlägt einen abscheulichen Takt zur Mondscheinsonate. Er dreht lauter, lauter, immer lauter, doch das Dröhnen bleibt und er weiß nicht, dass nun auch Schläge von Nachbars Fäusten an die dünnen Wände sind. Bis es an der Tür läutet und einer sich beschwert. Er entschuldigt sich, schaltet den Plattenspieler aus. Vorbei. Nichts von der Mondscheinsonate bleibt zurück, nur das Geräusch des Presslufthammers...Sag, Didi F., was soll das eigentlich? So ein Blödsinn! Leute, die am Presslufthammer arbeiten, hören keine klassische Musik!’ Nun ja, zugegeben, im allgemeinen nicht, aber warum sollte nicht dieser eine...Na schön. Ich gebe es zu. Ich habe diesen Mann erfunden. Es ist ja wahr. Das Ohr dieses Menschen ist kein feines Instrument mehr. Selbst wenn er dafür Interesse hätte, könnte er klassische Musik nicht mehr so wahrnehmen, wie wir das können. Er hat keinen ‚Sinn’ mehr dafür. Er hört Lärm, Lärm, alles ist so laut! Er aber hört es nur leise. Er hasst. Und weiß nicht, was. Er brüllt mit seiner Frau. Und merkt es nicht mal. Er liebt seine Frau noch. Er glaubt, normal zu sprechen. Sie hat bisher noch nie deswegen etwas zu ihm gesagt, sie möchte ihm nicht weh tun. Aber sie beginnt, ihn wegen seines Gebrülls zu hassen und sie weiß, dass sie eines Tages nicht mehr schweigen wird. Dann wird er wirklich schreien wie ein verwundetes Tier, er wird dann nicht zugeben wollen, dass sie recht hat, dass er Gehör geschädigt ist. Er wird nie mehr ein ‚Ich liebe dich’ flüstern. Er hat noch nie Musik von Beethoven gehört. Ab und zu im Radio die ersten Töne, dann dreht er ab oder sucht einen anderen Sender. Nach der Arbeit geht er mit den anderen Kollegen fort und sie sitzen in einem Gasthaus an grün gekachelten Tischen und trinken. Trinken viel. Sie alle haben dasselbe Leiden und auch die Hände zittern nach. Das kommt von der Gewalt, die sie damit festhielten. Das ist eine Gewalt, die aggressiv und stumpf zugleich macht. Und taub. Je mehr sie trinken, desto lauter sprechen sie, es schwillt an zu einem einzigen Schrei, sie hören nicht und werden nicht gehört und machen sich allesamt was vor. Und die Leute an den anderen Tischen drehen sich verärgert nach ihnen um und denken: ‚Proleten’.Währenddessen erfreuen meine Freundin und ich uns an der Schönheit der Mondscheinsonate. Schöne Umwelt
2007
Mutter Natur, ich
preise dich und deine
Schönheit. An deinem Busen
fühle ich mich fast
so wohl wie an einem
echten, dir habe ich es
zu verdanken, dass es
mich überhaupt
gibt. Ein großes
Loblied singe ich dir
und bedanke mich bei dir
für deine Gaben mit
kleinen Gegengeschenken:
Mit leeren
Blechbüchsen,
zerbrochenen
Bierflaschen,
Plastiksäcken,
giftigen Abwässern
und meinem alten
Kühlschrank. Du
hast die Rohstoffe
für die Herstellung
all dieser Dinge
geliefert, da ist es
doch nur recht und
billig, dass du auch
einen Anteil an den
fertigen Produkten
erhältst, nicht
wahr? Oh Wald, sag,
warum bist du denn so
sauer? Freust du dich
denn gar nicht
darüber, dass mit
deinem Schwinden auch
die Häufigkeit von
Waldbränden
abnimmt? Das ist doch
immerhin ein
begrüßenswerter
Fortschritt! Und, sei
getröstet, Wald:
Auch wenn du, ermordet
von giftigem regen,
sterben musst, so gibt
es doch nur wenige, die
abstreiten, dass dir ein
Unrecht geschehen ist,
du stirbst also als
Märtyrer und ich
werde dir daher nach
deinem Tod ein Denkmal
setzen - eines aus
Plastik natürlich.
Ruhiger Bach, ich liebe
dich! Doch wie klein ist
meine Liebe zu dir,
verglichen mit der Liebe
jener, denen die
Fabriken gehören,
die dein Ufer
säumen. Oh ja, sie
lieben dich wirklich,
denn gäbe es dich
nicht, so wüssten
sie nicht, wie sie sich
der giftigen
Abwässer, die in so
einer Fabrik nun mal
anfallen, kostensparend
entledigen könnten.
Oh ihr Pflanzen, ihr
schönen,
schönen Pflanzen!
Ihr braucht Stickstoff zum Atmen, so wie ich Sauerstoff dazu brauche. Seid doch nicht so undankbar dafür, dass ich der Luft ein wenig Blei, Teer, Cadmium und ähnliche Nettigkeiten zufüge. Glaubt mir: Stickstoff ohne Cadmium, Blei, Teer und ähnliche Nettigkeiten schmeckt wie eine Suppe ohne Salz. Freilich werden euch diese Genüsse vielleicht nicht auf Anhieb munden, aber, glaubt mir: Ihr werdet euch schon daran gewöhnen, und wenn nicht - tja, euer Pech. Oh Meer, du Ursprung des Lebens! Es gibt Wissenschaftler, die behaupten, dass du eines Tages der mit Abstand größte Nahrungsmittellieferant der Menschheit sein wirst. Vielleicht stimmt das sogar, doch bis dahin werde ich dich als Mülldeponie verwenden. Du sollst schließlich nicht das Gefühl haben, nutzlos zu sein. Oh Mutter Natur, es heißt, dass ich mich selbst zerstöre, wenn ich dich zerstöre. Aber, was soll's: Sterben muss jeder irgendwann einmal. Also geh gefälligst du mit gutem Beispiel voran. Füssel Inhalt Der
Würger 2007
Chefinspektor
Rohl galt als
umgänglicher
Mann, doch
wenn er etwas
hasste, so
waren das
unfähige
Beamte,
unzuverlässige
Zeugen, milde
Richter,
Verteidiger,
Briefträger,
Zahnärzte,
Tiere, Frauen,
Kinder,
Jugendliche,
Erwachsene,
verstümmelte
Leichen und
Verbrecher. Er war
der Boss der
Polizeidienststelle
des 10.
Bezirks, in
dem Ruhe und
Ordnung
herrschten.
Chefinspektor
Rohl war zu
Recht stolz
darauf, dass
sein Bezirk
als der
sicherste weit
und breit
galt, und wenn
eine nackte
Jungfrau
versucht
hätte,
den Bezirk mit
einem
Goldklumpen
auf dem Kopf
zu
durchqueren,
so wäre
sie
selbstverständlich
binnen
kürzester
Zeit
geschändet
und beraubt
worden, so wie
überall
auf der Welt,
aber im
Anschluss
daran
wäre sie
wenigstens
wegen eines
groben
Verstoßes
gegen Sitte
und Moral
hinter Schloss
und Riegel
gelandet. Kurz und
gut: Hier, im
10. Bezirk,
war die Welt
noch heil und
das Leben noch
lebenswert. Nur
einer
störte
den Frieden,
und das sogar
empfindlich,
nämlich
ein
Würger,
der am
helllichten
Tag auf
offener
Straße
Frauen zu
vergewaltigen
und
anschließend
zu erdrosseln
pflegte, was
dem
tüchtigen
Chefinspektor
natürlich
absolut nicht
in den Kram
passte. Deshalb
ließ er
eines Tages
seine beiden
Unterbullen
Kraus und
Obermüller
zu sich rufen
und sprach zu
ihnen wie
folgt: „Ihr
werdet euch
sicher schon
denken
können,
worum es geht,
sofern ihr
zwei
Holzköpfe
überhaupt
denken
könnt. Es
geht
natürlich
um den
Würger.
Die Medien
haben uns
seinetwegen
scharf
kritisiert,
und auch der
Polizeipräsident
ist derzeit
alles andere
als zufrieden
mit uns, erst
gestern habe
ich ein
ziemlich
grobes E-Mail
von ihm
bekommen.“
„Was ist denn ein E-Mail?“ fragte Kraus: „Kann man das essen?“ „Wie viel kostet denn das Kilo?“ erkundigte sich Obermüller. Chefinspektor Rohl seufzte tief. Mit solchen Untergebenen war es alles andere als einfach, die immer mehr um sich greifende organisierte Kriminalität wirkungsvoll zu bekämpfen. Aber andere hatte er eben nicht. Also fuhr er, ohne eine der drei Fragen zu beantworten, fort: „Jedenfalls kann es so nicht weitergehen. Daher erwarte ich von euch, dass ihr diesen verdammten Würger unverzüglich verhaftet und hierher bringt.“ „Nichts leichter als das, Boss“ sagte Kraus: „Sollen wir einen Türken verhaften oder lieber einen Neger? „Weder - noch“ antwortete Rohl: „Diesmal muss es leider unbedingt der echte Täter sein. Sonst noch Fragen?“ „Ich hätte da schon noch eine Frage“ sagte Obermüller: „Aber ich weiß nicht, ob das jetzt der richtige Zeitpunkt dafür ist.“ „Fragen Sie.“ „Wo kommen denn eigentlich die kleinen Kinder her?“ „Hinaus!“ brüllte Rohl: „Aus meinen Augen! Hinaus!“ Etwa fünfzehn Sekunden später verließen Kraus und Obermüller die Polizeidienststelle, um ihre Pflicht zu tun. Sie hatten Glück, denn schon nach kurzer Zeit entdeckten sie den Würger, der sich gerade anschickte, eine Frau zu vergewaltigen, die sich nicht einmal wehren konnte, da sie in jeder Hand eine schwere Einkaufstasche trug. „Stehenbleiben! Polizei!“ befahl Kraus. Der Würger aber ergriff, statt zu gehorchen, die Flucht, lief dabei allerdings direkt in die Arme der beiden Beamten Huber und Kredlicek vom Nachbarbezirk. Dies gefiel weder Kraus noch Obermüller, und so forderten sie ihre Kollegen auf, den Mann herauszugeben. „Kommt nicht in Frage“ war die Antwort: „Wir haben ihn festgenommen, also behalten wir ihn auch.“ „Aber wir haben ihn aufgespürt. Also gehört er uns. Gebt ihn sofort her.“ „In unserem Bezirk hat er genauso viele Lustmorde begangen wie in eurem. Und außerdem: Wem gehört ein Fisch: Dem, der ihn aufscheucht oder dem, der ihn an Land zieht? Na also.“ „Blödes Gerede! Dieser Mann ist doch kein Fisch! Und weil er gerade in unserem Bezirk an der Arbeit war, sind natürlich auch wir für seine Verhaftung zuständig.“ „Oh nein. Die Belobigung steht uns zu!“ „Nein, uns!“ „Nein, uns!“ Inzwischen hatten sich einige Schaulustige um sie herum angesammelt, die interessiert die Kontroverse verfolgten. Mancher von ihnen steuerte auch einen Ratschlag bei, wie man die Angelegenheit gerecht lösen könnte. „Gebt ihn uns. Wir lynchen ihn, und ihr seid das Problem los“ schlug einer vor. Ein anderer: „Werft doch eine Münze.“ Ein weiterer: „Die Frau soll entscheiden.“ Und ein vierter: „Ach was. Es geht um den Würger, also soll der Würger entscheiden.“ Der letzte Vorschlag wurde von beiden streitenden Parteien gutgeheißen. „Es fällt mir keineswegs leicht, mich zu entscheiden“ stellte der Würger fest: „Was mich erwartet, ist nur zu klar: Ich werden den Rest meines Lebens hinter Kerkermauern verbringen müssen, an einem finsteren Ort, an dem es nur Männer gibt. Deshalb würde ich gern, bevor ich eingesperrt werde, noch eine allerletzte Frau vergewaltigen und erdrosseln. Also werde ich mich für jene Partei entscheiden, die mir das ermöglicht.“ Kraus reagierte blitzschnell, packte die ihm am nächsten stehende Frau und rief: „Da, Würger! Nimm diese!“ „Du, Charly, ich glaube, so geht das nicht“ ermahnte ihn sein Kollege Obermüller. „Und warum nicht?“ „Wir können doch nicht zulassen, dass hier vor unseren Augen erst eine Vergewaltigung und dann sogar noch ein Mord passiert. Es gibt zu viele Zeugen, und wenn nur ein einziger von ihnen nicht dichthält, sind wir die längste Zeit Polizisten gewesen.“ „Das ist wahr“ murmelte Kraus verlegen und ließ die Frau los. „Na schön“ sagte der Würger: „Da offenbar keiner von euch auf meinen salomonischen Vorschlag eingehen will, sehe ich eigentlich nur noch eine Lösung: Ihr lasst mich noch einmal ganz kurz frei und gebt mir einen Vorsprung von - sagen wir, von zehn Sekunden, und wer mich dann als erster einholt, der darf mich verhaften. Einverstanden?“ „Kommt gar nicht in Frage!“ rief Obermüller: „Wir haben ja gesehen, dass du ein ausgezeichneter Läufer bist, also würdest du uns möglicherweise entkommen. Nein, so nicht!“ „Na gut, dann habe ich noch eine andere Idee“ erklärte der Würger: „Dieses Haus dort drüben hat doch sicher einen Keller. Ich werde mich also in diesem Keller verstecken, während ihr oben auf der Treppe wartet, bis ihr bis 100 gezählt habt, und wer mich dann findet, der darf mich verhaften. O.K.?“ Die vier Bullen überlegten kurz, dann stimmten sie zu. Wenig später stieg der Würger also die Kellertreppe hinab, während die Polizeibeamten zu zählen begannen: „Eins...zwei...drei...vier...“ Als sie allerdings endlich bei 100 angelangt waren und in den Keller stürmten, fehlte vom Würger jede Spur. Ganz offensichtlich war er durch ein Kellerfenster entkommen - eine Möglichkeit, an die die Beamten leider nicht gedacht hatten. „Schade“ sagte Kredlicek. „Na, dann eben ein andermal“ sagte Huber. „Jetzt sitzen wir aber ganz schön in der Scheiße“ bemerkte Kraus. „Was wohl unser Boss dazu sagen wird?“ fragte Obermüller. Etwa eine halbe Stunde später kannte er die Antwort auf diese Frage. Aber eigentlich wäre es ihm bedeutend lieber gewesen, wenn Chefinspektor Rohl ihm statt dessen verraten hätte, wo die kleinen Kinder herkommen. Die
Fahrkarte 2007
Ich saß
auf einer
Reise nach
Wien allein im
Zugabteil, als
der Schaffner
eintrat und
meine
Fahrkarte zu
sehen
wünschte. Ich
erfüllte
ihm diesen
Wunsch und
überreichte
ihm mein
Ticket. Er
aber nahm es
und warf es
zum Fenster
hinaus. „Fahrkarten,
bitte“
sagte er
wiederum. „Ich
habe Ihnen
meine
Fahrkarte
bereits
gegeben, und
Sie haben sie
zum Fenster
rausgeworfen!“
rief
ich
empört. Er aber
erwiderte: „Unsinn.
