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89 1931 - 1989
09.02.1931-12.02.89 Ein Mann der Weltliteratur und eine ganz ausgeprägte Einzelerscheinung unter den Grossen unserer Zeit
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200905 ÷  02
BERNHARDWEG 2009  ÷÷ 02
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ERINNERUNG   ÷÷

BERNHARDWEG   Gerda.Maleta  GEHEN.DENKEN Ghanescha-Österreicher  Bierführerexistenz-SPÖ.Ohlsdorf  Marina.Grogger      

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BERNHARDWEG   Horst.Gansel: Arbeit Mensch Maschine Bronzeguss Hände bewegen Ortsbrunnen in Steinerkirchen Glücksbrunnen Hass
 
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Bernhards Gummistiefel Glasvitrine, erzürnt noch den im Massengrab eingescharrten Mozart> Quelle  Bernhards Fahrrad im Musik
Salon des Gläsernen Saales  des Musikvereines Wiens?  Hosenträgerorden-Quelle  Holzfällen FORUM.BERNHARD 2009 Bernhard's 20. Todesjahr   
 
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  ERINNERUNG  Skulptur Thomas.Duttenhoefer

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2009.05.30 Alte Texte: Holzfällen vor Gericht von Hanno Kühnert

Hasserfüllte Verwünschungen, Diffamierungen bis zur nationalen Pogromstimmung – dem Tod von Thomas Bernhard vor zwanzig Jahren waren die wohl bittersten Auseinandersetzungen um eines seiner Werke vorausgegangen: Der schrille Aufruhr, den Österreich-Chauvinisten ohne jede Textkenntnis im Herbst 1988 um Bernhards monologisches Drama „Heldenplatz“ inszeniert hatten, hat vielleicht sogar zum raschen Tod des aufgrund einer chronischen Lungekrankheit moribunden Schriftstellers im Februar 1989 beigetragen. Gegen den damaligen Gesinnungsterror selbsternannter Patrioten waren die ebenfalls durchaus bitteren Auseinandersetzungen um seinen Roman „Holzfällen“ eher Komödie. Hanno.Kühnert, einer der luzidesten Betrachter von Recht, Gesetz und Justiz im deutschsprachigen Journalismus, hat sich anlässlich dieser Groteske Gedanken über die Freiheit der Kunst und das Persönlichkeitsrecht gemacht. Der inzwischen tote Journalist, der für alle deutschsprachigen Druckmedien von Rang und Seriosität gearbeitet hat, spiegelt 1985 die „Erregung“ des kunstvollen Wüterichs Bernhard auf dem Fall des „Mephisto“ von Klaus Mann. So schreiben Schriftsteller ungewollt Rechtsgeschichte.
Michael Frank

 Das Landesgericht für Strafsachen Wien fasst in der Strafsache des Privatanklägers und Antragstellers Gerhard.Lampersberg gegen den Beschuldigten Thomas Bernhard und den Antragsgegner Suhrkamp-Verlag ... nachstehenden Beschluss: Gemäß Paragraph 36 Mediengesetz wird die Beschlagnahme des Buches „Holzfällen – eine Erregung“ von Thomas Bernhard, erschienen im Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, bei der Firma Zentralgesellschaft für buchgewerbliche und graphische Betriebe ... in Wien sowie in allen Buchhandlungen Österreichs angeordnet“.
Ein Paukenschlag war dieser Beschlagnahmebeschluss eines neuen Buches von Thomas Bernhard, den die Landesrichterin Brigitte Klatt in Wien am 29. August 1984 aussprach – ein Paukenschlag für die ganze deutschsprechende Literaturwelt. Das anthrazitgraue Bändchen des berühmten österreichischen Dichters, 326 Seiten dick und damals erst seit wenigen Tagen überhaupt in Österreich ausgeliefert, erregte, langweilte oder amüsierte gerade die deutsche Literaturkritik, die aber fast durchweg die „musikalische Sprache“ von Thomas Bernhard lobte, manchmal enthusiastisch pries.
Das Buch, das da so unbarmherzig im Heimatland des Autors aus dem Verkehr gezogen wurde, beschreibt die Gedanken eines verärgerten und innerlich aggressiven Menschen, der zu Gast bei einem Abendessen ist. Der Mann sitzt zuerst „auf einem Ohrensessel“ und sinniert wutentbrannt über die Gäste des Nachtmahls, über den Burgschauspieler, dem zu Ehren es stattfindet, und vor allem über das Gastgeber-Ehepaar, enge Freunde aus früheren Zeiten, die er jetzt ziemlich intensiv hasst. Der Mann auf dem Ohrensessel steigert sich in seinen Überdruss über alle und jeden, schließlich fällt er in seinen Gedanken auch über sich selbst her. Nach dem bis tief in die Nacht dauernden Mahl hat er alles aufgeschrieben und seine wütenden Gedanken zu einem Roman gemacht, einem Schimpf-Roman, der den humorbegabten Leser eher amüsiert, manchmal auch ein bißchen langweilt.
Die Gastgeber in Thomas Bernhards neuem Buch, das im Untertitel als „eine Erregung“ bezeichnet ist, nennen sich „die Eheleute Auersberger“. Der Mann ist Komponist. Und da gibt’s nun in Österreich einen Komponisten, einen früheren Freund von Thomas Bernhard, der wohnt in Maria Saal und heißt Gerhard Lampersberg. Lampersberg, ein „Faktotum des Wiener Nachtlebens“, Vertreter der neuen Musik, ist ein Mäzen der österreichischen Künstler. Einem Freund, dem österreichischen Literaturkritiker Hans Haider, Feuilleton-Redakteur der Wiener Presse, hatte der Suhrkamp-Verlag ein ungebundenes Vorausexemplar zum Rezensieren geschickt.
Als Haider das Buch las, glaubte er voller Schrecken, in dem Bernhardschen „Auersberger“ seinen Freund Lampersberg zu erkennen, nicht besonders vorteilhaft gezeichnet. Eilig fuhr der Journalist nach Maria Saal und zeigte Lampersberg die vielen schlimmen Stellen, die möglicherweise ihn betrafen, und Lampersberg erkannte sich in der Romanfigur wieder, wie unvorteilhaft sie auch sein mochte. Unbedacht ging Lampersberg zu Anwalt und Gericht, mit dem Antrag, das Buch zu verbieten und gegen den Dichter Thomas Bernhard wegen Beleidigung und übler Nachrede vorzugehen. Eine Wiener Feuilletonstin meinte dazu süffisant, das sei wohl das erste Mal, daß es einem Literaturkritiker gelungen sei, ein Buch zu verbieten.
Diese ziemlich verrückte literarische Justiz-Geschichte ist noch nicht zu Ende. Zwar hat das Wiener Oberlandesgericht die Beschlagnahme nach knapp vier Monaten Dauer wieder aufgehoben und „Holzfällen“ für Österreich wieder freigegeben, aber das Strafverfahren gegen Thomas Bernhard wegen Beleidigung ging noch eine Zeitlang weiter, und der Dichter hat auch, wutentbrannt über die angetane Schmach, seinen Verlag Suhrkamp angewiesen, seine Bücher nicht mehr nach Österreich zu liefern, „und zwar für die Dauer des gesetzlichen Urheberrechts, das ist von heute bis 75 Jahre nach meinem Tode. Dieses Auslieferungsverbot gilt für das gesamte österreichische Staatsgebiet und für sämtliche meiner Bücher. Ich will derartige erniedrigende und entwürdigende Prozesse, die in keinem anderen Staat Mitteleuropas möglich wären, aus Gesundheitsgründen nicht mehr führen“.
Ob diese Behauptung Thomas Bernhards stimmt, ob er besonders nicht in der Bundesrepublik möglich wäre, wollen wir untersuchen und dabei die immer wieder aktuellen Probleme der Literatur- und Kunstfreiheit und des Persönlichkeitsschutzes von Personen, die sich in Büchern wiederfinden, unter die Lupe nehmen. Dabei ist das Wort Prozess im weitesten Sinne zu sehen. Gemeint ist hier, ob ein Bürger, eine existierende Person, die sich in einer fiktiven Figur eines Buches wiederzuerkennen glaubt, ein solches Werk verbieten lassen und vom Markt verschwinden lassen kann, entweder zivilrechtlich oder strafrechtlich, wie es dem Komponisten Lampersberg in Österreich gelungen ist. Wie immer die österreichischen Gerichte judizieren – wir wollen das Problem anhand dieses Buches in die Bundesrepublik übertragen und prüfen, ob hierzulande und jetzt das Werk „Holzfällen“ verboten werden könnte.
Da das Buch ein schönes Schulbeispiel für den Konflikt zwischen den Freiheiten des Literaten beim Schreiben und dem berechtigten Ehranspruch der Dargestellten ist, gewinnen wir aus dieser Betrachtung einen guten Überblick über das deutsche Recht, das auf beleidigte Romanfiguren angewandt werden muss. „Aber er ist verkommen, hat alles in ihm, selbst das Musikalische, das ihm einmal das Höchste gewesen war, mit den Jahren seiner krankhaften Trunksucht, verludern lassen, dachte ich, auf dem Ohrensessel sitzend.“
Das ist eine von achtzehn Stellen aus dem Buch, durch die der ehemalige Freund von Thomas Bernhard sich diffamiert glaubt und die er dem Gericht vorgelegt hat, eben nicht nur als Beweis für die Gemeinheit des Dichters, sondern sonderbarerweise auch als Beleg dafür, daß er gemeint ist. Ein Großteil des Buches beschäftigt sich mit dem Ehepaar Auersberger, dessen Namensähnlichkeit zum Lampersberg natürlich ins Auge sticht. Sie luden ein zu einem „künstlerischen Abendessen“, das dem verdrießlich gestimmten Gast so großes Unbehagen bereitete. Doch macht dieser sich auch immer wieder gewaltige Selbstvorwürfe, gekommen zu sein.
Er selbst sieht sich mehrfach als heuchlerischen Schuft und nimmt sich auch über sich selbst kein Blatt vor den Mund. Aber noch einmal zu den Eheleuten Auersberger: „…die Eheleute Auersberger im Hintergrund, die ihren Anwaltonkel alljährlich zum Abverkauf auch ihrer noch allerletzten Grundstücke antreiben, und der auch ihre allerletzten Grundstücke verkaufen wird, damit sie, ohne auch nur einen Finger rühren zu müssen, ihr mehr oder weniger nichtsnutzes gesellschaftliches Leben fortführen können, dachte ich auf dem Ohrensessel. Perfide Gesellschaftsonanisten, dachte ich auf dem Ohrensessel sitzend, was für ein wahres Wort, das der Tapisserist Fritz ihnen einmal ins Gesicht gesagt hat … Komponist hat der Auersberger sein wollen, und es ist doch nichts anderes aus ihm geworden, als ein verkommener, vom Vermögen seiner Frau stumpfsinnig gewordener Gesellschafts-Kopist als Webern-Nachfolger“.
So ähnlich zieht Thomas Bernhard auch über Frau Auersberger her, und so geht’s fast durch das ganze Buch. Es ist ein „erregendes“ Geschimpfe. Wenn man sich eingelesen hat, werden diese Ärger- und Hasstiraden immer belustigender, und tatsächlich kippt die Atmosphäre dann auch um: Der Leser findet nicht nur die bitteren Selbstvorwürfe des Autors übertrieben, er gewinnt auch das Ehepaar Auersberger fast lieb, denn Leute, die so fürchterlich mit Wut bedacht werden, müssen das doch wert sein – ein ganzes Buch des österreichischen Dichters. Die Groß-Schimpfe stellt eher, was die Identität der Personen betrifft, Distanz her. Dass aber der Wohnort der Auersberger Maria Zaal heißt, und der Wohnort des Klägers Lampersberg Maria.Saal, ist ein weiterer Anhaltspunkt, daß der Kläger von Thomas Bernhard auch gemeint war.
Die Richterin: „Der Privatankläger … veranstaltet seit vielen Jahren gemeinsam mit seiner Gattin Künstlertreffen, auf die im Buch Bezug genommen wird, und zwar in Maria Saal, das im Buch als Maria Zaal bezeichnet wird. Aus diesen Ähnlichkeiten der Umstände des Buches zur Wirklichkeit ist für den Leser in der Romanfigur des Auersberger der Privatankläger erkennbar. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Buch wie alle Bücher von Thomas Bernhard von einem ausgewählten Leserkreis konsumiert wird, die über Begebenheiten in Künstlerkreisen gut informiert sind und daher ein jedenfalls nicht unbeträchtlicher Leserteil des inkriminierten Buches in der Person des Auersberger den Privatankläger erkennt“.
Man kann nicht gerade sagen, das Deutsch dieses Wiener Gerichts sei Thomas Bernhard angemessen. Immerhin wird die Erkennbarkeit der Romanfigur begründet. Das Gericht fragt dann noch, ob vielleicht das öffentliche Informationsinteresse entgegenstehe, verneint das aber angesichts der angeblichen Schwere der Beleidigung. Kein Wort verliert die Entscheidung über die Literatur- und Kunstfreiheit, die ja auch gegen eine Beschlagnahme sprechen könnten. Sie gibt es in der österreichischen Verfassung nicht ausdrücklich, sie sind keine Grundrechte. So wenden wir den Blick in die Bundesrepublik. Das Grundgesetz sagt in Artikel fünf Absatz drei lapidar: „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei“.
Zur Freiheit der Kunst gehört selbstverständlich die Freiheit der Literatur, denn sie ist ein Teil und eine Form der Kunst. Wo aber liegen denn nun in unserem Rechtskreis die Grenzen zwischen einer sehr offenen Freiheit des Dichters, der ungebremst seine Umgebung, seine Freunde und auch Fremde in seinen Romanen porträtiert und malträtiert, und den Rechten der so Dargestellten, die sich möglicherweise in ihrer persönlichen Ehre verletzt fühlen? Kommt es darauf an, ob die Wirklichkeit noch erkennbar ist? Kommt es auf den Grad der Verfremdung an? Spielen andere Gründe bei der Abwägung eine Rolle?

 Resümee: Für einen Roman ist die Elle der puren Realität zu kurz, die Ausnahmesituation des Autors ist nicht genug berücksichtigt worden, und wegen des zeitlichen Abstandes wäre der Schaden für das Persönlichkeitsrecht Gründgens’ ohnehin inzwischen gering. Wenn man diese Maßstäbe nun an das Buch „Holzfällen“ von Thomas Bernhard anlegt und darüber nachdenkt, ob es unter solchen Auspizien bei uns verboten würde, läßt sich leicht zu einem Resultat kommen. Zwar sind auch hier einige krasse Ähnlichkeiten mit Figuren des realen Lebens zu finden, aber Thomas Bernhard hat durch den Stil des Selbstgesprächs, der durch einen ganzen Roman gezogenen Wut und des Überdrusses über alles und jedes, vor allem sehr deutlich auch über sich selbst, eine so subjektive und in sich gekehrte Atmosphäre erzeugt, dass an diese Kunstform nach deutschem Recht wohl niemand mit einem Verbot herankäme: zu wenig sind im Verhältnis zur Kunstfreiheit des Romans die persönlichen Ehrenbelange des Komponisten Lampersberg verletzt.
In diesem besonderen Fall hat Lampersberg, der nur im engsten Wiener Kreis bekannt war, durch seine Klage den Schaden unüberlegt, also schuldhaft noch vergrößert: dadurch, dass er sich öffentlich mit der Romanfigur identifizierte, zog er die Schmähungen des Buches noch mehr auf sich und machte sich weithin als Opfer Thomas Bernhards bekannt. Sigrid Löffler drückt das in der Zeit so aus: „Als Bernhard beispielsweise im Roman „Beton“ einem Monsignore nachsagte, er habe sich aus Kirchenbeitragsgeldern eine Luxuswohnung mit Antiquitäten vollstopfen lassen, da war keiner so unklug, sich betroffen zu fühlen. Diese Leute wissen eben, wie bei literarischen Texten die Identifizierungsmechanik abläuft: Wer sich zu erkennen gibt, der ist es auch. Sie ziehen es daher vor, sich mit all dem Üblen, das ihnen Bernhard als literarischen Figuren nachredet, als juristische Personen gar nicht erst zu identifizieren“.
Das soll keineswegs heißen, dass man sich in einem solchen Prozess gar die Klage selbst vorwerfen lassen muss. Aber man kann auch dem Gegner nicht den Effekt vorhalten, den die Klage eben hat, dass nämlich all der Schimpf hundertmal so vielen Leuten bekannt wird, als es zuvor wußten. Der Zustand vor der Klage ist maßgebend, und da hielt sich der Schaden nun wirklich in Grenzen, jedenfalls kann er nach unseren Maßstäben kein Verbot des Romans bewirken. Eine merkwürdige Pointe hat der Roman „Holzfällen“ aber doch. Der Verkauf des Buches ist in Deutschland und – unter der Hand – auch in Österreich gewaltig gestiegen. Und schon vor dem bisher letzten Termin in der Sache am 8. Februar bekundete Lampersberg seine Freude darüber, dass das österreichische Fernsehen eine alte Sendung wiederholte, in der Lampersberg seinen früheren Freund Thomas Bernhard bestens herausstellte. Der Spiegel argwöhnte dunkel, vielleicht sei der ganze Streit ja doch nur ein verkaufsfördernder Trick der beiden Kunstbeflissenen.
Gesamttext

Anmerkung: Erst Fünf Wochen später, nach der Konfiskation von Holzfällen meldet sich der damalige Bundesminister für Wissenschaft und Forschung, Dr. Heinz Fischer> und jetziger Bundespräsident, im „ORF Mittagsjournal“ vom 5. Oktober 1984 zu Wort. Er fordert vom Gesetzgeber in Auseinandersetzung mit Kunst die verfassungsmäßig Höherrangigkeit der „Freiheit von Kunst“. 

