Einige biographische Informationen über GREGOR BRAND


Der Autor, Verleger, Privatlehrer und Volljurist Gregor Brand wurde 1957 in Bettenfeld/Eifel als Sohn des Landwirts und Schreiners Robert Brand (Dillingen/Saar 1911 - Bettenfeld 1992) und dessen Ehefrau Anna (geb. Pütz; Bettenfeld 1921 - 1994) geboren. Nach dreijährigem Besuch der Volksschule Bettenfeld wechselte Brand 1967 auf das humanistische Regino-Gymnasium in Prüm/Eifel. Er lebte während seiner Gymnasialzeit als Internatsschüler im Prümer Bischöflichen Konvikt. Der Bauernsohn wurde in eine Begabtenspezialklasse aufgenommen, übersprang die 10. Klasse (Untersekunda) und machte 1975, siebzehnjährig, ein Einserabitur.

Nach Jurastudium an der Universität Trier, Referendariat und einem speziellen einjährigen rechtstheoretischen sowie straf- und zivilrechtlichen Vertiefungsstudium erwarb er im April 1983 - als jüngster Rechtsassessor des Landes Rheinland-Pfalz - die offizielle "Befähigung zum Richteramt". Anschließend arbeitete Brand von 1983 - 1985 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Bernd von Hoffmann an der Universität Trier am Lehrstuhl für Zivilrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung. Brands Hauptarbeitsgebiet war das internationale Transportrecht, insbesondere das Lufttransportrecht, zu dem er mehrere wissenschaftliche Artikel veröffentlichte.

1985 gründete Brand den GREGOR BRAND VERLAG, daneben war er auch als Lehrbeauftragter an der Universität Trier tätig.

Seit 1994 lebt der Dichterjurist Gregor Brand im ländlich schönen Mittelholstein. Von 1994 - 2001 leitete er als Vorsitzender den schleswig-holsteinischen Landesverband der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind (DGhK). Er war Mitglied des Arbeitskreises "Besonders begabte Kinder" im Bildungsministerium Schleswig-Holstein und gehörte mehrere Jahre lang der Redaktion der Hochbegabungszeitschrift "Labyrinth" an. In dieser Zeitschrift veröffentlichte er zahlreiche Artikel zur Thematik von Begabung, Intelligenz und Hochbegabung. Seine beiden Töchter erzog er von deren Geburt an über zehn Jahre lang als "Hausmann".



In den bisher erschienenen fünf Gedichtbänden wurden rund 500 Gedichte von Gregor Brand veröffentlicht. Darüber hinaus wurden zahlreiche Gedichte Brands anderweitig publiziert, vor allem im Jahrbuch seines Heimatlandkreises Bernkastel-Wittlich.

Gregor Brand ist Verfasser moderner Mundartdichtung. Für die alle moselfränkischen Mundartregionen (Luxemburg, Siebenbürgen, Eifel, Hunsrück, Saarland) umfassende Anthologie Moselfränkische Mundart. Su schwätzen mir (Aach: Weyand, 1992) wurde er von Peter Knüpper, dem Initiator der Moselfränkischen Mundarttage, als wichtigster Repräsentant der Eifel ausgewählt (neben Josefine Wittenbecher); weitere moselfränkische Gedichte wurden bei Lesungen vorgestellt.

Scharfsinn und Sprachwitz, eine Vorliebe für Ironie und Selbstironie, Originalität, aber auch Einfühlsamkeit  - das sind Begriffe, die in Reaktionen auf Brands Gedichte immer wieder genannt werden.
Die oft durchschimmernde Spannung zwischen wärmendem Gefühl einerseits und geradezu naturwissenschaftlichem Blick und "kalter" Logik andererseits wurde bereits in einer Rezension des Debütbandes "Ausschaltversuche" als "bizarres Lesevergnügen" einerseits, andererseits aber auch als bedrohlich empfunden:
"Was sich da ... präsentiert, ist nicht der poetische Harfengesang, sondern der lautlose und unprätentiöse Schnitt eines Seziermessers..."  (T. Metz, 1986)
Der Schriftsteller Hermann-Josef Schüren schrieb 1989:

" Das erste Werk ist in Teilen umwerfend: Vor allem die Verbindung von kaltem, sezierendem Stil zu Themen, die in der Kälte dieses Stils erst ihr schreckliches Gesicht zeigen, hat mich ganz schön angetörnt - die zwei langen Gedichte (Nachlese/Ausschaltversuche) erinnern mich mit der Heftigkeit des Ausdrucks an Benns Morgue-Gedichte der Frühphase. Hinschreiben, beschreiben, auseinandernehmen: der kalte Blick des gnadenlosen Beobachters. Mein ... Rezensentenherz hat jubelnd aufgeschrien... ".