Ich habe Ihre
Karte noch
nicht gesehen
und ihre
Behauptung ist
absurd. Oder
haben Sie
schon jemals
davon
gehört,
dass ein
Schaffner
Fahrkarten aus
dem Zug wirft?
Niemals! warum
sollte ich es
also tun?“ „Das
weiß ich
nicht, aber
Sie haben es
getan!“ „Dafür
gibt es keine
Zeugen und ich
denke doch,
dass man Ihnen
Ihre
Geschichte
kaum abnehmen
wird.
Lösen Sie
also sofort
eine Karte
nach,
andernfalls
sehe ich mich
gezwungen, Sie
anzuzeigen.“ „Ich
bin ein armer
Mensch“
stöhnte
ich: „Ich
habe kein Geld
für eine
zweite Karte!
Ich flehe Sie
an: Lassen Sie
mich bitte
laufen. Ich
werde den Zug
auch in der
nächsten
Station
verlassen!“ Er
schüttelte
nur den Kopf. „Pflicht
ist Pflicht“
murmelte er: „Und
ich werde
keinen
Zentimeter
davon
abweichen.“ „Aber
ich hatte doch
eine Karte!
Ich bin kein
blinder
Passagier! Sie
haben doch
eigenhändig
meine
Fahrkarte aus
dem Zug
geworfen!“ Er
lächelte: „Daran
kann ich mich
nicht
erinnern.
Außerdem
würde ich
so etwas nie
tun, so was
tut ein
Schaffner
nicht,
dafür
wird er nicht
bezahlt.“ „Aber
Sie! Sie haben
es getan!“ „Lassen
Sie
das blöde
Herumgerede,
es fühlt
zu nichts“
brummte er
ungeduldig: „Was
ist:
Können
Sie bezahlen
oder nicht?“ „Nein.
Unmöglich.
Ich
habe
alles Geld,
das ich
besaß,
für den
Erwerb der
ersten
Fahrkarte
ausgegeben.“ „Tja,
Freundchen,
das ist bitter
für dich.
Die Polizei
wird sich
freuen.“ All
meinen
weiteren
Einwänden
schenkte er
kein
Gehör. In
Wien
angekommen
wurde ich
verhaftet und
in eine
kleine, enge
Zelle
gebracht. Eine
Woche
später
fand die
Gerichtsverhandlung
statt. Da ich
wusste, dass
mir niemand
die Wahrheit
glauben
würde,
behauptete
ich, die Karte
wäre mir
durch einen
jähen
Windstoß
aus der Hand
gerissen
worden, doch
auch diese
Version
stieß
auf sehr
große
Skepsis. So
wurde ich zum
Tode durch den
Strang
verurteilt. Am
Morgen meiner
Hinrichtung
besuchte mich
noch ein
Geistlicher in
der Zelle. Er
meine, meine
Chancen, doch
noch Gnade vor
Gott zu
finden,
würden
sich erheblich
verbessern,
wenn ich nun
doch noch ein
volles
Geständnis
meiner Schuld
ablegen
würde. Ich
aber blieb
stur bei
meiner
Behauptung,
dass ich
unschuldig
wäre und
erzählte
dem Priester
den wahren
Sachverhalt,
den ich
während
der
Verhandlung
verschwiegen
hatte.
Er glaubte mir nicht und versprach mir, dass ich für diese freche Lüge im Angesicht des Todes sicher zu ewigen Höllenqualen verurteilt werden würde. Die Wachen kamen und schleppten mich zum Hinrichtungsplatz - ins Ernst - Happel - Stadion, das bis zum letzten Sitz ausverkauft war. Ich sollte in der Halbzeit eines wichtigen Europacup - Treffens hingerichtet werden. Kurz nach dem Halbzeitpfiff des Unparteiischen - Austria führte übrigens 1:0 - wurde ich unter dem wohlwollenden Beifall des Publikums zu dem eiligst in der Mitte des Spielfeldes errichteten Galgen geführt. Schon hatte mir der Henker die Schlinge um den Hals gelegt und mich gebeten, gut von ihm im Jenseits zu sprechen, als etwas völlig Unerwartetes geschah: Eine weiße Taube schwebte vom Himmel herab, flog in schönen Kreisen tiefer und immer tiefer und ließ sich endlich auf meiner Schulter nieder. Im Schnabel aber trug sie - eine Fahrkarte! „Die Fahrkarte! Meine Fahrkarte! Der Beweis meiner Unschuld!“ schrie ich: „Nehmt sie der Taube ab, schnell!“ Mit einem blitzartig ausgeführten Griff entriss der Henker dem Vogel die Karte, blickte kurz darauf und überreichte sie dann dem Richter zur Begutachtung. „Du hast Pech“ sagte der Henker. Damit hatte er recht, denn es handelte sich um eine Fahrkarte nach Bregenz, während ich ja auf der Fahrt nach Wien verhaftet worden war. „Bringen wir es hinter uns“ sagte der Henker und ich nickte betrübt. Er legte mir eine Augenbinde um, löste die Falltür unter mir und ich hauchte rasch mein bisschen Leben aus. Aus diesem Grunde ist es mir, wie jeder einsehen wird, bedauerlicherweise nicht möglich, das Endresultat des Spieles hier anzugeben. Die
Lebenspille 2007
Es war
spät in
der Nacht, als
der Chemiker
Dr. Carl
Calder sein
Labor
verließ.
Er war
müde,
doch unendlich
glücklich,
denn
nun hatten
seine
jahrelangen
Forschungen
endlich
Früchte
getragen: Er
hatte eine
Pille
entwickelt,
die die Zellen
desjenigen,
der sie
einnahm,
über
einen Zeitraum
von etwa zehn
Jahren nicht
altern
ließ.
Wenn also
jemand alle
zehn Jahre
diese Pille
einnahm, so
war er
unsterblich,
sofern er
nicht durch
einen Unfall
ums Leben kam. Zuerst
hatte der
Chemiker
versucht, eine
Pille mit
unbegrenzter
Wirkung
herzustellen,
doch hatte er
bald
festgestellt,
dass eine so
hohe Dosis
für den
Menschen
unverträglich
war.
Immerhin:
Seine
Erfindung war
auf alle
Fälle
eine der
bedeutendsten
in der
Geschichte der
Menschheit. Am
nächsten
Morgen, als
jenes
Glücksgefühl
wieder
verflogen war,
gewann er
seine
nüchterne
Logik wieder
zurück
und begann
sich Gedanken
über die
Anwendung
seiner Pille
zu machen. Sollte
die
Lebenspille
allen Menschen
zur
Verfügung
gestellt
werden? Nein.
Das war kaum
möglich.
Das Problem
der
Überbevölkerung
war bereits
groß
genug. Alle
Menschen
unsterblich zu
machen
würden
den
vollkommenen
Zusammenbruch
der Versorgung
mit sich
bringen, die
Menschen
müssten
dann entweder
verhungern
oder zum
Kannibalismus
zurückkehren.
Damit
hätte
also die gute
Erfindung
Schlechtes
bewirkt. Eine
Möglichkeit
bestünde
darin, die
Menschen vor
die Wahl zu
stellen:
Sterilisation
und ewiges
Leben - oder
Kinder und
früher
Tod. Dieser
Plan schien
ihm barbarisch
zu sein. Was,
wenn einer,
der sich
früher
für die
Pille
entschlossen
hatte,
plötzlich
gern auf
ewiges Leben
verzichten
würde,
wenn er
dafür
Kinder haben
könnte?
Dieser Mensch
wäre dann
Tod
unglücklich,
und schuld
daran
wäre die
Pille. So
schloss er
auch diese
Möglichkeit
aus. Sollte
er also die
Erfindung
umsonst
gemacht haben?
Sollte sich
nun keine
Anwendungsmöglichkeit
für sie
finden? Dann
endlich kam
ihm die Idee: Jedes
Jahr wollte er
100
Lebenspillen
an Menschen
verteilen, die
seiner Ansicht
nach die
positivsten
Leistungen
für die
Menschheit
erbracht
hatten.
Dadurch, dass
jene
wertvollen
Menschen
länger
lebten,
würde die
Welt besser
werden.In seine
erste Liste
nahm er
besonders
viele
Wissenschaftler
auf, was aber
nicht allzu
verwunderlich
war, da er
selbst nicht
Wissenschaftler
geworden
wäre,
hätte er
nicht gerade
von diesem
Berufsstand
besonders viel
gehalten.Auch die
Namen der
Künstler,
deren Werke
ihm am meisten
zusagten, trug
er in die
Liste ein und
dann noch
einige, die
sich im Kampf
für den
Frieden oder
gegen die
Armut verdient
gemacht
hatten. Sein
eigener Name
stand
natürlich
auch auf der
Liste, denn er
musste ja
weiterleben,
um die
korrekte
Verwendung der
Erfindung
überwachen
zu
können.
Einem anderen
wollte er die
Formel nicht
anvertrauen,
um die
Möglichkeit
eines
Missbrauchs
auszuschließen.
Allerdings gab
er keinem
seiner
Familienmitglieder
die Pille, was
sicherlich
deutlich
zeigte, wie
konsequent er
seinen
Entschluss,
nur den
hundert
wertvollsten
Menschen
jährlich
die Pille zu
geben,
einhielt. Seine
Anverwandten
waren darob
aber sehr
erbost und
Frau und
Kinder
verließen
den
Wissenschaftler.
Das stimmte
ihn traurig,
doch er
wusste, dass
die sinnvolle
Anwendung
seiner
Erfindung
Vorrang
gegenüber
persönlichen
Gefühlen
hatte. Dann
machte er
öffentlich
bekannt, dass
er die
Lebenspille
entdeckt hatte
und
veröffentlichte
gleichzeitig
die Liste
derer, denen
er die Pille
im ersten Jahr
geben wollte.