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2009.05.17 Lunaceks Rufmord>
Sehr geehrte Frau Lunacek, Lunacek-Gruene.at  zu Ihrem in den Medien ausgesprochenen Zitat: „Ich liebe die EU so – wie Thomas Bernhard Österreich geliebt hat.“ Es gibt genug Zitate von Thomas Bernhard, wie zum Beispiel: „Die Politiker sind alles Falotten“(Kurzform), die Sie verwenden können). Infomail^
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12.02.2009 VOM GEÄCHTETEN ZUM DICHTERFÜRSTEN Der "Thomas.Bernhard.Weg" Gehen.u.Denken   Postmann Die Historiker^ 
  Sollte gegebenenfalls auch eine Strecke zurückgelegt werden die einst auch der selige Bernhard begangen hat, so kann es sich nur um eine rein zufällige und unbeabsichtigte Begebenheit und keinesfalls um eine Verwechslung handeln. Der Leiter des Bernhardarchives in Gmunden, Herr Dr. Martin Huber haltet ja unzweifelsfrei fest; "es soll auch nicht vorgegeben werden, man könne die gleichen Strecken gehen, die der Dichter zu seinen Lebzeiten beschritten hat." Diese außergewöhnliche und ganz besondere Heraushuben und Betonung "der Lebzeiten des Dichters" - kann nur eine Folgerung mit sich ziehen: Bernhard war bereits vor seiner Geburt ein Wanderer und, auch nach seinem Tod, ist er ein ewiger Wanderer geblieben.     
  Headsets - Wanderungen mit Fitness, Wellness und Kneipgebarungen mit garantierten Wohlfühlerscheinungen kann die Gemeinde Ohlsdorf, mit den lächerlichen unleserlich kleinen Textpassagen in ihrer HP, ohne Übertreibung und bei Gott oder gottseidank noch nicht auf ihren Folder schreiben. Auch der Folder ist so ein Anglizicissimus, im Englischen ist er ein Ordner oder ein Aktendeckel auf gut Deutsch wird aus ihm ein gefaltenes Papier. Immerhin bei den eingebürgerten Hinterunterohlsdorfer Vor- und Nachalpen Gmundner - bergüberragende Geistesgrößen ist bei den urdümmlichen mundartlichen Headsets, so wie bei den standardgemäßen Headsetsausführung, die aus aus Kopfhörern mit eingebauten Mikrophon bestehen, die Möglichkeit gegeben sich sprachlich über Geschmacklosigkeiten auszulassen. Sollte aber der Offenbarungsdrang und das Mekereiverlangen noch nicht damit gestillt sein - bleibt immer noch der Weg, zum unzensurierbaren Wanderbuch^. Speziell die Archivare, Germanisten, Histeriker und besonders die dichtenden Pfifferlinge können ihren Verewigungsdrang dort ungehindert ausleben.
  Ob es sich bei den Stühlen^, die bei den Wanderstationen aufgestellt sind, um Ansitzstühle, Hörstühle, Lehrstühle beziehungsweise Leerstühle oder Stuhlgangstühle handelt - oder ob es einfache Sitzgelegenheiten als Stuhlreste Überbleibsel von der Landesausstellung sind? Hier liegt das Lebenswerk des Herrn Hubers und eine für ihn erfüllende Feldforschungsarbeit noch offen dar.  Was bedeuten die bernhard'schen Gummistiefel - oder sind es vielleicht gar Lederstiefel, die in einer Glasvitrine inmitten des Vorraumes im Berhardhaus stehen? Hier wird, dem Anscheine nach, der duftende Dichterschweiß des Dichtergehwerkes für die Nachwelt sichergestellt. Geschickte Werbefachleute haben damit eine Vorstufe für einen auf den Markt zu bringenden Berhard Fußspray errichtet. 
  Das zur Schaustellung, im Salon des Gläsernen Musikvereinsaales in Wien, aufgestellt gewesene  bernhard'sche Fahrrad^ - als Ausdruck der Freunde schöner Götzenfunken unter dem Motte; "Ich weiß nicht was soll das bedeuten", zum 20. Todestag Bernhards für die Hermann.Beil Lesung? Eine oberflächliche Bedeutungslosigkeit eines ganz natürlich sogenannten Bernhardweges? Was sind also die ohlsdorfer'schen in der Gegend frei herumstehenden Stühle wirklich? Und was hat man bei der Errichtung der in Ohlsdorf herumstehenden Wanderwegstühle, versucht zum Ausdruck zu bringen? Eines steht allerdings fest, im Sitzen kann man die Texte auf der Innenseite der Stuhllehnen nicht wahrnehmen, im Stehen ist die Schrift zu klein und im Liegen zu hoch, es bleibt nur ein Kniefall für diese Peinlichkeit.
"Bernhard hat sich die Gegend erschlossen und erwandert," "der Bernhard  Weg soll kein Weg auf den Spuren von Bernhard sein"? "Er ist ganz einfach ein Weg, bei dem Landschaft und Orte passiert werden, die auch in Bernhards Literatur eine Rolle spielen. Orte und Landschaften die Bernhard nie betreten hat sollen in seinen Werken eine Rollen spielen? Fragen über Fragen, die auch die Fragwürdigkeit einer Hinterfragung, dieser sich selbst entblößenden Offenbarungen über einen Verflossenen, als unzweckmäßig und sinnlos in Frage stellen. Wenn sich auch Bernhard im Grab nicht mehr aufbäumen kann, so kämpft sein Geist, so wie in seinem irdischen Dasein, gegen die Windmühlen der politischen und kulturellen Hydraschlangen - Beschwörer des österreichischen Staates.    
Was es auch immer sei, von Bernhard Sinn ist kein Quäntchen dabei. Den Archivaren, den Germanisten, der ganze Bernhardgesellschaft kann man nur mit Bernhard selbst begegnen:
"Sie sitzen (noch immer) auf ihren dicken ÄRSCHEN^ in Tausenden und Hunderttausenden Ämtern, in allen Winkeln des Staates........"
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  "Die Historiker Germanisten und Archivare  wissen auch, dass sie ihre Geschichten zu einem bestimmte Zweck schreiben - nicht selten, um die Gegenwart oder die Vergangenheit entweder zu verherrlichen oder zu verdammen."
Sie kommen im allgemeinen nicht zur Hochzeit, sondern zum Begräbnis. In jedem Falle tun sie sich mit einer Autopsie leichter als mit der Berichterstattung über offene Entwicklungsprozesse" - nach Neil.Postman
>, Das Technopol, 204 - Das Verschwinden der Kindheit, 1983
  
Der Weg beginnt an seinem Wohnhaus, einem oberösterreichischen Vierkanthof, trägt den Namen "Denken und Gehen^" und wiederum nach 11 Stationen endet er am Ausgangspunkt. An den 11 Stationen sind Zitate von Thomas Bernhard zu lesen. Von den verantwortlichen Herrn Dr. Martin Huber wird aber ausdrücklich festgehalten es handle sich um keinen Bernhard Gedenkweg. "Der Bernhard-Weg soll kein Weg "auf den Spuren von …" sein, und es soll auch nicht vorgegeben werden, man könne die gleichen Strecken gehen, die der Dichter zu seinen Lebzeiten beschritten hat." "Über Headsets sind Textausschnitte von Bernhard und anderen Autoren zu hören." 
 Im oberösterreichischen Salzkammergut lädt die Gemeinde Ohlsdorf dazu ein, auf einem speziell markierten Rundweg jene Gegend im Gehen zu erfahren, in der sich Bernhard vor mehr als 40 Jahren ansiedelte, und sich dabei auch gedanklich mit seiner Literatur zu beschäftigen. Auf 11 Einzelstationen sind signifikante Zitate aus Bernhards Werk ausgestellt, die Assoziationen zu bestimmten Aspekten aus seiner literarischen Welt auslösen. Eine weitere, akustische Ebene ist über Headsets zugänglich, aus denen längere Textausschnitte von Bernhard und anderen Autoren zu hören sind. Der gehende Bernhard, die Idee eines Bernhard-Weges ist so abwegig nicht, spielt doch das Gehen in Bernhards Leben und Werk eine eminente Rolle: "Zahlreiche Interviews zeigen Bernhard gehend. Es ist auch dokumentiert, dass er - gerade in den Jahren nach seiner Ansiedelung - die Gegend erschlossen, erwandert hat. Das spiegelt sich offenbar auch in seinem Werk wieder."
Der Thomas-Bernhard-Weg, der auch ganz einfach ein Weg ist, bei dem Landschaft und Orte passiert werden, die auch in Bernhards Literatur eine Rolle spielen.
Wegbeschreibung
Als Einstieg für den 12 km langen Rundweg, der sich auch in zwei kleinere 8 km-Runden unterteilen lässt, stehen Parkplätze im Ort Ohlsdorf, beim Bernhard-Haus in Obernathal sowie bei der Kohlwehr zur Wahl.
  Noch idealer ist jedoch der Einstieg in der Nachbargemeinde Laakirchen, mit dem Papiermachermuseum Steyrermühl. Vor dem Museumscafé befindet sich ein Wegweiser des Thomas-Bernhard-Weges (ein Steinblock mit Richtungspfeil und BernhardSignatur), der uns über den Traunsteg ans jenseitige Ufer leitet. Ein kurzer Abstecher traunabwärts führt zum „Gschröff“, dem ältesten Flusskraftwerk Östereichs. Der Themenweg zweigt kurz vorher links zur Anhöhe ab und folgt der Traun flussaufwärts einen den bereits auf Ohlsdorfer Gemeindegebiet gelegenen Weiler Ehrenfeld zum Gasthof Enichlmayr, in dem Thomas Bernhard häufig verkehrte. Gegenüber bei der alten Kegelbahn finden wir auf einer einem Ohrensessel, (nachempfundenen Eisenskulptur) die erste von elf signifikanten, teilweise recht kritischen Textpassagen, die, oft schwer ergründlich,zum Denken und Gehen anregen sollen. Aber auch zum Schauen und Beobachten, denn meist stehen diese Kunstobjekte gut getarnt am Wegrand, wie etwa nach dem Waldanstieg zum Sandhäuslberg oder – nach dem die Abkürzung nach Hildprechting (Lourdeskapelle mit Heilbrünnl) – bei dem von Gebüschen umsäumten Löschteich kurz vor der Ortschaft Obernathal, wo sich auch Bernhards Vierkanthof befindet.  Durch ein Fernrohr ist Schloss Wolfsegg zu sehen, in dessen Sichtweite Thomas Bernhard einen weiteren Wohnsitz hatte.
Auf verkehrsarmen Güterwegen geht’s vorbei an den nächsten zwei Stationen in der Ortschaft Traich und im Kirchholz hinauf nach Ohlsdorf (538 m), wo die auf einem Hügel erbaute Wallfahrtskirche (Hochaltar wird der Gmundner Schwanthaler-Gruppe zugeschrieben) zum Innehalten einlädt. Einkehrgelegenheit in den Gasthöfen Kirchenwirt und Asamer. Die Beschilderung führt nun über die Stationen Peiskam und Khagfeld (schöne Ausblicke zum Traunstein) abwärts in denAuwald zur Einbindung der Kurzvariante. Begleitet von weiteren Bernhard-Zitaten geht’s dann am historischen Traunreiterweg recht romantisch entlang der tief eingefurchten Traun über die Schottergrube Aupointen, Danzermühle und Kohlwehr (Einkehrgelegenheit) wieder zurück nach Laakirchen.
Gehzeit: Je nach Zeit und Muße 3 bis 4 Stunden Wegbeschaffenheit: Gut markierte Wald- und Güterwege, auch für sportliche Kinderwagen geeignet. Für Rollstuhlfahrer mit Begleitperson eignet sich die südliche Kurzvariante Ohlsdorf – Hildprechting. Quelle