Aber auch eine andere Seite wurde nicht übersehen, wenn in Rezensionen brandscher Lyrik etwa von "Frivolität" (I. Titzck, 2001) oder dem "Lobpreis sinnlich-intensiven Lebens und Liebens" (J. Zierden, 1994) die Rede ist oder man schlicht zu der Feststellung kommt: " ... ganz schön frech ..." (A. Winkler 2001).


Weitere Stimmen zu den Gedichtbänden:

"... eine schier unglaubliche Gedankenfülle ..." 
   (Eduard Wewer, Schleswig-Holstein 4/1999)

"... die Bandbreite seiner Themen ist groß und der Pool, aus dem er die Bilder schöpft, nahezu unendlich ... Keine der fast 250 Seiten ist langweilig."
   (Stefan Lippok, Wortwahl - Literaturzeitschrift des Nordens, 12/2000)

"glanzvoll gelungene Probe eines vielseitigen lyrischen Talents"
   (Hajo Knebel, Schriftsteller und langjähriger VS-Vorsitzender in Rheinland-Pfalz,
    KJB Bernkastel-Wittlich 2001)

" .... eine poetische Werklandschaft von insgesamt enzyklopädischem Themenreichtum ....zuweilen ergreifend einfühlsam ..."
    (Josef Zierden).


Außer literarischen Veröffentlichungen erschienen von Gregor Brand zahlreiche Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften, Jahrbüchern, Festschriften und Lexika. In biographischen Essays befasste er sich unter anderem mit den jüdischen Reformern und Rabbinerphilosophen Samuel Hirsch und Emil Gustav Hirsch, dem Botaniker und Naturphilosophen Johannes Reinke, dem Chemiker und Philosophen Wilhelm Ostwald sowie Albert Einstein. Seine in mehreren Artikeln sowie in in einer umfangreichen Monographie ("Non ignobili stirpe procreatum: Carl Schmitt und seine Herkunft". 1996) veröffentlichten Forschungen über die Wurzeln des Staats- und Verfassungsrechtlers und politischen Philosophen Carl Schmitt (1888 - 1985) wurden von dem belgischen Nationalökonomen und Carl Schmitt-Experten Professor Piet Tommissen als "grundlegende Pionierleistung" gewürdigt.

Zur Abhandlung Brands über den pädagogikgeschichtlich exemplarischen Lebensweg des Eifeler Lehrers und Heimatschriftstellers Kaspar Hebler schrieb der eminente Theologe, Liturgiewissenschaftler und Hebler-Kenner Professor Balthasar Fischer (1912 - 2001) :" Sie können sich kaum vorstellen, welche Freude dieser vorbildlich recherchierte Artikel bei mir ausgelöst hat. Da ich selber Historiker bin, konnte ich die Qualität ihrer Arbeit gut beurteilen. Sie ist erstklassig ...".

Der Historiker Professor. Erwin Schaaf, führender Experte für moselländische Regionalgeschichte, lobte die historischen Studien Brands zur Geschichte des Eifel- und Mosellandes als "betont nüchterne, akribisch exakte wissenschaftliche Abhandlungen". In Brands poetischem Werk erkannte er unter anderem "faszinierenden Gedankenreichtum, grenzenlosen Vorwitz für alles Menschliche und tiefgründigen, apokryphen Witz".

Der Psychologe und Pädagoge Professor Detlef H. Rost, einer der international bedeutendsten Experten für Intelligenzforschung und Hochbegabung sowie Initiator der wichtigsten europäischen Langzeitstudie zur Hochbegabtenforschung, nannte Brands Artikel über hochbegabte und hochleistende Kinder und Jugendliche "fair und kompetent".


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