Nur zwei der Auserwählten lehnten ab. Für sie kamen Ersatzleute zum Zug. Und schon hagelte es Proteste auf den armen Chemiker ein. Zuerst meldete sich die Frauenliga und nannte Dr. Calder einen Patriarchen, weil er nur fünfzehn Frauen in die Liste aufgenommen hatte und darunter nicht einmal die Vorsitzende der Weltfrauenkonferenz. Der Wissenschaftler antwortete höflich und bat die Frauenliga, ihm für das nächste Jahr eine Vorschlagsliste zu übersenden, selbstverständlich versehen mit genauen Angaben über die Verdienste der Kandidatinnen. Besonders viele Beschwerdebriefe erhielt er auch von prominenten Politikern, die sich darüber beklagten, dass auf der Liste nur ein einziger von ihnen aufschien. Dr. Calder antwortete, dass er eben nicht mehr Politiker kenne, die sich wirklich um die Menschheit und den Frieden verdient gemacht hätten und bat um eine Vorschlagsliste. Daraufhin erhielt er von Tausenden von Politikern Briefe, in denen sie sich rühmten, mehr für die Menschheit getan zu haben als Gott selbst. Auch der Vatikan beschwerte sich darüber, dass Dr. Calder den Papst nicht auf die Liste gesetzt hatte. Sollte er dieses Versäumnis nicht auf der nächsten Liste nachholen, so sähe sich die Heilige Katholische Kirche gezwungen, ihn zu exkommunizieren.Die Antwort des Chemikers war kurz: „Solange die Kirche ihre Macht dazu benutzt, um Drohungen auszustoßen, wird auch ihr Oberhaupt nicht auf meiner Liste aufscheinen. Erst dann, wenn die Kirche all ihre Kraft dafür einsetzt, für die Nächstenliebe zu wirken, werde ich mit Freuden die Lebenspille an ihre höchsten Würdenträger vergeben.“ Er wurde exkommuniziert. Wenig später starb der alte Papst und der neue nahm ihn wieder auf, in der Hoffnung, dafür die Pille zu erhalten. Als er sich aber in der Hoffnung getäuscht sah, schloss er Dr. Calder gleich wieder aus. Dr. Calder wurde mit Post regelrecht überflutet. Täglich kamen weit über 1.000 Briefe und Dr. Calder musste eine Sekretärin einstellen, da er die Post nicht mehr allein bewältigen konnte. Dann wurde ihm der Vorschlag unterbreitet, dass nicht mehr er selbst, sondern eine Kommission über die Vergabe der Pille entscheiden sollte. Er lehnte den Vorschlag ab, bat aber, dass diese Kommission ihm jährlich eine Vorschlagsliste vorlegen sollte. Es kamen auch Briefe von Familienangehörigen unheilbar Kranker, die den Wissenschaftler anflehten, ihrem Verwandten doch die Pille zu geben, um sein Kleben wenigstens noch um zehn Jahre zu verlängern. Das rührte den Wissenschaftler so sehr, dass er beschloss, fünf der 100 Plätze für solche Fälle zu verwenden. Nach Veröffentlichung der zweiten Liste erreichten ihn viele bittere Briefe, etwa dieses Inhalts: „Unser Vater muss sterben, weil Sie ihm nicht geholfen haben! Denken Sie, dass wir weniger leiden als jene fünf, die Sie ausgewählt haben? Sie sind der Teufel in Menschengestalt!“ So etwas stimmte ihn traurig. Auch die Frauenliga schrieb erbost, er wolle sie wohl verhöhnen, denn auch diesmal hatten nur 20 Frauen die Lebenspille erhalten, während die Liga eine Frauenquote von 50 Prozent forderte. Der Wissenschaftler antwortete: „Sie können mich nicht dafür verantwortlich machen, dass es Frauen immer noch schwerer gemacht wird, wahrhaft Großes zu erreichen, doch ich beurteile nun einmal nicht Fähigkeiten, sondern nur tatsächlich Geleistetes.“ Nach zehn Jahren freute er sich, dass er nur 62 von denen, die auf der ersten Liste gewesen waren, wieder die Pille zu geben brauchte, denn das bedeutete, dass in dieser Zeit viele neue Leute mit ihren Leistungen mehr für die Menschen bewirkt hatten als ein guter Teil der Leute der ersten Liste. Allzu lange währte seine Freude allerdings nicht, denn einer der Zurückgesetzten war darüber dermaßen erbost, dass er den Wissenschaftler erschoss. Damit gab es keine Lebenspille mehr, und da so bald kein Chemiker mit ähnlichen Fähigkeiten geboren werden wird, wie sie Dr. Calder besaß, wird es wohl Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte bis zu ihrer Wiedererfindung dauern. Vielleicht ist das auch ganz gut so.
Ich sitze auf
einem Podium
und lese
aus meinem
neuesten
Gedichtband. Plötzlich
trifft
eine überreife Tomate mich an der
linken Schulter."Darf ich fragen, was
das soll?" frage ich ärgerlich. Fast
im selben Moment zerplatzt eine Tomate
mitten auf meiner Stirn. Ich
schließe
die
Augen,
um
keinen
Tomatensaft
hineinzubekommen
und während ich ein
Taschentuch aus dem Hosensack hole, um
mir damit das Gesicht zu säubern,
werde ich von zwölf weiteren
Wurfgeschossen getroffen, von denen
mindestens drei rohe, verfaulte Eier
sind.
Und dann ist der Spuk zu
Ende. Offenbar ist
ihnen die Munition ausgegangen.
Ich wische mir
notdürftig mit dem Taschentuch
das Gesicht ab und öffne
wieder
meine
Augen.
Erwartungsvoll blickt das
Publikum mich an. "Ich
danke Ihnen für Ihre
Aufmerksamkeit" sage ich:
"Abschließend möchte
ich noch darauf hinweisen, dass Sie
meinen neuen Gedichtband drüben
am Büchertisch auch käuflich
erwerben könnenr Er kostet 16
Euro. "Und ich bin
selbstverständlich gerne bereit,
ihn auch zu signieren."
Aber natürlich kauft
an diesem Abend kein einziger ein
Buch, und kein einziger bittet mich um
eine Signatur. Statt
dessen hält der Veranstalter mir
Schaufel und Bartwisch hin. "Was soll
ich denn damit?" frage ich ihn. "Blöde
Frage" antwortet er: "Sie haben mit
Ihren Texten diese Sauerei
verschuldet, also putzen Sie sie
gefälligst auch wieder
weg." "Also gut"
seufze ich und mache mich an die
Arbeit. Manchmal hat
man es wirklich nicht leicht als
Künstler. Und
doch würde ich mit keinem
Menschen tauschen wollen, und soll ich
Ihnen
verraten,
warum?
Weil ich offenbar ein
Masochist bin.
Lieber Bruno, stell Dir vor, es gibt schon wieder ein neues Buch von mir! Wie Du siehst, bin ich wirklich fleißig. Vor allem aber gelingt es mir in letzter Zeit immer besser, für das, was ich schreibe, auch Verlage zu finden. Und das genieße ich wirklich sehr! Die Idee zu meinem neuen Buch verdanke ich Wim Wenders beeindruckender Dokumentation ‚Buena Vista Social Club’, in deren Mittelpunkt einige zu Unrecht vergessene kubanische Musiker standen. Dieser Film weckte in mir nämlich den Wunsch, die stolze, seelentiefe, über alle Grenzen und Gesetze erhabene Leidenschaftlichkeit lateinamerikanischer Liebeslieder in deutschsprachigen Liebesliedern nicht bloß nachzuahmen, sondern wahrhaft nachzuempfinden. Bis zur Erfüllung dieses Wunsches war es freilich ein sehr, sehr weiter Weg, der mich bis nach Kuba führte. Dieser Reise, die ich gemeinsam mit meiner geliebten ‚brujita’ Mony unternahm, verdanke ich die entscheidenden Eindrücke, die es mir ermöglichten, den Zugang zu meiner eigenen ‚lateinamerikanischen’ Emotionalität zu finden, sodass ich nach unserer Rückkehr mit der Niederschrift der Gedichte beginnen konnte. Was dabei herausgekommen ist, sind Gedichte über Liebe und Hass, Kummer und Abschied, unvernünftige, tabulose Gedichte über das beglückende und gefährliche, segensreiche und zerstörerische, hundertmal verfluchte und tausendmal gepriesene Feuer in unseren Adern, das sich Leidenschaft nennt. (‚Leidenschaft - Lateinamerikanische Liebesgedichte’, 2010, Liliom Verlag, 96 Seiten, Preis: 18 Euro plus Versand) LOB DER
EIFERSUCHT
‚Leidenschaft -
Lateinamerikanische Liebesgedichte’
ist ohne Zweifel mein schönstes
Buch, was nicht zuletzt Monys Cover
und den Illustrationen von Elisabeth
Bernauer zu verdanken ist. Bestellen
kannst Du das Buch zum Preis von 18
Euro + Versand entweder direkt per
Mail oder auch über das
Bestellformular auf meiner Du solltest meine Eifersucht nicht tadeln, sondern preisen: Auch wenn sie dir lästig fällt gereicht sie dir doch zum Vorteil: Sie wird dich davor bewahren dich fremden Körpern auszuliefern verdorbenen, kranken Körpern die auch den deinen verderben. Lobe darum meine Eifersucht! Sie wird dich davor bewahren dass treulose, lüsterne Blicke zu treulosen, lüsternen Taten werden. Sie wird dich davor bewahren, mich, die dich liebt, zu verlieren die einzige Frau, die dich wirklich liebt obwohl du es nicht verdienst. Lobe darum meine Eifersucht! Sie wird dich davor bewahren als geiler Bock, der du bist - du siehst, du bist durchschaut: Du würdest doch alles bespringen, was nicht bei drei am Baum ist - mich, die dich liebt, zu verlieren und es bis zum Tod zu bereuen. ![]() Liebe Grüße Dietmar P.S: Am Dienstag, den 22. Februar um 20 Uhr stelle ich mein Buch im KIK (Kulturverein KUNST IM KELLER) in Ried vor - mit zahlreichen Musikbeispielen, frischen Mojitos und dem kubanischen Nationalgericht ‚Ropa Vieja’. Und natürlich wäre es ein echtes Versäumnis, leidenschaftliche Liebesgedichte vorzutragen, ohne dass es im Anschluss daran auch noch die Möglichkeit gäbe, zu lateinamerikanischer Musik zu tanzen und dadurch etwas karibisches Feuer in die Kälte des Rieder Winters zu bringen.
Lieber Bruno, es ist mir
ein Fest, Dir nur acht Monate nach
meinem letzten Buch ‚Gelsomina -
eine Mückengeschichte in
sieben Stichen’ schon wieder ein
neues vorstellen zu können.
Diesmal
handelt es sich freilich nicht um
ein Kinderbuch, sondern um einen
satirischen Roman mit dem Titel
‚Diesseits von Eden’, in dessen
Mittelpunkt die Abenteuer eines
erfolglosen Schriftstellers in
einem ziemlich rätselhaften
Stadtstaat stehen.
Und
damit Du jetzt nicht
womöglich auf die Idee
kommst, dass dieser Roman
autobiographisch sein könnte
- was mir ganz und gar nicht
gefallen würde!!! - folgt nun
eine
Kurzbeschreibung Hans
Pribil ist ein erfolgloser, vom
Leben enttäuschter
Schriftsteller aus Wien.
Eines Tages nun wird er
völlig überraschend dazu
eingeladen, das Amt des
Stadtschreibers von Eden zu
übernehmen.
Dieses ‚Eden’ ist ein irgendwo im Waldviertel gelegener Stadtstaat, der sich im Jahr 1925 von der Republik Österreich losgesagt hat, um innerhalb seiner Grenzen den alten Menschheitstraum vom idealen Staat zu verwirklichen. Seit damals hat kein einziger Ausländer Eden mehr betreten. Aus diesem Grund nimmt Pribil die Einladung hoch erfreut an, weil er sich von seinem Bericht über den mysteriösen Kleinstaat den lang ersehnten literarischen Durchbruch erhofft. Was er nicht ahnt, ist, dass die Edener Staatsführung gar nicht daran denkt, ihn jemals wieder ausreisen zu lassen... (Diesseits von Eden, satirischer Roman, 2009, Edition Atelier, 128 Seiten. Preis: 14,50 Euro) Bestellen kannst Du das Buch entweder direkt per Mail oder auch über das Formular auf meiner . Dort findest Du
auch Informationen über meine
anderen noch lieferbaren
Bücher. Liebe
Grüße Dietmar
Füssel Inhalt
0000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000
im
öffentlichem
Raum, 6 Wochen
unbedingt für "Helmut
Seethaler",
das Wiener Gesicht
der Kulturnation
Österreich.