2009.05.30 Wegaufschriften Gehen und denken
  Wenn ein einfacher Mensch spricht, ist das eine Wohltat. Er redet er schwätzt nicht... Einem Maurer, einem Holzfäller können wir zuhören. TB
Im Grunde war dieser Weg nach Traich ein deprimierender und wird doch, wie ich immer wieder dachte, ein zweckloser sein. Oder wird doch nicht ganz zwecklos sein, wie ich im Augenblick dachte, dachte ich und ging noch schneller auf Traich zu. Der Untergeher TB
  Andererseits müssen wir gehen um denken zu können, sagte Öhler, wie wir denken müssen, um gehen zu können, eins aus dem anderem und eins aus dem anderem mit einer immer noch gröberen Kunstfertigkeit. Gehen
TB
  Tatsächlich verlieren im Wald alle die hineingehen, augenblicklich  die Orientierung, geehrter ich habe noch nie einen Menschen getroffen, der in den Wald nicht die Orientierung verloren hätte. Watten
TB (ein Nachlass)
  Und manchmal denke ich, ob nicht die Luft von der Papierfabrik so stark vergiftet ist, dass sie für mich tödlich ist, auf Dauer, dass ich schon jahrzehntelang die von der Papierfabrik vergiftete Luft einatme, gibt mir auf einmal zu denken. Beton
TB (Wehr)
  Wo ein Wald war ist eine Schottergrube, wo eine Wiese war ist ein Zementwerk. Der Theatermacher
TB (Schottergrubenhochstand)
  Es ist ein ständiges zwischen allen Möglichkeiten eines menschlichen Kopfes denken und zwischen allen Möglichkeiten eines menschlichen Hirns empfinden. Gehen
  Vielleicht sind die Menschen in dieser Gegend noch roher als in meiner heimatlichen, vielleicht noch kälter noch infamer. Das steht aber fest, dass der Fremde, der in eine ihm noch völlig unbekannte Gegend und unter ihm völlig neue Menschen kommt, diese immer als viel kälter und infamer empfindet, als sie es in Wirklichkeit sind. Ja TB
2009.05.30 Gehen und Denken Textauszug TB
  Während wir immer gedacht haben, wir können Gehen und Denken zu einem einzigen totalen Vorgang machen auch für längere Zeit, muss ich jetzt sagen, dass es unmöglich ist, Gehen und Denken zu einem einzigem totalen Vorgang zu machen auf längere Zeit. Denn tatsächlich ist es nicht möglich, längere Zeit gehen und zu denken in gleicher Intensität, einmal gehen wir intensiver, aber denken nicht so intensiv, wie wir gehen, dann denken wir intensiv und gehen nicht so intensiv wie wir denken, einmal denken wir mit einer viel höheren Geistesgegenwart, als wir gehen und einmal gehen wir mit einer viel größeren Geistesgegenwart als wir denken, wir können aber nicht mit der gleichen Geistesgegenwart denken und gehen, sagte Öhler, wie wir nicht mit der gleichen Intensität auf längere Zeit gehen und denken und Gehen und Denken immer noch mehr auf längere Zeit als ein totales Ganzes und ein totales Gleichwertiges machen können.
  Gehen wir intensiver, lässt unser Denken nach, sagt Öhler, denken wir intensiver, unser Gehen. Andererseits müssen wir gehen, um denken zu können, sagt Öhler, wie wir denken müssen um gehen zu können, eins aus dem andern und eins aus den andern mit einer noch immer größer werdenden Kunstfertigkeit.
  Aber alles immer nur bis zum Grade der Erschöpfung. Wir können nicht sagen, wir denken, wie wir gehen, wie wir nicht sagen können, wir gehen, wie wir denken, weil wir nicht gehen können, wie wir denken, nicht denken, wie wir gehen. Gehen wir längere Zeit intensiv in einem intensiven Gedanken, sagt Öhler, so müssen wir das Gehen bald abbrechen oder das Denken bald abbrechen, weil es nicht möglich ist, längere zeit gleich intensiv zu gehen und zu denken.
  Wir können auch ohne weiteres sagen, dass es uns oft gelingt, gleichmäßig zu gehen und gleichmäßig zu denken, aber diese Kunst ist offensichtlich die allerschwierigste und die am wenigsten zu beherrschende. von dem Einem sagen wir, er ist ein vorzüglicher Denker, von dem Andern sagen wir, er ist ein vorzüglicher Geher, aber wir können nicht von einem einzigen sagen, er sei ein vorzüglicher (oder ein ausgezeichneter) Denker und Geher zugleich.
  Andererseits sind Gehen und Denken zwei durchaus gleiche Begriffe und wir können ohne weiteres sagen (und behaupten) dass der, welcher geht und also der, welcher beispielsweise vorzüglich geht, auch vorzüglich denkt, wie der, der denkt und also auch vorzüglich denkt, auch vorzüglich geht. Wenn wir einen Gehenden genau beobachten, wissen wir auch, wie er denkt. Wenn wir einen Denkenden genau beobachten, wissen wir auch, wie er geht. Wir beobachten einen Gehenden längere Zeit auf das genaueste und kommen nach und nach auf sein Denken, auf die Struktur seines Denkens, wie wir, wenn wir einen Menschen längere Zeit beobachten, wie er denkt, nach und nach drauf kommen, wie er geht.
  Beobachte also längere Zeit einen Denkenden und beobachte dann, wie er geht, umgekehrt, beobachte längere Zeit einen Gehenden und beobachte dann, wie er denkt. Nichts aufschlussreicher, als wenn wir einen Denkenden gehen sehen, wie nichts aufschlussreicher, wenn wir einen Gehenden sehen, der denkt, wodurch wir ohne weiteres sagen können, wir sehen, wie der Gehende denkt, wie wir sagen können, wir sehen, wir sehen, wie der Denkende geht, weil wir den Denkenden gehen sehen, umgekehrt, den Gehenden denken und so fort, sagt Öhler. Gehen und Denken  stehen in ununterbrochenen Vertrauensverhältnis zueinander, sagt Öhler. Die Wissenschaft des Gehens und die Wissenschaft des Denkens sin im Grunde genommen eine einzige Wissenschaft.
Es scheint ein gemeinsames Maß zu geben: Denken auf Kosten des Gehens ist möglich.
Seine körperliche Hinfälligkeit auf einmal einerseits, sagt Öhler, die plötzliche Unheimlichkeit und die plötzliche Ungeheuerlichkeit des Denkens seines Kopfes andererseits...Rezension
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10.09.2009 BIOGRAPHIE UND WERKVERZEICHNIS BERNHARD STIFTUNG (Goethe schtirbt. In: Die Zeit, 19. März 1982)
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Auszeichnungen
  • 1963 Julius-Campe-Stipendium (mit Gisela Elsner und Hubert Fichte)
  • 1964 Julius-Campe-Preis
  • 1965 Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen für Frost.
  • 1967 Literarische Ehrengabe des Kulturkreises im Bundesverband der deutschen Industrie
  • 1968 Österreichischer Förderungspreis für Literatur. Es ist alles lächerlich, wenn man an den Tod denkt. [1] [2]
  • 1968 Anton-Wildgans-Preis (festliche Verleihung abgesagt) zur Verleihung des Anton-Wilsganspreises wurde Bernhard nicht eingeladen. Die Auszeichnung erhielt er mit der Post.
  • 1970 Georg-Büchner-Preis
  • 1972 Franz-Theodor-Csokor-Preis
  • 1972 Grillparzer-Preis für Ein Fest für Boris
  • 1972 Adolf-Grimme-Preis
  • 1974 Hannoverscher Dramatikerpreis
  • 1974 Prix Séguier
  • 1976 Literaturpreis der Österreichischen Bundeswirtschaftskammer
  • 1983 Premio Letterario Internazionale Mondello
  • 1988 Prix Médicis für Alte Meister
  • 1988 Antonio-Feltrinelli-Preis (Preis abgelehnt)
1.↑ Zitat aus Bernhards Dankesrede in: Martin Huber und Wendelin Schmidt-Dengler: Die Romane, Nachwort Umspringbilder, Seite 1781.
2.↑ Unterrichtsminister Theodor.Piffl-Percevic fasste Bernhards Dankesrede zum Förderungspreis für Literatur am 4. März 1968 als Beleidigung Österreichs auf, er trat mit erhobenen Fäusten und den Wort Hund Thomas Bernhard näher, lief aber dann wutschnaubend die Festsaaltür zuschlagend davon. Dieses Ereignis verarbeitet Bernhard in  Wittgensteins Neffe.
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20090212  Es ist alles lächerlich                                                                            Piffel 1911-94 Quelle
  "Es ist nichts zu loben, nichts anzuklagen, aber es ist vieles lächerlich; es ist alles lächerlich, wenn man an den Tod denkt. Man geht durch das Leben, beeindruckt, unbeeindruckt, durch die Szene, alles ist austauschbar, im Requisitenstaat besser oder schlechter geschult: ein Irrtum! Man begreift: ein ahnungsloses Volk, ein schönes Land - es sind tote oder gewissenhaft gewissenlose Väter, Menschen mit der Einfachheit und der Niedertracht, mit der Armut ihrer Bedürftnisse.
  Die Zeitalter sind schwachsinnig, das Dämonische in uns ein immerwährender vaterländischer Kerker, in dem die Elemente der Dummheit und der Rücksichtslosigkeit zur täglichen Notdurft geworden sind. Wir sind Österreicher, wir sind apathisch; wir sind das Leben als das gemeine Desinteresse am Leben, wir sind in dem Prozeß der Natur der Größenwahnsinn als Zukunft, was wir denken, ist nachgedacht, was wir empfinden, ist chaotisch, was wir tun ist unklar. Wir brauchen uns nicht zu schämen, aber wir sind auch nichts und wir verdienen nichts als das Chaos."
  1968 Kleiner Staatspreis, Hr. Piffel (ÖVP Kunst Minister) preist Thomas Bernhard als Autor von Südseegeschichten und nennt ihn einen holländischen Auslandsösterreicher. Nach der von Bernhard gehaltenen  Laudatio, beschimpft er Bernhard mit "Hund" und geht mit den erhobenen Fäusten auf ihn los, schlägt aber dann nur, nach dem Hinausrennen aus dem Festsaales,  die mit aller seiner zur Verfügung stehenden Gewalt zu.
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20090904
Der Aufreger 
  Beschimpfung. Thomas Bernhards Dankesrede bei der Verleihung des "Kleinen Österreichischen Staatspreises" gerät zur Mutter aller Bernhard Eklas. Der erst seit wenigen jahren bekannte Autor beschimpfte die Österreicher dabei als "Geschöpfe der Argonie". "die Zeitalter sind schwachsinnig, der Staat ist ein Gebilde, das fortwährend zum scheitern, das Volk als solches, das ununterbrochen zur Infamie und zur Geistesschwäche verurteilt ist."
Der Unterichtsminister Piffl-Percevic verließ den Saal und warf dem undankbaren Literaten ein "Wir sind trotzdem stolze Österreicher!" an den Kopf. Bernhard hatte umgehend seinen Ruf als  notorischer Querunlant dadurch abgelegt. Kleine Zeitung 20080504.
Anmerkung: Berhard ist in Weltliratur, 
Piffl-Percevic und Herta Firnberg sind als Kunstbanausen verewigt.
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Herta Firnberg 1909-94 Quelle
Grillparzer-Preis 1972 "Es war der hundertste Todestag GRILLPARZERS und gerade an diesem Todestag mit dem Grillparzerpreis ausgezeichnet zu werden, empfand ich als außergewöhnlich, jetzt zeichnen mich die Österreicher, meine Landsleute, die mich bis zu diesem Zeitpunkt immer nur mit den Füssen getreten haben, sogar aus, dachte ich und ich glaubte tatsächlich, ich hätte einen Höhepunkt erreicht..............."
"Ein PREIS wird einem nur von inkompetenten Leuten verliehen, die einem auf dem Kopf machen wollen und die einem ausgiebig auf den Kopf machen, wenn man ihren Preis entgegennimmt"
Fr. Firnberg (SPÖ K. Ministerin): "Wo ist er denn unser Dichterling."
Thomas Bernhard hatte, mit den Seinen, in der Mitte des Festsaales  der  Akademie der  Wissenschaften  Platz genommen. Wenn ihn nicht zufällig ein Besucher erkannt  hätte, hätte die Preisverleihung nicht stattgefunden. Die Preisverleihungen widerten ihn an, später lehnte er dann fast alle Preise, auch die hochdotierten, ab. Spanien, Frankreich und  Italien  sind  die Länder in denen Bernhard  am besten  angenommen und begeistert gelesen wird.
 ZITATE 12.02.2009 1 und 2
Die Wirkung der Zitate kann durch keine anderer Publikation nur anähernd erreicht werden. Ruprecht.Hattinger
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"Sie sitzen (noch immer) auf ihren dicken ÄRSCHEN in Tausenden und Hunderttausenden Ämtern, in allen Winkeln des Staates u. haben nichts als die Auslöschung  und das Umbringen im Kopf."
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"Je trostloser desto lieber, wohin man schaut keine AUSSICHT. Das ist nicht mehr das Sein, das aus ist das Ziel, das ist der einzige tröstliche Gedanke." Der Theatermacher
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"Die miserabelsten AUTOREN sind die, die alles schon festlegen und dem Schauspieler bereits mit den ersten zwwei Sätzen den Hals zuschnüren."
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"Mit ÄRZTEN war ich befreundet,  solang ich noch Geld hatte, aber dann,  wenn du kein's mehr hast, behandeln sie dich wie  eine  Sau." Wittgensteins.NeffeS.73
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"Eine BIERFÜHREREXISTENZ sein, dachte ich, Tag und Nacht Bierfässer auf- und abladen un durch die Wirtsvorhäuser Oberösterreichs rollen und mit all diesen verkommenen Wirtinnen immer wieder zusammen sitzen und jeden Tag todmüde ins Bett fallen, dreißig Jahre, vierzig Jahre lang." Der Untergeher
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"Meine Erfahrung ist die, dass die EINHEIMISCHEN gegen die Fremden immer nur argwöhnisch und in ihren Empfindungen, wenn überhaupt, nur schmutzig und gemein sind. Der Fremde, so gutmütig und gutwillig und in der allerbesten Absicht kann er gar nicht in diese Gegend kommen, wird von den Einheimischen beschmutzt, heruntergemacht, es gibt viele Beispiele dafür." Prosatext "Ja"
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"Ein GEISTESMENSCH wird nie verstanden hat der Professor gesagt ein Geistesmensch ist immer unverstanden ganz alleine geht ein Geistesmensch durch sein Leben wenn sie auch alle erfrieren an seiner Seite." Heldenplatz
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"Eine GESELLSCHAFT, die zwei Minuten Finsternis nicht verträgt, kommt ohne mein Schauspiel aus."
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"Haßt dich selbst, dann verzeiht dir GOTT."
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"Es war der hundertste Todestag GRILLPARZERS und gerade an diesem Todestag mit dem Grillparzerpreis ausgezeichnet zu werden, empfand ich als außergewöhnlich, jetzt zeichnen mich die Österreicher, meine Landsleute, die mich bis zu diesem Zeitpunkt immer nur mit den Füssen getreten haben, sogar aus, dachte ich und ich glaubte tatsächlich, ich hätte einen Höhepunkt erreicht..............."
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"Die KUNST ist das Höchste und das Widerwärtigste gleichzeitig." Alte Meisiter S79
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"Das Geschäft der KUNSTHISTORIKER ist das übelste Geschäft, das es gibt, und ein schwätzender Kunsthistoriker und es gibt ja nur schwätzende Kunsthistoriker, gehört mit der Peitsche verjagt." Alte Meister S43
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"Ich brauche etwas zum LEBEN, also: Wenn ich nichts habe, muss ich, wie jeder andere Mensch auch, arbeiten gehen. Dagegen habe ich nichts, im Gegenteil: Holzhacken oder Ähnliches ist mir die längste Zeit lieber als Schreiben, aber dann kann ich auch nicht daran denken, den Roman, an dem ich arbeite, weiterzubringen." Briefwechsel Verleger Unseld
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"Die LEHRER verderben die Schüler, das ist  eine jahrhundertealte Tatsache, und die österreichischen Lehrer inbesondere verderben in den Schülern vor allem von Anfang an den Kunstgeschmack." Alte Meister S51
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"Ausgerechnet der MENSCH ist unmenschlich."
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"Aber diese ganze MENSCHHEIT lebt ja schon die längste Zeit im Exil, weil sie auf die geniaste Art, weil sie sich selber in rücksichtsloser Weise aus der Natur hinaus komplementiert"
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"Die NATURBESCHREIBUNGEN sind dumm, die Natur ist doch vollkommen, was soll man da noch beschreiben? Interessant sind aber die Vorgänge in der Natur. Es hat Sinn die inneren Vorgänge, die man nicht sieht, aufzuschreiben. Eine geniale Idee allein aber genügt nicht, Erregung macht Leben, macht Bücher, macht Perfektion! Ein Stück meines Lebens - 50 Jahre Klischee von der Vergangenheitsbetrachtung. Alles ist immer unklarer geworden, ein Geflüster, doch was soll schon peinlich sein? Man löst sich und macht auf und jeder kann sich herausnehmen was er will, das wär's. Der Tod ist mir in die Wiege gelegt und verfolgt mich ständig, der Tod hat mich aber auch stark gemacht. Ich kämpfe mit ihm, ich wehre ihn ab, ich fürchte mich aber nicht vor ihm denn, ich lehne ihn nicht ab.
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Die ÖSTERREICHER haben nicht den geringsten Geschmack, jedenfalls schon lange Zeit nicht mehr, wo man hinschaut, herrscht die allergrößte Geschmacklosigkeit. Und was für eine allgemeine Interesselosigkeit... Ein so dummes Volk, sagte ich, und ein so herrliches Land, dessen Schönheit andererseits unübertroffen ist. Auslöschung. Ein Zerfall
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"Wir müssen den PAPST von Angesicht zu Angesicht sehen und persönlich feststellen, dass er alles in allem ein genauso  hilflos-grotesker Mensch  ist, wie  alle andern  auch, um es aushalten zu  können."   Alte Meister S34
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"Ob rot oder Schwarz die POLITIKER sind alles Falotten!"
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"Wenn Sie die Zeitung aufmachen in der Frühe, regen Sie sich schon ganz automatisch über die Scheußlichkeiten und die Verbrechen unserer POLITIKER auf. Da haben Sie ganz automatisch den Eindruck, dasss alle Politiker krimminele Erscheinungen sind und von Grund auf verbrecherisch und eine Horde von Schweinehunden." Alte Meister S239
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"Wo ein POLITIKER auftritt, tritt eigentlich ein Totengräber des Staates auf. Was die Künstler und Wissenschaftler aufgebaut haben, ruinieren die Politiker. Die Künstler erschaffen an jedem Tag die Welt, und die Politiker ruinieren sie."
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"Ein PREIS wird einem nur von inkompetenten Leuten verliehen, die einem auf dem Kopf machen wollen und die einem ausgiebig auf den Kopf machen, wenn man ihren Preis entgegennimmt"
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"In den letzten fünfzig Jahren haben die REGIERENDEN alles zerstört und es ist nicht mehr gutzumachen, die Architekten haben alles zerstört - mit ihrem Stumpfsinn. Das Volk hat alles zerstört - mit seinem Stumpfsinn, die Parteien und die Kirche, haben alles zerstört - der immer ein niederträchtiger Stumpfsinn gewesen ist." Heldenplatz
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"Ich geh oft stundenlang, wochenlang um den heissen Brei herum, doch oft muss ich stehenbleiben um Luft zu holen, meine Themen liegen weit zurück. Das SCHREIBEN ist eine Ersatzhandlung für Mord - deshalb die Mordstinte, das Schreiben ist auch eine Selbstbefreiung. Die Beherrschung ist etwas ganz Schönes, jeder braucht Regeln - sonst gäbe es auch keine Erfolgsregel. Die selbst auferlegten Regeln sind immer die besten, die aufgezwungenen sind nur Hemmnisse. Die Fiktion ist alles, die Vision ist mehr als Realität. Ich beschreibe nicht alles ins kleinste Detail, es bleibt der Spielraum des Vorausgesetzten und wer diesen nicht besitzt, für den schreibe ich nicht."
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"Was die SCHRIFTSTELLER schreiben ist ja nichts gegen die Wirklichkeit  jaja sie schreiben ja, dass alles fürchterlich ist dass alles verdorben und verkommen ist, dass alles katastrophal ist und dass alles ausweglos is aber alles das sie schreiben ist nichts gegen die Wirklichkeit die Wirklichkeit ist so schlimm." dass sie nicht beschrieben werden kann. Heldenplatz
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"Zu SPRECHEN was niemand spricht! Zu schreiben was niemand schreibt."
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"Wenn man die Schönheit dieses Landes mit der Gemeinheit dieses STAATES verrechnet, kommen wir auf den Selbstmord."
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"Ich fürchte mich nicht mehr. Ich fürchte mich nicht mehr, was kommen wird. Mein Hunger ist ausgelöscht, meine Qual ist ausgetrunken, mein STERBEN macht mich glücklich."
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TESTAMENT"Weder aus dem von mir selbst bei Lebzeiten veröffentlichten noch aus dem nach meinem Tod gleich wo immer noch vorhandenen Nachlaß darf auf die Dauer des gesetzlichen Urheberrechtes innerhalb der Grenzen des österreichischen Staates, wie immer dieser Staat sich kennzeichnet, etwas in welcher Form immer von mir verfaßtes Geschriebenes aufgeführt, gedruckt oder auch nur vorgetragen werden. Nach meinem Tod darf aus meinem eventuell gleich wo noch vorhandenen literarischen Nachlaß, worunter auch Briefe und Zettel zu verstehen sind, kein Wort mehr veröffentlicht werden." Verfügung
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"Es gibt Mittel, auch über den TOD hinaus zu wirrken. Aber es wäre alle testamentarische Weitsichtigkeit vergeblich, gäbe es nicht das Werk, das imstande ist, lebendig zu bleiben.
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"Die URSACHE bin ich selbst."
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"Es gibt ja nicht VERLOGENERES, als diese Geburtagsfeiern, zu welchen sich die Menschen hergeben, nichts Widerwärtiges als die Geburtagsheuchlerei." Alte Meister S115
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 "Nur das gesprochene WORT lebt! Am Papier ist es schon zu Betrug geworden."
ZITATE ENDE
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Jagdgesellschaft
Bei der Aufführung der Jagdgesellschaft wurden regierungstreue Schauspieler dazu angehalten, dieses Theaterstück, durch schlechte Leistung zu untergraben. Bernhard war unerkannt anwesend und ging nach dem ersten Akt. Der Portier sagte zu ihm: "Gelt, gefällt ihnen das Stück auch nicht"
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  Auf den Spuren von Thomas Bernhard
 30.06.2006 „Das Salzkammergut und seine Menschen“ lautet der Titel der OÖ. Landesausstellung^ 2008. Die an dieser Ausstellung teilnehmenden Gemeinden des Salzkammerguts werden mit besonderen Beiträgen Schwerpunkte zu diesem Großereignis einbringen. Ohlsdorf wird mit dem Thema Literatur und Thomas Bernhard würdig vertreten sein. Dabei wird ein Wanderweg „Auf den Spuren von Thomas Bernhard“ angelegt werden und das Bernhard Haus im Mittelpunkt eines prächtigen Rahmenprogramms stehen. Text: Hans Quelle
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30.06.2006 Peymann zurück in Wien VON NORBERT MAYER (Die Presse)
Claus Peymann schwitzt. Er wischt sich aufgeregt über die hohe Stirn, das schüttere Haar, er putzt die randlose Brille. Schließlich muss er zwischendurch immer wieder den Text lesen, den ihm Thomas Bernhard vorgeschrieben hat, und nebenbei ein riesiges Wiener Schnitzel essen. Das kann selbst souveräne Theatermacher überfordern: Wiener Schnitzel essen, lesen, Größe vorspielen und dazu noch auf Hermann Beil aufpassen. Was für ein Spaß! Zurück in Wien mit einem kleinen Stück Nostalgie.
Aus den Augenwinkeln beobachtet Claus Peymann Hermann Beil, mitten im abschließenden dritten Dramolett, das auf der Sulzwiese spielt, von der aus man in der Ferne das Burgtheater sieht, schießt Peymann listige Blicke auf Beil und schwitzt dabei mächtig. Er wischt sich mit einem weißen Taschentuch wie zur Kapitulation übers ganze Ex-Burgtheaterdirektoren-Gesicht.

