Herr Jesus
Christus, Sohn Gottes, Sohn Mariens, Heiland der Welt
erbarme DICH
meiner.
(Gebet aus der
Ostkirche)
Mein
Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Fern von meiner
Rettung sind die Worte meines Gestöhns.
Mein
Gott, ich rufe bei Tage, und du antwortest nicht; und bei Nacht, und
mir wird keine Ruhe.
Doch
du bist heilig, der du wohnst [unter] den Lobgesaengen Israels.
Auf
dich vertrauten unsere Vaeter; sie vertrauten, und du rettetest
sie.
Zu dir schrieen sie um Hilfe und wurden gerettet; sie
vertrauten auf dich und wurden nicht zuschanden.
Ich
aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und verachtet
vom Volk.
Alle,
die mich sehen, spotten ueber mich; sie verziehen die Lippen,
schuetteln den Kopf:
`Er
hat es auf den HERRN gewaelzt, der rette ihn, befreie ihn, denn
er hat ja Gefallen an ihm!'
Ja,
du bist es, der mich aus dem Mutterleib gezogen hat, der mir
Vertrauen einfloesste an meiner Mutter Bruesten.
Auf
dich bin ich geworfen von Mutterschoss her, von meiner Mutter
Leib an bist du mein Gott.
Sei
nicht fern von mir, denn Not ist nahe, denn kein Helfer ist da.
Viele
Stiere haben mich umgeben, starke [Stiere] von Basan mich umringt.
Sie
haben ihr Maul gegen mich aufgesperrt, [wie] ein Loewe, reissend
und bruellend.
Wie
Wasser bin ich hingeschuettet, und alle meine Gebeine haben sich
zertrennt; wie Wachs ist mein Herz geworden, zerschmolzen in meinem
Inneren.
Meine
Kraft ist vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt an
meinem Gaumen; und in den Staub des Todes legst du mich.
Denn
Hunde haben mich umgeben, eine Rotte von Uebeltaetern hat
mich umzingelt. Sie haben meine Haende und meine Fuesse
durchgraben.
Alle
meine Gebeine koennte ich zaehlen. Sie schauen und sehen auf
mich [herab].
Sie
teilen meine Kleider unter sich, und ueber mein Gewand werfen
sie das Los.
Du
aber, HERR, sei nicht fern! Meine Staerke, eile mir zu Hilfe!
Errette
vom Schwert meine Seele, meine einzige aus des Hundes Pranke!
Rette
mich aus dem Rachen des Loewen und von den Hoernern der
Bueffel! Du hast mich erhoert.
Verkündigen
will ich deinen Namen meinen Bruedern; inmitten der Versammlung
will ich dich loben.
Ihr,
die ihr den HERRN fuerchtet, lobet ihn; alle Nachkommen Jakobs,
verherrlicht ihn, und scheut euch vor ihm, alle Nachkommen Israels!
Denn
er hat nicht verachtet noch verabscheut das Elend des Elenden, noch
sein Angesicht vor ihm verborgen; und als er zu ihm schrie, hoerte
er.
Von
dir [kommt] mein Lobgesang in groesser Versammlung; erfuellen
will ich meine Geluebde vor denen, die ihn fuerchten.
Die
Sanftmuetigen werden essen und satt werden; es werden den HERRN
loben, die ihn suchen; leben wird euer Herz fuer immer.
Es
werden daran gedenken und zum HERRN umkehren alle Enden der Erde;
vor dir werden niederfallen alle Geschlechter der Nationen.
Denn
dem HERRN [gehoert] das Koenigtum, er herrscht ueber die
Nationen.
Es
aßen und fielen nieder alle Fetten der Erde; vor ihm werden
sich beugen alle, die in den Staub hinbfuhren, und der, der seine
Seele nicht am Leben erhalten konnte.
Nachkommen
werden ihm dienen; man wird vom Herrn erzaehlen einem
Geschlecht, das kommen wird.
Sie
werden verkuenden seine Gerechtigkeit einem Volk, das noch
geboren wird, denn er hat es getan.