2012-05-05"Muss Seethaler ins Gefängnis? Das bekannt seriöse Blatt "Österreich"berichtete kuerzlich von einem Prozess gegen den Zetteldichter Helmut Seethaler. Dieser sei, nachdem ihm in einer U-Bahn-Station Passanten einige seiner Zettel heruntergerissen haetten, zur Stationsvorstehung gegangen, habe aus Wut dort eine Scheibe zerschlagen und auch noch einen Feueralarm ausgelöst. Dies ist die amtliche Version. Seethalers Schilderung klingt anders: Erstens wären diese "Passanten" Mitarbeiter der Wiener Linien gewesen und zweitens habe er keine Scheibe eingeschlagen. Lediglich habe sich eine Schraube der Befestigung der Scheibe gelöst, als er sich gegen diese gelehnt hätte. Diese Version glaubte das Gericht natürlich nicht und in "Österreich" ist davon auch nichts zu lesen. In erster Instanz wurde Seethaler so zu 6 Wochen Haft verurteilt. Da er noch ein bedingtes Urteil ausstehend hatte, dass er wegen Bemalens des Gehsteigs vor dem Museumsquartier ausgefasst hatte, wurde die neue Strafe ohne Bewährung ausgesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, sollte die Berufung scheitern, müsste Seethaler tatsächlich ins Gefängnis. akin.mediaweb" Wiener Umgang mit Obdachlosen
2012-02-02/1v2 - Anmerkung: Bei Wehrlosen und Hilfsbedürftigen fühlen sich geistig Unterentwickelte immer besonders stark. Hier werden Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit wach. Wenn bei Minusgraden Obdachlose polizeilich gedemütigt und, von wo auch immer, in die Kälte verjagd werden ? Ist dies die Visitenkarte des Kulturapostels und Feinschmecker Häupel und die Wahrheit der sozialen Ausgewogenheit seiner Partei der Sozialisten. Ich danke für Ihre Wahrnehmung und unterstreiche die Wichtigkeit Ihrer Arbeit als letzer wirklicher Poet im öffentlichen Raum. Presseinfo: Die Presse, heute.at, Kleine Zeitung, Kurier, oe24.at, Wiener Zeitung. -- S. g. Hr. Christian Kern ÖBB-Chef, zu "Die ÖBB prüfen wegen der Kälte Unterbringungsmöglichkeiten für Obdachlose". Es ist hoffentlich zu hoffen, dass ihre Prüfung der Möglichkeiten noch vor der Beendung der Kältewelle ein Ende findet und Sie in der Lage sind eine Sofortlösung herbeizuführen. MfG Paulus von Tarsus (griechisch Παῦλος, hebräischer Name שָׁאוּל, Scha'ul, davon lat.: Saulus; † um 65, vermutlich in Rom) war nach dem Neuen Testament (NT) ein erfolgreicher Missionar des Urchristentums und einer der ersten Theologen der Christentumsgeschichte. Als griechisch gebildeter Jude und gesetzestreuer Pharisäer verfolgte Paulus zunächst die Anhänger des gekreuzigten Jesus von Nazaret. Als Mittelschüler war Michael Häupl – ebenso wie sein jüngerer Bruder – Mitglied der national-freiheitlichen, schlagenden Schülerverbindung (pennalen Burschenschaft) „Jungmannschaft Rugia zu Krems“.[1] Nach eigenen Angaben trat er jedoch als 19-Jähriger nach einem „Damaskuserlebnis“ aus der Schülerverbindung aus.[2] Der Ausdruck Damaskuserlebnis bezeichnet allgemein ein Erlebnis, das einer Person eine einschneidende Selbsterkenntnis vermittelt, ihre Einstellung und ihr Verhalten zum für sie Positiven verändert. Der Begriff bezieht sich ursprünglich auf eine im Neuen Testament erzählte Begegnung des Paulus von Tarsus mit Jesus Christus, dem er nie begegnet war, auf dem Weg nach Damaskus (Apg 9 EU), die ihn von einem Verfolger der Urchristen zum Apostel machte. - Die ÖBB prüfen wegen der Kälte Unterbringungsmöglichkeiten für Obdachlose. Der Ankündigung waren zahlreiche Forderungen, unter anderem über das Social Network Facebook, vorausgegangen, dass die ÖBB auf ihr Hausrecht verzichten und die Bahnhöfe öffnen sollten. -- Wie aber ist es mit dem Wiener Stadthalter, Feinschmecker, Kulturguru Häupl und seiner sozialen Ausgewogenheit bestellt? Ist er nicht in der Lage, bei dieser Kälte, die Vertreibungen und Demütigungen der Obdachlosen aus den Wiener U-Bahnstationen und Durchgangspassagen zu unterbinden. In Freundschaft Genossen Genieser, was steckt wirklich hinter seinen von ihm ausgesprochenen Damaskuserlebnis ? Zuerst übergibt er einen Waffenhändler Blumen ,
dann aber zeichnet er
einen Kirchenmann mit
dem höchsten Wiener
Orden aus
und in seiner U-Bahn
wiederrum werden in der
Kältezeit
Obdachlose
körperlich und
sprachlich degeneriert
und entfernt ? Nebenbei
war zu sehen wie sein
Vize dem Kleriker nicht
nur die Hand gereicht
hatte sondern andauernd
schüttelte als
wolle er sie der Mozetta
entreißen. Nun zur
noch offenen Frage, es
war weder ein Saulus
Paulus oder Täupl
Häupl Erlebnis
sondern wie bei vielen
in der Politik die
Anpassung an die
Eigenschaft des
Chamälion. An:
michael.haeupl@spoe.at
Datum: 5. Februar 2012
01:42 Betreff:
Publicinfo S. g. Hr.
Häupl, Info
über Web
Veröffentlichungen.
MfG Goldmanns Bereicherungen 2011-02-10
Museums
Quartier^ Eigentümer:
Republik Österreich
75% Bund 25% Gemeinde
Wien Aufsichtsrat
Vorsitz:
Dkff. Wilhelmine
Goldmann. "Es ist
jedenfalls gut, dass
Frau Goldmann ihren
Verweis für ihre
Privataktivitäten
auf Firmenkosten kassiert hat."
Quelle
ÖBB-Managerin Goldmann wird nur verwarnt! Der Aufsichtsrat der ÖBB-Personenverkehrs AG hat am Donnerstag Vorstandsdirektorin Wilhelmine Goldmann wegen der "Verwendung betrieblicher Mittel für nicht betriebliche Zwecke" einen Verweis erteilt, diese aber nicht, wie vielfach erwartet, fristlos entlassen. Aufsichtsratschef Fredmund Malik und ÖBB-Chef Huber begründeten das Vorgehen mit prinzipiellen Überlegungen. Der Aufsichtsrat sei einstimmig zur Meinung gelangt, dass....Quelle. Nicht umsonst, sondern auch erhebliche Kosten hinterlassend, musste die Frau Goldmann ihre Vorstandsposten bei den Salzburger Festspielen und bei der Bundesbahn "freiwillig" räumen. Das Wiener Museums Quartier gesteht, dass sein "Zeuge" gelogen hat^, weil MQ - Direktion ihn unter Druck setzte: Zum entfernen gab es nichts: Meine GEHSTEIG-GEDICHTE verschwanden durch Witterung und 10.000e Schuhe der Passantinnen und Pasannten in 3 wochen von selbst! Dennoch ließ mich das MQ wegen schweren Sachbeschädigungen zu 2 Monaten Gefängnis verurteilen. Sogar die Berufung bestätigte die Strafe. Ein Prozess wegen 70 € Schaden gegen den Dichter H.Seethaler - Ursache, mit abwaschbaren Stift, ein Bodenzitat im Gerichtsaal? Auszug: "Herzlichen
Glückwunsch zur
Nebenverdienst
Medaille Herr Seipel
>, Sie sind
ohnehin ja schon auch
vorher mit den
Künstlern beim
Opernball einmarschiert.
Ihre, mit einem
Betrüger, private
Salierasuche in Italien,
zu Lasten der
Steuerzahler auf den
Spuren der Maffia, war
sehr vornehm und
dementsprechend
kostspielig. Der Verkauf
Ihres Autos an das
Museum und Ihre
Bilderkäufe vom
Museum? Weiterhin
viel Erfolg, in
Zusammenarbeit mit Herrn
Morak, bei den
externen Kunstwerk
Erträgnissen."
Auch der
Saliera Seipel bekam den
Geschenk Preis von
Wien und sogar der Austria Heinrich
> wurde einst mit dem
höchsten
Staatspreis und mit
lebenslänglicher
gerichtlicher
Freiheit belohnt,
auch Kaprun > verschwand
unter dem
Richtertisch.
Wien (APA) - Ein Prozess
im Wiener
Straflandesgericht vom
vergangenem Februar, in
dem er wegen „Verzierens“
mehrerer Steinplatten im
Museumsquartier zu zwei
Monaten bedingter Haft
verurteilt wurde, hatte
für den „Zettelpoeten“
Helmut Seethaler weitere
strafrechtliche Folgen.
Er musste sich am
Freitag neuerlich wegen
Sachbeschädigung
vor verantworten, da er
nach dem damaligen
Gerichtsauftritt mit
einem Textmarker auf den
Fußboden vor dem
Verhandlungssaal „Kunstverbreitung
bringt mi ins
Häf‘n und ihr
kennts mi olle googln“
gemalt hatte.
Inkriminiert war eine Schadenssumme von 70 Euro - soviel kostete laut Strafantrag die Entfernung des Schriftzugs. „Ich würde es wieder tun, aber nachher wegwischen“, lautete Seethalers Verantwortung. Und zu Richterin Margareta bemerkte er: „Was wollen‘s von mir leicht? Ich mach nur meine Arbeit.“ „Und ich die meine“, zeigte sich diese schlagfertig. Der Angeklagte betonte, es gebe weltweit keinen, der wie er der Kunstverbreitung im öffentlichen Raum nachgehe. Daraufhin stellte die Richterin die Frage in den Raum, ob das Beschreiben von Plakatwänden und der Web-Adresse www.hoffnung.at - wie von Seethaler mit Vorliebe praktiziert - Kunst sei. „Ja, www.hoffnung.at ist der schönste Tag überhaupt“, insistierte Seethaler. Als „Tag“ wird im Graffiti-Jargon das Signaturkürzel beziehungsweise die Unterschrift eines Sprayers bezeichnet. Er versicherte, im Straflandesgericht einen wasserlöslichen Stift verwendet und die Absicht gehabt zu haben, den Schriftzug wegzuwischen, nachdem er von Medienvertretern fotografiert und gefilmt worden war: „Das hab ich dann vergessen. Es war damals keine Zeit mehr. Es waren so viele Journalisten dort.“ Er sei jedoch am nächsten Tag neuerlich ins Gericht spaziert, um das Versäumte nachzuholen: „Da war‘s schon weg. Die Putzfrau hat mir erzählt, dass sie zweimal mit dem Wischmopp drüber gefahren ist“. Insofern sei die Behauptung unrichtig, es hätte eines Spezialreinigers bedurft, um sein „Pamphlet“ loszuwerden. Die Richterin will nun die betreffende Raumpflegerin ausforschen und als Zeugin befragen. Die Verhandlung wurde daher auf unbestimmte Zeit vertagt. 287. Denk-Zettel Je mehr angepasste Umso leichter Wird es Für die Anpasser. Je mehr Angepasste Umso schwerer Wird es Für die Nicht - Angepassten Der Anpassung Zu entkommen. Helmut Seethaler Kein
Kunstpreis^ 20100528 der Stadt
Wien für
Zetteldichter Helmut
Seethaler. All die
berühmten Autoren,
die ihn vorgeschlagen
haben, fühlen sich
beleidigt und er bleibt
mit all seinen Strafen
und Schulden allein.Kulturstadt Wien? Häupel Schilda > 2010-05-13„1980
lud mich
Bürgermeister
Zilk in sein Rathaus^. Er
sagte: ,Da hast zwei
Bäume und gib a
Ruh!’ So bekam ich zwei
Bäume in der
Kärntnerstraße. Das
war mein Kunstraum, mein
Sprachraum, und nicht
einfach nur zwei
Bäume“,
lächelte der
Zettelpoet. Später
bekam er noch zwei
Säulen bei der
Opernpassage.
Bravo und
Gratulation Herr
Bürgermeister - zur Kür
"Feinschmecker des Jahres"
im teuersten Nobellokal. Quelle Krone.
Gaumenfreuden und Sinn
für Kunst sind bei
Ihnen wohl Gegenpole. Ihr
Vorgänger hat Hr.
Seethaler, für seine
Kunst, immerhin einige
Bäume gewidmet. Auch
ihre Einstellung zu den
türkischen
Mitbürgern ist sehr
sonderbar, für
Ihren aufgeblähten
Hausmeisterersatz,
"Wohnpartner" reicht es
nicht einmal für eine
Übersetzung der
Hausordnung in die
türkische Sprache im
Internet.
Helmut Seethaler jedoch, der einzige Wiener Poet im öffentlich ENTENGERICHT IM NAMEN
DER REPUBLIK Poet
u. Richterin
Republik
Österreich Landesgericht
für Strafsachen Wien. Das
Landesgericht für
Strafsachen Wien hat durch die
Einzelrichterin Mag. Andrea
WOLFRUM über den von der
Staatsanwaltschaft Wien gegen
Helmut SEETHALER geboren am
13.3.1959 in Wien,
österreichischer
Staatsbürger,
freischaffender Künstler
wohnhaft in 1200 Wien,
Wasnergasse 43/8, wegen des
Vergehens der schweren
Sachbeschädigung nach
§§ 125, 126Abs 1 Z 7
StGB gestellten Strafantrag
nach der am 18.2.2010 in
Anwesenheit der
öffentlichen
Anklägerin StA Dr.
Annemarie WIESER, des
Angeklagten Helmut SEETHALER,
des Sachverständigen
Christian JA(unleserlich) und
der Schriftführerin VB
S.K.(unleserlich)
durchgeführten
Hauptverhandlung am selben Tag
zu Recht erkannt: Helmut
SEETHALER hat hie(r)durch
das Vergehen der
Sachbeschädigung nach
§ 125 StGB begangen und
wird hie(r)für nach §
125 StGB zu einer
Freiheitsstrafe in der Dauer
von 2 (zwei) Monaten sowie
gemäß § 389
Abs. 1 stopp zum Ersatz der
kosten des Strafverfahrens
verurteilt.
Zu einem nicht mehr
näher feststellbaren
Zeitpunkt zwischen dem
2.11.2009 begab sich der
Angeklagte zum Vorplatz des
Museumsquartiers und brachte
dort, ohne dabei beobachtet zu
werden, mittels Textmarkers
auf insgesamt 13 einen mal ein
Meter großen
Steinplatten den Schriftzug „www.hoffnung.at“ und der
Telefonnummer „01/330 37 01“
an. Der Austausch einer
Platte – ohne Arbeitszeit des
Fliesenlegers gerechnet –
zwischen Euro 250,- und 300,-
Der Wiener Zettelpoet Helmut
Seethaler kam um gestoppte 2
Minuten zu spät in den
Verhandlungssaal
Nr. 101 im Wiener Landesgericht.
die Richterin hatte zuvor schon
die Nichtanwesenheit des
Angeklagten zu Prozessbeginn
in's Protokoll diktiert.