Es muss das Höchste sein für ihn, mit Beil nach Wien zurückzukehren und Thomas Bernhard zu spielen. Der größte Dichter Österreichs, vom größten Theatermacher der Welt gespielt, vor dem dankbarsten Publikum - das ist das Höchste, was man bei diesen Wiener Festwochen erreichen kann. Wer "Claus Peymann verlässt Bochum und geht als Burgtheaterdirektor nach Wien", "Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen" und "Claus Peymann und Hermann Beil auf der Sulzwiese" an einem Abend, mit nur einer Pause spielt, der kann sich alles zutrauen. Der könnte im Burgtheater den gesamten Shakespeare in allen Sprachen in nur fünf Stunden spielen.

Was für ein Abend! Festwochen-Intendant Luc Bondy wird, nachdem Peymann, Beil und die reizende Carmen-Maja Antoni zum vierten Mal vor den Vorhang gerufen wurden, stehend Beifall spenden, das Publikum wird mit Tränen der Rührung und des Hasses an Bernhard denken, dessen Geist bedrohlich versöhnlich über dem Theater-Gestell von Bühnenbildner Karl-Ernst Hermann im Museumsquartier schwebt.

Das aber weiß Claus Peymann noch nicht, als er Claus Peymann auf der Sulzwiese spielt und herzhaft in sein riesiges Wiener Schnitzel beißt, während er seinem Dramaturgen das Welttheater erklärt. Er sieht nur aus den Augenwinkeln, dass Hermann Beil gleichzeitig abschätzig ins Publikum schaut und formvollendet in sein Wiener Schnitzel beißt, und in diesem Augenblick weiß Peymann, dass er sein Alter Ego unterschätzt hat. Hermann Beil hat Claus Peymann regelrecht an die Wand gejausnet, er ist der regierende Schauspiel-König von Wien, wenn es darum geht, das Höchste zu erreichen, das man im Burgtheater erreichen kann, nämlich mit müheloser Leichtigkeit professionell dilettantisch in ein Schnitzel zu beißen. Auch Beil hat das Textbuch neben sich auf dem grünen Kunststoff-Vlies der Sulzwiese liegen, er blättert auch immer wieder darin, damit alle Welt sieht, dass er sich nur beiläufig spielt - aber er liest nicht nach, was er zu sagen hat. Und während Peymanns Schnitzel am Ende auf Reste reduziert ist, packt Beil sein beinahe unberührtes Schnitzel in den Rucksack.

Natürlich hat Bernhard gewusst, dass Beil der größere Künstler ist. Deshalb darf Beil auch Fräulein Schneider aus Bochum spielen, die Peymann die Koffer für Wien mit den Dramaturgen und Schauspielern, Socken, Hosen und der weißen Weste packt, er darf Thomas Bernhard spielen, der den völlig überforderten Peymann beim Hosenkauf und zum Rindsuppenessen begleitet, er darf Hermann Beil spielen. Stoisch hat Beil seine Rollen angelegt. Ganz Österreich sieht man in seinem Gesicht. Peymann spielt nur Peymann. Und sieht dabei wie Bochum aus.
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THOMAS BERNHARD 1931-1989  zum 75. Geburtstag 090206
Am 9. Februar 2006 wäre Thomas Bernhard 75 Jahre alt geworden. Der TV-Sender 3sat zeigte aus diesem Anlass am 11. Februar um 20.15 Uhr die Salzburger Inszenierung von 1992 Der Ignorant und der Wahnsinnige mit einem glänzenden Bruno Ganz, Angela Schmid, Maria Singer und Ulrich Wildgruber. Im Anschluss lief das Porträt »Das war Thomas Bernhard«, es waren ORF Produktionen aus den Jahren  1192 und 1994. 
Wenn bei aktuellen Anlässen die von ORF Kunden finanzierten Produktionen, nur vom Ausland her gesendet werden, wofür kassiert dann der ORF überhaupt seine Gebühren? Vielleicht  auch um als Nebenverdienst die Pröll> Günstlerin zu versorgen.
Die Politiker sitzen, laut Bernhard, wahrlichen in allen Winkeln des Staates, als Parteien Kuratoren getarnt auch im ORF und die Politiker sind nicht nur gegen die Künstler, sie runieren auch noch dazu jede Kunst. Bei den Salzburger Festspielen 1972 wurde Der Ignorant und der Wahnsinnige, unter der Regie von Claus Peymann, nur einmal aufgeführt.
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Der Ignorant und der Wahnsinnige
Eine Opernsängerin singt ausschließlich die Rolle der  Königin der Nacht aus Mozarts  Zauberflöte, das aber in den besten Opernhäusern der Welt. Ihr Vater, alkoholsüchtig und fast blind, begleitet sie auf ihren Tourneen. Vater und Tochter leben in einem gespannten, jedoch untrennbar symbiotischen Verhältnis. Der Doktor steht zwischen dem Vater, der sich von seiner Tochter rücksichtslos behandelt fühlt, und der Tochter, die unter ihrem Künstlerdasein leidet.
Der Doktor greift in seiner Eigenschaft als Naturwissenschaftler wie in einem Musikstück immer wieder sein Thema auf - ein Vortrag über den menschlichen Körper. Zugleich steht im Mittelpunkt der Gespräche der Künstler, der durch sein Genie dazu verdammt ist, vor den Menschen aufzutreten, der Gesellschaft an sich jedoch kritisch gegenübersteht. Eine Koloraturprimadonna, deren blinder Vater, die Garderobiere und ihr Arzt in der Extremsituation eines Opernabends und im weiteren Sinn des Lebens - die Handlung in Thomas Bernhards Bühnenstück ist bis aufs Äußerste verknappt, kürzelhaft entsteht eine Welt der Auflösung, der Sinnlosigkeit, der Anarchie, gebrochen durch die Gleichung der Kunst und der Medizin.Quelle
Der Ignorant und der Wahnsinninge mit dem zu Bernhard bekehrten Fritz Muliar2009 Wien Theater in der Josefstadt Der Ignorant und der Wahnsinnige - Sprenger; Cervik, Bißmeier, Muliar Fr,17.02.19:30 / So,26.02.19:30 / Di,28.02.19:30 / Mo,06.03.19:30 / Mi,15.03.19:30
Schlüpfrige Mozarttexte Texte, wurden von, den Schaupielern, Fritz Muliar und Elfriede Ott, im Mozartjahr gelesen. Mozart>
Kammerschauspieler Fritz.Muliar2009 setzt sich für Bedürftige und Randgruppen ein. 30.000 Schilling brachte sein Auftritt im Herbert von Karajan Centrum für die Straßenkinder von Bukarest.
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Glückwünsche FRITZ MULIAR 85 JAHRE2009 Hr. Muliar bezeichnet sein ehemaliges Feindbild Hr. Peymann, mit dem er sogar eine gerichtliche Auseinandersetzung  hatte, als einen ebenbürtigen Gegenspieler - an dem sich die heutiger  Theaterspitzen kaum messen können
DOKU HELDENPLATZ 104: Hr. Muliar (Burgschauspieler) Thomas Bernhard legt alle herabwürdigenden Worte einem jüdischen Menschen in den Mund.
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Amtsschimmel
Der Regisseur verlangte in der Schluss - Szene kurz absolute Dunkelheit. Der Amtschimmel bäumte sich hoch auf und wieherte: »Ohne Notlicht geht es nicht«. Vorschrift ist Vorschrift: Um zu zeigen dass, sein Handstumpf noch nicht nachgewachsen ist, wird auch der Invalide jedes Jahre vom Invalidenamt mit dem Vermerk, nüchtern erscheinen, vorgeladen. Fällt einem Orchestermusiker ein Notenblatt zu Boden, darf er es nicht aufheben, dazu ist nur Saaldiener, auch wenn sich dieser in der Kantine befindet, befugt. Peymann und das Ensemble traten nach der Premierenvorstellung in den Streik, zu weiteren Aufführungen war man nicht bereit.
Eine abgeschlossene Kaufmannslehre, das Mozarteum und eine Tätigkeit als Gerichtsreporter in Salzburg. Thomas Bernhard wirkte bei der Rauriser Literaturtage Premiere, am 17. bis 21. Februar 1971, aktiv mit. Sein erstes Stück - ein Gegenspiel zum Salzburger Jedermann, Ein Fest für Boris wurde in Österreich abgelehnt und in Hamburg mit Herrn Peymann erfolgreich uraufgeführt.
Wahrheit!
Für mich ist Thomas Bernhard nicht einfach nur jemand der Weltliteratur. Seine Weltanschauung ist zu einer Philosophie geworden, der sich jeder stellen sollte, denn sie umfasst nur die Wahrheit und nichts anderes.
Thomas Bernhard erwähnt sowohl in seiner erzählenden, wie in seiner dramatischen Literatur immer wieder Namen russischer Schriftsteller: Dostojewski, Tolstoj, Lermontow, Majakovksij, insbesondere auch die anarchistischen Denker Kropotkin, Bakunin, nur die scharfsinnigen Denker, von den Philosophen war es nur Kant, der ihn faszinierte.

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St(a)at(t)licher Erbeschleicher Wendelin Schmidt-Dengler 1942 - 2008
Er ruhe in Frieden 
Um von Ihren nunmehrigen Bernhard Lobeshymnen nicht sprechen zu müssen - ist allein der Name Bernhard aus Ihren Mund eine Anomalie der Hybris. Erinnern auch  Sie sich Hr. Wendelin Schmidt-Dengler^ auf die Bernhard Erbstreit-Disskussion  im Jahre 1999 bei den IG Autoren. Schon damals bei Wittmann waren Sie der unterwürfigste Staatsgermanist aller Zeiten.
Großzügerwiese nahmen Sie aber, als dann bei dieser Auseinandersetzung Ihre Doppelverdienerolle aufgezeigt wurde,  leider von einer Anzeige gegen den jungen Autor, der Sie demaskiert hatte, Abstand. Deshalb kann ich heute am 09.12.04 um 21:01 auf Ihr Gespräch mit Hr. Kerbler als Ö1 Hörer gerne verzichten
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<wendelin.schmidt-dengler@univie.ac.at>Fri, 10 Dec 2004 17:22:40 +0100 -------- Ursprüngliche Nachricht --------Betreff:     Re: [Fwd: Schmidt Dengler Abweisung im Gespräch] Von: Wendelin Schmidt-Dengler An:     <MayerBruno40@netscape.net>Referenzen:     <41B9D233.6090708@netscape.net> Danke für Ihre Nachricht!Ich bin bis 12.12.2004 per eMail leider nicht erreichbar, werde Ihnen aber sobald als möglich antworten. Mit freundlichen Grüßen,  Wendelin Schmidt-Dengler
Was niemanden bei diesen Nobelpreis interessiert, dass Haider kritisiert, Fischer lobt und Wendelin redigiert>
Sehr geehrter Hr. Michael.Kerbler, zu Ihren heutigen Gesprächsgast Denger gibt es arge Vorbehalte, deshalb kann ich auf Ihr heutiges diesbezügliches Gespräch gerne verzichten.
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Elfriede Jelinek  und Thomas Bernhard  2001
Format: Bernhard hat in seinen Testament ein Aufführungsverbot seiner Stücke für in Österreich verfügt, das seit 2 Jahren durchbrochen ist, wie finden Sie das? Jelinek: Es ist natürlich sinnvoll, seine Theaterstücke dort zu spielen wo man sie am besten versteht, nämlich in Österreich. Trotzdem finde ich es schändlich und unmoralisch, Tote zu enteignen und den Willen eines Künstlers über sein Werk nach seinem Tode zu missachten, zumal Bernhard bei klarem Bewusstsein war, als er dieses Testament verfasste.
Format: Sie selbst haben aus Protest gegen die schwarz - blaue Regierung ein Aufführungsverbot ausgesprochen.
Jelinek: Da ich noch lebe, kann ich meinen Willen durchsetzen, aber irgendwann, wenn das Ganze zu einer leeren pathetischen Geste des Protests erstarrt, wird es auch sinnlos. Ich habe den Damagogen lange genug ihre Wahrheit in den Hals zurückgestopft, das hat mit dem Antritt der schwarz - blauen Regierung allerdings als wenig effektiv erwiesen. Ich konnte nach diesem Zivilisationsbruch und dieser Provinzialisierung nicht das weitermachen, was ich schon immer gemacht hatte.

Format: Wieso glauben Sie, hat Bernhard diesen Österreich Boykott ausgesprochen?
Jelinek: Bernhard wusste, dass Claus Peymann nicht ewig am Burgtheater bleiben würde, und wie er in Österreich verfolgt wurde, allein diese Hetze wegen
dem Heldenplatz, hat diesen Schritt schon gerechtfertigt.
Format: Ist es wichtig, Bernhards Stücke heute zu spielen?

Jelinek: Seine Stücke sind absolut realistisch und wahr, wobei mich man Bernhard weniger interessiert, was er sagt, als, wie er es sagt. Die stilistische und rhytmische Meisterschaft seiner Triaden  ist faszinierend. Was er sagt, ist, wie bei den meisten Künstlern, obsessiv.
Format: Ihre Sprachkunst ist ähnlich obsessiv. Gab es einen Einfluss zwischen Ihnen?
Jelinek: Das glaube ich nicht. Bei Bernhard dominiert das Suggestive der rhytmischen Schwingungen, während ich mehr am Wort arbeite, die Sprache selbst als Material verwende. Ich komme eher von der Wiener Gruppe und den Sprachexperimenten her. Das macht mich natürlich provinziell, weil sich meine Sprachspiele nicht übersetzen lassen.
Format: Thomas Bernhard kann man leichter übersetzen?
Jelinek: Diesen unverwechselbaren Rhythmus seiner Sprache zu übersetzen ist auch schwierig, aber ich denke doch, dass sich ein entsprechendes Subjekt im Dialog mit einem stummen Widerpart besser übertragen lässt als eines, das in seinen Stücken spricht. Das ist auch ein Grund, warum ich meinen Österreichboykott aufheben muss, weil ich so gebunden bin an den österreichischen Sprachrhytmus und die österreichische Tradition der Moderne, dass man mich woanders nicht versteht.
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Johannes Freumbichler
Am 12. Februar 1989 starb der österreichische Autor Thomas Bernhard. Nur einen Tag zuvor, am 11. Februar 1989, hatte sich auch der Todestag seines Großvaters, des Salzburger Schriftstellers Johannes Freumbichler, zum vierzigsten Mal gejährt. Der zeitliche Zusammenfall erscheint wie ein äußerliches Symbol für die außerordentliche Bedeutung, die diese ungewöhnliche Persönlichkeit für Bernhards Leben und Werk hatte.
Eine für Bernhards Leben und schriftstellerische Entwicklung äußerst wichtige Person war sein Großvater, Johannes Freumbichler (1881 bis 1949). Dieser blieb als Schriftsteller im Unterschied zu seinem Enkel jedoch Zeit seines Lebens wenig beachtet, erhielt aber immerhin für seinen bäuerlichen Roman ‚Philomena Ellenhub' 1937 den Förderungspreis des Österreichischen Staatspreises. Zwei weitere Romane (‚Atahuala' 1938, ‚Jodok Fink' 1943) und ein Band mit ‚Geschichten aus dem Salzburgischen' (1938) sowie die Erzählung ‚Die Reise nach Waldprechting' (1942) folgten.

Freumbichler, einerseits von großem Schaffensdrang, andererseits von Depression und Welthass gekennzeichnet, widmete seinem Enkel etwa einen Band von Lehrgedichten ‚Erziehung zu Vernunft und Fröhlichkeit'. Bernhard selbst spricht von seinem Großvater in Anerkennung, aber auch kritischer Distanz als "Lehrer", der ihn in die ‚Ordnung der Dinge' und in die deutsche Sprache als "das heiligste, was wir haben" (Johannes Freumbichler in einem Brief vom 1.10.1942 an Thomas Bernhard), einführt. "Ich habe das Gefühl, dass ich und alle anderen mit anderen verwandt sind.... dass auch der liebe Gott in einem ist und auch die Nachbarin und alles, was lebt. Man könnte sich mit allen identifizieren. Das ist die Frage, wie weit unterdrückt man und beherrscht man alle diese Millionen oder Milliarden von Möglichkeiten von Menschen, die man in sich hat."
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LINDNERS ORF AUSLÖSCHUNG zu BERNHARDS 15. Todesjahr
Hochgeschätzte Fr. GD Lindner, ein Service ist immer die Visitenkarte der oder des Hauptverantwortlichen,  diesbezüglich muss man Ihnen ein Kompliment vorenthalten. Ihr Kundendienst darf kein Telefonat an die ORF Zentrale weiter leiten, auch Ihre Öffenlichkeitsarbeit muß meinungslos vegetieren und die Untergebenen müssen die Vorgesetzen immunisieren. Bitte bestätigen Sie mir nicht noch ein siebendesmal auf englisch, dass Sie meine Mail ungelesen gelöscht haben.
Vielleicht hat es sich auch schon in Ihrer Führungselite herumgesprochen, dass ein Themenabend keine Themennacht ist. Dies zu der Hundssendezeit für Thomas Bernhard und den Lindner Auslöschungen, der Ursache meiner ORF Kontaktaufnahme.
Im Namen des ORF und der Lindner- Peinlichkeit stehen auch immer Beiträge die erst nach mehrmaliger Sendung zensuriert werden oder wurden.
Dies zum bereits gesendeten Bernhard Zitat:
OB ROT ODER SCHWARZ DIE POLITIKER SIND ALLES FALOTTEN!
Es wird aber bestritten, dass viele davon auch im ORF sitzen,  warum also diese Zensur Betroffenheit? Ich danke dafür dass Ihr Büro, für Sie heute diese an Sie persönlich gerichtete Mitteilung, telefonisch entgegen genommen hat. Hr. rainer.scheuer@orf.at  Presseabteilung  Hundssendezeit  23.20 - 02 TB  Themenabend S. g. Hr. Scheuer der ORF Presseabteilung, Telefonatsbestätigung Büro Scheuer: Wir haben dazu keine Meinung zu haben! Ist dies auch Ihre Meinung? Des weiteren wurde das TB Zitat: Ob Rot  ob schwarz die Politiker sind alles Falotten! Nach  einigen  Werbeaussendung für diesen Themenabend in Peinlichkeit zensuriert. Betreff: Hundssendezeit 23.20 - 02 TB Themenabend Datum: Mon, 09 Feb 2004 12:24:43 +0100 An: rainer.scheuer@orf.at Betreff: Re: Not read: Hundssendezeit 23.20 - 02 TB Themenabend  Datum: Mon, 09 Feb 2004 14:57:24 +0100 Von: Bruno Mayer <mayerbruno40@netscape.net> An: kundendienst@orf.atBitte um Weiterleitung an die Frau GD Lindner und die KD Veranrwortliche Frau Fichtinger

