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"In Sfax lassen Sie den Winter zurück, in Gabès werden Sie den Frühling erleben und in Tozeur den Sommer genießen. Auf Djerba werden Sie die fünfte Jahreszeit entdecken." Emmanuel Grevin. Wie
recht er hatte!
Der Januar ist auf Zarzis oder Djerba wie der März in Lissabon und der Mai in Paris oder Berlin. Sie werden in nur 2 oder 3 Flugstunden von Europa entfernt kaum einen schöneren Ort
als Djerba finden, wo man das ganze Jahr über Sonne tanken kann.
Die Insel ist leicht zu erreichen: Der internationale Flughafen Mellita ist nicht weit von der kleinen Hauptstadt Djerbas,
Houmt Souk, entfernt. Eine Autofähre setzt von Djorf auf dem Festland nach Adjim auf Djerba über. Djerba selbst ist mit seinen rund 90.000 Einwohnern und 514 km² ein wahres Ferienparadies. Der Sand der
Badestrände ist fein und weiß, das Meer kristallklar und warm. Im Wasser können Sie bunte Fische und Schalentiere entdecken.
Die Hotels in der Baderegion sind im Stil der traditionellen Menzels
gebaut und fügen sich ausgezeichnet in das Gesamtbild der Landschaft ein.
Etwa 20 km südlich von Djerba liegt der südlichste Ferienort, die Oase Zarzis mit 15.000 Einwohnern. Djerba und Zarzis
sind zwei Orte der Ruhe und des Friedens, die seit ältester Vorzeit durch einen Damm, den "Römerdamm" miteinander verbunden sind.
Ausflüge von Djerba und Zarzis: Chenini, eine
Bergfestung, deren Höhlenwohnungen in die Hänge der Berge gebaut wurden und den Berbern ein sicherer Zufluchtsort vor den feindlichen Bedrohungen war. Hier wird auch heute noch der Dialekt der Berber
gesprochen.
Ksar Haddada Le Ksar, was Burg oder Festung bedeutet, sieht aus wie eine geschlossene, aus Nischen bestehende Stadt. Die "Ghorfas", in Etagen übereinander gebaut, sind
schwer zugängliche Nischen, die der Vorratslagerung und zuweilen auch als Versteck dienten. Ohne den Charakter der "Ghorfas" zu zerstören, wurden sie in "relais" oder
"marhalas" (Hotel mit Gaststätte) umgebaut. Und so erwartet den Besucher heute ein gepflegtes, ruhiges Hotel mit vielen Annehmlichkeiten.
Médenine Die berühmtesten Ghorfas findet man
in Médenine. Es sind über sechstausend, von denen manche bis zu sechs Etagen hoch sind. Hier werden auch die feinsten "Kelims", handgeknüpfte Teppiche, hergestellt.
Matmata In
Matmata wurden die Höhlenwohnungen eng in die Bergwände einer von der Sonne verbrannten Trichterlandschaft gebaut. Einer der ergreifendsten Eindrücke dieser Gegend.
Toujane 25 km von Matmata
entfernt liegt Toujane in einer unvergeßlichen Umgebung. Die Ghorfas werden von einer kleinen Festung auf einer Bergspitze überragt. Ein wahrhaft majestätischer Anblick!
Chebika, Tamerza und Midès
Diese drei Bergoasen sind etwa 100 km über eine gut zu erreichen und werden von Tozeur aus in dieser geografischen Reihenfolge passiert. Tamerza am Oued Kanga ist die größte der drei Bergoasen.
Hinter dem neuen Ortsteil, der an einem Hang liegt, trifft man auf das alte Tamerza mit seiner Oase. Im Tal auf einer Anhöhe inmitten des Oueds hatten Berber eine befestigte Ortschaft gebaut, die jetzt
verlassen ist und zerfällt. Der noch bewohnte Ortsteil am Rande der Oase besteht nur noch aus wenigen Häusern. In der Oase wachsen Dattelpalmen, und unter den Dattelpalmen sind Gemüsegärten angelegt. Die
Bergoase Midès liegt eindrucksvoll auf einem Plateau zwischen zwei 60 m tiefen Flussbetten, direkt an der algerischen Grenze. Über eine enge und steile Straße mit Schluchten und weitem Blick in die
Steppe und den Chott El Gharsa kommt man nach Chebika. Oberhalb des Dorfes ist eine enge Schlucht mit Wasserfall, Palmenhainen und vielen Quellen. Die Straße von Tozeur nach Chebika ist durchgehend
befestigt und auch ohne Geländewagen befahrbar. Die Strecke führt am Rand des Chott El Gharsa vorbei, der an dieser Stelle 17 m unter dem Meeresspiegel liegt. Mit etwas Glück können Sie sogar Gazellen
beobachten .
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