Es geht um 13 Steinplatten vor dem Museumsquartier, die angeblich von dem Literaten, in der Zeit vom 30.10.2009 bis 02.11.09, beschädigt wurden. Der Angeklagte bestreitet dies, außerdem was er mache sei ja Kunst. Die Richterin ruft daraufhin einen Zeugen auf^, der ist jedoch schon die ganze Zeit im Gerichtsaal, da die Richterin vergessen hatte die Zeugen aus dem Raum zu verweisen. Auch danach unterläßt sie es. Er gibt an, dass er die Beschmierungen entdeckte. Obwohl er mit einem Spezialreinigungsmittel (Antigraffitimischung) ausgerüstet war, konnte er die Platten leider nicht zur Gänze reinigen. An 2 Stellen sei sie immer noch sichtbar. Da müssen wohl neue Platten her, das Stück fuer ca. 300,-€. Helmut Seethaler verfolgt die Aussage mit einem Lächeln im Gesicht, was die Richterin auch flugs in's Protokoll aufnehmen lässt. Danach kommt der Sachverständige zu Wort. Auch er spricht von Beschmierungen. Wortreich erklärt er dem Gericht, das er keine Handschriftproben vom Angeklagten erhalten habe. Dafür wurde er von ihm eingeladen vor Ort einen Vergleich zu machen. Seethaler beschrieb eine Steinplatte vor dem M.Qu.. Da wäre eine genaue Üebereinstimmung nicht zu Tage getreten, aber, DIE FORMEN STIMMEN UEBEREIN. Da wird er's schon gewesen sein. Außerdem bemerkte er immer wieder, dass ......... da immer die Presse dabei war ........ . Um 11:32^, also nach exakt 30 Minuten Verhandlung verliest die Richterin das Urteil (2 Monate Gefängnis - bedingt auf drei Jahre und die Bezahlung der Prozesskosten), dass sie bereits ausgedruckt in der Hand hält. Bleibt für mich nur die Frage offen wozu wurde da überhaupt verhandelt, wenn das Urteil schon vorher feststand? Im Audiobeitrag die ersten spontanen Reaktionen des Wiener Zettelkünstlers und ein kurzes Interview. Ein Beitrag von Herby Loitsch. Wenn aber Rassismus und Nationalsozialismus im Spiel ist gehen die Uhren anders. Siehe: Kulturpolitik die Hauptstadt der rassistischen Beschmierungen Deserteursberatung.at Volksgruppen.orf.at
Der Wiener
"Zettelpoet" Helmut Seethaler,
der seit 35 Jahren im
öffentlichen Raum seine
sogenannten Pflück-Texte
hinterlässt, ist am
Donnerstag, 18.2., im Straflandesgericht
wegen
Sachbeschädigung
zu
zwei
Monaten
bedingter
Haft
verurteilt
worden.
Richterin
Andrea
Wolfrum
achtete
es
als
erwiesen
an,
dass
der
56-Jährige
im
vergangenen
Herbst
am
Vorplatz des Museumsquartiers
13 Steinplatten mit einem
Textmarker verunstaltet hatte,
indem er den Schriftzug "www.hoffnung.at"
und seine Telefonnummer
hinterließ.
Seethaler, der "im Sinne der Freiheit der Kunst" einen Freispruch verlangt hatte, meldete volle Berufung an, verließ den Verhandlungssaal, zückte einen Filzstift und beschriftete in großen Lettern den Fußboden mit "www.hoffnung.at" und der Nummer seines Festnetzanschlusses. Zusätzlich brachte er den Schriftzug "Kunstverbreitung bringt mi ins Häf'n" an. Die Richterin hatte mit einer Provokation des Künstlers gerechnet und daher vorsorglich Saalschutz angefordert. Die zwei dafür abgestellten Uniformierten sahen Seethaler jedoch seelenruhig zu, wie er sich am Fußboden "verewigte" und nachher bereitwillig anwesenden Medienvertretern Interviews gab, was die Richterin "unglücklich" machte, wie sie der APA verriet.
Helmut Seethaler bekannte sich
in seiner Verhandlung dazu, "pausenlos"
und "ununterbrochen"
im öffentlichen Raum
Texte zu hinterlassen: "Ich
habe aber noch nie
in
meinem Leben etwas gemacht,
wofür ich vor Gericht
stehen müsste."
Auch im Museumsquartier sei er
"oft"
tätig gewesen, allerdings
nicht im Tatzeitraum
- laut Anklage zwischen 30.
Oktober und 2. November 2009
-, was der "Zettelpoet"
ausdrücklich bedauerte.
Wurde kopiert "Schade, dass ich es nicht war", gab er zu Protokoll. Die Documenta Kassel habe sich nämlich inzwischen bei ihm gemeldet: "Hätte ich es mit Lack gemacht, hätten sie das als Kunst ausgestellt." Er, Seethaler, sei "ein berühmter Wiener Dichter", offensichtlich habe ihn jemand auf den Steinplatten vor dem Museumsquartier kopiert. Ein vom Gericht beigezogener Schriftsachverständiger stellte in Bezug auf die inkriminierten Verunstaltungen jedoch in seinem Gutachten fest: "Aufgrund der Schriftformen spricht alles dafür, dass es der Herr Seethaler geschrieben hat." Bei dieser Gelegenheit ersuchte der Graphologe den Künstler, ihn zukünftig nicht mehr mit Mails "zuzumüllen", worauf ihm Seethaler beschied: "Jeder, der sich anmaßt, in diesem Theater mitzuspielen, wird von mir informiert. Alle sollen Bescheid wissen." Unmittelbar nach seiner - nicht rechtskräftigen - Verurteilung bekräftigte Seethaler, seine Gedichte und Texte weiter im öffentlichen Raum anbringen zu wollen: "In einer halben Stunde mach' ich weiter. Das ist mein Job." www.oe24.at/kultur Stellungnahme zur Verurteilung von Helmut Seethaler 2010-02-18
Die IG Autorinnen
Autoren nimmt Stellung zur
Verurteilung von Helmut
Seethaler wegen
Sachbeschädigung. Hier der
Originalwortlaut ihrer
Aussendung:
Man muss die aufrufartig
formulierten Texte Helmut
Seethalers nicht mögen, um
zu erkennen, dass sie im glatten
Tagesablauf und in den auf
Hochglanz polierten und
bis in die höchsten
Kirchentürme hinauf mit
Werbungen drapierten
städtischen Umgebungen
stören. Nicht jede und
jeden, aber vor allem die
Vertreter städtischer
und stadtnaher Betriebe.
Wieder einmal wurde Helmut Seethaler für eine seiner literarischen Interventionen per abwaschbarem Schreibstift vor Gericht gestellt - und dieses Mal auch zu einer zweimonatigen bedingten Haftstrafe verurteilt. Das Besondere an dieser Verurteilung ist, dass sie wegen "Verunreinigung" der Steinplatten vor einem der weltgrößten Kulturareale, dem Wiener Museumsquartier, durch das Hinterlassen seiner Internet-Adresse erfolgt ist. Schon im Vorfeld der heutigen Verurteilung wollte das Museumsquartier mit der Anklage Helmut Seethalers nichts zu tun haben, obwohl es die zu diesem Verfahren führende Anzeige erstattet hat. "Gegen Unbekannt", wie das Museumsquartier versicherte. Kann es wirklich sein, dass der stadtbekannte Wiener Zetteldichter Helmut Seethaler, der schon jedem in Wien irgendwann irgendwie aufgefallen ist und dessen Handschrift genauso bekannt ist wie er selbst, nur dem Museumsquartier unbekannt war, obwohl er schon seit 35 Jahren in Wien arbeitet und lebt? Eher anzunehmen ist, "das Museumsquartier^ wollte sich bei Bekanntwerden der Anklage selbst vom Verdacht freisprechen, dass es als ein höchst subventionierter stadt- und staatsnaher Großkulturbetrieb einen für seine Arbeit im öffentlichen Raum selten bis nie ausgezeichneten österreichischen Schriftsteller vor Gericht und um seine Existenz bringt, weil er ein paar Steinplatten auf dem riesengroßen Aufmarschgebiet vor dem Museumsquartier abwaschbar beschriftet hat". Helmut Seethaler hat berufen. Das Museumsquartier sollte die Zeit bis zu einer neuerlichen Verhandlung nützen, um nach einer Möglichkeit zu suchen, die klägliche kulturelle Rolle, die es bei dieser Verurteilung gespielt hat, zu korrigieren, und Helmut Seethaler unterstützen statt ihn der Gerichtsbarkeit zu überlassen. Die IG Autorinnen Autoren wird Helmut Seethaler in seinen Bemühungen, den öffentlichen Raum für Veröffentlichungen zu nutzen, weiterhin beistehen. Entsprechende Initiativen werden derzeit vorbereitet. Gerhard Ruiss IG Autorinnen Autoren Wien, 18.2.2010
Ein Personenkomitee hat
vorgeschlagen, Helmut
Seethaler mit einem Preis der
Stadt Wien auszuzeichnen.
Jetzt wurde dieser Vorschlag
angenommen, er wird der
Fachjury dieses Jahres
vorgelegt werden. Hier die
Stellungnahme des Komitees:
Komitee zur Auszeichnung von
Helmut Seethaler mit einem
Preis der Stadt Wien für
interdisziplinäres
Arbeiten: Peter Huemer,
Elfriede
Jelinek,
Doris
Knecht,
Heinz
Lunzer,
Robert
Menasse, Angelika Plank,
Gerhard Ruiss,
Peter
Turrini,
Franz
Schuh,
Clarissa
Stadler.
Das "Komitee zur Auszeichnung
von Helmut Seethaler mit einem
Preis der Stadt Wien für
interdisziplinäres
Arbeiten" hat heute von der
dafür zuständigen
Abteilung der Stadt Wien die
Verständigung erhalten,
dass der Vorschlag von Helmut
Seethaler für den Preis
der Stadt Wien angenommen
wurde und der über die
Vergabe des Preises
entscheidenden Fachjury bei
ihrer Sitzung im Mai oder Juni
dieses Jahres vorgelegt wird.