kundendienst@orf.at schrieb: Your message To: rainer.scheue@orf.at; Kundendienst Orf Subject: Hundssendezeit 23.20 - 02 TB ThemenabendSent: Mon, 9 Feb 2004 12:14:25 +0100 was deleted without being read on Mon, 9 Feb 2004 13:57:21 +0100 ÜBERSETZUNG: Wurde gelöscht, ohne auf  dem Monitor gelesen zu werden Es dürfte Ihnen entgangen sein, dass das von  Ihnen  ungelesen  gelöschte  Mail  bereits an sie returniert  wurde Wie bereits ersucht, bitte leiten Sie die Auslöschung von Thomas Bernhard an die Fr. Lindner und die Fr. Fichtinger weiter. Ich räume diesen Damen eine Artikulation ein. MfG
Die Zugriffe sind exorbitant - aber die Videos mit schönen Kommentaren sind ja weg. Es ist ein armseliges Getue. Andererseits, wie schon geschrieben, ist die sogenannte Internetgemeinde auch nur ein Scheißhaufen von geistesverwirrten Egoisten, deren Impertinenz und eingebildete Anspruchshaltung gerade absurd ist. Was soll's - es ist nichts zu erwarten, aber alles zu befürchten. Ich freue mich auf Ihre Nachrichten. Gibt es anläßlich des Gedenkjahres irgendwas an interessanter Veröffentlichung. Hier, in diesem armseligen Deutschland ist man ja außen. Grüße Jens Dechering
Herzlichen Dank für Ihr Lebenszeichen, aus dem ich erkenne, dass Sie,
obwohl noch jung an Jahren, noch der Alte sind. Immerhin haben Sie Ihre Bernhard HP noch am Leben erhalten. Sobald ich meine Notizen von den  Bernhard Filmen ausgewertet habe sende ich sie Ihnen. Von echter Kultur zu leben ist wohl die größte Kunst des Lebens.  Der Staatsgermanist Wendelin Schmidt Dengler hat sich da zusammen  mit  Suhrkamp  zum  literarischen  Blasphemie  -  Mammon gemausert. Bedenken Sie aber Bernhard hat schon zu Lebenszeit den Banausenkrieg gekämpft und gesiegt - nun empfindet er für seine einstigen - sich zeitlos fortpflanzenden Sargnägelschläger nur mehr Mitleid. Herzliche Grüße >
Hallo, ja, ja in Deutschland findet garnichts über Bernhard statt. Die machen lieber Musikantenstadel und irgendeinen Pilcherscheiß. Ich würde ja sogar, wie zu einem guten Boxkampf, um 4..00 Uhr früh aufstehen, um mal was Neues über Bernhard zu erfahren. Aber der ist ja sowieso jetzt in die Hände der Akademiker und anderer Arschlöcher gefallen. Und Suhrkamp macht Edelunsinn mit der Werkausgabe. Um meine Bernhardseite kümmer' ich mich nicht viel, weil es sowieso Perlen für die S. sind. Die ganze Arbeit für einen Menge imbeziller Studenten lohnt zuletzt nicht. Alles ein großes Mißverständnis. Grüße, wie stets, Jens Dechering BERNHARD-DE
Zum 15. Todestag - Neues und Archiv-Highlights in ORF 2
Am 12. Februar 1989 starb Thomas Bernhard. Zeit seines Lebens sowohl als "Nestbeschmutzer" als auch als "Säulenheiliger des Theaters" bezeichnet, sind seine Werke auch 15 Jahre nach seinem Tod in aller Munde. Thomas Bernhards Charisma transportierte sich aber nicht nur in seinen Texten, sondern auch im persönlichen Gespräch. Genauso wie man ihm beim Lesen seinen Hang zum Monolog gerne als Kunstmittel anrechnete, nahm man auch in Interviews seine weitschweifigen Elogen mit Genuss hin.
Bernhard-Themenabend am 8. Februar in ORF 2
Der ORF, dessen Archiv über großartiges Bernhard-Material verfügt, widmet dem Literaten am Sonntag, dem 8. Februar 2004, ab 23.20 Uhr in ORF 2 einen Themenabend, den die Erstaustrahlung des Dokumentarfilms "Die Heimatkunde des Realitätenhändlers" (23.20 Uhr) von Andreas Gruber einleitet. Der Bernhard-Themenabend setzt fort mit den zwei beeindruckenden Bernhard-Porträts "Die Ursache bin ich selbst" (0.15 Uhr) und "Monologe auf Mallorca" (1.00 Uhr). Und am Montag, dem 9. Februar, steht um 0.20 Uhr in ORF 2 der Spielfilm "Der Umweg" auf dem Programm. 23.20 Uhr: Die Heimatkunde des Realitätenhändlers
Ein Film über Karl Ignaz Hennetmair, der Thomas Bernhard in mehrfacher Weise "Realitäten" vermittelt hat. Gerade weil Hennetmair über eine gewisse Zeit lang eine so wichtige Person war, ist wohl die zentrale Frage, wieso sich Thomas Bernhard gerade diesen Menschen ausgesucht hat. Hennetmair soll und wird eine solche Frage im Film aber nicht direkt beantworten. Für den Zuschauer könnte durch Hennetmairs Beschreibungen und Erzählungen, nicht aber durch sein Auftreten selbst klar werden, wieso Bernhard gerade zu diesem Menschen eine Art Freundschaft eingehen konnte und wollte. Brauchte er so jemanden? Suchte er diesen mitunter groben Pragmatismus und diese Bodenständigkeit und Bauernschläue als bewußten Kontrapunkt? Ebenso indirekt gilt es zu beantworten, wieso es schließlich zum Bruch kam.Gestaltung: Andreas Gruber
0.15 Uhr: Die Ursache bin ich selbst
Niemand konnte so charmant monologisieren wie Thomas Bernhard, weder im gesprochenen Wort noch in der Schrift. Eigenwillig und selbstbezogen liebte es der Schriftsteller nicht nur in seinen Romanen, sondern auch bei Fernsehinterviews. Für eine "Auskunftserteilung in eigener Sache" hatte sich Bernhard als Hintergrund die Stadt Madrid mit ihren Stierkämpfen und Kunstschätzen des Prado, ihrer reichen Geschichte und turbulenten Gegenwart ausgewählt. Krista Fleischmann hat dem Literaten für diese Sendung im Jahr 1986 die Stichwörter gegeben.
Bernhard erzählte über sein Leben und sein Werk, besonders über seinen umfangreichsten Roman "Auslöschung", aus dem der deutsche Schauspielstar Bruno Ganz Passagen las. Regie: Krista Fleischmann 1.00 Uhr: Monologe auf Mallorca Das mittlerweile fast komplett in deutscher Urlauberhand befindliche Mallorca war in den achtziger Jahren das Refugium des Schriftstellers Thomas Bernhard. Seit der Nachkriegszeit an einer unheilbaren Lungenkrankheit leidend, verdankte Bernhard sein Leben über Jahrzehnte dem Cortison und der milden Meeresluft. In dem mediterranen Ambiente lud Bernhard 1981 zu einer "Selbstdarstellung". Polemisierend und zugleich selbstironisch erzählte er über seine Jugend, Erziehung, Religion, Kirche und Politik, über Leben, Liebe, Tod und über - Mallorca.

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280603
Tote Dichter und tote Indianer
Sie können sich nicht mehr wehren, aber ihr Arm reicht vom Grab aus noch weiter, wie der Ihrer einstigen und jetzigen Gegenspieler des Machtmißbrauches. Wildgans-Bernhard-Mitterbauer> Bernhard Historie: 1968 Österreichischer Staatspreis (Förderpreis) Unterrichtsminister Pfiffl-Percevic mißversteht die Dankesrede als Beleidigung Österreichs. Eine genaue Beschreibung der Preisverleihung in "Wittgensteins Neffe". Der Festakt zur Verleihung des Anton-Wildgans-Preises der österreichischen Industrie wird abgesagt. "Amras" dient als Ballettvorlage im Landestheater Linz.
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001
POLITIKERZITATE   von Nichtlesern des Heldenplatzes
Franz Vranitzky: "Das Prinzip Freiheit der Kunst ist bewußt mit Risiken verbunden. Man kann es nicht nach dem Alter einer Institution oder deren Finanzierung zergliedern. Manche Leute können mich nicht beleidigen."
Alois Mock
: "Jeder soll schreiben, was er will. Aber ich finde es unakzeptabel, diese Aufführung mit Steuergeld zu subventionieren. Die Österreicher wissen ganz genau, daß sie Fehler begangen haben - wie andere auch. Wir müssen uns deshalb aber nicht von jemandem beschimpfen lassen, der aus dem Steuergeld seinen persönlichen Gewinn erzielt. Wenn man die Österreicher fragte, ob dieses Stück aufgeführt werden sollte, wäre der überwiegende Teil dagegen."

Bruno Kreisky
: "Ich finde es unbegreiflich, daß bisher niemand gebührend geantwortet hat. Schau´n Sie, der Thomas Bernhard soll schreiben, was er will. Aber das darf man nicht mit nobler Verachtung zur Kenntnis nehmen. Auf einen groben Klotz gehört eben ein grober Keil."

Hilde Hawlicek
: "Gerade in umstrittenen Fällen zeigt es sich, ob man es mit der Freiheit der Kunst ernst nimmt. Und genau das geht nicht, daß man ein Stück absetzt, weil man sich nicht damit identifiziert. Der Minister ist nicht der oberste Kunstrichter. Er bestimmt beim Theater nur den Direktor und dann hört sein Einfluß auf."

Kurt Krenn
: "Die Kunst soll frei sein. Indem sich etwas frei gebärdet, ist es aber noch nicht Kunst."
Jörg Haider: "Hinaus mit diesem Schuft aus Wien! Die Burg wird unter Hawlicek zu einem Narrenturm und einer Spielwiese für Egozentriker."

Kurt Waldheim
: "Die Freiheit der Literatur und Kunst ist eine der großen Errungenschaften der Demokratie. Wenn diese Freiheit jedoch in einer Art und Weise mißbraucht wird wie in dem Stück "Heldenplatz", dann ist das Burgtheater nicht die Bühne für eine solche Aufführung. Ich halte dieses Stück für eine grobe Beleidigung des österreichischen Volkes und lehne es daher ab.

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LEBENDIGER DENN JE? Thomas Bernhard von Priska Koiner
 Thomas Bernhard wäre am 9. oder 10. Februar 2000 70 Jahre alt geworden. Vor zwölf Jahren starb er an Herzversagen in seiner Gmundner Wohnung. In diesem Jahr finden viele Gedenkveranstaltungen statt, die den Österreich-Hasser und unbequemen Zeitgenossen emsig zur Ehre kommen lassen wollen.
  Tote Künstler sind anscheinend die geliebteren Künstler. Wie unbequem Thomas Bernhard für die katholische Kirche, die österreichische Gesellschaft und für Wien auch gewesen sein mag, alles scheint verziehen: Biografen, Nachlassverwalter, Preise, Stiftungen, Vereine arbeiten emsig an der Integration des unbequemen Mitbürgers in das kulturelle Bild Österreichs. Trotzdem läuft nicht alles reibungslos. wienweb

priska@webworks.at schrieb:Lieber Bruno Maier! ich habe erstaunt festgestellt, dass einer meiner Artikel zu Thomas Bernhard auf Ihrer Internet-Seite www.anglefire.com zu finden ist. Können Sie mir erklären warum und was der Sinn der Seite ist? mfg priska koiner  Mag. Priska Koiner

12.12.04 Sehr geehrte Fr. Priska, ich danke für Ihre erstaunte Anfrage, ich nehme an Sie haben einmal in einen Printmedium veröffentlicht, ich entschuldige mich dass ich in Ihrem Fall die genaue Quellenangabe unterlassen habe. Gestatten Sie mir nun eine kurze Erklärung, durch die Nennung des Namens von Thomas Bernhard, zu übermitteln. Wenn Sie es wünschen kann ich Ihre 5 Zeilen Text auch entbehren.
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THOMAS BERNHARD ZUM SIEBZIGER

Intellektuelle Politiker
Nicht leitende Unabhängige,
Sondern leidende Abhängige.
Offene Konten
Für fremdes Geld,
Offene Ohren
Für eigene Worte.
Die Falschen ermutigen,
Die Richtigen entmutigen.
Zu allem fähig,
Für Nichts zu gebrauchen.

Thomas Bernhard im Leben verachtet
Im Tode geachtet durch die
Postume Aberkennung
Der Testierfähigkeit
Staaterbe des Unrechtes
Eine Anerkennung nur deshalb
Weil sein Werk nicht mehr
Gegeisselt werden können
Bedarf Thomas Bernhard nicht,
Sein Platz in der Weltliteratur
Hat er sich selbst geschaffen.
> AM 14. 02. 2001 20:53:01
Heldenplatz: Selbstmord eines intellektuellen österreichischen Juden, ein Emigrant

 der nach der Rückkehr nach Wien, von seiner Wohnung am Heldenplatz in den Tod springt.
  • ZEITZEUGEN
  • Was haben Sie gegen Österreich und gegen den Heldenplatz
  • Herr Bernhard ? Jeder mag sein Land auch ich, nur diesen Staat kann ich nicht leiden.
  • Hr. Kreisky+? (SPÖ Bundeskanzler) Das darf man sich von T. B. nicht gefallen lassen.
  • Hr. Zilk? (Bürgermeister von Wien) Die paranoische Selbstdarstellung eines Menschen.
  • Hr. Haider? (FPÖ Chef) Hinaus mit diesem Schuft aus Wien.                                     
  • Hr. Sichrovsky (EU Abgeordneter der FPÖ in Brüssel) Hier läßt ein Bochumer Theaterdirektor, einen Wiener Juden bellen wie einen deutschen Schäferhund.
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1.1
WIRBEL UM THOMAS BERNHARD-LITERATURPREIS
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 Nicht nur, dass Thomas Bernhard in den letzten Jahren prinzipiell die Annahme eines Literaturpreises verweigerte, jetzt dreht sich die Geschichte um: Die französische Thomas Bernhard Gesellschaft sorgte für Aufregung als sie bekanntgab, ab Februar 2001 einen Thomas-Bernhard-Literaturpreis vergeben zu wollen. Bernhards Nachlassverwalter und Halbbruder Peter Fabjan lehnte einen solchen Preis mit der Begründung: Bernhard selbst seien solche Preise und vor allem die Hintergründe der Preisvergabe verhasst gewesen.
  Infolgedessen legte Jean-Marie Winkler die Präsidentschaft der Societe francaise Thomas Bernhard aufgrund der Unvereinbarkeit von zwei Positionen nieder - Winkler ist nämlich auch Leiter der Internationalen Thomas Bernhard Stiftung in Österreich. Sein Nachfolger, Jacques Le Rider, will die Idee des Literaturpreises auf jeden Fall weiterverfolgen. In diesem Fall werde Fabjan versuchen, den Preis verbieten zu lassen. Wäre das nicht ein Stoff für ein weiteres Bernhard Werk?
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1.2
NACHLASS UND WERKAUSGABE

 Was immer auch im unveröffentlichten Nachlass zu finden ist, so schnell wird es keineswegs an die Öffentlichkeit gelangen. In den ersten 60 Jahren nach seinem Tod bleiben die Manuskripte in Gmunden, dann werden sie übersiedelt in die Österreichische Nationalbibliothek. Bernhard bestimmte kurz vor seinem Tode noch was dezidiert nicht zur Veröffentlichung gelangen soll. Am Rande dieser Auseinandersetzungen ist aber schon fest geplant 2002 eine 25-bändigeWerkausgabe herauszugeben.
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1.3
BERNHARD UND SEIN STIL

  Als Übertreibungskünstler und als Wiederholungskünstler wurde Bernhard bezeichnet, was beides bei ihm als Stilfiguren zu verstehen ist. Er arbeitet mit wenigen Themen (wie: das Leben ist die Krankheit zum Tode), die immer wieder variiert werden und entwickelt sie in seinen Stileigenheiten: aus der rhetorischen Figur der Wiederholung wird ein ästhetisch-philosophisches Prinzip. All diese Eigenheiten finden sich in dem 1986 erschienenen Roman Auslöschung, der einerseits als Opus Magnus andererseits als Wiederaufbereitungsprosa die Meinungen teilte.
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1.4
UNBEQUEMER ZEITGENOSSE
  Für die katholische Kirche und die Wiener Gesellschaft war Bernhard ein unbequemer Zeitgenosse: 1972 trat er aus der katholischen Kirche aus und prompt zog er sich drei Jahre später durch sein autobiographisches Buch Die Ursache eine Privatklage des Salzburger Pfarrers Franz Wesenauer nach sich. Bernhard wurde gerichtlich gezwungen den Text zu ändern. Jetzt bekommt er in ebenderselben Stadt eine Gedenktafel. 1984 wird sein Buch Holzfällen durch eine Klage von Gerhard Lampersberg skandalös. BerNhard zieht alle seine Bücher aus dem österreichischen Handel, die Klage wird zurückgezogen, die Bücher dürfen wiedererscheinen.
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1.5
EHRE, WEM EHRE GEBÜHR
Stiftungen, Preise, Ausstellungen, wissenschaftliche Untersuchungen rücken nun den österreichischen Schriftsteller, der über seine politischen, gesellschaftlichen und kunsttheoretischen Themen polarisierte, an einen ihm angemessenen Platz. Er war der Übertreibungskünstler, er war der Schriftsteller, der seit 1973 provozierte. Er war unbequem, aber trotzdem: er brachte einen neuen Ton in die Literatur; durch seine Zusammenarbeit mit Claus Peymann wurde das Burgtheater ab 1986 zu einem modernem und zeitgemäßen Theater, über das wieder tagespolitisch gesprochen wurde. Lebendiger denn je? Ja natürlich!
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2 SONDER WANDERER THOMAS BERNHARD 1931 - 1989 POSTULAT DER ABERKENNUNG SEINER TESTIERFÄHIGKEIT
(Ein Erblasser ist noch testierfähig, auch wenn ihm der Notar die Hand, bei der Unterfertigung des Testamentvordruckes, führt.)1998 Dürrenschöberl 15. JG WANDERER Nr.: 2598 Gastgeber F. Vollmann 10. WGB Wander - Gipfel - Buch Station in Stmk., Selzthal ERFAHRUNGSBERICHTE, LESUNG & PODIUMSDISSKUSSION Eine Einladung des Literaturhauses Wien, (ein Mietobjekt der Dokumentationsstelle für neuere Österreichische Literatur, Geschäftsführer Heinz Lunzer), Bibliothek der Provinz, Theater Phönix, Lesung Franzobels aus dem Buch Staatspreis Utopie und Erbärmlichkeit, im Fall Bernhard, Edition Selene, (Hrsg. Alfred Goubran Wien), Tritratrullala (Große Hanswurstiade um einen Kleinen Staatspreis für Literatur)
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2.1
DIE UTOPIE VOM STAAT
Es gibt heute in Österreich keinen Dichter oder Schriftsteller von der öffentlichen Bedeutung eines Thomas Bernhard, dessen Haltung der Thomas Bernhards - und im besonderen seiner Haltung zum (österreichischen) Staat - auch nur nahe käme. -Und überhaupt hat dieser Thomas Bernhard immer nur von sich geschrieben und von den anderen gelebt, wenn er nicht gerade von sich gelebt und von den anderen geschrieben hat.
  So gibt es den Staat und es gibt die Utopie vom Staat. Wobei das, was heute Staat ist, gestern noch Utopie vom Staat war. An den Staat zu glauben bedeutet an die Utopie vom Staat zu glauben.

