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Gareth Gates

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Es war wie in Deutschland, ein Virus erfasste die Nation, wie kein anderer zuvor: In Deutschland ist/war’s der Superstar-Virus, in England hieß die Sendung „Pop IdoI“. Das Prinzip war dasselbe wie hierzulande: 10.000 traten an, 50 bestanden vor den Ohren und Augen der Jury und kamen eine Runde weiter, die TV-Zuschauer bestimmten, wer in die Endausscheidung kam und die verbliebenen Zehn traten jede Woche gegeneinander vor einem Millionen-Publikum an, bis der Sieger, das Pop Idol feststand.

Gareth Gates wurde hinter Will Young knapper Zweiter. Für das Publikum war es aber Liebe auf den ersten Blick: Die Fernsehserie „Pop Idol“ war kaum angelaufen und schon war Gareth Gates erklärter Publikumsliebling. Mit der Ballade "Flying Without Wings" sang er sich auf Anhieb in die Herzen aller Zuschauer: Da stand ein Junge, der von Geburt an stark stottert und aufgrund dieses Handicaps seinen eigenen Namen kaum aussprechen konnte, der beim Singen jedoch eine Stimme hat, die so rein und emotionsgeladen ist, dass sie unweigerlich zu Herzen geht ... der sich am besten durch die Musik ausdrücken kann. Gareth: „Das Stottern hat mich in meinem Leben immer gebremst, war im Weg. Daran und an die damit verbundene Enttäuschung habe ich gedacht, als ich zu Pop Idol kam. Bei der ersten Audition brachte ich zwar keinen zusammenhängenden Satz heraus, aber ich konnte singen. Ich fühlte mich gut, sah zum ersten Mal in meinem Leben keinen Nachteil darin, dass ich stottere: Es half mir mich von den anderen abzuheben und zwar in positiver Hinsicht.“

„Pop Idol“ war nicht sein erster Ausflug ins Fernsehen. Gareth war mit elf Jahren Gast in Michael Barrymores Sendung und nahm 2001 an der BBC Talent Show "Steps To The Stars" teil: Er wurde Zweiter. Er sang zusammen mit seiner Schwester Nicola in der ITV-Serie "Talent for Tomorrow": Er wurde Zweiter. Und dann war im Sommer 2001 das "Pop Idol"-Finale, wo Gareth wiederum Zweiter wurde. "Zuerst war ich total enttäuscht, aber ich freute mich für den Gewinner. Mir war dann anschließend schnell klar, dass es nicht nur darum ging, hier zu gewinnen. Ich bekam einen Plattenvertrag und die Chance, das zu tun, was ich schon immer wollte und das ist es, was wirklich zählt."

Gareth Gates wurde die Nummer 1. Seine Debüt-Single „Unchained Melody“ landet schnurstracks auf dem Spitzenplatz der britischen Charts und der damals 17-Jährige schreibt Pop-Geschichte: Als jüngster Solo-Artist mit einem Nummer-1-Hit. Mit „Anyone Of Us (Stupid Mistake)“ wiederholt Gareth das Kunststück und mit dem Duett mit Will Young „The Long And Winding Road“ ebenso. Drei Nominierungen für den Brit Award 2003 folgen - zweimal in der Kategorie "Best Single", einmal als „Best Pop Act“. Danach klettert er im März 2003 wieder ganz nach oben in die britischen Charts, mit der Single „Spirit In The Sky“ und ist auch dabei Deutschland mit seinem Charme zu erobern: „Anyone Of Us (Stupid Mistake)“ landet in den Top 5 der Single- und „What My Heart Wants To Say“ in den Top 10 der Album-Charts.

Für die, die Gareth kennen, ist das alles keine Überraschung, denn Musik ist von Kindheit an seine Leidenschaft. Nicht nur, dass er ein erstklassiger Sänger ist, er spielt er auch verschiedene Instrumente. Gareth ist ein versierter Pianist und Songschreiber, spielt klassische Gitarre, akustische Gitarre, elektrische Gitarre und Schlagzeug. Eher zufällig entdeckte Gareth mit acht Jahren seine Liebe zur Musik. An seiner Schule sollte das Musical "Joseph And The Amazing Technicolour Dreamcoat" aufgeführt werden und Gareth sollte eine kleine Rolle bekommen. "Alle meine Freunde machten mit und ich dachte, es würde bestimmt lustig werden", erzählt er.

Aber sobald die Lehrer ihn singen hörten, bekam er die Rolle von Joseph und so wurde ein Star geboren. "Meine Eltern kamen, um das Musical zu sehen. Sie hatten mich noch nie zuvor singen gehört. Meine Mutter war in Tränen aufgelöst. Sie meinte: "Was geht hier vor? Du kannst ja richtig singen!'" Der Gesang wurde für Gareth zum Rettungsanker. "Ich hatte so lange gekämpft, um mich mit Sprache richtig auszudrücken, und dann entdeckte ich, ich kann es mit Musik. Deswegen gebe ich so viel, wenn ich da oben auf der Bühne bin," erklärt er. "Der Grund, warum ich ohne zu stocken singen kann ist, dass es dazu einer anderen Atemtechnik als beim Sprechen bedarf."

Mit neun Jahren wurde Gareth Mitglied im Chor der Bradford Kathedrale und war für drei Jahre erster Chorknabe. 1997 sang er für Königin Elizabeth II anlässlich ihres Besuches der Kathedrale ein Solo. "Ich war ganz entspannt. Ich glaube, die Königin fand es gut, aber ich weiß nicht, ob sie sich jetzt an mich erinnern würde. Wenn ich sie treffen sollte, würde ich fragen, 'Erinnern Sie sich daran, dass ich in Bradford für Sie sang?'"
                                                                                (von der offiziellen Deutschen Gareth Gates Seite)