Zugleich häufen sich die Anzeigen von unterschiedlichen Seiten, um offenbar die Situation seiner nicht rechtskräftigen Verurteilung zu einer bedingten Haftstrafe zu nützen, in der kaum Möglichkeiten für ihn bestehen, offensiv zu reagieren. Einen unrühmlichen Höhepunkt hat dabei ein gegen ihn veranlaßter Polizeieinsatz wegen angeblicher Selbstmordgefährdung gespielt, bei dem ihn die Polizei von seiner Wohnung zur Vorführung vor dem Amtsarzt abholte. Grund dafür waren zwei Zeilen in einem rund 40 Zeilen langen Text, "Das schaff ich nicht, das überlebe ich nicht." Auch wenn die Amtsärztin Helmut Seethaler attestierte, keine Gefahr zu sein, weder für sich selbst noch für andere, und ihm riet, die zwei Zeilen wegzulassen, erinnert diese Aktion fatal an die Versuche in Diktaturen, Dissidenten für verrückt erklären zu lassen. Wer immer so etwas veranlasst oder begünstigt, weil ihm ein Text von Helmut Seethaler mit diesen beiden Zeilen zugesandt wurde, hat abgesehen von allem anderen auch keine Ahnung vom Wiener Idiom und genauso keine Ahnung vom literarischen Gebrauch von Sprache. Fest steht, Helmut Seethaler, braucht einen rechtlichen Vertreter, er braucht vor allem einen Strafverteidiger. Diesen Verteidiger kann er genauso wenig selbst finanzieren wie vieles andere in seiner aufreibenden Arbeits- und Lebenssituation. Das Komitee ist derzeit auf der Suche nach einer Finanzierungsmöglichkeit und hält zuvorderst das Wiener Museumsquartier für geeignet, sich an der Finanzierung eines Strafverteidigers für Helmut Seethaler im Verfahren der Verschmutzung der Bodenplatten vor dem Wiener Museumsquartier durch Helmut Seethaler zu beteiligen. Für das Komitee Gerhard Ruiss. "Sperrt Helmut Seethaler endlich ein!", fordert die IG Autorinnen Autoren in einem offenen Brief an die Leitung der Wiener Verkehrsbetriebe und an die Wiener Stadträte Brigitte Ederer und Peter Marboe. Der 45jährige Wiener Zettelpoet war vergangenen Freitag wegen Amtsehrenbeleidigung in zweiter Instanz zu einer unbedingten Geldstrafe von 5 000 Schilling und zur Übernahme der Antwalts- und Gerichtskosten von 42 000 Schilling verurteilt worden. Herrn Direktor Dipl. Ing. Grois, Herrn Senatsrat Dipl. Ing. Rudelsdorfer und Herrn Dipl. Ing. Grünner von den Wiener Verkehrsbetrieben Fax: 43-1-7909-149, 43-1-7909-43090 Frau Mag. Brigitte Ederer, Fax: 43-1-4000-9981200 Herrn Dr. Peter Marboe, Fax: 43-1-4000-9981164 Diesen besonderen Dienst an der Kultur haben zwei Stationswärter und die Verantwortlichen der Wiener Verkehrsbetriebe geleistet. Dieser besondere Dienst stellt eine Ordnung wieder her, auf die Wienerinnen und Wiener schon lange gewartet haben. Helmut Seethaler verschwindet aus dem öffentlichen Leben und ist mit Überlebensproblemen beschäftigt und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Verkehrsbetriebe können sich wieder ungehindert auf ihre Arbeit konzentrieren. Da die Arbeit eines Dichters, insbesondere eines, der davon "lebt", dass er Spenden für seine Pflückgedichte erhält, besonders hohe Erträge abwirft, wird Helmut Seethaler selbstverständlich schon aus reiner Bösartigkeit weder für die 5 000 Schilling Strafe noch für die 42 000 Schilling gegnerischer Anwalts- und Verfahrenskosten aufkommen wollen. Da es sich bei Helmut Seethaler darüber hinaus um einen überaus raffinierten Geschäftsmann handelt, wird sich bei ihm auch nichts zu pfänden finden. Es bleibt also nur eine Lösung: Helmut Seethaler endlich einzusperren. Die IG Autorinnen Autoren fordert daher die für den Vollzug dieser Strafe zuständigen Behörden auf, nicht länger zuzuwarten und Helmut Seethaler ohne jede weitere Verzögerung endlich seiner wohlverdienten Gefängnisstrafe zuzuführen. Am besten gleich über Weihnachten, wo der Besserungseffekt für einen Vater von drei Kindern sowohl für den Vater als auch für die Kinder und die Ehefrau am höchsten einzuschätzen ist. Es soll nichts unterlassen bleiben, um den Schaden an der Ehre der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Verkehrsbetriebe wiedergutzumachen. Sollte auch diese Strafe nicht den gewünschten Effekt erzielen, so bieten sich von der Einschaltung des Fürsorgeamtes bis zur Psychiatrierung noch zahlreiche weitere Möglichkeiten an, um Helmut Seethalers tagtäglich neue Anschläge auf die Ehre und auf den freien Blick der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Verkehrsbetriebe auf die Verkehrslage zu unterbinden. Sollten sich jedoch, wofür es ein aktuelles Vorbild aus der Ehren Beleidigungscausa Ö3 gegen Karl-Markus Gauß gibt, die Wiener Verkehrsbetriebe dazu entschließen, ihre Anwaltskosten und die Verfahrenskosten selbst zu tragen, so könnte die IG Autorinnen Autoren - sollte Helmut Seethaler nicht von selbst dazu in der Lage sein - die Geldstrafe in diesem Verfahren übernehmen. Sollte sich diese Lösung nicht anbieten, fordern wir die Wiener Verkehrsbetriebe dazu auf, die Forderung der IG Autorinnen Autoren zu unterstützen: Sperrt Helmut Seethaler endlich ein! Gerhard Ruiss IG Autorinnen Autoren Wien, 23.11.1998 Anderswo mag man Äpfel, Ribisel, Bananen oder gar Kokosnüsse pflücken, bei uns in Wien kann man Gedichte pflücken. Seit 35 Jahren klebt Pflückdichter Helmut Seethaler seine Gedichte auf Klebeband, das er von Laternenpfahl zu Laternenpfahl spannt. Zur freien Entnahme. Inzwischen hat sich der Künstler darauf verlegt, seine handschriftlichen Spuren auf den Boden zu hinterlassen. Letzte Woche stand er nun vor dem Kadi, weil er 13 der Steinplatten vor dem Museumsquartier mit seiner Handschrift unwiderruflich ruiniert haben soll. Urteil; zwei Monate bedingt wegen Sachbeschädigung. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Nun mag man über Kunst gar trefflich streiten können, allerdings ist auffällig, dass sich bisher kein Richter seelischer Schäden angenommen hat, die Kunst verursacht haben mag. Wer geht vor Gericht und klagt einen Gehörsturz an, wer ein beleidigtes Auge? Wer wird gehört, wenn ihn sein täglicher Weg an einer Architektensünde vorbeiführt, die mittelfristig für psychische Schäden ungeahnten Ausmaßes sorgt? Schon im verblichenen Jahrhundert erkannte ein Richter Seethalers Qutput (Ausgabe, Ausstoß) als „anerkannte Kunstform, solange sie keinen Schaden hinterlässt“. Also kritzelt Seethaler mit wasserlöslichen Marker. Hätte er Lack verwendet, hätte die Documenta in Kassel die inkriminierten (Gegenstand einer Strafanzeige) Fliesen angeblich ausgestellt. An dieser Stelle soll keine Lanze gebrochen werden für Menschen, die nichts Besseres zu tun haben, als frisch gestrichene Wände mit sinnentleerten Klosprüchen zu beschmieren, aber eine Lanze für Künstler und deren unauffälligen Botschaften. Ein „echter Seethaler“ ziert jetzt auch das Landl. „Kunstverbreitung bringt mi ins Häf’n“, kritzelte Seethaler auf den Boden des Landesgerichtes. Die Uniformierten, die das verhindern sollten, sahen gelassen zu. augustine@noen.at Wem gehört der öffentliche Raum? Die Jagd auf den Zettelpoeten Seethaler wirft eine Frage auf. 2010-05-08 Wie nennt man
in der Sprache Brechts eine
Justiz, die Helmuth Seethalers
Zettelgedichte sowohl als
öffentliches
Ärgernis als auch als
Verkehrssicherheitsstörung
verfolgt und die
Aufdringlichkeit der
kommerziellen Rolling Boards
für stadtgemäß
hält?
Prof. Alfons Huber Welcher Wiener kennt sie nicht, die Gedichte zum Pflücken des Wiener Zettelpoeten Helmuth Seethaler? Seit vielen Jahren meldet sich der unangepasste Individualist in der Öffentlichkeit zu Wort: in U-Bahn-Stationen, Fußgänger-Passagen, auf Einkaufsstraßen, kurz überall dort, wo sich viele Menschen aufhalten oder vorüber eilen. Seethaler versteht sich als Dichter. Er schreibt Kurzgedichte, Wortspiele, Aphorismen. Natürlich möchte er seine Gedichte unters Volk bringen, nur Seethaler wendet sich nicht an Verlage, sondern direkt an seine Rezipienten: Gedichte auf der Straße. Dutzendweise appliziert er die Fahrschein großen Zettel an Zäune, Bäume, Baugitter, Säulen, Wandverkleidungen, wo sie neugierige Menschen sehen, lesen und gegebenenfalls eben auch pflücken können, so wie man einen reifen Apfel direkt vom Baum pflückt, wenn man Gusto verspürt. Durch seine Tätigkeit im öffentlichen Raum wurde Seethaler zum Täter. Seit Jahren halten ihn bestimmte Abteilungen der Wiener Stadtverwaltung für ein Ärgernis, das es zu bekämpfen gilt. Meist war in den Anzeigen von Störung der öffentlichen Ordnung oder von Sachbeschädigung die Rede. Dabei hat der Straßendichter eine bemerkenswerte Technik entwickelt, um gerade letzteren Vorwurf zu entkräften: Ein Selbstklebeband wird mit der Klebeschicht nach außen um Säule oder Gitter gewickelt oder zwischen zwei nahe stehende Bäume gespannt und die Zettel daran geheftet, sodass alles nach beendeter Aktion rückstandsfrei beseitigt werden kann. 2528 Mal wurde Seethaler angezeigt, und jedes Mal hat der Dichter dagegen berufen. In 2521 Fällen haben die Richter des Unabhängigen Verwaltungssenates (UVS) dem Vorwurf der Anzeigenden nicht stattgegeben und die Aktionen als Kunstausübung akzeptiert. Helmut Seethaler war quasi gerichtlich anerkannter Zettelpoet. Seit kurzem ist alles anders. Hängt das damit zusammen, dass Seethalers Sprache subversiver geworden ist? Dass er mit seinen Aphorismen zur Wirklichkeit vordringt? Mit Sätzen wie "Je mehr Dinge vom Denken ablenken, umso lenkbarer werden wir für die Dinge Erzeuger"? Helmut Seethaler wird nach einer Aktion auf der Wiener Kärntner Straße angezeigt und verurteilt. Die Ordnung rücksichtslos gestört. Wie schon hunderte Male zuvor legt er gegen das Urteil beim UVS Berufung ein, doch diesmal wird dieser keine Folge gegeben. Seethaler hat das Wiener Landessicherheitsgesetz und das Sicherheitspolizeigesetz übertreten; amtlich wird ihm beschieden. Er habe dadurch, dass Sie zwischen zwei dort befindlichen Bäumen über eine Länge von 10 m ein braunes Klebeband (mit Gedichtzetteln) in der Höhe von 1,50 bis 1,80 Meter anbrachten, ein Verhalten gesetzt, welches geeignet war, Aufsehen und Ärgernis zu erregen, und haben dadurch die Ordnung an einem öffentlichen Ort besonders rücksichtslos gestört. Wegen dieser Verwaltungsübertretung wird er zu einer Geldstrafe von 70 Euro oder 70 Stunden Ersatzfreiheitsstrafe verurteilt. Das war aber noch nicht alles. Zwei Polizisten haben den Dichter mit den Worten: „Scheiß Künstler, ram weg den Dreck!“ aufgefordert, seine Zettel abzunehmen. Als dieser der Aufforderung nicht nachkam, schritten die Amtsorgane zur Tat und schnitten mit einem Messer die Klebestreifen durch. Sich dadurch bedroht fühlend rief der Künstler laut: Hilfe, Hilfe, Polizei!, was natürlich von der anwesenden Exekutive als Provokation aufgefasst wurde. Dieser ungebührlicher weise störende Lärm, es war ja fast halb elf Uhr in der Nacht, kostete Herrn Seethaler weitere 70 Euro oder 70 Stunden Ersatzfreiheitsstrafe (zuzüglich 28 Euro Verfahrenskosten). Wohlgemerkt: Wegen der beschriebenen Aktion muss man in Österreich 6 Tage ins Gefängnis! Wem gehört der öffentliche Raum? Der Gemeinde Wien? Der Firma Gewista? Oder uns allen? Ist das vorübergehende Aufspannen von Klebebändern zwischen zwei Bäumen gefährlich? Stört es wirklich nachhaltig die öffentliche Ordnung? Ist es überhaupt verboten? Das nachweislich gesundheitsschädliche und die Öffentlichkeit beeinträchtigende und deshalb auch verbotene Freisetzen von ca. 10 Tonnen Hundekot täglich auf Wiens Straßen wird bekanntlich nicht geahndet, weil dies politisch nicht opportun erscheint. Man stelle sich den medialen Aufschrei vor, wenn ein beim nachlässigen Gassigehen ertappter Hundebesitzer wegen ungebührlichen Verschmutzens des Gehweges drei Tage ins Gefängnis müsste Worin bestand Seethalers Vergehen? Er hat sich im öffentlichen Raum ohne amtliche Genehmigung und ohne eine Abgabe zu entrichten den Menschen in den Blick gestellt im Namen der Kunst und ohne ernsthafte kommerzielle Absicht und Aussicht. Zugegeben, auf eine ungewöhnliche, aber sehr persönliche Art. Aber sehen wir uns doch einmal um in Wien, schärfen wir einmal für einen kurzen Augenblick die Wahrnehmung im öffentlichen Raum. Was drängt sich tagtäglich unserem Blick auf, aufdringlich im Sinn des Wortes, unausweichlich und unübersehbar? Wir sind verfolgt und eingekreist von Werbung auf psychologisch höchstem und in seiner Wiederholung geradezu aggressivstem Niveau. Aber im Gegensatz zu Seethalers Denk-Zetteln und Appellen, etwa zu bewusstem Konsumverhalten, geht es hier um massive wirtschaftliche Interessen. Für mich ist das Aufstellen der Rolling Boards ein Verhalten, das Ärgernis erregt und die Verkehrssicherheit und Ordnung an öffentlichen Orten besonders rücksichtslos stört. Es ist paradox: Der Wiener Zettelpoet wurde bestraft, weil er im öffentlichen Raum kritische Aufmerksamkeit den Ressourcen und der Umwelt gegenüber sowie bewusstes Konsumverhalten, Unangepasstheit, Solidarität und Bescheidenheit verkündete. Dabei appellieren seine Gedichte an nichts anderes als an jene christlichen und europäischen Werte, vor deren Verlust immer wieder eindringlich gewarnt wird. Prof. Alfons Huber
Polizeiinspektion ,
Hernalser Gürtel GZ:
D1/88251/2010 Ladung des
Beschuldigten im
Ermittlungsverfahren wegen
§ 298 Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung. (1) Wer einer Behörde (§ 151 Abs. 3) oder einem zur Entgegennahme von Anzeigen zuständigen Beamten die Begehung einer mit Strafe bedrohten Handlung wissentlich vortäuscht, ist, wenn er nicht nach dem § 297 Abs. 1 mit Strafe bedroht ist, mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen. (2) Nach Abs. 1 ist nicht zu bestrafen, wer freiwillig bewirkt, daß die Tat keine behördliche Ermittlung zur Folge hat. Anmerkung
des Beschuldigten: „Ich habe
nichts vorgetäuscht, ich
hab’s wirklich getan, meine
Gedichte
verbreitet!