 Und nicht an die Utopie vom Staat zu glauben bedeutet das Scheitern der Utopie von Gestern zu sehen. Hier und heute. Und die Erbärmlichkeit. Und wenn man schreibt, was man sieht, wird man vielleicht von dieser Erbärmlichkeit schreiben.

  Die Erbärmlichkeit des Utopisten aber zeigt sich in dem Grad, in dem er an realer Macht gewinnt. Die Erbärmlichkeit zeigt sich in seinen Methoden und Mitteln der Unterdrückung und Verdrängung dem Scheitern der Utopie gegenüber. Und so wie seine Vorstellung von Zukunft Zukunft ausschließt, so versucht er auch den einzelnen, der an diese Vorstellung nicht glaubt, zu verhindern, zur Räson zu bringen.   Thomas Bernhard ist der Beweis, daß es möglich ist in diesem Land Opposition zu bieten, ohne zu klügeln oder sich anzubiedern. Er ist der Beweis für die Existenz eines Widerstandes. Alfred Goubran
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2.2
T.B. SKANDALCHRONIK
DOKUMENTATION HELDEN PLATZ   Quelle DHP = Burgtheaterdoku
2.2.1 VOR DER HELDENPLATZURAUFFÜHRUNG
 Der Residenz Verlag hat eine Anthologie herausgegeben, Hr. Jung sagte zu Bernhard: Wunderbar Sie haben einen der schönsten und besten Beitrag abgeliefert, nur konnte er nicht gedruckt werden weil er zu österreichkritisch war. (Bei der Erbstreit Diskussion) Stimmt das Hr. Jung? Hr. Jung: Ja es stimmt.
 
Hr. Moritz: (SPÖ Unterichtsminister) stellte die Zurechnungsfähigkeit von Bernhard in Frage.
 
Hr. Franizky: (SPÖ Fi. Minister) Hier schmiert sich einer gegen gute Steuerschillinge seine Verklemmtheit vom Leibe. 
DHP 16: Staberl, U. Ministerin Hawlicek, - einst die tollste Boogy Katz Wien's, sollte doch gewiß zurechnungsfähig sein. Gertraut Jesserer und Elisabeth Orth, weigerten sich Thomas Bernhard Rollen zu spielen.
DHP 17: Kurier Rau Ollas Vabrecha! Leider hat sich das Werk von Thomas Bernhard diesem Typus gefährlich genähert.
DHP 18: Wiener Zeitung N.T. Eine Neuauswalzung von "Thomas Bernhards" geradezu krankhaftem Menschen- und Österreichhaß, die hinter diesem schwachsinnigen "Thomas Bernhard" - Stück hervorlugt.
DHP 19: Hr. Mayr (SPÖ), Hr. Krünes (FPÖ) und Hr. Mock (ÖVP Obmann) - fordern die Stückabsetzung von "Thomas Bernhard".
DHP 24: Hr. Kreisky+ (SPÖ Bundeskanzler) Das darf man sich von Thomas Bernhard nicht gefallen lassen.
Hr. Zilk (SPÖ Bürgermeister von Wien): Die paranoische Selbstdarstellung eines Menschen.
DHP 44: Hr. Haider (FPÖ - Chef) Hinaus mit diesem Schuft aus Wien." Ein unrichtig ausgesprochenes Zitat von Karl Kraus."
 
DHP 45: Hr. Keller (SPÖ - Zentralsekretär), hält den Heldenplatz, für einen totalen Unfug. Hr. Kren (Bischof): Ich bin gegen Schabernack, Demagogie und Verleumdung.
DHP 46: Hr. Waldheim, (Bundespräsident Österreichs). Ich halte das Stück "Thomas Bernhards" für eine grobe Beleidigung.
DHP 58: Staberl (Kronenzeitung). Die rüden Herren Peymann und Bernhard: Sie mögen sich ihren Unrat selber finanzieren!
DHP 62: Hr. Busek (ÖVP Kultursprecher), fordert einen Publikumsboykott in einem Pressegespräch.
DHP 63: Hr. Kukacka (ÖVP Generalsekretär). Eine Serie von Skandalen!
DHP 70: Staberl (Kronenzeitung). Dafür ist der Psychiater zuständig.
DHP 86: Bock (Vizekanzler a. D. Wien 1, wohnhaft als echter Sozialschmarozer in einer gratis Staatswohnung in Unterem Belvedere). Nichts! Was der angebliche Schriftsteller zusammengeschrieben hat, ist der öffentlichen Diskussion wert.
DHP 104: Hr. Muliar (Burgschauspieler) Thomas Bernhard legt alle herabwürdigenden Worte einem jüdischen Menschen in den Mund.
DHP 121: Hr. Dichand (Kronenzeitung Verleger)  Ich verwehre mich dagegen, daß wir Schweineställe sind.

Selbst wenn unser KRONENSTABERL grunzt,
Hat er nur einen Feind verhunzt.
Selbst GADAFFI und ARAFATT
Haben diesen Thomas Bernhards satt."
Der selige Kanzler Bruno Kreisky

DHP 122: Inge Santner (Die Weltwoche). Eine Schreianstalt der Gehirnlosigkeit. Bei der Staatspreisverleihung, schlug Thomas Bernhard durch eine besonders hinterfotzige Rede den Unterrichtsminister in die Flucht. Von mal zu mal verloren, Thomas Bernhards misanthropische (menschenfeindliche) Grobianismen an schriftstellerischer Eleganz, verkümmerten zur leeren Attitüde.
 
Fr. Löffler (Profil und Starkritikerin des literarischen Quartettes). War'd je einem Dichter ein solcher Allmachtsrausch beschert? Ist je eine Wirklichkeit einer literarischen Ausgeburt derart in die Falle gegangen, wie Österreich seinem Staatsdichter Thomas Bernhard?
 
DHP 128: (Wochenpresse), Frage an Waldheim. Sie meinen, durch Thomas Bernhard würde dem Land Schaden entstehen? Im Ausland etwa? Antwort des Bundespräsidenten Österreichs: Nicht nur im Ausland. Man soll nicht glauben, daß wir die bösen Buben sind.
 
DHP 143: Hr. Tschebull (Kurier, Gastkomentar). Wäre Thomas Bernhard besser als sein Ruf, könnte diese Farce mit ihrer unauflösbaren Rückbezüglichkeit von ihm sein. -Ein kniffliger Fall für den Volksanwalt: Ist Selbstdiskriminierung der österreichischen Nation ein Delikt?
 
DHP 168: Hr. Purtscher (ÖVP Landeshauptmann von Voralberg). Wäre ich Unterrichtsminister, würde ich die Aufführung von Bernhards Heldenplatz nicht gestatten. Für eine Verurteilung der Österreicher sei es nicht gerechtfertigt, Millionen an Steuergeldern auszugeben. (Er gibt zu den Text nicht gelesen zu haben.)
 
DHP 171: Hr. Gratz (Nationalratspräsident SPÖ). Soll eine Beleidigung, nur weil sie sich reimt, plötzlich keine mehr sein?
 
DHP 187: Hr. Sichrovsky (Standard). Hier läßt ein Bochumer Theaterdirektor, mit Hilfe eines österreichischen Schriftstellers, einen Wiener Juden bellen wie einen deutschen Schäferhund. Was mich dabei aufregt ist die Primitivapologie, (Verteidigungsrede) mit der Juden zugeordnet werden.
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2.2.2
NACH DER HELDENPLATZURAUFFÜHRUNG
DHP  200: Hr. Sichrovsky (Standard). Es ist ein erschreckend schlechtes Stück! Banal, polemisch, einfältig, verfälschend, dumm und gefährlich. Ich möchte denen, die es auf die Bühne bringen ins Gesicht schreien usw.
DHP  203: Hr. Wolf (Kurier). Das Aufrege Duo Peymann & und Thomas Bernhard kann sich zufrieden lächelnd zurücklehnen.
DHP  219: (ORF) Ich möchte nur daran erinnern, daß der ehemalige ORF Generalintendant Hr. Bacher, Österreich als Dünnschiß von Europa bezeichnet hat. - Wie kann man da Thomas Bernhard keinen Vorwurf machen. (Während seiner Zeit der ORF Generalintendanz wohnte Hr. Bacher, aus Bedürftigkeitsgründen als echter Sozialschmarotzer , in einer gratis Staatswohnung im Oberen Belvedere.)
DHP  223: Hr. Hans Haider (Die Presse). In der Literaturgeschichte wird unter dem Titel Heldenplatz, weiter Ernst Jandels Gedicht, an erster Stelle rangieren.
DHP  260: Fr. Kathrein (Die ganze Woche). Die Falle ist zugeschnappt. Wieder einmal läßt Thomas Bernhard, der Fallensteller, die Selbstgerechten und Engstirnigen über eines seiner Werke in den Abgrund der Lächerlichkeit stürzen.
07.03.1998: Hr. Cerha (Standard). Der Staat begräbt seinen alten Konflikt mit einem Unbequemen. Gedacht ist an eine Stiftung mit einer Grundeinlage von 5 Millionen Schilling.
16.04.1998: Fr. Kathrein (Kurier). Vor der Heimholung Thomas Bernhards. Einige selbsternannte Anwäl-te des Dichters im Publikum, störten zuletzt die Idylle! "Im Beharren auf Einhaltung des Testaments".
Skandal Chronik Ende
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Wochenpresse
Franz Vranitzky: "Das Prinzip Freiheit der Kunst ist bewußt mit Risiken verbunden. Man kann es nicht nach dem Alter einer Institution oder deren Finanzierung zergliedern. Manche Leute können mich nicht beleidigen."
Alois Mock: "Jeder soll schreiben, was er will. Aber ich finde es unakzeptabel, diese Aufführung mit Steuergeld zu subventionieren. Die Österreicher wissen ganz genau, daß sie Fehler begangen haben - wie andere auch. Wir müssen uns deshalb aber nicht von jemandem beschimpfen lassen, der aus dem Steuergeld seinen persönlichen Gewinn erzielt. Wenn man die Österreicher fragte, ob dieses Stück aufgeführt werden sollte, wäre der überwiegende Teil dagegen."
Bruno Kreisky
+: "Ich finde es unbegreiflich, daß bisher niemand gebührend geantwortet hat. Schau´n Sie, der Thomas Bernhard soll schreiben, was er will. Aber das darf man nicht mit nobler Verachtung zur Kenntnis nehmen. Auf einen groben Klotz gehört eben ein grober Keil."

Hilde Hawlicek
: "Gerade in umstrittenen Fällen zeigt es sich, ob man es mit der Freiheit der Kunst ernst nimmt. Und genau das geht nicht, daß man ein Stück absetzt, weil man sich nicht damit identifiziert. Der Minister ist nicht der oberste Kunstrichter. Er bestimmt beim Theater nur den Direktor und dann hört sein Einfluß auf."

Kurt Krenn
: "Die Kunst soll frei sein. Indem sich etwas frei gebärdet, ist es aber noch nicht Kunst."

Jörg Haider
+: "Hinaus mit diesem Schuft aus Wien! Die Burg wird unter Hawlicek zu einem Narrenturm und einer Spielwiese für Egozentriker."

Kurt Waldheim+
: "Die Freiheit der Literatur und Kunst ist eine der großen Errungenschaften der Demokratie. Wenn diese Freiheit jedoch in einer Art und Weise mißbraucht wird wie in dem Stück "Heldenplatz", dann ist das Burgtheater nicht die Bühne für eine solche Aufführung. Ich halte dieses Stück für eine grobe Beleidigung des österreichischen Volkes und lehne es daher ab.
Quelle 
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2.3
ERBSTREIT
Hr. Peter Fabjan (Halbbruder Bernhards), Fr. Christa Fleischmann (ORF, Bernhard Vertraute), Hr. Jochen Jung (Geschäftsführer Residenz Verlag), Hr. Viktor Klima (Kunstminister wie schon bei mehreren diesbezüglichen Veranstaltungen unter anderen auch bei der Kunstdebatte im Parlament angekündigt aber in Abwesenheit geglänzt, vertreten durch den Kunstsekretär Hr. Wittmann), Hr. Claus Peymann (eingeladen aber abgesagt mit dem Argument: "Mit solchen Leuten setze ich mich nicht an einem Tisch"), Hr. Othmar Raus (Landesrat), Hr. Wendelin Schmidt-Dengler, (Stiftungsvorsitzender einer eventuellen Bernhard Stiftung und Geschäftsführer des Österreichischen Literaturachives der Nationalbibliothek),
Hr. Siegfried Unseld (Suhrkamp Verlag Nachlaßerbe Bernhards, eingeladen aber nicht gekommen), Michael Walter (Urheberrechts-Experte), Moderation Hr. Ruiss
» (Obmann des Vereines IG Autoren, eine selbsternannte beitragsfreie Interessensvertretung, das Vereinslokal ist das Literaturhaus. Nicht anwesend der Präsident "Hr. Milo Dor" vermutlich mit geröteten Horizont, 1995 mißbrauchte Hr. Dor die IG für eine sozialistische Wahlempfehlung)
Anmerkung : Die Ehrung von Uschi Glas, obwohl der um einen Orden geprellte Kommisar Derek am Heldenplatz tobte,  war für Hr. Kilma wichtiger gewesen. Außerdem mußte er auch noch seinen Sohn mit dem Geld einer Arbeitsstiftung bereichern, das bei den wachsamen und wachsenden Arbeitslosen kein leichtes Unterfangen gewesen.
Hr. Michel Walter: (Urheberrechtsexperte), urheberrechtlich und erbrechtlich, verfügen die Erben Dr. Unseld und Dr. Fabjan, so wie der Autor (Bernhard verfügt im Grabe) selbst, solange die Schutzfrist reicht. (70 Jahre nach dem Tod des Urhebers). Sie können von einer Meinung wie sie im Testament geäußert wurde auch wieder abgehen. Es wurde kein Testamentsvollstrecker eingesetzt, insofern hätte wohl ein abgehen vom verhältnismäßig klar zum Ausdruck gebrachten Willen des Autors "Thomas Bernhard" keine erbrechtlichen Konsequenzen, würde also nicht zum Verlust des Erbrechtes führen.
Fr. Christa Fleischmann: Das Testament war nicht die Laune eines todkranken Menschen, er hat in den letzten 10 Jahren immer diesen Wunsch geäußert.
Christa Fleichmann (F) ORF: Die Österreichischen Politiker, die Repräsentanten dieses Staates: Ja es ist so lieber Herr Wittmann, es nützt nichts, die Öffentlichkeit hat Thomas Bernhard in seiner Kunst ständig desavouiert.
Holzfällen Die Richterin sprach beim eingeleiteten Strafverfahren, im Fernsehinterview: Es ist mir völlig egal ob dieses Buch ein Kunstwerk oder Mist ist.
Anmerkung: Die Richterin Dr. Brigitte Klatt reiste für mehrere Wochen nach China, und keiner ihrer Kollegen erklärte sich für den Fall zuständig.

Bitte Herr Kunststaatssekretär Wittmann sie wollten was sagen!

