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WRC-03

CW für Kurzwellenzugang nicht mehr zwingend vorgeschrieben

  (10.07.03/js) Die Weltnachrichtenkonferenz 2003 hat unter anderem beschlossen, dass die Betriebsart CW nicht mehr eine zwingende Zugangsvoraussetzung für den Betrieb von Funkamateuren auf Kurzwelle ist. Einige Fernmeldeverwaltungen haben diesen Beschluss bereits kurzfristig in nationales Recht umgesetzt. Der DARC hatte das Votum seiner Mitglieder bei der Vorabstimmung in der nationalen Gruppe, die Deutschland bei der WRC vertreten hatte, nicht durchsetzen können.

Der Beschluss der WRC hat weltweite Bedeutung und auch Auswirkungen auf die CEPT-Regelungen.

 

 

 

 

WRC 2003 Flash

Vom 9.6.2003 bis 4.7.2003 fand in Genf die WRC 2003 satt.

 

Nach den Beschlüssen der Hauptversammlung der WRC 2003 in  Genf  am 4.7.2003 sind u.a. folgende Ergebnisse für die Funkamateure interessant

 

Erweiterung 40m Band

 

Ab dem 29.3.2009 sollen die Funkamateure innerhalb der IARU Region 1 zusätzlich zur bisherigen Zuteilung im 40m Band eine weitere Zuteilung exklusiv von 7100 bis 7200 erhalten.

 

Zugang zur Kurzwelle durch eine CW-Prüfung ist nicht mehr vorgeshen

 

Die neuen Radio-Regulations RR (früher VO-Funk) sehen in Artikel 25 nicht mehr vor, für den Zugang zur Kurzwelle eine Prüfung zu verlangen. In wieweit noch CW-Prüfungen zum Kurzwellenzugang und/oder zum Zugang zum Amateurfunk verlangt werden, ist künftig den einzelnen nationalen Verwaltungen überlassen. In DL wird damit zu rechnen sein, dass wir im Bereich der CEPT eine harmonisierte Regelung erhalten werden. Wie diese aussehen wird, ist derzeit nicht bekannt.  Auf jeden Fall müssen die nationalen Verwaltungen bei der Erarbeitung der künftigen Prüfungsbedingungen die aktuell gültige Version der Recommendation ITU-R M 1544 beachten. In dieser M 1544 sind erstmalig auf WRC bzw- ITU-Level Grundzüge der Prüfungsanforderungen weltweit aufgestellt und zu beachten.

 

Bildungsmöglichkeiten von Calls wird erweitert

 

Künftig können für besondere Anlässe Calls 4-stellige Suffixe erhalten wie z.B. DL0IARU oder DL0DARC.

 

Synthetic Aperture Radar (SAR)

 

Im Bereich von 432-438 MHz erhält das Synthetic Aperture Radar (SAR) eine sekundäre Zuteilung. Diese Anwendung liefert strukturelle Informationen des Geländes für Mineralerforschung, Ölüberlaufgrenzen auf dem Wasser zur Verbesserung des Umweltschutzes der Meere, Seezustand- und Eisgefahrdiagramme für die Nautiker sowie andere umweltschutzbezogene Informationen und Informationen für militärische Aufgaben.

 

WRC im Jahre 2007

 

Auf der nächsten WRC im jahre 2007 wird voraussichtlich geprüft, welche Frequenzbänder zwischen 4 und 10 MHz zusätzlich dem Amateurfunk zur Verfügung gestellt werden können.

 

(tks dk9hu)