Polizei
Beschuldigtenvernehmung
2010-04-09
Betreff:
Schachbeschädigung GZ:
B6/494720/2009 Wien, am
09.April2010 Vornamen der Eltern
Vater: Wilhelm Mutter:
Franziska, Beruf /
Erwerbstätigkeit nach eigen
Angaben freischaffender
Künstler. Anmerkung: Der
Einschub „nach eigenen Angaben“,
stellt alle anderen Angaben als
nicht eigene dar.Nach erfolgter Belehrung gebe ich folgendes freiwillig an: „Ich war am 13.12.2009 am Bahnhof Meidling U6 Station Philadelphiabrücke. Wie des Öfteren und auch polizeilich bekannt, bin ich regelmäßig an diesem Ort und wickle die vier Säulen mit meinen Gedichten und Sprüchen, die sich auf Zetteln befinden mittels Klebeband ein. Viele Leute sind von dieser Idee begeistert und freuen sich über diese Gedichte. In diesem Fall kam ein Mitarbeiter der WIENER LINIEN hiezu und riss die Zetteln alle runter. Aus Protest, weil ich weiß, dass dies gemäß mehreren UVShttp://www.wien.gv.at/uvs/index.html – Entscheidungen nicht verboten ist, schrieb ich danach meine Sprüche und Gedichte mit meinem schwarzen Filzstift auf die Säule. Ich mache dies bewusst so, weil diese Schrift auf der glatten Säule sofort leicht abzuwischen ist. In diesem Fall wischte ich alles wieder runter und hinterließ keine Beschmutzung.“ Die
Verurteilung der
Kunstfreiheit
Im
Vergangenen
Herbst soll Helmut Seethaler
dreizehn Steinplatten im
Museumsquartier mit Textmarker
beschriftet haben. Am 18.
Februar wurde er im
Straflandesgericht Wien zu
zwei Jahren bedingter Haft
verurteilt.
Bedingte Haftstrafe
für Helmut
Seethaler. Von
Petra
Tempfer
Aufzählung
An
Wiener
Laternenmasten
und
Parkbäumen
kleben
Zettelchen
mit
seinen
"Pflückgedichten".
Auch
die
Wände
von
U-Bahn-Stationen
werden mitunter
zur Projektionsfläche
seiner Kunst im
öffentlichen Raum. Als
seine Gedichte jedoch auf 13
Steinplatten des
Museumsquartiers in dicken Lettern
zu lesen waren, musste sich der
56-jährige
österreichische
Schriftsteller und Buchautor
Helmut Seethaler erstmals vor
Gericht verantworten – wo er am
Donnerstag
wegen Sachbeschädigung zu
zwei Monaten bedingter Haft
verurteilt worden ist.
"Schade, dass ich es nicht war", meinte er dazu, meldete volle Berufung an und beschriftete mit einem Filzstift den Fußboden. Unmittelbar danach bekräftigte der Wiener "Zettelpoet", der ein Philosophiestudium abgebrochen hat, er werde seine Texte weiterhin im öffentlichen Raum anbringen – wie er es seit nunmehr 35 Jahren tut. Sogar im Internet tauchen "Literatur Viren" in Form seiner Gedichte auf. Der dreifache Vater blickt auf 1109 Anzeigen und 19 Verwaltungsstrafen zurück. Printausgabe vom Freitag, 19. Februar 2010
Tage ohne Taten. Nichts
bleibt von diesen Lebens
Stillständen. Immer
wieder holt es mich ein,
bremst mich auf Null.
Lässt mich verharren in
einem Nichts, das es nicht
wert wäre, zu
beschreiben. Aneinandergereiht
wurden den es viele Jahre ohne
dem, das ich bin.
Unzufrieden mit dem Mai
- Blatt. Aus Unsicherheit
streiche ich vieles, das im
Juni schreibbar wird. Auch
diese Bedenken?
Die meisten hier
gehören zu meiner Stadt
wie meine Vorfahren, die aus
dem nördlichen
Weinviertel zuwanderten. Auch
aus unterster sozialer
Schicht. Mit Null Bildung und
keinem Wissen von der Welt. In
jeden System leben
könnend. Unter Kaiser,
Hitler oder Kreißky.
Keine Meinung habend. Nur die,
die alle haben, wenn die
Einheitsmeinung herrscht.
Da auch die meisten
Altwiener nicht aus Wien
stammen, darf man erwarten,
dass die meisten Neuwiener
normale Wiener werden. Beide
Gruppen machen mir es solchen
wie mir schwer, in derselben
Stadt zu wohnen.
Nach dem langen Sterben
meiner Mutter und den immer
unerträglicher gewordenen
Herbei-jammern des Todes,
wirkt ihr wirkliches Tot-sein
wie ein weiteres ihrer
Spielchen, um Aufmerksamkeit
und Zuwendung zu erlangen. KORRES SCHANDGERICHT
MUSEUMSQUARTIER
Banausencausa
Waldner^
a6 Bandion
Ortner Claudia
> Raiffeisenjustiz
2010-05-21 6v6 Bandion
angeklagt Kaprun > Standard
20100409
Betreff an minister.justiz@bmj.gv.at
Fußfessel
für den Dichter
Helmut Seethaler S.g.
Frau
Minister
Claudia Bandion-Ortner von
Dr. Konrad Gnaden, die 'elektron.Fußfessel'
für
ungefährliche
Täter wurden am
09.07.2010 im Parlament
beschlossen. Sie sind
nicht nur, wie sie
kolportiert haben für
Hr. Elsner möglich
sondern wären vor
allem, bei der
Vollstreckung des
Schandurteiles gegen die
Kunst des Dichter Helmut
Seethaler, anzuwenden.
Hier könnte die
Justiz zumindest einen
Teil ihres Gesichtes
wahren. Webinfo> MfG
Unbefugte
Bandion 2010-06-28 4v5
an
minister.justiz@bmj.gv.at
S.g. Frau Minister, ich
danke und bestätige
Ihre 2 Mail, das 1. war
inhaltslos. Die Info, dass
ich am Verfahren nicht
beteiligt war
(Vergangenheit), der
Instanzenweg und dass Sie
keine Urteile ändern
war mir bekannt. Wenn die
Justiz jedoch die
Vergangenheit mit der
Gegenwart verwechselt ist
deren Zukunft, genauso wie
die Heiligsprechung der
gerichtlichen Fehlerteufel,
fraglich? Ihr
Artikulationsverbot, mit dem
bloßen Hinweis auf
verfassungsrechtliche
Schranken - ohne diese
anzuführen, bleibt
daher Ihre persönliche
Visitenkarte. Im Kaprun
>
Prozess als Angeklagte
begründeten Sie Ihr
Schweigen allerdings, mit
dem Hinweis auf laufende
Ermittlungen. Kaprun und der
lebenslänglich
freigesprochene
Kindermörder >
sowie das Seethaler Urteil
gegen die Kunst, offenbaren
Ihre zitierten
unabhängigen
Rechtssprecher. Ihre
politische Verantwortung
jedoch kann nicht durch ein
Schweige Gelübte
abgelegt werden. Es hat mich
sehr gefreut MfG Anmerkung: Fr. Bandion ist verfassungsrechtlich nicht zum Kommentieren befugt gibt aber Krasser Detail preis. "...... ,dass das Bundesministerium für Justiz als Verwaltungsbehörde aufgrund verfassungsrechtlicher Schranken nicht befugt ist, Entscheidungen der in der Rechtsprechung unabhängigen Gerichte abzuändern, zu überprüfen oder auch nur zu kommentieren." (Lt. parlamentarischer Anfrage soll Bandion im Juli 2008 vom Raiffeisenbank Boss Konrad den Posten des Justizministers angeboten bekommen haben.) Auch
allfällige
Verfahrensfehler 2010-06-27
3v5
von
andrea.horvath@justiz.gv.at
Betreff BMJ
Erledigungsschreiben/27.05.2010
Gesendet von justiz.gv.at
Andrea Horvath BM für
Justiz Sektion IV
Straf- und Gnadensachen
1070 Wien, Neustiftgasse 2
(See attached file: BMJ
Erledigungsschreiben_27.05.2010.pdf)
BMJ
Erledigungsschreiben_27.05.2010.pdf
57 K R E P U B
L I K Ö S T E R R E I
C H BUNDESMINISTERIUM
FÜ R J U S T I Z
BMJ-4011945/0011-IV 2/2010
Bruno Mayer Per E-Mail:
bruno.mayer40@gmail.com
Adresse 1070 Wien, Museumstraße 7 e-mail kzl.d@bmj.gv.at Telefon (01) 52152-0* Telefax (01) 52152 2727 Sachbearbeiter(in): Mag. Julia Gföller Sehr geehrter Herr Mayer! Zu Ihrer E-Mail-Eingabe vom 21. Mai 2010 bezüglich des Urteiles AZ 76 Hv 1/10p des Landesgerichtes für Strafsachen Wien kann ich Ihnen als am Verfahren nicht beteiligte Person namens der für Einzelstrafsachen zuständigen Fachabteilung im Bundesministerium für Justiz nur allgemein mitteilen, dass das Bundesministerium für Justiz als Verwaltungsbehörde aufgrund verfassungsrechtlicher Schranken nicht befugt ist, Entscheidungen der in der Rechtsprechung unabhängigen Gerichte abzuändern, zu überprüfen oder auch nur zu kommentieren. Auch allfällige Verfahrensfehler können demnach nur von Gerichten höherer Instanz anlässlich eines rechtzeitigen und zulässigen Rechtsmittels wahrgenommen werden. Mit freundlichen Grüßen 27. Mai 2010 Für die Bundesministerin: Mag. Julia Gföller Anhang fehlte
2010-06-27
2v5
von
andrea.horvath@justiz.gv.at
Betreff Erl. an Bruno
Mayer 4011945/11-IV 2/2010
Gesendet von justiz.gv.at
Andrea Horvath BM für
Justiz Sektion IV
Straf- und Gnadensachen
1070 Wien, Neustiftgasse 2
(See attached file: Erl.
an Bruno Mayer BMJ-4011945_0011-IV
2_2010_27.05.2010_Bruno
Mayer.pdf)
Erl.
an
Bruno
Mayer
BMJ-4011945_0011-IV
2_2010_27.05.2010_Bruno
Mayer.pdf
17
K
Anmerkung:
Anhang fehlte.
Auskunftseingabe
2010-06-21 1v5
20100629 3v4 Sehr
geehrter
Herr
Mayer!
Sie
wenden
sich
an
die
Justiz-Opudsstelle
mit
einem
Schreiben
von
21.05.2010,
in
welchen
sie
auszugsweise
das
Urteil zu 76 HV 1/10P
gegen Helmut Seethaler
zitieren.
Ich entnehme Ihrem Schreiben weder eine Parteienstellung im Gerichtsprozess von Helmut Seethaler noch eine Angelegenheit, die in die Kompetenz der Justiz-Opudsstelle fällt. das Kommentieren, Abändern oder Aufheben von Gerichtsurteilen ist der Justiz-Opudsstelle nicht möglich. Urteile sind im Wege eines Rechtsmittel zu bekämpfen. Ich vberbleibe mit Freundlichen Grüßen für die Leiterin der Justiz-Opudsstelle Mag. Strebinger 201006 2v4 an
justizombudsstelle
Erinnerung
Auskunftseingabe und
Auskunftsverpflichtung
von Ämter und
Behörden. S.g.
Damen und Herren der
Justizombudsstelle,
die Justiz ein gutes
Beispiel? In dieser
Sache nicht! Mit der
Bitte um die
Begründung Ihres
Schweigens. MfG
c6 Zeuge hat gelogen 2010-07-10 6v6
Das
Wiener
Museums
Quartier^
gesteht, dass
sein "Zeuge"
gelogen hat, weil
MQ - Direktion ihn unter
Druck setzte: Zum
entfernen gab es nichts: Meine
GEHSTEIG-GEDICHTE
verschwanden durch
Witterung und 10.000e
Schuhe der Passantinnen
und Pasannten in 3 wochen
von selbst!
Dennoch ließ mich
das MQ wegen schweren
Sachbeschädigungen zu
2 Monaten Gefängnis
verurteilen. Sogar
die Berufung
bestätigte die
Strafe.