Publikumszuruf Herr 1 (H1):
Herr Wittmann bitte auf chinesisch das versteht jeder.
Hr. Wittman (W) Kunststaatssekretär: Grundsätzlich, nach dieser Einleitung haben wir gehört, was Politiker alles gemacht haben. Da gibt es also keine Entschuldigung und keine Rechtfertigung für mich. Aber man sollte schon eines hier sehen, daß es immer Leute geben wird in einem Gesellschaftsgefüge die Politik machen. Das sind Leute die sich für diese Gesellschaft interessieren und die auch sich zum Ziel gesetzt haben, Entscheidungen für diese Gesellschaft zu treffen. Leute, die in einem demokratischem System vorhanden sind und die nach gewissen Spielregeln ausgesucht werden. Ich sitze heute hier als Vertreter dieser Leute, möchte aber trotzdem einmal sagen:
  Ich glaube nicht, daß es immer wieder ein Fortschreiten der Vergangenheit geben und kann, auch nicht in der Politik. Man kann nicht den Letzten, der hier sitzt dafür verantwortlich machen, was seine Vorgänger falsch gemacht haben.
Fr. Christa Fleischmann: Dafür habe ich sie nicht verantwortlich gemacht.
W: Weil Sie diesen Seitenhieb gemacht haben: Das war so. Das glaub ich ihnen wirklich.    
Fr. Christa Fleischmann: Ich habe versucht darzustellen, daß die Verletzungen auf 20 Jahre zurückgehen, wie die Öffentlichkeit mit Thomas Bernhard umgegangen ist, Nestbeschmutzer und...
Hr. Wittman (W) Kunststaatssekretär: (Ins Wort gefallen) Ich glaube es waren nicht nur Politiker, sondern auch andere Leute die hier nicht fein gehandelt haben und man sollte vielleicht einmal die Kirche im Dorf lassen und sagen hier sitzt jemand der mit diesen Sachen Gott sei Dank nichts zu tun hat, weil ich auch nichts damit zu tun haben will und das weiß ein jeder, daß ich sowohl meinen Kopf hingehalten habe für andere Aufführungen im Burgtheater (für Otto Mühl den Komunemaler und verurteilter Sexualtäter).  Auch wenn sie mir recht oder nicht recht waren, es ist nicht meine Aufgabe zu beurteilen. Mein Begriff von Kunst zuzulassen ist eben der, daß ich alles dafür zu machen habe, daß Kunst in jeder Erscheinungsform stattfinden kann. Da würde für mich auch das dazuzählen. Zum konkreten Fall, - die erbrechtliche Seite gibt uns einen ganz klaren Auftrag, wir haben ein Testament das zu respektieren ist, sowohl von den Erben als auch vom Staat.
 
  Auch der Staat hat sich an die Gesetze, die er sich selbst gegeben hat, zu halten. Das bedeutet für uns, daß wir als ausschließliche Ansprechpersonen die Erben haben. Wenn die Erben, sei es über das Verfügungsrecht, sei es als Erben eingesetzt, ihrer Aufgabe so nachkommen, daß sie an den Staat herantreten um das Erbe Bernhards zu sichern bzw. aufzuarbeiten. Dann kann sich dieser Staat, den ich hier vertrete, nicht davor drücken, sondern muß diese Unterstützung gewährleisten.
  Es ist zu einer derartigen Situation gekommen und ich glaube das ist jetzt unsere Aufgabe hier als Staat und es ist eine Selbstverständlichkeit, wenn dieser Wunsch geäußert wird, der wie wir gehört haben im Einklang mit dem Gesetz möglich ist, daß der Staat hier seine Unterstützung gewährleistet.
Also ich kann von meiner Stelle sagen und auch für das Bundesministerium für Unterricht und Kultur, daß von unserer Seite ganz konkrete Zusagen vorliegen und wir selbstverständlich es als kulturpolitischen Auftrag verstehen und, daß der Staat einer Sicherung eines großartigen Werkes eines Künstlers nachkommen wird und wir werden uns persönlich dafür einsetzen, daß das was passiert ist nicht eine Fortschreibung erfährt und wir sehr wohl diesem Auftrag und dieser Wertschätzung, die ein Künstler zu erfahren hat, nachkommen.

  Wir versuchen die verschiedenen Ministerien, die damit befaßt sind, zusammenzuführen. Nicht nur Ministerien auch Landesstellen. Selbstverständlich geht es darum, daß das Bundeskanzleramt, das Kunstministerium auch Geld zur Verfügung stellen muß auch für die laufende Finanzierung. Es ist auch über das Bundesministerium für Unterricht und Kunst und Kultur gesichert das eine wissenschaftliche Erschließung erfolgt.
Publikumszuruf, Dame 1 (D1) Hinweis auf das Testament.    
Hr. Wittman (W) Kunststaatssekretär: Noch einmal ich habe eine gesetzliche Situation zu erfüllen wie jeder andere Staatsbürger auch. Es gibt eine rechtliche Möglichkeit, diese rechtliche Möglichkeit geht ausschließlich über die Erben. Wenn die Erben es wünschen und die Erben wünschen es das weiß ich, daß das Werk und der Nachlaß Thomas Bernhards, wissenschaftlich aufgearbeitet wird.    
Publikumszuruf, Dame 1 (D1) Gegen eine wissenschaftlichen Aufarbeitung hat niemand was gesagt.    
Hr. Wittman (W) Kunststaatssekretär: Noch einmal    
Publikumszuruf, Dame 1 (D1) Wollen sie in Österreich vom Erbe Thomas Bernhards profitieren oder nicht?W: Nochmals ich will nur eine Situation, das ist keine Frage, selbstverständlich will der Staat Österreich diese Möglichkeiten die uns hier geboten werden, mit Hilfe der Erben nützen.
Publikumszuruf, Dame 1 (D1) Sie wurden Ihnen verweigert durch das Testament.    
Publikumszuruf, Herr 1 (H1) Das begreift er nicht, da nützt nichts, er kann nur chinesisch.    
Publikumszuruf, Dame 2 (D2) Was soll diese Polemik, ein Schwachsinn dieses Geschwätz.    
Hr. Wittman (W) Kunststaatssekretär: Das begreife ich sehr wohl, aber jeder auch sie hier in diesem Saal hat rechtliche Grundlagen. Sie können sich auch nicht über das Gesetz hinwegsetzen und das wollen wir auch nicht, das Gesetz räumt uns eine einzige Möglichkeit ein, wie wir das können.
Publikumszuruf, Dame 1 (D1) Durch die Hintertür anscheinend.
Hr. Wittman (W) Kunststaatssekretär: Diese Möglichkeit führt ausschließlich über die Erben. Wenn die Erben an uns herantreten, dann werden wir selbstverständlich helfen, beziehungsweise das was notwendig ist leisten, um dieses Werk auch tatsächlich zu sichern.
Publikumszuruf, Dame 1 (D1) Es braucht nicht durch Österreich gesichert werden.    
Hr. Jürgen Jung (JJ) Residenzverlag: Ich möchte klarstellen, daß das was der Residenzverlag gedruckt hat, waren ausschließlich Texte die es vorher schon gegeben hat. Es wurde keine einzige Zeile gedruckt die es nicht schon vorher gegeben hat, es handelt sich exakt um dieselben Titel die es vorher auch schon gegeben hat. Der Streit dem wir zuletzt mit Dr. Unseld hatten bezog sich auf die Frage usw........
Hr. Peter Fabjan Halbbruder von T.Bernhard: Ich will andeuten, daß natürlich ein Dichter ein ungewöhnlicher Mensch ist, ein Mensch ist, dem man eine ganz eigene Beurteilung zukommen lassen muß. 
Ein Dichter hat ein Leben, ein Innenleben, das hat für ihn eine Dimension, eine Größe die man berücksichtigen muß, auch wenn er ganz bestimmte Entscheidungen oder Anordnungen trifft.
Hr. Gerhard Ruiss IG Autoren Obmann: Eine Frage, gibt es überhaupt eine wissenschaftliche Einschränkung durch das Testament?
Hr. Schmidt-Dengler (Sch) National Bibliothek: Ich wurde von Urheberechtsexperten darübergehend dahin informiert, daß hier keine Einschränkungen möglich gewesen wären. Es war aber sinnvoll einfach zu fragen bevor es zu diesen in der Geschichte um Thomas Bernhard üblichen Weiterungen kommt. Das ganze was wir hier verhandeln ist ein Teil eines Systems, eines Systems des Textes Bernhard's.
Wir schreiben an diesen Text irgendwie alle weiter, ohne es eigentlich zu wollen und wir tun das in einer Weise, die tatsächlich das System selber abhebt vom dem worum es dann geht, zunächst einmal von den Texten selber.
Hr. Jürgen Jung (JJ) Residenzverlag: Bernhard war besser als wir.
Hr. Schmidt-Dengler (Sch) National Bibliothek: Das außer Zweifel, aber etwas Epigonalität (Nachahmung ohne Schöpferkraft) werden sie mir doch zugestehen Herr Dr. Jung.    
Hr. Jürgen Jung (JJ) Residenzverlag: Was nicht ist kann ja noch werden.    
Hr. Schmidt-Dengler (Sch) National Bibliothek: Was ich meine, ich wollte also nur ein Satz von Thomas Bernhard sagen: Der Herr Staatssekretär möge mir verzeihen. Die Österreichische Regierung ist die schlechteste der Welt.  Aber er hat noch etwas eingefügt: Die Österreichische Regierung ist wie jede Regierung die schlechteste der Welt. Die Stiftung ist ein Weg vernünftig über Thomas Bernhard reden zu können.    
Publikumszuruf, Dame 1 (D1) Bitte wie weit kann man mit einer Stiftung den Testamentswillen unterlaufen? (Keine Antwort)    
Publikumswort, Dame 3 (D3) Jetzt haben wir zu respektieren was Thomas Bernhard zum Teil in seiner Wut zum Teil in seiner Enttäuschung sagte. Es wäre unheimlich nobel wenn man das berücksichtigen würde, wenn nicht dann würden sie weiter an so sehr konfusen Argumenten festhalten.
Publikumszuruf, Herr 1 (H1) Wäre es nicht gescheiter ihre eigene Wut und Enttäuschung kund zu tun.    
Publikumswort, Dame 3 (D3) Vielleicht habe ich sie über sie, aber nicht über Thomas Bernhard. Der hat das natürlich vorhergesehen, er hat uns vielleicht auch ein Kuckucksei gelegt aber Respekt vor dem was er wollte ist ja doch möglich, das heißt man verzichtet auf sein Profitieren. Wenn der Herr Jung jetzt was vom verlegen des Thomas Bernhard sagt: Kann ich nur lachen denn verlegt wurde er zufälligerweise als erstes beim Insel Verlag.
  Ein unverständliche Kommentar vom Herrn Jung trieb die Dame in einen Wutanfall. Sie wiederholte in einer lauteren Tonart ihr letztes Argument. Ach was! Der Großteil aber erschien bei Insel.
Hr. Jürgen Jung (JJ) Residenzverlag: Bernhard hat immer eine Identifizierung hergestellt zwischen dem Staat und seinen Vertretern und allen anderen die in dieser Republik leben, lesen und Theater sehen wollen. Ich denke wenn man sich Gedanken darüber macht, ob es jetzt vernünftig ist das Testament zu revidieren, dann glaube ich sollte man zunächst diese beiden Dinge auseinanderhalten. Es ist wahrhaftig nicht dasselbe und ich glaube nicht, daß man sozusagen die Österreichischen Bernhardfreunde heute noch darunter leiden lassen soll für das was die österreichischen Politiker vor 10, 20 und 30 Jahren bei Bernhard angerichtet haben.
Das Werk verselbständigt sich und will aus sich heraus eigene Rechte, will zu Lesern. So verständlich es ist was er im Testament geschrieben hat, so wenig denke ich, daß es eine notwendige Verpflichtung ist, mit dem Testament so umzugehen wie ich glaube Thomas Bernhard selbst schon umgegangen wäre.
Hr. Wittman (W) Kunststaatssekretär: Man kann sicher sein, wenn man selbst in der Haut steckt, sich diese Aufgabe nicht leicht zu machen und in einer großen Verantwortung ist. Ich als Staat finde es bewundernswert finde, wenn sich die Erben in den Dienst der Sache stellen um eine Lösung zu suchen die allen Literaturinteressierten zu gute kommt. Das dann der Staat selbstverständlich eine Verpflichtung hat, daß kann man ihm nicht zum Vorwurf machen, glaube ich. Wir werden diese Verpflichtung sehr wohl wahrnehmen, obwohl wir selbstverständlich den Willen der Erben zu respektieren haben.
  Um das geht' s wir haben ein Testament, das wir zu berücksichtigen haben, wir haben hier Erben die bereit sind dieses Testament wie es oft üblich ist, im gesetzlichem Rahmen zu interpretieren. Der Dank geht an die Erben, die es sich nicht leicht machen, weil sie sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe stellen. Ich glaube, daß hier der Staat sehr wohl beizutragen hat, daß dann wenn sie sich entschieden haben, auch etwas passiert.
  Die Finanzierungsfrage kann mit dem Einverständnis des Herrn Fabjan beantwortet werden. 1 Million für die Stiftungsgründung und 1 Million für den Betrieb.
Heinz Lunzer Geschäftsführer IG Autoren: Ich mache mir Sorgen um die Stiftung, die mit da einer Million und dort einer Million ausgerüstet werden soll. Mein Verständnis einer Stiftung ist doch, daß ein Stiftungskapital in einer wesentlich höheren Summe, in wesentlich höheren Beträgen, als mit da einer Million und dort einer Million errichtet wird, damit von den Zinsen gelebt werden kann und zwar unabhängig. Von was hier die Rede ist, ist offenbar eine Förderung die das Bundeskanzleramt geben soll, oder wie soll ich das verstehen?
Publikumswort, Dame 4 (D4): Mich würde auch interessieren, wie man jetzt dazu gekommen ist so einen Aufwand zu betreiben, wenn man den unveröffentlichten Teil des Nachlaßes für gesperrt erachten muß.
  Im literarischen Fall bedeutet das: Es wird nur ausschließlich Zugang für die beamteten Germanisten geben? Der Staat finanziert ein Archiv schließt jedoch die Öffentlichkeit von der Zugänglichkeit aus. In diesem Archiv können die unveröffentlichten Teile des Werk- und Briefnachlaßes "Thomas Bernhards" nicht gelesen werden.
  Ich sehe da eine gewisse Diskrepanz für den Aufwand der Stiftung, wenn es dabei bleibt das nur das bisher veröffentlichte Werk, über die bisher bei verschiedenen Verlagen erschienenen Bücher zugänglich ist. Gibt es hier bereits ein Konzept zur Zugänglichkeitsmachung der nicht veröffentlichten Texte.
Hr. Peter Fabjan Halbbruder von T.Bernhard: Es bleibt bei der Aufarbeitung, aber es wird keine Veröffentlichung geben.    
Hr. Schmidt-Dengler (Sch) National Bibliothek: Das erste was sinnvoll geschieht ist eine archivarische Aufarbeitung des Nachlaßes und mit den weiteren Schritten wird man sich dann mit den Erben verständigen müssen. Aber es ist glaube ich sinnvoll dem interessiertem Forscher für wissenschaftliche Arbeiten das Archiv zweckgebunden zugänglich zu machen.    
Publikumswort, Dame 4 (D4): Eine unter gelöst in Verbindung gebrachte neue Einschätzung, oder einfach durch eine Beurteilung, doch in einer Weise umgangen?    
Hr. Gerhard Ruiss IG Autoren Obmann: Ihre Meinung.    
Publikumswort, Dame 4 (D4): Nein, gestatten sie! Ich habe keine Meinung, sondern eine Frage ausgesprochen.
Hr. Wittman (W) Kunststaatssekretär: Das ist relativ einfach, denn grundsätzlich das Geld was wir verwalten ist immer das Geld des Steuerzahlers und damit auch des Lesers. Wahrscheinlich geht der Leserkreis noch über den Steuerzahler hinaus weil im Ausland genügend Leser Bernhards existieren werden. Daher stellt sich die Frage, wir verfügen über kaum andere Einnahmen.    
Publikumszuruf, Herr 2 (H2) Außer dem Geld vom Magnakonzern des Herrn Stronach, was ist mit dem?    
Hr. Wittman (W) Kunststaatssekretär: So! Ich danke für die Auskunft.    
Publikumszuruf, Herr 1 (H1) Hat der Strohnach schwarz gekauft?
Hr. Wittman (W) Kunststaatssekretär: Eine Ausnahme wären zum Beispiel Theater Eintrittsgelder, um es richtig zu stellen also bei den Bundestheatern Burgtheater Volksoper sind es keine Steuereinnahmen sondern Eintrittsgelder und die sind etwas anderst zu behandeln.    
Ein junger IG Autor: Das was hier heute passiert ist, ist eine Obszönität ersten Ranges. - Es biedert sich hier der Nachlaßverwalter wechselseitig mit dem Kultursekretär an, um eine Stiftung ins Leben zu rufen, die ausdrücklich den letzten Willen des Schriftstellers, Thomas Bernhard widerspricht. Man versucht hier eine Gesellschaft in die Wege zu leiten, man versucht hier das Testament zu umgehen.  Ich halte es für literarische Leichenschändung. Ich denke man sollte die Mittel besser anstatt in die Nachlaßbearbeitung, Verwaltung und Einverleibung lieber der lebenden Literatur zu Gute kommen lassen.
TONMITSCHNITT > Eine Transkription in Schrift des IG Gesamtmitschnittes war für die Herren Dengler, Lunzer und Ruiss, bedeutungslos.
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2.4 GEDÄCHTNISAUFZEICHNUNG
Der junge Autor IG Autor: Er hatter bereits eine berechtigte kritische Äußerungen zum Besten gegeben, ergriff  das Wort. Allerdings stand nur ihm ein  Publikumsmikrophon zur Verfügung, deshalb könnte die Aktion geplant gewesen sein. Dem Herrn Ruiss wurde zur Kenntnis gebracht daß er nicht mehr die Interessen der Autoren, im speziellen Fall, die von Herrn Bernhard vertrete.
Er war sehr impulsiv brachte mit aber fachlich exakt untermauerten Argumenten Tatsachen von bereits erfolgten Umgehungen des bernhardschen Testamentes, zur Sprache.   
Besonders gezielt wandte er sich an Herrn "Schmidt-Dengler" und stellte dessen Position in der Stiftung, bezüglich seiner inneren Bernhardgesinnung, in Frage. Weiterhin wurde auf die  Staats - Doppelverdienerrolle von Schmidt-Dengler verwiesen.
Hr. Jürgen Jung (JJ) Residenzverlag: Mit Verbalinjurien: Man solle auf den Kopf des von ihm hochgeschätzten Hr. Schmidt-Dengler nicht seine Notdurft verrichten! (Änderung aus ästhetischen Gründen.) Allerdings hatte Hr. Jung den von ihm nun Hochgeschätzten, vorher in der Diskussion, mit den Worten: Er könne ja noch die Epigonalität lernen, gedemütigt.
(Der Residenzverlag hat ja bereits mehrmals, durch mehr- oder minder indenten Neuauflagen von Bernhards Büchern, mit den autobiografischen Prosabänden, den letzten Willen des Dichters ignoriert.)    
Hr. Schmidt-Dengler (Sch) National Bibliothek: Er hatte in der Diskussion, eine Selbstanklage, wegen seiner Verwendung von Bernhardzitaten, ausgesprochen, verkündete großzügig: Daß er auf eine strafrechtliche Verfolgung gegen den jungen Autor IG Autor verzichten werde.
Am Ende der Diskussion wurde Herr Jung wegen seiner Verbalinjurien angesprochen. Seine Antwort: Ich verwende dieses Zitat zwanzigmal am Tag. Gesagt - getan, - man kann sich vorstellen welcher Geruch sich auf den Köpfen in der Führungsetage des Residenzverlages ausbreitet. >
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Erbgutbeschleichung
Wendelin.Schmidt-Dengler: Der Nachlass Thomas Bernhards. Geschichten. Probleme. Perspektiven (edition philosophisch-literarische reihe; 4, hg. v. Land Oberösterreich) o.O., o.J. [Linz 2001] [Zu beziehen über das Institut für Kulturförderung, Spittelwiese 4, A-4020 Linz]. ISBN 3-85483-025-4. St(a)at(t)licher Erbeschleicher Wendelin Schmidt-Dengler^
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2.5
TRANSPARENT
Kulturstudio des Ö1 Sendung am 15.04.98 um 22:17 Sprecher: Der freiberufliche Mitarbeiter G. Moser  Das Ende eines Bannfluches ein Transparent - Spezial über Bernhards Erbe und Erben. Der so bezeichnete Alpenbekket und Untergangshofer (Diese Ausdrücke fanden sich auch in der Boulevard - Artikeln der Heldenplatz Dokumentation des Burgtheaters.) Bernhard, belegte die Republik, der er nicht nur einmal eine unselige Verquickung von Katholizismus Nationalsozialismus und Pseudosozialismus attestiert hatte, mit einem Bannfluch. Dieses Verdikt (Urteil), das zwar eindeutig formuliert ist, dürfte nun fallen.   Thomas Bernhard soll wieder nach Österreich zurückkehren in Form einer staatlich finanzierten Stiftung.Transparenz da capo: 16.04.98 Sendungswiederholung. Einzige Ergänzung, Bernhard wurde vom Sprecher auch als literarischer Weltenhammer, bezeichnet.
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2.6
ZUSAMMENFASSUNG
Tote Indianer - sind gute Indianer, tote Schriftsteller - sind die besten Schriftsteller, man kann ihr Werk pietätlos ausbeuten und interpretieren. Germanisten können die Gestalt ihre Schöpfung ungehindert bis zur Unkenntlichkeit in Abhandlungen zerstückeln.
  Dem Sinne des Erblassers entsprach die Lesung Der Großen Hanswurstiade Tritratrullala von und mit Fanzobel um einen Kleinen Staatspreis des Verblichenen. Die Diskutanten mieden diese Lesung, schade! Sie hätten sich die Nachahmung erspart.
  Laut Hr. Dengler wäre eine wissenschaftliche Auswertung der Werke des Erblassers ohnehin schon möglich gewesen. unsere Staatsgermanisten, ich zitiere Hr. Dengler: Benötigen internationale Fachleute zur Kontrolle, damit sie ihre Arbeit, rechtens vollbringen können.
  Die geplante Stiftung dient ausschließlich zur Rehabilitierung des Staates gegenüber dem Ausland, für die Thomas Bernhard
  Sie können sich nicht über das Gesetz hinwegsetzen und das wollen wir auch nicht, das Gesetz räumt uns eine einzige Möglichkeit ein, wie wir das können.
Anmerkung: Herrn Wittmann räumt das Gesetz eine Möglichkeit ein sich über das Gesetz hinwegzusetzen, er ist ja der Staat. Er hat allerdings recht, - es sind nicht nur die Politiker, sondern die gesamten Medien, die an Kunst- und Kulturverständnis leiden. > Lesergemeinschaft bringt sie keine Vorteile. Ein restantes Debet des Illuminatentum's für die Kunst.
Am Morgen des 12. Februar 1989 stirbt Thomas Bernhard und wird vier Tage später im engsten Familienkreis am Grinzinger Friedhof beigesetzt, noch ehe die Öffentlichkeit von seinem Tod erfährt.
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3 SCHRIFTVERKEHR

