| Inhaltsangabe zum
Fräulein von Scuderi (Katharina Sommer)
In dem Buch das Fräulein von Scuderi
geht es um um einen alten Goldschmied namens Cardillac. Er spürt
seit seiner Kindheit den Hang zum feinen Goldgeschmeide und so wird
er später einer der begehrtesten Goldschmiede in Frankreich.
Doch er kann sich immer nur schwer von seinen wundervollen Schmuckstücken
trennen und holt sich diese meistens mit grau-
samer Gewalt wieder. So überfällt er viele Käufer
und Käuferinnen seiner Meisterwerke des Nachts und ermordet
sie.
Keiner weiß Rat, wie man den Täter der beunruhigenden
Serienmorde aufspüren kann. Ludwig XIV wendet sich an das Fräulein
von Scuderi, welche in Paris eine sehr bekannte Dichterin ist. Sie
verteidigt, den auch ihr unbekannten Mörder indem sie sagt:
"Ein Liebender, der Diebe fürchtet, ist der Liebe nicht
würdig."
Der unheimliche Goldschmied bedankt sich bei dem Fräulein für
deren Schutz, und lässt auch ihr kostbaren Schmuck zukommen.
Ein Jüngling klopft eines Nachts am Haus des Fräuleins
und gibt ein Kästchen mit Geschmeide und einen Brief ab. Darin
bittet Cardillac, die Herrin des Hauses (das Fräulein von Scuderi)
möge den beigelegten Schmuck als Geschenk ansehen und ihn auch
annehmen. Welches sie auch tut. Sie lässt den Schmuck begutachten
und findet so heraus, von welcher Goldschmiede er stammt.
Tage später, als das Fräulein gerade
auf dem Land umherreist, übergibt ihr der Selbe Jüngling,
der ihr das Schmuckkästchen brachte, einen zweiten Brief. Darin
wird sie beschworen, den Schmuck am nächsten Tag wieder abzugeben,
sonst werde ein Unglück geschehen. Das Fräulein schafft
es aber erst zwei Tage nach Eintreffen des Briefes, den Schmuck
zurückzubringen. Doch als sie in der Werkstatt des Goldschmiedes
Cardillac eintrifft, beugt sich sein Gehilfe Olivier Brusson über
dessen auf dem Boden liegende Leiche. Brusson wird sofort verhaftet.
Das Fräulein von Scuderi setzt sich solange für den Jüngling
ein bis der Richter ihr ein nächtliches Zusammentreffen mit
dem Verhafteten in ihrem Hause genehmigt.
Er erzählt ihr die ganze Wahrheit über Cardillac und,
dass er nur von ihm als Bote ausgenutzt wurde, um den Verdacht von
sich abzulenken. Auf die Frage, warum er sich denn so lange in Schweigen
gehüllt hat, antwortet er , dass er seiner Verlobten, der Tochter
des toten Goldschmiedes Cardillac, die grausame Wahrheit über
ihren Vater ersparen wollte.
Damit ist seine Unschuld bewiesen. Olivier bleibt die Folterstrafe
erspart. Zum guten Schluss gesteht auch noch der wirkliche Mörder
Cardillacs die Tat begangen zu haben. Olivier darf seine Verlobte
Heiraten und schließlich mit ihr nach Genf ziehen.
So hat man einer Dichterin, dem Fräulein von Scuderi, die Aufklärung
eines grausigen Kriminalfalles zu verdanken.
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