Dank 2010-07-10 5v6
Dank
für ihre wertvolle
Arbeit. Folgendes meine ich
nicht nur ironisch: Echte
Haft ist für mich echt
bedrohlich. Aber vielleicht
gibt's ja neue Formen: Heute
wurde die 'elektronischen
Fußfessel'
für ungefährliche
Täter beschlossen. Ich
beantrage sie, um meine
Haftstrafe daheim zu
verbüßen: Sobald
ich wieder Gedichte
öffentlich anschreibe,
gibt's Alarm!Bestrafungen
wegen Gedichte
2010-05-06 4v6
Eine meiner Bestrafungen
wegen Gedichte
- Verbreitung ist bereits
rechtskräftig und die
Zahlungsfrist seit Wochen
abgelaufen: Nun muss ich bald
90 Tage Ersatz - Arrest
absitzen. (Die andere Strafe
zu 2 Monaten Gefängnis
ist noch in Berufung.)Daher:
ÖFFENTLICHES ANSUCHEN
UM AUFSCHUB dieser
Geldstrafe wegen
Sachbeschädigung durch
schreiben meiner Gedichte an
Bauwände: Ich habe
diese 188 Euro nicht. Aber
ich wurde für den
Literaturpreis der Stadt
Wien vorgeschlagen: Ich kann
diese Strafe nur
bezahlen, falls
ich diesen Preis
bekomme: Und ich wurde
für diesen Preis
vorgeschlagen, weil ich das
machte, wofür ich
bestraft wurde! HS Urteilsbegründung
20100420 3v6
Grad
kürze ich die 40 Seiten
lange Urteilsbegründung
und die Dokumentation der
Verhandlung und verkleinere
es, so dass ein A3 Blatt die
Kerninformationen belegt.
Sobald ich’s kopiert habe,
sende ich’s Ihnen in 3-4
Tagen, bin derzeit ziemlich
krank. Wohl wegen des ganzen
Wahnsinns. Danke für
Ihre Arbeit. Besten
Gruß. HS
Amtliche
ZERSTÖRUNGEN 2010-03-29 2v6
Helmut
Seethaler A-1200
Wien Wasnergasse43/8
0043 1 330
37 01 0043 664 33 69
572 Oder ihn
googln.......Oder
facebookn...Gedichte
auf Zetteln die seit
vielen Jahren an
Bäumen,
Säulen und
Wänden zum
pflücken
hängen, oder
per Post für
einen kleinen Schein
auf PSK 7 975
059 BLZ 60 000. Am
Anrufbeantworter
täglich neue
Texte, weitere
Gedichte auf Zettel
und Infos
über
ständige
amtliche Wiener Vandalen -
Maßnahmen
gegen neue
Verbreitungsformen
von Literatur:
Danke für Ihre
Reaktion, es ist mehr
als purer Wahnsinn was
sich hier ein
Rechtsstaat
anmaßt, es ist
eine Aktion von
substanzlos
raffinierten
Protagonisten eines
politisch
geförderten
Machtapparates gegen
die Kreativität
und die fruchtbare
Öffentlichkeitsarbeit
eines
außergewöhnlichen
Literaten, die letzten
Endes gegen alle
Schreibenden gerichtet
ist. Man könnte
schier verzweifeln,
dass so etwas
gerichtlich verurteilt
wird. Hunderwasser hat
einst seine Notdurft
vor der Türe der
damaligen
Stadträtin
Gertrude Sandner
verrichtet, was
verständlich war
aber nicht
nachahmenswert ist.
Denken Sie auch wie
die
Österreichische
Unkulturszene Thomas
>
durch den Schmutz
gezogen hat und wie
die Literatur des
Massenmörder
Unterweger
gefördert wurde.
Die Gerichtsbarkeit
Österreichs hat
auch das Privileg den
nationalsozialistischen,
sadistischen
Kinder
Massenmörder >,
bis zu seinem Tod,
einen Heiligenschein
ausgestellt zu haben.Auch ich habe an Ihren Gedichtsbäumen mit Freude geerntet. Wenn es hoffnungslos erscheint, die Hoffnung stirbt nicht zuletzt – sondern bleibt bestehen so lange man lebt. Hier wurde die Kernsubstanz Ihrer lyrischen Arbeit, von der Stadt Wien nicht einmal toleriert sondern ständig gnadenlos sabotiert und vernichtet, obwohl Ihre Lyrik nie den Rahmen der Kunst verlassen hat und auch nicht den Anschein einer Provokation oder Beleidigung hervorruft. Sie ist im Gegenteil davon, im Einzelnen und im Gesamten ein Denkzettel deren Inhalt, das Volumen der Köpfen der Aktionäre gegen Sie, sprengt. Diese Niederschrift ist allerdings geduldig, weil ich nicht selber durch das Gefängnis bedroht bin, doch denken Sie daran Ihre Berufung nicht wegen einer Ansammlung von, durch Steuergeldern bezahlten, Kunstbanausen im Staate Österreich und speziell in Wien, leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Für den derzeitigen Wiener Stadtrat^ für Kultur wäre auch die vorher zitierte Hundertwasser Aktion zu schade, sein Horizontradius endet beim Bonbonball und reicht auch nicht über den Marchfeldnerhof hinaus. Kunst und Kreativität findet immer wieder einen Weg, denn es gibt dazu keine Alternative. MfG Kultur Anderl Mailath 2010-03-19
> Schilda >
Mailath-Pokorny
Andreas, Dr.
Amtsführender
Stadtrat (SPÖ),
Geschäftsgruppe
Kultur und
Wissenschaft andi.mailath@gku.wien.gv.at Ein solcher mit Steuergeldern geförderten "Öffentlicher Museums Quartier Raum" der Stadt Wien ist entbehrlich. Ich danke für Ihre Reaktion bzw. für die stillschweigende Außer Streitstellung dieses Textes. MfG Keine
Notdurft
2011-02-10
Hunderwasser
hat einst seine
Notdurft vor der
Türe der
damaligen
Stadträtin
Gertrude Sandner
verrichtet, was
verständlich war
aber nicht
nachahmenswert ist.Anmerkung^: Für den derzeitigen Wiener Stadtrat für Kultur wäre auch die vorher zitierte Hundertwasser Aktion zu schade, sein Horizontradius endet beim Bonbonball und reicht auch nicht über den Marchfeldnerhof hinaus. Für "Freiheit im MQ!" 1. 2.002Mtgl.
2. 17.474Mtgl.
e3 Waldner
Banausencausa M.Q. > 20100910
Museums
Quartier
Eigentümer: Republik Österreich 75% Bund 25% Gemeinde
Wien Aufsichtsrat
Vorsitz:
Dkff. Wilhelmine
Goldmann Goldmanns
Bereicherungen^
"Es
ist jedenfalls
gut, dass Frau
Goldmann ihren
Verweis
für ihre
Privataktivitäten
auf
Firmenkosten (der
ÖBB)
kassiert
hat." Quelle
Geschäftsführung:
Dr. Wolfgang
Waldner office@mqw.at
Eine "Überreaktion
des Personals"
habe zur
Kontroverse
geführt; so
GF Waldner.
Darauf hin
formierten sich 2
Gruppen "Freiheit
im MQ!" Man
habe nur
vorbeugend Exzesse
verhindern wollen.
Waldner hatte
gegenüber
Medien bereits
betont: Das
grundsätzliche
Verbot
mitgebrachter
alkoholischer
Getränke sei
von der Polizei
und Anrainern
gefordert worden.
Auch sei das MQ
rechtlich gesehen
Privatgrund mit
öffentlichem
Durchgangsrecht,
wurde betont.ÖBB-Managerin Goldmann wird nur verwarnt! Der Aufsichtsrat der ÖBB-Personenverkehrs AG hat am Donnerstag Vorstandsdirektorin Wilhelmine Goldmann wegen der "Verwendung betrieblicher Mittel für nicht betriebliche Zwecke" einen Verweis erteilt, diese aber nicht, wie vielfach erwartet, fristlos entlassen. Aufsichtsratschef Fredmund Malik und ÖBB-Chef Huber begründeten das Vorgehen mit prinzipiellen Überlegungen. Der Aufsichtsrat sei einstimmig zur Meinung gelangt, dass....Quelle Ausgerechnet
das Museums
Quartier,
das
sich
als Hort
künstlerischer
Toleranz und
kultureller
Liberalität,
vor allem aber
schicker
Freizeitmode,
generiert, scheint
dem Zetteldichter
nun das Genick der
dichterischen
Freiheit gebrochen
und zugleich seine
wirtschaftliche
Existenz
vernichtet zu
haben.
Ausgerechnet im
Museums Quartier
wurde Kunst zur
Sachbeschädigung!
Das mit
abwaschbarem,
nicht wetterfestem
Edding - Stift.
Daraufhin haben
M.Qu. -
Mitarbeiter gegen
den Dichter
Strafanzeige
erstattet und
dreizehn
Steinplatten
à 390,-
Euro,
Gesamtschaden
5.070 Euro [!!!],
beklagt. Obwohl es
keinerlei Schaden
gibt!
Helmut Seethaler Wiener Poet im öffentlich Das Wiener Museums Quartier gesteht, dass sein "Zeuge" gelogen hat^, weil MQ - Direktion ihn unter Druck setzte: Zum entfernen gab es nichts: Meine GEHSTEIG-GEDICHTE verschwanden durch Witterung und 10.000e Schuhe der Passantinnen und Pasannten in 3 wochen von selbst! Dennoch ließ mich das MQ wegen schweren Sachbeschädigungen zu 2 Monaten Gefängnis verurteilen. Sogar die Berufung bestätigte die Strafe.
MUSEUMSQUARTIERGERICHT
2010-03-19 3v3
an Irene
Preißler
<ipreissler@mqw.at>
Datum 19.
März 2010
13:48 Betreff
Re:
MUSEUMSQUARTIERGERICHT
gegen
Kunstfreiheit
Sehr
geehrter
Herr Dr.
Wolfgang
Waldner
Direktor,
Museums
Quartier Wien.
p.
Adr.<ipreissler@mqw.at>
Danke für
Ihr Mail,
bezüglich
einer Anzeige
gibt indirekte
Möglichkeiten,
gegen eine
Person, um
nicht direkt
als Anzeiger
aufzuscheinen.
Ihr Vergleich
mit dem von
Ihnen zur
Anzeige
gebrachten
Fall, mit
Herrn
Seethaler
zeigt den
wahren
Hintergrund.
Danke für
die
Information,
die Polizei
ermittelt und
nicht das
Salzamt und
dass Sie kein
Angehöriger
der Justiz
sind. MfG
Keine
Anzeige erstattet
2010-03-19 2v3
2010/3/19
Irene
Preißler
<ipreissler@mqw.at>
Sehr
geehrter Herr
Mayer^,
wie bereits
mehrfach auch
gegenüber
den Medien
dargelegt, hat
das Museums
Quartier keine
Anzeige
gegen Helmut
Seethaler
erstattet.
Vielmehr mussten
wir wie in
anderen
ähnlich
gelagerten
Fällen aus
Versicherungsgründen
polizeiliche
Anzeige gegen
unbekannte
Täter
erstatten,
nachdem auf dem
im Eigentum der
Republik
befindlichen
Vorplatz des
MuseumsQuartier
Wien 14
Steinplatten mit
Farbe (nicht mit
Gedichten)
beschmiert
worden waren.
Die Platten
wurden dadurch
beschädigt
und die Farbe
ist bis heute
nicht
verwittert. Die
Polizei hat die
Ermittlungen
aufgenommen und
die
Staatsanwaltschaft
eingeschaltet.
Die MQ E+B hat
keinerlei
Einfluss auf ein
allfälliges
Strafverfahren
gegen Helmut
Seethaler oder
andere Personen
und würde
an einem solchen
auch nicht
teilnehmen. Mit
freundlichen
Grüßen
Irene
Preißler
Von
Steuergeldern
geförderten
Quartier
2010-03-19 1v3
Sehr
geehrter
Herr Dr. Wolfgang
Waldner Direktor,
Museums Quartier
Wien, per Adresse
MQu Presse ipreissler@mqw.at. Sie
haben es gerade
notwendig den
Zetteldichter Seethaler
anzuzeigen und
somit Ihr wahres
Gesicht für
Ihre Freiheit der
Kunst, von Ihrem Von
Steuergeldern
geförderten
Quartier
aus, zu
offenbaren. Ziehen
Sie daher bitte
Ihre Anzeige gegen
die Freiheit der
Kunst im
öffentlichen
Raum zurück.
"Nach 37
Jahren
Verbreitung
meiner Gedichte
(und 3.500
Anzeigen) muss
ich ins
Gefängnis:
'Für
beschreiben des
Gehsteigs vorm
Wiener
Museumsquartier
wurde ich vom
Museumsquartier
mehrmals wegen
schweren
Sachbeschädigungen
angezeigt': Sie
wollen den
Gehsteig
auswechseln! Es
War aber ein
leicht
abwaschbarer
Stift. Ich bekam 2
Monate bedingt auf
3 Jahre. Am Ende
der Verhandlung
verlas die
Richterin den
bereits vorher
verfassten
Schuldspruch: Jede
Veränderung
des
Öffentlichen
Raumes ist
strafbar! Wozu
verhandeln, wenn
Urteil
feststeht."
So der betroffene
Poet. Dazu
passt nur ein
Zitat von Thomas
Bernhard:
Ich danke für
Ihre Reaktion bzw.
für die
stillschweigende
Außerstreitstellung
des Textes. MfG
Bruno Mayer
Sie (aber
besonders Sie
Frau Goldmann^
im Museumsquartier)
sitzen noch
immer im
auf ihren
dicken (ARSCH)
ÄRSCHEN
in Tausenden
und
Hunderttausenden
Ämtern, in allen
Winkeln des
Staates u.
haben nichts
als die
Auslöschung
und das
Umbringen im
Kopf."
Thomas
Bernhard
> |