2009/05/17 S.g. Fr. Lunacek, Info: Unter diesem Link wurde eine Publikation über Sie im Internet verbreitet. Ich danke für Ihr stillschweigendes Einverständnis bzw. Korrektur. Mit freundlichen Grüßen Bruno Mayer

2000/12/18
Jens Dechering jens@virtusens.de schrieb:Danke für Ihre Informationen zu Thomas Bernhard. Es ist ja alles noch viel geschmackloser, als man sich so vorstellen mag

2002/02/09 Von: praxis.simmler@t-online.de (praxis simmler)  Betreff: thomas bernhard sehr geehrter herr mayer, ich danke ihnen sehr für ihre freundliche und prompte rückmeldung und auch recht herzlichen dank für die höchst aufschlußreiche und sehr interessante dokumentation aus dem wanderer.ich habe schon vor über 20 jahren begonnen, thomas bernhard zu lesen, habe dann bis 1996 pausiert und bin seitdem nicht mehr von bernhard losgekommen, inzwischen besuche ich jedes jahr, d.h. seit 2000 ein-bis zweimal gmunden, ohlsdorf usw. und komme auch mit dem einen oder anderen einheimischen dort in kontakt. was jetzt mit virtusens abgezogen wird, kann ich in keiner weise Nachvollziehen oder verstehen, zumal über diese internetseite doch gerade verständnis und interesse für bernhard geweckt wird...?ich würde mich sehr freuen, wenn wir weiterhin im kontakt miteinander bleiben könnten und grüße sie recht herzlich ihr franz simmler

2002/01/27 wolfgang.schuessel@oevp.at, thomasbernhardprivatstiftung@compuser, franz.morak@oevp.at, hl@literaturhaus.at, Sehr geehrter Kunstminister Schüssel, was verbirgt sich hinter der Löschung des Thomas Bernhard Web www.thomasbernhard.de, Ihr Sekretär gibt hier stillschweigend zu verstehen: <Politiker können zwar gute Schauspieler sein aber nicht jeder Schauspieler kann ein Politiker werden>. Wie stehen Sie zu Thomas Bernhard und finden Sie diesen pietätlosen staatlich geförderten Erbstreit angemessen? MfG B.Mayer ANLAGE MAIL VORLAUF KUNSTSTAATSSEKRETÄR Hr. Morak

2002/01/12  An: jens@virtuSens.de Betreff: Kunstpersiflage Sehr geehrter Herr Jens Dechering, ich danke für Ihre Verständigung und hoffe, mit meinen angeführten Mail in Ihrem Sinne regiert zu haben. Man glaubt oft vergebens gegen eine Mauer der Macht und der Dummheit anzukämpfen, doch losgelöst vom diesem Kollektiv ist man immer im Vorteil zumindest nicht einer von diesen Leuten zu sein. Diese Kunstpersiflage übertrifft alle von T. Bernhard dramatisierten kritischen Österreich Betrachtungen. Ich glaube der Hr. Fabjan zerrt zu sehr von der Aura und den Früchten seines Halbbruders. An der Stiftung, die für die Öffentlichkeit wertlos ist, haben auch Germanisten im Staatsdienst ihren Gehalt aufgebessert.Ich wünsche Ihnen etwas Besseres als dieses österreichische Armutszeugnis, mit herzlichen Grüßen B.Mayer

2002/01/12 BEILAGE ANFANG  Sa AM 12:54:15 GMT+01:00 An: gr@literaturhaus.at, sb@literaturhaus.at, Dr. Heinz Lunzer Leiter hl@literaturhaus.at, franz.morak@oevp.at Betreff: Österreich ohne Kunst- u. Gesundheitsminister Sehr geehrter Kunstsekretär Hr. Morak, sehr geehrter Herren Ruiss u Hr. Lunzer von den IG Autoren, sehr geehrte Damen und Herren der Thomas Bernhard Stiftung, sehr geehrter Nachlaßverwalter und Halbbruder von Thomas Bernhard Hr. Dr Peter Fabjan, für Thomas Bernhard war Österreich ein unfruchtbarer Boden, nach seinem Tod will man sich nun in Österreich an seinen Früchten bereichern. Der Österreichische Staat hat seine Bernhard Reputation durch eine Erberschleichung mit einer mit Steuergeldern finanzierten Stiftung, die die Testierfähigkeit Bernhards postum aberkannt hat, durchgeführt. Als Bernhard Bewunderer und als Kritiker dieser pietätlosen öffentlichen Gebahrungen gegenüber einem begnadeten Österreicher, habe ich all diese Peinlichkeiten im Archiv. Auch der Hr. Ruiss und der Hr. Lunzer von der IG Autoren haben hier die Interessen dieses toten Dichters nicht gewahrt. (Tondokument T.B. Erbstreit). Thomas Bernhard hat sich nur im Ausland, besonders aber in Deutschland, seiner Begabung angemessen, entfalten können. Während man ihn in Österreich noch gesteinigt hat genoß er dort bereits sein verdientes Ansehen. Es gibt Institutionen die Bernhard bereits förderten währenddessen in Österreich noch kein öffentlicher Hahn nach ihm gekräht hat. Die Internet Seite , virtusens hat in dieser Öffentlichkeitsarbeit auch für uns in Österreich Pioniertaten geleistet. Diese kunstvolle home page, ist nun durch einen Schildbürgerstreich der Thomas Bernhard Stiftung bedroht, in dieser Sache lege ich meinen bisher schärften Protest meiner irdischen Anwesenheit, mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln, insbesondere aber einen diesbezüglichen Internet News Letter, ein. Ich hoffe aber noch, dass ich nicht vergebens an die Vernunft der oben Angeführten apelliert habe, dass Sie diesen staats- und kunstfeindlichen Unfug in Ihrem Kompetenzbereich einen Ende zuführen. M f G B.Mayer  BEILAGE ENDE

VIRTUSSENS INFORMATIONEN Die Thomas-Bernhard-Stiftung droht uns mit gerichtlichen Schritten, wenn die Seiten wie sie nun bestehen, weiter in dieser Form veröffentlicht werden, da sie gegen das Urheberrecht verstossen. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, zunächst die Interviews zu schwärzen und die Videos nicht mehr zugänglich zu machen. Wenn Sie am Erhalt unserer Seiten interessiert sind, schreiben Sie bitte an uns oder die Thomas-Bernhard-Privatstiftung

2002/01/09 Von: <jens@virtuSens.de> Betreff: Thomas Bernhard Liebe Thomas Bernhard-Freunde. Bitte helfen Sie uns! Ich schreibe an Sie, weil, Sie sich in unser Gästebuch zu Thomas Bernhard eingetragen haben. Die Thomas Bernhard-Stiftung hat uns mit juristischen Schritten gedroht. Warum, das ist nicht klar ersichtlich. Sie will die Hand auf die Interviews halten. Wir wollen weiter die schönen Interviews bringen, denn was kann daran für die Stiftung falsch sein, der es um das internationale Ansehen Thomas Bernhards geht (so die Stiftungsurkunde). Bitte schreiben Sie eine kurze Nachricht an die Stiftung, dass unsere Arbeit wichtig ist für Thomas Bernhard-Leser. Das wäre gut. Wir haben bisher alles aus eigener Tasche bezahlt und keine müde Mark verdient damit und anstatt uns zu unterstützen, will die Stiftung destruieren. Mit freundlichen Grüßen Jens Dechering

2000/12/20 Von: "Mail - virtuSens" <mail@virtusens.de  Betreff: Schön ist es - gegen das Pack!  Lieber Herr Mayer, wollte Sie nur kurz darauf hinweisen, daß wir inzwischen das zweite Interview drinnenhaben - im Netz. Wir haben auch so unsere Erfahrungen mit den Herren, die über Bernhard Bescheid wissen und Rechte innehaben. Danke für die verschiedenen Texte - es ist ja wirklich zum Kotzen mit diesem Philistervolk. Man kann ja garnicht soviel essen, wie man kotzen möchte. Nochmal Frohes Fest und guten Rutsch Ihnen Jens Dechering

2000/12/18 An mail@virtusens.de Kopie: Betreff: Frohe Festtag und guten Wechsel ) Sehr geehrter Herr Dechering, ich danke für Ihre Emails, Ihre Würdigung von Thomas Bernhard halte ich für außergewöhnlich wertvoll. Alle von mir übermittelten Unterlagen stehen zur Ihrer freien Verfügung und Verwendung, die Adressen der Thomas Bernhard Gedenkstätten bzw. aller diesbezüglichen Häuser und Archive, teile ich Ihnen im nächsten Jahr mit. Ich selbst bezeichne mich gerne als einziges unpolitisches Arschloch von Österreich, es gibt aber nur einen wahren Freund der dies auch tatsächlich mir gegenüber ausgesprochen hat, für die meisten bin ich deshalb einfach nur der Wanderer. Sie haben sich schon ausreichend mir gegenüber revanchiert indem Sie sich so ausführlich mit TB beschäftigt haben und sich auch weiterhin mit ihm noch beschäftigen. Ich wünsche dem gesamten Virtusensteam besonders aber Ihnen frohe Feiertag und für alle Unternehmungen im ersten Jahr Zweitausend ein gutes Gelingen. Herzliche Grüße B.Mayer Als Beilage den WANDERER 30 Politik der sich auf der Seite 14-18 auch mit Thomas Bernhard beschäftigt.

2000/12/18 Von<mail@virtusens.de>  Betreff: Thomas Bernhard  Lieber Herr Mayer, ein frohes Fest! Wir lassen T.B. nun ein wenig mehr zu Wort kommen. Die von Ihnen zugesandte Cassette offenbart die ganze Abgeschmacktheit der Offiziellen. Wir haben da auch so unsere Erfahrungen. Lassen Sie es sich wohlergehen. Jens Mit freundlichen Grüßen Jens Dechering.

2000/12/12 Von: <mail@virtusens.de> Betreff: AW: Thomas  Bernhard Entmündigung Datum: Tue, Lieber Herr Mayer, vielen Dank für die Informationen und die Zeitschrift. Der Intellektuellenspruch ist natürlich etwas derb, aber doch auch ganz schön als Entree. Die hohe Kunst und die niederen Dinge in einem. Und das Wort Arschlöcher zählt nun einfach auch zu meinen Lieblingswörtern - muß ich gestehen. Der ganze Kulturbetrieb ist ja generell ein schwierig Ding und wenn dann noch Politiker dazukommen wird´ s ungeheuer! Politiker in Ihrem ursprünglichen Sinne, ganz antik gedacht, sind ja schon Menschen, aber die Heutigen sind Winzlinge, die wegen niedrigstehender Sonne lange Schatten werfen. Bei Thomnas Bernhard wird sich vermutlich bald etwas tun - das ist mal so ein Versprechen im alten Jahr fürs Neue! Ich wünsche eine schöne Vorweihnachtszeit Das Beste Jens Mit freundlichen Grüßen Jens Dechering.

2000/12/10 Betreff: Thomas Bernhard Entmündigung An: mail@virtusens.de Sehr geehrter Herr Dechering, ich danke besonders auch dafür, dass Sie sich bisher ohnehin so ausführlich mit Thomas Bernhard beschäftigt haben. Insoferne sitze ich wohl teilweise an der Quelle seines einstigen Wirkens, aber auch in einer Stätte der Brunnenvergiftung. Der Geist von TB lebt nicht in Erinnerunsgstätten wie Ohlsdorf und diversen öffentlichen Archiven weiter sondern in der lebendigen Literaturszene und im Theater. Ohlsdorf habe ich noch nicht besucht. Ich bin mir allerdings aber nicht sicher - ob ich nicht selbst das größte Arschloch aller Zeiten bin und wenn dies zutrifft dann nur unter der Prämisse, als einziges "Unpolitisches" in ganz Österreich. Aber auch Politiker sind Menschen, oder sind Sie nur die Marionetten des multinationalen Illuminatentums? Die politischen regionalen Platzhirsche bedürfen immer wieder eindeutige Winke mit dem Zaunpfahl mit dem Hinweis: "Zurück ins Inzuchtgehege", als Wellerismus zu: "Zurück auf die Bäume ihr Affen". Pestalozzi Die Überspielung TB Dok. Ergeht per Post. Der Wanderer Nr. 25 TB 1998 Emails mit einer Word. Datei Mit freundlichen Grüßen B.Mayer (Email Anhang: Wan25.doc Typ .doc).

2000/12/07 Von: <mail@virtusens.de> Betreff: Bernhard Sehr geehrter Herr Mayer, Danke für Ihre schleunige Antwort. Die Information mit der Unzurechnungsfähigkeit kannte ich noch nicht. Leider haben wir die Thomas Bernhard Geschichte ein wenig zurückgestellt zugunsten unserer Nietzsche Präsentation. Gerne würde ich von Ihnen die angebotenen Sachen erhalten. Sie sitzen ja in Österreich an der Quelle. Hier in Deutschland ist Bernhard ja inzwischen nicht mehr sehr gelesen - haben Sie irgendwelche Neuigkeiten! Waren Sie schon in Ohlsdorf usw.? Wir hatten ja vor, die Interviews auf CD-Rom zu bringen. Das ist auch schon fertig- aber uns fehlt das Geld für die Rechte und der Suhrkamp-Verlag will nicht mitmachen. Schade, Schade - alle, die offiziell mit Bernhard zu tun haben, sind tatsächlich Ignoranten. Von den intellektuellen Politikern mal ganz abgesehen, denn diese Arschlöcher sind nicht der Rede oder ein Gedicht wert. Herzlichst Mit freundlichen Grüßen Jens Dechering www.thomasbernhard.de & www.friedrichnietzsche.de
 
THOMAS 1931-89    PRÄAMPEL IMPRESSUM m.bruno@gmx.at  >
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